Künstliche Intelligenz
Sony Alpha 7R VI bringt 67 Megapixel auf das Tempo des Spitzenmodells
Sony hat die sechste Generation seiner Alpha-7R-Serie vorgestellt. Die Alpha 7R VI ist mit einem rückseitig belichteten, vollständig gestapelten Exmor-RS-CMOS-Sensor mit rund 66,8 effektiven Megapixeln sowie dem neuen Bildprozessor Bionz XR2 ausgestattet. Das Ergebnis soll laut Hersteller eine außergewöhnliche Auflösung, präzise Farbwiedergabe und zuverlässige Leistung bei unterschiedlichsten Motiven liefern – von bewegten Personen über Wildtiere bis zu weitläufigen Landschaften.
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Yoshioka Naoto, Leiter Marketing, Imaging, Products and Solutions bei Sony Europe, betont, dass die Alpha 7R VI „die Geschwindigkeit, Intelligenz, Akkulaufzeit und Sucherqualität, die sich unsere Kreativen gewünscht haben“ biete.
(Bild: heise )
Tempo wie beim Spitzenmodell
In puncto Geschwindigkeit zieht die Alpha 7R VI mit dem Sony-Flaggschiff Alpha 1 II gleich. Mit elektronischem Verschluss erreicht sie 30 Bilder pro Sekunde ohne Sucherdunkelphasen, mit mechanischem Verschluss sind es zehn Bilder pro Sekunde. Möglich macht dies eine etwa 5,6-mal schnellere Sensorauslesung als beim Vorgängermodell sowie bis zu 60 AF/AE-Berechnungen pro Sekunde.
Der neue automatische Fokus (Echtzeit-Erkennungs-AF+) nutzt eine skelettbasierte Analyse von Körperhaltung und Bewegung, um auch bei schnellen Motiven eine präzise und stabile Fokussierung zu gewährleisten – insbesondere im Sport und in dynamischen Aufnahmesituationen. Die Motiverkennung umfasst weiterhin Menschen, Tiere, Vögel, Insekten, Autos, Züge und Flugzeuge.

Die neue Sony sorgt selbst bei schnellen Motiven für eine präzise und stabile Fokussierung – ideal für Sport und dynamische Aufnahmesituationen. Die intelligente Motiverkennung erfasst Menschen, Tiere, Vögel, Insekten sowie Autos, Züge und Flugzeuge zuverlässig im Fokus.
(Bild: Sony)
Sony gibt für den Sensor einen Dynamikumfang von bis zu 16 Blendenstufen an – ein Wert, den bislang nur die Alpha 7 V erreicht; die Alpha 7R V liegt offiziell bei 15 Stufen. Die Bildstabilisierung im Gehäuse soll 8,5 Blendenstufen im Bildzentrum und 7,0 Stufen am Rand erreichen.
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Video bis 8K
Im Videobereich nimmt die Alpha 7R VI in 8K mit 30 Bildern pro Sekunde (bei 8,2K-Oversampling) sowie in 4K mit 120 Bildern pro Sekunde auf. Ein effektives Wärmemanagement ermöglicht ununterbrochene 8K-Aufnahmen von bis zu 120 Minuten Länge. Für den professionellen Einsatz verfügt die Kamera über einen HDMI-Anschluss in voller Größe (Typ A), der sich besser für externe Monitore und Rekorder eignet als die sonst üblichen Mini- oder Micro-HDMI-Buchsen.
Eine Premiere in der Alpha-Serie stellt der Dual-Gain-Modus bei Videoaufnahmen dar, der die Sensorleistung optimiert, um das Rauschen zu reduzieren, ohne dass Details in den Schatten verloren gehen. Der Sensor liest das Bildsignal an jedem Pixel mit zwei verschiedenen Verstärkungsstufen aus – einer niedrigen für helle, einer hohen für dunkle Bildbereiche – und führt beide Signale anschließend zusammen. Neu ist überdies ein automatischer Weißabgleich auf Basis von Sensoren für sichtbares Licht und Infrarot sowie einer auf Deep Learning gestützten Beleuchtungserkennung.
