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Bayerns Staatsregierung streitet lautstark über Microsoft-Vertrag


Die Überlegungen zur Zusammenführung bestehender Vertragslizenzen in Bayern mit dem US-Konzern Microsoft haben in der Staatsregierung einen offenen Streit zwischen der regierenden CSU und den ebenfalls regierenden Freien Wählern hervorgerufen. Nachdem Digitalminister Fabian Mehring (Freie Wähler) die seit Monaten laufenden Gespräche mit dem US-Konzern öffentlich infrage gestellt hatte, hagelte es nun Kritik von Finanzminister Albert Füracker (CSU). Er warf Mehring Äußerungen vor, „die an Fake-News grenzen“.

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„Die Sicherheit der Daten des Freistaats Bayern ist unser zentrales Anliegen. Die Äußerungen des bayerischen Digitalministers sind insoweit für mich nicht nachvollziehbar“, betonte Füracker. Ein Ziel der aktuellen Überlegungen sei auf Basis eines seit Jahren bestehenden Rahmenvertrages mit Microsoft die Konsolidierung bestehender Lizenzen, um Kosten für den Freistaat zu sparen. Diesen habe das Digitalministerium selbst abgeschlossen. „Um es ganz klar zu sagen: Ein neuer Rahmenvertrag steht daher nicht im Raum.“

Mehring hatte in der Augsburger Allgemeinen gefordert, die Verwendung von Programmen des US-Softwarekonzerns in bayerischen Verwaltungen und einen neuen langfristigen Vertrag angesichts geopolitischer Risiken auf den Prüfstand zu stellen: „Als Digitalminister halte ich eine ergebnisoffene Neubewertung dieses Projekts für geboten.“

Konkret geht es bei den Verhandlungen mit Microsoft darum, die Verwaltungen von Staat und Kommunen komplett auf das weitverbreitete System Microsoft 365 umzustellen. Bereits jetzt werden die Anwendungen des US-Konzerns in der großen Mehrheit von Behörden verwendet. Die Kommunen und staatlichen Behörden könnten dann – wenn sie es wollten – eine der zentral verhandelten Lizenzen nutzen. Ein konkreter Zeitplan ist noch nicht absehbar, ursprünglich war ein Vertragsabschluss bis Ende 2025 angestrebt worden.

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Kritiker befürchten aber, dass sich Bayern mit dem Lizenzvertrag noch enger und langfristig an den Tech-Giganten bindet. In der Folge warnen sie vor einem Verlust der digitalen Souveränität. Dagegen hatten deutsche Firmen und bayerische Oppositionsparteien bereits wiederholt protestiert und vor hohen Folgekosten sowie Risiken für die Sicherheit der Daten gewarnt.

Diese Kritik ist aus Sicht des Finanzministeriums überflüssig, da die Datenhoheit und damit die digitale Souveränität gar nicht zur Debatte steht. „Bayern setzt daher weiter voll auf seine eigenen, staatlichen Rechenzentren. Auch bei einem Einsatz von Microsoft als Arbeitswerkzeug für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist daher die digitale Souveränität des Freistaats voll gewährleistet.“ Finanzminister Füracker warf Mehring einen „Schlingerkurs“ vor, der insbesondere mit Blick auf die Kommunen kein Vertrauen schaffe.

Mehring bestätigte, dass die Idee für den Lizenzvertrag vor „Jahren aus dem Wunsch der bayerischen Kommunen, eine einheitliche Lösung für den ganzen Freistaat zu finden“, entstanden sei. „Seither hat sich die geopolitische Lage jedoch fundamental verändert und digitale Souveränität ist zu einem Masterthema unserer Zeit geworden“, sagte er. Vor einer endgültigen Entscheidung müsse das Projekt deshalb grundsätzlich neu bewertet werden.

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(mho)



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Forscher entschlüsseln Struktur von superionischem Wasser mit Röntgenlaser


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Eine internationale Forschergruppe hat eine bis dato unbekannte Form von superionischem Wasser entdeckt. Der experimentelle Nachweis wurde unter anderem am European XFEL erbracht, wie die Forschungsanlage in Hamburg mitgeteilt hat.

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Das Team der Universität in Rostock, des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf und des Centre national de la recherche scientifique (CNRS) Ecole Polytechniques in Palaiseau hat mithilfe der Röntgenlaser des European XFEL und der Linac Coherent Light Source (LCLS) am Stanford Linear Accelerator Center (SLAC) superionisches Wasser erzeugt. Das ist eine exotische, elektrisch hochleitfähige Phase des Wassers, die möglicherweise im Inneren von Eisriesen wie Uranus und Neptun vorkommt. Die Ergebnisse hat das Team in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.

