Künstliche Intelligenz
Apple-Intelligence-News: Designer-Boni, Gemini-Destillate und iOS-27-Chatbots
Bei Apple Intelligence und der KI-Modernisierung von Apples Sprachassistenz Siri tut sich gerade intern eine ganze Menge. So soll der Konzern derzeit am Einbau von Googles Gemini-Technik in seine Apple Foundation Models (AFM) arbeiten und eine „richtige“ Chatbot-Siri samt App für iOS 27 vorbereiten. Neue Medienberichte zeigen nun, in welche Richtung das alles geht.
Weiterlesen nach der Anzeige
iPhone-Designer kriegen (mehr) Aktien
Apple hatte zuletzt in seiner KI-Abteilung massiv mit Abgängen zu kämpfen. Das Apple-Intelligence-Team hat mehrere Mitarbeiter an Meta, OpenAI und verschiedene KI-Start-ups verloren. Offenbar war der Frust über (zu) langsames Vorankommen groß, zudem lockten die Konkurrenten mit viel Geld, teilweise zwei- bis dreistelligen Millionenbeträgen. Damit sich Apple-Angestellte nicht von dem Konzern abwenden, soll es nun zusätzliche Zahlungen gegeben haben. Laut einem Bloomberg-Bericht ging das Geld in Form von Aktienpaketen zunächst an iPhone-Hardware-Designer.
Diese Gruppe gilt, neben den KI-Experten, ebenfalls als abwerbungsgefährdet, unter anderem an Jony Ives KI-Kooperation mit OpenAI, wo bereits viele Apple-Gestalter arbeiten. Die Summen, die als Boni an die Designer gingen, fielen allerdings vergleichsweise moderat aus: Sie sollen zwischen 200.000 und 400.000 US-Dollar wert sein, zudem müssen die Mitarbeiter vier Jahre bei Apple bleiben, um die volle Stückzahl zu erhalten. Das ist wesentlich weniger als etwa die vielen Millionen, die Meta vor einigen Monaten zahlte. Die neuen Boni werden laut Bloomberg zusätzlich zu den regulären „Stock Awards“ bezahlt.
Gemini als Destillat auf dem iPhone
Bislang war noch unklar, wie tief Apple Googles Gemini in seine AFMs integrieren darf. Laut einem Bericht des IT-Fachdienstes The Information gehen die Möglichkeiten erstaunlich tief: Apple soll es erlaubt sein, auch sogenannte Destillate des Grundmodells zu erstellen. Dabei wird das Modell in einem besonderen Prozess „heruntergerechnet“, indem Wissen aus einem großen Modell auf ein kleines übertragen wird, das dann auch auf iPhones ausgeführt werden könnte. Bislang war unklar, ob Google dies Apple auch durchführen lässt. Laut The Information hat Apple „vollen Zugriff“ auf Gemini. Der Konzern setzt offenbar auf eine Kombination aus weiterhin eigenen Modellen, kleineren oder destillierten Gemini-Modellen und Googles eigener Cloud, wo Gemini auf TPU-Servern des Konzerns läuft.
Apple plant offenbar außerdem nicht, Nutzer zur Verwendung von Siri unter iOS 27 zu zwingen. Laut einem weiteren Bloomberg-Bericht wird es möglich sein, auch ChatGPT von OpenAI und womöglich Claude von Anthropic zu integrieren. Offenbar ist auch Gemini als Chatbot vorgesehen. Über Siri soll man direkt auswählen können, welcher Chatbot anzusprechen ist – dazu wird es neue „Extensions“ geben, schreibt Bloomberg. Das Betriebssystem soll zudem erkennen können, ob Chatbot-Apps bereits laufen.
Weiterlesen nach der Anzeige
(bsc)
Künstliche Intelligenz
Kritische Systemdatenlücke bedroht Netzwerkbetriebssystem Arista EOS
Wenn Admins in Cloud-Infrastrukturen oder Rechenzentren Router und Switches mit Arista EOS nutzen, können Angreifer an mehreren Schwachstellen ansetzen. Stimmen die Voraussetzungen, sind Systeme kompromittierbar. Bislang gibt es keine Hinweise auf bereits laufende Attacken.
Weiterlesen nach der Anzeige
Mehrere Gefahren
In einer Warnmeldung finden sich unter anderem Informationen zu einer „kritischen“ Lücke (CVE-2026-11705). Daran können Angreifer aber nur ansetzen, wenn im Kontext von Streaming Telemetry Agent die TerminAttrRW-Option aktiv ist. Den Entwicklern zufolge ist das aber keine Standardeinstellung, sodass Geräte nicht per se angreifbar sind.