Sucher, Display und Bedienung
Der elektronische OLED-Sucher löst mit rund 9,44 Millionen Bildpunkten auf, deckt einen Farbraum entsprechend DCI-P3 ab und unterstützt 10-Bit-HDR – die maximale Helligkeit liegt etwa dreimal höher als bei herkömmlichen Modellen. Das rückseitige Display lässt sich in vier Achsen bewegen. Sony hat zudem den Handgriff überarbeitet und einige Tasten auf der Rückseite beleuchtet, um die Bedienung bei schwachem Licht zu erleichtern.
Auf dem Moduswahlrad ersetzt ein Sternsymbol die bisherige Position MR3 – darüber lassen sich jeweils zehn Speicherplätze für Foto und Video abrufen, die individuelle Kamera-Einstellungen wie Belichtung, Autofokus und Bildqualität sichern.
Die Alpha 7R VI verfügt über zwei USB-C-Anschlüsse für Laden und Datenübertragung gleichzeitig. Der erste arbeitet nach USB 3.2 Gen 2 mit bis zu 10 Gigabit pro Sekunde, der zweite entspricht USB 2.0 und ist für die Stromversorgung vorgesehen.

Die neue Sony verfügt über ein in vier Achsen bewegliches Display, einen überarbeiteten Handgriff und beleuchtete Bedienelemente auf der Rückseite für eine komfortable Nutzung auch bei wenig Licht.
(Bild: Sony)
Beim Akku wechselt Sony auf den neuen NP-SA100 mit 2670 mAh, der bis zu 710 Aufnahmen über den LCD-Monitor oder 600 über den Sucher ermöglichen soll – der bisherige NP-FZ100 lag bei 2280 mAh. Allerdings ist der neue Akku nicht mehr zu den bisherigen Modellen der Alpha 7-Serie kompatibel. Hinzu kommt ein Battery Health Check, der den Verschleißzustand sowohl in der Kamera als auch im optionalen Ladegerät BC-SAD1 anzeigt.
Zudem unterstützt die Kamera Sonys „Camera Authenticity Solution“ inklusive des C2PA-Standards, mit dem sich überprüfen lässt, ob Fotos und Videos tatsächlich mit einer Kamera aufgenommen oder durch KI generiert wurden.
Vergleich mit der Vorgängerin Alpha 7R V
Die Sprünge gegenüber der Alpha 7R V fallen deutlich aus. Während die Vorgängerin 61 Megapixel auflöste, kommt die Alpha 7R VI auf 66,8 Megapixel. Wesentlich gravierender ist jedoch der Geschwindigkeitsunterschied: Der neue Stacked-Sensor wird etwa 5,6-mal schneller ausgelesen als zuvor.
Auch beim Dynamikumfang soll die Kamera zulegen und die Bildstabilisierung steigt laut Sony von 8 auf 8,5 Blendenstufen in der Bildmitte. Der Kompensationsbereich in Rollrichtung wurde gegenüber dem Vorgänger verdoppelt. Der Sucher bleibt zwar bei 9,44 Millionen Bildpunkten, leuchtet jedoch dreimal so hell und deckt nun den DCI-P3-Farbraum ab. Hinzu kommen der neue Akku mit 1,3-facher Kapazität des NP-FZ100, das überarbeitete Menü, beleuchtete Tasten, die zweite USB-C-Buchse sowie Funktionen wie Pre-Capture und Dual Gain, die bei der Alpha 7R V noch fehlten.
Mit 66,8 Megapixeln und 30 Bildern pro Sekunde positioniert sich die Alpha 7R VI als Hybrid aus hochauflösender Studio- und schneller Reportagekamera. Im direkten Wettbewerb steht sie vorwiegend der Nikon Z8 und der Canon EOS R5 Mark II gegenüber: Die Nikon Z8 bietet 45,7 Megapixel und ist als sportliche Allrounderin angelegt, die Canon EOS R5 Mark II setzt auf 45 Megapixel mit ebenfalls gestapeltem Sensor. In Sachen reiner Sensorauflösung überholt die Alpha 7R VI beide deutlich.
