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Windows Server: Microsoft bewirbt Upgrade auf Server 2025 über Windows Update


Microsoft hatte zur Veröffentlichung des Windows Server 2025 kurzzeitig Probleme mit ungefragt erfolgten Upgrades über Windows Update. Mitte April dieses Jahres hat Microsoft das in den Griff bekommen und das optionale Upgrade wieder bereitgestellt. Jetzt wirbt das Unternehmen dafür, dass IT-Verantwortliche ihre Server über den Windows-Update-Mechanismus auf die neuere Server-Version hieven sollen.

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Im Message-Center der Windows-Release-Health-Notizen hat Microsoft nun darauf hingewiesen, dass Windows Server auch ein In-Place-Upgrade auf neuere Versionen unterstützt. Damit soll es leichter sein, von Windows Server 2019 oder 2022 auf Server 2025 zu migrieren. Der Prozess soll so einfach sein wie die monatlichen Sicherheitsupdates und keine Installationsmedien erfordern. Und dann folgt jedoch ein „aber“.

Im „Windows Server News and Best Practices“-Blog beschreibt Microsoft, dass Admins das Upgrade natürlich doch planen und dafür vorbereitende Maßnahmen ergreifen müssen. Das Windows-Server-Team empfiehlt etwa eine schrittweise Verteilung von Windows Server 2025, angefangen bei den am wenigsten kritischen Maschinen. Sie ermutigen Admins zudem, das Upgrade zunächst in einer Testumgebung zu prüfen, um Erfahrungen mit dem Upgrade-Prozess zu sammeln. Die Zeit, die ein Upgrade benötigt, hängt von Faktoren wie Performance der Maschine, der Anzahl laufender Anwendungen und der Anzahl an Benutzern auf dem Rechner ab. Insgesamt sollte der Prozess aus Backup oder Snapshot und Upgrade laut dem Windows-Server-Team etwa zwei Stunden in Anspruch nehmen.

Die Microsoft-Mitarbeiter stellen zudem eine Schritt-für-Schritt-Anleitung bereit, die IT-Verantwortliche für den Upgrade-Prozess befolgen sollten. Zehn Schritte sollen die Planung unterstützen, für die Vorbereitung der Verteilung schlägt Microsoft sieben weitere Schritte bis zur Fertigstellung vor – für die „Desktop Experience“. Wer Server Core betreibt, benötigt demnach neun Schritte.

Zudem gibt das Windows-Server-Team noch praktische Hinweise, was Admins nach dem Update prüfen und machen sollten. Hilfestellung bei Problemen sollen Fehlerprotokolle, ein Diagnose-Tool und der Kundensupport von Microsoft liefern.


(dmk)



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Top 10: Der beste Saugroboter mit Wischfunktion im Test – Testsieger Roborock


Saugroboter mit Wischfunktion erleichtern den Alltag. Wir zeigen die besten Modelle mit Absaug- oder Reinigungsstation.

Saugroboter sind praktische Haushaltshelfer, technisch inzwischen ausgereift, aber oft kostspielig. Entscheidend ist dabei weniger die reine Leistung als die Frage, wie gut die Geräte diese Leistung im Alltag umsetzen. Modelle, die ziellos durch die Wohnung fahren, helfen wenig – gefragt sind präzise Navigation, zuverlässige Reinigungsleistung und eine praxisgerechte Lautstärke.

Smarte Technik ermöglicht es modernen Saugrobotern, einen Großteil der Arbeit beim Saugen und Wischen eigenständig zu übernehmen. Doch nicht das Datenblatt zählt, sondern die Alltagstauglichkeit. Einige Geräte beeindrucken zwar mit hohen Leistungswerten, scheitern jedoch in der Praxis an Orientierung, Reinigungsqualität oder Geräuschentwicklung.

Kurz vor dem Prime-Day vom 23. bis 26. Juni purzeln bereits jetzt die Preise nach und nach – und so gibt es schon dicke Rabatte auf einige Modelle.

Unsere Bestenliste basiert auf Dutzenden Tests und umfasst die Modelle, die uns am meisten überzeugt haben. Bewertet wurden im Saugroboter-Test Funktionsumfang, Navigation, Objekterkennung, Saugleistung, Wischergebnis, Design und Preis-Leistungs-Verhältnis. Zu jedem Gerät beschreiben wir Stärken, Schwächen und die Gründe für seine Platzierung.

Welcher ist der beste Saugroboter?

Wer nach einer klaren Empfehlung fragt: Testsieger ist der Roborock Saros 20 Sonic. Er überzeugt mit exzellenter Objekterkennung, präziser Navigation, Top-App und tadelloser Reinigungsleistung in Form einer vibrierenden Wischplatte. Er ist besonders flach, wodurch er besser unter Möbel kommt und kann Stufen bis 4,5 cm überwinden. Aktuell kostet der Saros 20 Sonic etwa 1269 Euro.

Auf Platz zwei landet der Dreame Matrix 10 Ultra – unser Technologiesieger. Er fällt vor allem durch seine riesige Station auf, die einen Aufzug zum Wechsel der Wischmopps enthält, sodass man für verschiedene Räume auch unterschiedliche Wischaufsätze nutzen kann. Normalerweise kostet er über 1200 Euro, aktuell gibt es in aber in der schwarzen Farbvariante für 899 Euro bei Ebay.

Unser neuer Preis-Leistungs-Sieger ist der Eovacs Deebot X11 Omnicyclone, der mit einer Wischwalze reinigt und eine beutellose Station besitzt. Das spannende Gesamtpaket gibt es aktuell schon für 599 Euro – statt des ursprünglichen Startpreises von 1300 Euro.

Hinweis: Das Preis-Leistungs-Verhältnis zählt neben Ausstattung und Praxiserfahrung (Navigation, Reinigungsergebnis, App und Hinderniserkennung) zu den wichtigsten Kriterien unserer Bestenliste. Es sorgt für faire, nachvollziehbare Reihung: Sind Leistung und technische Eigenschaften vergleichbar, erhält das Modell mit dem attraktivsten Preis den höheren Rang. Ein Saugroboter, der marginal besser ist, aber deutlich teurer, kann hinter einem Modell mit deutlicherem Preis-Leistungs-Vorteil landen. Der Testsieger soll technisch die höchste Leistung liefern, unabhängig vom Preis.

KURZÜBERSICHT

Der Saros 20 Sonic ist aktuell das durchdachteste Premium-Modell im Test und reiht sich an die Spitze unserer Bestenliste. Beim Saugen liefert er auf Hart- und Teppichböden eines der besten Ergebnisse im Testfeld, beim Wischen punktet die neue Vibrationsplatte mit 4000 Schwingungen pro Minute besonders in Ecken und an Kanten – und das bei deutlich geringerer Feuchtigkeit als Walzensysteme. Dazu kommen die ultraflache Bauhöhe von 7,98 cm, eine Kletterfähigkeit von bis zu 8,8 cm über doppelte Schwellen und eine Station, die Mopps mit 100 Grad heißem Wasser wäscht und unabhängig vom Reinigungsvorgang betreibt. Aktuell kostet der Roboter 1269 Euro.

VORTEILE

  • hervorragende Saugleistung mit 36.000 Pa
  • Vibrationswischplatte reinigt Kanten und Ecken sehr gut
  • ultraflaches Design mit ausfahrbarem Lidar
  • Kletterfunktion bis 8,8 cm (doppelte Schwelle)
  • Heißwasserreinigung mit 100 °C und unabhängige Moppwäsche

Der Dreame Matrix 10 Ultra ist der erste Saugroboter mit automatischem Mopp-Wechsel und Drei-Kammer-Reinigerdosierung. Je nach Raum verwendet er passende Wischpads und Reinigungsmittel, was Kreuzkontamination zwischen Bad und Wohnzimmer verhindert. Mit 30.000 Pa Saugleistung, einfahrbarem Lidar-Turm und hervorragend leisen Fahrmotoren bietet er ein Premium-Paket für 899 Euro (Ebay). Die Stationsreinigung erfolgt mit 100 °C heißem Wasser und Heißluft-Trocknung.

VORTEILE

  • automatischer Mopp-Wechsel und Drei-Kammer-Reinigerdosierung
  • extrem leise Fahrmotoren
  • starke Reinigungsleistung
  • 100-Grad-Heißwasserreinigung mit Heißluft-Trocknung
  • souveräne Navigation

NACHTEILE

  • App ruckelt bei der Zonenauswahl
  • nur 2,4-GHz-WLAN
  • Wischpads für hochflorige Teppiche nicht weit genug anhebbar

Der Ecovacs X11 Omni Cyclone richtet sich an Nutzer, die keine Staubbeutel mehr kaufen wollen und hohe Schwellen überwinden müssen. Die beutellose Entsorgung spart langfristig Kosten und reduziert Müll. Die Kletterfunktion bewältigt Schwellen bis 2,4 cm und zusammenhängende Stufen bis 4 cm – das schaffen nur wenige Konkurrenten. Der verbesserte Omzo Roller 2.0 arbeitet mit höherem Anpressdruck. Zwei Reinigungsmittelbehälter ermöglichen automatisches Wechseln zwischen verschiedenen Mitteln für unterschiedliche Bodentypen. Die Schnellladefunktion lädt den Akku in unter drei Stunden vollständig auf. Preislich ist der Roboter inzwischen mit 599 Euro erheblich günstiger als zum Testzeitpunkt.

VORTEILE

  • Beutellose Staubentsorgung spart Folgekosten
  • Kletterfunktion bewältigt Schwellen bis 2,4 cm
  • Schnellladefunktion lädt in unter 3 Stunden
  • niedrigere Lautstärke
  • zwei Reinigungsmittelbehälter mit automatischem Wechsel

NACHTEILE

  • Navigation mit Möbelschieben und ineffizienten Wegen
  • teils Probleme mit Teppichen
  • fehlende Walzenabdeckung führt zu feuchten Teppichen

Ratgeber

Was kann ein Saugroboter leisten – und was nicht?

Moderne Saug- und Wischroboter übernehmen einen Großteil der täglichen Bodenreinigung selbstständig. Sie saugen Staub, Krümel und Haare auf, wischen Hartböden feucht und kehren danach automatisch zur Ladestation zurück. Hochwertige Modelle speichern mehrere Etagen als Karten, erkennen Teppiche und passen ihre Reinigung entsprechend an. Die besten Geräte schaffen auch hartnäckigen Schmutz dank rotierender Mopps oder Wischwalzen.

Die meisten Geräte fahren bei niedrigem Akkustand selbstständig zur Ladestation und setzen die Arbeit danach fort. Moderne Roboter erstellen Karten der Wohnung mittels Laser- oder Kameratechnik und navigieren so zielgerichtet durch jeden Raum. Ein System aus verschiedenen Sensoren schützt den Roboter und die Einrichtung: Absturzsensoren verhindern das Herunterfallen an Treppen.

Die eigentliche Stärke eines Saugroboters liegt in der Kontinuität: Wer ihn täglich fahren lässt, hält die Wohnung auf einem durchgehend ordentlichen Niveau. Staub sammelt sich nicht mehr tagelang an, Krümel verschwinden zeitnah, Tierhaare verteilen sich nicht durch die ganze Wohnung. Diese Grundsauberkeit erreicht kein noch so fleißiger Mensch mit manuellem Saugen, weil schlicht die Zeit fehlt, täglich jeden Raum zu reinigen. Der Roboter fährt hingegen einfach los, während man arbeitet oder schläft.

Allerdings bleiben die Details Handarbeit. Ecken und Kanten reinigen Saugroboter bauartbedingt schlechter, hier muss man gelegentlich selbst ran. Saugroboter erreichen oft nicht die extreme Saugkraft eines herkömmlichen Bodenstaubsaugers, was besonders bei sehr tiefen Teppichen auffallen kann. Hochflorige Teppiche, Fransen oder herumliegende Kabel bereiten vielen Modellen Probleme. Wer Haustiere mit langem Fell besitzt, wird trotz täglicher Roboterfahrten gelegentlich selbst zum Staubsauger greifen müssen – besonders auf Polstermöbeln und in Ecken, die der Roboter nicht erreicht.

Narwal Flow – Reinigung

Auch bei akuten Verschmutzungen stößt der Roboter an praktische Grenzen. Wer ein Glas Saft umwirft, wird kaum den Saugroboter losschicken – bis der seine Route geplant hat und an der richtigen Stelle ankommt, ist die Pfütze längst eingetrocknet oder hat sich ausgebreitet.

Für solche Fälle eignet sich ein Akku-Wischsauger deutlich besser – oder schlicht ein Lappen. Die beeindruckenden Wischleistungen moderner Roboter mit Wischwalze, die selbst Acrylfarbe entfernen können, kommen im Alltag daher selten zum Tragen. Niemand wird ernsthaft absichtlich Farbe auf den Boden kippen und dann den Roboter schicken. Die Technik zeigt aber, was theoretisch möglich ist – und hilft bei eingetrockneten Flecken, die man übersehen hat.

Vor dem Kauf lohnt sich daher eine ehrliche Bestandsaufnahme der eigenen Wohnsituation. Wie groß ist die Wohnfläche? Gibt es viele Teppiche oder hauptsächlich Hartböden? Leben Haustiere im Haushalt? Stehen viele Möbel eng beieinander? Gibt es hohe Türschwellen oder mehrere Etagen? Die Antworten bestimmen, welche Features wirklich wichtig sind – und welches Budget sinnvoll ist.

Was unterscheidet günstige von teuren Saugrobotern?

Der Markt für Saugroboter erstreckt sich von unter 100 Euro bis über 1500 Euro. Die Preisunterschiede spiegeln sich in fast allen Bereichen wider – von Navigation über Wischleistung bis zur Verarbeitung. Einstiegsmodelle sind bereits ab 50 Euro erhältlich, leistungsstarke Modelle für größere Flächen finden sich unter 300 Euro. Für smarte Saugroboter mit umfangreichen Funktionen und App-Steuerung liegen die Preise zwischen 150 und 1020 Euro, abhängig von Features und Marke. Bei Saug-Wisch-Robotern reicht die Spanne von 200 bis 1400 Euro, wobei der Preis nicht immer die Qualität widerspiegelt.

Unter 200 Euro gibt es nur sehr einfache Roboter. Sie navigieren meist per Zufall oder einfachem Gyroskop und fahren kreuz und quer durch die Wohnung – in der Hoffnung, irgendwann überall gewesen zu sein. Lasernavigation fehlt in diesem Segment fast vollständig, die Wischfunktion beschränkt sich auf ein hinterhergezogenes feuchtes Tuch ohne echte Reinigungswirkung. Eine Absaugstation gibt es nicht, der Schmutzbehälter (oft nur 0,3 Liter) muss manuell geleert werden, die Akkulaufzeit liegt bei rund 45 Minuten. Für kleine Wohnungen mit harten Böden und wenig Hindernissen reicht das aus – größere Grundrisse überfordern diese Geräte schnell.

Saugroboter Lefant M3 im Test

Zwischen 200 und 450 Euro hat sich die Lasernavigation als Standard etabliert. Die Roboter erstellen präzise Karten, fahren systematisch Bahnen und reinigen deutlich effizienter. Auch Absaugstationen tauchen in diesem Segment bereits auf, allerdings ohne Wischpad-Reinigung. Die Wischfunktion bleibt meist rudimentär – ein befeuchtetes Tuch ohne Rotation oder Vibration wie beim doch erstaunlich guten und günstigen Lefant M3 (Testbericht) für unter 300 Euro. Kameras zur Objekterkennung fehlen in der Regel, der Roboter verlässt sich auf Nahbereichssensoren und den vorderen Stoßfänger. Für Haushalte ohne Haustiere und mit aufgeräumten Böden reichen diese Modelle oft aus.

Ab 450 Euro wird es richtig spannend. Hier beginnt die echte Oberklasse mit Features, die vor zwei Jahren noch Premium-Geräten jenseits der 1000 Euro vorbehalten waren. Der Ecovacs T80 Omni (Testbericht) zeigt exemplarisch, was in diesem Segment möglich ist: Objekterkennung per Kamera, Wischwalze statt simpler Tücher, vollwertige Reinigungsstation mit Mopp-Wäsche und Trocknung. Die Navigation arbeitet präzise, die Saugleistung überzeugt, und selbst hartnäckiger Schmutz hat kaum Chancen.

Zwischen 500 und 1000 Euro tummeln sich die meisten Topmodelle – oft schon wenige Monate nach ihrer Markteinführung. Die Hersteller senken die Preise schnell, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Unser Preis-Leistungs-Sieger Ecovacs Deebot X8 Pro Omni (Testbericht) kostet mittlerweile nur die Hälfte der UVP. In diesem Preisbereich bekommt man zuverlässige Objekterkennung, exzellente Wischergebnisse, leistungsstarke Reinigungsstationen und eine ausgefeilte App-Steuerung. Für die allermeisten Haushalte bietet dieses Segment das beste Verhältnis aus Preis und Leistung.

Über 1000 Euro geht es um Feinheiten und letzte Raffinesse. Die Objekterkennung arbeitet noch zuverlässiger, die Fahrdynamik wirkt geschmeidiger, die Verarbeitung hochwertiger. Manche Modelle bieten ausgefallene Extras wie den Greifarm des Roborock Saros Z70 (Testbericht), der herumliegende Gegenstände aufheben und wegräumen kann – allerdings eher als Machbarkeitsstudie denn als unverzichtbares Feature.

Auch besonders flache Bauformen, die unter niedrige Möbel passen, oder spezielle Kletterfunktionen für hohe Türschwellen finden sich hier. Wer absolute Spitzenleistung ohne Kompromisse sucht, wird in diesem Segment fündig – zwingend notwendig ist der Aufpreis für die meisten Haushalte aber nicht.

Alle Modelle in unserer Bestenliste setzen auf Lasernavigation, ergänzt durch nach vorn gerichtete Kameras für die Objekterkennung. Ergänzend nutzen Saugroboter für ihre verschiedenen Navigationssysteme mitunter auch Ultraschallsensoren, um Hindernisse zu erkennen und effizient zu navigieren. Denn der Laser übersieht niedrige oder sehr dünne Gegenstände wie Kabel, Socken oder Stuhlbeine – hier springt die Kamera mit KI-Unterstützung ein.

Wie wichtig sind Navigation und Grundriss?

Ein guter Saugroboter muss nicht über 1000 Euro kosten, liegt aber vermutlich über 450 Euro. Entscheidend ist weniger der absolute Preis als vielmehr die Frage, welche Features für den eigenen Haushalt tatsächlich relevant sind. Wer diese Frage vor dem Kauf klärt, spart Geld und vermeidet Enttäuschungen.

Die Beschaffenheit der Wohnung spielt eine zentrale Rolle bei der Wahl des richtigen Modells. Ein verwinkelter Altbau-Grundriss mit vielen kleinen Räumen, Nischen und Türschwellen stellt ganz andere Anforderungen als eine offene Loft-Wohnung mit freien Flächen. Im ersten Fall zahlt sich präzise Lasernavigation mit guter Kartierung besonders aus, weil der Roboter sonst in Ecken hängenbleibt oder ganze Bereiche übersieht. Die Reinigungsleistung wird häufig durch die Fähigkeit zur Hinderniserkennung und Navigation beeinflusst, was sich direkt auf die Gründlichkeit auswirkt.

Bei Türschwellen über zwei Zentimetern Höhe benötigt man zudem spezielle Kletterfunktionen – der Dreame X50 Ultra Complete (Testbericht) überwindet etwa Hindernisse bis zu 4,2 cm. Wer hingegen hauptsächlich eine große, zusammenhängende Fläche ohne nennenswerte Hindernisse reinigen lässt, kommt auch mit weniger ausgefeilter Navigation zurecht und kann entsprechend sparen.

Wer mehrere Etagen reinigen lassen möchte, benötigt einen Roboter, der mehrere Karten speichern kann. Die meisten Mittel- und Oberklassemodelle beherrschen das inzwischen, aber nicht alle.Wer eine Wohnung mit mehreren Zimmern und unterschiedlichen Bodenbelägen hat, sollte ein Modell mit Multiroom-Funktion und einer Laufzeit von mindestens 90 Minuten wählen. Die maximale Akkulaufzeit von Saugrobotern variiert dabei zwischen 45 Minuten für Einsteigergeräte und bis zu 240 Minuten für High-End-Modelle. Allerdings muss der Roboter zwischen den Etagen manuell getragen werden – Treppen überwinden kann keines der aktuellen Modelle. Manche Haushalte entscheiden sich daher für einen zweiten, günstigeren Roboter im Obergeschoss statt für ein einzelnes Spitzengerät.

Welche Rolle spielen Bodenbeläge und Teppiche?

Die Frage nach Teppichen und Bodenbelägen beeinflusst sowohl die nötige Saugleistung als auch die Anforderungen an die Wischfunktion. Haushalte mit überwiegend Hartböden wie Fliesen, Parkett oder Vinyl profitieren enorm von einer guten Wischtechnik, während die Saugkraft weniger kritisch ist – hier genügen auch günstigere Modelle mit solider Wischleistung.

Umgekehrt erfordern hochflorige Teppiche oder viele Auslegewaren eine starke Saugkraft und spezielle Bürstenwalzen. Kombinationen aus Gummilamellen und Borstenreihen entfernen eingetretenen Schmutz am zuverlässigsten aus Teppichfasern. Wichtig ist zudem, dass der Roboter Teppiche automatisch erkennt, die Saugkraft erhöht und die Wischmopps anhebt, damit der Teppich nicht durchnässt. Bei besonders hochflorigen Teppichen oder Läufern mit Fransen stoßen aber selbst teure Modelle an ihre Grenzen – einen herkömmlichen Staubsauger ersetzen Saugroboter bei starker Verschmutzung nicht vollständig. Hier hilft nur Ausprobieren oder ein Blick in Erfahrungsberichte anderer Nutzer mit ähnlicher Ausstattung.

Worauf sollten Haustierbesitzer achten?

Haustierbesitzer sollten besonders auf Objekterkennung und Bürstenkonstruktion achten. Tierbesitzer greifen am besten zu Saug-Wisch-Robotern mit Nass-Trocken-Funktion, um Tierhaare effektiv zu entfernen und gleichzeitig den Boden zu reinigen. Katzen und Hunde hinterlassen nicht nur Haare, sondern gelegentlich auch unschöne Überraschungen auf dem Boden. Eine zuverlässige Kameraerkennung verhindert, dass der Roboter Tierkot durch die gesamte Wohnung verteilt – ein Albtraum, den viele Haustierhalter mit älteren Modellen erlebt haben. Die Hauptbürste sollte zudem so konstruiert sein, dass sich Tierhaare nicht permanent verwickeln. Manche Hersteller bieten spezielle Anti-Tangle-Bürsten an, andere setzen auf reine Gummiwalzen ohne Borsten, die sich leichter reinigen lassen.

Für Allergiker-Haushalte sind insbesondere die HEPA-Filter relevant, da diese mikroskopisch kleine Partikel wie Milben und Allergene aus der Luft filtern. Hier empfiehlt es sich, den Filter im Saugroboter regelmäßig zu wechseln.

Die verfügbare Zeit für das Aufräumen vor der Reinigung bestimmt ebenfalls, wie wichtig eine gute Objekterkennung ist. Wer ohnehin jeden Abend Kabel aufrollt, Socken einsammelt und Spielzeug wegräumt, benötigt keine ausgefeilte KI-Erkennung – ein Mittelklasse-Modell genügt. In Haushalten mit Kindern oder chronisch unaufgeräumten Böden hingegen verhindern Modelle mit Kamera frustrierende Festfahrer. Der Roboter erkennt dann Ladekabel, herumliegende Kleidungsstücke oder Spielzeugautos und umfährt sie, anstatt sie einzusaugen oder sich darin zu verheddern.

Welche Extras gibt es – und wer braucht sie?

Die Geräuschempfindlichkeit spielt für viele Nutzer eine Rolle. Die Geräuschpegel von Saugrobotern liegen in der Regel zwischen 60 und 70 dB, was vergleichbar mit einem normalen Gespräch oder einem elektrischen Rasenmäher ist. Wer den Roboter während der Arbeit im Homeoffice fahren lassen möchte, achtet auf besonders leise Modelle. Manche Geräte bieten einen speziellen Flüstermodus, der die Saugleistung zugunsten der Lautstärke reduziert. Andere sind konstruktionsbedingt lauter, dafür aber gründlicher. Hier hilft nur ein Blick in die Testberichte, denn die Herstellerangaben zur Lautstärke sind oft geschönt oder beziehen sich auf den schwächsten Saugmodus.

