Künstliche Intelligenz
Alphabet-Tochter Wing startet Lieferungen per Drohne im Großraum San Francisco
Die Alphabet-Tochter Wing plant, ihren Drohnenlieferdienst für Privathaushalte in den kommenden Monaten auf die San Francisco Bay Area auszuweiten. Das kündigte das Start-up am Montag an. Man habe eine Drohnentechnologie entwickelt, die kleine Pakete sicher direkt zu den Häusern in dicht besiedelten Wohngebieten fliegen kann, so das Unternehmen, und damit eine Lösung für ein Problem gefunden, vor dem alle Lieferdienste stehen. „Die traditionelle Zustellung auf der letzten Meile ist für kleine, dringende und lokale Bestellungen nach wie vor langsam, teuer und ineffizient.“
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Die leichten, hochautomatisierten Drohnen von Wing nutzen eine VTOL-Technik (Vertical Take-Off and Landing). Sie können also senkrecht starten und landen wie ein Helikopter; in der Luft gehen sie dann in einen energieeffizienten Gleitflug über, vergleichbar mit Kleinflugzeugen.
Pilotprojekt auf dem Google-Campus
Nach eigenen Angaben hat Wing seinen Drohnenlieferdienst in der Bay Area zunächst auf dem Google-Campus in Mountain View eingeführt. In einem Pilotversuch wurden dort beispielsweise Büromaterialen in Echtzeit an verschiedene Büros auf dem Campusgelände geliefert. Das positive Feedback habe Wing bestärkt, seinen Service auf weitere Stadtteile im Großraum San Francisco auszuweiten, erklärte das Unternehmen.
Der Großraum San Francisco hat dabei für Wing eine besondere Bedeutung, „da das Unternehmen 2012 über Googles ‚X‘, die Moonshot Factory, in der Bay Area gegründet wurde“. Moonshot Factory ist eine Forschungseinheit, die Alphabet-Start-ups wie das Robotertaxi-Unternehmen Waymo betreut und sie bei der Ausgründung in unabhängige Unternehmen unterstützt.
Hunderttausende Lieferungen
Wing liefert bereits in einigen der größten Metropolregionen der USA Lebensmittel und Haushaltswaren für Großkunden wie die US-Supermarktkette Walmart oder den On-Demand-Lieferservice DoorDash per Drohne aus, darunter in Houston, Atlanta und Dallas. Das Drohnen-Start-up hat demnach bereits über 750.000 Lieferungen zugestellt und beliefert mehr als zwei Millionen Kunden.
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Im Oktober 2024 startete Wing zudem ein Pilotprojekt in Dallas mit dem Roboterlieferunternehmen Serve Robotics, um den Lieferradius der Lieferroboter mithilfe von Drohnen zu erweitern. Dabei holen Roboter von Serve Robotics Essenslieferungen in Restaurants ab und übergeben sie an Wing-Drohnen zur Auslieferung aus der Luft.
(akn)
Künstliche Intelligenz
Europäische VR-Brille Lynx-R2 vor dem Aus: Start-up droht Abwicklung
Erst vor zwei Monaten kündigte Lynx die VR-Brille Lynx-R2 an, nun droht dem Projekt das Aus. Laut einer Bekanntmachung eröffnete das Handelsgericht Nanterre Anfang des Jahres ein Sanierungsverfahren, um den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und eine Fortführung zu prüfen. Dieses Verfahren blieb offenbar erfolglos: Mit Urteil vom 4. März 2026 ordnete das Gericht die Umwandlung in eine gerichtliche Liquidation an.
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Damit gilt der Versuch einer Sanierung als gescheitert, und das als „SL Process“ registrierte Unternehmen wird unter gerichtlicher Aufsicht abgewickelt. Geschäftsführer Stan Larroque konnte sich auf Nachfrage nicht zu den Ereignissen äußern.
Finanzielle Schieflage und unerfüllte Versprechen
Das Pariser Unternehmen geriet laut der Bekanntmachung bereits Mitte 2024 in finanzielle Schwierigkeiten: Als Zeitpunkt der Zahlungsunfähigkeit wird der 22. Juli 2024 genannt.
Lynx finanzierte seine erste VR-Brille 2021 über eine Kickstarter-Kampagne, an der sich rund 1.200 Backer beteiligten. Die Auslieferung der Lynx-R1 verzögerte sich jedoch mehrfach, und viele Backer erhielten ihr Gerät nie.
Im Januar 2026 räumte Stan Larroque in einem Update auf Kickstarter ein, dass die Produktion bereits zwei Jahre zuvor eingestellt worden sei und Lynx nur einige Hundert R1-Geräte ausgeliefert habe. Er versprach, dass Backer, die noch immer auf ihre R1 warten, stattdessen eine R2 erhalten würden.
