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Samsung produziert ab Jahresende High-End-Speicher UFS 5.0


Samsung will im vierten Quartal 2026 die Serienproduktion von Universal Flash Storage (UFS) 5.0 beginnen. Solcher Massenspeicher dürfte folglich 2027 in High-End-Smartphones, hochpreisigen Embedded-Systemen und in Autos debütieren. Ein geeigneter Kandidat wäre die Smartphone-Serie Galaxy S27 im Frühling 2027.

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In der eigenen Ankündigung übernimmt Samsung die Erwartungen der JEDEC Solid State Technology Association, die für den UFS-Standard verantwortlich ist. Eigene UFS-5.0-Bausteine sollen eine Lesegeschwindigkeit von bis zu 10,8 Gigabyte pro Sekunde (GByte/s) erreichen. Schreibend sind bis zu 9,5 GByte/s drin.

Verglichen mit bisherigen UFS-4.1-Bausteinen ist das mehr als doppelt so viel; sie kamen noch auf maximal 4,3 GByte/s. Dazu nutzt der Nachfolgestandard primär modernere Speicher-Interfaces, die die Signalqualität erhöhen und dadurch doppelte Transferraten schaffen. Die Effizienz für bewegte Megabyte pro Watt soll auch dank modernerer Fertigungstechnik um bis zu 40 Prozent steigen. Das heißt, für die gleichen Datenmengen benötigt UFS 5.0 weniger Energie als UFS 4.1, in der Spitze steigt die elektrische Leistungsaufnahme aber.

Samsung will Varianten mit Kapazitäten bis einem Terabyte herstellen. Auf einem Mainboard wird typischerweise ein einzelner Baustein verlötet, der bei UFS 5.0 um 16,7 Prozent schrumpft. Samsung nennt Abmessungen von 7,5 mm × 13 mm × 0,9 mm. Jeder gesparte Quadratmillimeter ist insbesondere bei Smartphones und Wearables wichtig, da so mehr Platz für andere Komponenten bleibt.

Andere Hersteller dürften ebenfalls bis Ende 2026 die Serienproduktion von UFS 5.0 beginnen. Kioxia etwa hat bereits angekündigt, Testmuster an Hersteller zu verteilen. Unter anderem SK Hynix ist typischerweise ebenfalls vorn mit dabei.


(mma)



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3D-Drucker-Deals: Die besten Schnäppchen zum Prime Day – Bambu günstig wie nie


Farbdrucker von Flashforge für 269 Euro, mehrere Bambu-Lab-Drucker zum ersten Mal rabattiert und weitere Schnäppchen: Diese Woche ist ein guter Zeitpunkt, um einen 3D-Drucker zu kaufen.

Amazon listet diverse 3D-Drucker auf seiner Prime-Day-Seite als reduziert. Im Check mit dem Preisvergleich haben wir festgestellt, dass kein einziges Angebot davon wirklich gut ist. Doch an anderer Stelle gibt es 3D-Drucker in dieser Woche deutlich günstiger – unter anderem bei Bambu Lab selbst, die vierjährigen Geburtstag mit Tiefstpreisen feiern, oder bei anderen Händlern wie Joybuy.

Anycubic Kobra S1 Combo

Der geschlossene Kobra S1 von Anycubic mit Farbwechselsystem ist aktuell bei Joybuy für 349 Euro zu haben. Das ist nicht nur ein absoluter Tiefstpreis, sondern auch 70 Euro unter dem nächst günstigen Händler, der das Gerät für 419 Euro listet. Das entspricht einem Rabatt von knapp 17 Prozent.

Bambu Lab

Bei Bambu Lab heißen die Prime-Angebote „4. Geburtstag“ – und es gibt Tiefstpreise für fünf Druckermodelle. Die Preise sind gültig bis zum 15. Juli, solange die Produkte verfügbar sind. Die neueren Drucker P2S, H2S und H2C sind zum ersten Mal überhaupt rabattiert, auf die ganz frischen Modelle X2D und A2L gibt es aktuell keinen Nachlass.

