Künstliche Intelligenz
Apple-Intelligence-News: Designer-Boni, Gemini-Destillate und iOS-27-Chatbots
Bei Apple Intelligence und der KI-Modernisierung von Apples Sprachassistenz Siri tut sich gerade intern eine ganze Menge. So soll der Konzern derzeit am Einbau von Googles Gemini-Technik in seine Apple Foundation Models (AFM) arbeiten und eine „richtige“ Chatbot-Siri samt App für iOS 27 vorbereiten. Neue Medienberichte zeigen nun, in welche Richtung das alles geht.
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iPhone-Designer kriegen (mehr) Aktien
Apple hatte zuletzt in seiner KI-Abteilung massiv mit Abgängen zu kämpfen. Das Apple-Intelligence-Team hat mehrere Mitarbeiter an Meta, OpenAI und verschiedene KI-Start-ups verloren. Offenbar war der Frust über (zu) langsames Vorankommen groß, zudem lockten die Konkurrenten mit viel Geld, teilweise zwei- bis dreistelligen Millionenbeträgen. Damit sich Apple-Angestellte nicht von dem Konzern abwenden, soll es nun zusätzliche Zahlungen gegeben haben. Laut einem Bloomberg-Bericht ging das Geld in Form von Aktienpaketen zunächst an iPhone-Hardware-Designer.
Diese Gruppe gilt, neben den KI-Experten, ebenfalls als abwerbungsgefährdet, unter anderem an Jony Ives KI-Kooperation mit OpenAI, wo bereits viele Apple-Gestalter arbeiten. Die Summen, die als Boni an die Designer gingen, fielen allerdings vergleichsweise moderat aus: Sie sollen zwischen 200.000 und 400.000 US-Dollar wert sein, zudem müssen die Mitarbeiter vier Jahre bei Apple bleiben, um die volle Stückzahl zu erhalten. Das ist wesentlich weniger als etwa die vielen Millionen, die Meta vor einigen Monaten zahlte. Die neuen Boni werden laut Bloomberg zusätzlich zu den regulären „Stock Awards“ bezahlt.
Gemini als Destillat auf dem iPhone
Bislang war noch unklar, wie tief Apple Googles Gemini in seine AFMs integrieren darf. Laut einem Bericht des IT-Fachdienstes The Information gehen die Möglichkeiten erstaunlich tief: Apple soll es erlaubt sein, auch sogenannte Destillate des Grundmodells zu erstellen. Dabei wird das Modell in einem besonderen Prozess „heruntergerechnet“, indem Wissen aus einem großen Modell auf ein kleines übertragen wird, das dann auch auf iPhones ausgeführt werden könnte. Bislang war unklar, ob Google dies Apple auch durchführen lässt. Laut The Information hat Apple „vollen Zugriff“ auf Gemini. Der Konzern setzt offenbar auf eine Kombination aus weiterhin eigenen Modellen, kleineren oder destillierten Gemini-Modellen und Googles eigener Cloud, wo Gemini auf TPU-Servern des Konzerns läuft.
Apple plant offenbar außerdem nicht, Nutzer zur Verwendung von Siri unter iOS 27 zu zwingen. Laut einem weiteren Bloomberg-Bericht wird es möglich sein, auch ChatGPT von OpenAI und womöglich Claude von Anthropic zu integrieren. Offenbar ist auch Gemini als Chatbot vorgesehen. Über Siri soll man direkt auswählen können, welcher Chatbot anzusprechen ist – dazu wird es neue „Extensions“ geben, schreibt Bloomberg. Das Betriebssystem soll zudem erkennen können, ob Chatbot-Apps bereits laufen.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
Firma hafter für ihren Chatbot: Unlauterer Wettbewerb
Für Risiken und Nebenwirkungen haftet der Arzt, wenn sein Chatbot Falschangaben macht. Das hat der vierte Zivilsenat am Oberlandesgericht Hamm (OLG) entschieden. Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen im Fall eines KI-Chatbots, der den beiden promovierten Medizinern „Dr. Rick & Dr. Nick“ frei erfundene Facharzttitel wie „Fachärzte für plastische und ästhetische Chirurgie“, „Fachärzte für ästhetische Medizin“ und „Fachärzte für ästhetische Behandlungen“ andichtete.
