Apps & Mobile Entwicklung
Patenstreit mit Nokia beigelegt: Acer und Asus dürfen in Deutschland wieder verkaufen

Seit Februar durften Acer und Asus in Deutschland keine Produkte mehr verkaufen und bewerben, die einem Richterspruch zufolge bei der Beschleunigung des H.265-Codecs ohne Lizenz für von Nokia patentierte Technologien zurückgriffen. Jetzt wurde eine Einigung erzielt, der Verkauf kann nach über vier Monaten wieder anlaufen.
Rechtsstreit beigelegt
Zuerst darüber berichtet hat am heutigen Montag ChannelPartner unter Berufung auf Aussagen von Acer auf einem Partner-Event in Hamburg davon. Auch Asus hat sich inzwischen geäußert, gegenüber ComputerBase heißt es:
ASUS und Nokia haben eine Schiedsvereinbarung zur Beilegung ihrer Patentstreitigkeiten geschlossen. In diesem Zusammenhang werden die laufenden Rechtsverfahren zwischen beiden Unternehmen, einschließlich der Verfahren in Deutschland, ausgesetzt beziehungsweise zurückgenommen. Wir freuen uns, einen einvernehmlichen Rahmen für die Lösung dieser Angelegenheiten gefunden zu haben und die Zusammenarbeit mit einem gemeinsamen Verständnis für Innovation und den Schutz geistigen Eigentums fortzusetzen.
Demzufolge haben sich beide Parteien in einem Schiedsverfahren geeinigt, höchstwahrscheinlich auf das Niveau der in Zukunft von Acer und Asus an Nokia zu zahlenden Lizenzgebühren für von den Patenten betroffene Endgeräte.
Wenn es um die Höhe der Lizenzgebühren geht, ist dabei immer wieder entscheidend, ob die betroffenen Patente unter die sogenannte FRAND-Regelung fallen. FRAND steht für „Fair, Reasonable and Non-Discriminatory“ und damit für spezielle Lizenzbedingungen für Patente, bei denen die Patentinhaber von den Nutzern eines Standards in einer sanften Weise Gebühren erhalten, die die Akzeptanz des Standards nicht unnötig gefährdet. Neben der eigentlichen Patentverletzung ist mit Blick auf FRAND daher auch immer wieder die Höhe der Lizenzgebühr Gegenstand der Verhandlungen vor Gericht. Das Landgericht München hat sich in diesem Zusammenhang als eine von klagenden Firmen gerne aufgesuchte Adresse in Deutschland etabliert.
Die von Nokia vor dem Landgericht München monierten Patente standen alle im Zusammenhang mit dem Codec H.265, beim Patent EP 2 661 892 gab das Gericht Ende Januar dem Eilantrag von Nokia auf ein sofortiges Verkaufs- und Werbeverbot statt. Händler durften noch Lagerware verkaufen, Asus und Acer selbst aber keine neue Ware über eigene Vertriebskanäle oder Händler mehr auf den deutschen Markt bringen.
Der Verkauf läuft wieder an
Mit der Einigung können beide in Zukunft wieder Produkte wie Notebooks oder Mini-PCs, die in der Lage sind, den H.265-Codec hardwarebeschleunigt wiederzugeben, anbieten. Andere Hersteller hatten in der Vergangenheit bereits darauf gesetzt, die Fähigkeit zur Hardware-Beschleunigung von H.265 per Firmware zu deaktivieren um Lizenzgebühren an Nokia zu vermeiden.
- Wegen Lizenzgebühren?: Dell und HP liefern Notebooks ohne HEVC-Decoding aus
Doch auch Inhaber anderer Produkte von Asus und Acer dürften sich freuen, denn bis heute führte das Werbeverbot insbesondere bei Asus dazu, dass die deutschen Webseite nicht in Gänze nutzbar war, weil Weiterleitungen dafür sorgten, dass auch Seiten wie für den Support von Mainboards oftmals ohne VPN auch über die internationale Webseite mit einer IP aus Deutschland nicht erreichbar waren.
