Künstliche Intelligenz
Auto China: Zukunft der Mobilität auf der bedeutendsten Automesse
Früher war China für die deutschen Autohersteller das Land, in dem die Umsätze sprudelten, heute ist das Land der wichtigste Konkurrent der globalen Autoindustrie. Auf der Auto China kann man das sehen. Während Ausstellungen wie die IAA in München oder der Salon in Paris zuletzt vergleichsweise mäßigen Andrang verzeichneten, geht es in Peking zu wie in einem Ameisenhaufen. Gedränge in acht Hallen auf zwei Etagen, bekannte Hersteller und noch viel mehr Marken, von denen selbst viele Chinesen noch nie etwas gehört haben. Auf der Messe (noch bis 3. Mai) folgt eine Premierenfeier der nächsten.
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Technologisch aufgeholt
Dabei zeigen die Chinesen eindrucksvoll, dass sie sich längst emanzipiert haben von der westlichen Automobilwelt, dass sie ihren eigenen Stil gefunden haben und auch technologisch um die Führung ringen. Beim Elektroantrieb ohnehin, aber auch bei Zukunftsthemen wie dem autonomen Fahren und erst recht, wenn das Auto demnächst in die Luft geht. Selbst chinesische Verbrenner machen auf der Messe Furore. Geely hat einen Hybridantrieb präsentiert, der mit 2,2 Litern auf 100 Kilometern zu einem der sparsamsten Benziner überhaupt werden dürfte.
Deutsche Automarken stellen sich dem Wettbewerb
Anders als gewohnt lassen sich die einst so dominanten Westmarken auf ihrem wichtigsten Auslandsmarkt aber nicht mehr so einfach den Schneid abkaufen. Vielmehr beweisen die größten deutschen Marken, dass sie sich nicht kampflos geschlagen geben. Aus der damit auf den ersten Blick unüberschaubaren Menge der Präsentationen folgt daher eine Auswahl der interessantesten Neuheiten und Technik-Trends.
Smart #2 – Kompakt wie früher
Rund drei Jahrzehnte nach dem Markenstart, nach allerlei Irrungen und Wirrungen und nach Gigantismus wie beim #5 findet Smart jetzt wieder zu seinen Wurzeln zurück und zeigt in Peking den Nachfolger des Fortwo. Als #2 wächst er zwar auf knapp 2,80 Meter, bleibt aber trotzdem eines der kürzesten und knuffigsten Autos weltweit.

Zurück zu den Wurzeln, jedenfalls teilweise, schafft es Smart mit dem #2.
(Bild: Smart)
Als Serienauto soll der Smart #2 im Herbst gezeigt werden, in den Handel kommen soll der Zweisitzer – natürlich rein elektrisch und diesmal mit immerhin knapp 300 km Reichweite – im neuen Jahr für einen Preis, der möglichst nah bei 20.000 Euro liegen soll.
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VW Jetta – Wiederkehr als SUV
Bei uns ist der Jetta mittlerweile zwar fast vergessen, doch in China ist er sogar eine eigene Marke am unteren Ende der VW-Preisskala. Schließlich war die kleine Limousine dort lange Zeit eines der meistverkauften Autos. Jetzt positioniert VW die Billigtochter neu und verleiht ihr mit diesem SUV mehr Style. So viel, dass selbst der VW ID.4 plötzlich brav und bieder wirkt. Und wenn er binnen Jahresfrist tatsächlich für etwa 15.000 Euro an den Start geht, erst recht.

VW Jetta X Konzept
(Bild: pressinform)
Denza Z9 GT Cabrio – bringt Lust auf Luft zurück
Bislang wurden vor allem die angeblich frischluftscheuen Chinesen dafür verantwortlich gemacht, dass die westlichen Hersteller immer weniger Cabrios anbieten. Doch jetzt macht uns ausgerechnet eine chinesische Marke Lust auf den Sommer. Denn um seinen Luxusableger Denza so richtig ins Zentrum des Interesses zu rücken, zeigt BYD auf der Messe den Z9 GT auch mit Faltdach – und rückt ihn so in die Nähe von Mercedes SL oder 8er-BMW.

Denza Z1
(Bild: Stefan Grundhoff)
Land Rover Freelander – Wieder da als E-Auto
Bei uns ist der Freelander mittlerweile Geschichte, doch in China schlagen die Briten dafür gerade das nächste Kapitel auf: Gemeinsam mit Chery starten sie unter altem Namen eine neue Marke für elektrische Geländewagen. Ob die auch zu uns kommen, bleibt offen. Aber dafür steht hierzulande bald der elektrische Range Rover beim Händler und auch der Defender wird bald unter Strom gesetzt.
