Apps & Mobile Entwicklung
Amazon Vine macht es möglich
Tausende Amazon-Kunden bekommen regelmäßig Pakete zugeschickt, ohne sie jemals bezahlen zu müssen. Und natürlich dürfen sie die Produkte auch behalten. Ganz legal. Dahinter verbirgt sich ein offizielles Angebot des Versandhändlers: Amazon Vine. Und jeder kann mitmachen. Zumindest in der Theorie.
Die Vorstellung klingt verlockend: Produkte bestellen, testen und anschließend behalten, ohne sie jemals zu bezahlen. Was zunächst unrealistisch wirkt, ist tatsächlich Teil eines etablierten, aber wenig bekannten Amazon-Programms: Amazon Vine. Doch welches Ziel verfolgt Amazon damit, wie läuft das Ganze ab und wer kann überhaupt teilnehmen?
Amazon Vine: Gratis-Produkte für ausgewählte Nutzer
Mit Vine verfolgt Amazon gleich mehrere Interessen. Zum einen sollen Käufer von detaillierten und glaubwürdigen Erfahrungsberichten profitieren, die ihnen bei Kaufentscheidungen helfen. Zum anderen erhalten Händler auf dem Marktplatz die Möglichkeit, frühzeitig unparteiische Bewertungen für ihre Produkte zu sammeln. Das Prinzip dahinter ist dabei ziemlich unkompliziert:
In einem ersten Schritt bestellen ausgewählte Tester, die sogenannten Vine Voices, Produkte teilnehmender Anbieter im Amazon-Shop. Nach Angaben des Unternehmens wächst das Angebot täglich um Tausende Artikel aus nahezu allen Kategorien. Bezahlen müssen sie die Produkte allerdings nicht. Die finanzielle Last trägt der Händler.
Sobald die Ware eingetroffen ist, wird sie im zweiten Schritt von den Vine-Voices getestet und anschließend bewertet. Das zumindest in der Theorie möglichst sachlich und unabhängig. Eine Rücksendung ist nicht erforderlich, denn die Produkte gehen dauerhaft in den Besitz der Tester über.

Um Einflussnahmen konsequent auszuschließen, ist es Verkäufern untersagt, Kontakt zu den Vine-Testern aufzunehmen. Die abgegebenen Rezensionen erscheinen zwar zusammen mit allen anderen Bewertungen, sind jedoch klar mit dem Hinweis gekennzeichnet: „Amazon Vine-Kundenrezension eines kostenlosen Produkts“. Händler zahlen für die Teilnahme am Programm: Seit Oktober 2023 sind zwei Einheiten pro übergeordnete ASIN beziehungsweise zwei Vine-Bewertungen kostenfrei, darüber hinaus können bis zu 170 Euro für maximal 30 Rezensionen anfallen. Auch für Amazon selbst ist Vine somit ein lukratives Geschäft.
Vine-Tester werden
Angesichts der Aussicht auf kostenlose Produkte dürfte das Interesse enorm sein. Dennoch ist der Einstieg ins Vine-Programm alles andere als einfach. Eine eigenständige Bewerbung ist nämlich nicht vorgesehen. Stattdessen gilt das Prinzip: Amazon wählt selbst proaktiv aus und meldet sich bei geeigneten Kandidaten.
Im Fokus des Auswahlverfahrens stehen dabei Nutzer, die bereits viele von anderen Käufern als hilfreich bewertete Rezensionen verfasst haben. Wer eingeladen wird, erfüllt somit bestimmte Qualitätskriterien. Kurz gesagt: Ohne Einladung keine Teilnahme.
Und es gibt einen weiteren Haken, denn Vine-„Gratisprodukte“ sind steuerrechtlich relevant. Schließlich handelt es sich dabei um eine Gegenleistung: Rezensionen gegen Produkte. Wer diese steuerrechtlich nicht berücksichtigt, muss mit Nachzahlungen und schlimmstenfalls mit einem Steuerstrafverfahren rechnen.
