Künstliche Intelligenz
Getty Images: Lizenz für OpenAI verdoppelt Aktienkurs
Die Bildagentur Getty Images lizenziert ihre Datenbanken an OpenAI für die Ausgabe bei OpenAIs großem Sprachmodell ChatGPT. Das hat Getty Images am Sonntag bekanntgegeben. Daraufhin explodierte der Aktienkurs Montagmorgen (Ortszeit New York). Bildgenerierung durch LLMs bedroht das Geschäftsmodell Getty Images‘; der neue Vertrag zeigt, dass es auch Umsatzpotenzial gibt.
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Kurz nach Handelsbeginn an der New Yorker Börse NASDAQ markierten die Anteile bei 1,48 US-Dollar – ein Zuwachs von 145 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag und der höchste Kurs seit Mitte Dezember. Seit Mitte Februar war Getty Images ein sogenannter Pennystock, die Aktien notierten unter einem Dollar.
Rauf und wieder runter
Das hat einen Countdown für die Auslistung der Aktie ausgelöst, den ein Schlusskurs über einem Dollar stoppen würden. Doch im Verlauf des Montags ebbte die Euphorie ab: Getty Images‘ Ankündigung spricht nur von der Anzeige der lizenzierten Inhalte bei „Suche und Entdeckung” in ChatGPT. Von einer Freigabe des Bild- und Videomaterials für legales Training des Sprachmodells (LLM) ist keine Rede. Entsprechend geringer dürfte die Lizenzgebühr ausfallen, die Getty Images lukriert.
Zudem ist die genaue Laufzeit Lizenz unbekannt, die Mitteilung spricht lediglich von „mehrjährig”. Im Handelsverlauf ist Getty Images‘ Aktienkurs gegenüber dem morgendlichen Hoch deutlich. Am Nachmittag fiel das Wertpapier wieder der Dollarmarke entgegen.
Update
22.06.2026,
22:23
Uhr
Gegen Handesschluss stieg Getty Images’ Aktienkurs wieder und pendelte sich schließlich bei 1,15 US-Dollar ein. Das ist ein Zuwachs von 90 Prozent gegenüber Freitag.
Klage gegen Stability AI anhängig
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Zu Getty Images gehören die Marken iStock und Unsplash, deren Datenbanken ebenfalls Teil der OpenAI-Lizenz sind. Nach eigenen Angaben lizenziert Getty Images Werke von mehr als 600.000 Urhebern. Das Unternehmen betreibt selbst ein hauseigenes LLM zur Generierung künstlicher Bilder.
Dem britischen KI-Betreiber Stability AI wirft Getty vor, zwölf Millionen Bilder unrechtmäßig kopiert und zum Training eines LLMs genutzt zu haben. Dazu ist eine Klage am US-Bundesbezirksgericht für Nordkalifornien anhängig (Getty Images (US) v Stability AI, Az. 3:25-cv-06891). In einem parallelen Prozess in London hat sich das Gericht für weitgehend unzuständig erklärt; lediglich mit dem Vorwurf der Markenrechtsverletzung konnte Getty Images dort durchdringen.
(ds)
Künstliche Intelligenz
Externes Laufwerk mit Brenner: Für CD und DVD ab 13 Euro, Blu-Ray ab 70 Euro
Lesen, Brennen, Sichern: Auch 2026 lohnt ein externes Laufwerk für CD, DVD und Blu-Ray mit Brenner. Los geht es ab 13 Euro. Wir zeigen, worauf zu achten ist.
Ein externes DVD-Laufwerk mit Brenner wirkt heutzutage wie ein Relikt – und ist gerade deshalb wieder nützlich. Aktuelle Notebooks haben das interne Laufwerk eingespart, doch alte Foto-DVDs der Eltern, Hörbuch-CDs aus der Bibliothek, Software auf Silberscheiben oder Backups auf langlebigen M-Discs verschwinden nicht so schnell. Wer mangels modernem Radio eine CD brennen möchte, um sie im Gebrauchtauto abzuspielen, eine alte Spielesammlung sichern oder eine Blu-Ray am Laptop schauen will, kommt um ein externes Laufwerk nicht herum.
Die gute Nachricht: Brauchbare USB-Brenner für CD und DVD kosten unter 30 Euro, Blu-Ray-Laufwerke beginnen bei rund 70 Euro. Die schlechte: Die Bezeichnungen DVD-Laufwerk, DVD-Brenner, DVD-RW, DVD-RAM oder Combo-Laufwerk werden im Handel wild gemischt – und längst nicht jedes Gerät kann Blu-Rays oder M-Discs schreiben.
Unser Ratgeber klärt die wichtigsten Fragen rund um Laufwerke und Brenner, klärt die Kompatibilität zwischen den Disc-Formaten und viele weitere Kaufkriterien.
Warum haben moderne Laptops kein DVD-Laufwerk mehr?
Hersteller streichen das interne Laufwerk seit rund zehn Jahren konsequent aus Notebooks und Desktop-PCs. Der Grund ist simpel: Software kommt aus dem Download-Store, Filme aus dem Stream, Daten aus der Cloud. Ein Laufwerksschacht braucht Platz, Strom und Mechanik – drei Dinge, die in flachen Ultrabooks fehlen. Auch viele Mini-PCs, MacBooks und Chromebooks haben nie eines besessen.
Wer trotzdem auf optische Medien zugreifen muss, löst das Problem mit einem externen Gerät am USB-Port. Das spart den Einbau, funktioniert an Notebook, Desktop, Mac und in Grenzen sogar am Smart-TV oder Android-Tablet. Ein externes Laufwerk wandert bei Bedarf in die Schublade und blockiert keinen Bauraum.
Worauf beim Kauf eines externen DVD-Laufwerks mit Brenner achten?
