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Krypto-Betrüger Sam Bankman-Fried strebt offenbar zu einer Trump-Begnadigung
Der Gründer und frühere Leiter der Kryptobörse FTX, Sam Bankman-Fried, sitzt seit rund zwei Jahren wegen Betrugs im Gefängnis, aber arbeitet offenbar an einer Begnadigung durch Donald Trump. Seine Strategie scheint zu sein, das Wohlgefallen des aktuellen US-Präsidenten durch Trump-freundliche Beiträge in sozialen Netzwerken zu erlangen. In diversen Tweets unterstützt er etwa die Politik Tumps zum Iran-Konflikt und den vom US-Präsidenten initiierten Wechsel an der Spitze der US-Börsenaufsichtsbehörde.
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Der auch kurz SBF genannte US-Unternehmer Sam Bankman-Fried wurde Ende März 2024 zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Während das eigentliche Geschäft von FTX mit Kryptowährungen kompliziert sein kann, wurde SBF am Ende klassischer Betrug zur Last gelegt: Veruntreuung von Kundenvermögen. SBF stand auch hinter einem Hedgefonds namens Alameda Research, der riskante Geschäfte machte und sich Mittel bei FTX geliehen hatte. Auf eine eigentlich vorgeschriebene Absicherung wurde dabei verzichtet und als Alameda-Geschäfte schiefgingen, klaffte in der FTX-Kasse der Anklage zufolge ein Milliarden-Loch.
Pro-Trump-Tweets von SBF
Kürzlich wollte der verurteilte Krypto-Betrüger einen neuen Prozess, um seine jahrzehntelange Haft zu verkürzen. Doch die US-Regierung opponiert, wie Coindesk berichtet. Nun versucht SBF wohl auf anderen Wegen, aus dem Gefängnis zu kommen. Vor wenigen Tagen unterstützte er Trumps Iran-Strategie in einem durch von der Justiz zugelassenen Vermittlern bei X geposteten Beitrag. Auch seien die Ölpreise während der Trump-Regierungszeiten niedriger als unter Joe Biden, sowohl vor als auch nach dessen Amtszeit, behauptet SBF bei X, wobei er Trumps X-Account markierte.
Zuvor hatte SBF bei X den Wechsel an der Spitze der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC (Securities and Exchange Commission) begrüßt, nachdem Trump den bisherigen Leiter Gary Gensler durch Paul S. Atkins ersetzt hatte. Denn Gensler sei nicht nur gegen Kryptowährungen, sondern arbeitete auch gegen andere US-Behörden wie die CFTC, die für die Regulierung von Futures- und Optionen-Märkten zuständig ist. SBF kann aus der Haft zwar nicht selbst bei X posten, aber vorgeblich würden die Beiträge nach persönlicher Rücksprache mit ihm durch Vermittler veröffentlicht, sodass sie als „SBFs Worte“ gelten sollen.
Andere Krypto-Begnadigung als Vorbild?
Diese Beträge nähren Spekulationen, dass SBF die Gunst des US-Präsidenten sucht. Zwar hatte Donald Trump in einem Interview der New York Times zuvor noch gesagt, dass er nicht vorhabe, Bankman-Fried zu begnadigen. Doch der aktuelle US-Präsident ist bekannt für Begnadigungen bei Finanzkriminalität. Unmittelbar nach seinem zweiten Amtsantritt im Januar 2025 hatte Donald Trump den Silk-Road-Gründer Ross Ulbricht begnadigt. Dieser hatte im Darknet einen Marktplatz betrieben, bei dem neben legalen Waren auch Drogen, Raubkopien und Waffen gegen Kryptowährung angeboten wurden. Er wurde zu zweimal lebenslänglicher Haft verurteilt, ist dank Trump jetzt aber frei.