Am darauffolgenden Tag stellte Lynx das neue Modell im Detail vor: eine VR-Brille, die ein hochauflösendes Passthrough und das bislang größte Sichtfeld unter autarken Geräten bieten sollte, ermöglicht durch neuartige Linsen, die aus einer Zusammenarbeit mit Hypervision hervorgegangen sind. Die VR-Brille hätte im Sommer erscheinen sollen.
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Ursprünglich hätte das Gerät wie Samsung Galaxy XR auf dem Betriebssystem Android XR basieren sollen, Google beendete die Kooperation jedoch überraschend. Welche Rolle das Ende dieser Partnerschaft für die aktuelle Entwicklung gespielt hat, ist unklar. Für Lynx dürfte es jedoch weitreichende Folgen gehabt haben. Das Start-up entschied sich stattdessen für LynxOS, eine selbst entwickelte, quelloffene Variante von Android 14.
Nur ein Investor kann die „Anti-Meta-Brille“ noch retten
Gründer und CEO Stan Larroque vermarktete die Geräte stets als europäische Alternative zur Meta Quest, die offline funktioniert und keine Abhängigkeit von Cloud-Diensten oder Social-Media-Konten voraussetzt. Zugleich setzte Lynx konsequent auf Offenheit, mit dem quelloffenen LynxOS, einem offenen Bootloader und vollem Entwicklerzugriff auf die Sensoren.
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Ob die Lynx-R2 noch erscheint, hängt davon ab, ob sich in letzter Minute ein Investor oder Käufer findet, der das Projekt weiterführt. Andernfalls wird das Start-up abgewickelt, die Marke aufgegeben und die Vermögenswerte veräußert. Damit schrumpft die ohnehin kurze Liste neuer VR-Brillen im Jahr 2026 weiter.
(tobe)
Künstliche Intelligenz
Strategische Reserve: EU drängt zum frühen Füllstart der Gasspeicher
Die relative Ruhe am europäischen Energiemarkt in diesem Frühjahr trügt: Auch wenn die Heizperiode dem Ende entgegengeht, blickt Brüssel mit wachsender Sorge auf den kommenden Winter. Die EU-Kommission hat die Mitgliedstaaten daher am Montag offiziell aufgerufen, die Einspeisephase für Erdgas so früh wie möglich zu beginnen.
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Hintergrund ist die Eskalation im Nahen Osten. Nachdem die USA und Israel vor drei Wochen Ziele im Iran angriffen, sind die Ölpreise um über 50 Prozent in die Höhe geschnellt. Die Gaspreise in der EU zogen bereits um mehr als 30 Prozent an. Da der Iran den strategisch wichtigen Zugang zum Persischen Golf blockiert, sind ein Viertel der weltweiten Ölvorräte und ein Fünftel der flüssiggasbasierten Lieferungen (LNG) faktisch vom Weltmarkt abgeschnitten.
Energiekommissar Dan Jørgensen betont in einem Schreiben an die EU-Energieminister, dass die Gemeinschaft heute durch hohe Importe aus den USA zwar besser geschützt sei als zu Beginn des Ukraine-Krieges 2022. Die globale Vernetzung der Märkte bleibe aber ein permanentes Risiko.
Ein frühzeitiger Start der Befüllung soll daher den Druck von den Preisen nehmen und den hektischen „End-of-Summer-Rush“ auf die verbliebenen Kapazitäten verhindern. Um den Marktteilnehmern Sicherheit zu geben, regt der dänische Politiker sogar an, das offizielle Füllziel bei angespannter Marktlage unter bestimmten Bedingungen auf 80 Prozent abzusenken. Derzeit liegt die kaum erreichte Marke bei 90 Prozent.
Flexiblere Speicherziele
Die Kommission reagiert so auf eine neue Realität, in der Energie- zur Sicherheitspolitik geworden ist. Katherina Reiche (CDU), Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, unterstrich am Montag die Tragweite dieser Entwicklung: „Energie ist längst nicht mehr nur eine wirtschaftliche Frage – sie ist eine zentrale sicherheitspolitische Dimension unserer Zeit.“
Die aktuelle Lage zeige, wie verletzlich globale Energieversorgungsketten seien und wie schnell geopolitische Konflikte zu realen wirtschaftlichen Gefahren würden. Abhängigkeit von geografisch konzentrierten Energieflüssen sei „ein strukturelles Risiko“. Die Antwort müssten eine konsequente Diversifizierung und langfristige Lieferverträge sein.
Um diesen Prozess regulatorisch zu stützen, plant die EU-Kommission eine Verlängerung der Gasspeicherverordnung bis Ende 2027. Die Neuregelungen sehen vor, dass das Ziel eines hohen Füllstands jährlich in einem flexiblen Fenster zwischen dem 1. Oktober und dem 1. Dezember erreicht werden muss.