Die wichtigsten Kaufkriterien hängen vom Einsatzzweck ab. Wer nur gelegentlich eine Foto-CD liest oder eine Audio-CD brennt, kommt mit dem günstigsten verfügbaren Brenner aus – die technischen Unterschiede zwischen einem 20-Euro- und einem 40-Euro-Modell sind minimal. Wer regelmäßig Backups schreibt oder Blu-Rays nutzt, sollte gezielt prüfen.
Drei Punkte verdienen besondere Aufmerksamkeit. Erstens die Format-Unterstützung: M-Disc-Brennen (Discs für Langzeit-Archivierung), Blu-Ray-Lesen und Blu-Ray-Brennen sind keine Selbstverständlichkeit und sollten explizit auf der Packung stehen. Zweitens die Lautstärke: Brennvorgänge dauern bei DVDs zehn Minuten und länger, ein lautes Rauschen oder Pfeifen nervt schnell. Drittens die Stromversorgung: An älteren Geräten, Tablets oder Hubs ohne eigene Stromversorgung braucht es ein Y-Kabel mit zweitem Stromstecker oder einen externen Netzteilanschluss.
Folgende Punkte sind beim Vergleich nützlich:
- unterstützte Formate (CD-R/RW, DVD±R/RW/DL, BD-R/RE, M-Disc)
- maximale Brenngeschwindigkeit (üblich: 8x DVD, 24x CD)
- Anschluss (USB 2.0, USB 3.0, USB-C)
- Stromversorgung (einzelner USB-Port oder Y-Kabel nötig)
- Bauform und Gewicht für mobilen Einsatz
- mitgelieferte Brennsoftware
Was die einzelnen Format-Kürzel bedeuten, welcher USB-Standard wofür reicht und welche Software dazugehört, erklären die folgenden Abschnitte im Detail.
Was ist der Unterschied zwischen DVD-Laufwerk und DVD-Brenner?
Ein reines DVD-Laufwerk liest Discs nur, ein DVD-Brenner liest und beschreibt sie. Im Handel ist die strikte Trennung praktisch verschwunden: Fast jedes externe Gerät, das heute als „DVD-Laufwerk“ verkauft wird, ist tatsächlich ein Brenner. Die Bezeichnung „DVD-ROM-Laufwerk“ steht für reines Lesen, „DVD-RW-Laufwerk“ für Lesen und Schreiben wiederbeschreibbarer Rohlinge – das ist faktisch ein Brenner.
Daneben tauchen ältere Begriffe auf: Ein DVD-RAM-Laufwerk unterstützt zusätzlich das selten gewordene DVD-RAM-Format, eine Art Disc mit dateisystemartigem Zugriff. Ein Combo-Laufwerk liest DVDs, brennt aber nur CDs – ein Auslaufmodell. Ein virtuelles DVD-Laufwerk ist gar keine Hardware, sondern eine Software, die ISO-Dateien einbindet, als läge eine echte Disc im Rechner.
CD, DVD oder Blu-Ray: Welches Format für welchen Zweck?
Die drei optischen Formate unterscheiden sich in Kapazität, Lasertechnik und typischem Einsatzgebiet deutlich. Die CD speichert 700 MB, beschrieben mit einem infraroten Laser bei 780 Nanometer Wellenlänge. Das reicht für eine Stunde Audio in Studioqualität oder für kleine Datenmengen – Software-Treiber, Fotosammlungen, Dokumente. Wer noch Musik fürs Auto brennen will, kommt um die CD nicht herum: Viele Autoradios bis Baujahr 2015 lesen ausschließlich CD-Audio.
Die DVD fasst 4,7 GB einlagig und 8,5 GB als Dual-Layer-Variante. Sie nutzt einen roten Laser bei 650 Nanometer und liefert eine Auflösung von 720 mal 576 Pixel (PAL) bei Filmen – also klassische Standardauflösung, kein HD. Für Datensicherungen, Foto-Backups und Standard-Filme ist die DVD die naheliegende Wahl. Eine durchschnittliche Foto-Sammlung mit 1.500 Bildern in 5 MB Größe passt komplett auf eine Dual-Layer-DVD mit 8,5 GB.
Die Blu-Ray arbeitet mit einem blauen Laser bei 405 Nanometer und erreicht dadurch deutlich höhere Datendichten: 25 GB einlagig (BD-R), 50 GB als Dual Layer und bis zu 128 GB als BDXL mit drei oder vier Schichten. Filme liegen in Full HD mit 1.920 mal 1.080 Pixel vor, UHD-Blu-Rays in 4K mit 3.840 mal 2.160 Pixel und HDR. Für Heimvideos, hochauflösende Filmsammlungen und große Backups ist die Blu-Ray klar überlegen – allerdings auch teurer in der Anschaffung von Laufwerk und Rohlingen.
Praktisch heißt das: Für reines Musikbrennen und kleine Dateimengen reicht ein CD-/DVD-Brenner, denn DVDs decken alle CD-Aufgaben gleich mit ab. Für Filmwiedergabe in HD oder 4K und für Backups jenseits von 10 GB führt kein Weg an einem Blu-Ray-Brenner vorbei. Wer sich unsicher ist, fährt mit einem Blu-Ray-Brenner langfristig besser – er liest und beschreibt zusätzlich CDs und DVDs, kostet aber das Drei- bis Vierfache eines reinen DVD-Brenners.
Ein häufiges Missverständnis betrifft die Filmauflösung: Eine selbst gebrannte DVD bleibt bei Standardauflösung, auch wenn das Quellmaterial in 4K vorliegt. Wer Heimvideos in HD oder höher sichern will, braucht zwingend eine Blu-Ray oder den Umweg über eine externe Festplatte.
Disc-Bezeichnungen entschlüsseln: Was bedeutet -R, -RW, DL und BDXL?
Hinter den Kürzeln auf Rohlingen und Brenner-Verpackungen steckt ein System. Wer es kennt, sieht auf einen Blick, welcher Brenner welche Discs beschreibt – und welche Aufpreise gerechtfertigt sind.