Leapmotor D19 – erhöhte Spannung
Bislang kennt man Leapmotor bei uns nur als Billig-Marke in der Stellantis-Familie, die aus China elektrische oder elektrifizierte SUVs zum Kampfpreis holt und mit dem T03 für 19.990 Euro eines der billigsten E-Autos in Deutschland anbietet. Dass sie auch anders können, zeigen die Chinesen mit dem D19 im Format eines Mercedes GLS oder BMW X7 – natürlich ebenfalls elektrisch.

Leapmotor D19
(Bild: Leapmotor)
Dafür gibt es Akkus mit 1000 Volt Batteriespannung und 115 kWh für mehr als 700 Kilometer Reichweite und für Elektro-Skeptiker auch eine Version mit Range Extender. Zwar sieht der D19 elegant aus und macht mächtig was her, doch für das Ringen im Premium-Segment fehlt es ihm ein wenig an Prestige. Dafür hat er aber einen gravierenden Preisvorteil: Mit einem Einstiegspreis von nicht einmal 30.000 Euro kostet er weniger als die beiden genannten Europäer. Kein Wunder, dass die Chinesen überlegen, den Wagen langfristig auch nach Europa zu holen.
Kosmera Nebula Next 01 – E-Sportwagen mit Berliner Luft
In Deutschland kennt man sie vor allem für ihre Roboter-Staubsauger. Doch jetzt drängt Dreame mit der Marke Kosmera auch ins Autogeschäft und lockt auf der Messe mit superstarken Sportwagen und SUVs, die gespickt sind mit künstlicher Intelligenz. Zwar gibt es mit Xiaomi bereits einen erfolgreichen Quereinsteiger, der Porsche mit dem SU7 vom Thron geholt hat. Und elektrische Leistungen von mehr als 1470 kW sind heute auch kein Alleinstellungsmerkmal mehr.

Dreame Kosmera Nebula Next 01
(Bild: Dreame)
Doch was den Kosmera Nebula Next 01 besonders macht, sind die Produktionspläne. Denn bauen wollen die Chinesen ihre elektrischen Überflieger nicht in der Volksrepublik, sondern ab 2027 als Nachbarn von Tesla in Grünheide bei Berlin.
Audi E7X: Zweite Runde mit SUV und ohne Ringe
Audi versucht, die Stagnation in China zu überwinden. Dafür haben sie vor Jahresfrist die Submarke AUDI gegründet, die vier Ringe weggelassen und auch sonst so ziemlich alles anders gemacht als bisher. Das hat bei dem sportlichen Kombi E7 anfangs funktioniert, doch nach dem rasanten Aufstieg kam der Fall, und der futuristische Gleiter dümpelt auf dem Markt nur noch im Mittelfeld.

Fermín Soneira, CEO des Kooperationsprojekts zwischen Audi und SAIC, präsentiert den AUDI E7X.
(Bild: Audi)
Deshalb schiebt Audi jetzt das passende SUV namens E7X hinterher und bedient damit auch dieses nachgefragte Segment. Auch der EX7 fährt mit 800-Volt-Technik aus China, lädt schneller und fährt weiter als die europäischen Elektromodelle und soll weitgehend autonom fahren können. Sein Design markiert innen wie außen einen Neuanfang. Der langgestreckte Q5, der nebenan mit Ringen seinen Einstand gibt, sieht dagegen schon wieder aus wie von gestern.
Technik-Trends: Schneller laden, autonom fahren und fliegen
Zwar gibt es weit über 1000 Autos zu sehen und fast 200 Weltpremieren, doch zwischen all den neuen Modellen finden sich auch viele technische Exponate mit hohem Aufmerksamkeitswert:
- Batterie-Weltmarktführer CATL zeigt einen Akkupack für 1500 Kilometer Reichweite.
- BYD als größter Elektroautohersteller präsentiert mit 1500 kW-Flash-Charging, dass das Denza-Flaggschiff Z9 GT in 9 Minuten von 10 auf 97 Prozent lädt.
- Geely enthüllt einen Hybridantrieb, der mit 2,2 Litern auf 100 km zu den sparsamsten Verbrennern gehören dürfte.
- Robotaxen für die Rushhour zeichnen auf der Auto China die nahe Autozukunft ohne Fahrer.