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Diese Vorliebe für Kryptowährungsbelange könnte sich auch Sam Bankman-Fried zunutze machen, denn Trump hatte sich vor seiner Wiederwahl um Unterstützung aus der Branche bemüht und im Gegenzug erhebliche Wahlkampfspenden von dort erhalten. Ulbricht genießt in Kreisen der Kryptobranche enorme Popularität, weil seine Handelsplattform als eine der ersten die praktische Einsetzbarkeit der Digitalwährung Bitcoin im Handel zeigte. SBF hofft wohl auf eine ähnliche Begünstigung, wenn er Trumps Politik offen unterstützt.
(fds)
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Psychotherapeutenkammer Niedersachsen: Social-Media-Verbot greift zu kurz
In der Debatte über mögliche Einschränkungen sozialer Medien für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren warnt die Psychotherapeutenkammer Niedersachsen vor zu einfachen Lösungen. Verbote allein griffen zu kurz und hätten nicht den gewünschten Effekt, teilte die Kammer mit. Stattdessen brauche es verbindliche Schutzmechanismen und klare Regeln für Plattformanbieter.
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Plattformbetreiber in der Pflicht
Die Verantwortung für einen gesunden Umgang mit digitalen Medien dürfe nicht auf Heranwachsende abgewälzt werden, heißt es in einem Positionspapier der Kammer. Vor allem Plattformanbieter und die Politik müssten stärker in die Pflicht genommen werden. Freiwillige Maßnahmen reichten nicht aus. Kammerpräsidentin Kristina Schütz sagte, die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sei ein komplexes Thema. Klar sei aber: Kinder- und Jugendschutz müsse auf Plattformen konsequent durchgesetzt werden.
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Dazu gehörten etwa Regeln zu Nutzungszeiten, suchtfördernden Mechanismen, manipulativen Algorithmen und jugendgefährdenden Inhalten. Auch eine wirksame Altersverifikation könne Plattformen stärker in die Verantwortung nehmen.
Zugleich fordert die Kammer mehr Medienkompetenz – nicht nur bei Kindern und Jugendlichen, sondern auch bei Erwachsenen. Eltern müssten befähigt werden, ihre Kinder beim Umgang mit digitalen Medien gut zu begleiten. Dazu gehöre auch, das eigene Nutzungsverhalten zu hinterfragen.
Mehr Unterstützung für Jugendliche gefordert
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Nach Einschätzung der Kammer ist die Studienlage zur Nutzung sozialer Medien durch Heranwachsende bislang nicht eindeutig. Hinweise gebe es aber darauf, dass lange Nutzungszeiten, passiver Konsum und belastende Inhalte wie Cybermobbing negative Folgen für das psychische Wohlbefinden haben könnten. Psychotherapeuten erlebten in Praxen, Kliniken und Beratungsstellen, dass exzessiver Medienkonsum die Entwicklung von Heranwachsenden beeinträchtigen könne.
Die Kammer fordert zudem einen Ausbau psychotherapeutischer Behandlungsangebote. Außerdem müssten junge Menschen stärker in die Debatte einbezogen werden, weil mögliche Verbote unmittelbar in ihre Lebenswelt eingriffen. Schutz vor digitalen Gefahren sei wichtig, dürfe aber nicht isoliert von realen Lebensbedingungen betrachtet werden. Armut, Vernachlässigung, Gewalt, Diskriminierung und Leistungsdruck hätten großen Einfluss auf das Wohlbefinden von Heranwachsenden.
(kbe)
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Lieferkette legt nahe: iPhone 18 erst im kommenden Jahr
Wer auf einen schnellen Nachfolger für das iPhone 17 gehofft hatte, wird in diesem Herbst wohl enttäuscht werden. Nach Gerüchten aus dem vergangenen Jahr, laut denen Apple im nächsten Gerätedurchgang eine Smartphone-Zweiteilung plant, macht nun ein Apple-Lieferant dazu passende Andeutungen. Offenbar ist es Apples Plan, im September nur iPhone 18 Pro und 18 Pro Max sowie das neue Foldable alias iPhone Ultra zu präsentieren. Im Frühjahr, möglicherweise im März, folgen dann das Standard-iPhone 18 sowie ein neues Einsteigermodell namens 18e. Außerdem plant Apple für den Beginn des kommenden Jahres eine zweite Auflage des iPhone Air.