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Das Verhalten des Chatbots sei unzulässig. Und auch, wenn er keinerlei fehlerhafte Datengrundlage an den Bot gegeben habe, sei der Betreiber für die Falschangaben seines eigenen Bots verantwortlich. Somit liege ein Verstoß gegen das Irreführungsverbot des Gesetzes gegen Unlauteren Wettbewerb vor.
Die ausführliche Urteilsbegründung im Verfahren (AZ 4 UKl 3/25) am OLG Hamm liegt derzeit noch nicht vor. Die beklagten Mediziner verdanken ihre Bekanntheit unter anderem einem Fernsehformat und intensiver Präsenz in Sozialen Netzen. Einem weniger dem medialen Schönheitsideal orientierten Publikum wurden sie auch durch kritische Beiträge über das Gebaren der beiden unter anderem im WDR bekannt.
Da es sich bei der Frage der KI-Halluzinationsverantwortung um eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung handelt, haben die Richter im westfälischen Hamm in dem Verfahren die Revision zum Bundesgerichtshof (BGH) zugelassen. Die beklagte Firma unterlag vor dem obersten ordentlichen deutschen Gericht bereits einmal aufgrund unzulässiger Werbung für medizinisch nicht notwendige Eingriffe.
(mack)
Künstliche Intelligenz
Top 10: Die beste PTZ-Überwachungskamera für außen im Test – Reolink vor Instar
Instar IN-9420 2K+
Die IN-9420 2K+ bietet ein schwenk- und neigbares Objektiv mit fünffachem optischen Zoom, hohe Auflösung, Onvif-Support, Dual-WLAN, Personen- und Geräuscherkennung sowie eine Ethernet-Schnittstelle mit PoE. Wie gut die PTZ-Überwachungskamera des deutschen Herstellers Instar in der Praxis funktioniert, zeigt unser Test.
- schwenk- und neigbares Objektiv mit fünffachem Zoom
- Personen-, Fahrzeug- und Tiererkennung
- hervorragende Bildqualität (WDR) und relativ hohe Auflösung
- kompatibel mit Homekit, Synology Surveillance Station und Smart-Home-Zentralen wie Home Assistant (Onvif, MQTT)
- Dual-WLAN-Support inklusive WPA3 und Ethernet mit PoE
- Online-Support mit Forum und Wikis ausgezeichnet
- hoher Preis
- vollständige Integration über MQTT aufwendig
- keine automatische Bewegungsverfolgung
Überwachungskamera Instar IN-9420 2K+ im Test: PTZ, 5-fach-Zoom, Homekit & Onvif
Die IN-9420 2K+ bietet ein schwenk- und neigbares Objektiv mit fünffachem optischen Zoom, hohe Auflösung, Onvif-Support, Dual-WLAN, Personen- und Geräuscherkennung sowie eine Ethernet-Schnittstelle mit PoE. Wie gut die PTZ-Überwachungskamera des deutschen Herstellers Instar in der Praxis funktioniert, zeigt unser Test.
Instar bietet mit der aktuell für 277 Euro erhältlichen IN-9420 2K+ eine PTZ-Überwachungskamera für den Außenbereich, die über einen 1/2.8 Zoll großen Sony-Starlight-Sensor verfügt und Videos mit bis zu 2560 × 1440 Pixel sowie einer Bildrate von maximal 30 FPS aufzeichnet. Das Objektiv bietet einen fünffachen optischen Zoom mit Brennweiten zwischen 2,8 und 12 mm und ein diagonales Sichtfeld von 30° bis 120°.