Wer auf der Suche ist: Die Einsteigerdrucker der A-Serie sind Preis-Leistungs-Nobrainer. Hier macht man nichts falsch. Für erste Erfahrungen reicht schon das kleine Modell A1 Mini mit 18 x 18 x 18 cm Bauraum, der große Bruder A1 kommt auf circa 25 x 25 x 25 cm. Ambitioniertere Einsteiger sollten sich den P2S ansehen, der dank geschlossenem Gehäuse mit deutlich mehr Materialien zurecht kommt. Die High-End-Modelle X2D und H2D mit Dual-Druckdüse oder der Werkzeugwechsler H2C sind vor allem für Anwender ideal, die mehrere Farben und Materialien gleichzeitig verarbeiten wollen.

Der H2D von Bambu Lab ist zum ersten Mal überhaupt rabattiert.

Bei den Links in der folgenden Tabelle handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält heise bestenlisten eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.

Creality K2 Combo

Den Creality K2 als Combo mit Farbwechselsystem gibt es aktuell bei 3DJake für 499 Euro – absoluter Tiefstpreis. Zwar gab es den Drucker in dieser Ausführung vor ein paar Wochen schon mal zu diesem Preis, üblich sind aber knapp 560 Euro. Das entspricht einem Preisnachlass von 11 Prozent.

Snapmaker U1

Der Snapmaker U1 hat bei uns im Test als bester Farbdrucker abgeschnitten. Das Gerät kostet im herstellereigenen Online-Shop aktuell aufgrund einer 10-Jahres-Jubiläumsaktion 849 Euro statt 899 Euro. Über unseren Link und den Gutscheincode heise_bestenlisten gibt es noch einmal 5 Prozent, sodass der Preis auf 806,55 Euro fällt – ein Nachlass von insgesamt gut 10 Prozent.

Der Snapmaker U1 hat vier Druckköpfe mit eigenem Hot-End und Extruder-Antrieb. Jeweils ein Druckkopf ist im Einsatz, die anderen werden hinten im Drucker geparkt.

Elegoo Centauri Carbon 2

Der Centauri Carbon der ersten Generation hat sich bei uns im Test bewährt und war lange Zeit Preis-Leistungs-Sieger. Auch das neuere Modell mit dem Canvas-Farbwechselsystem hat im Test überzeugt. Der Drucker ist gerade zum absoluten Tiefstpreis von 373 Euro bei eBay mit Gutscheincode NEUMIX zu haben. In den vergangenen Wochen kostete das Gerät um die 400 Euro, was einem echten Nachlass von 7 Prozent entspricht.

Elegoo Centauri Carbon 2

Flashforge AD5X

Ein Drucker mit Farbwechselsystem für 269 Euro: Joybuy hat den AD5X von Flashforge zum absoluten Kampfpreis im Programm. Bei Amazon kostet der Drucker als Prime-Angebot 331 Euro. Joybuy listet ihn für 349 Euro, bietet aber einen Gutschein zum Anklicken, der den Preis auf 269 Euro senkt.



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Skoda Peaq vorgestellt: Nochmal riesiger


Im vergangenen Sommer hatten wir den aktuellen Kodiaq in der Redaktion. Bei aller Raffinesse fehlte ihm etwas: Die Kennzeichnung von Fluchtwegen. Ernsthaft lässt sich festhalten, dass schon dieses Modell eine Raumfülle mitbringt, in der sich auch vier große Erwachsene nicht nahe kommen. Das neue Topmodell der Marke Skoda soll nochmals großzügiger geschnitten sein, was die Frage aufwirft, ob sich diese Weite noch sinnvoll nutzen lässt. Die Beantwortung überlasse ich der Zielgruppe. Abseits der gewaltigen Räkelfreiheit kehrt Skoda mit dem Peaq bei einigen Details bisherigen Überzeugungen den Rücken.