Innerhalb von Sonys eigenem Portfolio rückt die Alpha 7R VI sehr nah an die Alpha 1 II heran, die bei 50,1 Megapixeln liegt. Funktionen wie Pre-Capture sind mit dem neuen Modell erstmals auch in einer R-Kamera verfügbar – bislang ein Argument für das deutlich teurere Flaggschiff.
Preis und Verfügbarkeit
Die Alpha 7R VI (ILCE-7RM6) erscheint im Juni 2026 zu einem Preis von rund 5100 Euro. Der neue XLR-A4-Adapter für professionelle Audioaufnahmen mit bis zu vier Kanälen und 32-Bit-Float kostet 750 Euro. Optional kommen der Akku NP-SA100 (120 Euro), der Vertikalgriff VG-C6 (450 Euro), das Ladegerät BC-SAD1 (150 Euro) sowie der DC-Koppler DC-C2 (150 Euro) hinzu.
Neues Super-Telezoom: Sony FE 100–400 mm F4.5 GM OSS
Zeitgleich mit der Alpha 7R VI hat Sony das FE 100–400 mm F4.5 GM OSS angekündigt, das jüngste Modell seiner G-Master-Objektivserie für Vollformat-Alpha-Kameras mit E-Mount. Das Objektiv deckt einen Brennweitenbereich von 100 bis 400 Millimetern bei einer konstanten Lichtstärke von f/4.5 ab und besitzt einen Autofokus, der bis zu dreimal schneller arbeiten soll als beim Vorgänger FE 100–400 mm F4.5–5.6 GM OSS.
Mit einem Gewicht von rund 1840 Gramm und einer Innenzoom-Konstruktion legt Sony Wert auf eine ausgewogene Gewichtsverteilung und hohe Mobilität beim Fotografieren aus der Hand. Zielgruppe sind laut Hersteller vor allem Anwender aus den Bereichen Tier-, Vogel- und Sportfotografie sowie dem Fotojournalismus.

Das neue Sony-Zoomobjektiv kombiniert eine Innenzoom-Konstruktion mit einem Gewicht von rund 1840 Gramm für optimale Balance und hohe Mobilität beim Fotografieren aus der Hand – entwickelt für Tier-, Vogel- und Sportfotografie sowie den Fotojournalismus.
(Bild: Sony)
Optik und Autofokus
Der optische Aufbau umfasst neu entwickelte ED-XA-Glaselemente (Extra-low Dispersion, extrem asphärisch), zwei XA-Glaselemente (extrem asphärisch), Super-ED-Elemente sowie drei ED-Glaselemente, die verschiedene Abbildungsfehler wirksam unterdrücken sollen. Die Nano-AR-Vergütung II reduziert Geisterbilder und Streulicht. Für ein schönes Bokeh soll eine elfblättrige Kreisblende sorgen.
Für den schnellen Autofokus sind vier speziell optimierte XD-Linearmotoren (Extreme Dynamic) und neue AF-Algorithmen verantwortlich, die zudem eine um etwa 50 Prozent verbesserte Motivverfolgung gewährleisten sollen. Das Objektiv ist vollständig kompatibel mit der Serienbildfunktion der Alpha 9 III von bis zu 120 Bildern pro Sekunde inklusive AF/AE-Tracking.
Das Objektiv verfügt über vier Fokus-Hold-Tasten und einen Funktionsring für eine individuell anpassbare Bedienung im Einsatz. Das Gehäuse aus Magnesiumlegierung ist staub- und feuchtigkeitsbeständig, die Frontlinse trägt eine Fluor-Beschichtung. Zudem ist das Objektiv mit den Telekonvertern SEL14TC und SEL20TC kompatibel, sodass sich Brennweiten bis zu 800 Millimetern – im APS-C-Modus sogar bis zu 1200 Millimetern – realisieren lassen.
Preis und Verfügbarkeit
Das FE 100–400 mm F4.5 GM OSS wird ebenfalls ab Juni 2026 erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 5000 Euro.