Als Videocodec unterstützt die IN-9420 2K+ unter anderem die besonders effiziente Variante H.265 alias HEVC. Farbige Nachtaufnahmen bietet sie dank sechs weißen LEDs ebenfalls. Für Schwarz-Weiß-Aufnahmen stehen bei Dunkelheit auch Infrarot-LEDs zur Verfügung.
An Bord ist auch eine Bewegungserkennung, die Objekte nach Personen, Tieren und Fahrzeugen differenziert. Zusätzliche Sicherheit bietet die integrierte Geräuscherkennung und mit der eingebauten Gegensprechfunktion kann man die IN-9420 2K+ auch zur Kommunikation verwenden. Zudem können Anwender einen externen Lautsprecher an die Kamera anschließen. Als zusätzliche Schnittstelle bietet sie außerdem einen Ausgang für Alarmanlagen.
Neben der für Smartphones und Tablets optimierten App, mit der Anwender die Kamera bedienen, können sie auch per Browser auf die Überwachungskamera zugreifen. Und das ist klar der beste Weg, um sie zu konfigurieren, da nur unter der modernen und übersichtlichen Web-UI sämtliche Konfigurationsparameter zur Verfügung stehen.
Kaum eine Überwachungskamera integriert so viele Netzwerkschnittstellen wie die IN-9420 2K+: Sie bietet Unterstützung für 2,4- oder 5-GHz-WLAN inklusive der besonders sicheren WPA3-Verschlüsselung. Und per Ethernetkabel kann sie ebenfalls Kontakt zum Router aufnehmen. Letzteres funktioniert auch dann noch, wenn etwa Einbrecher mit einem WLAN-Störsender den überwachten Bereich betreten und damit sämtliche WLAN-Geräte wie Überwachungskameras ausfallen. Der bis zu 100 MBit/s schnelle RJ45-Port unterstützt zudem PoE, sodass eine besonders einfache Verkabelung ohne störendes Netzteil möglich ist.
Anwender, denen Datenschutz und Privatsphäre wichtig sind, dürfen sich bei der Inbetriebnahme der Instar-Kamera darüber freuen, dass sie sich weder für die Nutzung der App, noch für ein Cloud-Konto registrieren müssen. Letzteres ist allerdings nötig, wenn man die Überwachungskamera mit den Diensten Amazon Alexa, Google Assistant oder IFTTT koppeln möchte. Dann muss man sich beim kostenlosen Cloud-Dienst des Herstellers anmelden.
Diesen kann man um ein kostenpflichtiges Abo erweitern, sodass man ab einer Jahresgebühr von 30 Euro auch einen 10 GByte großen Online-Speicher erhält. Doch der ist grundsätzlich nicht nötig, da die IN-9420 2K+ über einen microSD-Card-Slot verfügt, der bereits mit einer 32 GByte großen Speicherkarte standardmäßig ausgestattet ist.
Wie erfolgt Montage & Inbetriebnahme?
Im Lieferumfang der knapp 2 kg schweren Instar IN-9420 2K+ sind Netzteil, Handbuch, zwei Halterungen für Decke und Wand samt Schrauben und Dübeln inklusive Werkzeug enthalten. Mit ihren Abmessungen von 23 × 15 × 15 cm fällt die gut verarbeitete PTZ-Kamera relativ groß aus. Laut Instar ist die IN-9420 2K+ wetterfest nach IP66 und im Temperaturbereich zwischen -20 °C und 55 °C einsetzbar.
Dank einer innovativen Kabelführung lässt sich die PTZ-Kamera so montieren, dass die von den für die Montage infrage kommenden Kabeln (Strom, Ethernet, Alarm) unsichtbar hinter einer Wand verschwinden. Dafür muss man die hintere Abdeckung der Kamera abschrauben und die nötigen Kabel durch die Halterung verlegen. Je nachdem, wie viele Kabel zum Einsatz kommen, verwendet man dafür eine der mitgelieferten Dichtungen mit passenden Durchführungen für die unterschiedlichen Kabel. Das hört sich erst einmal kompliziert an, ist aber in der Praxis dank der hervorragenden Dokumentation relativ einfach und nach wenigen Minuten erledigt. Mehr Informationen zur Montage zeigen wir in der Bildergalerie.