Ist die Voraussetzung erfüllt, können Angreifer durch das Versenden von präparierten Paketen Fehler auslösen und danach Systemdaten modifizieren. Aufgrund der kritischen Einstufung ist davon auszugehen, dass Geräte danach als kompromittiert gelten.
Bislang ist dagegen nur die EOS-Version 4.36.1F erschienen. Für ältere Ausgaben sind bislang nur Fixes verfügbar, die Arista in der Warnmeldung auflistet. Weitere Sicherheitspatches sollen folgen. Um Netzwerke vor solchen Attacken zu schützen, können Admins den Streaming-Telemetry-Agenten (TerminAttr) deaktivieren.
Durch das erfolgreiche Ausnutzen weiterer Lücken werden etwa manipulierte Zertifikate akzeptiert (CVE-2026-52896 „hoch“) oder Angreifer können Zugangsdaten einsehen (CVE-202652895 „mittel“).
In einer weiteren Warnmeldung führen die Entwickler noch eine Lücke (CVE-2026-12546 „mittel“) auf. Darüber ist die Authentifizierung umgehbar. In den verlinkten Warnmeldungen finden Admins weiterführende Hinweise zu den Schwachstellen und konkret bedrohten EOS-Versionen.
Weiterlesen nach der Anzeige
(des)
Künstliche Intelligenz
c’t-Webinar: Vom Prompt-Schreiber zum Art Director
Wer mit KI-Bildgeneratoren arbeitet, kennt das Problem: Der erste Entwurf passt zur Vorstellung, der nächste weicht trotz ähnlichem Prompt deutlich ab. Sobald Figuren, Bildstile oder ganze Kampagnen über mehrere Motive hinweg gleich bleiben sollen, stoßen reine Texteingaben schnell an ihre Grenzen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Das Webinar „Nano Banana Hacks – vom Prompt-Schreiber zum Art Director“ zeigt, wie sich KI-Bildgeneratoren über Referenzbilder gezielt steuern lassen. Sie erfahren, wie Sie Nano Banana zusammen mit Flora AI einsetzen, um Stil, Licht, Komposition und Charaktere klar zu definieren. Statt auf Zufallstreffer zu hoffen, entwickeln Sie künftig Bildwelten, die sich reproduzieren und weiterentwickeln lassen.
Vom Prompt zum iterativen Workflow
Dozent Adrian Rohnfelder vermittelt im Webinar die Grundlagen moderner Bildmodelle und erklärt, weshalb reine Texteingaben bei komplexen Anforderungen scheitern. Darüber hinaus beleuchtet er rechtliche Aspekte des KI-Einsatzes und zeigt, wie sich die Rolle kreativer Anwender verändert: weg vom Formulieren perfekter Prompts, hin zur visuellen Steuerung von Ergebnissen. Anschließend lernen Sie die Arbeitsweise von Flora AI kennen.
Rohnfelder führt durch die verschiedenen Bausteine für Text, Bild und Video und zeigt Werkzeuge wie Inpainting, Outpainting und Edit Layers. Dabei demonstriert er, wie sich Nano Banana nahtlos in strukturierte Produktionsabläufe mit wiederverwendbaren Assets integrieren lässt. Zusätzlich zu Flora AI und Nano Banana stellt der Dozent auch ChatGPT Images 2.0 vor und erläutert, welche Stärken die jeweiligen Systeme in unterschiedlichen Phasen kreativer Projekte ausspielen.
Zielgruppe und Anmeldung
Das Webinar richtet sich an Digital-Professionals, Marketer und Content Creator, die bereits mit KI-Bildtools arbeiten und ihre Ergebnisse verlässlicher gestalten möchten. Auch Social-Media-Manager, Kreativteams und Agenturen, die ihre KI-Bildproduktion systematisieren und in den professionellen Einsatz überführen wollen, profitieren vom Webinar.
Ein Grundverständnis generativer KI hilft. Tiefes technisches Vorwissen ist nicht nötig. Das Webinar ist praxisorientiert aufgebaut und auch für Einsteiger in das referenzbasierte Prompting geeignet.
Weiterlesen nach der Anzeige
Während der Veranstaltung können Sie über einen Online-Chat Fragen stellen. Zur Teilnahme genügt ein aktueller Webbrowser. Im Nachgang erhalten Sie Zugriff auf die Aufzeichnung und können das Gezeigte in Ihrem eigenen Tempo nachvollziehen. Alle Informationen zur Veranstaltung sowie Details zur Anmeldung finden Sie auf der Website zum Webinar.