(tho)
Künstliche Intelligenz
G7-Datenschutzgipfel: Ruf nach Regeln für Alterskontrollen und Smart Homes
Die Digitalisierung des Alltags stellt den Schutz der Privatsphäre zunehmend vor Herausforderungen, was nicht zuletzt für Minderjährige gilt. Die Datenschutzbehörden der G7-Staaten rückten daher bei ihrem jährlichen, am Freitag in Paris zu Ende gegangenen Treffen unter dem Vorsitz der französischen Aufsicht CNIL die digitale Sicherheit von Kindern und Jugendlichen in den Vordergrund. Der Gipfel mündete in wegweisenden Beschlüssen zum Reizthema Altersprüfungen im Netz und zur Sicherheit in Smart Homes.
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In der Erklärung für eine datenschutzfreundliche Altersverifikation, die nebst Social-Media-Verbot auch hierzulande kontrovers debattiert wird, stellen sich die G7-Datenschützer nicht prinzipiell gegen verlässliche Ausschlusskriterien für Kinder und Jugendliche in Teilen des Internets. Alterskontrollen könnten ihnen zufolge ein wichtiges Werkzeug sein, um den Nachwuchs vor jugendgefährdenden Inhalten wie Pornografie zu schützen oder gesetzliche Altersgrenzen in sozialen Netzwerken durchzusetzen.
Die Experten warnen aber vor einem unüberlegten, flächendeckenden Einsatz solcher Systeme: Ein Kontrollwahn berge erhebliche Risiken für die Grundrechte und Freiheiten aller User etwa durch die Einschränkung der Meinungs- und Informationsfreiheit. Sie verlangen, dass Alterssicherungen stets verhältnismäßig sein und strikt am konkreten Kontext sowie dem tatsächlichen Risiko ausgerichtet werden müssen. Bevor Staaten zu derart tiefgreifenden technischen Kontrollen greifen, sollten vorrangig die Aufsicht durch die Eltern sowie die digitale Medienkompetenz gestärkt werden.
Strenge Auflagen für die Online-Altersprüfung
Falls eine Online-Alterssicherung unumgänglich sei, müsse der Datenschutz direkt in die Technik eingebaut sein (Privacy by Design), heißt es in dem Papier. Die G7-Datenschützer betonen, dass die erhobenen Daten ausschließlich für die Altersverifikation genutzt und keinesfalls für die Identifizierung, das Tracking, die Profilbildung oder die Verhaltensüberwachung von Nutzern missbraucht werden dürften.
Zugleich erinnern sie an das Gebot der Datenminimierung: Informationen müssen demnach auf das notwendige Maß beschränkt und sicher verwahrt werden. Sie dürfen nicht unnötig auf Vorrat gespeichert werden. Bei der Einbindung von Drittanbietern sei darauf zu achten, dass diese nicht zu neuen Sicherheitsrisiken führen. Hier seien robuste technische Schutzmaßnahmen und absolute Transparenz gegenüber den Nutzern und Kindern zwingend erforderlich.
Die Digitalminister der G7-Staaten machten sich jüngst für einen „Safety-by-Design“-Ansatz stark. Digitale Angebote sollen demnach von vornherein so konzipiert sein, dass sie die Privatsphäre und die psychische Gesundheit von Minderjährigen wahren. Laut einer Studie für das EU-Parlament ist Altersverifikation im Internet zwar nötig, in Demokratien aber gar nicht machbar.
Parallel verabschiedeten die Datenschützer ein Positionspapier zu vernetzten Heimgeräten und der Privatsphäre von Kindern. Smart-TVs, Sprachassistenten und internetfähiges Spielzeug sind demnach längst in einen sensiblen Rückzugsort – ihr eigenes Zuhause – eingezogen. Betreiber und Hersteller nutzen in diesem Ökosystem oft Tracking-Technologien wie Cookies oder automatisierte Inhaltserkennung, um das Verhalten der Bewohner im großen Stil zu analysieren. Das erfolgt oft ohne deren Wissen.
