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Dell XPS 14 (DA14260) mit Intel Panther Lake im Test
Nach einem Jahr unter der gehaltlosen Bezeichnung „Dell Premium“ ist das XPS jetzt wieder zurück. Und das nicht nur bezogen auf den Namen, sondern auch mit alten Tugenden in Bereichen wie Akkulaufzeit, Tastatur, Touchpad und teils auch den Anschlüssen. Das neue Dell XPS 14 ist wieder so gut, wie seit vielen Jahren nicht mehr.
Im Dezember letzten Jahres musste sich Dell im Rahmen einer Vorveranstaltung der CES selbst und gegenüber der Presse eingestehen, dass es ein Fehler war, den Namen XPS aufzugeben und stattdessen im gesamten Portfolio auf generische Bezeichnungen wie im konkreten Fall „Dell Premium“ zu setzen. „Ihr hattet Recht“, ließ Jeff Clarke, Dell COO, auf der Bühne verlauten und kündigte im nächsten Atemzug die Rückkehr des XPS an.
Das XPS ist zurück – mit Intel als Partner
Das XPS ist aber nicht nur bezogen auf den Namen zurück, es handelt sich um eine vollständig neu entwickelte Notebook-Generation mit neuem Chassis und neuer Plattform auf Basis von Intel Panther Lake. Dell bleibt mit der Serie – zumindest aktuell – treuer Intel-Partner. Zur Auswahl stehen im neuen XPS 14 und XPS 16 Prozessoren vom Core Ultra 5 325 bis zum Core Ultra X9 388H, wobei im XPS-14-Testgerät der Core Ultra X7 358H verbaut war.
Die Speicherkrise macht alle Notebooks teuer
Dells neue Notebooks sind teuer, anders lässt sich das nicht sagen. Einfluss darauf hat dieser Tage aber nicht einmal unbedingt Dell mit den eigenen Premium-Ansprüchen, sondern die Speicherkrise, die mit exorbitanten Preisen für RAM und SSDs bei allen PC-Herstellern durchschlägt. Dell hatte zur Ankündigung im Januar nicht einmal Preise kommuniziert, diese stehen erst dieser Tage mit der Markteinführung fest.
Das neue XPS 14 startet für 1.849 Euro
Das neue XPS 14 mit der Modellnummer DA14260 ist in Deutschland nicht für weniger als 1.849 Euro zu bekommen. Das größere XPS 16 mit der Bezeichnung DA16260 startet für 1.949 Euro. Zur Auswahl stehen jeweils drei vorkonfigurierte Modelle, die der nachfolgenden Tabelle entnommen werden können, wobei der Core Ultra 7 355 dabei nicht angeboten wird und der Core Ultra X9 388H gänzlich in der Auswahl fehlt.
Testgerät mit OLED-Display für 2.599 Euro
Die Preisempfehlung des individuell konfigurierten Samples mit Core Ultra X7 358H, 32 GB RAM, 1-TB-SSD und 2,8K-OLED-Display liegt bei 2.599 Euro. Das XPS 14 lässt sich maximal mit 64 GB RAM und 4-TB-SSD für 3.849 Euro (mit Windows 11 Home) bestücken. Beim XPS 16 kostet die gleiche Top-Konfiguration 4.099 Euro.
Im Direktvergleich ist Apple günstiger
Das ist MacBook-Pro-Territorium, denn das kostet in 14 Zoll, mit M5 Pro, 24 GB RAM und 1-TB-SSD mit 2.499 Euro sogar weniger. Erst in 16 Zoll übertrifft Apple Dell beim Preis.
Technische Daten des neuen Dell XPS 14 und XPS 16
Die Keilform hat ausgedient
Vorbei ist mit der aktuellen XPS-Generation die Zeit des „Faux Wedge“-Designs, also der vorgegaukelten Keilform, die aber eigentlich gar keine war. Das neue Chassis fräst Dell aus Aluminium und versieht es mit rundherum gerade verlaufenden Seiten, die ein wenig an das Design eines MacBook Air erinnern, aber doch noch eigenständig genug ausfallen. Die Notebooks sind auch leichter als zuvor, wobei der subjektive Eindruck genau das Gegenteil suggeriert. Das in „Graphite“ geliehene XPS 14 wirkt massiv, solide gebaut und verwindungssteif, tatsächlich wiegt es mit 1,36 kg (OLED-Modell) jedoch weniger als der direkte Vorgänger, aber etwas mehr als ein MacBook Air 13″ (1,23 kg).