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Der „wichtige US-Kunde“
Lin En-ping, Chairman des taiwanischen Optoelektronikproduzenten Largan Precision, der auf Apples Lieferliste für Kameraobjektive steht, sagte bei der letzten Aktionärsversammlung des Unternehmens, ein „wichtiger US-Kunde“ habe den Start eines neuen Produkts auf das erste Quartal 2027 verschoben. Wie üblich bei Apple-Zulieferern wurde der Name des Kunden nicht genannt. Largan ist jedoch als Hauptlieferanten für besagte Kamerakomponenten beim iPhone bekannt.
Der Kunde „verschiebt seinen Procurement-Zeitplan nach hinten im Jahr“, so Lin En-ping weiter. Damit sei die Auslastung von Largan Precision im vierten Quartal höher als angenommen. Die Komponenten müssen dann für die Fertigung ab Jahresbeginn 2027 bereitstehen. Das passt zu den bisherigen Gerüchten.
Apple entzerrt iPhone-Verkauf
Apple plant offenbar schon länger, von einer Hauptsaison im Jahr wegzukommen. Diese findet traditionell im vierten Quartal jeden Jahres statt: Im September werden die jeweils neuen iPhone-Modelle angekündigt und im Weihnachtsgeschäft dann kräftig verkauft. Durch die Aufteilung der Modelle auf Herbst/Winter und Winter/Frühling sind die Schwankungen weniger groß.
Neu sind frische iPhones im Frühjahr sowieso nicht – seit Längerem nutzt Apple in unregelmäßigen Abständen Februar oder März für die Bereitstellung von Einsteigermodellen. So kam das iPhone 16e Ende Februar 2025, das iPhone 17e Mitte März 2026. Der Frühjahrszeitpunkt würde durch zusätzliche Modelle wie das iPhone-18-Standardmodell und das iPhone Air 2 noch attraktiver.
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(bsc)
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Ubisoft-Mitgründer stirbt bei Flugzeugabsturz in Frankreich
Beim Absturz eines Propellerflugzeugs in der westfranzösischen Gemeinde La Baule sind zwei Menschen ums Leben gekommen, darunter der Mitgründer der weltweit bekannten Videospielfirma Ubisoft. Das Kleinflugzeug sei am Freitagabend auf einem Feld abgestürzt, als es sich im Anflug auf den Flugplatz in La Baule befand, teilte die zuständige Staatsanwältin mit.
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Ubisoft schrieb, dass es mit großer Trauer vom Tod von Claude Guillemot erfahren habe, „der bei einem Unfall ums Leben gekommen ist.“ Das französische Unternehmen ist unter anderem für Spieleserien wie „Assasin’s Creed“ und „Far Cry“ bekannt und betreibt auch in Deutschland Entwicklungsstudios.
Die Staatsanwältin bestätigte, dass es sich bei einem der Toten des Unglücks „nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen“ um Claude Guillemot handeln könnte. Die Maschine startete demnach aus Rennes, wo Guillemot wohnte. Er sei der Eigentümer des Flugzeugs. Es seien Ermittlungen wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung eingeleitet worden, hieß es weiter. Die genauen Umstände und Ursachen des Unfalls stehen bislang nicht fest.
Der 69-jährige Guillemot hatte Ubisoft 1986 gemeinsam mit seinen Brüdern gegründet. Zuletzt war er Chef der Guillemot Corporation, die unter anderem Zubehör für Computerspiele vertreibt. Sein Bruder Yves leitet Ubisoft. Die beigeordnete Ministerin für künstliche Intelligenz und Digitalisierung in Frankreich, Anne Le Hénanff, schrieb auf der Plattform X: „Die französische Videospielbranche verliert heute einen ihrer Pioniere.“
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