- Auf der Messe ist das Flugauto so präsent, dass dessen Markteinführung nicht mehr weit entfernt erscheint.
(fpi)
Künstliche Intelligenz
„Leute mögen ihn nicht“: Musk-Kritiker in Jury im Prozess von Musk vs. Altman
Im kalifornischen Oakland ist der Rechtsstreit zwischen Elon Musk und den Chefs von OpenAI in die entscheidende Phase eingetreten, am Montag wurde die neunköpfige Jury ausgewählt. In Anwesenheit des OpenAI-CEOs Sam Altman und von Greg Brockman, dem Präsidenten der KI-Firma, hat die zuständige Richterin den Geschworenen den Zeitplan erklärt, berichtet CNBC. Einige haben demnach eingestanden, ein negatives Bild von Musk zu haben, was sie laut Yvonne Gonzalez Rogers aber nicht disqualifiziert habe: „Die Wahrheit ist, dass Leute ihn nicht mögen“, hat die Richterin demnach an einer Stelle über den Milliardär gesagt. Trotzdem habe sie sich zuversichtlich gezeigt, dass die Ausgewählten das juristische Vorgehen und die Fakten respektieren.
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AGI zum Wohl der Menschheit
In dem Verfahren (Az. 4:24-cv-04722) geht es um eine Klage, die Elon Musk vor zwei Jahren gegen seine ehemaligen Geschäftspartner eingereicht hat. Der Milliardär war drei Jahre lang im Vorstand von OpenAI, ist aber ausgeschieden, bevor die KI-Firma mit ChatGPT den aktuellen KI-Hype ausgelöst und später ein gewinnorientiertes Tochterunternehmen gegründet hat. Er wirft den Verantwortlichen vor, damit gegen die Gründungsvereinbarung verstoßen zu haben, in der festgelegt wurde, dass OpenAI eine sogenannte Artifiical General Intelligence (AGI) zum Wohle der Menschheit entwickeln würde und nicht zur Gewinnmaximierung Einzelner. Als AGI wird ein KI-System bezeichnet, das jede intellektuelle Aufgabe wie ein Mensch verstehen und ausführen kann.
Musk hat versucht, den Wechsel zur gewinnorientierten Arbeit bei OpenAI mit verschiedenen Mitteln zu verhindern. Dazu gehörte auch ein fast 100 Milliarden US-Dollar schweres Übernahmeangebot für das KI-Unternehmen. Von insgesamt 26 Vorwürfen, die Musk ursprünglich gegen die OpenAI-Führung vorgebracht hat, sind laut CNBC nur noch zwei übrig geblieben. Die beziehen sich demnach auf ungerechtfertigte Bereicherung und Verletzung einer gemeinnützigen Treuhandpflicht. Musk besitzt mit xAI einen direkten Konkurrenten von OpenAI, die KI-Firma wurde inzwischen von seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX übernommen. Das soll in diesem Jahr an die Börse gebracht werden und dabei Rekorde brechen. Auch OpenAI bereitet einen Börsengang vor.
Der Vorlauf zu dem Gerichtsverfahren war auch von Sticheleien zwischen Elon Musk und Sam Altman auf Musks Kurznachrichtendienst X geprägt. Zur Auswahl der Geschworenen wiederholte Musk dort jetzt den Vorwurf, dass Altman und Brockman (die er „Scam Altman und Greg Stockman“ nennt) eine gemeinnützige Organisation gestohlen hätten. Der Account von OpenAI erklärte dort, dass man es kaum erwarten könne, den eigenen Standpunkt vor Gericht darzulegen. Die Klage sei von Beginn an unbegründet gewesen und habe nur das „von Neid getriebene“ Ziel, einen Konkurrenten auszubremsen.
Zweigeteilter Prozess
Musk verlangt von dem Gericht unter anderem, dass OpenAI komplett in eine Non-Profit-Forschungsorganisation umgewandelt wird und Altman sowie Brockman von ihren Posten enthoben werden. Auch fordert er eine Wiedergutmachung von mehr als 100 Milliarden US-Dollar – das Geld soll aber nicht an ihn, sondern an den gemeinnützigen Arm von OpenAI gehen. Der Prozess wird jetzt in zwei Phasen aufgeteilt. In der ersten sollen die Geschworenen eine Empfehlung an Richterin Gonzalez Rogers abgeben, die dann entscheidet, ob Musk seine Vorwürfe belegen konnte. Sollte Musk sich hier durchsetzen, wird sie sich dann in der zweiten Phase mit seinen Forderungen beschäftigen und auch dazu eine Entscheidung treffen.