Mehr Anschlüsse – und das auf beiden Seiten
Die ganz alten XPS-Zeiten sind mit dem neuen Gehäusedesign nicht zurück, sprich es gibt nicht plötzlich wieder USB-A oder einen vollwertigen Cardreader. Verbaut sind aber dreimal Thunderbolt 4 und einmal 3,5-mm-Klinke, demnach jeweils einmal mehr als beim vorherigen XPS 14 mit nur zweimal Thunderbolt. So bleiben in jedem Fall zwei Ports frei, wenn über den dritten geladen wird. Und Dell hat sich erfreulicherweise auch für einen Split auf die linke (2) und rechte (1) Seite entschieden. Größere USB-Sticks oder Dongles blockieren so nicht die Anschlüsse.
Genau richtig abgestimmtes Scharnier
Das Aluminiumgehäuse wirkt mangels Aussparung an der Front zunächst verschlossen, für das Öffnen hat Dell aber einen kleinen Überstand an der Vorderseite gelassen, sodass sich der Deckel mit dem Fingernagel greifen lässt. Das Scharnier hat genau den richtigen Widerstand, sodass es leicht genug ist, um nicht das Notebook beim Öffnen anzuheben, und zugleich schwer genug ist, um für ein stabiles Display zu sorgen. Der Bildschirm lässt sich an beliebiger Stelle fixieren, der Deckel bis auf 130 Grad öffnen.
Weg mit dem schlechten Touch-Bar-Imitat
Geöffnet offenbart das XPS 14 die zwei nächsten großen Veränderungen, die überfällig waren: den Wegfall des schlechten Touch-Bar-Imitats und ein Touchpad, das man wieder sehen kann. Dell hatte sich für eine gewisse Zeit an Touch-Funktionstasten probiert, die schlichtweg grauenvoll waren. Jetzt sind endlich wieder klassische Fn-Tasten zurück, die in jedem Punkt besser sind – und sie schalten sich mit der Beleuchtung der Tastatur ab. Das Touchpad hat Dell mit zwei Linien aufgewertet, damit ersichtlich ist, wo das Touchpad anfängt und wo es aufhört – eine kleine Maßnahme, die für ein deutliches Upgrade sorgt. Dell verbaut zudem ein modernes kapazitives Touchpad mit haptischem Feedback, das sich über die gesamte Fläche klicken lässt und überall gleich gutes Klick-Feedback abgibt.
Die Tastatur selbst ist weiterhin spaltfrei („zero-lattice“) ausgeführt, den Hub konnte Dell aber geringfügig verlängern und die Tasten liefern jetzt ein etwas besseres Feedback als beim Vorgänger. An das Tippgefühl und den fehlenden Abstand zwischen den Tasten muss man sich aber weiterhin ein paar Tage gewöhnen. Wer von einem klassischen Layout mit minimal kleineren Tasten, aber sichtbarem Abstand zwischen des Tasten kommt, dürfte sich die ersten Tage das ein oder andere Mal vertippen.
Das OLED ist schick, das LCD vernünftiger
Für das XPS 14 stehen abermals zwei Bildschirme zur Auswahl: LCD mit WUXGA (1.920 × 1.200) in matter Ausführung ohne Touch oder OLED mit 2,8K (2.880 × 1.800) in glänzend mit Touch. Für die längsten Laufzeiten steht das matte LCD-Panel ohne Touch. Das beste Bild liefert das OLED-Panel mit Touch, das von Gorilla Glass Victus geschützt wird und das eine Antireflexionsschicht besitzt, aber nicht vollständig matt ausgeführt ist.
Der OLED-Vorteil liegt im Kontrast
Greift man zur OLED-Option, wie es Dell für das Testgerät gemacht hat, steht dieses Panel laut Hersteller für 2.880 × 1.800 Pixel, 400 nits, DisplayHDR True Black 500, 100 Prozent DCI-P3, VRR mit 20 bis 120 Hz und Dolby Vision. Die Helligkeitsangabe von Dell bestätigt das Muster mit einer Punktlandung bei 407 cd/m² für vollflächiges Weiß. Mit HDR-Inhalten lässt sich die Helligkeit auf bis zu 526 cd/m² (5-Prozent-Fenster) steigern, bei 25 Prozent sind es noch 510 cd/m² und bei 50 Prozent noch 480 cd/m². Bei 100 Prozent verpufft der Vorteil. Minimale Abweichungen der Helligkeit sorgen für eine Homogenität von 97 Prozent. Der Zugewinn im HDR-Modus fällt somit eher gering aus, der HDR-Effekt entsteht eher über das perfekte OLED-Schwarz und den dadurch sehr hohen Kontrast im Vergleich zu LCD.