Roborock Saros Z70 – Greifarm für Schuhe

Bei den Extras gehen die Meinungen auseinander. Der bereits erwähnte Greifarm des Roborock Saros Z70 (Testbericht) kann herumliegende Socken aufheben und in einen Korb legen – spannend, aber eher ein Gimmick als ein Must-have. Der Eufy Omni E28 Hydrojet (Testbericht) kombiniert Saugroboter mit entnehmbarem Nasssauger, sodass man bei Bedarf auch manuell Polster oder Autoteppiche nass reinigen kann. So hat man zwei Geräteklassen in einem Produkt vereint – praktisch, aber nicht für jedermann notwendig.

Viele Modelle bieten integrierte Sprachassistenten, die auf Zuruf einzelne Räume reinigen. Eine programmierbare Timer-Funktion sorgt zudem dafür, dass der Roboter auch bei Abwesenheit zuverlässig seine Runde dreht. Andere Roboter setzen auf besonders flache Bauformen unter acht Zentimetern Höhe, um unter niedrige Sofas und Betten zu passen – hier verzichten die Hersteller dann meist auf den klassischen Laserturm zugunsten anderer Sensorkombinationen. All diese Extras können im Einzelfall nützlich sein, treiben aber den Preis in die Höhe. Die Grundfrage bleibt: Benötigt man das wirklich, oder reicht ein solides Standardmodell?

Welche Wischtechnik reinigt am besten?

Aktuelle Saugroboter setzen auf drei verschiedene Wischtechniken, die sich in Funktionsweise und Ergebnis deutlich unterscheiden.

Mova V50 Ultra Complete – ausfahrbare Wischmopps

Rotierende Mopps sind der Klassiker unter modernen Saugrobotern mit Wischfunktion. Runde Platten mit einem angehefteten Wischtuch drehen sich mit hoher Geschwindigkeit und erzeugen so mechanischen Druck auf den Boden. Sie lösen auch angetrockneten Schmutz gut und lassen sich bei vielen Modellen anheben, um Teppiche trocken zu überfahren. Immer mehr Geräte fahren ihren Mopp sogar seitlich aus, um randnah zu wischen.

Der Nachteil dieser Technik liegt im Prinzip selbst: Die Mopps nehmen Schmutz auf und tragen ihn weiter, bis sie an der Station gereinigt werden. Bei großen Wohnflächen von 100 Quadratmetern oder mehr kann das zum Problem werden, weil der Mopp gegen Ende der Reinigung bereits stark verschmutzt ist – oder umgekehrt der Roboter regelmäßig zur Station fährt und sich damit die Reinigungszeit erheblich verlängert.

Roborock Saros 10 – vibrierende Wischplatte

Vibrierende Wischplatten ahmen eine Schrubb-Bewegung nach und arbeiten mit Hochfrequenz. Sie eignen sich gut für leichte bis mittlere Verschmutzungen und hinterlassen kaum Schlieren auf glatten Böden wie Fliesen oder Vinyl. Bei stark eingetrocknetem Schmutz stoßen sie jedoch an Grenzen, weil der mechanische Druck geringer ausfällt als bei rotierenden Mopps.

Ein neuer Trend des Jahres 2025 waren die sogenannten Wischwalzen. Sie arbeiten nach einem anderen Prinzip, das man von Wischsaugern (Bestenliste) kennt. Diese nehmen Schmutz direkt auf und werden während der Fahrt kontinuierlich mit Frischwasser aus einem Tank im Roboter beträufelt. Eine Abstreifkante entfernt den aufgenommenen Schmutz laufend von der Walze und bugsiert ihn in einen separaten Schmutztank im Roboter.

Eufy Omni E28 Hydrojet – Wischwalze

Dadurch verteilt er Schmutz nicht in der Wohnung – ein entscheidender Vorteil gegenüber Mopps, die denselben Lappen durch alle Räume ziehen. Der Ecovacs X8 Pro Omni zeigt, wie gut diese Technik funktioniert: Selbst schmierige Acrylfarbe verschmiert er nicht, sondern nimmt sie direkt auf. Nachteil: Die Technik ist komplexer, die Walzen verschleißen schneller als textile Mopps und erfordern mehr Wartung.

Bei allen Techniken gilt: Erst die Reinigungsstation macht den Unterschied für den Alltag. Modelle, die ihre Wischpads mit heißem Wasser waschen und anschließend mit Warmluft trocknen, verhindern Bakterienbildung und unangenehme Gerüche fast vollständig. Wer schon einmal vergessen hat, ein feuchtes Wischtuch mehrere Tage am Roboter zu lassen, weiß, wie unangenehm das riechen kann. Eine Station mit aktiver Trocknung löst dieses Problem zuverlässig.

Wie lange hält ein Saugroboter – und was kostet der Unterhalt?

Die Lebensdauer eines Saugroboters hängt von mehreren Faktoren ab. Der Akku ist meist das erste Bauteil, das nach einigen Jahren an Kapazität verliert. Bei täglicher Nutzung rechnen die meisten Hersteller mit drei bis fünf Jahren, bevor die Laufzeit spürbar nachlässt. Ob sich dann ein Akkutausch lohnt oder ein neues Gerät sinnvoller ist, hängt vom Modell ab – bei manchen lässt sich der Akku einfach selbst wechseln, bei anderen ist ein Werkstattbesuch nötig.

Saugroboter benötigen eine regelmäßige Wartung der Sensoren und Bürsten für optimale Leistung. Dazu gehören das Entleeren des Staubbehälters, das Reinigen der Wischpads und das Wechseln von Filtern. Die Lebensdauer der Wischpads und Filter variiert je nach Nutzung und Modell, weshalb regelmäßige Kontrollen und der Austausch dieser Teile notwendig sind, um die Reinigungsleistung aufrechtzuerhalten.

Neben dem Akku spielen die laufenden Kosten für Verbrauchsmaterial eine Rolle, die viele Käufer unterschätzen. Staubbeutel für die Absaugstation kosten je nach Hersteller zwischen 2 und 5 Euro pro Stück und halten etwa vier bis acht Wochen. Seitenbürsten verschleißen je nach Bodenbelag nach einigen Monaten und kosten im Zweierpack zwischen 10 und 20 Euro. Die Hauptbürste hält länger, muss aber ebenfalls irgendwann ersetzt werden. Wischmopps oder -walzen verschleißen durch die mechanische Beanspruchung und die regelmäßige Heißwäsche, hier fallen je nach Modell 15 bis 40 Euro für ein Ersatzset an. Über die Jahre summieren sich diese Kosten auf einen relevanten Betrag.

Die Ersatzteilverfügbarkeit sollte daher beim Kauf eine Rolle spielen. Bei etablierten Herstellern wie Roborock, Ecovacs oder Dreame sind Ersatzteile auch nach Jahren noch erhältlich. Bei weniger bekannten Marken kann es passieren, dass Zubehör schon nach kurzer Zeit nicht mehr lieferbar ist – ein ärgerliches Szenario, wenn der Roboter eigentlich noch funktioniert, aber keine Seitenbürsten mehr zu bekommen sind.

Eine Alternative zum Originalzubehör bieten Dritthersteller, die für viele populäre Modelle kompatible Ersatzteile anbieten. Diese kosten oft nur einen Bruchteil der Originalpreise – ein Set Seitenbürsten gibt es dann für 5 statt 15 Euro, Staubbeutel im Zehnerpack für 14 statt 30 Euro. Die Hersteller warnen natürlich davor und empfehlen ausschließlich ihr eigenes Zubehör. Nach unserer Erfahrung funktionieren die meisten Drittanbieter-Teile aber problemlos und erfüllen ihren Zweck genauso gut wie die Originale. Lediglich bei den Akkus sollte man vorsichtig sein und auf seriöse Anbieter achten, da minderwertige Nachbauten ein Sicherheitsrisiko darstellen können.

Wie oft muss ein Saugroboter gereinigt werden?

Die Reinigungsstationen moderner Saugroboter versprechen weitgehend autonomen Betrieb über Wochen oder gar Monate. Die Realität sieht nach unserer Erfahrung anders aus: Wer Geruchsentwicklung und hygienische Probleme vermeiden möchte, sollte je nach Verschmutzungsgrad der Wohnung mindestens einmal pro Woche eine gründliche Reinigung von Roboter und Station einplanen.

Besonders kritisch sind Modelle mit Wischwalze. Der im Roboter integrierte Schmutztank, der den von der Walze abgestreiften Schmutz auffängt, sitzt schnell zu und beginnt zu riechen. Das liegt daran, dass sich dort feuchter Schmutz, Haare und organische Reste sammeln – ein idealer Nährboden für Bakterien. Der Tank lässt sich bei den meisten Modellen entnehmen und ausspülen, was aber regelmäßig geschehen muss. Wer das zwei Wochen ignoriert, wird mit einem penetranten Geruch belohnt, der sich nur schwer wieder loswerden lässt.

Ecovacs Deebot X8 Pro Omni – Schmutz- und Frischwassertanks

Auch die Bodenschale der Reinigungsstation, in der die Wischpads oder -walzen ausgewaschen werden, benötigt regelmäßige Aufmerksamkeit. Hier sammeln sich Schmutzreste, Haare und Kalkablagerungen vom Wasser. Je nach Wasserhärte und Nutzungsintensität bildet sich ein schmieriger Film, der ebenfalls anfängt zu riechen. Der Schmutzwassertank der Station sollte nach jeder Reinigung oder spätestens alle paar Tage geleert und ausgespült werden – stehendes Schmutzwasser kippt schnell um.

Die Herstellerangaben zu wartungsfreien Zeiträumen von mehreren Wochen bis Monaten sind technisch vielleicht nicht falsch, aber praktisch keine gute Idee. Wer seinen Saugroboter so lange sich selbst überlässt, wird früher oder später mit übel riechenden Überraschungen konfrontiert. Lieber einmal pro Woche zehn Minuten investieren, um Tank, Schale und Bürsten kurz zu kontrollieren und bei Bedarf zu reinigen – das verlängert auch die Lebensdauer der Verschleißteile.

Wie steht es um Datenschutz und App-Nutzung?

Fast alle modernen Saugroboter benötigen eine Hersteller-App für die volle Funktionalität. Darüber erstellen Nutzer Sperrzonen, planen Reinigungen nach Zeitplan und rufen die Raumkarten ab. Auch Updates für die Firmware des Roboters kommen über die App. Die Daten landen dabei auf Servern der Hersteller – ein Punkt, der datenschutzbewusste Nutzer berechtigterweise beschäftigt.

Die großen chinesischen Hersteller wie Roborock, Ecovacs, Dreame oder Narwal speichern Daten auf Servern in Europa oder den USA, je nach Region des Nutzers. Bei Roborock werden Karten und Fotos von Hindernissen ausschließlich auf dem Gerät selbst gespeichert und direkt auf dem Saugroboter verarbeitet – sie werden nicht in die Cloud übertragen. Auch Sprachbefehle verarbeitet Roborock direkt auf dem Gerät, ohne sie in die Cloud zu senden. Nur wenn die Videoaufnahmefunktion aktiviert ist, überträgt der Roboter Daten an die App, auf den Servern werden jedoch keine Aufnahmen gespeichert.

Trotzdem bleibt ein gewisses Restrisiko. Sicherheitslücken in der Vergangenheit haben gezeigt, dass Hersteller-Server angreifbar sein können. Auch die Raumkarten selbst enthalten sensitive Informationen über Grundrisse und Einrichtung. Wer maximale Kontrolle möchte, kann den Roboter in ein separates WLAN-Netz verfrachten, das vom Rest des Heimnetzwerks isoliert ist.

Eine App-lose Nutzung ist bei den meisten Modellen grundsätzlich möglich. Wer ein Roborock-Modell ohne App und WLAN nutzt, kann direkt am Gerät per Knopfdruck einen Reinigungsdurchlauf starten. Auch Ecovacs-Roboter bieten ohne WLAN-Verbindung Kernfunktionen wie Grundreinigung, automatisches Andocken und Selbstentleerung. Allerdings muss man ohne WLAN mehr Zeit und Aufwand investieren, um eine Reinigung zu starten oder zu beenden – Funktionen, die die Geräte eigentlich vollautomatisch machen sollen. Auf differenzierte Einstellungen, Raumauswahl, Sperrzonen und Zeitplanung verzichtet man dann komplett.

Was passiert, wenn der Hersteller die Server abschaltet?

Neato Robotics, ein Unternehmen innerhalb der Vorwerk-Gruppe, hat 2023 den Betrieb eingestellt. Vorwerk ließ die Neato-Cloud damals weiterlaufen, damit bestehende Kunden ihre Roboter weiter wie gewohnt nutzen können. Versprochen wurden fünf Jahre Cloud-Betrieb – doch nun war schon Ende 2025 Schluss. Neato schaltet schrittweise die Server ab, zuletzt kümmerte sich ein 14-köpfiges Team um die Sicherheit und Pflege der Cloud-Server in Mailand.

Wer seinen Neato-Saugroboter weiterhin nutzen möchte, muss diesen künftig über die Starttaste betreiben – ein manuelles Starten ist die einzige Option. Außerdem gehen Saug-, Karten- und viele weitere in der App einstellbare Funktionen verloren. Nach dem Start reinigt der Roboter wie gewohnt, berücksichtigt jedoch keine gespeicherten Kartendetails mehr und erstellt jedes Mal eine neue Karte – Sperrzonen und unterteilte Räume sind nicht mehr vorhanden.

Dieser Fall zeigt ein grundsätzliches Problem cloudbasierter Geräte: Die Investition wird entwertet, obwohl nichts „kaputt“ ist – außer der Geschäftsentscheidung dahinter. Es ist problematisch, dass Produkte verkauft werden, bei denen keine juristisch feste Zusicherung besteht, dass die beworbenen Funktionen dauerhaft garantiert werden. Der Hersteller kann nach Belieben seine Dienste einstellen, und der Käufer hat kaum Handhabe dagegen.

Lassen sich Saugroboter in Smart-Home-Systeme wie Home Assistant einbinden?

Für Nutzer von Roborock- oder Dreame-Saugrobotern, die mehr Kontrolle über ihre Geräte wünschen, bietet die Smart-Home-Zentrale Home Assistant (Testbericht) eine interessante Alternative zur Hersteller-App. Die offizielle Roborock-Integration in Home Assistant ermöglicht Start-/Stopp-Steuerung, Akkustand, gereinigte Flächen und Fehlermeldungen. Mit der Xiaomi Vacuum Map Card (HACS-Add-on) lassen sich Karten und Segmentreinigungen visualisieren. Wichtig: Karten- und Routendaten laufen über die Cloud – eine vollständige lokale Nutzung ist nicht möglich.

Für Dreame-Roboter existiert eine stabile Community-Integration mit Kartenunterstützung. Ecovacs Deebot X8 und T50 werden nicht offiziell von Home Assistant unterstützt. Der Hersteller empfiehlt stattdessen die Nutzung der Ecovacs Home App und kündigt an, über offizielle Updates zur Home-Assistant-Kompatibilität zu informieren.

Neuere Modelle sind teils mit Matter kompatibel, einem Smart-Home-Standard, der die plattformübergreifende Steuerung verbessert. Matter hilft allerdings nur eingeschränkt: Darüber lassen sich keine Karten anlegen und verwalten, keine Zonen ausschließen – lediglich Start, Stopp und Akkustand sind abrufbar.

In jedem Fall empfiehlt es sich, vorab die Integrationsliste für Home Assistant zu prüfen – die Kompatibilität variiert stark je Modell und Hersteller.

Ist ein Saugroboter ein Stromfresser?

Im Vergleich zu anderen Haushaltsgeräten verbrauchen Saugroboter wenig Strom, wobei man das Gesamtsystem aus Roboter und Reinigungsstation betrachten muss. Der Roboter selbst nimmt während der Reinigung zwischen 30 und 70 Watt auf, abhängig von Saugmodus und Wischfunktion. Bei einer Stunde täglicher Reinigung summiert sich das auf etwa 15 bis 25 kWh pro Jahr.

Die Reinigungsstation verbraucht jedoch zusätzlich Strom, und zwar nicht zu knapp. Die Heißwasser-Moppwäsche nach jeder Reinigung zieht kurzzeitig mehrere Hundert Watt. Deutlich mehr fällt die Heißlufttrocknung ins Gewicht: Sie läuft je nach Modell zwei bis vier Stunden und verbraucht dabei kontinuierlich 100 bis 300 Watt. Insgesamt liegt der Jahresverbrauch eines modernen Saug-Wisch-Roboters mit vollwertiger Reinigungsstation schätzungsweise bei etwa 100 bis 180 kWh – das entspricht bei aktuellen Strompreisen rund 35 bis 65 Euro jährlich. Der konkrete Verbrauch ist aber vom eigenen Modell und der Nutzung abhängig.

Zum Vergleich: Ein klassischer Bodenstaubsauger zieht 800 bis 2000 Watt, verbraucht also in einer halben Stunde so viel wie der Roboter in einer ganzen Woche reiner Fahrzeit.

Was bringt die Zukunft bei Saugrobotern?

Die Entwicklung bei Saugrobotern schreitet rasant voran, und mehrere Hersteller haben bereits spannende Neuerungen angekündigt, die das letzte große Manko der Geräte adressieren: das Treppensteigen.

Sogenannte Treppen-Rover sollen den Saugroboter künftig ins nächste Stockwerk transportieren. Das Konzept funktioniert so: Ein separates Fahrgestell mit Kettenantrieb oder speziellen Rädern klettert die Stufen hinauf. Der Saugroboter fährt in ein Fach auf dem Rover hinein und wird huckepack nach oben gebracht. Oben angekommen, verlässt er den Rover, reinigt die Etage und kehrt anschließend zurück für den Abstieg. Wie gut das in der Praxis funktioniert und was solche Systeme kosten werden, bleibt abzuwarten – die ersten Modelle befinden sich noch in der Ankündigungsphase.

Alternativen zum Saugroboter

Nicht für jeden Haushalt ist ein Saugroboter die beste Lösung. Wer volle Kontrolle über die Reinigung behalten möchte, sehr verwinkelte Räume mit vielen Hindernissen hat oder schlicht das Staubsaugen als meditative Tätigkeit schätzt, fährt mit anderen Geräten besser.

Akku-Staubsauger (Bestenliste) bieten maximale Flexibilität und erreichen auch Stellen, an die kein Roboter kommt: Polstermöbel, Vorhänge, Treppenstufen, Autointerieurs. Sie eignen sich hervorragend für schnelle Zwischenreinigungen und als Ergänzung zum Roboter. Gerade in Haushalten mit Saugroboter ersetzt ein guter Akku-Staubsauger den klassischen Bodenstaubsauger komplett, weil die tägliche Flächenreinigung bereits erledigt ist.

Akku-Wischsauger kombinieren Saugen und Nassreinigung in einem Gerät und liefern auf Hartböden oft bessere Ergebnisse als Saugroboter. Sie erzeugen mehr Druck, fahren häufiger über hartnäckige Stellen und lassen sich gezielt dort einsetzen, wo es nötig ist. Für akute Verschmutzungen wie umgekippte Getränke sind sie dem Roboter haushoch überlegen. Der manuelle Aufwand bleibt jedoch bestehen – wer nicht regelmäßig selbst wischt, profitiert mehr vom Roboter.

Neue Wischsauger bieten zum Teil eine Heißdampffunktion, die den Boden mit über 100 Grad heißem Dampf behandelt und so auch hartnäckige Verschmutzungen und Bakterien beseitigt. Andere Modelle arbeiten mit einer Schaumfunktion, bei der Reinigungsmittel aufgeschäumt und gezielt auf stark verschmutzte Stellen aufgetragen wird. Im Rahmen unserer Wischsauger-Bestenliste haben wir entsprechende Geräte bereits getestet. Ob und wann solche Techniken auch in Saugrobotern Einzug halten, ist noch offen – die Integration in ein autonomes Gerät stellt jedenfalls deutlich höhere Anforderungen als bei einem manuell geführten Wischsauger.

Für die meisten Haushalte empfiehlt sich eine Kombination: Der Saugroboter hält die Wohnung täglich auf einem ordentlichen Grundniveau, während ein Akku-Staubsauger für Ecken, Polster, Treppen und gründliche Reinigungen bereitsteht.

Testverfahren: Wie verläuft ein Saugroboter-Test?

Unsere Bewertungen basieren auf einem praxisnahen Testverfahren, das die wichtigsten Alltagsszenarien abbildet. Die Reinigungsleistung prüfen wir, indem wir groben und feinen Schmutz mit Haferflocken und Mehl simulieren – so lässt sich sowohl die Aufnahme größerer Partikel als auch die Feinstaub-Beseitigung auf Hart- und Teppichböden objektiv beurteilen.

Objekterkennung und Navigation bewerten wir in unserem Testraum, der mit verschiedenen Stühlen und Tischen, Engstellen sowie gezielt ausgelegten Hindernissen bestückt ist. So zeigt sich, wie souverän ein Roboter zwischen Möbeln manövriert, ob er Gegenstände verschiebt oder sich festfährt.

Auch die Lautstärke messen wir in verschiedenen Betriebsmodi, ebenso wie die Dauer und den Akkuverbrauch für eine Gesamtreinigung des knapp 60 m² großen Testraums. So lässt sich abschätzen, wie weit eine Akkuladung im Alltag reicht.

Darüber hinaus fließen App, Einrichtung und Aufbau in die Bewertung ein. Hier achten wir auf intuitive Bedienung, Funktionsumfang und Zuverlässigkeit der Software. Ebenso bewerten wir Verarbeitung, Design und Wartungsfreundlichkeit – also wie hochwertig das Gerät wirkt, wie einfach sich Walzen, Bürsten und Tanks reinigen oder tauschen lassen.

Nicht zuletzt spielt das Preis-Leistungs-Verhältnis eine entscheidende Rolle: Sind Leistung und Ausstattung zweier Modelle vergleichbar, erhält das Gerät mit dem attraktiveren Preis den höheren Rang in unserer Bestenliste.

Fazit

Saugroboter haben sich in den vergangenen Jahren von netten Spielereien zu ernst zu nehmenden Haushaltshelfern entwickelt. Die Technik ist ausgereift, die Navigation präzise, und die Wischleistung moderner Geräte übertrifft das, was noch vor wenigen Jahren möglich war, bei Weitem. Wer seinen Roboter täglich fahren lässt, hält die Wohnung auf einem Sauberkeitsniveau, das mit manuellem Saugen kaum erreichbar wäre – schlicht, weil die Zeit dafür fehlt.

Die wichtigste Erkenntnis aus unseren Tests: Ein guter Saugroboter muss nicht über 1000 Euro kosten. Ab etwa 450 Euro bekommt man bereits Geräte mit Lasernavigation, Objekterkennung, ordentlicher Wischleistung und vollwertiger Reinigungsstation. Zwischen 500 und 700 Euro liegt der Sweetspot, in dem ehemalige Flaggschiffe nach wenigen Monaten landen – wie unser Preis-Leistungs-Sieger Ecovacs Deebot X11 Omnicyclone. Wer mehr ausgibt, bekommt Feinschliff und Extras, aber keine fundamentalen Sprünge.

Vor dem Kauf sollte man ehrlich die eigenen Anforderungen prüfen: Grundriss, Bodenbeläge, Haustiere, Hindernisse und die Bereitschaft zur regelmäßigen Wartung. Denn auch wenn die Hersteller von wochenlanger Autonomie sprechen – in der Praxis benötigt jeder Roboter wöchentliche Aufmerksamkeit, um hygienisch und geruchsfrei zu arbeiten. Wer das akzeptiert und das passende Modell für seine Wohnsituation wählt, gewinnt einen zuverlässigen Helfer, der die lästigste Hausarbeit weitgehend übernimmt.

BESTENLISTE

Saugroboter Roborock Saros 20 Sonic im Test: schrubbt den Boden mit Wischplatte

Der Roborock Saros 20 Sonic kombiniert 36.000 Pa Saugkraft mit einer vibrierenden Wischplatte und ausfahrbarem Lidar. Im Test überzeugt das Premium-Modell.

VORTEILE

  • hervorragende Saugleistung mit 36.000 Pa
  • Vibrationswischplatte reinigt Kanten und Ecken sehr gut
  • ultraflaches Design mit ausfahrbarem Lidar
  • Kletterfunktion bis 8,8 cm (doppelte Schwelle)
  • Heißwasserreinigung mit 100 °C und unabhängige Moppwäsche

Der Roborock Saros 20 Sonic kombiniert 36.000 Pa Saugkraft mit einer vibrierenden Wischplatte und ausfahrbarem Lidar. Im Test überzeugt das Premium-Modell.

Roborock legt nach: Nach dem Saros 20 (Testbericht) folgt mit dem Saros 20 Sonic eine technisch überarbeitete Variante, die in mehreren Details den Vorgänger sichtbar voraus ist. Der wichtigste Unterschied steckt im Namen: Statt zweier rotierender Wischmopps arbeitet der Sonic mit einer vibrierenden Wischplatte, die mit 4000 Schwingungen pro Minute über den Boden schrubbt. Damit nähert sich Roborock der händischen Schrubbbewegung – schonend für Parkett, aber kraftvoll genug für angetrocknete Verschmutzungen.