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Da Kinder die Konsequenzen dieser Datenverarbeitung kaum überblicken können, fordern die Kontrolleure von der Industrie ein Umdenken. Ortungsdienste und verhaltensbasierte Werbeeinstellungen müssten bei kinderrelevanten Geräten ab Werk standardmäßig ausgeschaltet sein. Einwilligungen dürften nicht durch manipulative Designmuster (Dark Patterns) erschlichen werden. Ferner müssten Geräte, die passiv im Hintergrund zuhören oder aufzeichnen, unmissverständlich signalisieren, wann sie aktiv Daten erfassen.
Smart Glasses im Visier der Datenschützer
Die CNIL packte ein weiteres, zukunftsträchtiges Thema auf die Agenda: eine Übersicht über Ansätze der G7-Datenschutzbehörden zu „intelligenten“ Brillen. Solche Smart Glasses, die kaum mehr als solche zu erkennen und mit KI-Funktionen sowie Kameras, teils mit biometrischer Gesichtserkennung ausgestattet sind, werfen gravierende Fragen rund um die permanente Überwachung im öffentlichen und privaten Raum auf.
Erste Klagen in den USA verdeutlichen die Brisanz, da Hersteller unbemerkt an Subunternehmer zur menschlichen Überprüfung weitergeleitet haben. Die G7-Behörden wollen den Austausch intensivieren, um auch bei dieser Technologie gemeinsame, internationale Datenschutzstandards zu etablieren.
Für Deutschland brachte der stellvertretende Bundesdatenschutzbeauftragte Andreas Hartl die hiesige Perspektive in die Diskussionen ein. Internationale Organisationen wie die OECD und der Europarat sowie KI-Forscher begleiteten den Austausch.
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(nen)
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So kann man eine PS3 mit dem Raspberry Pi Pico hacken
Ganze 19 Jahre hatten Hacker, Cracker und Sicherheitsexperten jetzt schon Zeit, die Playstation 3 durch die Mangel zu drehen und Software zu schreiben, mit der man aus der Konsole mehr herausholen kann als nur die von Sony vorgesehenen Funktionen … Zumindest ging das mit der regulären Play-Station 3. Es ist aber erst jetzt – im Jahr 2026 – gelungen, die späteren Slim- und Super-Slim-Modelle der Konsole permanent zu hacken. BadWDSD heißt der Hack und er basiert auf Makers-Liebling: dem Pi Pico.
- PS3 Slim & Super-Slim dauerhaft hacken
- Pi Pico als Modchip für die PlayStation 3
- Webman MOD: PS1-, PS2-, PSP- und PS3-Backups starten
Checkliste
Zeitaufwand: 3 Stunden
Kosten: ca. 80 Euro
Material
- PlayStation-3-Konsole Typ Slim oder Super-Slim mit NOR-Speicher
- Pi Pico Pico W oder Pico Zero
- Kabel 0,6 mm Durchmesser
- Isolierklebeband
- USB-Stick FAT32-formatiert
Werkzeug
- Lötkolben Mit Lötzinn
- Schraubendreher-Set
Die frühen Modelle der PlayStation 3 (die sogenannten „Fat“-Modelle) gelten als die „offenen“ PS3-Konsolen, weil sie echte Custom Firmware (kurz: CFW) direkt installieren konnten. Doch wie ist es dazu gekommen? Die PS3 besitzt eine sogenannte „Chain of Trust“, also eine Startkette aus mehreren Bootloadern und Sicherheitsstufen. Beim Einschalten lädt zunächst ein sehr kleiner, fest im Prozessor eingebrannter Code die nächste Startstufe. Jede weitere Stufe prüft kryptografisch die nächste, damit nur originale Sony-Software ausgeführt wird, weil Software von anderer Stelle nicht korrekt signiert sein kann. Das hat bis 2010 funktioniert, bis die Hackergruppe „fail0verflow“ einen Fehler in Sonys Signatursystem entdeckte.