Aus Sicht der Redaktion ist das OLED-Panel ein Augenschmaus, das LCD-Panel aber die sinnvollere Wahl für maximale Akkulaufzeiten. Dell gibt die längste Akkulaufzeit jemals in einem XPS nur für das LCD-Panel an: 27 Stunden Netflix-Streaming oder 40 Stunden lokale Videowiedergabe seien möglich, erklärte Dell zur Präsentation letzten Dezember. Das LCD-Panel bietet sowohl im XPS 14 als auch im XPS 16 die gleichen 1.920 × 1.200 Pixel (WUXGA), 500 nits, 100 Prozent sRGB, VRR mit 1 bis 120 Hz und Dolby Vision.
15 Stunden 4K-Streaming und 14 Stunden Office
Der anspruchsvolle Streaming-Test der Redaktion, der 4K30 bei 200 cd/m² in Dauerschleife ausführt, lieferte mit rund 15 Stunden ein kürzeres Ergebnis als Dells Angabe für das LCD-Panel, der zwischen MacBook Air und MacBook Pro angesiedelte Wert kann sich aber dennoch sehen lassen. Im Office-Test mit Word, Excel und PowerPoint kommt das XPS 14 auf 14 Stunden und landet damit bis zu eine Stunde vor den aktuellen Apple-Notebooks.
Dell verbaut im XPS 14 eine 70-Wh-Batterie, die sich über alle drei Thunderbolt-Anschlüsse laden lässt. Dafür liegt dem Notebook ein 100-Watt-Netzteil (20 V/5 A) bei, dessen Kabel sich auf 180 cm (USB-C) und 90 cm (Gerätestecker) verteilen, sodass inklusive der Länge des Netzteils rund 280 cm bis zur Steckdose überbrückt werden können. Dell hat sich beim USB-C-Kabel wieder für eine feste Verbindung am Netzteil entschieden, sodass man hier nicht selbst zu einem längeren Kabel wechseln kann.
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Flut der 8-TB-SSDs: Adata stockt bei Mars 980 Blade und Pro auf

Trotz Speicherkrise mit horrenden Preisen fällt auf, dass die SSD-Hersteller in diesen Tagen vermehrt 8-TB-Modelle in bestehenden Serien nachrüsten. So macht es auch Adata bei den PCIe-5.0-SSDs der Serien XPG Mars 980 Blade und XPG Mars 980 Pro.
Auch wenn die offizielle Ankündigung durch den Hersteller noch aussteht, macht sich der Handel schon bereit. Bei Alternate wird die XPG Mars 980 Blade mit 8 TB für 1.319 Euro* angepriesen und soll voraussichtlich in 9 bis 15 Werktagen erhältlich sein. Zum selben Preis von 1.319 Euro* und mit demselben Liefertermin wird auch die XPG Mars 980 Pro mit 8 TB zur Vorbestellung angeboten.
Das dritte Modell der Familie, die Mars 980 Storm mit Hybridkühler, ist wiederum noch nicht mit 8 TB aufgeführt. Diese Variante ist aber generell kaum im Handel erhältlich.
Kapazität rauf, Leistung runter
Bei den genannten Eckdaten fällt allerdings auf, dass der sequenzielle Durchsatz bei den neuen 8-TB-Modellen etwas geringer als bei den 4-TB-Versionen ausfällt. Für beide werden bis zu 12.000 MB/s beim Lesen und Schreiben genannt. In der Version mit 4 TB sind es wiederum 14.000 MB/s und 13.000 MB/s. Ein aktualisiertes Datenblatt (PDF) von Adata bestätigt aber die neuen Werte.
Parallel zum verdoppelten Speichervolumen steigen die TBW ebenso um den Faktor zwei, sodass 5.920 TB geschrieben werden müssen, bevor die sonst 5 Jahre währende Garantie vorzeitig erlischt.
Auch bei anderen gab es jüngst 8-TB-Nachwuchs
Auch Lexar hat erst kürzlich seine Flaggschiff-Serie NM1090 Pro durch ein Modell mit 8 TB erweitert. Dieses bietet allerdings sogar mehr Durchsatz als die bisherige 4-TB-Variante.