Statt des frontal verbauten Solid-State-Lidars („Star Sight“) des Saros 20 setzt der Sonic auf einen ausfahrbaren Mini-Laserturm auf der Rückseite. Im Ruhezustand verschwindet er unter dem Gehäusedeckel und schaut nach hinten heraus, bei Bedarf fährt er für den 360-Grad-Rundumblick nach oben. Die ultraflache Bauhöhe von 7,98 cm bleibt damit erhalten. Der Preis liegt aktuell bei 1269 Euro und damit klar im Premium-Segment. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Roborock Saros 20 Sonic?

Beim Design baut Roborock auf den Saros 20 auf, schraubt aber an mehreren Stellen nach. Die Station behält ihr mattes, edles Frontpanel, bekommt aber einen zusätzlichen Deckel, der Frisch- und Brauchwassertank optisch sauber kaschiert. Auch die Klappe im unteren Teil der Front, hinter der Staubbeutel und Reinigungsmitteltank sitzen, wurde überarbeitet. Statt einer kompletten Abnehmverkleidung wie beim Vorgänger gibt es nun eine fest am Gehäuse verankerte Klappe, die nach unten aufschwingt. Das wirkt durchdachter und vermeidet, dass die Abdeckung beim Wechseln des Staubbeutels herumliegt.

Die Stationsmaße liegen bei 440 × 409 × 470 mm. Im Inneren finden bis zu 2,7 l Staub, 4 l Frischwasser und 3,5 Liter Schmutzwasser Platz – Werte, die nahezu identisch zum Saros 20 sind. Der Roboter selbst misst 353 mm im Durchmesser und 79,8 mm in der Höhe und gehört damit weiterhin zu den flachsten Saugrobotern am Markt.

Optisch unterscheidet sich der Sonic durch eine geriffelte Oberfläche auf dem Deckel, die ihm einen eigenständigen Charakter verleiht. Die Bedienknöpfe sitzen nicht mehr in einer pillenförmigen Aussparung, sondern als zwei längs platzierte, stiftförmige Tasten. Geschmackssache, aber platzsparender. Die Verarbeitung ist tadellos, alles sitzt fest, nichts klappert.

Unter dem Boden arbeitet die bewährte Duo-Divide-Hauptbürste – in der Mitte unterbrochen, sodass Haare gezielt zur Mitte wandern und im Saugkanal landen. Dazu kommen die ausfahrbare Flexi-Arm-Arc-Seitenbürste mit Anti-Tangle-Technologie und die neue Vibrationswischplatte, die ebenfalls ausfahrbar ist.

Einrichtung: Wie schnell ist der Roborock Saros 20 Sonic betriebsbereit?

Die Einrichtung läuft über die Roborock-App, die in unseren Tests immer wieder zu den besten am Markt gehört übersichtlich, performant und intuitiv. Roborock hat den Einrichtungsablauf überarbeitet: Nach dem Verbinden per QR-Code und der WLAN-Eingabe fragt die App nach den Gegebenheiten im Haus – Teppiche, Haustiere, mehrgeschossiges Wohnen. Der Sonic verwaltet bis zu vier Karten gleichzeitig. Praktisch: Der Roboter unterstützt sowohl reine 2,4-GHz-Netze als auch Kombi-Netze mit 5 GHz.

Zudem lässt sich direkt der Nicht-stören-Modus einrichten, die Kartenspeicherung festlegen und der Sprachassistent Rocky aktivieren. Etwas schade: Die Sprache für die Ansagen lässt sich nicht direkt im Rocky-Menü umstellen, sondern nur über die allgemeinen Einstellungen. Ein erstes Firmware-Update von Version 02.38.88 auf 02.54.28 nahm im Test rund 3 Minuten in Anspruch.

Ein nettes Detail: Roborock liefert neben der normalen deutschen Stimme wieder ein humorvolles Sprachpaket mit. Beim Saros Z70 war es „Rocktimus Prime“ mit Transformers-Anleihen, beim Sonic ist es passend zur Fußball-WM 2026 eine Fußball-Fan-Edition. Eine Kommentatorenstimme brüllt „Finaleeeeee, ohooo“, wenn ein Reinigungsauftrag fertig ist, und unter Stadiongeräuschen meldet sich der Roboter mit „Trinkpause“ bei einer Unterbrechung. Standardmäßig ist aber die normale Stimme aktiviert. Wer von Sprachansagen generell schnell genervt ist, der kann sie auch ganz deaktivieren. Dann verpasst man allerdings alle akustische Statusmeldungen und muss in die App schauen.

Die Matter-Kompatibilität und die Steuerung über Amazon Alexa, Apple Siri und Google Assistant funktionieren wie gewohnt. Auch der Live-Videostream der Kamera für die Fernüberwachung ist mit an Bord – und kann auf Wunsch und unter Vergabe eines Passworts aktiviert werden. Standardmäßig ist die Funktion deaktiviert. Beim Datenschutz verweist Roborock auf eine TÜV-Rheinland-Zertifizierung der App-Sicherheit.

Weiterhin gibt es auch eine Offline-Funktion: Die erstellte Karte lässt sich lokal speichern und der Roboter kann ohne Internetverbindung betrieben werden. Allerdings mit deutlichen Einschränkungen: Der direkte App-Zugriff von unterwegs, viele Detaileinstellungen und die praktische Videokamera-Funktion, über die man per Smartphone auf die Roboterkamera zugreifen kann, funktionieren nur mit aktiver Internetverbindung. Der Offline-Betrieb eignet sich daher primär für Nutzer mit festen Reinigungszeiten, die keine spontanen Anpassungen vornehmen möchten.

Navigation: Wie gut erkennt der Roborock Saros 20 Sonic Hindernisse?

Mit dem ausfahrbaren Mini-Lidar auf der Rückseite und der zusätzlichen Kameraerkennung navigiert der Sonic tadellos. Im Test verschiebt er keine Stühle, navigiert vorsichtig zwischen Tischbeinen und meistert verwinkelte Bereiche souverän. Die Empfindlichkeit der Objekterkennung lässt sich in drei Stufen anpassen – vorsichtiger, Standard oder empfindlicher.

Beim Klettern zeigt der Sonic die Qualitäten des Saros 20: Einzelne Hindernisse bis 4,5 cm, doppelte Türschwellen mit zusammen bis zu 8,8 cm. Auf Teppichen hebt sich die Wischplatte automatisch an, und dank Adapti-Lift-Chassis 3.0 kann sich der Roboter für die dynamische Teppichreinigung auch komplett anheben, um langflorige Teppiche bis 3 cm gründlicher zu saugen.

Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Roborock Saros 20 Sonic?

Auf Hartböden hinterlässt der Sonic einen hervorragenden Eindruck. Er arbeitet mit starken 36.000 Pa Saugleistung und schlägt sich auf Hartboden richtig gut – Vogelfutter, Krümel und gröbere Partikel verschwinden zuverlässig. Statt einer durchgehenden Walze setzt Roborock auf eine in der Mitte unterbrochene Bodenbürste , was der Hersteller Duo Divide nennt. Durch die Zweiteilung wandern Haare und Staubflocken gezielt zur Mitte und landen direkt im Saugkanal, statt sich um die Walze zu wickeln. Das Prinzip kennen wir bereits von früheren Roborock-Modellen und es hat in unseren Tests von allen Anti-Verhedderungsbürsten am besten funktioniert.

Auf Teppichen bietet die App mehrere Strategien: Teppich zuerst saugen, Teppiche komplett auslassen oder die dynamische Tiefenreinigung mit angehobenem Chassis. Im Test befährt der Sonic Teppiche zielstrebig, ohne sie aufzufalten, und entfernt grobe Partikel zu rund 95 Prozent. Bei feinem Mehl als Simulation für eingetretenen Staub liegt die Aufnahmequote bei etwa 85 Prozent – ein starker Wert. Beim zweiten Durchgang über den Teppich senkt der Roboter die Hauptbürste zusätzlich ab und fixiert sie in dieser Position, statt sie wie sonst leicht über den Boden schweben zu lassen. Das drückt die Borsten tiefer in den Flor und holt spürbar mehr Schmutz heraus.

Spannender wird es bei der Wischfunktion. Statt der rotierenden Mopps des Saros 20 vibriert beim Sonic eine Wischplatte mit 4000 Schwingungen pro Minute und drückt mit 14 Newton (N) auf den Boden. Diese Vibrationswisch-Technik soll händisches Schrubben nachempfinden. Auf Parkett ist sie schonender als Walzensysteme, weil sie weniger Feuchtigkeit ausbringt, dafür aber spürbar ergiebiger als klassische Mopps. Ein Vorteil zeigt sich an Kanten und in Ecken: Die ausfahrbare Wischplatte kommt durch ihre einzelne, größere Fläche näher an Wände und Sockelleisten heran als rotierende Doppelmopp-Systeme. Roborock spricht von einem um 27 Prozent vergrößerten Vibrationsbereich für Ecken.

Im Test schlägt sich die Wischplatte ordentlich. Frische Flecken und leichte Verschmutzungen sind kein Problem. An festgetrocknetem Mehl beißt sie sich aber die Zähne aus – das ist eine Disziplin, in der nur eine Walze wirklich überzeugt. Auch hat die Platte das systembedingte Problem aller nicht durchgespülten Wischsysteme: Sie sättigt sich relativ schnell mit Schmutz, da während der Fahrt kein integrierter Abstreifmechanismus arbeitet. Der Roboter muss regelmäßig zur Station zurückkehren, um die Platte zu reinigen. Immerhin wird sie während der Fahrt aus dem 70-ml-Frischwassertank im Roboter kontinuierlich mit frischem Wasser versorgt.

In der Station kümmert sich das überarbeitete Rockdock mit bis zu 100 °C heißem Wasser um die Wischplatte und trocknet sie anschließend mit 55 °C warmer Heißluft. Praktisch: Das Dock kann die Platte unabhängig vom Roboter waschen, was pro Zyklus rund 3 Minuten Zeit spart. Der TÜV Rheinland bescheinigt eine Bakterienentfernungsrate von 99,99 Prozent.

Die Lautstärke fällt angenehm aus. Im Standardmodus messen wir 50 dB(A), die Fahrmotoren liegen bei rund 47 dB(A). Damit ist der Sonic leise, aber nicht ganz so geräuscharm wie die fast unhörbaren Fahrmotoren von Dreame. Im Maximalbetrieb gibt Roborock 64 dB(A) an.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Roborock Saros 20 Sonic?

Der 6400-mAh-Akku liefert laut Hersteller bis zu 190 Minuten Laufzeit – damit reicht eine Ladung für die meisten Wohnungen problemlos. Im Praxistest reinigt der Sonic einen 60 Quadratmeter großen Raum, von dem er rund 54 Quadratmeter tatsächlich saugen kann, in etwa 69 Minuten. Dabei verbraucht er gut 30 Prozent der Akkukapazität im Standardmodus.

Hochgerechnet schafft der Roboter damit rund 180 bis 200 Quadratmeter mit einer Ladung – je nach Bodenbelag und gewähltem Modus. Auf Teppichen mit Tiefenreinigung sinkt die Reichweite. Bei knappem Akku kehrt der Sonic automatisch zur Station zurück und lädt dort in 150 Minuten wieder voll. Roborocks intelligente Ladestrategie passt die Ladedauer zudem an die verbleibende Reinigungsfläche an – der Roboter wartet also nicht unnötig auf eine vollständige Aufladung.

Preis

Der Roborock Saros 20 Sonic ist aktuell für 1269 Euro erhältlich. Damit liegt er nochmals über dem Saros 20, der inzwischen für rund 1059 Euro zu haben ist. Zum kommenden Prime Day und weiteren Shopping-Events dürfte der Preis aber spürbar fallen.

Zu beachten gibt es auch den Unterschied zwischen Complete-Edition und der normalen Ausführung: So bringt die Complete Edition mehr Zubehör mit, wie Ersatzfilter, Staubbeutel, Reinigungsmittel und Ähnliches. Die normale Edition kommt hier mit nur einem Beutel, einer Seitenbürste und keinem Filter. Je nach Preis lohnt sich im Zweifel also der direkte Griff zur Complete-Edition.

Fazit

Der Roborock Saros 20 Sonic übernimmt nahezu alle Stärken des Saros 20 und legt in den entscheidenden Details nach. Die Vibrationswischplatte ist die wichtigste Neuerung und bringt echte Vorteile: Sie reinigt Kanten und Ecken besser als klassische Doppelmopp-Systeme, schrubbt mit 4000 Schwingungen pro Minute auch festeren Schmutz an und gibt dabei weniger Feuchtigkeit an den Boden ab als Walzensysteme – ein klarer Vorteil für Parkettbesitzer. An festgetrocknetem Schmutz scheitert sie zwar weiterhin, das schaffen nur Walzen wirklich gut.

Die Navigation mit ausfahrbarem Lidar-Turm arbeitet im Test tadellos, das ultraflache Design von 7,98 cm bleibt erhalten, und die Kletterfähigkeit von 4,5 cm einzeln und 8,8 cm doppelt gehört zum Besten am Markt. Dazu kommen die Station mit 100 °C Heißwasserreinigung, die durchdachten Detailverbesserungen am Gehäuse und die wie immer hervorragende Roborock-App.

Trotz hohem Preis von 1269 Euro ist der Saros 20 Sonic damit aktuell der durchdachteste Premium-Saugroboter im Test und löst seinen Bruder als neuen Testsieger unserer Saugroboter-Bestenliste ab. Wer Wert auf Parkettpflege, gute Eckenreinigung und ein extrem flaches Design legt, bekommt hier das aktuell rundeste Paket.

Saugroboter Dreame Matrix 10 Ultra im Test: Wechselt Mopps & Reinigungsmittel

Der Saugroboter Dreame Matrix 10 Ultra wechselt seine Wischmopps automatisch mit einer Art Aufzug und dosiert drei verschiedene Reinigungsmittel je nach Raum.

VORTEILE

  • automatischer Mopp-Wechsel und Drei-Kammer-Reinigerdosierung
  • extrem leise Fahrmotoren
  • starke Reinigungsleistung
  • 100-Grad-Heißwasserreinigung mit Heißluft-Trocknung
  • souveräne Navigation

NACHTEILE

  • App ruckelt bei der Zonenauswahl
  • nur 2,4-GHz-WLAN
  • Wischpads für hochflorige Teppiche nicht weit genug anhebbar

Der Saugroboter Dreame Matrix 10 Ultra wechselt seine Wischmopps automatisch mit einer Art Aufzug und dosiert drei verschiedene Reinigungsmittel je nach Raum.

Der Dreame Matrix 10 Ultra ist ein Topmodell mit einem Feature, das bisher kein anderer Saugroboter am Markt bietet: ein vollautomatisches Mopp-Wechselsystem in der Station. Je nach Raum tauscht der Roboter unterschiedliche Wischmopps durch – etwa weiche Pads für Parkett und festere für Fliesen – und kombiniert sie mit drei verschiedenen Reinigungsmitteln aus einem Tank mit drei Kammern. So lassen sich Bad und Wohnzimmer mit jeweils passenden Mopps reinigen, gegen Tiergerüche kommt zusätzlich ein spezielles Konzentrat zum Einsatz.

Dafür setzt der Roboter eine ungewöhnlich große Station mit Frontklappe, die optisch an einen Mini-Kühlschrank erinnert. Sie überragt selbst die Stationen anderer Premium-Modelle wie Roborock Saros 20, Narwal Flow 2 oder die des hauseigenen Aqua 10 Ultra Roller deutlich. Im Inneren transportiert ein Kettenaufzug einen Mopp-Schlitten zwischen Vorratsfach und Reinigungsschale. Magnetische Mopps machen den Wechsel überhaupt erst möglich.

Der Matrix 10 Ultra spielt im Oberklasse-Segment, ist aber aktuell ab 899 Euro (Ebay) statt zuvor knapp 1200 Euro erhältlich. Ob der Mopp-Aufzug nur ein Spektakel ist oder echten Mehrwert bietet, klärt unser Test. Das Testgerät hat uns Dreame zur Verfügung gestellt.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Dreame Matrix 10 Ultra?

Der Matrix 10 Ultra kommt in Weiß und misst 350 × 89 mm – damit gehört er zu den flacheren Geräten am Markt. Sein einfahrbarer Lidar-Turm verschwindet im Gehäuse, sobald der Roboter unter niedrigen Möbeln durchfahren muss. Diese Bauform kennen wir bereits aus den Dreame-Modellen seit dem X50 Ultra.

Auf der Unterseite sitzen zwei parallel laufende Bodenwalzen, die der Hersteller Duobrush nennt. Beide sind jeweils nur an einer Seite fest mit dem Gehäuse verbunden und enden zur jeweils anderen Seite hin mit einem offenen Spalt, durch den sich Haare abwickeln sollen. Das funktioniert in der Praxis solide, aber nicht durchgehend zuverlässig. Die Doppelwalze von Dreame liegt im Vergleich im Mittelfeld.

Frischwasser- und Schmutzwassertank im Roboter sitzen unter einem Deckel auf der Oberseite. Der Staubbehälter fasst 310 ml, der interne Frischwassertank 80 ml. Mit 4,7 kg ist der Roboter nicht leicht.

Die Station fällt mit 416 × 590 × 457 mm wuchtig aus und bringt 16,6 kg auf die Waage – zusammen mit dem Roboter sind es 21,3 kg. Die Frontklappe öffnet sich wie eine Kühlschranktür und gibt den Blick auf den Mopp-Aufzug frei. Dahinter verstaut der Roboter bis zu zwölf mitgelieferte Wischpads in unterschiedlichen Ausführungen. Der Staubbeutel mit 3,2 l Volumen sitzt ebenfalls hinter der Frontklappe unter einer separaten Abdeckung. Der Frischwassertank fasst 5,5 l, der Schmutzwassertank 4 l. Optional kann man die Station auf einen Fest- und Abwasseranschluss umrüsten, wofür allerdings ein Zusatz-Kit für 199 Euro nachgekauft werden muss.

Die Verarbeitung der Kunststoffgehäuse von Station und Roboter ist tadellos und weist keine Unsauberkeiten auf. Spaltmaße sind gleichmäßig, Klappen und Deckel sitzen sauber, nichts klemmt oder hakt beim Öffnen. Einzig der Deckel über den Tanks auf der Oberseite des Roboters könnte etwas wertiger sein – er wirkt etwas dünn und damit anfällig.

Einrichtung: Wie schnell ist der Dreame Matrix 10 Ultra betriebsbereit?

Die Einrichtung läuft über die Dreamehome-App für Android und iPhone. Nach Account-Anmeldung scannt man entweder den QR-Code unter dem Deckel des Roboters oder wählt das Gerät aus der Liste. Anschließend versetzt man den Roboter durch das Gedrückthalten von Home- und Ein-/Aus-Taste in den Kopplungsmodus. Die App verbindet sich, danach folgt die WLAN-Einrichtung.

Hier zeigt sich der erste Kritikpunkt: Der Matrix 10 Ultra unterstützt nur 2,4-GHz-WLAN oder das 2,4-GHz-Band von Dualband-Netzen. Für einen Saugroboter jenseits von 1000 Euro ist das nicht mehr zeitgemäß.

Nach Abschluss der WLAN-Verbindung folgt direkt ein Firmware-Update, das in etwa 10 Minuten abgeschlossen wurde. Die App präsentiert sich daraufhin übersichtlich im Dreame-typischen Farbschema mit vielen Einstellungsmöglichkeiten.

Doch bei der Bedienung enttäuscht sie erneut. Das Problem ist nicht neu: Verschiebt man auf der Karte das Auswahlfeld für die Zonenreinigung oder ändert dessen Größe, ruckelt es stark und reagiert verzögert. Genaues Zielen ist so kaum möglich. Diese Schwäche zieht sich seit mehreren Dreame-Generationen durch verschiedene Modelle.

Aber auch sonst wirkt die App träge: Sendet man einen Befehl – etwa Reinigung starten, beenden oder Rückkehr zur Station – vergehen oft mehrere Sekunden, bis die App reagiert. Konkurrenten wie Roborock oder Ecovacs, aber auch die Schwestermarke Mova, haben das deutlich besser gelöst. Bemerkenswert: Die Mova-App basiert sichtbar auf derselben Grundlage, läuft inzwischen aber flüssig. Bei Dreame steht die Korrektur weiter aus, obwohl sich die Schwäche seit mehreren Generationen durch verschiedene Modelle zieht.

Nach der Kartierung weist der Roboter automatisch jedem Raum einen passenden Wischmopp und ein Reinigungsmittel zu. Diese Zuordnung lässt sich nachträglich manuell anpassen. Mitgeliefert werden drei verschiedene Reinigungsmittel.

Der Matrix 10 Ultra unterstützt Matter sowie die Sprachassistenten Amazon Alexa, Apple Siri und Google Assistant. In Home Assistant lässt er sich so per Matter ebenfalls mit einer rudimentären Integration einbinden, die Status, Rückkehr zur Station, Start/Stopp und Bereichsreinigung abdeckt – allerdings nur für Home-Assistant-Zonen, nicht für die Karte des Roboters. Eine Kartenanzeige fehlt.

Navigation: Wie gut erkennt der Dreame Matrix 10 Ultra Hindernisse?

Der Matrix 10 Ultra navigiert per einfahrbarem Lidar und einer KI-gestützten Frontkamera mit Infrarot-Unterstützung für bessere Sicht bei schlechten Lichtverhältnissen, die Dreame Omni-Sight nennt. Sie übernimmt auch die Haustiererkennung, zudem kann man sich in der App vom Smartphone auch auf die Kamera schalten und per Video-Livestream die Räumlichkeiten aus der Sicht des Roboters ansehen. Hierüber lässt er sich auch fernsteuern. Für die Aktivierung verlangt die App jedes Mal eine PIN-Eingabe, zusätzlich gibt der Roboter beim Streaming immer wieder einen akustischen Hinweis ab. Die Datenübertragung läuft laut Dreame verschlüsselt über die hauseigenen Server, die Aufnahmen werden nicht dauerhaft gespeichert.

Im Test agiert er auf Standardeinstellungen geradezu vorsichtig: Über Auslegeware und zwischen freischwingenden Stühlen fährt er souverän, ohne konfus oder rabiat zu wirken. Mobiliar bleibt stehen, gelegentliches Anstupsen beim Rangieren ist die Ausnahme.

Hindernisse bis 80 mm überwindet er bei zwei direkt aufeinanderfolgenden Stufen, einzelne Schwellen bis 40 mm. Die Wischpads hebt er bei Teppicherkennung bis zu 10,5 mm an – das reicht für flache Teppiche, bei hochflorigen streifen die Pads aber die Fransen und befeuchten sie leicht. Hier fehlt es schlicht am Spielraum im Unterboden. Die Objekterkennung und Navigation zeigen sich im Test insgesamt als zuverlässig.

Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Dreame Matrix 10 Ultra?

Mit 30.000 Pa Saugleistung gehört der Matrix 10 Ultra zu den kräftigeren Saugrobotern am Markt. Auf Teppich spielt er seine Stärken voll aus: Sowohl feinen Staub – im Test simuliert durch Mehl – als auch grobe Haferflocken entfernt er äußerst effizient aus den Fasern. Dabei belässt er den Teppich an Ort und Stelle und schiebt ihn nicht durch die Wohnung. Auch mit aufgestellten Teppichkanten kommt er problemlos zurecht und bahnt sich geschickt seinen Weg.

Auf Hartboden überzeugt die Saugleistung ebenfalls. Bei den groben Haferflocken erreicht der Roboter knapp 90 % Schmutzaufnahme – einige Krümel bleiben liegen. Die ausfahrbare Seitenbürste arbeitet die Ecken sauber heraus, die Doppelrollenbürste wickelt Haare zuverlässig ab.

Beim Wischen zeigt sich der systembedingte Nachteil der Mopp-Technologie gegenüber Wischwalzen. Die Pads sind nach kurzer Zeit gesättigt und der Roboter muss recht häufig zur Station zurückkehren, um sie auszuwaschen. Eine Frischwasserzufuhr während der Fahrt gibt es nicht. Vorteil: Im Roboter selbst bleibt weniger Wasser und Schmutz zurück, was die Pflege erleichtert. Zudem verteilen Mopps weniger Feuchtigkeit auf empfindlichem Parkett.