Sony verwendete für die kryptografischen ECDSA-Signaturen (siehe Kasten „ECDSA“) einen nicht ausreichend zufälligen Wert. Dadurch konnten die privaten Signaturschlüssel mathematisch rekonstruiert werden. Ab diesem Zeitpunkt war es möglich, eigene Firmware-Dateien zu erstellen, die für die PS3 wie offiziell von Sony signierte Dateien aussahen. Damit konnten Entwickler dann eigene oder modifizierte Firmware-Versionen entwickeln, die von der Konsole akzeptiert wurden.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „So kann man eine PS3 mit dem Raspberry Pi Pico hacken“.
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Künstliche Intelligenz
Aktuelle Hitzewelle die schlimmste in Westeuropa seit Beginn der Aufzeichnungen
Die aktuelle Hitzewelle über Westeuropa ist die schlimmste, die hier jemals aufgezeichnet wurde. Die Temperaturen liegen 5 bis 12 Grad Celsius über den saisonalen Durchschnittswerten. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Initiative World Weather Attribution, in der Klimaforschende binnen kurzer Zeit Attributionsstudien zu Extremwetterereignissen erstellen. In der aktuellen Studie heißt es, dass Hitzewellen in Europa für mehr Todesfälle sorgen als alle anderen Naturgefahren zusammen. Bei der sogenannten Feuchtkugel-Globaltemperatur („Wet Bulb Global Temperature“) zur Quantifizierung des Hitzestresses dürften in weiten Teilen Europas die bisherigen Rekorde gebrochen werden. Als 1976 viele bisherige Rekorde aufgestellt wurden, wären solche Temperaturen in einem Juni „praktisch unmöglich“ gewesen.
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An der Grenze der Belastbarkeit der Gesellschaft
In der Studie heißt es weiter, dass sich der Juni infolge des Klimawandels in weiten Teilen Westeuropas schneller erwärmt als jeder andere Monat. Zudem würden die Tageshöchsttemperaturen hier etwa dreimal so schnell ansteigen wie die Rate der Klimaerwärmung, die Temperaturen in der Nacht immer noch doppelt so schnell. Viele Hauptstädte in der Region würden nicht nur die heißeste Dreitagesperiode in einem Juni, sondern überhaupt seit 1950 erleben. Wegen des Klimawandels seien diese Temperaturen aber zugleich nicht mehr ungewöhnlich. Eine vergleichbare Hitzewelle wäre demnach im Juni 1976 um 3,5 Grad Celsius und im Juni 2003 immer noch um 2 Grad kühler ausgefallen.
Der Sommer zeige, dass die extreme Hitze bei einer globalen Erwärmung um 1,4 Grad Celsius „bereits an die Grenzen dessen vorstoße, was unsere Gesellschaften bewältigen können“, bilanziert das Forschungsteam: „Viele Wohnhäuser, Schulen, Verkehrssysteme und Energieinfrastrukturen wurden nicht für anhaltende Extremhitze ausgelegt“, weshalb dringend Anpassungen, Gebäudesanierungen, passive Kühlmaßnahmen und eine hitzebeständige Stadtplanung vonnöten seien. Zudem sei ein rascher Ausstieg aus fossilen Energiequellen nötig, um noch höhere Temperaturen und die damit verbundenen Konsequenzen für die Zukunft auszuschließen.
Die Studie wurde jetzt zu einem Zeitpunkt veröffentlicht, an dem die Hitzewelle ihren Höhepunkt in Deutschland erreichen soll. Vorher hat sie tagelang hauptsächlich Frankreich, Spanien und Großbritannien getroffen, wo nicht nur zahlreiche Hitzerekorde gefallen sind. Jetzt wird erwartet, dass an einigen Orten in Deutschland die 40 Grad Celsius überschritten werden – und zwar an mehreren Tagen hintereinander. Die bisher höchste gemessene Temperatur an einem Juni-Tag liegt bei 39,6 Grad und wurde am 30. Juni 2019 in Bernburg (Sachsen-Anhalt) registriert. Schon vor wenigen Tagen hat eine andere Forschungsgruppe ebenfalls ermittelt, dass die Hitzewelle wegen des Klimawandels um bis zu 4 Grad Celsius wärmer ausfällt als ohne die menschengemachte Klimaerwärmung.
(mho)
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