Samsung sorgte jüngst für eine Überraschung, indem sogar die inzwischen über fünf Jahre alte SATA-SSD-Serie 870 Evo auf 8 TB ausgebaut wurde.
Gerade in der heutigen Zeit mit knappen und teuren Speicherchips wirken die neuen Produkte irgendwie deplatziert. Andererseits dürften die Pläne zur Erweiterung der Serien noch weit vor der Speicherkrise gefasst worden sein. Ein Trend zu sinkenden Preisen ist noch nicht in Sicht.
- Speicherpreise im Check: HDD-Preise steigen deutlich, SSDs & RAM legen leicht zu
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Sennheiser Accentum Clip: Open-Ear trifft auf Clip-Design mit LDAC

Mit den neuen Accentum Clip stellt Sennheiser kabellose Open-Ear-Kopfhörer vor, die ein offenes, leichtes Clip-Design mit Bluetooth 6.0, LDAC und IP54 gegen Staub und Wasser verbinden. So sollen sie ein intensives Klangerlebnis ermöglichen, während gleichzeitig die Wahrnehmung der Umgebung erhalten bleibt.
Touch-Bedienung und Silikon für den Halt
Laut Sennheiser wiegt jeder Ohrhörer 6,8 Gramm und soll beim Tragen kaum bemerkt werden. Ein flexibler Silikonbügel passt sich der individuellen Ohrform an und soll dafür sorgen, dass die kabellosen Kopfhörer auch bei intensiven Trainingseinheiten stabil sitzen. Mit IP54 sind die Accentum Clip gegen Staub und Spritzwasser geschützt, so dass ihnen auch der Schweiß beim Training nichts anhaben kann. Die strukturierten Touch-Bedienelemente soll sich auch beim Sport leicht ertasten lassen und ermöglichen die Steuerung von Lautstärke, Anrufen und der Wiedergabe.
9 ohne und 36 Stunden Akkulaufzeit mit Ladecase
Mit einer Akkuladung sollen die Kopfhörer bis zu 9 Stunden durchhalten. Das Ladecase liefert drei zusätzliche Aufladungen und verlängert die Akkulaufzeit so auf insgesamt bis zu 36 Stunden. Auch eine Schnellladung ist mit an Bord: 10 Minuten Ladezeit über das mitgelieferte USB-C-Kabel sollen für bis zu 2 Stunden Musikwiedergabe ausreichen.
Multipoint und Einzelnutzung
Mit Bluetooth 6.0 unterstützen die Accentum Clip auch Bluetooth Multipoint, also die Möglichkeit, mit zwei Endgeräten gleichzeitig verbunden zu werden, um zwischen diesen nahtlos wechseln zu können. Zudem kann jeder Ohrhörer auch einzeln genutzt werden. Damit Anrufe auch in lauten Umgebungen getätigt werden können, verfügt jeder Ohrhörer über zwei Mikrofone und eine KI-gestützte Geräuschunterdrückung, die Hintergrundgeräusche reduziert.
12-mm-Treiber
Im Inneren der dank LDAC Hi-Res-Audio-Wireless-zertifizierten Accentum Clip sorgt ein 12-mm-Treiber für den Klang. Sennheiser verspricht einen „kraftvollen, satten Sound mit klaren Stimmen und Details, präzisem Bass sowie angenehm ausgewogenen Höhen für ein detailreiches und gleichzeitig emotionales Hörerlebnis“. Damit Musik bei jeder Lautstärke ausgewogen klingt, sind die Ohrhörer mit Dynamic EQ ausgestattet. Die Klangoptimierung soll Veränderungen im Klangbild bei niedrigen Lautstärken automatisch ausgleichen. Mit der Sennheiser-Smart-Control-Plus-App lässt sich der Klang aber auch den eigenen Vorlieben entsprechend anpassen. Ein 5-Band-Equalizer, speicher- und teilbare Klangprofile, die geführte Sound-Check-Funktion und weitere Einstellungen sind dafür in der App verfügbar.
Neben LDAC unterstützen die Kopfhörer auch SBC und AAC und für ein schnelles Pairing mit dem Android-Smartphone oder -Tablet wird Google Fast Pair geboten.
Preis und Verfügbarkeit
Der Accentum Clip wird in den Farbvarianten Black und Cream erhältlich sein. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Kopfhörer ab dem 23. Juli erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung des Accentum Clip beträgt 179,90 Euro.