Der eigentliche Clou ist das Mopp-Wechselsystem. Will der Roboter die Mopps tauschen, legt er die aktuellen in der Reinigungsschale ab und verlässt die Station. Der Kettenaufzug holt den Mopp-Schlitten aus der Vertikalen in die Horizontale, fährt über die Reinigungsschale und tauscht die Pads. Möglich ist das durch die magnetische Befestigung. Kleine Abstandshalter drücken die Mopps aus dem Schlitten heraus. Anschließend fährt der Roboter zurück in die Station, nimmt dort die frischen Pads auf, weicht sie ein und führt das passende Reinigungsmittel zu.

Praktischer Nutzen: Im Bad kommt ein anderer Mopp und ein anderes Konzentrat zum Einsatz als im Wohnzimmer – Kreuzkontamination ist ausgeschlossen. Für die Reinigungsmittel-Dosierung bietet die Station drei separate Kammern. Mitgeliefert sind drei Konzentrate: ein Standard-Bodenreiniger, ein Reiniger für empfindliche Böden und ein Geruchsentferner gegen Haustiergerüche. Eine Flasche reicht laut Dreame für rund zwei bis drei Monate Betrieb in einem durchschnittlichen Haushalt. Nachschub kostet je nach Variante etwa 15 bis 25 Euro pro Flasche im Dreame-Shop. Theoretisch lassen sich auch Reiniger anderer Hersteller einfüllen. Dreame rät davon erwartungsgemäß ab und verweist auf entfallende Garantieansprüche bei Schäden durch Fremdreiniger. Das ist branchenüblich und natürlich auch ein wirtschaftliches Interesse: Wer den hauseigenen Reiniger kauft, lässt deutlich mehr Geld beim Hersteller als beim Griff zum Drogeriemarkt-Produkt.

Die Stationsreinigung erfolgt mit Warmwasser bei 100 °C, was hygienisch vorbildlich ist. Anschließend trocknet Heißluft die Mopps und verhindert Geruchsbildung.

Die Lautstärke ist eine der größten Stärken des Matrix 10 Ultra. Die Fahrmotoren sind hervorragend abgestimmt – zusammen mit dem Aqua 10 Ultra Roller fährt er am leisesten unter allen getesteten Saugrobotern. So leise, dass man ihn kaum nahen hört und gelegentlich erschrickt, wenn er plötzlich hinter einem steht. Andere Modelle klingen dagegen nach Spielzeugauto. Beim Saugen auf Standardstufe messen wir 54 dB(A). Vier Saugstufen stehen zur Wahl: leise, Standard, intensiv und max. Die Wischfeuchte lässt sich in 32 Stufen zwischen leicht trocken und nass fein justieren.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Dreame Matrix 10 Ultra?

Der 14,4-V-Li-Ionen-Akku mit 6,4 Ah soll laut Hersteller bis zu 260 Minuten Betriebszeit ermöglichen. Im Test zeigt sich ein realistischeres Bild: Für unseren 56 m² großen Testraum, von dem der Matrix laut App 52 m² erreicht, benötigt er 68 Minuten und verbraucht dabei 56 % Akkuladung. Eingestellt waren Saugstärke Standard und Wischfeuchte auf Stufe 16. Hochgerechnet schafft er etwa 90 bis 100 m² mit einer Akkuladung im Misch-Modus. Bei reinem Saugen ohne Wischen reicht es deutlich weiter.

Die Ladedauer von 4,5 Stunden fällt allerdings lang aus. Bei niedrigem Akkustand kehrt der Roboter automatisch zur Station zurück und setzt nach dem Laden fort. Für Wohnungen über 150 m² muss man entsprechend Zeit einplanen.

Preis: Was kostet der Dreame Matrix 10 Ultra?

Der Dreame Matrix 10 Ultra kostet aktuell 899 Euro (Ebay). Damit liegt der Roboter im Oberklasse-Segment, bleibt aber unter dem Roborock Saros 20 Sonic.

Fazit

Der Dreame Matrix 10 Ultra ist ein technisch herausragendes Gesamtpaket mit einem echten Alleinstellungsmerkmal: Der automatische Mopp-Wechsel und die Reinigerdosierung aus drei Kammern sind in dieser Form einzigartig. Wer mehrere Bodentypen hat oder Bad und Wohnzimmer strikt getrennt reinigen will, bekommt hier eine Lösung, die kein anderer Roboter bietet. Die Saugleistung von 30.000 Pa überzeugt besonders auf Teppich, die Fahrmotoren sind die leisesten am Markt, die Navigation arbeitet souverän und vorsichtig.

Auf Hartböden zeigt sich aber die systembedingte Schwäche der Mopp-Technologie: häufige Rückkehr zur Station, kein Frischwasser während der Fahrt. Dafür ist die Mopp-Pflege deutlich einfacher als bei Wischwalzen, und auf empfindlichem Parkett ist die geringere Feuchtigkeit ein Vorteil. Die App enttäuscht durch das seit Jahren bekannte Ruckel-Problem bei der Zonenauswahl, das Dreame längst beheben sollte – die Schwestermarke Mova hat es vorgemacht. Auch das fehlende 5-GHz-WLAN ist in dieser Preisklasse nicht mehr zeitgemäß.

Ob der Mopp-Aufzug zwingend nötig ist, muss jeder selbst entscheiden. Faszinierend und nützlich ist er allemal. Für 899 Euro (Ebay) gibt es ein Premium-Paket mit einzigartigem Feature und sehr guter Reinigungsleistung.

Ecovacs Deebot X11 Omni Cyclone im Test: Saugroboter mit Station ohne Beutel

Der Ecovacs X11 Omni Cyclone setzt auf beutellose Staubentsorgung und Kletterfunktion. Zudem bietet das Flaggschiff wieder eine selbstreinigende Wischwalze.

VORTEILE

  • Beutellose Staubentsorgung spart Folgekosten
  • Kletterfunktion bewältigt Schwellen bis 2,4 cm
  • Schnellladefunktion lädt in unter 3 Stunden
  • niedrigere Lautstärke
  • zwei Reinigungsmittelbehälter mit automatischem Wechsel

NACHTEILE

  • Navigation mit Möbelschieben und ineffizienten Wegen
  • teils Probleme mit Teppichen
  • fehlende Walzenabdeckung führt zu feuchten Teppichen

Der Ecovacs X11 Omni Cyclone setzt auf beutellose Staubentsorgung und Kletterfunktion. Zudem bietet das Flaggschiff wieder eine selbstreinigende Wischwalze.

Ecovacs wirft mit dem Deebot X11 Omni Cyclone dieses Jahr bereits das dritte Flaggschiff-Modell auf den Markt – und löst damit schon nach wenigen Monaten das bisherige Topmodell ab. Der X11 will mit einer beutellosen Reinigungsstation einen neuen Trend setzen. Statt Wegwerf-Staubbeutel nutzt das Gerät einen herausnehmbaren Kunststoffbehälter, den man einfach entleeren und wieder einsetzen kann. Das führt zu einem eigenwilligen Design, das an einen auf dem Boden stehenden Kaffeevollautomaten erinnert. Die Station ist deutlich wuchtiger als bei den Vorgängern X9 und X8 Pro Omni und benötigt entsprechend mehr Stellplatz. Mit 19.500 Pa Saugleistung, ausfahrbarer Seitenbürste und der Tru-Pass-Kletterfunktion für Schwellen bis 2,4 cm ist der X11 klar ein Premium-Gerät. Ob der Saugroboter mit Wischwalze sein Geld wert ist, zeigt unser Test.

Das Testgerät hat uns Ecovacs zur Verfügung gestellt.

Update (19. Juni 2026): Inzwischen ist der X11 Omnicyclone erheblich im Preis gesunken und kostet nur noch 599 Euro. Das ändert unsere Einschätzung natürlich erheblich, da der Saugroboter zum Testzeitpunkt für das Gebotene schlicht zu teuer war.

Ecovacs Deebot X11 Omni Cyclone – Sieht auf den ersten Blick aus wie ein Kaffeevollautomat.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Ecovacs X11 Omni Cyclone?

Die Station des X11 Omni Cyclone fällt sofort durch ihre wuchtige Bauweise auf. Mit Abmessungen von 380 × 465 × 493 mm nimmt sie deutlich mehr Platz ein als die Stationen der Vorgänger X8 und X9 Pro Omni. Tatsächlich erinnert die Station an einen Kaffeevollautomaten, der auf dem Boden steht – ein ungewöhnlicher Anblick im Wohnzimmer. Der zentrale Staubbehälter mit 1,6 Liter Fassungsvermögen dominiert die Front. Sein silberglänzender Griff wirkt hochwertig und lässt sich gut greifen. Beim Entnehmen funktioniert alles problemlos, beim Wiedereinsetzen zeigt sich aber eine Schwäche: Der runde Behälter muss exakt ausgerichtet werden, der Griff muss präzise nach vorn zeigen. Ist er nur leicht verdreht, passt er nicht in die Aufnahme. Das hätte Ecovacs flexibler lösen können.

Die Wassertanks auf der Oberseite sind ungewöhnlich angeordnet: Schmutzwasser rechts mit 2,7 Litern, Frischwasser links mit 3,2 Litern – bei den meisten Konkurrenten und auch bei Ecovacs’ Vorgängern war das genau andersherum. Warum der Hersteller hier die eigene Logik ändert, bleibt unklar. Die zwei Reinigungsmittelbehälter an der Vorderseite sind clever positioniert und ermöglichen automatisches Wechseln zwischen verschiedenen Mitteln für unterschiedliche Bodentypen oder Verschmutzungsgrade.

Der Roboter selbst misst 353 mm im Durchmesser und 98 mm in der Höhe. Die Bauhöhe von knapp 10 cm ist keine Verbesserung zum Vorgänger: Viele moderne Sofas und Schränke haben eine Bodenfreiheit von 90 bis 95 mm. Mit seinen 98 mm passt der X11 hier nicht immer drunter, das sollte man vor dem Kauf prüfen. Flachere Konkurrenten mit unter 90 mm Höhe haben hier einen klaren Vorteil. Der graue oder schwarze Kunststoff (je nach Modellvariante) fühlt sich solide an, Spaltmaße sind gleichmäßig. Die Verarbeitung liegt auf gutem Niveau, ohne jedoch Premium-Feeling zu vermitteln. Schade: Der Kunststoffdeckel auf der Oberseite wird wieder nur lose aufgelegt, statt magnetisch fixiert. Dreht man den Roboter um, fällt der Deckel sofort herunter.

Die ausfahrbare Seitenbürste und die Omzo Roller 2.0 Wischwalze sind gut in die Unterseite integriert. Die Tru-Pass-Kletterhilfen – zwei Gummihebel neben den Antriebsrädern – fallen im eingeklappten Zustand kaum auf.

Einrichtung: Wie schnell ist der Ecovacs X11 Omni Cyclone betriebsbereit?

Die Einrichtung erfolgt über die Ecovacs Home App aus den bekannten App-Stores. Nach Erstellung eines Accounts fügt man den Roboter über den QR-Code hinzu, der sich unter dem Deckel auf der Oberseite befindet. Der X11 benötigt ein 2,4-GHz-WLAN. Nach erfolgreicher Verbindung startet die Kartierung und anstehende Updates werden ausgeführt.

Die App selbst wirkt übersichtlich und bietet alle wichtigen Funktionen. Die Hauptansicht zeigt ein Bild des Saugroboters und ermöglicht die Auswahl spezieller Reinigungsmodi. Kartenverwaltung, Raumaufteilung, virtuelle Wände und No-Go-Zonen – alles vorhanden. Ecovacs hat an Details geschraubt und bietet nun eine verbesserte Übersicht über aktuelle Reinigungsaufgaben, deren Reihenfolge und die Ergebnisse. Die Wischwassermenge lässt sich zwischen 0 und 50, die Saugleistung zwischen Leise, Standard, Hoch und Max einstellen. Auch eine Live-Videostream-Funktion ist integriert, über die man sich vom Smartphone auf die Kamera des Roboters schalten kann.

Allerdings hat die App noch Fehler, die verwirren: Kartenänderungen speichert man etwa durch „Abbrechen“ statt „Bestätigen“ – das ist kontraintuitiv und sollte längst behoben sein. Die Sprachansagen des Roboters sind teilweise eigenwillig formuliert und sehr ausführlich. Der X11 kommentiert jede Aktion mit einer detaillierten Erklärung – das nervt schnell. Immerhin bietet der Hersteller inzwischen einen Button zum Verkürzen der Ansagen auf das Wesentliche. Wahlweise lassen sie sich komplett deaktivieren, dann verpasst man aber wichtige Meldungen wie leere Wassertanks oder Fehlermeldungen ohne Blick auf die App.

Der integrierte Sprachassistent Yiko lässt sich mit „OK Yiko“ aktivieren und versteht Befehle wie „Reinige die Küche“ oder „Fahre zur Station zurück“. Das funktioniert zuverlässig, ist aber nicht zwingend notwendig, da die App-Steuerung komfortabler ist. Die Integration von Amazon Alexa, Google Assistant und Matter erweitert die Smart-Home-Möglichkeiten. Insgesamt dauert die Ersteinrichtung etwa 30 Minuten – das ist Standard und geht nicht schneller oder langsamer als bei der Konkurrenz.

Navigation: Wie gut erkennt der Ecovacs X11 Omni Cyclone Hindernisse?

Die Navigation des X11 Omni Cyclone funktioniert grundsätzlich zuverlässig, wirkt aber eigenartig und teilweise unlogisch. Der Roboter reinigt alle Bereiche und lässt nichts aus, die Wegplanung erscheint jedoch oft willkürlich. Wo andere Roboter systematisch den ausgewählten Bereich in gleichmäßigen, durchgehenden Bahnen abarbeiten, wählt der X11 manchmal überraschende Routen – springt zwischen Bereichen hin und her oder fährt Zickzack-Kurse, wo gerade Bahnen effizienter wären. Das Endergebnis stimmt, der Weg dorthin wirkt aber unnötig kompliziert.

Die Objekterkennung mit Kamera und Lidar arbeitet bei den meisten Hindernissen solide. Flache Gegenstände, Kabel und größere Objekte werden erkannt und umfahren. Problematisch wird es in unserem Standard-Testszenario mit mehreren unter einen Tisch geschobenen Stühlen. Hier zeigt der X11 echte Schwächen: Er navigiert sich zwischen die Stuhlbeine hinein und kommt dann nicht mehr elegant heraus. Stattdessen beginnt er, die Stühle mit seinem Frontschild durch die Gegend zu schieben und gegen Stuhlbeine anzufahren. Das ist kein komplettes Versagen – er befreit sich letztlich selbst – aber die Methode ist alles andere als intelligent und einem 2025er-Topmodell nicht angemessen.

Ecovacs Deebot X11 Omni Cyclone – Bilderstrecke

Gegen Glastüren zwischen Räumen stupst der Roboter gelegentlich, obwohl die Sensorkombination diese eigentlich erkennen sollte. Das passiert nicht durchgehend, aber häufiger als bei Premium-Konkurrenten. Die allgemeine Hinderniserkennung funktioniert bei normalen Möbeln, Wänden und größeren Gegenständen aber zuverlässig.

Sehr positiv ist die Kletterfunktion: Die zwei Gummihebel fahren bei Bedarf aus und drücken den Roboter nach oben. Schwellen bis 2,4 cm werden souverän überwunden, zusammenhängende Stufen sogar bis 4 cm. Das erweitert den Einsatzbereich erheblich – viele Konkurrenten scheitern schon an 2 cm hohen Türschwellen. Die ausfahrbare Seitenbürste verbessert die Kantenreinigung, auch wenn sie keine Wunder vollbringt.

Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Ecovacs X11 Omni Cyclone?

Die Reinigungsleistung des X11 Omni Cyclone zeigt ein gespaltenes Bild. Auf Hartböden arbeitet das Gerät grundsätzlich zufriedenstellend. Mit 19.500 Pa Saugleistung und einem Luftdurchsatz von 18 Litern pro Sekunde sammelt der Roboter 85 bis 90 Prozent des ausgebrachten Testschmutzes ein. Krümel, Staub und leichte Verschmutzungen verschwinden meist im ersten Durchgang im 220 ml fassenden Staubbehälter. Die einzelne Bodenbürste arbeitet effektiv, könnte aber bei groben Verschmutzungen an ihre Grenzen stoßen – hier wären zwei Bürsten wie bei manchen Konkurrenten vorteilhaft.

Die Omzo Roller 2.0 Wischwalze wurde gegenüber dem Vorgänger verbessert und arbeitet nun mit höherem Anpressdruck. Sie rotiert während der Reinigung und wird regelmäßig in der Station mit 75 Grad heißem Wasser gewaschen. Das ist solide, aber nicht spitze – der Dreame Aqua Clean 10 Roller (Test folgt demnächst) reinigt seine Walze mit bis zu 100 Grad. Der 110 ml große interne Frischwassertank wird automatisch aus der Station nachgefüllt. Die Wischleistung auf Hartböden ist ordentlich, leichte Flecken werden überwiegend entfernt. Bei hartnäckigen, eingetrockneten Verschmutzungen muss der Roboter aber mehrfach darüberfahren.

Das große Problem zeigt sich bei Teppichen. Hier offenbart der X11 gleich mehrere Schwächen. Zunächst fehlt ihm eine automatische Abdeckhaube für die Wischwalze, wie sie etwa der Mova Z60 Ultra Roller (Testbericht) bietet. Zwar hebt der Roboter die Walze um 10 mm an und deaktiviert sie auf Teppichen, aber allein durch den Kontakt mit der feuchten Walze wird Feuchtigkeit auf den Teppich übertragen. Es ist nicht viel, aber es ist spürbar und bei empfindlichen Teppichen problematisch.

Die Saugleistung auf Teppichen enttäuscht ebenfalls. Bei unserem Test mit eingetretenem, feinem Schmutz (simuliert durch Mehl) bleibt selbst auf kurzflorigen Teppichen deutlich sichtbar Schmutz zurück. Wir mussten von Hand nacharbeiten. Auf längerflorigem Teppich weigert sich der X11 teilweise komplett zu fahren – erkennt er ihn, fährt er drumherum. Schafft er es doch darauf, ist die Saugleistung zu schwach, um Schmutz zwischen den längeren Fasern herauszuziehen. Insgesamt holt der Roboter aus Teppichen nur etwa 65 Prozent des ausgebrachten Testschmutzes – das ist deutlich unterdurchschnittlich.

Ecovacs Deebot X11 Omni Cyclone: Ergebnis auf kurzflorigem Teppich

Für unseren 60 m² großen Testraum benötigt der X11 etwa 75 Minuten bei maximaler Saug- und Wischleistung. Das ist schneller als der X9 mit 94 Minuten. Der Roboter fährt während dieser Zeit dreimal zur Station zurück, um die Wischwalze zu reinigen und nachzuladen. Die Station saugt den Staubbehälter automatisch ab und trocknet die Wischwalze nach der Reinigung mit Heißluft.

Positiv fällt die vergleichsweise niedrige Lautstärke von etwa 55 dB(A) auf. Allerdings stören wie schon bei den Vorgängern die ruckartigen Fahrgeräusche der Elektromotoren etwas. Statt gleichmäßig zu beschleunigen, steuert der X11 die Motoren in Schüben an – das klingt wie billiges Kinderspielzeug und nicht ganz so premium, ist am Ende des Tages aber Meckern auf hohem Niveau.

Der Hersteller bewirbt 150 Tage ohne Wartung, was unrealistisch ist. Nach unserer Erfahrung muss der kleine Schmutzwassertank auf der Rückseite des Roboters, wo das von der Kunststofflippe abgestreifte Schmutzwasser gesammelt wird, je nach Nutzung mindestens einmal pro Woche gereinigt werden. Auch der Abstreifer an der Wischwalze benötigt regelmäßige Reinigung, da sich hier durch die Feuchtigkeit sonst schnell unangenehme Gerüche bilden.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Ecovacs X11 Omni Cyclone?

Bei maximaler Saugleistung und Wischwassermenge verbraucht er in unserem 60 m² großen Testraum knapp 60 Prozent der Akkuladung. Der Roboter fährt dreimal zur Station zurück und lädt währenddessen nach. Stellt man die Einstellungen herunter, verlängert sich die verfügbare Laufzeit.

Die Schnellladefunktion lädt den Akku in unter drei statt vier Stunden vollständig auf. Der Hersteller empfiehlt das Gerät für Räume bis 150 m². Für größere Wohnungen reicht das mit Zwischenladen aus. Die automatische Wiederaufnahme nach dem Laden funktioniert zuverlässig.

Preis: Was kostet der Ecovacs X11 Omni Cyclone?

Mit 1299 Euro UVP greift Ecovacs tief ins Regal. Zum Testzeitpunkt am 24. Oktober 2025 kostete der X11 bei Amazon noch 1201 Euro. Inzwischen ist der Preis um über 50 Prozent gefallen und der Saugroboter kostet im Moment (Stand: 19. Juni 2026) 599 Euro.

Fazit

Der Ecovacs X11 Omni Cyclone zeigt innovative Ansätze, kann aber nicht in allen Bereichen überzeugen. Die beutellose Staubentsorgung funktioniert einwandfrei und spart langfristig Folgekosten und Müll – ein echter Pluspunkt für umweltbewusste Nutzer. Die Kletterfunktion meistert Schwellen bis 2,4 cm und erweitert damit den Einsatzbereich erheblich. Zudem arbeitet der X11 angenehm leise, die Schnellladefunktion in unter drei Stunden ist praktisch im Alltag.

Die Navigation zeigt allerdings Schwächen. Wo Vorgänger und Konkurrenten eleganter um Hindernisse navigieren, schiebt der X11 manchmal Möbel durch die Gegend. Die Wegplanung wirkt mitunter ineffizient. Auf Hartböden reinigt der Roboter mit 85 bis 90 Prozent Schmutzaufnahme ordentlich, bei Teppichen schwächelt er aber deutlich und lässt einiges liegen. Die fehlende Walzenabdeckung führt zu leicht feuchten Teppichen – hier bieten andere Hersteller durchdachtere Lösungen. Die beworbenen 150 Tage ohne Wartung sind zu optimistisch, wöchentliche Reinigung einzelner Komponenten bleibt notwendig.

Für 1299 Euro UVP erwarten wir mehr Perfektion. Konkurrenten wie der Roborock Saros 10R oder der Mova Z60 Ultra Roller bieten zum gleichen Preis bessere Navigation und durchdachtere Details. Mit dem inzwischen deutlich niedrigeren Preis von 599 Euro ist er aber eine attraktive Wahl, um Premium-Features zum Mittelklassepreis zu bekommen.

Roborock Saros 20 im Test: Flacher Saugroboter klettert und saugt hervorragend

Der Roborock Saros 20 beeindruckt mit 36.000 Pa Saugleistung und ultraflachem Design. Ob das neue Topmodell den hohen Preis rechtfertigt, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • hervorragende Saugleistung
  • Kletterfunktion bis 4,5 cm
  • Heißwasserreinigung und Lufttrocknung mit 100 Grad
  • ultraflaches Design
  • 5-GHz-WLAN-Unterstützung und Matter-Kompatibilität

NACHTEILE

  • sehr hoher Preis
  • Wischleistung systembedingt unter Walzensystem-Niveau

Der Roborock Saros 20 beeindruckt mit 36.000 Pa Saugleistung und ultraflachem Design. Ob das neue Topmodell den hohen Preis rechtfertigt, zeigt unser Test.

Roborock gehört seit Jahren zu den innovativsten Herstellern von Saugrobotern und setzte mit dem Saros 10R (Testbericht) bereits Maßstäbe im Premium-Segment. Mit dem neuen Saros 20 legt das Unternehmen nach: 36.000 Pa Saugleistung machen ihn zu einem der stärksten Saugroboter überhaupt.

Dazu wartet er mit mehreren Besonderheiten auf: Mit seinem flachen Design ohne Lidarturm kommt er bei nur 7,98 cm Höhe auch unter niedrige Möbelstücke. Die Station führt Heißwasserreinigung und Trocknung bei Temperaturen von 100 Grad Celsius durch – das ist auch unter den Topmodellen selten. Bei einem Preis von 1059 Euro spielt der Saros 20 allerdings in der absoluten Oberliga.

Ob die technischen Highlights den Premium-Preis rechtfertigen und wie sich der Roboter im Alltag schlägt, haben wir ausgiebig getestet. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Roborock Saros 20?

Der Saros 20 fällt direkt mit seinem kompakten Design auf. Er unterbietet mit nur 7,98 cm Höhe die meisten Premium-Konkurrenten deutlich und gehört zu den flachsten Saugrobotern überhaupt. Der in mattem Schwarz gehaltene Roboter verzichtet komplett auf einen klassischen Lidarturm. Stattdessen hat Roborock den Star-Sight-Lidar-Sensor clever in die Vorderseite integriert – eine Designentscheidung, die es bereits beim Vorgänger Saros 10R gab. Die Verarbeitung macht einen hochwertigen und robusten Eindruck, alle Komponenten sitzen fest und nichts klappert oder wirkt billig.