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(mho)
Künstliche Intelligenz
Dienstag: Auflagen für Google, EU und USA vereint gegen China
In einem Ende Januar begonnenen Prüfverfahren gegen den US-Konzern Google legt die Europäische Kommission vorläufige Maßnahmen vor. Interessierte Parteien können dazu nun Stellung beziehen. Brüssel und Washington reagieren auf die zunehmende Verwundbarkeit ihrer Industrien und wollen mit einem Abkommen und einem Aktionsplan ihre Abhängigkeit bei kritischen Mineralien verringern. Damit zielen beide Seiten auf Chinas dominante Stellung. Und der Social-Media-Konzern Meta will Solarstrom aus dem All beziehen – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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Ende Januar dieses Jahres hat die EU-Kommission ein Prüfverfahren gegen Google begonnen und dem US-Konzern eine Frist von sechs Monaten gesetzt, um etwaige technische Hürden für KI-Assistenten der Mitbewerber auf seinem Betriebssystem Android abzubauen. Die Aufsichtsbehörden der Europäischen Union prüfen, ob Google die EU-Vorgaben nach dem Gesetz über digitale Märkte (DMA) einhält und konkurrierende KI-Software in Android fair behandelt. Auf halber Strecke hat die Kommission nun ihre vorläufigen Ergebnisse bekannt gemacht und Maßnahmen skizziert, die Google umsetzen soll, um Dritten effektiven Zugang zu den wichtigsten Funktionen von Android zu ermöglichen. Interoperabilität mit Googles Android: EU-Kommission schlägt Maßnahmen vor
In einer Zeit, in der Lithium, Kobalt oder Seltene Erden für den Bau von Windkraftanlagen, E-Autos und Halbleitern entscheidend sind, werden die Rohstoffe nicht mehr als einfache Handelsgüter definiert. Sie gelten zunehmend als strategische Vermögenswerte, die untrennbar mit der nationalen Sicherheit, der industriellen Wettbewerbsfähigkeit und der globalen Energiewende verknüpft sind. Vertreter der EU und der Vereinigten Staaten haben nun in Washington eine weitreichende strategische Partnerschaft besiegelt – von der Erkundung über den Abbau und die Verarbeitung und Raffinerie bis zum Recycling und der Rückgewinnung von Rohstoffen. Die Partnerschaft richtet sich vor allem gegen China. Kritische Rohstoffe: EU und USA schmieden Pakt gegen China-Dominanz
Was der Zugang zu kritischen Mineralien für Brüssel und Washington ist – ist die Deckung des Strombedarfs für die globalen Tech-Konzerne. Die KI-Infrastruktur im globalen Wettlauf um künstliche Intelligenz benötigt gewaltige Mengen an Strom. Die großen Player suchen nach daher Möglichkeiten, ihren Energiebedarf zu decken. Eine Möglichkeit ist Atomenergie. Unternehmen wie das US-amerikanische Start-up Overview Energy System wiederum entwickeln Systeme, die Solarstrom im All erzeugen und dann drahtlos zur Erde übertragen sollen. Solchen Solarstrom will der Facebook-Konzern Meta künftig einsetzen und hat eine entsprechende Vereinbarung getroffen. Meta sichert sich Solarstrom aus dem All
Seit 2019 hat Microsoft mehr als 13 Milliarden US-Dollar in den ChatGPT-Entwickler OpenAI investiert und profitiert von dem frühen und umfassenden Zugang zu dessen KI-Modellen. In den vergangenen Monaten aber gab es zwischen beiden Unternehmen zunehmend Spannungen. Die Geschäftsaktivitäten beider Konzerne überschnitten sich immer häufiger. Zudem kam es zu Entlassungen, um unter anderem die massiven Investitionen in die KI-Infrastruktur zu finanzieren. Im Februar 2026 schloss OpenAI eine milliardenschwere strategische Partnerschaft mit Amazon. Die Allianz mit Microsoft passt das Unternehmen nun an. Die Umsatzbeteiligung von Microsoft wird gedeckelt, Exklusivrechte fallen weg und OpenAI erhält mehr Freiheiten. OpenAI und Microsoft lockern ihre milliardenschwere Partnerschaft
