Künstliche Intelligenz
Zoff um Open-Source-Office-Lösungen | c’t uplink
Wer regelmäßig IT-Nachrichten verfolgt, hat es vielleicht schon festgestellt: An mehreren Ecken gab es in den vergangenen Wochen Stress um quelloffene Office-Lösungen. Zum einen haben die Entwickler von OnlyOffice pikiert auf einen von Ionos und Nextcloud initiierten Fork reagiert. Zum anderen gibts Unruhe und Vorwürfe im Verhältnis zwischen der Document Foundation (rechtlich verantwortlich für LibreOffice) und dem Team von Collabora, das erheblich zur Weiterentwicklung von LibreOffice beiträgt.
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Den wöchentlichen c’t-Podcast c’t uplink gibt es …
In dieser Folge des c’t uplink sprechen wir über die Hintergründe der Auseinandersetzungen und Vorwürfe, warum die Gemengelange gerade beim Thema LibreOffice nicht ganz einfach ist und warum wir die Zukunft der Open-Source-Projekte bis auf weiteres trotzdem nicht in ernsthafter Gefahr sehen.
Zu Gast im Studio: Keywan Tonekaboni, Sylvester Tremmel
Host: Jan Schüßler
Produktion: Tobias Reimer
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(jss)
Künstliche Intelligenz
Deutschland-App: KI soll Anträge vereinfachen
Lange Zeit war nebulös, was die geplante Deutschland-App des Bundesdigitalministeriums (BMDS) leisten soll. Nun hat das Ministerium mehr Klarheit geschaffen: Die App soll Bürgern dabei helfen, Online-Anträge auszufüllen. Nutzer sollen dabei die bestehenden Onlinedienste zum Beispiel ihrer Kommune gar nicht mehr zu Gesicht bekommen. „Die Bürger interagieren also nur mit der App und können leichter Verwaltungsleistungen beantragen“, erklärte BMDS-Staatssekretär Markus Richter in einem Interview mit c’t.
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Im Hintergrundsystem der App sollen Crawler die Onlineportale von Behörden durchsuchen und erfassen, welche Formulare dort bereitstehen. Sprachmodelle verarbeiten die Formulare semantisch, sodass die App die Abfragen vereinfachen und Rückfragen beantworten kann. Außerdem sollen die Abfragen an die individuelle Konstellation des Nutzers angepasst werden: „Dadurch können ganze Seiten der Formulare unsichtbar werden“, sagte Richter.
Anträge im Gespräch mit einem Avatar
Nutzer können laut den aktuellen Plänen des Ministeriums zwischen drei „Interaktionsmodi“ wählen: einem vereinfachten Formular, einem Chatmodus sowie einem „KI-Avatar“, der per Sprachinteraktion durch den Antrag führt. Dafür setzt die App auf spezialisierte KI-Modelle zum Beispiel von ElevenLabs.
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Die Sorge, dass App-Nutzer aufgrund von KI-Falschaussagen zum Beispiel weniger Wohngeld erhalten, als ihnen zusteht, relativierte Richter im Interview: Schon heute gebe es fehlerhafte Anträge. Er gehe davon aus, dass die Deutschland-App die Fehlerquote reduziert, weil sie Nutzer durch den Prozess führe und Plausibilitäten prüfe.
Deutschland-App soll Open Source werden
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Zur Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, komplexe Antragsverfahren von Grund auf zu reformieren, erwiderte Richter: „Wir machen das eine, ohne das andere zu lassen.“ Das BMDS habe sich als Ministerium für Staatsmodernisierung die Vereinfachung von Prozessen auf die Fahne geschrieben. Man bewege sich aber in einer „Bestandslandschaft“ und wolle daher den Zugang zu bestehenden Verfahren vereinfachen.
Mit der Entwicklung eines Prototyps der Deutschland-App hat das BMDS die Telekom und SAP beauftragt und dadurch viel Kritik von mittelständischen Softwarefirmen hervorgerufen. Das Ministerium plant nun eine Ausschreibung und will die App als Open Source bereitstellen, „damit sie transparent und durch andere nachnutzbar ist“, wie Richter im Interview sagte.
Das vollständige Interview zur Deutschland-App sowie zum Deutschland-Stack lesen Sie bei heise+
(cwo)
Künstliche Intelligenz
Oracle E-Business Suite: Angriffe auf Payments beobachtet
In Oracles E-Business Suite können Angreifer an einer Schwachstelle in Oracle Payments ansetzen, um die Systeme vollständig zu übernehmen. IT-Sicherheitsforscher haben nun Angriffe auf die Lücke in freier Wildbahn beobachtet.