CD-R steht für „CD-Recordable“, also einmal beschreibbar. Einmal gebrannt, lassen sich die Daten weder ergänzen noch löschen. CD-RW („ReWritable“) lässt sich mehrfach löschen und neu beschreiben, üblicherweise bis zu 1.000 Mal. Bei DVDs ist die Lage komplizierter, weil zwei konkurrierende Industriestandards parallel existieren: DVD-R und DVD+R sind beides einmal beschreibbare Varianten, technisch leicht unterschiedlich, aber funktional gleichwertig. DVD-RW und DVD+RW sind die wiederbeschreibbaren Pendants. Aktuelle Brenner beherrschen alle vier Varianten – das Pluszeichen oder Minuszeichen auf der Disc ist heute praktisch egal.
Spannender wird es bei den Kapazitätsstufen. DVD-R DL und DVD+R DL stehen für „Dual Layer“ – die Disc hat zwei Datenschichten und fasst 8,5 statt 4,7 GB. Beim Brennen wechselt der Laser nach der ersten Schicht automatisch auf die zweite, was zu einer kurzen Pause während des Vorgangs führt. DVD-RAM ist eine ältere Variante mit Festplatten-ähnlichem Zugriff – sie spielt im aktuellen Markt kaum noch eine Rolle und wird nur von wenigen Brennern unterstützt.
| CD-R | 700 MB | – (nur Audio) | 780 nm (rot/infrarot) | ab 17 Cent |
| DVD-R | 4,7 GB | 720 × 576 (SD) | 650 nm (rot) | ab 20 Cent |
| DVD-R DL | 8,5 GB | 720 × 576 (SD) | 650 nm (rot) | ab 60 Cent |
| BD-R | 25 GB | 1.920 × 1.080 (Full HD) | 405 nm (blau) | ab 45 Cent |
| BD-R DL | 50 GB | 1.920 × 1.080 (Full HD) | 405 nm (blau) | ab 1,60 Euro |
| BDXL | 100–128 GB | bis 3.840 × 2.160 (4K) | 405 nm (blau) | ab 8 Euro |
Bei Blu-Ray funktioniert das System analog dazu. BD-R ist die einmal beschreibbare 25-GB-Disc, BD-RE die wiederbeschreibbare Variante. BD-R DL und BD-RE DL fassen 50 GB. BDXL kennzeichnet die hochkapazitiven Varianten mit drei oder vier Schichten und 100 bzw. 128 GB. Eine BDXL-Disc bietet damit fast die Speichermenge einer Mittelklasse-SSD und eignet sich für umfangreiche Foto-Archive oder komplette Systemabbilder.
Eine eigene Kategorie ist die M-Disc: Diese optischen Medien speichern Daten in einer mineralischen Schicht statt in einem organischen Farbstoff und sollen laut Hersteller mehrere Hundert Jahre überdauern. M-Discs gibt es sowohl als DVD- (4,7 GB) als auch als Blu-Ray-Variante (25, 50 oder 100 GB) – ideal für Langzeit-Archive von Familienfotos, Dokumenten oder Videosammlungen. Lesen kann M-Discs jedes passende Laufwerk, beschreiben aber nur explizit M-Disc-fähige Brenner.
Woran erkennt man, welche Formate ein Brenner unterstützt? Drei Quellen liefern verlässlich Auskunft. Erstens das Typenschild auf dem Gerät oder der Verpackung: Hier listen Hersteller die unterstützten Formate meist tabellarisch auf, oft mit Schreibgeschwindigkeit dahinter (etwa „DVD+R: 8x, DVD+R DL: 6x, BD-R: 6x“). Zweitens das Datenblatt auf der Herstellerseite, das alle Formate detailliert nennt. Drittens die offiziellen Logos: Ein „M-DISC Ready“-Logo signalisiert M-Disc-Brennfähigkeit, ein „BDXL“-Logo die Unterstützung für 100-GB-Discs.
Wichtig: Fehlt ein Format in der Liste, kann der Brenner es nicht beschreiben – Lesen funktioniert in der Regel trotzdem, weil Lesetechnik abwärtskompatibel arbeitet. Ein DVD-Brenner ohne Dual-Layer-Support liest also eine DVD-R DL meist, beschreibt sie aber nicht. Ein Blu-Ray-Brenner ohne BDXL-Logo liest eine BDXL möglicherweise mit Glück, beschreibt sie allerdings sicher nicht. Wer auf Nummer sicher gehen will, prüft vor dem Kauf der Rohlinge explizit das passende Logo auf dem Brenner.
Ein paar weitere Begriffe tauchen häufig auf: „Combo-Drive“ bedeutet, dass das Laufwerk eine höhere Disc-Klasse nur liest, aber nicht beschreibt – etwa ein Blu-Ray-Combo, das Blu-Rays liest und nur DVDs/CDs brennt. „Super Multi“ ist eine Marketing-Bezeichnung für DVD-Brenner, die alle gängigen DVD-Formate beherrschen (DVD±R, DVD±RW, DVD-RAM, DL). „UHD-fähig“ oder „UHD-friendly“ bei Blu-Ray-Brennern weist auf die Möglichkeit hin, 4K-Blu-Rays zu lesen – mit zusätzlicher Software lassen sich dann auch UHD-Filme am PC abspielen.
Die Preisunterschiede orientieren sich klar an den unterstützten Formaten. Ein einfacher CD-/DVD-Brenner ohne Markennamen beginnt bei rund 13 Euro. Markengeräte von Dell, Acer, LG oder Asus mit M-Disc-Unterstützung liegen ab etwa 22 bis 30 Euro. Der Aufpreis für M-Disc-Fähigkeit ist also gering. Dünne Aluminium-Modelle, wie der Verbatim External Slimline CD-/DVD-Writer liegen bei 46 Euro.
Ein Blu-ray-Brenner mit BD-R, BD-RE, Dual Layer, BDXL und M-Disc startet bei rund 95 Euro. Mit USB-C-Anschluss oder schlankerem Aluminiumgehäuse steigt der Preis auf etwa 110 bis 125 Euro. UHD-zertifizierte Modelle wie der Verbatim Ultra HD 4K Blu-ray Writer, die nur für die 4K-Filmwiedergabe oder das Rippen relevant sind, beginnen bei rund 130 Euro.