Die Station präsentiert sich ebenfalls in mattem Schwarz mit einer hochwertigen Front, die im Gegensatz zum Vorgänger nicht mehr spiegelt. Mit Abmessungen von 381 × 488 × 475 mm benötigt sie einige Stellfläche, bietet dafür aber auch beeindruckende Kapazitäten: Der Frischwassertank fasst großzügige 4 Liter, der Schmutzwassertank 3,5 Liter und der Staubbeutel bietet 2,5 Liter Volumen – das reicht in der Theorie für wochenlangen Betrieb ohne Eingreifen. Im besten Fall sollte man insbesondere den Schmutzwassertank mehrmals wöchentlich entleeren, um Geruchsentwicklung zu vermeiden.

Das Herzstück der Reinigung bildet die innovative Duo-Divide-Bodenwalze, die Roborock bereits in anderen Modellen erfolgreich einsetzt. Sie ist in der Mitte unterbrochen, wodurch sich Haare gezielt zur Mitte hin abwickeln und direkt in den Saugkanal befördert werden. Eine ausfahrbare Seitenbürste mit Anti-Tangle-Technologie sorgt für gründliche Kantenreinigung. Auch die beiden rotierenden Wischpads sind ausfahrbar konstruiert und können sich so besser an Kanten und Ecken anpassen.

Einrichtung: Wie schnell ist der Roborock Saros 20 betriebsbereit?

Die Inbetriebnahme gestaltet sich unkompliziert und folgt dem bewährten Roborock-Schema. Nach dem Download der Roborock-App und der Account-Erstellung scannt man den QR-Code am Roboter. Ein großer Vorteil: Der Saros 20 unterstützt neben 2,4-GHz- auch 5-GHz-WLAN-Netze, was bei vielen Konkurrenten bisher nicht selbstverständlich ist. Nach erfolgreicher WLAN-Verbindung erfragt die App relevante Hausinformationen: Sind Teppiche vorhanden? Leben Haustiere im Haushalt? Gibt es mehrere Stockwerke? Diese Angaben nutzt der Roboter für eine optimierte Grundkonfiguration.

Vor dem ersten Einsatz installiert der Saros 20 ein System-Update, was im Test etwa 10 bis 15 Minuten gedauert hat. Die anschließende Erstkartierung der Wohnung hat für eine durchschnittliche Wohnfläche etwa 20 Minuten in Anspruch genommen. Dabei fährt der Roboter systematisch alle Räume ab und erstellt eine detaillierte Karte.

Die Roborock-App präsentiert sich gewohnt übersichtlich und durchdacht. Alle wichtigen Funktionen sind logisch angeordnet und schnell erreichbar. Ein besonderes Highlight ist die angenehme Bordstimme des Roboters – sie gehört zu den angenehmsten unter den getesteten Saugrobotern, spricht klar verständlich und gibt prägnante, nicht nervige Statusmeldungen.

Besonders clever: Der Saros 20 merkt sich den Zustand seiner Wischmopps. Wird eine Reinigung abgebrochen und später neu gestartet, prüft der Roboter automatisch, ob die Mopps noch sauber und feucht genug für den nächsten Einsatz sind. Ist das der Fall, spart er sich die Rückfahrt zur Station und startet direkt mit der Reinigung.

Die Matter-Kompatibilität ermöglicht eine herstellerübergreifende Smart-Home-Integration. Interessant ist auch die Offline-Funktion: Die erstellte Karte lässt sich lokal speichern und der Roboter kann ohne Internetverbindung betrieben werden. Allerdings mit deutlichen Einschränkungen: Der direkte App-Zugriff von unterwegs, viele Detaileinstellungen und die praktische Videokamera-Funktion, über die man per Smartphone auf die Roboterkamera zugreifen kann, funktionieren nur mit aktiver Internetverbindung. Der Offline-Betrieb eignet sich daher primär für Nutzer mit festen Reinigungszeiten, die keine spontanen Anpassungen vornehmen möchten.

Navigation: Wie gut erkennt der Roborock Saros 20 Hindernisse?

Die Navigation mit dem frontal platzierten Star-Sight-Lidar-Sensor funktioniert im Alltag erstaunlich gut, auch wenn der Roboter in sehr verwinkelten Ecken gelegentlich um die eigene Achse drehen muss, um sich einen vollständigen Überblick zu verschaffen. Im Test hat der Saros 20 auch knifflige Situationen souverän gemeistert: Zwischen eng beieinander stehenden Küchenstühlen unter dem Esstisch hat er geschickt hindurchnavigiert, ohne Möbel zu verschieben oder rabiat zu werden. Die Fahrweise ist dabei stets vorsichtig, aber effizient.

Die Teppicherkennung arbeitet zuverlässig und schnell. Sobald der Roboter einen Teppich erkennt, hebt er die Wischpads automatisch um beachtliche 35 mm an – das reicht auch für hochflorige Teppiche. Besonders clever ist seine Auffahrtechnik: Der Saros 20 kippt beim Auffahren auf Teppiche leicht nach hinten, wodurch er vorn besser auf den Teppich auffahren kann. So verhindert er, dass Teppichkanten angehoben oder umgefaltet werden.

Mit seiner starken Kletterfähigkeit überwindet der Roboter einzelne Hindernisse bis zu 45 mm Höhe problemlos – damit gehört er zu den Topgeräten am Markt und meistert auch hohe Türschwellen in Altbauten. Bei zwei aufeinanderfolgenden Schwellen schafft er sogar bis zu 88 mm. Die integrierte Kamera ermöglicht nicht nur eine zuverlässige Haustiererkennung, sondern auch einen praktischen Live-Videostream. Über diesen kann man von unterwegs nachsehen, was zu Hause los ist – allerdings funktioniert diese Funktion nur mit aktiver Internetverbindung.

Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Roborock Saros 20?

Die beeindruckenden 36.000 Pa Saugleistung sind keine leeren Versprechen – im Test hat der Saros 20 hervorragende Reinigungsergebnisse gezeigt. Auf Hartböden wie Parkett und Fliesen sammelt er nahezu 100 Prozent groben Schmutz auf. Im Test mit Vogelfutter als Simulation für groben Schmutz ist praktisch nichts zurückgeblieben.

Allerdings teilt der Saros 20 ein Problem vieler Saugroboter mit nur einer Seitenbürste: Sie dreht oft zu schnell und schleudert dadurch vereinzelt leichte Partikel aus dem Reinigungsbereich heraus, die dann liegen bleiben. Eine Kombination aus langsamerer Drehgeschwindigkeit und zwei gegenläufig rotierenden Seitenbürsten, die Schmutz zur Mitte schaufeln, wäre hier die bessere Lösung – aber das ist Kritik auf sehr hohem Niveau.

Auf Teppichen spielt der Saros 20 seine Stärken voll aus. Er erhöht automatisch die Saugleistung und entfernt in gezielten Bahnen über 90 Prozent groben Schmutzes. Diese Ergebnisse platzieren ihn ganz vorn im Testfeld. Bei feinem Staub, im Test simuliert durch Mehl, zeigt sich ein differenzierteres Bild: Oberflächlich aufgebrachtes Material wird gut aufgenommen, aber eingetretener feiner Staub zwischen den Teppichfasern benötigt mindestens einen zweiten Durchlauf für ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Die Wischfunktion arbeitet mit rotierenden Pads, die sich mit 180 Umdrehungen pro Minute drehen. Diese Mopp-basierte Reinigung ist zwar schonender für empfindliche Parkettböden als Walzensysteme, hat aber systembedingte Nachteile bei der Reinigungsleistung. Anders als moderne Walzensysteme, die kontinuierlich mit Frischwasser versorgt werden und einen integrierten Abstreifmechanismus für aufgenommenen Schmutz haben, muss der Saros 20 zur Station zurückkehren, um die Wischmopps wieder zu reinigen und zu befeuchten.

Im Test zeigt sich: Sind die Mopps direkt zu Beginn mit viel Schmutz in Kontakt gekommen und bereits gesättigt, verteilen sie diesen theoretisch im Raum, bis sie zur nächsten Reinigung in die Station zurückkehren. Bei feinem Mehl auf dem Boden hat der Roboter einen Teil davon verrieben, statt es komplett aufzunehmen. Die starke Saugleistung kompensiert hier jedoch vieles – etwa 80 Prozent des feinen Schmutzes sind trotzdem entfernt worden.

Ein absolutes Highlight ist die Stationsreinigung: Die Mopps werden mit Heißwasser gewaschen und anschließend bei 100 Grad Celsius mit Heißluft getrocknet. Diese Premium-Hygienefunktion bieten bisher nur sehr wenige Topmodelle auf dem Markt. Sie verhindert nicht nur zuverlässig Geruchsbildung, sondern sorgt auch für eine nahezu keimfreie Reinigung.

Die Lautstärke variiert je nach gewähltem Modus erheblich: Im leisen Modus messen wir angenehme 45 dB(A), was etwa einem ruhigen Büro entspricht. Im Maximalmodus steigt der Pegel auf 62 dB(A) – das entspricht normaler Gesprächslautstärke und ist noch erträglich. Die Herstellerangabe von 65 dB(A) bezieht sich auf den absoluten Maximalbetrieb.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Roborock Saros 20?

Der Saros 20 bietet mit bis zu 200 Minuten Laufzeit eine gute Ausdauer, im Vergleich zu anderen Premium-Saugrobotern liegt die Akkuleistung im oberen Bereich. In der Praxis bedeutet das: Große Wohnungen bis etwa 250 Quadratmeter schafft er in einem Durchgang ohne Zwischenladen. Die tatsächliche Laufzeit hängt natürlich vom gewählten Saugmodus ab – bei maximaler Leistung reduziert sich die Laufzeit entsprechend. Die Ladezeit von 2,5 Stunden für eine komplette Aufladung ist marktüblich und ordentlich.

Preis: Was kostet der Roborock Saros 20?

Mit einer UVP von 1489 Euro und einem Straßenpreis von 1059 Euro positioniert sich der Roborock Saros 20 klar im absoluten Premium-Segment.

Fazit

Der Roborock Saros 20 präsentiert sich als durchdachtes und technisch ausgereiftes Premium-Gesamtpaket. Die extreme Saugkraft von 36.000 Pa gehört zum Besten, was der Markt aktuell bietet, und das ultraflache Design mit nur 7,98 cm Höhe erschließt Reinigungsbereiche, die anderen Robotern verschlossen bleiben. Besonders beeindruckend ist die Hygienefunktion der Station: Heißwasserreinigung und 100-Grad-Trocknung sind Features, die bisher nur absolute Topmodelle bieten und für wirklich hygienische Sauberkeit sorgen.

Die Navigation mit frontalem Lidar-Sensor funktioniert überraschend gut, auch wenn der Roboter in sehr engen Ecken gelegentlich Drehmanöver ausführen muss. Auf Hart- und Teppichböden überzeugt die Saugleistung – der Saros 20 spielt hier ganz vorne mit. Die Wischleistung liefert solide, wenn auch nicht überragende Ergebnisse. Hier zeigt sich der systembedingte Nachteil der Mopp-Technologie gegenüber modernen Walzensystemen.

Die ausgereifte Roborock-App überzeugt mit durchdachten Features wie der intelligenten Mopp-Zustandserkennung, die unnötige Stationsfahrten spart. Die Matter-Kompatibilität und Offline-Kartenspeicherung sind zukunftsweisend, auch wenn der Offline-Betrieb mit deutlichen Funktionseinschränkungen einhergeht. Für 1059 Euro ist der Saros 20 sehr hochpreisig angesetzt und aktuell damit deutlich über vielen Konkurrenten. In jedem Fall erhält man hier eines der besten Geräte am Markt – und der Preis dürfte in den nächsten Monaten spürbar sinken.

Saugroboter Dreame Aqua 10 Ultra Roller im Test: Klettert, fährt leise & ist gut

Der Dreame Aqua 10 Ultra Roller bringt 30.000 Pa Saugkraft, Wischwalze und 100-Grad-Reinigung mit. Wir haben den Premium-Saugroboter ausführlich getestet.

VORTEILE

  • exzellente Saug- und Wischleistung auf Hartboden
  • Heißwasser-Wäsche der Walze bei 100 Grad
  • sehr leiser Betrieb
  • Kletterfunktion überwindet bis zu 8 cm
  • Schutzkappe für Wischwalze

NACHTEILE

  • App ruckelt und stockt
  • Navigation trifft nicht immer kluge Entscheidungen
  • Probleme bei Engstellen

Der Dreame Aqua 10 Ultra Roller bringt 30.000 Pa Saugkraft, Wischwalze und 100-Grad-Reinigung mit. Wir haben den Premium-Saugroboter ausführlich getestet.

Saug- und Wischroboter werden immer ausgefeilter, und Dreame mischt mit dem Aqua 10 Ultra Roller ganz oben mit. Das Modell ist technisch eng verwandt mit dem Mova Z60 Ultra Roller des Schwesterunternehmens, unterscheidet sich aber in einigen wichtigen Details. So wäscht der Aqua 10 seine Wischwalze mit bis zu 100 Grad heißem Wasser, der Mova nur mit 80 Grad. Auch bei der Akkulaufzeit hat der Dreame mit 174 Minuten die Nase vorn.

Mit einer UVP von 1199 Euro und einem aktuellen Marktpreis von 809 Euro spielt der Aqua 10 Ultra Roller in der Oberklasse mit. Dafür liefert Dreame ein technisches Vorzeigemodell mit Wischwalze, Heißwasser-Reinigung, Doppelbürste und einer Kletterfunktion, die Hindernisse von bis zu 8 cm überwinden kann. Im Test musste der Saugroboter zeigen, ob er die hohen Erwartungen erfüllt. Wir haben den Roboter ausgiebig verwendet und zeigen, wo seine Stärken liegen und wo er noch Schwächen hat.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Dreame Aqua 10 Ultra Roller?

Der Roboter selbst ist aus schwarzem Kunststoff hochwertig gefertigt. Mit einem Durchmesser von 355 mm und einer Höhe von 97,5 mm gehört er nicht zu den besonders flachen Modellen – wirklich flache Saugroboter unterschreiten die 90-mm-Marke. Der einfahrbare LiDAR-Sensor, den der Hersteller Versa-Lift nennt, ändert daran wenig: Aus einem hohen Roboter wird auch mit eingefahrenem Turm kein flacher. Unter besonders niedrige Möbel kommt der Aqua 10 deshalb nicht. Der Deckel an der Oberseite hält dank Magneten sicher, sodass beim Umdrehen nichts herausfällt.

Die Wischwalze lässt sich über einen Knopf an der Seite entriegeln und herausziehen. Praktisch: Die Motoreinheit ist beweglich und lässt sich ein Stück hochklappen, um darunter zu reinigen. Eine einzelne Seitenbürste mit drei Borstensträngen kann der Roboter ausfahren sowie hochklappen.

Die Station fällt durch ihr kantiges Design auf – statt der heute üblichen Rundungen setzt Dreame auf klare, glatte Flächen. Ihre Vorderseite ist oben mit einer dezenten Textur versehen, im unteren Bereich befindet sich eine herausnehmbare Blende. Dahinter sitzen Staubbeutel und zwei separate Reinigungsmitteltanks – etwa für ein zusätzliches Mittel gegen Tiergerüche. Hiervon legt Dreame gleich zwei Stück bei, zusätzlich zu einem normalen Reiniger. Auch sonst zeigt sich der Lieferumfang üppig: mehrere Staubbeutel, eine Ersatzwalze sowie zwei Seitenbürsten und Ersatz-Staubfilter. Mit Maßen von 420 × 505 × 440 mm und einem Gewicht von 11,1 kg ist die Station kein Leichtgewicht, wirkt aber stabil. Sie fasst 4 Liter Frischwasser, 3,5 Liter Schmutzwasser und 3,2 Liter Staub. Insgesamt ist die Verarbeitung tadellos.

Einrichtung: Wie schnell ist der Dreame Aqua 10 Ultra Roller betriebsbereit?

Die Inbetriebnahme verläuft unkompliziert. Roboter einschalten, QR-Code mit der Dreamehome-App scannen, Dock- und Punktreinigungs-Taste drei Sekunden gedrückt halten und mit dem WLAN verbinden. Schade: Der Aqua 10 unterstützt ausschließlich 2,4-GHz-Netze. Bei einem aktuellen Topmodell hätten wir uns auch eine 5-GHz-Unterstützung gewünscht – nicht dramatisch, aber bei dieser Preisklasse einfach nicht mehr zeitgemäß.

Nach der Verbindung mit dem Geräte-Hotspot folgt die App-Konfiguration. Sie fragt typische Haushaltsangaben ab: Haustiere, gründliche Kantenreinigung, Nicht-stören-Modus. Anschließend lässt sich ein Sprachassistent aktivieren – Alexa, Google Assistant und Siri werden unterstützt, ebenso Matter. Nach einem rund zehnminütigen Firmware-Update startet die Kartierung, die in unserem Test etwa 25 Minuten dauerte.

Datenschutz-kritische Funktionen sind ab Werk deaktiviert. Die fotografische Dokumentation erkannter Hindernisse muss erst explizit aktiviert werden. Dasselbe gilt für die Videofunktion, mit der man sich live auf die Roboterkamera schaltet, ihn fernsteuern oder auf Patrouille schicken kann. Aktivierbar ist sie nur nach Festlegen eines Video-Passworts – das verhindert unbemerkten Fremdzugriff. Weniger ideal: Karten- und Nutzungsdaten landen in der Hersteller-Cloud. Ohne erreichbare Server fallen smarte Funktionen wie Kartensteuerung oder Zonenreinigung aus.

Ärgerlich ist die App-Performance: Das Auswahlfeld für Zonenreinigungen ruckelt beim Verschieben, immer wieder gibt es größere Stocker. Die parallel auf demselben Gerät laufende Mova-App arbeitet hier deutlich flüssiger. Die Reinigungsoptionen sind dafür umfangreich: nur saugen, nur wischen, beides gleichzeitig, wischen nach dem Saugen oder pro Raum individuell.

Navigation: Wie gut erkennt der Dreame Aqua 10 Ultra Roller Hindernisse?

Der Aqua 10 nutzt LiDAR mit einfahrbarem Laserturm und eine Hinderniserkennung mit Doppelkamera, die über 240 Objekte unterscheiden soll. Im Test fällt das Ergebnis durchwachsen aus. Eigentlich hätte der Roboter mit seinem hochwertigen Set-up beste Karten für Top-Leistung, nutzt sie aber nicht immer konsequent und zieht nicht immer die richtigen Schlüsse aus dem Erkannten.

Auch bei Engstellen tut er sich schwer. So fuhr er im ausgewählten Bereich nicht unter unseren Küchentisch, unter dem mehrere Stühle standen. Erst nach dem Herausziehen einzelner Stühle reinigte er den Bereich. Auffällig ist auch der Umgang mit der Karte: Sobald geschlossene Türen wieder offen waren, fuhr der Roboter eigenmächtig in die Räume und erweiterte die Karte selbstständig. In Haushalten mit empfindlichen Räumen empfehlen wir daher die Einrichtung von No-Go-Zonen oder unsichtbaren Wänden.

Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Dreame Aqua 10 Ultra Roller?

Beim Saugen auf Hartboden zeigt der Aqua 10 Ultra Roller seine Stärken. Mit 30.000 Pa Saugkraft und der Duo-Brush, einer Doppel-Hauptbürste mit zwei gegenläufig drehenden Walzen, entfernte er im Test nahezu alles des ausgebrachten Testschmutzes. Lediglich einzelne Partikel schoss die Seitenbürste aus dem Reinigungsbereich heraus. Das Problem haben viele Saugroboter, meist weil sich diese zu schnell dreht. Hilfreich wäre hier eine zweite, gegenläufig drehende Seitenbürste.

Auf Teppich sind die Ergebnisse ordentlich, aber nicht herausragend. Feine Partikel (simuliert durch Mehl) bleiben teilweise im Teppich hängen, grobe Partikel entfernt der Roboter zu rund 80 Prozent. Beim Herunterfahren vom Teppich schiebt er einiges davon herunter. Auf den Teppich kommt er überwiegend gut drauf und nutzt, wenn nötig, die Kletterfunktion mit ausfahrbarem Fahrwerk. Diese funktioniert grundsätzlich zuverlässig: Einzelne Schwellen bis 4 cm überwindet er problemlos, zwei direkt aufeinanderfolgende mit insgesamt 8 cm ebenfalls. Allerdings entscheidet sich der Roboter nicht immer für den klugen Weg. In mehreren Durchgängen probierte er es mal mit, mal ohne Kletterfunktion. Dabei faltete er einen kurzen Teppichrand mit dem Frontschild auf und blieb hängen. Ein anderes Mal sperrte er sich hinter dem Teppich ein und konnte sich nur durch Beiseiteschieben des Teppichs befreien.

Beim Wischen punktet der Aqua 10 mit seiner Wischwalze, die der Hersteller als Aqua-Roll-Technologie bezeichnet. 24 Frischwasserdüsen befeuchten die Walze kontinuierlich, ein Schaber entfernt Schmutz, die Walze rotiert mit 100 Umdrehungen pro Minute. So verhindert der Roboter, dass Schmutz wieder auf den Boden gelangt. An der Walze sitzt zusätzlich ein sogenannter Fluffer – ein Kunststoffzylinder mit Lamellen, der die Walze durchgehend kämmt und Partikel entfernt.

Praktisch: Die Wischwalze besitzt eine Schutzkappe, die vom Hersteller als Auto-Seal bezeichnet wird. Sie fährt elektrisch über die Walze, sobald der Roboter einen Teppich erkennt oder die Wischfunktion deaktiviert ist. Der Teppich bleibt so trocken, auch wenn die Walze hochgeklappt ist. Bis 14 mm hebt der Roboter die Walze an, in Ecken kann sie nach rechts ausfahren.

Die Reinigungsstation, die Dreame Thermo-Hub nennt, wäscht die Walze mit bis zu 100 Grad heißem Wasser und trocknet sie anschließend mit 70 Grad warmer Luft. Das verhindert Gerüche zuverlässig. Die zwei separaten Reinigungsmitteltanks erlauben unterschiedliche Mittel für verschiedene Szenarien. Der Staub wird nach dem Reinigungsvorgang automatisch in den Staubbeutel der Station entleert. In Hersteller-Foren finden sich vereinzelt kritische Stimmen, die von schlechter Navigation, auslaufenden Stationen oder gar Totalausfällen der Station nach wenigen Tagen Betrieb berichten – solche Erfahrungen konnten wir im Test allerdings nicht reproduzieren.

Positiv fällt die geringe Lautstärke auf: Im leisen Modus messen wir nur 36 dB(A), bei maximaler Saugleistung 52 dB(A). Das Fahrgeräusch ist erstaunlich leise – Dreame ist hier seit einigen Modellen sehr gut unterwegs, der Aqua 10 verblüfft aber wirklich.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Dreame Aqua 10 Ultra Roller?

Der 14,4-Volt-Akku mit 6,4 Ah Kapazität ermöglicht laut Hersteller eine Laufzeit von 174 Minuten. In unserem Test bestätigt sich das im niedrigen Saugmodus weitgehend, bei höherer Saugleistung sinkt die Laufzeit erwartungsgemäß. Für große Wohnungen reicht das problemlos. Die Ladedauer beträgt etwa 4,5 Stunden.

Preis: Was kostet der Dreame Aqua 10 Ultra Roller?

Die UVP des Dreame Aqua 10 Ultra Roller liegt bei 1199 Euro. Aktuell ist er in Schwarz für 809 Euro im Handel zu bekommen, der bisherige Bestpreis lag bei 849 Euro. Auch in Weiß gibt es ihn.

Fazit

Der Dreame Aqua 10 Ultra Roller ist ein technisch erstklassig aufgestellter Saug- und Wischroboter. Die Reinigung auf Hartboden ist dank 30.000 Pa Saugkraft und Wischwalze hervorragend, die Heißwasser-Wäsche der Walze bei 100 Grad sorgt für Top-Hygiene. Auch die geringe Lautstärke, die Kletterfunktion bis 8 cm und die clevere Schutzkappe für die Wischwalze überzeugen.

Schwächen zeigt der Aqua 10 bei der Navigation: Trotz hochwertiger Sensorik trifft er nicht immer die klügste Entscheidung, hat Probleme bei Engstellen und erweitert die Karte teils eigenmächtig. Auch die App ruckelt – hier ist die fast baugleiche Mova-Software weiter. Auf Teppich überzeugt die Reinigung weniger als auf Hartboden. Schade ist zudem die fehlende 5-GHz-WLAN-Unterstützung.

Wer in der Oberklasse zuschlagen will, bekommt mit dem Aqua 10 Ultra Roller ein technisches Highlight, sollte aber mit den genannten Schwächen leben können. Für 809 Euro ist er ein faires Angebot in seinem Segment.