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Das E-SUV Peaq überragt mit 4,87 m Länge selbst den Kodiaq noch um ein paar Zentimeter. Der Radstand beträgt 2,97 m. Skoda schafft es seit vielen Jahren, die genutzte Verkehrsfläche in ein exzellentes Verhältnis zum Platzangebot innen zu setzen. Es ist also damit zu rechnen, dass vorn wie hinten überreichlich viel Bewegungsfreiheit herrschen wird. Der Peaq kann als Fünf- oder Siebensitzer geordert werden. Als Fünfsitzer fasse der Kofferraum 935 Liter, schreibt Skoda. Allerdings ist diese Aussage mit einer gewissen Vorsicht zu sehen: Auf den ersten Pressebildern deutet sich an, dass die zweite Reihe verschoben werden kann. Eventuell beziehen sich diese 935 Liter auf die vorderste Position der Rückbank. Und ein Volumen für den Siebensitzer nennt Skoda noch nicht. Dennoch: Wer tatsächlich mehr Platz braucht als hier geboten wird, muss vermutlich das Segment wechseln. Das Ablagefach unter der vorderen Haube fasst 37 Liter – das ist vergleichsweise wenig.

Die ersten Bilder zeigen eine helle Einrichtung. Wer mag, kann die vorderen Sitze mit Belüftung, Massagefunktion und einer elektrisch ausfahrbaren Beinauflage ausstatten. Hinten belässt es Skoda bei einer Heizung. In der Gestaltung verändert Skoda ein paar grundsätzliche Dinge, die bislang vielfach anders gehandhabt wurden. Das fängt bei den ausfahrenden Türgriffen an, die zu einer günstigen Aerodynamik und damit zu einem möglichst geringen Verbrauch beitragen sollen. In der Praxis nervte diese Modeerscheinung bei vielen Testwagen der heise/Autos-Redaktion nachhaltig. Es ist daher einigermaßen überraschend, dass eine Marke, die sich dem Pragmatismus verpflichtet fühlt, mit diesem funktionalen Murks nun auch anfängt.


Das Armaturenbrett wird von einem Bildschirm mit 13,6-Zoll-Diagonale dominiert. (Bild:

Skoda

)

Das Kombiinstrument war bei Skoda bislang immer integriert, nun steht das Display aufrecht hinter dem Lenkrad. Der zentrale Bildschirm in der Mitte ist hochkant angebracht. Bei der Bedienung müssen sich Umsteiger also etwas umorientieren. Skoda wird aber auch bei diesem, auf Android basierenden System daran festhalten, dass Nutzer sich die Bedienung der am häufigsten genutzten Funktionen auf die Oberfläche holen können. Das erleichtert den alltäglichen Umgang. Unter dem Display gibt es Tasten für Temperatur und Gebläse sowie eine Walze für die Lautstärkenregulierung. Die Wischfläche am unteren Rand, wie sie in Elroq und Enyaq zu finden ist, ist im Peaq verschwunden. Das Soundsystem kommt nicht mehr von Canton, sondern von Sonos. Die Verstärkerleistung liegt bei 755 Watt, von denen allein der Doppelsubwoofer 200 Watt abzweigt.

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Skoda rühmt sich, im Peaq das mit 2,1 m² größte Glasdach seiner Geschichte anzubieten, vorerst allerdings nur für die Ausstattungslinie Sportline. Neun Segmente lassen sich einzeln verschatten, was jene schwerlich trösten wird, die auf eine Öffnungsfunktion gehofft hatten. Die wird es im Peaq nicht geben.

Gegen Aufpreis verbaut Skoda ein adaptives Fahrwerk. Vermutlich wird die Sportline ab Werk eine leichte Tieferlegung mitbringen – zumindest verfährt Skoda in den anderen E-SUVs so. Es bleibt bei Trommelbremsen hinten, was Skoda unter anderem damit begründet, dass im Modus der stärkeren Rekuperation ohnehin 95 Prozent aller Bremsvorgänge im Alltag damit abgedeckt seien.

Die Assistenzsysteme sind auf dem Stand, den Skoda für die Modelle mit der Software 6.0 auch ausrollt. Bei entsprechender Ausstattung kann so beispielsweise das Auto von außen gesteuert einparken. Das System reagiert auf Ampeln und warnt den Fahrer gegebenenfalls. Ein assistierter Spurwechsel wird nachgereicht. Mit Online-Daten von anderen Verkehrsteilnehmern soll die Erkennung von Verkehrsschildern besser klappen als bisher.