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Damit reagiert die Kommission auf die Erkenntnis, dass starre Fristen in einem nervösen Marktumfeld kontraproduktiv sein können. Die Mitgliedstaaten erhalten bei „schwierigen Bedingungen“ nun offiziell die Möglichkeit, nach Rücksprache mit der Kommission um bis zu 20 Prozentpunkte vom ursprünglichen Ziel abzuweichen. Diese Flexibilität sei dringend nötig, heißt es, da Europa beim Einkauf von LNG in direkter Konkurrenz zu den zahlungskräftigen Märkten in Asien stehe.
Marktlogik vs. Versorgungssicherheit
Der Blick auf die nationale Ebene in Deutschland offenbart strukturelle Risse. Die aktuellen Speicherfüllstände sorgen schon seit Wochen für politische Reibung. Die Bundesnetzagentur beschwichtigt, dass die nationalen Zielvorgaben in der Gesamtbetrachtung erfüllt seien. Doch in Regionen wie Bayern zeigen sich gefährliche Trends. Trotz der Bedeutung von Gas für die Stromerzeugung im windarmen Süden verlieren Untergrundspeicher wie Wolfersberg oder Breitbrunn offenbar ihre ökonomische Grundlage. Die Betreiber planen die Stilllegung, da das aktuelle Marktumfeld keine ausreichenden Anreize für die kostspielige Bevorratung bietet.
Das verdeutlicht ein Grundproblem: Die Speicherlogik funktioniert nur, wenn die Einspeicherung wirtschaftlich attraktiv oder staatlich garantiert ist. Selbst in den Niederlanden – einst der Gas-Garant des Kontinents – sind die Speicherstände auf unter 20 Prozent gefallen. Zwar ist die saisonale Nachfrage im Durchschnitt durch Effizienzmaßnahmen leicht gesunken.
Doch Extremwetterereignisse wie im Januar zeigen, wie schnell der Bedarf über historische Mittelwerte hinausschießen kann. Ein europaweiter Kälteeinbruch bei gleichzeitig blockierten Handelswegen im Nahen Osten würde das System an seine Belastungsgrenze führen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die koordinierte europäische Strategie ausreicht, um die wirtschaftliche Stabilität gegen die Verwerfungen der Geopolitik abzusichern.
(wpl)
Künstliche Intelligenz
Antec Flux Pro Noctua Edition: Walnussholz trifft auf High-End-Lüfter
Das Antec-Gehäuse Flux Pro ist in einer Noctua Edition erschienen. Die beiden Partner stellen dabei das Noctua-typische Dunkelbraun in den Vordergrund: Der Deckel und das untere linke Seitenteil sind in diesem Farbton gehalten, ebenso die Gummidurchführungen für die Kabel. Den Frontrahmen aus Walnussholz übernimmt das Gehäuse von der normalen Version.
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Im Inneren sitzen insgesamt sechs High-End-Lüfter von Noctua: Drei NF-A14x25 G2 pusten in der Front Frischluft ins Gehäuse. Zwei NF-A12x25 G2 an der Netzteilblende unten blasen Luft nach oben. Ein einzelner NF-A14x25 G2 pustet die Abwärme nach draußen. Käufer können die Lüfter nach Belieben anordnen. Unter dem Deckel ist etwa Platz für drei 140- oder 120-mm-Lüfter vorhanden. Analog passen Radiatoren mit einer Länge von bis zu 420 mm.
Ein Noctua-Hub vom Typ NA-FH1 übernimmt die Steuerung der Lüfter per PWM-Signal. Nutzer müssen diesen Hub mit dem Mainboard verbinden statt alle Lüfter einzeln. Das Mainboard übernimmt dann die Ansteuerung der Lüfter. Zwei Anschlüsse für weitere Lüfter sind am Hub frei. Ein kleines Display an der Gehäuseseite zeigt CPU- und GPU-Temperaturen an, wenn Antecs Software installiert ist.

Noctua
)
Identische Basis
Der restliche Aufbau bleibt unverändert. Die Front, der Deckel und das untere linke Seitenteil bestehen aus Mesh-Gittern, die einen gesunden Luftstrom ermöglichen sollen. Ein Seitenfenster über die gesamte Tiefe gibt den Blick auf die Hardware frei. Ein vertikaler Grafikkarteneinbau ist grundsätzlich möglich, allerdings ist das dafür notwendige Kit mit Riser-Kabel derzeit nicht in Deutschland erhältlich. Das Netzteil und die Kabel sind in einer getrennten Kammer unten versteckt.
Das Antec Flux Pro Noctua Edition (ab 399,90 €) ist bereits erhältlich. Es kostet mit 400 Euro mehr als doppelt so viel wie die normale Variante (ab 179,90 €). Noctuas Lüfter und der Lüfter-Hub würden im Einzelhandel rund 250 Euro kosten. Antec legt die Kosten für das Upgrade somit praktisch eins zu eins auf Käufer um.
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(mma)
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