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Nvidia XR AI: KI-Agenten sollen auf AR-Brillen helfen
Mit Nvidia XR AI stellt der GPU-Hersteller eine Entwicklerbibliothek für KI-Agenten auf AR-Brillen und XR-Geräten als öffentliche Beta bereit. Sie soll Sensordaten, Unternehmenswissen, KI-Modelle und Werkzeuge zusammenführen, um kontextbezogene Assistenz in Echtzeit zu ermöglichen.
KI-Agenten für die Arbeit vor Ort
Nvidia beschreibt XR AI als Grundlage für Anwendungen, bei denen KI-Agenten nicht nur auf Texteingaben reagieren, sondern die Umgebung des Nutzers einbeziehen. Dafür können Daten aus Kameras, Mikrofonen, Tiefensensoren, Positionsdaten und weiteren Sensoren von AR– oder XR-Geräten verarbeitet werden.
Die Agenten sollen dadurch erfassen können, was der Nutzer gerade sieht oder hört, welche räumliche Situation vorliegt und welche Informationen aus Unternehmenssystemen relevant sein könnten. Ziel ist eine Assistenz, die bei praktischen Aufgaben unterstützt, ohne den Nutzer durch unnötige Einblendungen abzulenken.
Vier Bausteine für multimodale Assistenz
Die öffentliche Beta kombiniert laut Nvidia mehrere Funktionen. Dazu gehört die Aufnahme realer Signale aus AR- und XR-Geräten, etwa Video, Audio, Tiefeninformationen und Sensordaten. Hinzu kommt die Anbindung an spezialisierte Dienste und Werkzeuge, darunter Nvidia Metropolis für visuelle KI und Videoverständnis sowie Nvidia NeMo Retriever für die Suche in Unternehmenswissen.
XR AI soll außerdem verschiedene KI-Modelle unterstützen, darunter Nvidias Nemotron-Modelle und Cosmos Reason. Für die Steuerung von Agenten, die Nutzung von Werkzeugen und die Koordination mehrerer Agenten verweist Nvidia auf das NeMo Agent Toolkit. Als Rechenbasis nennt der Hersteller unter anderem DGX Spark, DGX Station und RTX-Pro-Systeme.
Beispiele aus Industrie, Forschung und Medizin
Als möglichen Einsatzbereich nennt Nvidia die Fertigung. Siemens untersucht demnach in einem Forschungskontext, wie XR AI zusammen mit DGX Spark Werksingenieure bei Wartungsinformationen, Fehlersuche, Arbeitsprüfung und Dokumentation unterstützen kann. Ein Ingenieur mit einer leichten Brille könnte beispielsweise Fragen zu einer speicherprogrammierbaren Steuerung stellen und direkt Hinweise erhalten.
In der Forschung setzt Rana, ein Unternehmen von AutoBio, sein LabOS-System auf Basis von Nvidia XR AI ein. Es soll Wissenschaftler bei komplexen Laborabläufen unterstützen, unter anderem bei Stammzelltherapie- und Gen-Editing-Forschung an Laboren der Stanford University School of Medicine und der Princeton University.
Auch im medizinischen Umfeld zeigt Nvidia ein Beispiel: Das Surreality Lab am University of Pittsburgh Medical Center demonstrierte ein System, das Operationsteams kontextbezogene Informationen liefern soll. Dabei soll das System berücksichtigen, welche Bereiche im Sichtfeld eines Chirurgen nicht verdeckt werden dürfen.
XR als Schnittstelle zu Unternehmenswissen
Weitere Beispiele betreffen Design, digitale Zwillinge und immersive Lernumgebungen. Innoactive nutzt laut Nvidia XR AI, um Informationen aus Design Reviews, Produktpräsentationen und digitalen Zwillingen besser erfassen und später wiederverwenden zu können. Atlantic Studios wiederum verwendet die Technik für eine interaktive Darstellung eines Scans der Titanic, bei der Nutzer per Sprache nach Punkten von Interesse fragen können.
Nvidia positioniert XR AI damit als Bindeglied zwischen AR-Brillen, Unternehmensdaten und KI-Agenten. Die öffentliche Beta richtet sich zunächst an Entwickler, die solche Anwendungen für Fabriken, Labore, Kliniken oder immersive Umgebungen erstellen wollen. Grundlage dafür sind Nvidias Softwarebibliotheken, KI-Modelle und beschleunigte Rechensysteme.
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