Superionisches Wasser entsteht nur unter extremen Temperaturen und Drücken. In diesem Zustand bewegen sich Wasserstoffionen durch ein festes Gitter aus Sauerstoffarmen. Das Wasser ist in diesem Zustand besonders gut elektrisch leitfähig.

Die Forscher versetzen Wasserproben am XFEL und der LCLS in diesen Zustand. Dazu wurde das Wasser mit Drücken von mehr als 1,5 Millionen Atmosphären komprimiert und auf tausend Grad Celsius aufgeheizt. Dank der ultrakurzen Röntgenblitze konnten sie die atomare Struktur innerhalb von Billionstel Sekunden aufzeichnen.

So konnten die Forscher die Struktur des superionischen Wassers entschlüsseln. Dabei ordnen sich die Sauerstoffatome sowohl kubisch flächenzentriert als auch als dicht gepackte Stapel in sechseckigen Mustern an. Da beide Formen zusammen auftreten, bilden die Sauerstoffatome eine hybride, fehlstrukturierte Abfolge. Dieses Muster kann nach Angaben der Forscher mithilfe von Hochleistungsröntgenlasern wie dem XFEL sichtbar gemacht werden.

Es wird vermutet, dass superionisches Wasser im Innern von Eisriesen wie Uranus und Neptun in unserem Sonnensystem vorkommt. Durch seine hohe Leitfähigkeit könnten ihre ungewöhnlichen Magnetfelder entstanden sein. Wegen der großen Menge an Wasser im Inneren von Uranus und Neptun könnte superionisches Wasser damit die häufigste Form von Wasser in unserem Sonnensystem sein.

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Die Ergebnisse zeigten, dass superionisches Wasser eine strukturelle Vielfalt aufweisen könne, die der von festem Eis ähnele, teilten die Forscher mit. Eis bildet je nach Druck und Temperatur sehr viele unterschiedliche Kristallstrukturen aus. Wasser offenbare „unter extremen Bedingungen immer wieder neue und bemerkenswerte Eigenschaften“.

Der XFEL ist derzeit einer der leistungsfähigsten Röntgenlaser der Welt. Er ist zugleich gigantisches Mikroskop und gigantische Kamera und ermöglicht es, zeitlich und räumlich hochaufgelöste Beobachtungen durchzuführen, etwa chemische Reaktionen in Echtzeit abzubilden oder die Zustände im Inneren von Planeten oder Sternen zu simulieren.

Seit Anfang Dezember wird die Anlage nach einer sechsmonatigen Wartungsphase wieder auf Betriebstemperatur heruntergekühlt. Wir waren vorher noch einmal dort.


(wpl)



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Blaues Blütenmeer überzeugt: Gewinner des c’t Fotografie-Wettbewerbs stehen fest


Die Redaktion der c’t Fotografie gratuliert den Gewinnern des c’t Fotografie-Fotowettbewerbs. Unter dem Motto „Die Farbe Blau“ haben registrierte Nutzer der heise-Fotogalerie ihre Interpretationen des Themas eingereicht und einander bewertet.

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Das Titelbild der Ausgabe 01 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie

Das Titelbild der Ausgabe 01 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie

Den ersten Platz und damit ein 2-Jahres-Abo der c’t Fotografie sicherte sich Nutzer Finn (3) mit seinem Bild Blaues Blütenmeer. Die Aufnahme zeigt eine Hepatica nobilis – ein Leberblümchen – vor einem verschwommenen, harmonischen Hintergrund in einem faszinierenden Spiel aus Licht und Schatten.


Blaue Blüte vor blauem Hintergrund (viele Blauschattierungen)

Blaue Blüte vor blauem Hintergrund (viele Blauschattierungen)

Platz 1: Blaues Blütenmeer von Finn (3)

(Bild: Finn (3))

Platz zwei geht an Karsten Gieselmann für sein Werk Treppenhaus Blues. Die architektonische Aufnahme weckte bei manchen Betrachtern Assoziationen an ein Auge – ein Beweis für die vielschichtige Wirkung des Motivs.


Hellgraue Wendeltreppe mit blauem Geländer von oben

Hellgraue Wendeltreppe mit blauem Geländer von oben

Platz 2: Treppenhaus Blues von Karsten Gieselmann

(Bild: Karsten Gieselmann)

Den dritten Platz holte sich rrh_007 mit Experiment – einer kreativen Umsetzung eines klassischen Schulversuchs. Das Bild zeigt eine ursprünglich weiße Tulpe, die durch das Aufsaugen von blauem Wasser ihre Farbe verändert hat und so Wassertransport in Pflanzen sichtbar macht.