Warum der hohe Anspruch an die Transparenz?
Amazon ist längst nicht der einzige Anbieter, der Produkte im Gegenzug für Bewertungen zur Verfügung stellt. Viele Händler versuchen dies auf eigene Faust. Genau hier liegt jedoch das Problem: Besteht die Aussicht auf weitere Gratisprodukte, steigt die Gefahr geschönter oder bewusst positiver Bewertungen. Die Unabhängigkeit der Rezensionen lässt sich dabei kaum sicherstellen. Denn entsprechend als „eingekauft“ markiert werden diese nicht.
Aus diesem Grund verstößt das Vorgehen gegen die Richtlinien von Amazon. Der Konzern ist in den vergangenen Jahren mehrfach konsequent eingeschritten und hat zahlreiche Verkäufer von der Plattform ausgeschlossen, die solche Praktiken nutzten.
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Apple kooperiert mit Google: Die neue Siri soll auf Gemini laufen, Start noch 2026

Apple will (oder vielmehr muss) künftig die Gemini-Modelle von Google nutzen, ein entsprechendes Abkommen über mehrere Jahre hinweg haben beide Konzerne unterzeichnet. Basierend auf diesen Modellen will Apple im Verlauf des Jahres eine überarbeitete Version von Siri veröffentlichen.
Konkret heißt es in der Stellungnahme, der Sprachassistent soll personalisierter werden. Apple will Googles Modelle aber auch darüber hinaus als Grundlage nutzen, um die eigenen Basismodelle weiterzuentwickeln. Im Kern wird es sich damit also um angepasste Gemini-Versionen für Apple Intelligence handeln. Berichte kündigten das bereits im November 2025 an.
Das Ziel ist, dass diese weiterhin lokal auf Apple-Geräten laufen. Datenschutz-Konzepte wie Private Cloud Computing will man beibehalten, die Privatsphäre der Nutzer bleibt ein relevanter Punkt.
Apples Reaktion nach dem Siri-Fiasko in 2025
Apple arbeitet bereits mit OpenAI zusammen. ChatGPT kommt in Siri aber erst dann zum Einsatz, wenn die lokalen Modelle nicht mehr ausreichen. In solchen Fällen haben Nutzer die Option, eine Anfrage weiterzuleiten. An der ChatGPT-Integration soll sich zunächst auch nichts ändern.
Das Ziel des Abkommens mit Google ist nun, generell die Qualität der KI-Lösungen zu erhöhen. Bis dato hinkt Apple bei der KI-Entwicklung hinterher, Handlungsbedarf besteht. Vor allem die generativen-KI-Upgrades für Siri entwickelten sich für Apple im letzten Jahr zum Fiasko. Die gemeinsam mit Apple Intelligence angekündigten Neuerungen mussten mehrfach verschoben werden. Nun soll es also „später im Jahr“ so weit sein.
Dass Google der Partner der Wahl ist, um die Neuauflage von Siri zu entwickeln, zeichnete sich letztes Jahr bereits ab. Einer der wichtigen Punkte für Apple bei den Verhandlungen war, dass Modelle eines Partners auf der hauseigenen Private-Cloud-Infrastruktur laufen.
Google-Mutterkonzern Alphabet nun ebenfalls mehr als 4 Billionen US-Dollar Wert
Vor allem für Google wird das Abkommen als Erfolg gewertet. Mit den Gemini-Modellen konnte man im letzten Jahr aufholen, vor allem Gemini 3 Pro gilt als ausgesprochen leistungsfähig. Die Bildmodelle der Nano-Banana-Reihe sorgten für virale Hypes.
Eine Konsequenz ist ein Wachstum bei den Nutzerzahlen. Laut dem Analysedienst SimilarWeb konnte sich Google bei den generativen KI-Chatbots als erster ChatGPT-Verfolger etablieren. OpenAI liegt zwar noch vorne, Chef Sam Altman hatte aber schon im Dezember einen Code Red ausgegeben, um die ChatGPT-Entwicklung zu beschleunigen.