Saugroboter Mova V70 Ultra im Test: Perfekte Rand- und Eckenreinigung

Der Mova V70 Ultra Complete kombiniert enorm starke Saugkraft, 16-Zentimeter-Mopp-Reichweite und beutellose Reinigungsstation. Klingt super – oder?

VORTEILE

  • sehr starke Saugleistung auf Hartboden und Teppich
  •  Wischmopp und Seitenbürste weit ausfahrbar
  •  gute Hindernisvermeidung mit Kamera und 3D-Sensorik
  • Beutellose Station mit automatischer Moppwäsche und Trocknung

NACHTEILE

  • Beutelloses Entleeren nichts für Asthmatiker

Der Mova V70 Ultra Complete kombiniert enorm starke Saugkraft, 16-Zentimeter-Mopp-Reichweite und beutellose Reinigungsstation. Klingt super – oder?

Der Mova V70 Ultra Complete ist neben dem Z70 Ultra Roller Movas Top-Saugroboter mit Wischfunktion für 2026. Highlight ist die extreme Reichweite der ausfahrbaren Seitenbürste, der rechte Wischmopp fährt sogar noch weiter aus – beide erreichen Top-Werte. Zudem ist die Saugleistung enorm hoch und die Station bietet nicht nur alle derzeit denkbaren Schikanen, sondern auch noch eine beutellose Absaugfunktion mit Trocknung. Hinzu kommen fortschrittliche Objekterkennung, in der Complete-Version ein Ersatzteil-Set für ein Jahr – und natürlich ein hoher Preis. Wir haben überprüft, ob der Roboter das wert ist.

Design und Verarbeitung

Den großen Aufwand, den Mova beim V70 Ultra betrieben hat, sieht man dem Roboter kaum an. Der Roboter ist typisch rund, weiß mit bronze- und silberfarbenen Akzenten abgesetzt und bietet als Highlight zudem einen RGB-Streifen auf der Oberseite. Der ist direkt hinter dem ausfahrbaren Laserturm positioniert und pulsiert oder zeigt vollfarbig den Status des Modells an. Die Bauhöhe liegt eingefahren bei knapp 9 cm – das ist für einen Roboter mit Lasernavigation zwar nicht rekordverdächtig, aber doch eher niedrig. Dadurch kommt der Roboter unter viele Sofas, Sideboards und Betten, bei denen andere Modelle aufgeben müssen.

Hinweis auf die außergewöhnliche Ausfahrreichweite von Seitenbürste und rechtem Wischmopp – satte 12 und 16 cm – gibt nur in Form einer seitlich aufklappbaren Abdeckung, die es bei älteren Modellen nicht gibt. Der Roboter nutzt eine doppelte Hauptbürste, die aus gedrehten Gummilamellen und Borstenreihen besteht. Sie sind nur auf einer Seite gelagert, sodass Haare zum anderen Ende hin abgestriffen und aufgesaugt werden können.

Die Station erinnert mit ihren sanften Rundungen an Modelle wie den Mova Z60 Ultra Roller, ist beim V70 aber in weiß mit ebenfalls silbernen und bronzefarbenen Akzenten gehalten. Sie misst rund 42 x 46 x 47 cm und benötigt entsprechend Platz für die Aufstellung. Dafür saugt sie den Staub ab, wäscht die Mopps mit bis zu 100 °C heißem Wasser, trocknet sie mit 70 °C heißer Luft, füllt Wasser nach und dosiert Reinigungsmittel aus dem Doppeltank. Der Complete-Version liegt dafür neben einem Standard-Bodenreinigungsmittel auch ein spezielles Mittel gegen Tiergerüche bei. Zudem umfasst das Paket eine weitere Doppel-Hauptbürste, eine Seitenbürste, zwei Hepa-Filter für die Schmutzabsaugung sowie drei Paar Wischmopps. Der Frischwassertank fasst 4 l, beim Schmutzwassertank sind es 3,5 l. Praktisch: Die Waschschale der Station wird mit erhitzt und dabei sterilisiert, zudem reinigt sie sich weitgehend selbständig.

Eine Besonderheit ist die beutellose Staubaufnahme der Station, die Mova EcoCyclone nennt. Damit ist keine klassische Zyklon-Abscheidungstechnik gemeint, sondern das soll ein Hinweis darauf sein, dass keine nachzukaufenden Staubbeutel benötigt werden. Behälter und Filter sind auswaschbar, das spart Folgekosten und Abfall. Einziger Nachteil: Beim Entleeren kommen Nutzer mehr als bei Staubbeuteln mit dem aufgesaugten Schmutz in Kontakt, was gerade für Allergiker negativ sein dürfte. Damit der gesammelte Inhalt des Behälters nicht verklumpt, wird er nach dem Saugen automatisch getrocknet. Das ist dann so laut wie das Trocknen der Wischmopps und dauert auch in etwa so lang. Auf Wunsch kann diese Funktion aber deaktiviert werden.

Inbetriebnahme und App

Die Einrichtung läuft über die Mova-Home-App. Der Roboter wird in die Station gesetzt, mit dem WLAN verbunden und anschließend zur ersten Kartierung gestartet. Danach lassen sich Räume benennen, trennen und zusammenführen, auch mehrere Etagenkarten sind möglich. Die App bietet darüber hinaus viele weitere Einstellmöglichkeiten. So dürfen ganze Etagen, einzelne Räume und frei gezeichnete Zonen gereinigt werden, Sperrzonen und wischfreie Bereiche lassen sich ebenfalls definieren. Für Teppiche stehen zudem eigene Einstellungen bereit. Der Roboter kann die Mopps anheben, Teppiche meiden oder die Mopps in der Station ablegen.

Es gibt außerdem mehrere Saugstufen, viele Feuchtigkeitsstufen und Fahrtrouten mit unterschiedlicher Überlappung. Bei mehreren Durchgängen ändert der Roboter die Fahrtrichtung, wodurch ein Schachbrettmuster entsteht. Durch die vielen Features wirkt die umfangreiche App auf Neulinge möglicherweise etwas überfrachtet. Nach kurzer Einarbeitungszeit sollten aber halbwegs technikversierte Nutzer problemlos damit klarkommen – die App gehört bei Darstellung und Umfang zu den besten am Markt.

Matter-Unterstützung gibt es nicht. Die Steuerung per Sprache klappt hingegen per Amazon Alexa, Google Assistant sowie dem hauseigenen Sprachassistenten, mit dem noch genauere Befehle möglich sind.

Navigation und Hindernisvermeidung

Der Mova V70 Ultra Complete navigiert mit Lasersensor, Kamera, 3D-, Ultraschall- und Absturzsensoren. Die Karte wird systematisch abgefahren. Wie fast immer reinigt der Roboter zuerst die Ränder und danach die Fläche in geraden, überlappenden Bahnen. Die Fahrwege werden in der App nachvollziehbar markiert, das erleichtert die Kontrolle, ob Bereiche ausgelassen wurden.

Durch die MaxiReach 2.0 genannte Technik mit deutlich vergrößerter Reichweite von Seitenbürste und rechtem Wischmopp kommt der V70 wesentlich besser an Ränder und in Ecken, selbst kleine Nischen versucht der Roboter so weit wie möglich mit seinen Ausfahr-Ärmchen zu reinigen. Besonders beeindruckend ist das bei Stuhlbeinen, die er dabei fast schon ganz umschließt. Der Mopp-Arm reagiert währenddessen auf Druck – wird der zu groß, wird der Arm auf Spannung stufenlos eingefahren und bleibt somit auf optimalen Abstand zum Hindernis. Wegen der niedrigen Bauhöhe des Mechanismus kommt der Wischmopp zum Teil auch unter überhängende Möbel.

Auch der einfahrbare FlexScope-Sensor aka Lidar-Sensor oder Laserturm ist mehr als ein optischer Trick. Er senkt die Bauhöhe deutlich und hilft unter niedrigen Möbeln. Gleichzeitig bleibt die präzise Lasernavigation erhalten, wenn der Sensor ausgefahren ist. In der Praxis ist das ein sinnvoller Kompromiss zwischen flacher Bauform und präziser Kartierung – auch wenn Roborock das mit seiner Saros-Linie und Festkörper-Lidar noch besser löst.

Bei der Hindernisvermeidung arbeitet der Roboter mit KI-gestützter Objekterkennung. Mova nennt dafür die Erkennung von mehr als 300 Objektarten. Im Test zeigte sich der Roboter mit Serien-Firmware stark bei typischen Alltagsfallen. Socken, Kabel, Schnürsenkel und kleine Spielzeuge wurden meist – wenn auch wie bei allen Modellen nicht immer – zuverlässig erkannt und umfahren. Nur bei sehr kleinen Gegenständen wie Würfeln oder Lego-Steinen sollte man sich darauf nicht verlassen. Transparente Objekte, sehr flache Hindernisse, spiegelnde Oberflächen oder ungewohnte Gegenstände bleiben nach wie vor typische Härtefälle für Kamerasysteme und 3D-Sensorik. Das beste Mittel gegen Festfahren ist bei Saugrobotern nach wie vor Aufräumen.

Auffällig ist die gute Schwellenüberwindung, Mova nennt hierfür Höhen bis zu 9 Zentimeter. Dieser Wert gilt jedoch nicht für eine einzelne senkrechte Stufe, sondern zwei aufeinanderfolgende in einem bestimmten Abstand. Warum alle Hersteller derzeit diese im Alltag weitestgehend irrelevanten Angaben verbreiten, dürfte wohl dem Marketing geschuldet sein – 9 Zentimeter klingt einfach besser als die 5 Zentimeter, die eine einzelne Stufe maximal hoch sein darf. So oder so: Selbst in einem Altbau wird der V70 nicht so schnell vor Probleme wegen zu hohen Türschwellen gestellt. Im Test überwand der Roboter nämlich 4,5 Zentimeter regelmäßig und meist auch die angegebenen 5.

Das kann nicht nur bei Türschwellen helfen, sondern bisweilen auch in anderen Situationen. Bei bestimmten Stuhlformen (etwa bei Schwingstühlen) fuhr sich der V70 im Test gern fast fest, bevor er mit beherztem Anheben des Chassis einen Ausweg fand.

Saugleistung und Wischfunktion

Die maximale Saugkraft liegt laut Hersteller bei 40.000 Pa. Das sind zwar theoretische Laborangaben und sagen wenig über die reale Reinigungsleistung aus. Der V70 zeigte sich hierbei aber auch im Alltag vorbildlich. Auf Hartboden werden feiner Schmutz, Haare und gröbere Partikel vollständig aufgenommen, auch aus Ecken und an Rändern. Auf Kurzflorteppich schneidet er ebenfalls stark ab. Auf sehr hartem, florlosem Teppich wie auch auf Hochflor fällt das Ergebnis zwar etwas schwächer aus, bleibt aber auf hohem Niveau. Die TurboWave-DuoBrush genannte Doppel-Hauptbürste reduziert Haarverwicklungen zudem effektiv, Tierhaare wurden zuverlässig ganz ohne Zutun des Testers abgesaugt.

Beim Wischen verwendet der Roboter zwei rotierende Wischpads, die zum Befahren von Teppich um 10,5 cm angehoben werden können. Diese Wischtechnik ist zwar weniger effektiv als eine Wischrolle, bei normalem Verschmutzungsgrad reicht sie aber trotzdem nach wie vor aus. Die Drehzahl liegt bei 300 Umdrehungen pro Minute, der Anpressdruck wird mit 15 Newton angegeben. Eingetrocknete Flecken löst der Roboter für diese Wischtechnik gut, wie bei größeren Mengen oder Flüssigkeitslachen ist aber auch hier eine Wischrolle im Vorteil. Besonders an Kanten zeigte der Roboter ein starkes Ergebnis.

Etwas Luft nach oben per Firmware-Update gibt es aber noch: Der Roboter fährt den langen Wischarm unter manchen Möbelsockeln noch zu vorsichtig aus, weshalb er trotz technischer Möglichkeit bisweilen doch nicht ganz bis an den Rand unter dem Überhang kommt. Die Station reinigt die Mopps automatisch, das klappte im Test wie auch die Trocknung hervorragend. Die Waschplatte in der Station reinigt sich zudem zwar nicht perfekt, aber doch deutlich besser als bei manchem Konkurrenten.

Akku

Der Akku hat eine Kapazität von 6.400 mAh. Mova nennt eine schnellere Ladung im Vergleich zu früheren Schnellladefunktionen der 50er- und 60er-Serie. Nach unter 2,5 Stunden ist der Akku wieder voll. Die Laufzeit des V70 liegt im Saug- und Wischmodus auf Standardstufe mit Teppich-Boost bei rund 2 Stunden. Danach würde er zum Nachladen zur Station zurückkehren und anschließend die Arbeit fortsetzen. In einem Durchgang kommt der Roboter gut auf rund 140 m² und eignet sich so auch für größere Haushalte.

Preis

Die UVP für den Mova V70 Ultra Complete liegt in Deutschland bei 1.399 Euro. Aktuell ist der Roboter für 1384 Euro bei Marktkauf erhältlich, da es mit dem Gutscheincode M-SOMMER-15 zusätzlich 15 Euro Rabatt gibt.

Fazit

Der Mova V70 Ultra Complete ist ein technisch sehr starker Saugroboter mit guter, wenn auch nicht perfekter Wischfunktion. Seine größte Stärke ist nicht nur die hohe Saugkraft, sondern die dazugewonnene Reichweite von Seitenbürste und Wischmopp. 12 und 16 cm für ausfahrbare Seitenbürste und Mopp sind ein sinnvoller Schritt nach vorn und verhelfen dem Roboter dazu, Bereiche zu reinigen, die viele andere Roboter nur teilweise oder gar nicht erreichen. Dazu kommen sehr gute Navigation, starke Hindernisvermeidung und auffallend hohe Schwellenüberwindung.

Auch die Wischleistung überzeugt. Die rotierenden Mopps sind zwar in puncto Wischleistung heute nicht mehr State of the Art, der hohe Anpressdruck und die automatische Moppwäsche liefern aber zusammen mit hohen Ausfahrreichweite richtig gute Ergebnisse ab. Zusammen mit der tollen Station mit praktischer beutelloser Absaugung ist dann leider auch ein nachvollziehbar hoher Preis von 1300 Euro einher.

Test: Roborock Qrevo Curv 2 Flow – Saugroboter mit kurioser Station & Wischwalze

Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow ist der erste Saugroboter des Herstellers mit einer Wischwalze statt klassischer Wischmopps.

VORTEILE

  • starke Reinigungsleistung mit Wischwalze
  • angenehme Lautstärke bei Reinigung
  • gute App
  • lange Akkulaufzeit
  • fairer Preis

NACHTEILE

  • Stationsreinigung nur mit 75 °C statt 100 °C
  • polarisierendes Stationsdesign, Deckelverarbeitung mit Schwächen

Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow ist der erste Saugroboter des Herstellers mit einer Wischwalze statt klassischer Wischmopps.

Roborock strukturiert sein Sortiment klar: Die Saros-Reihe bildet die absolute Spitze, die Qrevo-Modelle markieren den Einstieg in die Oberklasse. Der Hersteller setzt dabei zum Teil auf experimentelle Ansätze. Genau so einer steckt im Qrevo Curv 2 Flow: eine Wischwalze statt klassischer Wischmopps. Die soll während der Fahrt permanent abgestreift und mit Frischwasser beträufelt werden, sodass sie stets sauber und feucht bleibt. Der Roboter muss dadurch seltener zur Station zurückkehren. Gleichzeitig soll die Walze verhindern, dass grobe Verschmutzungen auf dem Boden verschmiert werden – ein typisches Problem herkömmlicher Roboter, die auf Mopps setzen.

Den Curv 2 gibt es in mehreren Varianten: als CurvX, 2 Pro und Curv 5A1. Die Wischwalze bleibt dabei dem Flow vorbehalten. Das Stationsdesign teilen sich alle Modelle. Preislich steigt der Qrevo Curv 2 Flow mit 599 Euro ein – deutlich günstiger als der Vorgänger, der seinerzeit über 1000 Euro kostete, und weit unter dem Saros 20 für fast 1100 Euro. Was der Roborock Qrevo Curv 2 Flow im Alltag leistet, zeigt unser Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Roborock Qrevo Curv 2 Flow?

Der Roboter selbst misst 353 mm im Durchmesser bei einer Höhe von 119 mm und ist in Weiß gehalten. An der Unterseite sitzen zwei gegenläufig rotierende Seitenbürsten mit Anti-Tangle-Funktion sowie die Duo-Divide-Hauptbürste. Die ausfahrbare Spira-Flow-Wischwalze ersetzt die bei anderen Modellen üblichen Wischmopps.

Die Station fällt sofort ins Auge. Roborock setzt erneut auf das kubische Design mit stark abgerundeten Kanten, das schon beim Vorgänger polarisierte. Manche Kollegen in der Redaktion bezeichnen sie als hässliche Tonne, andere finden das Design zumindest ungewöhnlich. Ästhetik ist immer individuell – in jedem Fall kein gewöhnlicher Anblick. Die Station misst 450 × 450 × 450 mm und beherbergt unter dem Deckel den Frischwassertank (4 Liter), den Schmutzwassertank (3 Liter) sowie den Staubbeutel (2,5 Liter) mit einer kleinen Abdeckhaube.

Die Verarbeitungsqualität geht in Ordnung, liegt aber unter dem Niveau des teureren Saros 20. Der Deckel oben an der Station lässt sich bei etwas Gegendruck leicht verwinden und senkt sich nicht sanft, sondern klatscht etwas unsanft nach unten. Das hätte man eleganter lösen können, ist aber nicht weiter tragisch – das Produkt fällt nicht auseinander. Es sind Kleinigkeiten, die im Alltag kaum stören.

Einrichtung: Wie schnell ist der Roborock Qrevo Curv 2 Flow betriebsbereit?

Die Einrichtung folgt dem üblichen Schema für Saugroboter. Zunächst meldet man sich in der Roborock-App an und scannt den QR-Code am Roboter. Danach gewährt man der App die benötigten Berechtigungen für Standort und Umgebungssuche und versetzt den Roboter durch gleichzeitiges Drücken der Home- und Power-Taste in den Pairing-Modus. Anschließend richtet man das WLAN ein – unterstützt wird ausschließlich das 2,4-GHz-Band.

Direkt nach der Einrichtung steht ein größeres Softwareupdate an, das etwa zehn Minuten dauert. Danach startet die Kartierung der Wohnung, die je nach Größe 15 bis 20 Minuten in Anspruch nimmt. Die erstellte Karte fällt dabei etwas ausgefranster aus als etwa beim Saros 20 – die Kanten wirken nicht ganz so klar gezogen, sondern leicht huckelig. Auf die Reinigungsleistung hat das keine Auswirkung, die Räume werden dennoch klar voneinander abgetrennt.

Die Roborock-App gehört zu den ausgewogensten am Markt. Sie ist intuitiv aufgebaut, bietet viele Funktionen und arbeitet zuverlässig ohne Fehler oder Grafik-Glitches. Reinigungszonen, Sperrzonen, Zeitpläne und Reinigungsintensitäten lassen sich komfortabel einstellen. Der Roboter unterstützt zudem Matter, Amazon Alexa, Apple Siri und Google Assistant.

Eine Offline-Karte lässt sich aktivieren, allerdings funktionieren viele Einstellungen, Benachrichtigungen und die Videofunktion – bei der man sich auf die Kamera des Roboters schalten und ihn fernsteuern kann – nur mit Internetverbindung. Für Datenschutz-bewusste Nutzer lässt sich die reaktive KI-Hinderniserkennung deaktivieren. Roborock wirbt zudem mit einer TÜV-Zertifizierung der Software (basierend auf dem Standard ETSI EN 303 645). Generell gilt aber für alle Cloud-abhängigen Produkte, dass diese immer ein Risiko für Schwachstellen und Ausnutzung durch Kriminelle haben, solange sie im Internet hängen und auf das Wohlwollen des Herstellers angewiesen sind, wie lange die Dienste funktionieren.

Die Sprachausgabe des Roboters ist angenehm zurückhaltend. Sie stört nicht mit zu vielen Bemerkungen und hält sich kurz – definitiv eine der angenehmeren unter den Saugrobotern.

Navigation: Wie gut erkennt der Roborock Qrevo Curv 2 Flow Hindernisse?

Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow navigiert per LiDAR-Laser und Kamera mit KI-gestützter Hinderniserkennung. Absturzsensoren und Wandlaufsensoren ergänzen die Navigation. Teppiche erkennt der Roboter automatisch und hebt die Wischwalze um bis zu 15 mm an.

Im Test schlägt sich der Curv 2 Flow grundsätzlich gut und schreckt auch vor kniffligen Situationen nicht zurück. Mehrere Stuhlbeine, die unter dem Küchentisch eng beieinander stehen, meistert er problemlos – er fährt hinein und findet den Weg selbst wieder zurück. Rabiat wird er dabei nicht, Hindernisse hat er im Test nicht zusammengefahren.

Die Empfindlichkeit der Hinderniserkennung lässt sich in der App individuell anpassen. Bei der Standard-Einstellung hat sich der Roboter an besonders engen Stellen teilweise nicht getraut und den Reinigungsvorgang vorzeitig beendet. Wer das nicht möchte, dreht die Empfindlichkeit etwas herunter – dann fährt der Curv 2 Flow auch engere Passagen ab.

Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Roborock Qrevo Curv 2 Flow?

Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow saugt mit bis zu 20.000 Pa Saugleistung. Im Roboter sitzen ein 324-ml-Staubbehälter sowie je 100 ml Frisch- und Schmutzwasser. Die Duo-Divide-Hauptbürste mit Anti-Tangle-Funktion soll verhindern, dass sich Haare um die Bürste wickeln. Zwei gegenläufig rotierende Seitenbürsten befördern Schmutz zur Absaugöffnung in der Mitte des Roboters.

Auf Hartboden überzeugt der Curv 2 Flow. Grobe Partikel nimmt er zuverlässig auf, feiner Staub wird dank der Wischwalze ebenfalls schnell und restlos beseitigt. Die beiden Seitenbürsten arbeiten dabei effektiver als die Einzelbürste des teureren Saros 20, da sie Partikel gegenläufig zur Mitte hin kehren. Allerdings rotieren sie zum Teil zu schnell und schleudern – wie quasi alle Saugroboter – einzelne Partikel durch den Raum.

Auf Teppich entfernt der Roboter grobe Partikel wie Vogelfutter nahezu vollständig. Bei feinem Staub, simuliert durch Mehl, schafft er allerdings nur etwa 75 Prozent. Auf unseren Teppich kommt er dabei nicht ganz so mühelos wie der Saros 20. Zwar kann auch der Qrevo Curv 2 Flow sein Chassis aufkippen und Schwellen bis 2 cm überwinden, im Test faltet er den Teppich aber dennoch teils auf.

Die Spira-Flow-Wischwalze ist das zentrale Feature des Flow-Modells. Sie rotiert mit 220 Umdrehungen pro Minute und drückt mit 15 Newton auf den Boden. Acht präzise Düsen – sogenannte Hydratationspunkte – versorgen die Walze gleichmäßig mit Frischwasser. Ein integrierter Abstreifer entfernt dabei laufend überschüssige Feuchtigkeit und leitet das Schmutzwasser direkt in den 100-ml-Schmutzwassertank im Roboter. Dieser Prozess findet permanent während der Fahrt statt, nicht erst in der Station. So bleibt die Walze stets optimal feucht, ohne zu tropfen, und die Reinigungsleistung konstant hoch. Herkömmliche Mopps neigen bei zunehmender Sättigung mit Schmutz dazu, gröbere Verschmutzungen eher zu verschmieren als zu entfernen – die Wischwalze schafft das deutlich besser.

Allerdings bringen Wischwalzen auch einen erhöhten Wartungsaufwand mit sich, da mehr Teile zur vollständigen Reinigung des Roboters ausgebaut werden müssen. Den Schmutzwassertank an der Rückseite des Roboters sollte man mindestens wöchentlich von hängengebliebenen Partikeln und Schmutz befreien – er lässt sich einfach entnehmen. Gleiches gilt für die Walze und den Abstreifer: Beide sollte man regelmäßig von Rückständen wie Staub befreien. Bei Roborock lassen sich diese Teile recht angenehm erreichen.

Für Parkettböden kann die Wischwalze allerdings die falsche Wahl sein: Mopps arbeiten hier schonender und verteilen weniger Wasser auf den Boden. Eine Walze kann bei zu viel nachgeträufeltem Wasser das Parkett auf Dauer zum Aufquellen bringen.

