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Apple wird 50 und Nikon trennt sich von Robotern – die Fotonews der Woche 14/26


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Wer in dieser Woche seine Kamera in die Hand nahm, tat das möglicherweise mit einem Gerät, das ohne Apple so nie existiert hätte. Denn der Konzern aus Cupertino feiert seinen 50. Geburtstag – und auch wenn Apple streng genommen keine Kamerafirma ist, hat kaum ein Unternehmen die Art, wie wir fotografieren, so nachhaltig verändert. Anlass genug, einen Blick zurückzuwerfen – und auf das, was sich sonst in der Fotowelt getan hat.

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Das Titelbild der Ausgabe 01 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie

Das Titelbild der Ausgabe 01 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie

(Bild: 

heise

)

Man muss es so deutlich sagen: Fast jedes Kapitel der digitalen Fotografie hat Apple mindestens mitgeschrieben. Mit dem Macintosh II und Photoshop wanderte die Dunkelkammer ab 1987 auf den (digitalen) Schreibtisch. Die QuickTake von 1994 – acht Bilder in 640 × 480, man stelle sich das heute vor – machte die Idee einer filmlosen Kamera massentauglich, auch wenn die Bildqualität eher an Impressionismus als an Fotorealismus erinnerte. Und dann kam 2007 das iPhone.

Steve Jobs stellte damals bekanntlich drei Geräte vor, die in Wahrheit eines waren. Die Kamera erwähnte er nicht einmal – und trotzdem wurde das iPhone in kürzester Zeit zur meistgenutzten Kamera der Welt. Nicht weil sie die beste war, sondern weil sie immer dabei war. „Die beste Kamera ist die, die man dabei hat“ – dieser berühmte Satz, oft Chase Jarvis zugeschrieben, wurde erst durch das Smartphone wirklich wahr.

Was danach kam, kennt man: Der App Store ließ 2008 die Smartphone-Fotografie explodieren, iCloud befreite 2011 die Bilder vom einzelnen Gerät, Live Photos verwischte 2015 die Grenze zwischen Foto und Video. Und heute sorgen Computational Photography, Nachtmodus und ProRAW dafür, dass selbst Laien Bilder machen können, für die man früher eine Tasche voller Ausrüstung brauchte. Ob Apple in den nächsten 50 Jahren auch noch die letzte Systemkamera überflüssig macht? Die Kamerahersteller arbeiten jedenfalls hart daran, dass es nicht so weit kommt.

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Apropos Kamerahersteller, die ums Überleben kämpfen: Bei OM Digital Solutions, der Firma hinter den OM-System-Kameras (vormals Olympus), hat sich etwas Bemerkenswertes getan. CEO Shigemi Sugimoto, einst Olympus-Manager, hat die Mehrheitsanteile am Unternehmen übernommen und damit die volle Managementkontrolle erlangt. In der Pressemitteilung heißt es, dies solle „agilere und flexiblere Entscheidungsfindung“ ermöglichen.

Nun ist Unternehmensrecht selten der Stoff, aus dem Fotografenträume sind. Aber hier wird es spannend: Sugimoto geht ein persönliches Risiko ein, das in der japanischen Unternehmenskultur höchst ungewöhnlich ist. Man kauft sich nicht in eine Firma ein, wenn man glaubt, dass der Laden demnächst dichtmacht. Im Gegenteil – auf der CP+ 2026 waren die OM-System-Verantwortlichen ungewöhnlich gesprächig, deuteten eine neue PEN-Kamera an und zeigten sich insgesamt erstaunlich optimistisch.

Tatsächlich war OM System zuletzt alles andere als untätig: 2025 kamen die OM-3 und OM-5 II auf den Markt, dazu vier neue Objektive, darunter das komplett neu entwickelte M.Zuiko 50-200mm f/2.8 IS Pro. Anfang 2026 folgte die auf Astrofotografie spezialisierte OM-3 Astro. Was genau aus dem Anteil des bisherigen Investors Japan Industrial Partners (JIP) geworden ist, bleibt allerdings noch etwas nebulös. Für Fans des Micro-Four-Thirds-Systems dürfte die Nachricht dennoch ein gutes Zeichen sein: Wer persönlich Geld auf den Tisch legt, hat in der Regel einen Plan.