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EcoFlow Stream 5000 und 3000: Neues Balkonkraftwerk macht Anker Solix Konkurrenz
EcoFlow kündigt zur Intersolar 2026 eine Reihe neuer Produkte an. Neben der Energiemanagement-Plattform Oasis 3.0, dem KI-basierten Energieassistent EcoFlow EcoBot und der Ocean 2 Heimspeicherfamilie gehört dazu auch das neue Plug-in-Solarsystem Stream 2, mit dem der Hersteller Anker Solix Konkurrenz macht.
Balkonkraftwerk mit 3 und 5 kWh
Die 2. Generation der Stream-Serie für kleine und große Balkonkraftwerke umfasst unterschiedliche Modelle: Stream 3000, Stream 5000, Stream AC 5000 sowie jeweils Erweiterungsbatterien mit 3 und 5 kWh Kapazität. Auch bei diesen Modellen stehen die 3000 und 5000 für die Kapazität des in das All-in-One-System mit Wechselrichter integrierten Akkus mit 3 und 5 kWh (3.014 Wh und 5.024 Wh).
Ein Vergleich mit der Anker Solix Solarbank 4 Pro zeigt, wie ähnlich viele Leistungsdaten beider Systeme sind, was nicht die einzige Parallele zwischen Solarbank 4 Pro und Stream 5000 ist, wie das neue Design und die daraus resultierenden Änderungen bei EcoFlow belegen.
Lokale Steuerung statt lokale APIs
EcoFlow bietet mit der Stream 3000 und Stream 5000 auch eine lokale Steuerung des Systems über die App. So kann das System auch ohne Cloud-Anbindung oder Internet weiterhin gesteuert werden. Zum Start wird diese lokale Steuerung aber noch nicht bereitstehen, sondern soll im September per Update folgen. Anker bietet hingegen lokale APIs, mit denen man das System beispielsweise über Home Assistant steuern kann, was aber eine solche Plattform, zusätzliche Konfiguration und die Kenntnis darüber erfordert.
Neues Design mit stapelbarem Speicher
Die markanteste äußere Veränderung des Stream 3000 und Stream 5000 ist das komplett neue Design der Serie. Einerseits verzichtet EcoFlow auf ein Gehäuse aus Kunststoff und setzt nun auf Aluminium, da dies von Kunden als hochwertiger eingeschätzt wird, andererseits sind die Steckersolarsysteme nun so aufgebaut, dass sie weniger Grundfläche benötigen, dafür aber höher sind. Das Feedback der Kunden sei gewesen, dass sie zum Aufstellen zwar Platz in der Höhe hätten, nicht aber in der Fläche. Aus diesem Grund lassen sich die Zusatzbatterien nun auch unter die Haupteinheit stellen und kabellos über Kontakte mit dieser verbinden. Hier setzt EcoFlow künftig also auf dasselbe Konzept, wie Anker Solix es mit der Solarbank seit mehreren Generationen verfolgt. Für Nutzer ist diese Änderung eine enorme Verbesserung. Einerseits muss nicht wie bei der letzten Generation ein zusätzliches Kabel erworben werden, das anfänglich zudem schlecht verfügbar war, andererseits müssen Erweiterungsbatterie und Haupteinheit nicht mehr nebeneinander gestellt werden.
4 MPPT und hohe Ausgangsleistung
Stream 5000 und Stream 3000 unterscheiden sich in der Akkukapazität und der Ein- und Ausgangsleistung über AC und Solar. Stream 5000 und Stream AC 5000 unterscheiden sich hingegen in den PV-Anschlüssen, denn die Stream AC 5000 verzichtet als reiner Nachrüstspeicher gänzlich auf Solareingänge. Sie kann beispielsweise bei einer vorhandenen Dach-PV-Anlage ohne Speicher an einer beliebigen Stelle im Haushalt nachgerüstet werden, um Überschussleistung zu speichern. Auf diese Weise lassen sich insgesamt bis zu 90 kWh an Speicher verteilt nachrüsten.
Stream 5000 bietet 4 MPPT für insgesamt maximal 5.000 Watt Solarleistung, kann also über jeden Anschluss 1.250 Watt verarbeiten. Stream 3000 verfügt zwar auch über 4 MPPT, diese unterstützen aber jeweils nur 600 Watt und so maximal in Summe 2.400 Watt. Selbst dies ist aber mehr als beim größten Vorgänger, der Stream Ultra X (Test), die auf maximal 2.000 Watt kommt.