Am einfachsten gelingt die Inbetriebnahme der Instar-Überwachungskamera, wenn sie per Ethernet mit einem Router oder einem Switch verbunden wird. Dann kann man sie bequem per Browser einrichten. Das geht zwar prinzipiell auch mit der App Instar Vision, doch bietet diese nicht sämtliche Konfigurationsoptionen.
Die IP der Überwachungskamera verrät das Instar Kamera Tool, das für Linux, macOS und Windows vorliegt. Achtung: Wer ein VPN aktiviert hat, muss dieses deaktivieren, sonst findet das Tool die Kamera nicht. IP-Scanner wie Angry IP (Heise-Download) findet die Kamera ebenfalls.
Alternativ ist auch die Inbetriebnahme über WLAN und WPS möglich. Auch dann ist die Einrichtung per Browser machbar. Doch nicht jeder Router bietet WPS. Weitere Details zur Einrichtung zeigt die Bildergalerie. Hilfestellungen bei der Installation bietet Instar auch online über die Adresse
Bilder: Instar IN-9420 2K+
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: Die Integration in Home Assistant erfolgt über Onvif, die aber nicht sämtliche Funktionen der Kamera unterstützt. Über MQTT können Nutzer diese aber ergänzen. Dafür müssen sie aber YAML-Dateien editieren. Für Reolink-Überwachungskameras ist dank einer offiziellen Integration das nicht nötig.
Wie sind Bedienung und Konfiguration?
Anwender können die mobile Anwendung Instar Vision, die für Mobiltelefone und Tablets für Android und iOS vorliegt, zur Konfiguration der grundlegenden Funktionen der Kamera verwenden. Weitergehende Konfigurationsoptionen wie Onvif und MQTT stehen aber nur über die moderne Web-UI parat. Generell bieten sowohl die App als auch die Web-UI für die zahlreichen Konfigurationsoptionen detaillierte Erklärungen, sodass das Set-up der Kamera auch für wenig erfahrene Anwender kein Problem sein sollte.
Wie funktionieren Benachrichtigungen, Bewegungserkennung, Gegensprechfunktion
und Datenschutzmaske?
Die Bewegungserkennung kann zwischen Personen, Tieren und Fahrzeugen differenzieren. Dementsprechend lassen sich auch Alarme einstellen. Damit werden Fehlalarme durch andere, sich bewegende Objekte reduziert. Sollte es trotz aktivierter Personenerkennung zu Fehlalarmen kommen, können Anwender unter Alarmbereiche die Empfindlichkeit der Bewegungserkennung für vier Zonen justieren.
Für einen DSGVO-konformen Betrieb erlaubt die Web-UI unter Einstellungen – Multimedia – Privatsphäre die Konfiguration von bis zu acht Bildbereichen, die bei der Aufnahme automatisch geschwärzt werden. Das ist etwa erforderlich, wenn die Überwachungskamera auf ein fremdes Grundstück oder öffentlichen Bereich ausgerichtet ist.
Benachrichtigungen erfolgen nahezu verzögerungsfrei per Push auf Smartphone oder Tablet. Überdies verschickt die Kamera auf Wunsch Alarmmeldungen auch per E-Mail inklusive Bilder und unterstützt den Upload auf einen FTP-Server, inklusive einer verschlüsselten Übertragung über FTPS oder SFTP.
Die Gegensprechfunktion und die Geräuscherkennung haben im Test einwandfrei funktioniert. Die Sprache ist auf beiden Seiten gut verständlich.