Während bei OM System jemand einsteigt, steigt Nikon anderswo aus. Das Unternehmen hat bekanntgegeben (PDF), seine britische Tochtergesellschaft Mark Roberts Motion Control (MRMC) an die Investmentfirma Blandford Capital zu verkaufen. MRMC, 2016 von Nikon übernommen, ist auf robotergesteuerte Kamerasysteme spezialisiert – jene beeindruckenden ferngesteuerten Kameras, die man etwa bei Fußball-Weltmeisterschaften oder in Baseballstadien sieht, wo eine Nikon Z9 mit einem 100-400mm-Objektiv von einem Roboterarm geschwenkt wird.

Nikon begründet den Verkauf mit einer „Überprüfung des Geschäftsportfolios“ – eine Formulierung, die in Pressemitteilungen ungefähr so viel Wärme ausstrahlt wie ein Blitz bei Tageslicht. Offenbar will sich Nikon stärker auf sein Kerngeschäft konzentrieren, wozu seit der Übernahme von Red im vergangenen Jahr auch professionelle Cine-Kameras gehören. Dass man gleichzeitig die Robotik-Sparte abstößt, die gerade im Broadcast- und Live-Sport-Bereich hervorragend zu den Red-Kameras gepasst hätte, wirkt auf den ersten Blick überraschend. Möglicherweise war die Synergie zwischen britischer Robotik und japanischer Kameratechnik in der Praxis doch nicht so groß wie erhofft. MRMC dürfte unter dem neuen Eigentümer jedenfalls weiter seine Roboterarme schwenken – nur eben ohne den goldenen Nikon-Ring.

In einer Woche voller Firmennachrichten und Jubiläen tut es gut, auch mal innezuhalten und an das zu denken, was Fotografie im Kern ausmacht: mit einer Kamera hinausgehen und Bilder machen. Auf Fstoppers hat ein Fotograf eine rührende Hommage an seine Canon EOS 6D veröffentlicht – eine Kamera, die seit 2012 auf dem Markt ist und bei ihm offenbar immer noch funktioniert. Trotz abblätterndem Gummi, fehlendem Moduswahlrad-Deckel und geschätztem sechsstelligem Auslöserstand.

Die 6D war nie die schnellste, nie die mit dem besten Autofokus, und ihre Serienbildrate ließ schon damals Sportfotografen gähnen. Aber sie machte ihren Job – in Sand, Schnee, Regen und nach diversen Stürzen. Der Autor vergleicht sie mit dem ersten Auto, das man je besessen hat: Man erinnert sich an jede Fahrt, auch wenn der Lack längst ab ist.

In Zeiten, in denen gefühlt monatlich neue Kameramodelle vorgestellt werden und die Spezifikationsblätter immer länger werden, ist das eine wohltuende Erinnerung: Die beste Kamera ist nicht nur die, die man dabei hat – sondern auch die, die man wirklich kennt. Und manchmal ist eben ein glorifizierter Briefbeschwerer auch unbezahlbar.

Wer nach all den Firmenmeldungen Lust auf etwas Visuelles hat: Anlässlich des Apple-Jubiläums lohnt es sich, noch einmal Steve Jobs’ iPhone-Keynote von 2007 anzuschauen – sie ist auf YouTube frei verfügbar. Nicht nur wegen des historischen Moments, sondern auch, weil man dabei wunderbar beobachten kann, wie ein einzelnes Gerät eine ganze Branche aufrüttelte. Und weil die Kamera des ersten iPhones mit ihren zwei Megapixeln ohne Autofokus heute jeden Smartphone-Fotografen in tiefe Dankbarkeit versetzen dürfte.

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(tho)



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IT-Ausfall bei der Justiz – Was war da los?


Keine Anrufe, keine Mails: Die bayerische Justiz ist von einer großflächigen Störung zeitweise lahmgelegt worden. Die ist inzwischen laut Justizministerium behoben.

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Seit dem Donnerstagnachmittag bestand eine Störung der Netzwerkinfrastruktur im Rechenzentrum des Landesamts für Steuern. IT-gestützte Arbeitsabläufe bei Gerichten und Staatsanwaltschaften waren dadurch offenbar eingeschränkt.

Das hatte zur Folge, dass Bayerns Justiz zeitweise nicht per Festnetztelefon oder E-Mail erreichbar war. Um kurz nach Mitternacht am Freitag liefen die Systeme nach Ministeriumsangaben wieder.