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Die IT-Forscher von DefusedCyber haben am Montag auf X gepostet, dass sie seit dem Wochenende Angriffe auf diese Sicherheitslücke in ihren Honeypot-Systemen beobachtet haben. Bis dahin war noch kein Missbrauch der Lücke oder Proof-of-Concept-Code bekannt, erklären die IT-Sicherheitsforscher. Weitere Hinweise, wie die Angriffe genau aussehen oder in welchem Umfang sie stattfinden, nennt DefusedCyber jedoch nicht. Aus dem Ausschnitt der Anfrage, die der Screenshot auf X zeigt, lässt sich dahingehend nichts ableiten. Es gibt daher auch keine Hinweise auf erfolgreiche Angriffe (Indicators of Compromise, IOC), anhand derer Admins ihre Systeme auf Spuren von Attacken untersuchen könnten.
Oracle E-Business Suite: Angriffe aus dem Netz
Die Sicherheitslücke ermöglicht nicht authentifizierten Angreifern aus dem Netz, die HTTP-Zugriff auf verwundbare Systeme haben, eine Schwachstelle in der Dateitransfer-Komponente von Oracle Payments aus der Oracle E-Business Suite zum Kompromittieren von Oracle Payments auszunutzen. Das Leck ist einfach zu missbrauchen, schreibt Oracle in der Schwachstellenbeschreibung (CVE-2026-46817, CVSS 9.8, Risiko „hoch“). Betroffen ist Oracle Payments in den Versionen 12.2.3 bis einschließlich 12.2.15.
Oracle hat die Sicherheitslücke am ersten „Critical Security Patch Update“ (CSPU) im Mai dieses Jahres mit einem Softwareflicken versorgt. In der Übersicht zu dem Mai-Patchday von Oracle findet sich jedoch bislang noch kein Hinweis darauf, dass die Sicherheitslücke aktiv angegriffen wird.
Die Schwachstelle weckt Erinnerungen an Sicherheitslücken in Oracles E-Business Suite, die im Herbst vergangenen Jahres massiv angegriffen wurden. Die Täter haben die Oracle-Kunden im Anschluss um Lösegeld erpresst.
(dmk)
Künstliche Intelligenz
Software Testing: Positives Führen – Was dahinter steckt und was nicht
Positives Führen hat nichts mit Ponyhof zu tun – das ist einer der ersten Sätze, die Christian Thiele im Gespräch mit Richard Seidl sagt, und bringt damit das Thema direkt auf den Punkt. Die beiden sprechen darüber, was hinter dem PERMA-Modell steckt: fünf konkrete Stellschrauben, mit denen Führung im Alltag greifbar wird, von positiven Emotionen über psychologische Sicherheit bis hin zum bewussten Feiern von Erfolgen. Es kommt auch zur Sprache, warum Leadership keine Frage der Rolle ist und was passiert, wenn man den besten Entwickler zum Projektleiter macht, nur weil Karriere bisher immer über Führung lief.
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Richard Seidl ist Berater, Speaker und Podcast-Host. Für ihn ist klar: Wer heute exzellente Software kreieren möchte, denkt den Entwicklungsprozess ganzheitlich: Menschen, Kontext, Methoden und Tools. Er hat seine Erfahrungen in acht Fachbüchern veröffentlicht, betreibt erfolgreich zwei Community-Podcasts und ist Beirat der heise-Konferenz betterCode() Testing.
„Niemand weiß so richtig, wer eigentlich wirklich wem was zu sagen hat und welche Konsequenzen das hat.“ – Christian Thiele
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Christian Thiele ist Experte für Positive Leadership und unterstützt Führungskräfte, Teams und Organisationen mit Coachings, Trainings, Vorträgen, Teamentwicklungen und Konfliktklärungen. Zunehmend ist er auch im Hochschulkontext tätig, unter anderem als Standortleiter München-Ismaning im Studiengang „Positive Psychologie und Coaching“ an der Deutschen Hochschule für Sport und Gesundheit. Mit Haltung und Methoden der Positiven Psychologie möchte er dazu beitragen, dass Einzelne und Gruppen mehr Erfolg, mehr Kreativität, mehr Sinnhaftigkeit und mehr Freude in der Arbeit erleben. Gleichzeitig unterstützt er Menschen und Organisationen dabei, weniger Frust zu erleben, Stress besser zu bewältigen und leichter vom Krach zur Kooperation zu kommen.
Softwarequalität im Gespräch
Dieses Format fokussiert sich auf Softwarequalität: Ob Testautomatisierung, Qualität in agilen Projekten, Testdaten oder Testteams – Richard Seidl und seine Gäste betrachten die Dinge, die die Qualität in der Softwareentwicklung steigern.
Die aktuelle Episode ist auch auf Richard Seidls Blog verfügbar.
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(mai)
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