Digital Business & Startups
100 Gründer schreiben an Merz: Deutschland verliert den Anschluss
Mehr als 100 Gründer wenden sich mit einem Brandbrief an Friedrich Merz – und fordern weniger Bürokratie und einen Kurswechsel.
Mehr als 100 Gründer und Manager deutscher Tech-Unternehmen wenden sich mit einem offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz. Ihre Botschaft: Deutschland verliere im internationalen Wettbewerb zunehmend an Boden und brauche dringend Reformen, um wieder attraktiver für Gründer, Investoren und Talente zu werden.
Initiiert wurde der Brief vom Startup-Verband. Zu den Unterzeichnern gehören Vertreter einiger der bekanntesten deutschen Technologieunternehmen, darunter Flix, Zalando und Home24. Sie eint die Sorge, dass hohe Energiekosten, ausufernde Bürokratie und langsame Behörden den Standort Deutschland ausbremsen.
Was die Gründer von Merz wollen
Die konkreten Forderungen an die Bundesregierung:
- Rente investiert in Startups: Wer fürs Alter spart, soll sein Geld künftig auch in junge Wachstumsunternehmen stecken dürfen.
- Mehr Großinvestoren ins Boot: Banken, Versicherungen und Fonds sollen leichter in Startups investieren können.
- Flexiblere Kündigungsregeln für Topverdiener: Startups sollen Spitzenkräfte leichter einstellen und bei Bedarf auch kündigen können.
- Mitarbeiter zu Miteigentümern machen: Wer im Startup arbeitet, soll unkompliziert Firmenanteile bekommen. Heute sei das steuerlich viel zu kompliziert.
- Weniger Bürokratie, schnelleres Gründen: Neue Belastungen stoppen, alte abbauen. Firmengründungen sollen in 24 Stunden möglich sein.
- Mehr Ausgründungen aus Uni und Forschung: Deutschlands Labore stecken voller Ideen, so die Gründer. Die müssen raus in den Markt – mit besseren Anreizen für Startups.
- Staat kauft bei Startups ein: Die öffentliche Hand soll innovative Unternehmen gezielt als Auftragnehmer wählen.
- Eigene KI-Infrastruktur aufbauen: Deutschland braucht eigene Server, eigene Rechenkapazitäten, eigene KI-Modelle – unabhängig von US-Konzernen.
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Die Forderungen selbst sind in der Startup-Szene nicht neu und richten sich dabei nicht ausschließlich an die aktuelle Bundesregierung. Sie beschreiben Probleme, die sich über Jahre aufgebaut hätten – von den Folgen der Corona-Pandemie über den Ukraine-Krieg bis hin zu neuen Handelskonflikten und dem internationalen Wettbewerb mit China. Deutschland drohe, wichtige Zukunftsbranchen an andere Standorte zu verlieren, wenn Reformen weiter aufgeschoben würden. Ob die Politik daraus konkrete Maßnahmen ableitet, wird sich zeigen.
Digital Business & Startups
Peter Thiels Geheimgipfel aufgeflogen: Wo Mächtige über Sex & Krieg sprechen
Ein Leak enthüllt Teilnehmer und Programm von Peter Thiels geheimem Netzwerktreffen. Auf der Agenda: Weltkrieg, Dating, Philosophie.
Das Ambiente ist luxuriös. Die Öffentlichkeit ist ausgeschlossen. Peter Thiels Gruppe mit dem unscheinbaren Namen „Dialog“ traf sich in der Vergangenheit in venezianischen Palazzi und Luxushotels. Es geht um Netzwerke von politischen Amtsträgern und Tech-Bossen. Um Diskussionen über Weltkriege und exklusives Dating. Schon bald soll es wieder so weit sein. Diesmal allerdings ist es nicht so geheim.
Das US-Magazin Wired konnte Details und die Teilnehmenden des nächsten Treffens im August enthüllen. Auf der Liste stehen 222 Namen. Darunter:
- Ted Cruz, republikanischer Senator
- Scott Bessent, Finanzminister im Kabinett von Donald Trump
- Alexus Grynkewich, Europa-Chef der US-Armee
- Joe Lonsdale, Mitgründer von Palantir
- Dan Driscoll, bis April 26 hochrangiger Beamter im US-Verteidigungsministerium
Wired hat die Liste nicht vollständig veröffentlicht. Unter den Namen im Artikel sind keine Deutschen zu finden. In den sozialen Medien kursieren allerdings auch weitere Namen hierzulande bekannter Politiker. Wir haben sie dazu angefragt.