Praktisch heißt das: Wer keine Filme in 4K plant, kann den Aufpreis für UHD-Brenner sparen. Wer langfristig Backups archivieren will, sollte beim Blu-Ray-Brenner auf BDXL und M-Disc achten – ein BDXL-Rohling mit 100 GB ersetzt rein rechnerisch vier normale Blu-Rays und reduziert den Aufwand beim Beschriften und Lagern entsprechend.
Kann jedes DVD-Laufwerk Blu-Ray abspielen?
Nein. Ein normales DVD-Laufwerk kann keine Blu-Ray lesen – die Technik nutzt einen blauen Laser mit kürzerer Wellenlänge, den DVD-Brenner mit rotem Laser nicht besitzen. Wer Blu-Rays abspielen will, braucht zwingend ein Blu-Ray-Laufwerk oder einen Blu-Ray-Brenner. Umgekehrt funktioniert es: Blu-Ray-Geräte lesen und beschreiben in der Regel auch DVDs und CDs.
Mit der passenden Hardware allein ist es allerdings nicht getan – zur Wiedergabe von Video-Blu-Rays am PC braucht es zusätzliche Software, weil Windows seit Jahren keinen Blu-Ray-fähigen Player mehr mitbringt. Für UHD-Blu-Rays (4K) gelten zudem strengere Hardware-Anforderungen und nur wenige Laufwerke sind zertifiziert. Welche Programme sich für die Wiedergabe eignen, klärt der Software-Abschnitt weiter unten.
Welche Bauformen, Größen gibt es und wie funktioniert die Stromversorgung?
Externe Laufwerke kommen fast ausnahmslos im Slim-Format daher: rund 14 mal 14 Zentimeter Grundfläche, etwa 1,5 Zentimeter hoch. „DVD-Laufwerk Slim“ bezeichnet genau diese flache Bauform. Sie passt in jede Notebooktasche und benötigt nur wenig Platz auf dem Schreibtisch. Klassische 5,25-Zoll-Brenner im großen Format gibt es noch für den internen Einbau in Desktop-PCs, aber nicht mehr extern.
Beim Gehäuse setzen die meisten Hersteller auf mattes oder glänzendes Kunststoff in Schwarz. Glänzende Oberflächen sehen edler aus, zeigen aber schnell Kratzer und Fingerabdrücke. Aluminium-Gehäuse sind seltener, robuster und ergänzen optisch besonders gut Macbooks und Premium-Ultrabooks – kosten aber meist 40 bis 50 Euro. Das Gewicht liegt bei den meisten Modellen zwischen 200 und 300 g, was den Transport in der Laptoptasche unproblematisch macht.
USB 2.0, USB 3.0 oder USB-C: Welcher Anschluss reicht aus?
Der USB-Standard entscheidet darüber, wie schnell Daten vom Laufwerk zum Computer wandern – und ob die Stromversorgung über einen einzigen Port klappt. Wichtig: Die optischen Medien selbst sind langsam, eine DVD liest mit maximal rund 22 MB pro Sekunde, eine CD mit 7 MB pro Sekunde. USB 2.0 mit theoretisch 60 MB pro Sekunde reicht für CD- und DVD-Brenner daher problemlos aus. Praktisch alle externen CD-/DVD-Brenner setzen genau auf diesen Standard und sind damit voll ausgereizt.
Anders bei Blu-Ray: Eine Blu-Ray liest mit bis zu 72 MB pro Sekunde (12-fach), beim Brennen einer 25-GB-Disc summiert sich das schnell auf eine Viertelstunde und mehr. Hier zeigt USB 3.0 mit theoretisch 600 MB pro Sekunde seine Stärken. Aktuelle Blu-Ray-Brenner nutzen daher meist USB 3.0, oft in Form einer Micro-USB-3.0- oder USB-C-Buchse am Gerät.
USB-C ist physisch nur ein Steckerformat, sagt nichts über die Geschwindigkeit aus. Ein USB-C-Anschluss kann USB 2.0, USB 3.0, USB 3.2 oder Thunderbolt führen. Für externe Laufwerke ist USB-C vorwiegend deshalb interessant, weil aktuelle Macbooks, viele Ultrabooks und einige Android-Tablets keine klassische USB-A-Buchse mehr besitzen. Wer ein älteres Laufwerk mit USB-A-Stecker nutzt, benötigt einen Adapter.
Bei der Stromversorgung gilt: USB 2.0 liefert maximal 500 Milliampere bei 5 Volt, USB 3.0 immerhin 900 Milliampere. Reicht das nicht, kommt das Y-Kabel ins Spiel – ein zweiter Stecker zieht zusätzlich Strom aus einem benachbarten USB-Port. Moderne Laptops mit USB 3.0 oder USB-C versorgen jeden externen Brenner ohne Y-Kabel, ältere Geräte und USB-Hubs ohne eigenes Netzteil scheitern dagegen häufig. Da das Y-Kabel zwei nebeneinanderliegende USB-Ports verlangt, kann es an manchen Notebooks knapp werden – ein aktiver USB-Hub mit eigenem Netzteil hilft im Zweifel weiter.
Praktische Empfehlung: Für einen reinen CD-/DVD-Brenner ist USB 2.0 ausreichend, der Aufpreis für USB 3.0 lohnt sich nicht. Bei Blu-Ray-Brennern ist USB 3.0 dagegen Pflicht – die Brennzeiten halbieren sich in der Praxis. USB-C lohnt sich, wenn das Notebook keine USB-A-Buchse mehr hat oder wenn das Laufwerk häufig zwischen verschiedenen Geräten wandert.
Welche Software braucht man fürs externe Laufwerk?