Der Roboter wischt mit Frischwasser ohne spezifische Heißwassertemperatur während der Bodenreinigung. In der Station wird die Wischwalze mit bis zu 75 °C heißem Wasser gewaschen und mit bis zu 55 °C warmer Luft getrocknet. Das reicht für den Alltag, gehört aber nicht zu den Spitzenwerten – der Saros 20 arbeitet hier mit 100 Grad. Die Station saugt den Staubbehälter automatisch in den 2,5-Liter-Staubbeutel ab.

Die Lautstärke hält sich im normalen Modus mit 56 dB(A) in Grenzen. Unter Maximalstufe steigt sie auf etwa 65 dB(A).

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Roborock Qrevo Curv 2 Flow?

Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow wird von einem 14,4-V-Akku mit 5,2 Ah (Li-Ionen) angetrieben. Roborock gibt eine Betriebsdauer von bis zu 242 Minuten an, die wir im Test bestätigen können. Das ist ein starker Wert, der auch größere Wohnungen in einem Durchgang abdecken sollte. Die vollständige Ladung dauert etwa drei Stunden.

Preis: Was kostet der Roborock Qrevo Curv 2 Flow?

Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow startet mit einer UVP von 899 Euro. Aktuell kostet er bei Amazon nur noch 599 Euro.

Fazit

Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow ist ein rundum zufriedenstellender Oberklasse-Saugroboter, der mit seiner Spira-Flow-Wischwalze einen spürbaren Vorteil gegenüber klassischen Wischmopps bietet. Acht Düsen versorgen die Walze gleichmäßig mit Wasser, der Abstreifer hält sie sauber – und das alles permanent während der Fahrt. Grobe Verschmutzungen werden nicht verschmiert, sondern tatsächlich aufgenommen.

Die Reinigungsleistung auf Hartboden überzeugt, auf Teppich gibt es bei feinem Staub leichte Abstriche. Die zwei gegenläufigen Seitenbürsten arbeiten gründlich, schleudern aber vereinzelt Partikel weg. Die Station erledigt Reinigung, Trocknung und Absaugung zuverlässig, erreicht bei der Wassertemperatur aber nicht die Spitzenwerte des teureren Saros 20. Die App gehört zu den besten am Markt.

Der erhöhte Wartungsaufwand durch Walze, Abstreifer und Schmutzwassertank ist der Preis für das moderne Wischkonzept. Das Stationsdesign ist sicherlich Geschmackssache. Die Verarbeitung am Deckel zeigt kleine Schwächen. Für 599 Euro bekommt man aber einen mehr als soliden Allrounder.

Saugroboter Mova Z60 Ultra Roller im Test: Der walzt alles weg

Der Mova Z60 Ultra Roller bietet eine Wischwalze mit Selbstreinigung, Doppelbürste gegen Haare, starke Hindernisüberwindung und eine große All-in-One-Station.

VORTEILE

  • hervorragende Wischleistung dank selbstreinigender Walze
  • insgesamt gute Navigation und zuverlässige Hindernisvermeidung
  • Doppelbürste mit geringer Haarverwicklung
  • praktische Station mit warmer Reinigung und Trocknung
  • umfangreiche App-Funktionen

NACHTEILE

  • hoher Preis
  • Station benötigt viel Platz
  • Bauhöhe trotz Einziehturm nicht gering
  • Teppichleistung „nur“ solide

Der Mova Z60 Ultra Roller bietet eine Wischwalze mit Selbstreinigung, Doppelbürste gegen Haare, starke Hindernisüberwindung und eine große All-in-One-Station.

Der Mova Z60 Ultra Roller will Oberklasse-Funktionen in einem Gerät bündeln. Dabei weist das Modell der Dreame-Tochter deutliche Parallelen zum Dreame Aqua10 Ultra Roller auf, ist aber etwas günstiger. Beide Modelle kombinieren eine Wischwalze mit kontinuierlicher Reinigung, einen ausfahrbaren Lidar-Turm, Doppel-Hauptbürste gegen Haarverwicklungen und eine Station mit heißem Wasser und Warmlufttrocknung. Zudem überklettern beide Modelle Hürden von bis zu 8 cm – rekordverdächtig! Sind wirklich beide Modelle gleich? Wir verraten es im Test.

Design und Verarbeitung

Das runde Gehäuse des Mova Z60 Ultra Roller misst etwa 35 cm im Durchmesser und bietet damit typische Saugroboter-Größe. Die Höhe von 9,6 cm gilt nur, wenn der Lidar-Turm eingefahren ist – das macht der Sauger automatisch, wenn Kollision mit zu niedrigen Möbeln droht. Ist der Turm ausgefahren, kratzt der Sauger an der 12-cm-Marke. Damit ist der Z60 nicht superflach, kommt aber noch unter viele Möbel. Das Gewicht ist hoch, was bei der Wischleistung helfen kann: Fast 6 kg wiegt das Gerät und kann so zumindest in der Theorie viel Anpressdruck auf seine Wischwalze bringen. Die verwendet er statt der beiden bislang verbreiteten Wischpads, die ihre Reinigungswirkung durch horizontale Drehung entfalten.

Die breite Wischrolle wird während der Reinigung kontinuierlich mit frischem Wasser benetzt. Das Schmutzwasser wird von einer Kunststofflippe abgestreift und in einem separaten Tank gesammelt. Damit arbeitet er wie die praktischen Saugwischer (Bestenliste) oder Konkurrent Ecovacs Deebot X8 Pro Omni (Testbericht). Zum Schutz von Teppich hebt er die Rolle nicht nur an, sondern bedeckt sie dann zudem mit einer Kunststoffblende. Für bessere Randreinigung fährt der Z60 Rolle und Seitenbürste einige Zentimeter zum Rand hin aus. Wie die Wischwalze kann auch die Seitenbürste angehoben werden. Gleiches gilt für die doppelte Hauptbürste, die gegen Haarverwicklungen nur an einer Seite befestigt ist. Schräg vor der Hauptbürste sitzt vorne links ein Gummiabstreifer in einem Winkel von etwa 45 Grad zur Fahrtrichtung, der Schmutz direkt zur Hauptbürste transportieren soll.

Unter der magnetischen oberen Abdeckung sitzen der 210 ml kleine Staubbehälter, außerdem findet man hier den QR-Code, um den Sauger mit der App zu verbinden. Der einziehbare Laserturm wird stylisch von einem RGB-Leuchtring eingefasst, der gleichzeitig als Status-LED dient und neben blau auch rot und grün leuchten kann. Im vorderen Bumper sind dToF-Laser (direct Time of Flight), Dualkamera und eine LED installiert, damit sich der Sauger auch in Dunkelheit und bei eingezogenem Lidar-Turm orientieren und Hindernisse erkennen kann.

Die Reinigungsstation fällt recht breit, aber vergleichsweise niedrig aus und wirkt mit ihren Rundungen ziemlich wuchtig. Sie beherbergt Absaugung mit 3,2 Liter fassendem Staubbeutel, den zweigeteilten Zusatztank für unterschiedliche Reinigungsmittel und Frisch- (4 Liter) sowie Schmutzwassertanks (3,5 Liter). Die Reinigung der Wischrolle erfolgt mit bis zu 80 Grad heißem Wasser (bei Dreame sind es bis zu 100 Grad) und getrocknet wird mit heißer Luft. Zudem gibt es eine UV-Sterilisation für die Wischwalze. Mit seinem glänzenden schwarzen Kunststoff gefällt uns der Mova Z60 Roller Ultra trotz einer (zumindest optisch) Metallkante an der abnehmbaren Front nicht so gut wie etwa ein Roborock Saros 10R (Testbericht) mit hochwertiger Glasfront. Den schicken Metallic-Effekt, bei dem im schwarzen Kunststoff feine Silber-Partikel zu sein scheinen, sieht man leider nur aus nächster Nähe.

Inbetriebnahme und App

Die Einrichtung folgt dem üblichen QR-Code-Prozess, den andere Hersteller auch verwenden. Ohnehin ist die Ähnlichkeit zwischen Dreame- und Mova-Home-App frappierend – hier kann Mova die Nähe zur Konzernmutter Dreame nicht verbergen. Nach dem Einrichten startet eine zügige Erstkartierung mit Raumzuweisung, anschließend will der Z60 Roller Ultra wie auch die neuen Dreame-Modelle eine Intensivreinigung durchführen. Dabei wird die komplette Fläche erst einmal gesaugt und anschließend gewischt. Was bei Modellen, die die Wischmopps zum ausschließlichen Saugen in der Station zurücklassen können, nachvollziehbar ist, könnte sich Mova hingegen eigentlich sparen. Denn die Rolle ist immer mit dabei und beim ausschließlichen Saugen stets angehoben. Außerdem wird sie von der bereits erwähnten Kunststoffblende im Zweifel bei Nichtgebrauch verdeckt.

Die Mova-App hat alles, was auch die Dreame-App anzubieten hat – und das ist enorm viel. Dazu gehören Raum- und Zonenreinigung, Sperrzonen, Reinigungspläne und -abläufe, individuelle Profile für Saugleistung und Wasserabgabe sowie Einstellungen rund um den Walzendruck und die Station. Auch auf die KI-Hinderniserkennung sowie auf die Kamera kann live oder nachträglich in Form von Schnappschüssen von Hindernissen oder Haustieren zugegriffen werden. Außerdem gibt es Optionen für Warmwasser-Selbstreinigung der Wischrolle, einstellbare Temperaturstufen und vieles mehr – kurz: Zusammen mit Roborock bietet Dreame (und damit auch Mova) die umfangreichste App am Markt und es gibt fast nichts, was es nicht gibt. Mit einer Ausnahme: Während Dreame für die Kamerafunktionen auf eine TÜV-Süd-Zertifizierung zur Datensicherheit verweist, gibt es eine solche bei Mova nicht.

Navigation und Hindernisvermeidung

Der Z60 Roller Ultra von Mova kombiniert dToF-Laser zur Distanzmessung mit Kamera-Hinderniserkennung. Bei zu wenig Licht unterstützt eine helle LED an der Front. Im Test erreichte der Sauger damit sehr genaue Kartierung und ordentliche Objekterkennung und -vermeidung. Selbst bei Kleinteilen wie Kabeln und größeren Würfeln gab es nur vereinzelte Ausrutscher, noch größere Hindernisse werden normalerweise problemlos erkannt und je nach Einstellung weiträumig oder auch näher umfahren. Zu 100 Prozent verlässlich ist aber auch der Z60 dabei nicht, weshalb wir Haustierbesitzern empfehlen, den Sauger nur bei Anwesenheit arbeiten zu lassen. Da der Roboter dabei durchschnittlich laut ist, sollte das kein Problem darstellen.

Ein Highlight ist die Kletterfähigkeit, die seit diesem Jahr Roborock und (noch mehr) Dreame-Saugroboter an den Tag legen. Da ist es kein Wunder, dass auch der eng verwandte Mova Z60 Roller Ultra mit gleicher Kletterhöhe von bis zu 8 cm wie Dreame-Modelle protzt – zumindest bei der Herstellerangabe. Tatsächlich bezieht sich das auf mehrstufige Übergänge, einzeln übersteigt er „nur“ rund 5 cm an Einzelschwellen, was er in unserem Test mit 90-Grad-Kanten eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Auch die generelle Navigation hat das Mova-Modell offensichtlich von Dreame übernommen – inklusive des etwas verwirrten Eindrucks, den der Sauger bisweilen hinterlässt. Dann dreht er sich einmal zu oft, setzt hin und wieder zurück und wirkt dann einfach nicht so souverän wie etwa Roborock-Modelle. Schlimm ist das nicht, unterm Strich ist die Navigation sehr gut. Der Z60 Ultra Roller verfranzt sich nicht, fährt sich normalerweise nicht fest und wagt sich beim Reinigen auch in enge Passagen. Er verliert dabei einfach etwas mehr Zeit, als eigentlich nötig wäre.

Saugleistung und Wischfunktion

Die Saugleistung gibt Mova mit 28.000 Pa an – hier gewinnt das direkte Pendant von Dreame mit 30.000 Pa zumindest auf dem Papier. Entscheidend ist aber die Umsetzung, und die ist gut. Das nur an einer Seite montierte Doppelbürsten-Setup sorgt dafür, dass Haare zum offenen Ende hin wieder abgewickelt und aufgesaugt werden, das hat im Test hervorragend geklappt. Auf Hartböden erreicht der Z60 Ultra Roller damit sehr hervorragende Reinigungsleistung und bleibt auf Teppich immer noch gut. Hier können allerdings festgetretene Haare bisweilen liegenbleiben. Grund könnten die zu weichen Borstenreihen der beiden Bürsten sein, die abwechselnd mit Gummilippen installiert sind.

Die größte Stärke des Mova Z60 Ultra Roller ist die Walzen-Wischfunktion. Die Rolle wird während der Fahrt mit Frischwasser besprüht und über einen Abstreifer permanent von Schmutzwasser befreit, das in den hinten installierten Abwassertank wandert. Im Test führte das zu sehr guter Flächenleistung und kaum Schlieren, selbst bei optisch sehr präsenten Flecken wie Kaffee oder Ketchup. Die Kombination aus konstantem Wassernachschub, Walzendruck und unmittelbarer Schmutzwasserabführung leistet hier ganze Arbeit. Dadurch verteilt der Z60 Schmutz weniger als Pad-Systeme, die Verunreinigungen nur so lange aufnehmen können, bis die Pads gesättigt sind. Für empfindliche Böden lässt sich die Wasserabgabe in Stufen sehr genau dosieren.

Als Teppichschutz hebt der Roboter die Wischrolle nicht nur an, sondern er schiebt zusätzlich eine Art Schutzschild vor, um Feuchtigkeit vom Flor fernzuhalten. In den Praxistests funktionierte das Konzept nahezu perfekt, Restfeuchte auf Teppich war die Ausnahme. Randreinigung absolviert der Z60 grundsätzlich ebenfalls sehr gut, allerdings braucht er immer einige Zentimeter Strecke, bis er auch wirklich ganz nah an der Wand entlangfährt.

Akku

Der Akku ist mit 6,4 Ah angegeben. Die Laufzeit liegt laut Datenblatt bei bis zu 2,5 Stunden, die Ladedauer bei etwa 4,5 Stunden. In der Praxis hängt die Ausdauer stark von Modus, Saugstufe, Wasserabgabe und Anzahl der Zwischenreinigungen der Walze in der Station ab. Im Test zeigte der Z60 in Standard-Profilen zwar eine robuste Flächenleistung pro Ladung, mit der er gut 100 m² am Stück schaffte, die Herstellerangabe erreichte er aber wie fast immer nicht.

Preis

Die UVP für Deutschland liegt bei 1399 Euro. Am günstigsten ist er in der Complete-Edition für aktuell 729 Euro. Bei Amazon kostet er 735 Euro. Zuletzt war er im Dezember 2025 zum Bestpreis für 799 Euro zu haben. Teil der Complete-Edition sind Verbrauchsmaterialien wie Wischrollen, Hauptbürste, Seitenbürsten, Staubbeutel und Reinigungsmittel für ein Jahr. Zuletzt kostete er noch deutlich über 1000 Euro.

Fazit

Der Mova Z60 Ultra Roller ist ein technisch starker Allrounder mit Highlight bei der Wischleistung. Die Kombination aus Doppelbürste und Walzenwischer sorgt in der Praxis nicht nur für perfekten Umgang mit Haaren, sondern saugt auch hervorragend – auch wenn auf Teppich noch minimal Luft nach oben ist. Die Wischrolle sorgt für perfekte Sauberkeit ohne Halo-Schlieren und reicht fast an die Wand – besser geht es derzeit nicht. Hinzu kommen eine sehr gute Objektvermeidung und tolle App, die der von Dreame in nichts nachsteht – Kunststück bei der Ähnlichkeit. Die breite Station nimmt dem Nutzer außerdem alle Arbeit nach der eigentlichen Reinigung ab – top.

Es gibt aber auch Punkte, die man vor dem Kauf beachten sollte. So ist die Bauhöhe selbst mit eingefahrenem Laser-Turm nicht rekordverdächtig, und die Station ist breit und wuchtig. Auf Teppich arbeitet der Z60 ordentlich, aber nicht perfekt und bei zunehmend höherem Flor sind Konkurrenten wie ein Roborock Saros 10R (Testbericht) besser. Und dann ist da natürlich der Preis. Für unter 800 Euro ist der Mova Z60 Ultra inzwischen deutlich günstiger geworden. Das Geschwistermodell von Dreame kostet dagegen aktuell etwas mehr. Welcher von beiden tatsächlich besser ist, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nur schwer entscheiden.

Roborock Saros Z70 im Test: Saugroboter mit Greifarm erklimmt Teppiche am besten

Der Roborock Saros Z70 ist der erste Saugroboter mit integriertem Greifarm. Ob diese Besonderheit den Preis von 1200 Euro rechtfertigt, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • hervorragende Saugleistung von 22.000 Pa
  • sehr leise trotz hoher Leistung (52 bis 59 dB)
  • kompakte Bauweise trotz komplexer Technik

NACHTEILE

  • Greifarm mehr Spielerei als echter Mehrwert

Der Roborock Saros Z70 ist der erste Saugroboter mit integriertem Greifarm. Ob diese Besonderheit den Preis von 1200 Euro rechtfertigt, zeigt unser Test.

Der Roborock Saros Z70 will die Saugroboter-Welt revolutionieren. Als Erster seiner Art besitzt er einen ausfahrbaren Greifarm, der herumliegende Gegenstände aufräumen soll. Mit einem Preis von aktuell 898 Euro (bei eBay) spielt das Gerät in der Oberklasse mit.

Dafür bietet der Hersteller aber auch beeindruckende Technik: 22.000 Pa Saugleistung, drei Kameras zur Objekterkennung und eine umfangreiche Reinigungsstation mit Heißwasser-Moppwäsche. Der Omni-Grip-Arm kann Objekte bis 300 Gramm greifen und wegräumen. Dabei lernt der Roboter bis zu 50 neue Objekte, zusätzlich zu den 108 vorprogrammierten.

Die Frage ist: Rechtfertigt diese Innovation den Premium-Preis, oder handelt es sich nur um eine nette Spielerei? Die Antwort liefert dieser Testbericht.

Update (19. Juni 2026): Seit dem Testzeitpunkt ist der Saros Z70 von ursprünglich über 1700 Euro auf aktuell 898 Euro (bei eBay) gesunken, was ihn deutlich attraktiver macht.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Roborock Saros Z70?

Der Saros Z70 beeindruckt mit kompakter Bauweise trotz integriertem Greifarm. Mit nur 7,98 cm Höhe bleibt er erstaunlich flach. Das hohe Gewicht vermittelt einen hochwertigen Eindruck. Die schwarz-silberne Farbgebung wirkt futuristisch, die Klarglas-Vorderseite zieht allerdings Fingerabdrücke magisch an. Roborock hat das Innenleben komplett neu entwickelt und die Komponenten extrem platzsparend angeordnet. Der faltbare Arm verschwindet nahezu unsichtbar im Gehäuse unter einem aufklappbaren Deckel. Die Verarbeitung ist tadellos, alle Teile sitzen fest und nichts klappert.

Die Station wirkt mit ihren Abmessungen von 381 × 488 × 475 mm wuchtig, bietet dafür aber auch umfangreiche Funktionen. Sie beherbergt einen Behälter für 4 Liter Frischwasser und einen für 3 Liter Schmutzwasser. Ein zusätzlicher Behälter für Reinigungsflüssigkeit ist neben dem 2,5-Liter-Schmutzbehälter hinter einer magnetischen Klappe integriert.

Einrichtung: Wie schnell ist der Roborock Saros Z70 betriebsbereit?

Die Einrichtung gelingt dank bebilderter Anleitung problemlos und beginnt mit dem Auspacken und Aufstellen der Station. Diese sollte auf ebenem Untergrund mit mindestens 50 cm Freiraum vorn und 30 cm seitlich stehen. Nach dem Anschluss ans Stromnetz folgt das Befüllen des Frischwassertanks und das Einsetzen des Staubbeutels. Der Roboter wird auf die Ladestation gesetzt und lädt erstmals auf.

Parallel lädt man die Roborock-App herunter und erstellt ein Konto. Nach dem Start der App tippt man auf das Plus-Symbol und wählt „Saros Z70“ aus der Geräteliste. Die App zeigt nun eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Zunächst muss der Roboter eingeschaltet und die WLAN-Taste 3 Sekunden gedrückt werden, bis ein Signalton ertönt.

Die WLAN-Verbindung erfolgt nur über 2,4 GHz – bei Dual-Band-Routern muss man aufpassen. Die App sucht automatisch nach dem Roboter-Hotspot. Nach der Verbindung gibt man seine WLAN-Zugangsdaten ein. Der Roboter verbindet sich mit dem Heimnetzwerk, was einige Sekunden dauert.

Die Roborock-App führt Schritt für Schritt durch den Prozess. Die App gilt als eine der besten am Markt, wirkt anfangs aber komplex. Viele Untermenüs und teilweise kryptische Optionen können zunächst überfordern. Nach Einarbeitung entpuppt sie sich als mächtiges Werkzeug.

Besonders unterhaltsam: Die Stimmauswahl bietet neben klassischen Ansagen auch „Rocktimus Prime“ – eine Transformers-Parodie. Der Roboter spricht dann von „Waffensystemen reinigen“ und begibt sich auf „Missionen“. Das Motto „Kein Staub bleibt!“ sorgt für Abwechslung. Nach getaner Arbeit heißt es „wir treffen uns an der Basis, wo die Einsatzspuren“ beseitigt werden.

Der Greifarm muss per Tastenkombination in der App aktiviert werden – eine Sicherheitsmaßnahme gegen versehentliche Aktivierung. Die Objekterkennung zeigt erkannte Gegenstände in Echtzeit auf der Karte an, auf Wunsch auch mit Beweisfoto. Per Fingertipp lassen sich Objekte zum Aufräumen markieren oder ignorieren.

Die Live-Videostream-Funktion ermöglicht Überwachung aus der Ferne – oder das Erschrecken von Familienmitgliedern oder Haustieren. Neben den klassischen Smart-Home-Integrationen für Google Home, Alexa oder Homekit kann man den Roboter auch per Matter einfügen. Zur Sprachsteuerung kann man zudem auf den integrierten Assistenten Rocky zurückgreifen, der sich durch „Hello Rocky“ aufwecken lässt.

Navigation: Wie gut erkennt der Roborock Saros Z70 Hindernisse?

Mit drei Kameras und 3D-ToF-Navigation meistert der Z70 die meisten Situationen souverän. Die obere Kamera im Deckel erfasst die Umgebung, die Frontkamera erkennt Hindernisse, die Greifarm-Kamera prüft gefasste Objekte. Diese Kombination ermöglicht präzise 3D-Kartierung und Objekterkennung. Der Roboter erstellt detaillierte Karten mit Möbelpositionen und merkt sich dauerhafte Hindernisse.

Besonders beeindruckend ist das Klettern auf Hochflor-Teppiche: Der Roboter fährt zunächst vor, erkennt den Teppich, setzt kurz zurück, zieht Seitenbürsten und Wischmopps ein, kippt leicht nach hinten und „springt“ mit Schwung auf die Fläche. So verhindert er ein Verrutschen oder die Bildung von Falten. Die Hinderniserkennung funktioniert bei Schuhen zuverlässig, Socken und Taschentücher werden jedoch häufig übersehen. Der Arm lässt sich per App fernsteuern – praktisch für kleine Späße im Büro. Schwellen zwischen 2 und 4 cm kann er problemlos überwinden.

In engen Passagen zeigt sich der Roboter optimistisch und stößt dabei gelegentlich mit dem Stoßsensor an. Mit ausgefahrenen Wischmopps verschiebt er beim Drehen manchmal Stühle. Trotz hochwertiger Sensorik und 3D-Kartierung kommt es immer wieder zu Navigationsfehlern – etwa, wenn der Roboter versehentlich andere Bereiche reinigt als vorgegeben.

Die Hinderniserkennung funktioniert bei großen Objekten zuverlässig. Schuhe werden sicher erkannt und können per Greifarm weggeräumt werden. Bei kleineren Gegenständen zeigen sich Schwächen: Socken überfährt er häufig, Taschentücher erkennt er trotz Versprechungen nicht zuverlässig. Die 108 vorprogrammierten Objekte umfassen Möbel, Kabel, Spielzeug und Haustiere. Per Foto-Funktion lassen sich 50 weitere Objekte anlernen – in der Praxis klappt das mit gemischtem Erfolg.

Der Arm ist per App fernsteuerbar, was für unterhaltsame Momente sorgt. Die Reichweite und Beweglichkeit reichen aus, um Schuhe in Ecken zu greifen. Bei verwinkelten Positionen stößt er an Grenzen. Bleibt der Arm hängen, hilft nur manuelles Zurücksetzen per Tastenkombination.