Ansonsten ist die Bedienung der Instar IN-9420 2K+ mit der App und der Web-UI dank übersichtlicher Menüs einfach. Verbesserungspotenzial bietet allerdings die Alarmierung in Kombination mit der Wiedergabefunktion. Erhält man etwa eine Push-Nachricht, öffnet sich nach einem Klick darauf die Live-Ansicht der Kamera. Sinnvoller wäre es aber, wenn man direkt zum aufgenommenen Video im Wiedergabemenü gelangen würde. Zudem wäre es wünschenswert, wenn man aufgenommene Videos nach Alarmart (Person, Fahrzeug, Tier, Geräusch) filtern könnte. An einer entsprechenden Funktionserweiterung arbeitet Instar bereits. Sie soll noch in diesem Sommer ausgerollt werden.
Wie gut lässt sich das schwenk- und neigbare Objektiv steuern?
Die Steuerung der Schwenk- und Neigefunktion ist äußerst vielfältig. Instar informiert darüber ausführlich in seinem Online-Wiki. Insgesamt können Anwender bis zu acht Positionen speichern, die per Klick oder automatisch angefahren werden. Für ein automatisches Anfahren von Positionen müssen diese natürlich definiert sein. Dann kann man in der Web-UI eine Zeit für die jeweilige Position einstellen, wie lange die Kamera auf dieser verweilen soll, möglich sind Werte zwischen 1 Minute bis zu 12 Stunden. Anschließend stellt man noch die Anzahl der Wiederholungsfahrten ein, hier sind maximal bis zu 50 möglich. Nun fährt die Kamera automatisch die zuvor gespeicherten Positionen ab.
Ansonsten gelingt das Schwenken und Neigen der Kamera in der App sehr intuitiv. Einfache Touch-Gesten reichen hierfür aus. Zudem gibt es noch die klassische PTZ-Steuerung mit Pfeil-Tasten und P für das Anfahren respektive Speichern von Positionen (siehe auch Bildergalerie).
Eine automatische Bewegungsverfolgung hat die Instar IN-9420 2K+ allerdings nicht zu bieten.
Wie gut ist die Bildqualität der Instar IN-9420 2K+?
Dank der Unterstützung von Wide Dynamic Range (WDR) und der Möglichkeit, diese Funktion an die jeweilige Umgebung anpassen zu können, gibt es an der Bildqualität bei schwierigen Lichtverhältnissen, etwa Gegenlicht, nichts auszusetzen. Im Gegenteil: Die Aufnahmen bei Tag sind wie schon bei der IN-9408 2K+ (Testbericht) sehr detailreich. Bei Dunkelheit überzeugen auch die Schwarz-Weiß-Aufnahmen auf Basis der Infrarot-LEDs mit einer hervorragenden Bildqualität (siehe auch Bildergalerie). Und auch die farbigen Nachtaufnahmen unter Zuhilfenahme der sechs weißen LED-Strahler überzeugen mit einer guten Bildqualität.
Welche Smart-Home-Plattformen unterstützt die Instar IN-9420 2K+?
Genau wie das Modell mit starrem Objektiv, die IN-9408 2K+ (Testbericht), unterstützt auch die PTZ-Variante IN-9420 2K+ jede Menge andere Plattformen. So lässt sie sich unter Apple Homekit, Amazon Alexa und Google Assistant einbinden. Und auch die Ausgabe des Livestreams auf ein smartes Display (Ratgeber), wie Echo Show funktioniert. Allerdings vergehen wie bei anderen Instar-Kameras einige Sekunden, bis der Livestream erscheint. Außerdem hat er einen Versatz von bis zu 10 Sekunden. Das schaffen andere Modelle wie die Foscam CM5 (Testbericht) deutlich besser.
Die Integration unter Home Assistant (Testbericht) bietet auch Zugriff auf den Livestream und den Bewegungssensor der Kamera. Damit können Anwender die Instar IN-9420 2K+ für Automatisierungen, etwa zum Aufbau einer umfassenden Alarmanlage, verwenden. Oder sie verwenden den PIR-Sensor der Kamera zum Einschalten eines Leuchtmittels.