Was ist über das Treffen bekannt?
Die Dialog-Treffen sind eine Mischung aus Davos, Bilderberg und Burning Man. Das kann man sich aus den bisher durchgesickerten Infos zusammenreimen. So viel wie diesmal ist bisher nie durchgedrungen. Die nächste Ausgabe soll in der Nähe von Dublin, Irland, stattfinden. Termin: 12. bis 16. August.
Auf dem Programm stehen Themen wie „Eine Sekte aufbauen“, „Durch den 3. Weltkrieg navigieren“ und „Wie ist dein Sexleben?“
Überhaupt scheint man Privates nicht auszusparen. Bei der Registrierung konnten Teilnehmende angeben, ob sie „auf der Suche nach Liebe“ seien und Frauen, Männer oder „Andere“ kennenzulernen wünschen. Trump-Vertraute und Gendervielfalt, hier scheint sich das nicht auszuschließen.
Ausgeschlossen bleiben aber viele allein schon aus finanziellen Gründen. Von älteren Leaks ist bekannt, dass die Registrierungsgebühr 2022 bei 16.000 US-Dollar lag.
Woher kamen die Daten?
Auch politische Neigungen oder Buchtipps (Marc Aurel, Milan Kundera) konnten die Gäste eintragen. Freilich sollte das alles geheim bleiben. Dass dies nicht gelungen ist, dürfte dem elitären Techzirkel peinlich sein.
Immerhin ist Peter Thiels Firma Palantir eine Cybersicherheitsfirma. Während die Gästeliste von einer anonymen Quelle an Wired gegeben wurde, ist auch eine bekannte Hackerin an der Recherche beteiligt. Die Schweizerin „maia arson crimew“ hatte Auszüge aus dem Website-Code von Dialog aufgetrieben.
Besonders unangenehm: Die 27-Jährige sagte Forbes einmal, dass ihre Angriffe meist technisch nicht besonders anspruchsvoll seien.
Digital Business & Startups
DeepL übernimmt Mixhalo – reltix erhält 3 Millionen – NexDash bekommt weitere 2,5 Millionen
#DealMonitor
++ #DealMonitor +++ DeepL übernimmt Mixhalo +++ PropTech reltix erhält 3 Millionen +++ Neo-Carrier NexDash bekommt weitere 2,5 Millionen +++ toern sammelt 1 Million ein – unter anderem von Venture League +++

Im #DealMonitor für den 17. Juni werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.
STARTUPLAND 2027: SAVE THE DATE

The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND
+++ Du hast unsere phänomenale dritte STARTUPLAND verpasst? Dann trage Dir jetzt schon einmal unseren neuen Termin in Deinen Kalender ein: Die nächste STARTUPLAND findet am 10. März 2027 statt. Mehr über Startupland
INVESTMENTS
reltix
+++ Der B2B-Investor GF BRYCK Ventures (Gründerfonds Ruhr, BRYCK Startup Alliance), Robin Capital und Co. investierten 3 Millionen Euro in reltix. Das Startup aus Düsseldorf, 2025 von Andreas Plakinger, Léon Bamesreiter und Jan Horstmann gegründet, hat sich vorgenommen, das Thema „Hausverwaltung neu zu denken“. „Intelligente Abläufe im Hintergrund, feste Ansprechpartner vor Ort und ein intuitives Eigentümer-Portal. So wird die Verwaltung Ihrer Immobilien sorgenfrei und wertsteigernd zugleich“, teilt das Team zum Konzept mit. Derzeit arbeiten rund 20 Mitarbeitende für die Jungfirma. Nach eigenen Angaben kommt das Team bereits auf 1 Million Euro Annual Recurring Revenue (ARR). Mehr über reltix
NexDash
+++ EIT Urban Mobility, die EU-Innovationsinitiative für urbane Mobilität, investiert 2,5 Millionen Euro in NexDash. Das Berliner Startup, 2025 von Grover-Gründer Michael Cassau gegründet, übernimmt „bestehende Diesel-Flottenbetreiber, elektrifiziert deren Fahrzeuge und entwickelt gemeinsam mit Partnern Lade und Dateninfrastruktur der nächsten Generation“. Der Berliner ClimateTech-Investor Extantia Capital und der amerikanische Geldgeber Clean Energy Ventures investierten bereits 5 Millionen Euro in NexDash. Kürzlich übernahm der Neo-Carrier NexDash zudem die Rheinbacher Lkw-Spedition March Transporte. Mehr über NexDash
toern