Bei Engstellen agiert der Z70 selbstbewusst – manchmal zu selbstbewusst. Mit ausgefahrenen Wischmopps versucht er, jede Stelle zu erreichen. Beim Drehen in engen Bereichen verschiebt er dabei Stühle oder rempelt Tischbeine an. Der Stoßsensor vorn touchiert regelmäßig Hindernisse, ohne dass der Roboter sein Verhalten anpasst. Per App lässt sich ein größerer Sicherheitsabstand einstellen, was die Gründlichkeit aber reduziert.

Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Roborock Saros Z70?

Die Saugleistung von 22.000 Pa zeigt sich in der Praxis hervorragend. Auf einem Hartboden entfernt der Z70 etwa 90 Prozent der Testkörner im ersten Durchgang. Auch auf Teppichen bleibt wenig zurück. Die ausfahrbare Seitenbürste erreicht Ecken besser als starre Varianten. Sie passt ihre Geschwindigkeit intelligent an: In Ecken dreht sie schneller, auf freier Fläche langsamer. So wird Schmutz effektiv zur Hauptbürste befördert, ohne ihn durch die Gegend zu schleudern. Das klappt im Test auch deutlich besser als bei anderen Modellen, aber nicht perfekt.

Die beiden rotierenden Wischmopps leisten für Mopps einen außergewöhnlich guten Job. Während andere Modelle feinen Schmutz verschmieren, verteilt der Z70 nur minimal Dreck. Eine aktive Frischwasserzufuhr während der Reinigungsfahrt gibt es hier aber nicht.

Die Mopps werden mit 80 Grad heißem Wasser in der Station gereinigt und bei 55 Grad getrocknet. Bei reinen Saugvorgängen oder auf Teppichen legt der Roboter die Mopps in der Station ab. Die Mopps heben sich bis zu 22 mm an, um Teppiche nicht zu befeuchten. Die Station saugt den Staubbehälter automatisch ab. Dabei arbeitet sie verhältnismäßig leise, das Wimmern der Absaugung kann aber auf bestimmten Frequenzen stören. Der Roboter kehrt regelmäßig zur Moppwäsche zurück, um sich von aufgesammeltem Schmutz zu bereinigen.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Roborock Saros Z70?

Mit seinem 14,4V Li-Ionen-Akku (6,4 Ah) schafft der Z70 bis zu 3 Stunden Betriebszeit. Das reicht für große Wohnungen problemlos aus. Die Ladezeit beträgt 2,5 Stunden, was im Vergleich zur Konkurrenz recht flott ist. Der Roboter kehrt bei niedrigem Akkustand automatisch zur Station zurück und setzt die Reinigung nach dem Laden fort. Die Energieverwaltung arbeitet intelligent: Bei aktivem Greifarm und intensiver Kameranutzung sinkt die Laufzeit etwas.

Im Praxistest benötigt er für 67 m² mit wenigen Hindernissen etwa 80 Minuten und verbraucht dabei über 50 Prozent der Akkuladung bei hoher Saugleistung. Bei normaler Saugstufe und vielen Hindernissen sind es für 63 m² bereits 90 Minuten.

Die tatsächliche Laufzeit hängt stark von den Bedingungen ab: Aktiver Greifarm, intensive Kameranutzung und häufige Richtungswechsel zehren am Akku. Auf Teppichen mit maximaler Saugleistung sinkt die Reichweite deutlich.

Preis

Normalerweise kostet der Roborock Saros Z70 etwa 1799 Euro und gehört damit absolut zum Premium-Segment. Aktuell ist er mit 898 Euro (bei eBay) wieder zu einem Bestpreis erhältlich, nachdem der Roboter zuvor Mitte 2025 noch mit 1300 Euro zu Buche schlug. Stets direkt zum besten Angebot im Preisvergleich für den Z70 mit Reinigungsstation führt unser Bestpreis-Link.

Alternativ gibt es den Saros Z70 auch mit festem Wasseranschluss ab 1049 Euro oder jederzeit den aktuell niedrigsten Preis über unseren Bestpreis-Link.

Für den Preis erhält man allerdings auch einzigartige Technik: Den weltweit ersten integrierten Greifarm, drei Kameras, 22.000 Pa Saugleistung und eine High-End-Station. Ob die Innovation den Aufpreis rechtfertigt, muss jeder selbst entscheiden. Vergleichbare Modelle ohne Greifarm kosten etwa 500 bis 900 Euro.

Fazit

Der Roborock Saros Z70 ist technisch beeindruckend und zeigt, wohin die Reise bei Saugrobotern geht. Die Saugleistung ist hervorragend, die Lautstärke trotzdem gering. Die Verarbeitung überzeugt, die App bietet unzählige Möglichkeiten. Der integrierte Greifarm ist eine innovative Idee, zeigt aber in der Praxis klare Grenzen. Er eignet sich nur für einfache Objekte in gut zugänglicher Position und bleibt bei komplexeren Aufgaben häufig hängen. Socken und Taschentücher erkennt er nicht zuverlässig. Als Spielerei macht der Arm Spaß, einen echten Mehrwert bietet er nur bedingt.

Ursprünglich sahen wir den Z70 nur als Empfehlung für Technik-Enthusiasten mit großem Budget an. Inzwischen ist sein Preis aber erheblich gesunken, was ihn zu einer grundsätzlich attraktiven Wahl auch für andere Zielgruppen macht.

Saugroboter Narwal Flow 2 im Test: Bodenwischen mit 60 °C, Moppwäsche bei 100 °C

Der Narwal Flow 2 setzt auf neue Optik, rotierende Wischwalze und 100 °C heiße Reinigung. Wir haben den Premium-Saugroboter im Alltag getestet.

VORTEILE

  • hervorragende Wischleistung dank rotierender Walze mit 60 °C
  • Selbstreinigung in der Station mit 100 °C heißem Wasser
  • edles, kompaktes Stationsdesign mit LED-Statusleiste
  • 31.000 Pa Saugkraft
  • Schwellenüberwindung bis 40 mm

NACHTEILE

  • Hinderniserkennung schwächer als beim Vorgänger
  • nur eine Seitenbürste statt zwei wie beim Vorgänger
  • App teils lückenhaft übersetzt
  • hoher Preis

Der Narwal Flow 2 setzt auf neue Optik, rotierende Wischwalze und 100 °C heiße Reinigung. Wir haben den Premium-Saugroboter im Alltag getestet.

Narwal hat sich in den letzten Jahren einen festen Platz unter den Premium-Saugrobotern erarbeitet. Mit dem Flow 2 schickt der Hersteller nun den Nachfolger des erst kürzlich erschienenen Flow ins Rennen – und ändert dabei mehr, als die schlichte Versionsnummer vermuten lässt. Neu sind nicht nur das deutlich kompaktere Stationsdesign und ein 7.000 mAh großer Akku, sondern auch eine 31.000 Pa starke Saugleistung sowie eine Heißwasser-Selbstreinigung mit 100 °C.

Die markante rotierende Wischwalze hat Narwal beibehalten, weiterentwickelt und um eine 60 °C heiße Bodenreinigung ergänzt. Damit positioniert sich der Flow 2 klar im Oberhaus der Saugroboter, in dem Roborock, Dreame und Ecovacs den Ton angeben. Ob das Konzept aufgeht, wie er gegenüber dem Vorgänger abschneidet und ob der Preis von 999 Euro gerechtfertigt ist, klärt unser Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Narwal Flow 2?

Beim Flow 2 setzt Narwal erstmals seit mehreren Generationen auf ein komplett neues Stationskonzept. Statt der klobigen Robotergarage gibt es nun eine kompakte, schmucke Kastenform. Die durchgehende Front aus mattem Aluminium wirkt edel und hochwertig, unsaubere Kanten oder Übergänge sucht man vergeblich. Eine LED-Leiste unterhalb der Front leuchtet je nach Status in unterschiedlichen Farben – etwa rot bei leerem Frischwassertank oder vollem Schmutzwasserbehälter.

Die beiden Wassertanks befinden sich auf der Oberseite und lassen sich dank deckellosem Design einfach entnehmen. Darunter verbergen sich Staubbeutel und Reinigungsflüssigkeit. Die Station misst 360 × 530 × 450 mm und wiegt 10 kg.

Der Roboter selbst bleibt dem Narwal-typischen Aufbau treu. Vorne sitzen zwei 1080p-Kameras, der Lidar-Sensor steckt auf der Rückseite. Letzteres bedeutet, dass sich der Roboter einmal um die eigene Achse drehen muss, um den gesamten Raum zu erfassen. Im Gegenzug fällt die Bauhöhe mit 95 mm flacher aus als bei vielen Topmodellen – wirklich flach sind aber nur Geräte um 80 mm. Mit einem Durchmesser von 363,5 mm und 5 kg Gewicht liegt der Flow 2 im üblichen Rahmen.

Der Staubbehälter des Roboters ist von der Oberseite erreichbar unter einem eingehakten Kunststoffdeckel, der so nicht einfach herausfallen kann. Die Wischrolle lässt sich mit seitlichen Knöpfen links und rechts lösen, klappt dann hoch und kann einfach herausgenommen werden. So kann man einfach die Bereiche darunter reinigen, was sich gelegentlich empfiehlt.

Einrichtung: Wie schnell ist der Narwal Flow 2 betriebsbereit?

Die Einrichtung verläuft unkompliziert. Nach dem Aufstellen der Station und dem Befüllen des Frischwassertanks scannt man einen QR-Code in der Narwal-App. Alternativ wählt man das Modell aus einer Liste und sucht das Gerät in der Umgebung. Dann konfiguriert man das WLAN – der Roboter unterstützt sowohl 2,4 GHz als auch 5 GHz, wobei 2,4 GHz empfohlen wird. Unser Hybrid-Netz mit gemeinsamer SSID funktionierte problemlos.

Die initiale Kartierung dauerte in unserem Fall rund 25 Minuten. Wer die Live-Videofunktion nutzen möchte, muss sie durch dreimaliges Drücken der Home-Taste freischalten. Auch Datenschutz- und Nutzungsbedingungen müssen bestätigt werden. Die visuellen Daten werden laut Narwal lokal verarbeitet und die Verarbeitung wurde TÜV-zertifiziert.

Die App wirkt übersichtlich und zackig, reagiert zuverlässig auf Eingaben und ist farblich mit den typischen lila Akzenten gestaltet. Allerdings fehlt es ihr an Detailtiefe bei den Reinigungsparametern – Roborock, Dreame und Ecovacs bieten hier mehr. Auch ist nicht alles sauber ins Deutsche übersetzt: Bei der Einrichtung fehlen auf einem Erklärbildschirm zu den Funktionen des Roboters die eigentlichen Texte, dort steht nur „Alle“ und unten der Button zur „Schnellkartierung“.

Die Sprachansagen kommen mit einer warmen, wohlklingenden Frauenstimme, neigen aber ebenfalls zu gehobener, akademischer Wortwahl. Wem das auf Dauer auf die Nerven geht, kann sie abschalten. Auch in der App finden sich solche Stilblüten: Erkannte Schmutzpartikel am Boden zeigt die Karte als „verstreute Granulatverschmutzung“ an – ein vergleichsweise kryptischer Begriff für etwas eigentlich Simples, aber durchaus belustigend. Noch amüsanter wurde es bei einer Firmware-Aktualisierung, die das „Whaling-Sorgerecht“ ankündigte – gemeint ist wohl der Freo-Modus, der Reinigungsparameter automatisch anhand von Reinigungshäufigkeit und Verschmutzung festlegt.

Ein integrierter Sprachassistent ist ebenfalls an Bord – allerdings scheint sich Narwal beim Namen noch nicht ganz einig zu sein: Das Aktivierungswort lautet „Hey Nawa“, in der App und an anderen Stellen wird der Assistent jedoch als „Navo Sprachassistent“ beschrieben. Daneben lässt sich der Flow 2 unter dem Bereich „Dritt-Steuerung“ auch mit Alexa und Google Home verbinden, zudem gibt es nun eine Matter-Integration.

Navigation: Wie gut erkennt der Narwal Flow 2 Hindernisse?

Der Flow 2 nutzt Lidar zur Kartierung sowie zwei 1080p-RGB-Kameras – was der Hersteller „Nar-Mind-Pro“ nennt und in der Praxis bedeutet, dass die Kamerabilder per KI ausgewertet werden, um Hindernisse zu erkennen, einzuordnen und zu umfahren. Die Navigation verläuft flott und effizient, beim Wenden stoppt der Roboter nicht ab. Ganz so flink wie der Vorgänger wirkt er aber nicht mehr.

Bei der Hinderniserkennung enttäuscht der Flow 2 für Narwal-Verhältnisse. Unter unserem Tisch stieß er wiederholt gegen Stuhlbeine und schob diese sogar leicht beim Rangieren. Die Füße eines freischwebenden Stuhls erkannte er mal als „Stativ“, mal nicht. Auch mit unserem Teppich tat er sich schwer: Mal erklomm er ihn problemlos, mal faltete er ihn auf oder schob ihn weg. Schwellen bis 40 mm überwindet der Flow 2 dank seiner Kletterfunktion dagegen souverän.

Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Narwal Flow 2?

Die größte Stärke des Flow 2 ist die rotierende Wischwalze. Im Gegensatz zu den weit verbreiteten Doppel-Pads handelt es sich um ein ringsum aufgespanntes, rotierendes Wischtuch, das mit 12 N Druck auf den Boden gepresst wird. 16 Düsen spülen das Tuch permanent mit 60 °C heißem Wasser, ein Schaber entfernt Rückstände, das Schmutzwasser landet im Abwassertank. Die größere Auflagefläche soll für eine intensivere Wischwirkung sorgen. Auf Hartboden liefert der Flow 2 damit ein gründliches, gleichmäßiges Wischbild und löst auch eingetrocknete Flecken souverän.

Beim Saugen leistet der Flow 2 mit 31.000 Pa starke Arbeit. Auf Hartboden erwischt er im Test 90 % der von uns verteilten Haferflocken. Allerdings hat Narwal die viel von uns gelobte doppelte Seitenbürste eingestrichen – also die zwei gegenläufig rotierenden Bürsten links und rechts, die Schmutz gezielt unter den Roboter zur Aufnahme schaufelten. Übrig bleibt nur eine einzelne Seitenbürste, die mehr Partikel durch den Raum schießt, wo sie außerhalb des Reinigungsbereichs liegen bleiben. Schade. Immerhin ist die verbliebene Bürste weiterhin zweiarmig und lässt sich nach innen zur Ansaugung klappen, damit sich dort verfangene Haare lösen können – eine Raffinesse, die schon die Vorgänger boten.

Auf Teppich enttäuscht der Flow 2 trotz Funktion zum Andrücken der Hauptbürste, die für eine stärkere Saugkraft auf der Fläche sorgen soll. Beim ersten Durchgang ließ er einiges des ausgebrachten Mehls aus und fuhr sogar mit den Rädern hindurch, was Abdrücke im restlichen Raum hinterließ. Beim zweiten Versuch lief es besser: 60 % des Mehls und 80 % der grobkörnigen Haferflocken fanden den Weg in den Staubbehälter – mäßige Resultate für ein Gerät dieser Preisklasse. Problematisch ist auch, dass die Wischwalze auf Teppich zwar angehoben, aber nicht weit genug weggeklappt wird. Sie streift den Teppich teils trotzdem und befeuchtet ihn leicht.

Die Schmutzerkennung funktioniert dagegen gut: In 9 von 10 Fällen erkannte der Flow 2 die ausgebrachten Haferflocken im Test, markierte den betroffenen Bereich auf der Karte und reinigte ihn intensiver nach.

In der Station erfolgt die Selbstreinigung der Walze mit 100 °C heißem Wasser, anschließend trocknet 60 °C warme Luft die Walze. Das verhindert Gerüche zuverlässig. Hinzu kommen die automatische Reinigerdosierung, ein wechselbarer Filter sowie ein Antikalk-Modul. Den Staubbeutel will Narwal bis zu 120 Tage Schmutz aufnehmen lassen.

Die App bietet die Wahl zwischen Reinigung der gesamten Wohnung, einzelner Räume oder einer frei verschiebbaren Zone. Außerdem entscheidet man, ob der Roboter parallel saugt und wischt, erst saugt und dann wischt oder nur saugt. Die Lautstärke liegt bei 42 bis 58 dB(A), die Fahrmotoren arbeiten angenehm leise – aber nicht ganz auf Dreame-Niveau.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Narwal Flow 2?

Der Flow 2 verfügt über einen 7.000 mAh großen Lithium-Ionen-Akku (14,4 V, 6,5 Ah laut Datenblatt). Damit soll er laut Hersteller bis zu 289 m² am Stück reinigen können – ein Wert, den wir mit Vorbehalt einordnen, weil er nur unter idealen Bedingungen erreicht wird. Im Alltag reicht die Ladung problemlos für mittelgroße bis große Wohnungen aus. Sollte der Akku doch zur Neige gehen, fährt der Roboter zur Station, lädt zwischen und setzt die Reinigung anschließend fort. Die volle Ladezeit beträgt rund 3 h. Ein Akkumanagement soll laut Narwal die Alterung der Zelle reduzieren – ein Punkt, der sich erst über Jahre nachweisen lässt.

Preis: Was kostet der Narwal Flow 2?

Der aktuelle Preis des Narwal Flow 2 liegt bei 999 Euro, zuvor kostete er 1099 Euro.

Optional bietet Narwal außerdem ein Modul für automatische Frischwasserzufuhr und Abwasserableitung an, das den Wartungsaufwand weiter reduziert.

Fazit

Der Narwal Flow 2 ist ein Saug- und Wischroboter mit klaren Stärken und überraschenden Schwächen. Die rotierende Wischwalze mit 60 °C heißem Wasser liefert auf Hartboden eine erstklassige Reinigung, die Station mit 100 °C Heißwasser-Selbstreinigung und Heißlufttrocknung verhindert Gerüche zuverlässig. Auch das neue Stationsdesign ist ein echter Hingucker und deutlich kompakter als beim Vorgänger.

Enttäuschend ist dagegen die Hinderniserkennung, die für Narwal-Verhältnisse einen Rückschritt darstellt – Stuhlbeine und Teppiche bringen den Flow 2 immer wieder aus dem Konzept. Auch die Teppichreinigung überzeugt trotz starker 31.000 Pa Saugleistung nicht durchgängig, und der Wegfall der zweiten Seitenbürste ist ein unverständlicher Schritt. Die App ist zwar flott, bleibt bei der Detailtiefe aber hinter Roborock und Dreame zurück. Wer überwiegend Hartboden besitzt und Wert auf eine herausragende Wischleistung legt, bekommt mit dem Flow 2 ein starkes Gerät. Wer viel Teppich hat, sollte sich die Konkurrenz genau ansehen.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Switchbot S10

Eureka E20 Plus

Ecovacs T80 Omni

Roborock Qrevo Curv

Ecovacs X12 Omni Cyclone

Mova V50 Ultra Complete

Narwal Freo Z10 Ultra

Ecovacs X9 Pro Omni

Bosch Spotless+

3i G10+

3i P10 Ultra

Xiaomi H50 Pro

Ecovacs T30S Combo

Lefant M3

Ecovacs T90 Pro Omni

Eufy S1 Pro

Jonr X9 Pro

Roborock Saros 10R

Mova P70 Pro Ultra

Dyson Spot + Scrub AI

Dreame X50 Ultra

Roborock S8 Pro Ultra

Ecovacs Deebot Mini

Dreame L40 Ultra

Roborock S8 MaxV Ultra

Mova P50 Pro Ultra

Roborock Saros 10

Narwal Flow

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Künstliche Intelligenz

Psychotherapeutenkammer Niedersachsen: Social-Media-Verbot greift zu kurz


In der Debatte über mögliche Einschränkungen sozialer Medien für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren warnt die Psychotherapeutenkammer Niedersachsen vor zu einfachen Lösungen. Verbote allein griffen zu kurz und hätten nicht den gewünschten Effekt, teilte die Kammer mit. Stattdessen brauche es verbindliche Schutzmechanismen und klare Regeln für Plattformanbieter.

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Die Verantwortung für einen gesunden Umgang mit digitalen Medien dürfe nicht auf Heranwachsende abgewälzt werden, heißt es in einem Positionspapier der Kammer. Vor allem Plattformanbieter und die Politik müssten stärker in die Pflicht genommen werden. Freiwillige Maßnahmen reichten nicht aus. Kammerpräsidentin Kristina Schütz sagte, die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sei ein komplexes Thema. Klar sei aber: Kinder- und Jugendschutz müsse auf Plattformen konsequent durchgesetzt werden.

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Dazu gehörten etwa Regeln zu Nutzungszeiten, suchtfördernden Mechanismen, manipulativen Algorithmen und jugendgefährdenden Inhalten. Auch eine wirksame Altersverifikation könne Plattformen stärker in die Verantwortung nehmen.

Zugleich fordert die Kammer mehr Medienkompetenz – nicht nur bei Kindern und Jugendlichen, sondern auch bei Erwachsenen. Eltern müssten befähigt werden, ihre Kinder beim Umgang mit digitalen Medien gut zu begleiten. Dazu gehöre auch, das eigene Nutzungsverhalten zu hinterfragen.

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Nach Einschätzung der Kammer ist die Studienlage zur Nutzung sozialer Medien durch Heranwachsende bislang nicht eindeutig. Hinweise gebe es aber darauf, dass lange Nutzungszeiten, passiver Konsum und belastende Inhalte wie Cybermobbing negative Folgen für das psychische Wohlbefinden haben könnten. Psychotherapeuten erlebten in Praxen, Kliniken und Beratungsstellen, dass exzessiver Medienkonsum die Entwicklung von Heranwachsenden beeinträchtigen könne.

Die Kammer fordert zudem einen Ausbau psychotherapeutischer Behandlungsangebote. Außerdem müssten junge Menschen stärker in die Debatte einbezogen werden, weil mögliche Verbote unmittelbar in ihre Lebenswelt eingriffen. Schutz vor digitalen Gefahren sei wichtig, dürfe aber nicht isoliert von realen Lebensbedingungen betrachtet werden. Armut, Vernachlässigung, Gewalt, Diskriminierung und Leistungsdruck hätten großen Einfluss auf das Wohlbefinden von Heranwachsenden.


(kbe)



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Künstliche Intelligenz

Lieferkette legt nahe: iPhone 18 erst im kommenden Jahr


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Wer auf einen schnellen Nachfolger für das iPhone 17 gehofft hatte, wird in diesem Herbst wohl enttäuscht werden. Nach Gerüchten aus dem vergangenen Jahr, laut denen Apple im nächsten Gerätedurchgang eine Smartphone-Zweiteilung plant, macht nun ein Apple-Lieferant dazu passende Andeutungen. Offenbar ist es Apples Plan, im September nur iPhone 18 Pro und 18 Pro Max sowie das neue Foldable alias iPhone Ultra zu präsentieren. Im Frühjahr, möglicherweise im März, folgen dann das Standard-iPhone 18 sowie ein neues Einsteigermodell namens 18e. Außerdem plant Apple für den Beginn des kommenden Jahres eine zweite Auflage des iPhone Air.

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Lin En-ping, Chairman des taiwanischen Optoelektronikproduzenten Largan Precision, der auf Apples Lieferliste für Kameraobjektive steht, sagte bei der letzten Aktionärsversammlung des Unternehmens, ein „wichtiger US-Kunde“ habe den Start eines neuen Produkts auf das erste Quartal 2027 verschoben. Wie üblich bei Apple-Zulieferern wurde der Name des Kunden nicht genannt. Largan ist jedoch als Hauptlieferanten für besagte Kamerakomponenten beim iPhone bekannt.

Der Kunde „verschiebt seinen Procurement-Zeitplan nach hinten im Jahr“, so Lin En-ping weiter. Damit sei die Auslastung von Largan Precision im vierten Quartal höher als angenommen. Die Komponenten müssen dann für die Fertigung ab Jahresbeginn 2027 bereitstehen. Das passt zu den bisherigen Gerüchten.

Apple plant offenbar schon länger, von einer Hauptsaison im Jahr wegzukommen. Diese findet traditionell im vierten Quartal jeden Jahres statt: Im September werden die jeweils neuen iPhone-Modelle angekündigt und im Weihnachtsgeschäft dann kräftig verkauft. Durch die Aufteilung der Modelle auf Herbst/Winter und Winter/Frühling sind die Schwankungen weniger groß.

Neu sind frische iPhones im Frühjahr sowieso nicht – seit Längerem nutzt Apple in unregelmäßigen Abständen Februar oder März für die Bereitstellung von Einsteigermodellen. So kam das iPhone 16e Ende Februar 2025, das iPhone 17e Mitte März 2026. Der Frühjahrszeitpunkt würde durch zusätzliche Modelle wie das iPhone-18-Standardmodell und das iPhone Air 2 noch attraktiver.

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(bsc)



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