Kriminelle setzen immer häufiger auf Künstliche Intelligenz. Dank KI könnten Täter Gesichter und Stimmen in Echtzeit klonen. Zehn Sekunden Audiomaterial aus sozialen Medien genügen oft, um eine täuschend echte Kopie eines Angehörigen zu erstellen. Die Hemmschwelle, Geld zu überweisen, sinkt rapide, wenn am Telefon scheinbar der eigene Enkel um Hilfe fleht. Aufgrund seines relativen Wohlstandes und einer alternden Gesellschaft ist Europa zu einem primären Ziel von KI-Betrügereien geworden. Davor warnt Interpol in einem neuen Report. Um die Betrugsindustrie zu stoppen, müssten Gesellschaft und Tech-Konzerne Schutzräume statt Stigmen schaffen, so die Polizeibehörde. KI-Enkeltrick und Deepfakes: Interpol warnt vor verschärfter Betrugswelle
Auch noch wichtig:
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(akn)
Künstliche Intelligenz
Nvidia ist als erste Firma über 5 Billionen US-Dollar wert
Nvidia gewinnt das Rennen um die erste Firma mit einer Marktkapitalisierung von fünf Billionen US-Dollar. Eine Nvidia-Aktie war zwischenzeitlich rund 212 US-Dollar wert; aktuell schwankt der Kurs zwischen 208 und 210 US-Dollar. Bei 24,3 Milliarden ausstehenden Aktien ergibt das eine Marktkapitalisierung von etwa 5,1 Billionen US-Dollar, umgerechnet gut 4,3 Billionen Euro.
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Ein Vergleich mit anderen Firmen zeigt, wie stark Nvidia in den vergangenen Jahren abgehoben ist: Die Firma ist in etwa so viel wert wie AMD, Intel, der weltweit größte Chipauftragsfertiger TSMC, dessen Hauptausrüster ASML und die beiden Speicherhersteller Micron sowie SK Hynix zusammen
Die Steigerung kommt vom anhaltend hohen Bedarf an KI-Beschleunigern von Cloud-Hyperscalern. Sie bauen weiter massiv Rechenzentren und kaufen dafür reichlich Beschleuniger, Prozessoren und Speicher ein. Daher überrascht es auch nicht, dass die beiden Konkurrenten AMD und Intel gerade ebenfalls einen Lauf an der Börse verzeichnen.
AMD knackt kurzfristig die 300 Euro
AMD verzeichnete am 24. April ein Allzeithoch von etwa 354 US-Dollar. Erst zur US-Börseneröffnung am Montag ging es wieder runter, auf unter 334 US-Dollar. Hierzulande stand die Firma zwischenzeitlich bei etwas mehr als 300 Euro; aktuell sind es rund 288 Euro. Die Marktkapitalisierung liegt bei 553 Milliarden US-Dollar. Das vorherige Allzeithoch erzielte AMD im Januar 2026 bei einem Aktienkurs von rund 267 US-Dollar und einer Marktkapitalisierung von 423 Milliarden US-Dollar.
Teilweise neues Allzeithoch bei Intel
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Bei Intel ist die Situation schwammig, da viele Tracking-Webseiten Daten vom letzten Aktien-Split im Juli 2000 verwischen. Laut Intels offiziellen historischen Daten lag das bisherige Aktien-Allzeithoch bei knapp 76 US-Dollar im August 2000. Am 24. April schaffte es Intel bis hinauf auf 87 US-Dollar. Nach der heutigen US-Börseneröffnung sind es etwa 85 US-Dollar.
Der Kurs ist aus mehreren Gründen so stark gestiegen: Zum einen beflügeln künftige Kooperationen wie Elon Musks geplante Terafab. Zum anderen verdient Intel durch das hohe Interesse an Prozessoren endlich am KI-Boom mit. Zuvor hatte die Firma den Hype verpasst, weil ihre KI-Beschleuniger nicht überzeugten.
Nach Marktkapitalisierung hinkt Intel seinem Allzeithoch von 2000 allerdings noch hinterher, weil damals noch mehr Aktien ausgegeben waren: gut 6,7 Milliarden nach dem Split. Intel war damals folglich über 500 Milliarden US-Dollar wert. Die Inflation käme noch obendrauf – inflationsbereinigt wäre das heute fast eine Billion US-Dollar.
Weil Intel in den letzten Jahrzehnten immer wieder Aktien zurückgekauft hat, stehen heute noch etwas mehr als fünf Milliarden aus. Die Marktkapitalisierung liegt daher bei knapp 425 Milliarden US-Dollar.
(mma)
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