Stream 5000 kann eine Ausgangsleistung von bis zu 3.000 Watt bereitstellen, wenn Solarenergie über die PV-Eingänge bereitsteht oder eine Erweiterungsbatterie verbunden ist. Die maximale AC-Eingangsleistung über den On-Grid-Anschluss erhöht sich ebenso von 2.500 Watt auf 3.000 Watt, wenn eine Erweiterungsbatterie verbunden ist.
Integrierte Heizung und 10 Jahre Garantie
Die Betriebstemperatur liegt bei allen Geräten zwischen -20 und +55 °C. Bei Temperaturen unter 10 °C wird eine integrierte Batterieheizung genutzt, damit der Akku effektiv arbeiten und noch geladen werden kann. Alle Geräte sind nach IP65 gegen Staub und Wasser geschützt und können auch im Freien eingesetzt werden. EcoFlow nennt für alle Speicher eine Lebensdauer von 10.000 Ladezyklen und gewährt auf alle Geräte eine 10-jährige Garantie. Für die Kommunikation unterstützen Stream 3000, Stream 5000 und Stream AC 5000 WLAN, Bluetooth und CAN.
Statt zwei Steckdosen für elektrische Geräte bietet Stream 2 zwar nur noch eine solche Steckdose, das Feedback der Nutzer sei jedoch gewesen, dass sie ohnehin nur eine Steckdose an der Stream-Serie (Test) genutzt hätten, weshalb man durch den Verzicht auf die zweite Steckdose das Design verkleinern habe können, so EcoFlow im Gespräch mit ComputerBase.
Die Stream 3000 misst 295 × 308 × 267 mm. Bei der Stream 5000 sind es 295 × 488,5 × 298 mm und bei der Stream AC 5000 295 × 479 × 287 mm. Die Stream Erweiterungsbatterie 5 kWh misst 295 × 519 × 267 mm, die Stream Erweiterungsbatterie 3 kWh hingegen 295 × 306 × 267 mm. Die Stream 5000 wiegt rund 45 kg, ist also etwas leichter als die Anker Solix Solarbank 4 Pro, die etwas über 50 kg wiegt. Stream 3000 bringt es hingegen auf rund 25 kg.
Über ein integriertes Display zeigen die EcoFlow Stream 3000 und Stream 5000 den Ladestand des Akkus an.
Auch die zweite Generation der Stream-Mini-PV-Systeme verfügt wieder über zahlreiche Schutzmaßnahmen. Explizit wirbt der Hersteller auch damit, dass man zwei Überdruckventile verbaut, falls es im Inneren der Systeme doch mal zu einem Fehler kommen sollte, während die Konkurrenz wie auch Anker Solix lediglich ein solches Ventil verbaut hat.
Gateway bündelt die Leistung
Mit dem neuen EcoFlow Gateway kann man zudem mehrere Stream 5000 zusammenschalten, um eine Kapazität von bis zu 45 kWh an einem Gateway zu realisieren, was zu einer Ausgangsleistung von 9.000 Watt und einer Solareingangsleistung von bis zu 15.000 Watt über das Gateway führt.
Preis und Verfügbarkeit
Die neue Stream-Serie der zweiten Generation wird voraussichtlich ab Juli erhältlich sein. In Deutschland startet EcoFlow mit den folgenden Early-Bird-Angeboten für die neuen Geräte:
- Stream 5000: 1.599 Euro UVP, 1.299 Euro Startangebot
- Stream AC 5000: 1.499 Euro UVP, 1.199 Euro Startangebot
- Expansion Battery 5000: 1.399 Euro UVP, 999 Euro Startangebot
- EcoFlow Stream Gateway: 399 Euro UVP, 269 Euro Startangebot
- EcoFlow Smart Meter Dual CT: 129 Euro UVP, 99 Euro Startangebot
- EcoFlow Smart Meter IR: 99 Euro UVP, 79 Euro Startangebot
Auch hier bietet sich eine Gegenüberstellung zur Anker Solix Solarbank 4 Pro an:
Im Vergleich zum neuen System von Anker Solix startet EcoFlow mit der neuen Stream-Serie somit günstiger in den Markt.