Hardware allein reicht nicht. Ohne passende Software lassen sich Discs zwar lesen, aber weder zuverlässig brennen noch Filme abspielen. Welche Programme sinnvoll sind, hängt vom Betriebssystem und vom geplanten Einsatz ab. Drei Aufgabenbereiche stehen im Vordergrund: Brennen, Wiedergabe von Video-DVDs und Blu-Rays und Rippen zum Sichern von Disc-Inhalten auf die Festplatte.
Treiber sind heute kein Thema mehr. Windows 10 und 11, macOS und alle gängigen Linux-Distributionen erkennen externe Laufwerke automatisch beim Anstecken. Eine Installation von Hersteller-Treibern entfällt – die mitgelieferten Treiber-CDs sind meist nur noch für ältere Windows-Versionen relevant und können bei aktuellen Systemen ignoriert werden.
Für das Brennen bringen alle drei großen Betriebssysteme Bordmittel mit. Unter Windows brennt der Datei-Explorer Daten-Discs per Rechtsklick auf das Laufwerkssymbol – das reicht für Backups, Foto-Sammlungen oder ISO-Dateien. Unter macOS übernimmt der Finder die gleiche Aufgabe, Audio-CDs erstellt die Musik-App. Unter Linux ist mit Brasero (Gnome) und K3b (KDE) jeweils eine vollwertige Brennsoftware vorinstalliert, die Daten-, Audio- und Video-Discs sowie ISO-Images abdeckt. Linux ist damit das Betriebssystem mit den geringsten Software-Hürden – auch wenn die Einrichtung in Sonderfällen etwas technisches Verständnis verlangt.
Wer mehr Komfort sucht oder regelmäßig brennt, greift unter Windows zur kostenlosen Lösung CDBurnerXP – seit Jahren der Klassiker für Audio-CDs, Daten-Discs und ISO-Images. Unter macOS leistet das ebenfalls kostenlose Burn vergleichbare Dienste, beschränkt sich aber auf CDs und DVDs. Wer Authoring-Funktionen für Video-DVDs, Komfortfeatures wie Cover-Druck oder eine integrierte Multimedia-Suite mit Videoschnitt und Konvertern braucht, kommt um kostenpflichtige Programme wie Nero Burning ROM, Toast Titanium, Ashampoo Burning Studio oder CyberLink Power2Go nicht herum. Welche Suite welchen Funktionsumfang bietet, vergleichen die Kollegen von heise Download in ihrem Brennsoftware-Special.
Zum Abspielen von Video-DVDs bringt Windows seit Version 8 keinen eigenen Player mehr mit – die DVD-Lizenzgebühren wären zu teuer. Die kostenlose Lösung heißt VLC Media Player: Er spielt Video-DVDs ohne Zusatzinstallation ab und dekodiert auch verschlüsselte Discs zuverlässig. Apple liefert bei macOS den DVD-Player als Systemkomponente mit, unter Linux übernimmt erneut VLC. Für Blu-Rays reicht VLC nicht out of the box – die AACS-Kopierschutzschlüssel fehlen. Mit zusätzlichen Bibliotheken oder einer kommerziellen Player-Software klappt es. Bei Blu-Ray-Brennern liegt eine entsprechende Lizenz oft bei, bei CD-/DVD-Brennern ist die Beilage Glückssache.
Zum Rippen von Discs, also dem Übertragen von Disc-Inhalten auf die Festplatte, gibt es plattformübergreifend bewährte Werkzeuge. HandBrake ist die populärste kostenlose Lösung für das Umwandeln von Video-DVDs in MP4- oder MKV-Dateien und läuft unter Windows, macOS und Linux. Für Blu-Rays kommt MakeMKV hinzu, das verschlüsselte Discs in MKV-Container überführt. Wichtig: Das Umgehen von Kopierschutz ist in Deutschland rechtlich heikel. Beim Sichern eigener Foto- oder Video-DVDs ohne Kopierschutz bewegt man sich auf sicherem Boden, beim Kopieren kommerzieller Spielfilm-Blu-Rays liegt eine strafbare Urheberrechtsverletzung vor – auch wenn die Software technisch dazu in der Lage ist.
Erkennt der Computer das Laufwerk nicht, liegt es selten an fehlender Software. Ein anderer USB-Port, ein Neustart oder das beiliegende Y-Kabel mit zweiter Stromzufuhr lösen die meisten Probleme. Bleibt das Laufwerk im Gerätemanager mit gelbem Warnsymbol stehen, hilft Deinstallieren und Neustart – Windows installiert den Standard-Treiber dann frisch.
Kann man ein externes DVD-Laufwerk an einen Fernseher anschließen?
Theoretisch ja, in der Praxis meist nein. Ein externes DVD-Laufwerk ist ein Datenlaufwerk, kein Player – es decodiert den Videostream einer Film-DVD nicht selbst, sondern reicht ihn an einen Computer weiter. Steckt man das Laufwerk per USB an einen Fernseher, erkennt der TV höchstens beschreibbare Daten-DVDs mit MP4- oder MKV-Dateien. Eine gepresste Video-DVD oder Blu-Ray bleibt schwarz.
Wer Filme von der Silberscheibe am Fernseher schauen will, fährt mit einem klassischen DVD- oder Blu-Ray-Player unkomplizierter – Einsteigergeräte gibt es ab rund 23 Euro (DVD) oder 84 Euro (Blu-Ray). Eine Spielekonsole wie die Playstation funktioniert ebenfalls als Abspielgerät. Der Umweg über einen Laptop, der per HDMI am Fernseher hängt, klappt zwar, ist aber umständlich und braucht zusätzlich eine Player-Software.
Welche externen CD-/DVD-Brenner und Blu-Ray-Laufwerke sind empfehlenswert?
Der Markt für externe CD-/DVD-Brenner ist überschaubar geworden. Bewährt haben sich Modelle von Asus, LG, Verbatim und Lenovo – viele sind seit Jahren mit kleinen Updates im Handel und arbeiten zuverlässig. Im Einsteigerbereich bis 30 Euro überzeugen der Verbatim External Slimline DVD-RW Writer (29 Euro) und der LG GP57EB40 (28 Euro). Beide brennen CDs, DVDs und M-Discs, der Verbatim arbeitet im Test angenehm leise. Der Asus SDRW-08D2S-U Lite (29 Euro) sieht durch sein Diamant-Design schick aus, ist beim Brennen aber deutlich hörbar und unterstützt keine M-Discs.
