Apps & Mobile Entwicklung
Ayaneo Next 2: Versand im Plan, aber keine Neubestellungen möglich

Bereits Anfang Februar hatte Ayaneo sein High-End-Handheld Next 2 vorgestellt, ehe auch den Retro-Spezialisten die Speicherkrise traf. Nun hat der Hersteller neue Informationen zum weiteren Verlauf veröffentlicht: Das Projekt liege weiterhin voll im Zeitplan, neue Bestellungen werden derzeit allerdings nicht angenommen.
Konsole weiterhin im Zeitplan
In einem nun veröffentlichten Update erklärt Ayaneo, dass die zwischen 1.999 und 4.299 US-Dollar teure Konsole weiterhin vollständig im Zeitplan liege. So sollen die Zulieferer bereits mit der Produktion zentraler Komponenten begonnen haben, darunter unter anderem das Motherboard, das Display sowie der Akku. Gerade diesen Bauteilen widme der Hersteller besondere Aufmerksamkeit, da kritische Komponenten dieser Art in der Regel längere Produktionszyklen benötigen. Die Fertigung weiterer Bestandteile wie Gehäuse und Gehäusekomponenten, Tasten, Joysticks, Kunststoffhalterungen sowie der Controller-PCBA habe hingegen bereits vor geraumer Zeit begonnen, sodass diese Teile schon länger bereitstünden.
Nach aktuellem Zeitplan sollen die verbleibenden Komponenten voraussichtlich Anfang Juni eintreffen, womit auch die erste Testproduktion anlaufen könne. Selbst unter Berücksichtigung zusätzlicher Zeitreserven für mögliche unvorhergesehene Situationen und notwendige Produktionsanpassungen geht der chinesische Hersteller weiterhin davon aus, wie vorgesehen Mitte Juni in die Serienproduktion starten zu können. Der Versand soll dann ebenfalls noch im Juni beginnen.
Keine Fertigung weiterer Einheiten geplant
Ayaneo äußert sich zudem zu Anfragen mehrerer Unterstützer der Crowdfunding-Kampagne, über die der Hersteller bislang 177 Backer gewinnen konnte und bei der sich Aktuell Unterstützung auf fast 447.000 US-Dollar beläuft. Bei diesen hatten einige Käufer den Wunsch geäußert, ihre Bestellungen nachträglich ändern zu können. Laut Ayaneo sei die Materialzuweisung allerdings bereits abgeschlossen, weshalb Änderungen in dieser Phase den Produktionsplan möglicherweise verzögern könnten. Der Hersteller empfiehlt deshalb nachdrücklich, nach Möglichkeit auf Bestelländerungen zu verzichten.
Auch zum wiederholt aufgekommenen Thema zusätzlicher Bestellungen nimmt Ayaneo in dem Update Stellung. So könne der Hersteller derzeit keine weiteren produzierten Einheiten garantieren. Konkrete Gründe nennt das Unternehmen zwar nicht, die weiterhin schlechte Verfügbarkeit von Speicherkomponenten dürfte jedoch hierbei jedoch ausschlaggebend sein. Bereits Ende März hatte Ayaneo deshalb den Verkauf des Next 2 eingestellt und nimmt seitdem keine neuen Bestellungen für das Premium-Handheld mehr an. Mit vergleichbaren Problemen hatte der Hersteller zuvor bereits beim Konkr Pocket Fit Elite zu kämpfen.
Sollte sich die Verfügbarkeit von Speicherkomponenten in nächster Zeit allerdings verbessern, wovon derzeit nicht ausgegangen werden kann, wolle Ayaneo die Situation erneut bewerten.
High-End-Konsole zum High-End-Preis und Windows 11
Beim Next 2 handelt es sich um ein Premium-Handheld mit einem 9,06 Zoll großen OLED-Display, das mit 2.400 × 1.504 Pixeln auflöst und eine Bildwiederholrate von 165 Hz bietet. Als Prozessor kommt wahlweise ein Ryzen AI Max 385 oder ein Ryzen AI Max+ 395 von AMD zum Einsatz. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Retro-Handhelds, die überwiegend auf Android oder angepasste Linux-Distributionen setzen, verwendet Ayaneo beim Next 2 Windows 11. Dadurch sollen sich nicht nur klassische Titel, sondern dank der leistungsstarken Hardware auch aktuelle Spiele wiedergeben lassen.
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Europäischer Gerichtshof: Rekordstrafe wegen Googles Android-Verstößen bleibt bestehen
Die Rekordstrafe gegen Google bleibt bestehen. Weil der Konzern die marktbeherrschende Stellung im Bereich Android und der Suchmaschinen missbräuchlich ausgenutzt hat, muss der Konzern in der EU 4,1 Milliarden Euro zahlen. Somit endet ein über Jahre dauerndes Verfahren.
Der Beschluss der EU-Kommission stammte bereits aus dem Jahr 2018. Begründet wurde die Strafe mit den Vorgaben, die Google den Smartphone-Herstellern machte, die Android verwenden wollten. Diese mussten sowohl die Google-Suche als auch den Chrome-Browser und weitere Google-Apps vorinstallieren, um eine Lizenz für den Play Store zu erhalten.
Hinzu kamen noch weitere Punkte in den Vereinbarungen zwischen Google und den Smartphone-Herstellern, mit denen Google seine Marktmacht ausspielte. Werbeeinnahmen wurden etwa nur dann weitergeleitet, wenn Smartphone-Hersteller und Mobilfunktreiber auf die Vorabinstallation konkurrierender Suchmaschinen verzichteten.