Oasis 3.0 und EcoBot vorgestellt
Zentrales Betriebssystem von EcoFlows Energiegeräten ist das neue Oasis 3.0, die Energiemanagement-Plattform von EcoFlow. Das System analysiert unter anderem Stromtarife, Wetterprognosen, Verbrauchsmuster im Haushalt sowie den Status angeschlossener Geräte, um darauf aufbauend die Energienutzung zu automatisieren.
Darüber hinaus stellte EcoFlow den EcoBot vor, einen KI-gestützten Energieassistenten, der die Interaktion mit dem Energiesystem über natürliche Sprache ermöglicht. Nutzer können Einstellungen anpassen, Energiepläne erstellen und Empfehlungen erhalten, ohne sich mit den Menüs auseinandersetzen oder Zeitpläne erstellen zu müssen. Oasis 3.0 und der EcoFlow EcoBot sollen Nutzern so einen intuitiveren Ansatz bieten, die selbst erzeugte und gespeicherte Energie optimal zu nutzen.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von EcoFlow unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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AMD Ryzen 7 5800X3D im Re-Test
AMD stellt den Ryzen 7 5800X3D als AM4 10 Years Anniversary Edition erneut vor. Der Test verrät, wer zugreifen darf – und wer nicht. Denn am Ende ist die Zen-3-basierte CPU bald 6 Jahre alt, entsprechend gering die Leistung. Das lohnt letztlich nur für Ryzen-2000/3000-Aufrüster mit Fokus Gaming – und bleib kostspielig.
Verrückte Zeiten erfordern auch mal verrückte Produkte, so könnte man AMDs Reanimation eines längst eingestellten Prozessors auch beschreiben. Die Speicherkrise vor allem rund um Arbeitsspeicher jeder moderner Art hat Preise hervorgebracht, die in der Branche nun jeder fürchtet. Denn mit den hohen Preisen stirbt auch das Endkundengeschäft, Neuanschaffungen werden schlichtweg aufgeschoben, ältere Hardware einfach weiter genutzt. Und so stimmte auch AMD zur Computex 2026 und der Vorstellung des neuen alten Prozessor, der DDR4 benötigt, mit ein, dass DDR5 wohl noch mindestens 2 Jahre teuer bleibt.
Der AMD Ryzen 7 5800X3D ist zurück!
Genau in diese Nische bringt AMD deshalb den Ryzen 7 5800X3D zurück. Er soll Nutzer eines älteren AM4-Systems mit vielleicht 3000er oder 2000er Ryzen animieren, ein letztes Upgrade in Form dieser CPU vorzunehmen; der Rest der Plattform kann weiter genutzt werden. Und diese Nutzer kann AMD auch schröpfen, hat es den Anschein, denn die UVP hat sich gewaschen: 360 Euro für einen Acht-Kern-Prozessor mit geringem Takt und Architekturbasis von vor sechs Jahren sind allein betrachtet schlichtweg viel zu teuer. Aber: Verrückte Zeiten erfordern auch mal verrückte Produkte. Und deshalb kann es funktionieren, wie der erneute Test mit dem originalen 5800X3D hier und heute zeigt – denn ein Muster der Neuauflage liegt ComputerBase nicht vor.
Der neue AMD Ryzen 7 5800X3D ist im Kern der alte Ryzen 7 5800X3D. Ein Takt von bis zu 4,5 GHz und eine Basis auf Zen 3 stimmen mit dem Modell zur Vorstellung vor über vier Jahren überein, selbst auf AMDs Produktseite wurden nur neue Bilder der Verpackung eingefügt. Von einem neuen Stepping für die CPU ist aktuell nicht auszugehen. Neu ist nur die UVP: Seinerzeit kostet er fast 500 Euro, heute „günstigere“ 360 Euro. Vier Jahre später ist aber auch das nicht mehr günstig für so alte Hardware, gleichwertige Leistung gibt es heute für die Hälfte des Geldes, wie im Test später gezeigt wird.