In der Mittelklasse zwischen 40 und 70 Euro finden sich Brenner mit USB-C-Anschluss und schlankerem Aluminiumgehäuse, wie der Verbatim External Slimline CD-/DVD-Writer für 46 Euro (Alza.de). Sie bieten technisch wenig Mehrwert, passen aber besser zu aktuellen Macbooks und Ultrabooks ohne USB-A.
Wer Blu-Rays lesen oder brennen will, steigt preislich bei 70 Euro ein – etwa mit dem Wbacon 5-in-1 Blu-Ray-Laufwerk. Der LG BP55EB40 liest und brennt Blu-Rays inklusive BDXL und kostet rund 94 Euro. Das UHD-fähige Modell Verbatim Ultra HD 4K External Slimline Blu-Ray Writer für 130 Euro (eBay) ist eher etwas für Enthusiasten, die 4K-Blu-Rays am PC abspielen oder rippen wollen.
Wichtig: Bei Blu-Ray-Brennern gehört eine Player-Software meist dazu, bei CD-/DVD-Brennern ist die Beilage Glückssache. Vor dem Kauf lohnt ein Blick auf die Produktseite oder in Kundenrezensionen.
Was kosten passende Rohlinge?
Die Rohlinge selbst sind im Vergleich zum Brenner günstig. CD-R-Spindeln mit 50 Stück gibt es im Preisbereichen rund um 11 bis 14 Euro (Intenso, MediaRange, Verbatim) – macht etwa 22 bis 29 Cent pro CD. Wer wiederbeschreibbare CD-RW-Discs braucht, zahlt etwa einen Euro pro Stück. Bei DVDs liegen die Preise ähnlich niedrig: Eine 50er-Spindel DVD-R oder DVD+R startet bei rund 10 Euro (Verbatim), die Dual-Layer-Variante mit 8,5 GB kostet ab 60 Cent pro Disc.
Blu-ray-Rohlinge sind deutlich teurer – BD-R mit 25 GB beginnen bei rund 60 Cent pro Stück in der Spindel (MediaRange, Verbatim), BD-R DL mit 50 GB bei etwa 1,60 Euro. M-Discs und BDXL mit 100 GB liegen mit 8 bis 18 Euro pro Disc im Premium-Bereich – gerechtfertigt durch die deutlich höhere Speicherdichte und die Langzeit-Haltbarkeit der M-Disc.
Fazit
Ein externes Laufwerk mit Brenner für CD, DVD und Blu-Ray ist kein Tech-Highlight, aber ein praktisches Werkzeug für alle, die Daten von alten Discs holen, Audio-CDs fürs Auto brennen oder gelegentlich Filme schauen wollen. Der Sweetspot liegt klar im Einsteigerbereich: Brauchbare CD-/DVD-Brenner gibt es ab 13 Euro, mehr Geld sollte nur ausgeben, wer Wert auf leisen Betrieb, M-Disc-Unterstützung oder USB-C-Anschluss legt. Zwischen den günstigen Modellen entscheiden eher Lautstärke und Design als die Brenngeschwindigkeit.
Wer Blu-Rays lesen oder beschreiben will, zahlt ab 70 Euro deutlich mehr und sollte zusätzlich eine Player-Software einplanen. Für reines Filmgucken am Fernseher ist ein klassischer Blu-Ray-Player meist die bessere Wahl. Wer Backups langfristig sichern will, fährt mit einem M-Disc-fähigen Brenner und entsprechenden Rohlingen gut – günstiger als eine externe SSD und unabhängig von Strom und Cloud.
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Künstliche Intelligenz
Valve hadert mit dem Preis: Die Steam Machine kostet mindestens 1040 Euro
Valve bringt die Steam Machine in den Handel: Nach monatelangen Verzögerungen kann man sich nun auf eine Liste setzen lassen, um möglicherweise per Los die Möglichkeit zu bekommen, den SteamOS-PC zu bestellen. Dieses Verfahren hat Valve eingerichtet, um einer mutmaßlich zu großen Nachfrage Herr zu werden.
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Einerseits ist nämlich die Stückzahl begrenzt, weil viele Komponenten wegen der Speicherkrise nicht lieferbar waren. Andererseits war Valve-Hardware zuletzt immer sehr begehrt – Steam Deck und der neue Steam Controller waren regelmäßig ausverkauft. Beides führt dazu, dass der Preis für die Steam Machine erwartungsgemäß sehr hoch ausfällt: Die Variante mit 512 GByte Speicherplatz ohne Steam Controller kostet 1040 Euro. Wer mehr Speicher oder einen Steam Controller dazu möchte, zahlt mehr – bis zu 1430 Euro für die Variante mit 2 TByte und Controller.
Erste Geräte werden ab 29. Juni verschickt
Wer einen Platz in der Reservierungswarteschlange erhält, bekommt per Mail eine Kaufgelegenheit und muss dann innerhalb von 72 Stunden zuschlagen. Die ersten Geräte verschickt Valve ab dem 29. Juni. Trotz des hohen Preises erwartet Valve keinen Ladenhüter: Bestellungen aus der Liste will das Unternehmen nach und nach abarbeiten. In einem Blog-Eintrag schreibt Valve, man gehe davon aus, dass der Vorgang bis zum Jahresende abgewickelt ist – Kaufinteressenten können sich also auf monatelange Wartezeiten einstellen.
Auf die Warteliste kann man sich auf der Produktseite der Steam Machine eintragen. Sie ist bis zum 25. Juni um 19 Uhr offen. Alle Interessensbekundungen werden mit dem Steam-Account verknüpft, um Scalper bestmöglich auszusperren: Registrieren darf sich nur, wer einen Steam-Account ohne negative Auffälligkeiten besitzt und vor dem 27. April 2026 etwas auf Steam gekauft hat. Pro Haushalt ist nur eine Registrierung erlaubt.