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Blue Blüte mit gelbem Fruchtblatt

Blue Blüte mit gelbem Fruchtblatt

Platz 3: Experiment von rrh_007

(Bild: rrh_007)

Die Plätze vier bis zehn zeigen die thematische Bandbreite der Einsendungen: von detailreichen Quallen über Eisformationen bis zu Meereslandschaften mit Treibholz. Auch Aufnahmen, bei denen Menschen auf individuelle Weise mit blauem Licht interagieren, haben die Community überzeugt.

Die Gewinner der Plätze zwei und drei erhalten jeweils einen Bildband. Alle zehn bestplatzierten Bilder werden in der Ausgabe 02/26 der c’t Fotografie vorgestellt. Die vollständige Übersicht aller eingereichten Werke finden Sie in der Bilderstrecke:


Platz 10: Blaupause von Hora42

Ein blauer Raum, wenig Licht und der Schatten einer Person – wo wurde das Bild aufgenommen, wer ist dieser Mensch und was tut er oder sie? Dem Betrachter bleiben die Antworten vorerst verwehrt, der Kopf spinnt hier seine eigene Geschichte. (Bild:

Hora42

)


(cbr)



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Globaler Smartphone-Markt: Marktführer Apple | heise online


Angetrieben durch eine steigende Nachfrage nach Premium-Produkten und die zunehmende Dynamik in wichtigen Schwellenländern sind die weltweiten Smartphone-Lieferungen im Jahr 2025 um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Diese vorläufigen Schätzungen machte das globale Marktforschungsunternehmen Counterpoint Research am Montag bekannt.

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„Im Jahr 2025 setzte sich die allmähliche Verlagerung des Smartphone-Marktes hin zu höheren Preisklassen fort, angetrieben durch Verbraucher, die auf Premium-Geräte umstiegen“, kommentierte Counterpoint-Analyst Shilpi Jain das Marktgeschehen. „Gleichzeitig stieg die Nachfrage nach 5G-Handys in den Entwicklungsregionen stark an.“ Die Auswirkungen der Zölle erwiesen sich im Laufe des Jahres als geringer als erwartet, sodass sie den Absatz in der zweiten Jahreshälfte nur geringfügig beeinträchtigten, so Jain. Märkte wie Japan, der Nahe Osten und Afrika sowie bestimmte Teile des asiatisch-pazifischen Raums wuchsen demnach besonders stark.

Der weltweite Smartphone-Markt wurde vom US-Konzern Apple mit einem Anteil von 20 Prozent angeführt. Das Wachstum von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr ist zugleich das größte unter den fünf führenden Marken. „Das Wachstum von Apple im Jahr 2025 wurde durch die zunehmende Präsenz und steigende Nachfrage in Schwellen- und mittelgroßen Märkten angetrieben, unterstützt durch eine stärkere Produktpalette“, so Counterpoint-Analyst Varun Mishra. Zudem trugen der starke Absatz der iPhone 17-Serie und die guten Verkäufe des iPhone 16 in Japan, Indien und Südostasien zu den guten Apple-Zahlen bei. Bereits Ende vergangenen Jahres hatten die Marktforscher vorausgesagt, dass Apple Samsung vom Smartphone-Thron stößt.

Samsung belegte 2025, angetrieben durch das stetige Wachstum seiner Galaxy A-Serie und die anhaltende Beliebtheit der Galaxy S- und Z-Serien im Premium-Segment, mit einem Marktanteil von 19 Prozent und einem moderaten Wachstum der Auslieferungen von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr den zweiten Rang. Xiaomi behielt mit einem Marktanteil von 13 Prozent den dritten Platz.

Die Aussichten für das kommende Jahr schätzen die Analysten von Counterpoint Research zurückhaltend ein. „Der weltweite Smartphone-Markt wird 2026 aufgrund von Speicher-Engpässen und steigenden Komponentenkosten zurückgehen, da Chiphersteller KI-Rechenzentren gegenüber Smartphones den Vorrang geben“, erklärte Counterpoint-Forschungsdirektor Tarun Pathak. Preissteigerungen bei Smartphones seien bereits zu beobachten.

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Man habe deshalb die Prognosen für die Smartphone-Auslieferungen für das laufende Jahr nach unten korrigiert. „Obwohl die Lieferengpässe die Lieferungen belasten werden, dürften Apple und Samsung dank ihrer stärkeren Lieferkettenkapazitäten und ihrer Premium-Marktpositionierung weiterhin widerstandsfähig bleiben“, glaubt Pathak. Chinesische Hersteller, die sich auf Niedrigpreissegmente konzentrieren, werden laut Pathak hingegen einem größeren Druck ausgesetzt sein.


(akn)



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