Mithilfe von MQTT können Anwender auf nahezu sämtliche Funktionen der Kamera zugreifen. Allerdings erfordert die Umsetzung einigen Aufwand. Begrüßenswert wäre eine Integration, wie sie etwa für Reolink-Kameras vorliegt und die sämtliche Funktionen integriert, ohne dass man dafür mühevoll Yaml-Dateien editieren muss.
Preis: Was kostet die Instar IN-9420 2K+?
Instar verkauft die IN-9420 2K+, die es in Schwarz und in Weiß gibt, regulär für 299 Euro. Aktuell ist sie für 277 Euro erhältlich. Das ist vergleichsweise viel Geld für eine PTZ-Kamera mit Onvif-Support und fünffachem optischen Zoom. Denn eine solche gibt es schon für deutlich weniger. Als Alternative käme etwa die Reolink Trackmix PoE (Testbericht) für knapp 153 Euro infrage.
Doch den Reolink-Kameras fehlt WDR-Support, sie unterstützen außerdem WLAN und Ethernet nicht gleichzeitig. Und auch eine verschlüsselte Übertragung auf einen FTP-Server beherrschen die Modelle nicht. Die Konfiguration der IN-9420 2K+ abzuspeichern und gegebenenfalls wiederherzustellen sind Funktionen, die sie für den professionellen Einsatz qualifizieren.
Obendrein bietet Instar nicht nur ein sehr detailliertes Handbuch, sondern auch ein Forum sowie viele Online-Wikis, die Anwendern hilfreich zur Seite stehen respektive sämtliche Funktionen der Kamera ausführlich dokumentieren. Vom ausgezeichneten telefonischen Support wissen auch bisherige Instar-Kunden zu berichten. Und bei einem deutschen Hersteller gibt es in puncto Support auch keine Sprachbarriere.
Weitere Alternativen zur Überwachung von Außenräumen aus unserer Bestenliste zeigen wir in folgender Tabelle.
Fazit
Wie schon das mit einem starren Objektiv ausgestattete Schwestermodell IN-9408 2K+ hinterlässt auch die PTZ-Variante Instar IN-9420 2K+ im Test einen hervorragenden Eindruck. Sie bietet mit 2560 × 1440 Pixel zwar nicht die höchste Auflösung, überzeugt dafür aber mit einer exzellenten Bildqualität, die auch in schwierigen Situationen wie Gegenlicht oder bei Nacht nicht nachlässt. Über Alarme informiert sie nicht nur per Push, sondern optional auch per E-Mail, inklusive Bilder oder Videos, sowie per Upload auf einen FTP-Server, der auch verschlüsselt erfolgen kann.
Der Livestream steht in der App oder Browser zügig parat, wenn die Kamera per Ethernet mit dem Router verbunden ist. Über WLAN muss man unter Android einige Sekunden warten, während die iOS-App ihn etwas zügiger anzeigt. Fehlalarme sind dank Personen-, Fahrzeug- und Tiererkennung praktisch ausgeschlossen. Im Test haben wir jedenfalls keine registriert.
Positiv ist auch, dass Anwender die Instar IN-9420 2K+ dank Onvif-Support mit Dritthersteller-Lösungen wie Synology Surveillance Station lokal ansteuern und in Smart-Home-Zentralen wie Home Assistant einbinden können. Auch zu Homekit ist die Kamera kompatibel. Insgesamt sind die Integrationsmöglichkeiten hervorragend. Auf der Habenseite stehen auch die flexiblen Montageoptionen. Und dank einer innovativen Kabelführung ist bei optimaler Montage nichts von diesen zu sehen.
Insgesamt ist die Instar IN-9420 2K+ nicht nur für Privatanwender, sondern dank ihrer vielen Sicherheitsfunktionen, dem Benutzermanagement und dem exzellenten Online-Support auch für Unternehmen sehr empfehlenswert. Vor allem dann, wenn Anwender Wert auf Datenschutz und Privatsphäre legen. Denn anders als viele Überwachungskameras lässt sich die Instar komplett ohne Hersteller-App und Cloudanbindung lokal steuern.