Die Listen sind nach Versandregionen getrennt: Für Nordamerika, das Vereinigte Königreich und die EU sowie Australien gibt es jeweils eigene Wartelisten. Nach einer Prüfung wird die Reihenfolge der Lieferungen ausgelost – man muss also nicht der erste sein, der sich auf die Liste einträgt, sondern schlicht etwas Glück haben. Wer nach dem 25. Juni bestellt, wird ans Ende der Bestell-Liste gesetzt.
Valve hadert mit dem Preis
Mit ihrem Preis von über 1000 Euro ist die Steam Machine so teuer wie herkömmliche PCs. Das ärgert Valve offensichtlich selbst: Man habe das ursprüngliche Preisziel für den PC-Würfel nicht halten können, führt Valve im Blog aus. Die Preisentwicklung für Komponenten sei schlicht zu rasant gewesen. „Die Preise spiegeln den globalen Zustand für die Fertigung wider; oder genauer gesagt, sie reflektieren den Preis der Komponenten, die wir in den vergangenen sechs Monaten erworben haben“, schreibt Valve.
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Die Steam Machine ist deutlich teurer als die Konsolen von Sony, Microsoft und Nintendo. Die nominellen Spezifikationen des Linux-Rechners von Valve fallen etwas niedriger aus als die von PlayStation 5 und Xbox Series X, die auch nach ihren Preiserhöhungsrunden noch für unter 600 Euro zu haben sind.
Valve betont im Blog-Eintrag, dass man den Kaufpreis der Steam Machine im Gegensatz zum Vorgehen der Konsolenhersteller nicht subventionieren wolle: „Das traditionelle Konsolenmodell besteht darin, Hardware mit Einbußen zu verkaufen und die Einnahmen durch Abonnementdienste oder den Verkauf von Spielen, die an die Hardware gebunden sind, auszugleichen“, schreibt Valve. „Wir sind jedoch überzeugt, dass offene Ökosysteme langfristig besser für Kunden sind. Die historische Entwicklung des Bereichs beweist: Es ist die Offenheit der PC-Spielindustrie, die es ermöglicht, über Jahrzehnte hinweg der Katalysator für Hardware- und Softwareinnovationen zu sein.“
Wer keinen Weg auf den kleinen Formfaktor legt, findet zu vergleichbaren Preispunkten leistungsstärkere Komplett-PCs. Auch der PC-Eigenbau verspricht im Vergleich zur Steam Machine mehr Leistung zu kleinerem Preis.
(dahe)
Künstliche Intelligenz
Seit dem iPhone sinkt die Geburtenrate
Die globale Geburtenrate sinkt seit Jahrzehnten. In wohlhabenden Ländern nahmen Geburten ab Ende der 1990er-Jahre jedoch zu – bis 2007. Seit 2008 geht es flott bergab. Was ist damals passiert? Eine Weltfinanzkrise, lautet ein gängiger Erklärungsansatz. Doch die ist vorbei; von 2010 bis 2019 wuchs die Wirtschaft, während die Geburtenraten weiter sanken. Besonders ausgeprägt ist der Rückgang bei Teenagern, die selten mit Ausblick auf die Wirtschaftslage Kinder planen. Eine neue Studie weist auf eine andere Mitursache: die Verbreitung des iPhones.
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Smartphones gehen mit weniger Sozialkontakten, mehr Pornokonsum, weniger Geschlechtsverkehr und mehr Zugang zu Information über Verhütung einher. Der Effekt des Smartphones auf die Geburtenrate ist mehr als bloße Korrelation, sagen die Wirtschaftswissenschaftler Caitlin Myers und Ezekiel Hooper vom Middlebury College in Vermont, wenn auch nicht die ganze Geschichte.
Sie definieren den Beginn des Zeitalters moderner Smartphones mit der Markteinführung des iPhones im Jahr 2007. Durch aufwändige Auswertungen der Jahre 2007 bis 2011 gelangen sie zu dem Schluss, dass die Verbreitung des iPhones, je nach Berechnungsmethode, ein Drittel bis knapp über die Hälfte des Rückgangs der Geburtenrate in den USA erklärt.
iPhones jahrelang nur in Teilen der USA nützlich
Die Beschränkung auf den Zeitraum bis 2011 liegt daran, dass das iPhone eine Alleinstellung hatte und bis 2011 nur in Teilen der USA nutzbar war. Android-Smartphones gab es damals wenige, und wenn, dann zunächst nur im fast deckungsgleichen Netzabdeckungsgebiet. Das erlaubt den Vergleich der Entwicklung in Gebieten mit und ohne Smartphones, heruntergebrochen auf die über 3.000 Countys der USA. „Gemischte“ Countys, also solche mit teilweiser Smartphone-Nutzbarkeit, bleiben im Vergleich außen vor.
Steve Jobs stellte das iPhone Anfang 2007 vor. Ende Juni 2007 gelangte es in den Verkauf. Exklusiver iPhone-Partner war der Mobilfunknetzbetreiber AT&T. Für andere US-Netze waren iPhones gesperrt, und selbst die selten durchgeführten Jailbreaks halfen kaum, denn die landesweiten Mitbewerber Sprint und Verizon nutzten den Funkstandard CDMA. iPhones unterstützen CDMA erst ab dem iPhone 4S Ende 2011. Nur im GSM-Netz der T-Mobile USA hätten entsperrte iPhones der Jahrgänge 2007 bis 2010 eingesetzt werden können. Doch erreichte T-Mobiles Mobilfunknetz kaum Countys, die nicht auch von AT&T erschlossen waren.