Die günstige* AM5-X3D-Verstärkung kommt in drei Wochen
Dennoch hat AMD dabei auch ein hausgemachtes Problem. Einerseits ist es zwar schön, dass der Sockel AM4 noch einen letzten Atemzug erhält, andererseits wird aber stetig klarer, dass der Sockel AM5 noch viel länger lebt und wohl nach der aktuellen Zen-5-Generation nicht nur Zen 6 im kommenden Jahr sondern auch noch Zen 7 erhält. Denn AMD lies durchblicken, dass sich ein neuer Sockel erst mit neuem RAM-Standard alias DDR6 und PCI Express 6.0 lohne – das ist jedoch kaum vor 2030/2031/2032 im Consumer-Umfeld der Fall.
Insofern ist ein Einstieg beim Sockel AM5 heute noch immer eine Langzeitinvestition – genau dafür bringt AMD in gut drei Wochen Mitte Juli 2026 auch eine passende CPU: den AMD Ryzen 7 7700X3D. Und das ist nicht nur die viel bessere, sondern auch noch günstigere CPU als der 5800X3D; auch ein Grund, warum sie später erscheint. Wobei günstig* auch relativ ist: 329 US-Dollar sind es für eine CPU aus der Vorgängergeneration eigentlich auch nicht, wenn das Gaming-Flaggschiff der aktuellen Generation ab 388 Euro kostet und der 7800X3D als Tray-Lösung sogar ab 275 Euro beginnt. Wie schon mehrfach gesagt, verrückte Zeiten eben.
Die Speicherfrage ist entscheidend: DDR4 vs. DDR5
Das verdeutlicht aber gleich zwei Punkte: Der 5800X3D ist nur etwas für die, die schon auf der AM4-Plattform sitzen und/oder dafür passenden DDR4-Speicher verbaut respektive noch im Schrank liegen haben. Denn bei einer Neuanschaffung rechnet sich das trotz vermeintlich „günstigerem“ Speicher ganz und gar nicht. Hier muss dann stets zum Sockel AM5 gegriffen werden, denn AM4 ist eben alt, die Mainboards viel knapper ausgestattet – für den Einstieg reicht das aber auch aktuell noch.
DDR4-Speicher als UDIMM kostet ab 3.200 MT/s, also DDR4-3200, aktuell ab 6 Euro pro Gigabyte. 32 GByte gibt es in Form von zwei Modulen so ab rund 200 Euro. Das ist deutlich günstiger als DDR5, auf das Gigabyte gerechnet ist dieser mindestens 50 Prozent teurer: 8 eher 9 Euro pro Gigabyte müssen bei DDR5 gezahlt werden.
Das Problem bei DDR5 ist jedoch zusätzlich, dass die Module im Durchschnitt eine viel höhere Kapazität bieten, die auf das Gigabyte gerechnet günstigsten Varianten sind 24- und 32-GByte-Module oder gar 48-GByte-DIMMs. Das wiederum treibt den Preis für ein Kit nach oben. Nur wer genauer sucht, findet 16-GByte-Module, die im Doppelpack aber 11 Euro pro Gigabyte oder summa summarum 350 Euro kosten.
Der Vorteil für DDR4 gegenüber DDR5 ist also klar: Mindestens 150 Euro ist die Preisersparnis bei gleicher Speichermenge derzeit im Handel. Spricht also nun direkt alles für den Sockel AM4 mit DDR4-Unterstützung? Mitnichten. Denn genau dieser Frage ist ComputerBase bereits zu Beginn des Jahres in mehreren Artikel nachgegangen. Denn im Sockel AM5 können auch die günstigsten CPUs, die nicht einmal 200 Euro kosten, schon die Leistung eines 5800X3D bieten, zudem können sie problemlos beispielsweise mit nur einem Speichermodul betrieben werden und liefern immer noch sehr hohe Leistung – der vermeintliche Vorteil der alten Plattform ist dahin. Aber die Rechnung gilt nur, wenn alles neu gekauft werden muss. Sind bereits Bauteile vorhanden oder noch im Einsatz, wird das wie gesagt anders.