Von den Entwicklungen profitiert Googles Marktbewertung. Mit der Apple-Partnerschaft hat der Mutterkonzern Alphabet erstmals die Grenze von 4 Billionen US-Dollar überschritten und liegt nun auf Rang 2 der wertvollsten Unternehmen der Welt. Auf Rang 1 liegt laut den Zahlen von Companies Market Cap Nvidia mit 4,5 Billionen US-Dollar. Den dritten Platz belegt Apple mit 3,8 Billionen US-Dollar, Microsoft belegt derzeit den vierten Rang mit 3,5 Billionen US-Dollar. Sowohl Apple als auch Microsoft hatten letztes Jahr schon zeitweise die 4-Billionen-Grenze überschritten.
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Die besten Städte für 4K-Streaming: Wo läuft alles flüssig?
4K klingt nach Standard, doch je nach Wohnort entscheidet Eure Leitung, ob Netflix, HBO Max oder YouTube konstant scharf bleiben. Eine neue Auswertung vergleicht 80 Großstädte – und zeigt dabei überraschende Muster.
Die Daten stammen aus einer Analyse von PrivacyTutor, die für jede Stadt einen „Streaming Comfort Score“ berechnet. Die zugehörige Karte hebt vor allem die Top-25-Städte hervor – also die Orte, an denen Streaming im Alltag besonders stressfrei laufen soll. Wichtig: Es geht nicht nur darum, ob irgendwo „grundsätzlich“ genug Bandbreite ankommt. Laut PrivacyTutor fließen vier Faktoren in den Score ein, am stärksten gewichtet wird die Download-Geschwindigkeit. Dazu kommen die Verfügbarkeit von Glasfaser, Kabel und DSL.
Diese Städte sind für 4K-Streaming besonders entspannt
Für 4K nennen Streaming-Dienste mindestens 25 Mbit/s als Richtwert. Der neue Streamingdienst HBO Max empfiehlt sogar 50 Mbit/s. Den knacken in dieser Stichprobe zwar selbst die Schlusslichter beim reinen Download deutlich. Der Score soll aber abbilden, wie stabil und zukunftssicher das Gesamtpaket in einer Stadt ist – wenn mehrere Geräte gleichzeitig streamen oder die Leitung abends stärker ausgelastet ist.
Ganz vorn landet Recklinghausen mit einem Streaming Comfort Score von 74,39 Punkten. Dahinter folgen Trier (72,47), Salzgitter (70,57), Ludwigshafen am Rhein (70,20) und Bochum (65,97). Auffällig: Es sind nicht die üblichen „Großstadt-Verdächtigen“, sondern eher mittelgroße Städte.
Schaut man nur auf die Downloads, liegt Trier mit 168,6 Mbit/s an der Spitze – knapp vor Recklinghausen (161,5 Mbit/s). Für typisches 4K-Streaming ist das weit mehr als nötig. Entscheidend ist hier eher, ob die Leistung auch dann steht, wenn im Haushalt parallel noch jemand zockt, ein Update lädt oder zwei weitere Streams laufen.
Wo es schnell frustig wird
Das nämlich könnte bei langsameren Städten geschehen. Am Ende der Tabelle stehen Städte, in denen laut Score deutlich mehr Luft nach oben ist: Solingen bildet das Schlusslicht (19,14 Punkte), davor Koblenz (20,37), Ulm (22,09), Erfurt (27,41) und Fürth (27,47).
Das heißt nicht automatisch: „4K geht gar nicht“. Solingen kommt in der Auswertung sogar auf 100,0 Mbit/s Download – aber gleichzeitig auf extrem niedrige Glasfaserwerte (1,79 Prozent). Genau solche Kombinationen bewertet der Score als riskanter, weil sie auf weniger Reserve und weniger Zukunftssicherheit hindeuten, wenn Ansprüche und parallele Nutzung steigen.