Verbesserungspotenzial gibt es aber ebenfalls. So hat etwa die Integration in Home Assistant noch einige Luft nach oben. Dank MQTT-Support können Anwender zwar prinzipiell auf sämtliche Funktionen der Instar zugreifen, doch die dafür nötige Konfigurationsarbeit ist mit dem Editieren von YAML-Dateien sehr aufwendig. Ein Blick auf die Reolink-Integration zeigt, dass dies auch einfacher geht. Begrüßenswert wäre ebenfalls eine automatische Bewegungsverfolgung.
Die Ausgabe des Livestreams auf einem smarten Display wie Amazon Echo Show funktioniert zwar, doch der zeitliche Versatz ist mit bis zu zehn Sekunden relativ groß. Hier besteht ebenfalls Verbesserungsbedarf.
- Historie:
- Der Testbericht erschien im Juni 2024
- Preisupdate: siehe Artikeldatum
Künstliche Intelligenz
Netz-Maut für Big Tech: Telekom-Chef gibt auf
Im Ringen um eine finanzielle Beteiligung von US-Technologieriesen wie Google und Netflix an Netzkosten vollzieht die Deutsche Telekom einen Kurswechsel. „Ich möchte mit den großen Konzernen natürlich meinen Frieden haben“, sagte Telekom-Chef Tim Höttges am Mittwoch in Bonn.
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Höttges setzt auf Partnerschaften
Die EU erkenne zwar den Handlungsbedarf an, es gebe aber keine konkrete Regulierung und damit auch keine wirkliche Hilfestellung, monierte Höttges. „Bevor ich mich politisch verkämpfe, werde ich dann Partnerschaften suchen mit den großen Partnern.“
Höttges und andere Chefs großer europäischer Telekommunikationskonzerne hatten in den vergangenen Jahren immer wieder darauf gedrängt, die US-Technologieriesen an Kosten zu beteiligen, schließlich nutzten deren Datendienste die europäischen Netze und zahlten dafür keinen Cent.
Während die Telcos von den US-Riesen einen „Fair Share“, also einen fairen Anteil an den Kosten fordern, argumentieren diese Firmen, dass die Nachfrage nach gutem Internet erst wegen ihrer Dienste so hoch sei und dass davon auch die Netzbetreiber profitierten.
Mangel an politischer Unterstützung
In Teilen der deutschen und europäischen Politik stießen die Netzbetreiber mit ihrer Haltung zwar auf Verständnis, EU und Bundesregierung wollten deswegen aber keinen Konfrontationskurs mit den USA. Diese Tatsache bringt Telekom-Chef Höttges nun zähneknirschend zu der Erkenntnis, dass seine „Fair Share“-Forderung keinen Erfolg haben wird.
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„Die Deutsche Telekom hat eigentlich diese Fair-Share-Debatte aufgegeben“, sagte der Manager. „Wir schaffen hier keinen Fortschritt und wir kriegen auch keine politische Unterstützung für das Thema. Deswegen suche ich momentan die Nähe zu den großen Internetkonzernen in Amerika, dass wir hier zu einem partnerschaftlichen Austausch der Datenverkehre kommen.“ Man müsse dann sehen, wie man die entstehenden Kosten anderweitig kompensieren könne.
In einem langwierigen Rechtsstreit hatte die Deutsche Telekom im Februar vor Gericht durchgesetzt, dass der Facebook-Mutterkonzern Meta ihr rund 30 Millionen Euro für den Datentransport in einem bestimmten Zeitraum zahlen muss. Man habe den Prozess zwar gewonnen und erwarte jetzt die Zahlung, sagte Höttges. Er fügte hinzu, dass er nun aber seinen Frieden haben möchte.
(vbr)
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