Die „Standarddienste“ wie Mail und Telefon seien wieder verfügbar, teilte das bayerische Justizministerium mit. „Die Fachverfahren und die E-Akte stehen ebenfalls wieder zur Verfügung.“ Allerdings komme es „im elektronischen Rechtsverkehr noch zu Verzögerungen beim Nachrichtenversand“.

Die Gründe teilten zunächst weder das Justizministerium noch das Landesamt konkret mit. Nur von einem „Fehler im Netzwerk“ war die Rede. Später hieß es, Auslöser sei eine fehlerhafte Konfigurationsänderung an der zentralen Netzwerkinfrastruktur gewesen. „Zum aktuellen Zeitpunkt ist ausgeschlossen, dass es sich um einen Cyberangriff handelte“, teilte das Landesamt mit. „Zu keinem Zeitpunkt sind sensible Daten abgeflossen oder verloren gegangen. Ebenso bestand zu keinem Zeitpunkt unbefugter Zugriff auf die Server der Justizverwaltung.“

Der Vorfall soll „genau analysiert“ werden. Außerdem sollen möglicherweise „weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Ausfallsicherheit erarbeitet und umgesetzt“ werden.

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Nachrichten, die während des Störungszeitraums versandt wurden, wurden auf den Systemen zwischengespeichert und werden derzeit abgearbeitet, wie das Ministerium mitteilte.

Für Eilfälle stünden den Gerichten und Staatsanwaltschaften alternative Versandwege – beispielsweise das Justizportal – zur Verfügung, hieß es in der knappen Mitteilung des Ministeriums.

Laut Justizministerium drohen keine verpasste Fristen. Zwar waren von der Störung auch Faxgeräte betroffen, die für das Einreichen von Schriftsätzen bei der Justiz noch immer eine Rolle spielen. Sollte eine solche Einreichung während der Störung nicht möglich gewesen sein, „kann durch das Gericht Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gewährt werden“, teilte eine Ministeriumssprecherin mit. „Dies betrifft vor allem Verfahren, in denen betroffene Personen nicht anwaltlich vertreten werden.“

Alle Rechtsanwälte und Behörden seien „grundsätzlich zur Einreichung von Schriftsätzen an die Gerichte per elektronischem Rechtsverkehr verpflichtet“, hieß es weiter. Und dies sei auch während des Ausfalls fristgerecht möglich gewesen, da die „virtuelle Poststelle Bayern beim IT-Dienstleistungszentrum des Freistaats Bayern durchgehend erreichbar war“. Und der Eingang dort sei für eine Frist entscheidend – nicht die Frage, wann ein Schriftsatz von dort weitergeleitet wird.

„Alle über den elektronischen Rechtsverkehr übersandten Daten, wie beispielsweise Dokumente und Nachrichten, sind sicher eingegangen und werden derzeit verarbeitet“, versicherte das Landesamt für Steuern.

„Eine digitale Justiz ohne belastbare Ausfallkonzepte ist nicht zukunftsfähig“, sagte die Landesvorsitzende des Bayerischen Richtervereins, Barbara Stockinger.

Der Verein dringt nun auf ein Notfallkonzept und digitale Absicherungen. „Der Rechtsstaat muss auch dann handlungsfähig bleiben, wenn zentrale IT-Systeme versagen. Die aktuellen Ereignisse zeigen eindrücklich, dass wir resiliente und redundante Systeme benötigen, um die Funktionsfähigkeit der dritten Gewalt jederzeit sicherzustellen.“

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(afl)



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Bericht: Meta will überschüssige Kapazität aus KI-Rechenzentren vermieten


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Facebook-Mutter Meta möchte laut einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg ins Geschäft mit KI-Cloud-Infrastruktur einsteigen. Der Plan ist demnach, die nicht selbst benötigten Kapazitäten der derzeit massiv ausgebauten KI-Rechenzentren zu vermieten. Mit seiner „Meta Compute“-Initiative will das Unternehmen laut Bericht dabei einen Geschäftszweig aufbauen, der sowohl den Zugang zu reiner Rechenkapazität als auch zu verschiedenen KI-Modellen verkauft, die in Metas Rechenzentren laufen. Hochrangige Manager wie etwa der Infrastruktur-Chef Santosh Janardhan seien mit der Initiative betraut.