Drei Antriebe und zwei Batterien wird Skoda im Peaq zunächst anbieten. Wie im Audi Q4 nutzt Volkswagen auch im Basismodell des Peaq nicht die neue LFP-Batterie mit 58 kWh, sondern eine NMC-Batterie mit 59 kWh netto. Der Motor im Heck leistet 150 kW und bietet 350 Nm. Im WLTP liegt der Verbrauch je nach Ausstattungslinie bei 14,9 bis 17,6 kWh, die Reichweite bei 455 km. Der Preis für das Grundmodell soll bei 49.900 Euro liegen.


Platz für bis zu sieben Personen und eine Reichweite von mehr als 600 Kilometern verspricht Skoda für sein bislang größtes und geräumigstes Elektroauto. (Bild:

Skoda

)

In den anderen E-SUV-Modellen favorisieren die meisten Kunden die größeren Speicher. Im Peaq hat der dann 86 kWh netto, was im kombinierten WLTP für 610 bis 630 km genügen soll. Der Hecktriebler leistet 210, der Allradler 220 kW. Trotz des geringen Unterschieds und einem zu erwartenden Mehrgewicht liegen im Standardsprint immerhin 0,4 Sekunden zwischen den beiden. 7,1 Sekunden sollen es mit Heckantrieb sein, 6,7 im Modell mit zusätzlichem Asynchronmotor an der Vorderachse. Der Verbrauch im Zyklus liegt zwischen 15,1 bis 17,6 kWh bzw. bei 16 bis 18,6 kWh/100 km.

Die beiden Hecktriebler dürfen 1800 kg an den Haken nehmen, im Peaq 90x liegt die Anhängelast bei 2000 kg. In den anderen E-Modellen von Skoda ist der One-Pedal-Drive-Modus brandneu, im Peaq wird er von Anfang an angeboten. Die Wärmepumpe ist auf dem deutschen Markt serienmäßig, und selbstverständlich gehört auch eine Vorkonditionierung der Batteriezellen stets dazu. Es bleibt bei einem 400-Volt-System, die maximale Ladeleistung wird sich deshalb bei in Bereich von 200 kW liegen. Skoda beteiligt sich damit vorerst nicht am Wettlauf um maximale Leistungswerte – weder beim Laden noch beim Antrieb.

Der Peaq soll die Modellpalette von Skoda nach oben abrunden. Die Preise liegen nochmals höher als beim Enyaq, doch Skoda kann sich das offenkundig zumindest auf dem deutschen Markt erlauben. Mit der großen Batterie und den gängigen Extras wird der Listenpreis vermutlich oftmals über 60.000 Euro liegen. In dieser Preisregion herrscht eine beinharte Konkurrenz, und Kunden können priorisieren, was ihnen wichtig ist. Der Peaq dürfte vor allem jene ansprechen, die ein sehr weitläufiges Platzangebot brauchen oder eben einfach haben wollen.

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(mfz)



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Digitaler Euro: Strikte Obergrenze für Besitz durch Privatpersonen geplant


Der Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) des EU-Parlaments hat am Dienstag seine Position zum digitalen Euro beschlossen. Mit deutlicher Mehrheit votierten die Abgeordneten für die gesetzlichen Grundlagen einer digitalen europäischen Zentralbankwährung. Verhandlungsführer des Parlaments hatten bereits Anfang Juni einen Durchbruch erzielt. Das Prestigeprojekt nimmt so nun die nächste formelle Hürde.

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Das von den Wirtschaftspolitikern befürwortete „Einheitswährungspaket“ besteht aus drei Gesetzesentwürfen, die neben dem digitalen Euro selbst auch dessen Bereitstellung in Nicht-Euro-Staaten der EU sowie den Schutz von physischem Bargeld regeln. Die Digitalwährung soll künftig als innovative, sichere und für Verbraucher kostenlose Alternative zu außereuropäischen Zahlungsdienstleistern wie Visa, Mastercard oder PayPal fungieren.

Ein Pfeiler des Entwurfs ist die Verankerung von Datenschutz direkt in der Technik (Privacy by Design). Der digitale Euro soll sowohl online als auch offline funktionieren, wobei die Offline-Variante via lokaler Speicherung auf Endgeräten wie Smartphones konzipiert ist. Für diesen Modus fordern die Abgeordneten ein Schutzniveau, das dem von gedrucktem Bargeld gleicht. Mithilfe moderner kryptografischer Verfahren wie Zero-Knowledge-Proofs soll die Verifizierung von Transaktionen gelingen, ohne dass persönliche Daten offengelegt werden müssen.