Auch Intel lässt Sockel LGA 1700 mit DDR4 weiterleben
AMD ist bei der CPU-Unterstützung für einen Prozessorsockel und Modell, die auch noch DDR4-Speicher nutzen, nicht allein. Auch Intel führt die Serie im Sockel LGA 1700 fort, die mit Intel Alder Lake eingeführt wurde, und seitdem bereits einige Refreshes mit Intel Raptor Lake gesehen hat und selbst 2027 noch sehen soll. Mit DDR4-Speicher im Schrank oder gar Einsatz ist auch hier eine ähnlich wenn nicht gar bessere Alternative im Programm, denn CPUs von Intel gibt es nicht nur günstiger, sie sind pauschal langsamer, vor allem in Anwendungen stets durchweg deutlich schneller.
Ein gutes Beispiel und deshalb auch einige Jahre in der CPU-Rangliste vertreten ist der Intel Core i5-14600K und seine Abwandlung KF oder selbst der Vorgänger 13600K(F). Zu Preisen ab 223 Euro breit verfügbar, kostet der „neue“ 5800X3D 50 Prozent mehr – dabei ist der 14600KF mitunter 40 Prozent schneller.
Auch Intels CPUs haben aber das gleiche Problem wie AMDs im alten Sockel: Neue Lösungen alias Core Ultra 200 sind eigentlich viel günstiger. Aber: Der DDR5-Speicher ist teurer. Und bei Intel kommt erschwerend hinzu, dass die Plattform mit Sockel LGA 1851 nach einer Serie auch schon wieder eingestellt wird. Langlebigkeit gab und gibt es hier nicht.
Das alte neue Duell: 5800X3D vs. 14600K (vs. Ryzen 5 3600)
Zeit also für eine ganz aktuelle Bestandsaufnahme, um den Re-Start des 5800X3D noch einmal zu begleiten. Das BIOS für das B550-Board aktualisiert, funktioniert der AMD Ryzen 7 5800X3D sofort problemlos auch unter der aktuellsten Windows-11-Version im Zusammenspiel mit einer ROG Astral RTX 5090.
Ein alter Prozessor mit alten Probleme
Das Kuriosum: 5 Jahre alte Probleme, die längst gelöst schienen, gibt es auch Mitte 2026 noch. ReBAR ist auf dieser Plattform default noch deaktiviert, potenziell geht ohne Eingriff Leistung verloren. Zurück ins BIOS und mit einem Klick ist das Problem aber schnell gelöst – als Kunde ist jedoch Obacht geboten.
DDR4 für Intel LGA 1700 ist auch schon alt
Beim Herausforderer Intel Core i5-14600K ist es ganz ähnlich. Ein B660-DDR4-Mainboard für Sockel LGA 1700 wurde das letzte Mal im Jahr 2022 angefasst, das BIOS aus dem Oktober 2022 wird also auf Stand Mai 2026 aktualisiert. Auch hier klappt das alles problemlos, das System läuft.
Was am Ende zu erwarten ist, hatte AMD bereits prognostiziert: Intels CPU ist auf der DDR4-Plattform die langsamere. Da in Spielen regulär 14900K und 14600K nur wenige Prozente trennen, ist die Richtung also auch für den 14600K im Test klar definiert.
Der typische AM4-Prozessor zuvor: Ryzen 5 3600
Als dritter Testkandidat reiht sich mit dem Ryzen 5 3600 ein Prozessor ein, den auch AMD als Upgrade-Ziel ausgemacht hat, auch wenn die Auswahl aus den zahlreichen Ryzen 2000 und 3000 schwer fällt.
Dabei sollte klar sein: Schon reguläre Ryzen 5000 machten zum Start gegenüber Ryzen 3000 einen Sprung in Spielen von fast 30 Prozent. Der X3D löste zusätzlich die Bandbreitenprobleme mit DDR4 und andere Problemstellen, sodass ein weiterer großer Sprung hinzukam. Im ersten Test lag der 5800X3D so bereits über 60 Prozent vor einem AMD Ryzen 5 3600.
Und heute? Finden wir es heraus!
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Gerüchte für 2026 bis 2028: Runderneuerte MacBooks und KI für HomePod und Apple TV

Apple bereitet für Bald-CEO John Ternus eine regelrechte Produktlawine vor: Neben neuen iPhones, iPads und Apple Watches soll es frisch designte MacBooks, HomePods, Apple TVs, KI-Brillen und den Einstieg in die Robotik bis zum Jahr 2028 geben.