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Damit würde Meta einerseits Angeboten wie Amazon Bedrock Konkurrenz machen und andererseits auch ins Geschäftsfeld der Neoclouds wie CoreWeave und Nebius vordringen. Die Aktien der letzteren beiden Unternehmen gaben nach Veröffentlichung des Bloomberg-Berichts deutlich nach, die Meta-Aktie machte hingegen einen kurzfristigen Satz nach oben. Meta gab zu dem Bericht keine Stellungnahme ab, Bloomberg beruft sich auf anonyme Insider.

Meta-Chef Mark Zuckerberg hat laut Bloomberg bereits im Mai in einer Telefonkonferenz erklärt, dass deR Konzern die Cloud-Vermietung erwäge. „Fast jede Woche wenden sich verschiedene externe Unternehmen an uns und bitten uns entweder, einen API-Dienst einzurichten, oder fragen, ob wir Rechenleistung haben, die sie von uns zu einem Aufpreis gegenüber unseren Anschaffungskosten erwerben könnten“, sagte Zuckerberg damals. Er ergänzte: „Wir haben das bisher noch nicht getan, weil wir glauben, dass wir eine Verwendung für diese Rechenleistung haben.“ Wenn sich die Lage ändere, liege die Option aber auf dem Tisch.

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Meta dürfte so ein neues Geschäftsfeld dabei helfen, seine enormen Investitionen in KI-Infrastruktur rentabel zu machen. Das Unternehmen schraubte in diesem Jahr nach nur drei Monaten die Ausgaben für KI-Infrastruktur noch einmal nach oben. Für das laufende Jahr stellt Meta nun Kapitalinvestitionen zwischen 125 Milliarden und 145 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Die vorherige Spanne lag bei 115 Milliarden bis 135 Milliarden US-Dollar. 2025 gab der Konzern vor allem für den Ausbau von KI-Rechenzentren gut 72 Milliarden US-Dollar aus.

Elon Musks Unternehmenskonglomerat SpaceX agiert bereits als KI-Cloudanbieter. Die Kapazitäten des „Colossus“ genannten Rechenzentrums-Clusters, den das jetzt zu SpaceX gehörende KI-Unternehmen xAI gebaut hat, werden auch an Google, Anthropic und seit kurzem an das Start-up Reflection AI vermietet. Anthropic überweist SpaceX dafür monatlich 1,25 Milliarden US-Dollar, Google 920 Millionen US-Dollar. Manche Beobachter sehen darin auch ein klares Zeichen dafür, dass die KI-Modelle von xAI keine große Nachfrage erzielen und die gebaute Kapazität deutlich über dem eigenen Bedarf liegt.

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(axk)



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Fußball-WM im Stream: Liefert Magenta die bessere Bildqualität als ARD und ZDF?


Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender zeigen zwar zahlreiche Spiele der Fußball-WM in Nordamerika. Wer die Streams und Zusammenfassungen der vergangenen Nacht jedoch in deren Apps schaut, bemerkt auf großen Fernsehern schnell Bildprobleme: Der Ball zerfranst, um Spieler bilden sich Blockartefakte, das Publikum vermatscht zu einem Pixelbrei. Das sieht in den Apps sogar schlechter aus als bei der direkten TV-Übertragung.

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Neben dem durch die Haushaltsabgaben gedeckten Angebot der Öffentlich-Rechtlichen bietet auch die Telekom Streams an. Für 11 Euro pro Monat kann man alle WM-Spiele in der MagentaTV-App auf Smartphones und Streaming-Boxen schauen – ohne Mindestlaufzeit. Die App wirbt wie ARD und ZDF mit HD-Auflösung. Auf den Streaming-Boxen der Telekom „MagentaTV One“ und dem „MagentaTV Stick“ (jeweils der zweiten Generation) gibt es zudem UHD-Streams mit 4K-Auflösung und Dolby Vision – ohne höhere Abogebühren.

In diesem Test untersuchen wir, wie sich die Bild- und Tonqualität der Angebote unterscheidet. Dazu vergleichen wir die Streams der Live-TV-Wiedergabe und der Apps auf dem Apple TV mit dem MagentaTV One. Wir klären, welche Streams tatsächlich den erweiterten Farbraum nutzen, wie Sie die Farbwiedergabe richtig einstellen, was die von der Telekom beworbene Dolby-Atmos-Tonspur bringt und für wen sich die auf Magenta zugeschnittenen Streaming-Boxen der Telekom tatsächlich lohnen.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Fußball-WM im Stream: Liefert Magenta die bessere Bildqualität als ARD und ZDF?“.
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