Die Europäische Zentralbank würde demnach keinen Zugriff auf Identitätsdaten der Nutzer erhalten. Da die Offline-Nutzung wie Bargeld funktioniert, bedeutet dies im Umkehrschluss aber auch, dass bei einem Verlust des Speichermediums das darauf befindliche Guthaben verloren ist.

Um die Stabilität des klassischen Finanzsystems nicht zu gefährden, sieht die Position des Ausschusses strikte Obergrenzen für die Haltung digitaler Euros durch Privatpersonen vor. Diese Höchstgrenze soll von der EU-Kommission auf Basis von Empfehlungen der Europäischen Zentralbank (EZB) festgelegt und alle zwei Jahre überprüft werden. Das EU-Parlament fordert dabei ein Mitspracherecht ein.

Unternehmen dürften die Digitalwährung zudem grundsätzlich nicht als Wertaufbewahrungsmittel horten, sondern eingehende Zahlungen nur für maximal 24 Stunden ansammeln. Ferner wird der digitale Euro dem Votum nach generell nicht verzinst. Das System soll flächendeckend von Banken, E-Geld-Instituten und sogar regulierten Krypto-Dienstleistern vertrieben werden. Die meisten Händler werden zur Annahme verpflichtet, ausgenommen sind lediglich Kleinstbetriebe und Selbstständige, wenn sie ohnehin keinerlei digitale Zahlungen akzeptieren.

Besonderen Wert legen die Abgeordneten auf die Kostenfreiheit der Grundfunktionen für Verbraucher sowie auf eine klare Trennung der EZB-Rolle von ihrer klassischen Geldpolitik. Vor dem eigentlichen Start, an den sich eine mindestens zweijährige Einführungsphase anschließen soll, müsste die Zentralbank die technische Infrastruktur ausgiebig in der Praxis testen. Damit wollen die Volksvertreter Risiken wie die zweifache Ausgabe von Offline-Geld ausschließen. Zugleich stellen sie klar, dass der digitale Euro das Bargeld nur ergänzen und nicht ersetzen soll.

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Euro-Staaten werden gesetzlich dazu verpflichtet, den Zugang zu Münzen und Scheinen flächendeckend zu sichern und reine „No Cash“-Verbote durch Händler zu untersagen. Vor allem vulnerable Gruppen wie Senioren sollen so nicht abgehängt werden. Jeder EU-Bürger erhält dem Plan zufolge das Recht auf ein Digital-Euro-Konto. „Das bedeutet auch Schutz vor politisch motivierten Sanktionen“, erläutert der Volt-Abgeordnete Daniel Boeselager. „Aktivisten, Richterinnen oder Menschenrechtsverteidiger können nicht mehr einfach von Zahlungsdiensten ausgeschlossen werden, weil sie jemandem missfallen.“

„Mit dem Einheitswährungspaket schützen wir die Freiheit der Bürger, selbst zu wählen, wie sie bezahlen möchten“, betont der Berichterstatter Fernando Navarrete Rojas (EVP), der das Vorhaben skeptisch sieht. Niemand solle vom Bargeld weggedrängt werden oder ohne eine sichere, krisenfeste und genuin europäische digitale Zahlungsoption dastehen. Europa müsse sich nicht zwischen dem Digitaleuro und erfolgreichen privaten Bezahllösungen entscheiden, beide könnten koexistieren: „Bestehende Standards und Infrastrukturen sollten möglichst wiederverwendet werden. Dadurch können sich europäische Zahlungslösungen an eine gemeinsame Akzeptanzinfrastruktur koppeln und grenzüberschreitend interoperabel werden.“

Die Verhandlungsmandate für die drei Gesetzestexte werden zu Beginn der Plenarsitzung im Juli offiziell verkündet. Im Anschluss stehen die finalen Gespräche mit dem EU-Rat an. Erst nach einer Einigung mit den Regierungsvertretern kann das Regelwerk dann in Kraft treten.


(mki)



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