Fall ging durch mehrere Instanzen
Die Strafe belief sich ursprünglich auf 4,343 Milliarden Euro. In einem ersten Urteil aus dem Jahr 2022 hatte der Gerichtshof der EU den Beschluss der EU-Kommission bereits bestätigt, reduzierte die Summe aber aufgrund einer angepassten Schadensanalyse auf 4,1 Milliarden Euro. In der EU ist das nach wie vor eine Rekordstrafe.
Auch gegen dieses Urteil hatte Google Rechtsmittel eingelegt. Diese weisen die EuGH-Richter nun zurück. Laut der Mitteilung des EuGH wurden keine Rechtsfehler begangen. Google hatte etwa argumentiert, Vorlieben der Nutzer sowie die Qualität der Google-Dienste wären der relevante Faktor für die Abkommen. Das hätte aber nicht nachgewiesen werden können.
Dasselbe gilt für weitere Aspekte des Falls. Die Richter bestätigen etwa die Marktmissbrauch-Analyse der EU-Kommission. So waren die Vereinbarungen zwischen Google und den Smartphone-Herstellern sowie Mobilfunkbetreibern geeignet, die „Absatzmöglichkeiten für nicht kompatible Android-Versionen einzuschränken und somit die beherrschende Stellung von Google zu verstärken“. Somit bleibt die Strafe bestehen.
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Stimme ab!: Die Foto-Challenge „Spiegelungen“ ist gestartet

Die Community-Foto-Challenge zum Thema „Spiegelungen“ ist gestartet. Aus rekordverdächtigen 37 Einsendungen könnt ihr eigene Favoriten wählen. Von Makroaufnahmen bis zum Stadtpanorama ist dieses Mal alles vertreten.
Vorgeschlagen wurde das Thema vom ComputerBase-User S.a.M., einem alten Hasen aus der Community. Die Community war am Ende dafür.
Da das Thema sehr breit gefasst ist, sollte sich für jeden Geschmack ein Favorit finden lassen. Mit drei Stimmen muss sich dann auch keiner auf ein einzelnes Bild festlegen, sondern kann auch andere Fotos entsprechend würdigen. Die Redaktion wünscht allen Teilnehmern viel Erfolg!
Der altbekannte CB-Fotowettbewerb läuft weiterhin parallel und hat keinen Einfluss auf diese Challenge. Betreut werden beide vom User lowrider20.
Bei Fragen oder Anregungen könnt ihr euch direkt an ihn wenden, oder euch im unten verlinkten Thread melden.
Links zu dem Thema
- [CBFFC] Juni/Juli 2026 – „Spiegelungen“ – Einsendungen und Abstimmung
- [CBFFC] ComputerBase Forum Foto Challenge – Eure Themen, eure Bilder – Thementhread
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Cyberangriff: Hacker griffen offenbar Zulieferer für Militär-IT an
Eine Tochtergesellschaft von ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) ist Ziel eines Cyberangriffs geworden. Nach übereinstimmenden Berichten deutet vieles darauf hin, dass es sich um Atlas Elektronik handelt. Eine offizielle Bestätigung des Unternehmens steht jedoch bislang aus.
Hinweise verdichten sich auf Atlas Elektronik
Ausgelöst wurde die Berichterstattung durch einen Bericht der Wirtschaftswoche, die von einem erfolgreichen Hackerangriff auf eine TKMS-Tochter berichtet. Den Namen des Unternehmens nennt das Magazin jedoch nicht. Inzwischen sprechen allerdings mehrere Indizien dafür, dass Atlas Elektronik betroffen ist.
So führt die Ransomware-Gruppe „The Gentlemen“ auf ihrer Leak-Seite ausdrücklich „TKMS / Atlas Elektronik“ als mutmaßliches Opfer auf. Auch weitere Berichte aus dem Finanz- und IT-Sicherheitsumfeld kommen zu diesem Schluss. Weder TKMS noch Atlas Elektronik haben den Vorfall bislang offiziell bestätigt oder den betroffenen Unternehmensnamen genannt.
Marineelektronik gehört zur kritischen Infrastruktur
Atlas Elektronik zählt zu den wichtigsten deutschen Entwicklern von Marineelektronik. Das Unternehmen liefert unter anderem Sonarsysteme, Führungs- und Waffeneinsatzsysteme sowie Unterwassertechnik für U-Boote und Überwasserschiffe. Zu den Kunden gehören neben der Deutschen Marine auch zahlreiche internationale Streitkräfte. Das Unternehmen soll unter anderem das moderne Schleppsonar für die geplanten MEKO-Fregatten F128 der deutschen Marine bereitstellen.
Sollte sich der Angriff auf Atlas Elektronik bestätigen, wäre damit nicht nur ein klassischer Industriebetrieb betroffen, sondern ein Unternehmen, das eine zentrale Rolle bei militärischer Hochtechnologie spielt. Gerade solche Unternehmen gelten seit Jahren als bevorzugte Ziele von Erpressungsgruppen und staatlich unterstützten Cyberangreifern.
Ausmaß des Angriffs bleibt unklar
Welche Daten die Angreifer tatsächlich erbeutet haben und ob interne Systeme verschlüsselt wurden, ist derzeit nicht bekannt. Ebenso unklar ist, ob es sich ausschließlich um einen Erpressungsangriff handelt oder ob auch ein möglicher Spionagehintergrund besteht.
Bis zu einer offiziellen Stellungnahme bleibt deshalb offen, ob Atlas Elektronik tatsächlich das betroffene Unternehmen ist. Die bislang bekannten Informationen und die Einträge der Angreifer sprechen jedoch deutlich in diese Richtung.
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