- Termin: 28. Juli 2026
- Uhrzeit: 14:00 bis 17:00 Uhr
- Preis: 129,00 Euro (Frühbucherpreis bis zum 30. Juni, danach 149,00 Euro)
(abr)
Künstliche Intelligenz
iPhone-Preiserhöhung: Kommt sie noch im Sommer?
Diese Änderung kam mit Ankündigung: Nachdem Apple-CEO Tim Cook persönlich mitgeteilt hatte, dass Apple aufgrund der aktuellen Speicher- und SSD-Krise gezwungen sei, die Preise zu erhöhen, folgte die Umsetzung auch gleich am Donnerstag. Dabei ging der Konzern erstaunlich breit vor: Jedes einzelne Mac-Modell ist im Schnitt mit einem Plus zwischen 100 und 200 Euro betroffen, bei besseren Konfigurationen kann es sogar noch signifikant mehr sein. Hinzu kommen Preiserhöhungen bei den iPads, sowie – und das sorgt bereits für viel Kritik – den völlig veralteten HomePod- und Apple-TV-Geräten. Komplett ausgeklammert hat Apple allerdings iPhones und Apple-Watch-Modelle. Die Frage ist nun, ob das Unternehmen wirklich bis zu den neuen Modellen im September mit seiner hauseigenen Inflationsrunde wartet oder nicht.
Weiterlesen nach der Anzeige
Das iPhone ist sensibel
In einer gegenüber internationalen Medien verbreiteten Stellungnahme machte Apple dazu erwartungsgemäß keine Angaben. Darin hieß es nur, man habe einen Punkt erreicht, an dem das Unternehmen „beginnen“ müsse, die Preise bei „einer Anzahl von Produkten“ zu erhöhen. Als Beispiel wurden iPad und Mac genannt, die Schreibweise („including today’s increase for iPad and Mac“) legt aber nahe, dass das noch nicht das Ende der Fahnenstange war.
Das iPhone ist für Apple allerdings ein sensibles Thema, es ist und bleibt das wichtigste Produkt des Konzerns. Schon die direkte Preiserhöhung vieler Legacy-Produkte hat viele Kunden überrascht. Womöglich will der Konzern ihnen das nun zumindest beim iPhone und der den Smartwatch-Markt dominierenden Apple Watch zunächst ersparen. Die Branche war längst davon ausgegangen, dass die neuen iPhone-Baureihen im September jeweils rund 200 Dollar teurer werden, in Euro umgerechnet womöglich um 250 Euro. Hinzu kommt, dass mit dem iPhone-Foldable, das in der Szene unter der Bezeichung iPhone Ultra läuft, ein neuer Formfaktor kommen soll, bei dem Apple mit neuen Preisen arbeiten kann – angeblich deutlich über 2000 Dollar für das Einstiegsgerät. Weiterhin sind in diesem Jahr noch iPhone 18 Pro und 18 Pro Max in der Pipeline.
Eine Frage der Strategie
Falls Apple die iPhone- und Apple-Watch-Preise doch noch erhöhen wird, bleiben dem Konzern also theoretisch noch einige Monate. Es ist möglich, dass die Preiserhöhung jetzt auch dazu führt, dass Kunden vermehrt bestehende iPhones kaufen und nicht bis September warten. Ähnlich lief es in den USA nach der Ankündigung von iPhone-Zöllen durch die Trump-Administration, die dann allerdings doch nicht kamen.
Klar ist: Apple dürfte strategisch klug vorgehen. Tatsächlich hatte der Konzern lange auf Preiserhöhungen verzichtet, stattdessen Einstiegskonfigurationen aus dem Programm genommen. Auch das günstige MacBook Neo hatte Beobachter überrascht.
Weiterlesen nach der Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt
Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.
(bsc)
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonateniX-Workshop Angriffsziel lokales AD − Schwachstellen finden und beheben
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten„Don’t Starve Elsewhere“: Survival‑Hit kehrt nach zehn Jahren zurück
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenKine‑Exakta: Die erste Spiegelreflexkamera fürs Kleinbild
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenWeitere Entlassungswelle bei Disney: Bis zu 1000 Mitarbeiter betroffen
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
xTool P3 im Test: CO₂-Laser mit 80 Watt schneidet und graviert auch Acryl
-
Social Mediavor 2 MonatenMetas neuer Creative Setup Workflow: Was sich wirklich ändert – und warum das nicht nur eine UI-Frage ist!
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenMega-GPUs für Nvidia, AMD & Co: TSMC zeigt CoWoS-Package mit >11.600 mm² & 24 × HBM5E
-
Entwicklung & Codevor 1 MonatKommentar: Das Ende der SaaS-Gelddruckmaschine