+++ Das Investoren-Netzwerk Venture League, Superangels sowie Business Angels wie Volker Rofalski, Arndt Brockmann, Jens Schumann und Martina Pfeifer investieren 1 Million Euro in toern. Beim Hamburger Startup, 2023 von Alena Schneck, Eva Aumüller und Jonas Zeuner gegründet, dreht sich alles um Retourenhandling. „toern matcht ungewollte Artikel mit potentiellen neuen Käufer*innen, indem Retouren direkt an die nächsten Käufer*in gesendet werden und keinen unnötigen Umweg über Logistikzentren nehmen“, heißt es zum Konzept. Mehr über toern
MERGERS & ACQUISITIONS
DeepL – Mixhalo
+++ Das Kölner KI-Unternehmen DeepL übernimmt das Team sowie die Technologie des 2016 gegründeten US-Audio-Spezialisten Mixhalo. „Die Investition erweitert die Möglichkeiten von DeepL Voice, der KI-gestützten Echtzeit-Sprachübersetzungslösung des Unternehmens, um größere und komplexere Umgebungen, in denen Geschwindigkeit, Klarheit und Zuverlässigkeit entscheidend sind – darunter Großveranstaltungen, Konferenzen, Kundensupport und Geschäftsabläufe“, heißt es zur Übernahme. Der Zukauf „markiert zugleich die Eröffnung von DeepLs erstem Büro in San Francisco“. Das Unicorn möchte so noch mehr Präsenz in den USA zeigen. Zu den US-Kunden von DeepL gehören schon jetzt Firmen wie NVIDIA, Cisco und Nasdaq. Mehr über DeepL
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Foto (oben): azrael74
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5 neue Startups: baugenic, Qurie, Qorelo, IB-7, offgen
#Brandneu
Es ist wieder Zeit für neue Startups! Hier einige ganz frische Firmen, die jeder kennen sollte. Heute stellen wir diese Jungunternehmen vor: baugenic, Qurie, Qorelo, IB-7, offgen.

deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten, an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die vor Kurzem aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.
baugenic
Das ConTech baugenic aus Westoverledingen, von Florian Backer und Steffen Kruse ins Leben gerufen, setzt auf „KI-gestützte Software für Bauunternehmen“. Die Plattform soll Bauunternehmen unter anderem bei der „automatischen Prüfung von Leistungsverzeichnissen, der Bewertung von Konfliktsituationen sowie bei allgemeinen bauspezifischen Fragestellungen“ unterstützen.
Qurie
Qurie aus Freiburg, von Christian Vogel und Kilian Bartholomé als Ausgründung des Fraunhofer-Instituts für Physikalische Messtechnik IPM gegründet, entwickelt „elektrokalorische Kühlsysteme, die ohne Kompressor, ohne Kältemittel und ohne Druckaufbau auskommen“.
Qorelo
Bei Qorelo aus Berlin, von Nicholas Torabi, Louis Schmidlin und Marino Kurtovic´ an den Start gebracht, handelt es sich um eine KI-gestützte Plattform, die SAP-Beratern und Unternehmen dabei hilft, Projekte schneller umzusetzen und Systeme schneller zu warten, ohne dabei Abstriche bei der Genauigkeit zu machen.
IB-7
Die Beauty Firma IB-7 aus Wien definiert Hautpflege neu, indem es „jahrtausendealtes Schönheitswissen mit KI-gestützter Analyse verbindet“. „Auf Basis von Erkenntnissen aus über 300 Beauty-Richtungen identifizieren wir Wirkstoffe, Wirkmechanismen und Formulierungslogiken mit dem Ziel, maximal effektive Produkte zu entwickeln“, so die von Michael Rohrmair angeschobene Firma.
offgen
Hinter offgen aus München verbirgt sich ein „KI-natives Slide-Generation-System für Profis“. „Wir bauen das Agentic System für Slide Generation, das Deinen Master versteht, Deine Storyline erstellt und vollständig markenkonforme Präsentationen in einem Bruchteil der Zeit produziert“, teilt das Team der Gründer Maximilian Betz, Robin Mattis und Florian Ploszczyk mit.
Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!
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Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3
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