2024 lag die Geburtenrate bei US-Teenagern (15-19 Jahre) 70 Prozent unter jener des Jahres 2007. Bei 20- bis 24-Jährigen waren es -47 Prozent. Bei älteren Müttern ist der Rückgang geringer, ab 35 Jahren gibt es sogar mehr Babys. Sie fallen allerdings weniger ins Gewicht, weil Mütter in diesem Alter vergleichsweise selten sind. Insgesamt beträgt der Rückgang 22 Prozent. Was immer diesen enormen Fall erklären solle, müsse groß, datiert und weit verbreitet sein, quer durch die sozialen Gruppen, betonen Myers und Hooper. Das iPhone erfüllt diese Voraussetzungen.
Alternative Smartphones im heutigen Sinne gab es wenige: Für das Weihnachtsgeschäft 2008 nahm T-Mobile erstmals ein Android-Gerät ins Portfolio auf, das G1 (HTC Dream). Erst ein weiteres Jahr später folgten Spring (HTC Hero) und Verizon (Motorola Droid). Daher kann das iPhone für den Studienzeitraum als Synonym für das Smartphone herhalten.
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Vergleich von Regionen mit und ohne iPhone-Netz
So können die Studienautoren die Geburtenraten für verschiedene Bevölkerungsgruppen in Countys mit mehr als 90 Prozent potenzieller iPhone-Abdeckung mit jener in Countys mit weniger als zehn Prozent vergleichen. Dabei zeigt sich, dass Countys mit hoher iPhone-Nutzbarkeit im relevanten Zeitraum 2008 bis 2011 deutlich niedrigere Geburtenraten aufweisen: -12,2 Prozentpunkte bei Teenagern, -4,6 Prozentpunkte bei Frauen in ihren 20ern, und -5,1 Prozentpunkte in ihren 30ern. Doch diese Auswertung wäre zu kurz gegriffen, unterscheiden sich die Countys doch in vielfacher anderer Weise. Beispielsweise hatten urbane Gebiete viel eher AT&T-Versorgung als rurale. Auch Wohlstand, Weltanschauung und Hautfarbe sind ungleich verteilt.
Um diese Unterschiede herauszurechnen, bedienen sich die Autoren zweier Herangehensweisen: Eine entropieausgeglichene Poisson-Ereignisstudie auf der einen Seite, ein synthetischer Differenz-von-Differenzen-Ansatz (SDID) auf der anderen, wobei sie letzteren in diesem Fall für aussagekräftiger halten. Im Ergebnis führen sie ein Drittel (Poisson) bis 52 Prozent (SDID) des Geburtenrückgangs auf die Smartphone-Verbreitung zurück.
Das Ergebnis besteht auch den Test statistischer Robustheit sowie Placebo-Vergleiche. Keine nennenswerte Rolle spielt die Zahl früherer Geburten oder der Ehestand. Der Smartphone-Effekt ist bei weißen und hispanischen Frauen ähnlich – nur bei Schwarzen findet die Studie keine Auswirkung. Das könne an der deutlich geringer ausgeprägten iPhone-Nutzung sowie schon vor 2007 beobachteten Trends bei Schwarzen liegen, mutmaßen die Autoren; eine endgültige Erklärung dafür haben sie nicht gefunden.
So wirkt das Smartphone
Nicht Gegenstand der US-Studie ist der exakte Wirkweise des iPhones, die zu weniger Geburten führt. Dazu verweisen die Autoren auf mehrere vorangegangene Studien, beispielsweise abträgliche Auswirkungen von Facebook-Nutzung auf die geistige Gesundheit. Die in Gesellschaft anderer Menschen verbrachte Zeit (ohne Arbeit und Schule) ist demnach drastisch gefallen, während viel mehr Zeit alleine verbraucht wird – und wer alleine bleibt, erhält selten Besuch vom Storch.
Damit einher geht ein Rückgang von Geschlechtsverkehr bei gleichzeitiger Zunahme von Verhütung. Das Smartphone hilft bei der Aufklärung, verschafft aber auch leichteren Zugang zu Pornographie. Pornokonsum verdrängt Geschlechtsverkehr, und tatsächlich haben Amerikaner im Studienzeitraum ihren Pornokonsum intensiv erhöht – einerseits haben sie das in einer großen, repräsentativen Studie selbst angegeben, andererseits zeigen Google-Suchtrends, dass sich der relative Anteil von Suchen nach „porn“ im relevanten Zeitraum mehr als verdoppelt hat.
Gruppeneffekt
Der zeugungsvermindernde Effekt des iPhones träte allerdings nicht bei einzelnen iPhone-Nutzern als solchen auf: „Ob das eigene Mobiltelefon etwas bewirkt, hängt wahrscheinlich davon ab, ob die Altersgenossen welche haben; ein Handy in einer Freundesgruppe voller Handyloser ist eine andere Intervention als ein Handy in einer Gruppe, in der jeder eines hat.“
„Wir behaupten nicht, dass das iPhone der einzige Auslöser für den Rückgang (der Geburtenrate) nach 2007 ist, … aber im erfassten Zeitraum 2008-2011 zeigen unsere Schätzungen, dass die Einführung moderner Smartphones eine große Rolle beim Rückgang von US-Geburten gespielt hat“, fassen Myers und Hooper zusammen. Die Beweise für die (zugrundeliegenden) Mechanismen legten nahe, dass Beziehungen sowie die Zeit für und Bereitschaft zu Intimität beeinflusst werden. An den Kosten von Elternschaften liege der Rückgang der Geburtenrate indes es nicht.
In das gleiche Horn stößt eine auf Teenager fokussierte Studie von Nathan Hudson und Hernan Moscoso Boedo von der Universität Cincinnati. Diese beiden betonen den Effekt fallender Smartphonepreise. Ihre Studie zeigt den Zusammenhang eher leistbarer Smartphones mit der fallenden Geburtenrate nicht nur für die USA, sondern auch für England und Wales. Da die Entwicklung auf beiden Seiten des Atlantik praktisch deckungsgleich ist, dürfte sie nicht an den jeweiligen Gesundheitssystemen liegen, die sehr unterschiedlich ausgestaltet sind.
(ds)
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