Metropolen: Warum Berlin nur im Mittelfeld landet
Auch bei den ganz großen Städten sieht man Unterschiede. München ist als Millionenstadt am besten platziert (Rang 6, Score 64,62). Hamburg folgt auf Rang 12 (59,04), Köln landet auf Rang 23 (53,09). Berlin kommt nur auf Rang 28 (52,42) – trotz ordentlicher Download-Zahlen, aber mit deutlich schwächerer Glasfaserquote als etwa München oder Hamburg.

Was Ihr daraus für Euer Setup ableiten könnt
Klar ist: Eine Stadtwertung ist ein guter Hinweis, aber keine Garantie für Eure konkrete Adresse. Innerhalb einer Stadt können Wohnviertel stark auseinanderlaufen. Sogar Unterschiede von Straße zu Straße sind möglich. Es liegt daran, wie gut Euer Anbieter das Netz in Eurer Straße ausgebaut hat. Und am Ende entscheidet auch Euer Heimnetz (Router-Standort, WLAN, Auslastung), ob der TV wirklich dauerhaft 4K hält oder doch regelmäßig auf HD zurückfällt. Unsere Empfehlung: Streaming-Geräte möglichst per Netzwerkkabel an den Router anbinden, nicht mehr per WLAN. Und auf lange Sicht: Kümmert Euch, wenn möglich, um einen Glasfaseranschluss. Wenn künftig mehrere Fernseher UHD-Inhalte konsumieren oder 8K doch noch ein Thema wird, wird’s richtig eng mit DSL.
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Riesiges Werk: SK Hynix baut Test- und Packaging-Fabrik für 13 Mrd. USD

Speicherriese SK Hynix baut ein neues, großes Werk für das Packaging von DRAM, HBM & Co. Bis Ende 2027 soll es bereits fertig sein und der Baubeginn im April 2026 erfolgen. Die Nähe zur eigenen Speicherfabrik soll die Front- und Back-End-Produktion enger verzahnen.
Auch DRAM, HBM und NAND brauchen ein Packaging, denn der blanke, einzelne Speicherchip ist auch hier auf keinem finalen Produkt zu finden. Packaging bei Speicher jedweder Art ist zudem heutzutage ungleich komplexer geworden, da die Speicherchips an sich bereits aus mehreren Lagen bestehen. Bei HBM müssen diese zudem auf spezielle, unter anderem bei TSMC gefertigte Base-Dies gepackt werden, die mittels TSVs jeder der bis zu 16 Lagen ansprechen.
Dass in Zeiten explodierender Nachfrage nach HBM auch für nahezu jede andere Art Speicher die Packaging-Kapazitäten schnell erschöpft sind, liegt auf der Hand. Zumal die Einrichtungen auch als Testcenter fungieren, wie es SK Hynix beim vorgestellten Neubau auch explizit beschreibt. Hier gab es im letzten Jahr Berichte über Probleme bei HBM, Nvidia hatte geplant, nur noch vollständig getestete Produkte abzunehmen und nicht mehr blind darauf zu vertrauen, dass die Chips gemäß Spezifikation funktionieren. Dies wiederum erhöht den Druck auf die Hersteller, zudem braucht es zusätzliche Kapazitäten, um das vollständige Testen aller Chips und des Packaging gewährleisten zu können.
P&T7 heißt die neue Anlage von SK Hynix, das steht für Packaging & Test. Sie wird in Cheongju in Südkorea für 19 Billionen südkoreanische Won errichtet, umgerechnet sind das etwas über 11 Milliarden Euro oder fast 13 Milliarden US-Dollar. In der Region hat SK Hynix bereits einen umfangreichen Fußabdruck hinterlassen. Denn dort stehen die Fabriken M11, M12 und M15, auch der erst im letzten Jahr fertiggestellte Neubau M15X ist dort beheimatet. Mit der Anlage P&T3 gibt es bereits eine Packaging- und Testeinrichtung. Geht es nach den ersten Render-Bildern der Anlage, hat SK Hynix zudem Luft für potenzielle Erweiterungen in Zukunft eingeplant.
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