Mac: Überarbeitung zum Jahreswechsel
Das berichtet zumindest Mark Gurman von Bloomberg, der sich auf die Zeitpläne jedoch nur grob festlegen lassen möchte. Beim MacBook sollen Ende dieses Jahres oder Anfang 2027 mit den M6 Pro und Max runderneuerte MacBook Pros anstehen, die sich dann mit Dynamic Island, Touchscreen und neuen Funktionen deutlich von den letzten fünf Generationen abheben. Auch ein neues Design könnte mit an Bord sein, denn die neuen MacBook Pros sollen dünner werden.
Im Herbst soll zudem ein neuer Mac Studio erscheinen, der sich aufgrund der Speicherkrise bisher verzögert hat. Ein Wechsel auf den M5-Chip der Max- oder Ultra-Klasse ist hier wahrscheinlich. Wie Apple bereits bestätigt hat, werden Preiserhöhungen bei allen Produkten unvermeidbar sein.
Sonstiges: Smart Home und KI
Neben dem iPhone sind große Sprünge jedoch explizit im Bereich des smarten Zuhauses und bei den AirPods zu erwarten. Zudem soll der Konzern in die Produktkategorie der KI-Brillen vorstoßen. Das Grundgerüst hierfür wurde mit der neuen Siri AI zur WWDC Anfang Juni erst als mögliches Grundgerüst vorgestellt.
2026: Neuer Apple TV
Der Startschuss für das neue smarte Zuhause von Apple könnte schon dieses Jahr fallen, wenn der Konzern eine neue Apple-TV-Box und einen neuen Smart-Home-Hub mit Display vorstellt, die beide Apple Intelligence unterstützen sollen. Damit einhergehen wird dann auch die Einbindung von Siri AI in das Smart Home und möglicherweise tvOS. Für das Betriebssystem des Apple TV hat der Konzern zur WWDC und auf der eigenen Website bisher keine neue Version für den Herbst angekündigt.
Ebenfalls in Vorbereitung soll laut Gurman ein neuer HomePod mini sein. Hierzu gibt es zwar kaum Informationen, es ist jedoch davon auszugehen, dass Apple den Klang überarbeitet und auch den neuen HomePod mini in die KI-Systeme zumindest einbindet.
2027: KI-Brillen
Im ersten Halbjahr soll es dann wieder ruhiger werden, wobei einige Vorstellungen aus diesem Jahr aus strategischen Gründen auch in die ersten Monate des Jahres 2027 verschoben werden dürften.
Im zweiten Halbjahr sollen neben den komplett neu designten iPhone 20 Pro (Max) dann Apples erste KI-Brille erscheinen. Hierfür schafft der Konzern im Hintergrund immer Grundlagen, denn mit der „visuellen Intelligenz“ kann Apple Intelligence etwa ab iOS 27 bereits auch die Umgebung des Nutzers analysieren. Das wird aktuell jedoch nur über bestimmte Modi in der Kamera oder über den Kamera-Knopf unterstützt. Eine mögliche KI-Brille könnte weitergehen und die Umgebung effektiver analysieren und diese Informationen über Siri AI dem Nutzer im Alltag zur Verfügung stellen.
Helfen sollen dabei auch neue AirPods. Diese sollen erstmals mit Kamera ausgestattet vermutlich eine ähnliche Funktion erfüllen, und das verbundene iPhone, mit zusätzlichen Daten für die digitale KI-Assistentin füttern.
2028: Robo-Bildschirme
Ab dem Jahr 2028 soll Apple dann in das Geschäft rund um Robotik einsteigen. Den Anfang soll ein motorisierter Bildschirm-Arm machen, der dem Nutzer folgen soll.
Weiter in der Zukunft sollen zudem eine neue Vision Pro sowie AR-Brillen veröffentlicht werden. Letztere würden dann der KI-Brille einen Bildschirm hinzufügen, wie es Meta mit Project Orion bereits vorhat oder Google vor über 10 Jahren demonstriert hatte.
Übersicht 2026 bis 2028
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