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Cisco: Mit Nutanix zur VMware-Alternative


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Neben den KI-Agenten, die seine Hausmesse Cisco Live dominieren, zielt Cisco auf die physische und lizenzrechtliche Seite der IT-Infrastruktur und will diese kundenfreundlicher beziehbar machen. Konvergente Systeme bereitzustellen ist schon länger ein wichtiger Trend. Ciscos eigenes Angebot HyperFlex ist schon länger Geschichte, dafür wird die Nutanix-Plattform nun fester Bestandteil der Cisco-Laufzeitverträge – eine klare Positionierung gegen Broadcoms VMware.

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Anders als im Vorjahr, als Cisco neue KI-Server UCS C880A M8 und UCS C845A M8 und deren Integration mit Intersight vorstellte, gab es in diesem Bereich diesmal vollen Fokus auf das Cisco Unified Edge. Das in kleinerem Rahmen im November 2025 angekündigte System wurde nun auf der Cisco Live 2026 in Amsterdam der breiten Öffentlichkeit „zum Anfassen“ vorgestellt. Weitere Themen waren Energieeffizienz und Kühlung, speziell im Edge. Cisco hat Immersive Kühlung für Unified Edge gezeigt und Einblicke gegeben in das Projekt Edison – eine disruptive Art der Stromverteilung.

Strategisch wichtig ist die vertiefte Partnerschaft mit Nutanix – und das damit verbundene stille Ende von HyperFlex. Die strategische Zusammenarbeit von Nutanix und Cisco besteht seit über zwei Jahren. Cisco integriert die Nutanix Cloud Platform (NCP) künftig direkt in seine Enterprise Agreements (EA). Kunden können somit Nutanix-Lizenzen als Teil ihres bestehenden Cisco-Softwarevertrags beziehen, statt separate Verhandlungen führen zu müssen.

Für Unternehmen, die nach der Broadcom-Übernahme von VMware und den damit verbundenen Lizenzänderungen nach Alternativen suchen, entfällt so die Hürde, eine neue Lieferantenbeziehung aufbauen zu müssen. Wer ein zweites Virtualisierungs-Standbein aufbauen oder Migrationen planen will, kann das innerhalb des bestehenden Cisco-Vertrags tun. Auch für Nutanix ergibt sich ein Vorteil: Die eigene Software gelangt über den Cisco-Vertriebskanal in große Software-Agreements, die Cisco-Seller ohnehin bei Bestandskunden platzieren. Der Zugang zu diesem Vertriebsapparat wäre für Nutanix allein kaum in dieser Breite erreichbar.

Die passende Hardware-Heimat für diese Software liefert Cisco mit dem Unified Edge. Bereits im November 2025 angekündigt – zu einem ungünstigen Zeitpunkt im Jahresendgeschäft – wurde es jetzt auf der großen Bühne der Cisco Live einem breiteren Publikum vorgestellt.

Hinter Unified Edge stehen zwei Überzeugungen. Erstens: Bei steigender Komplexität wird die Notwendigkeit größer, mit einem einzigen Instrument mehr zu erledigen. Der Hersteller bündelt deshalb Compute, GPU, Switching und Firewall in einzelnen Einschüben, die sich als Zero-Touch-Infrastruktur zentral managen lassen, aber lokal autonom agieren. Zweitens: Cisco glaubt an verteilte IT. Nicht alle Daten lassen sich sinnvoll an einem zentralen Ort verarbeiten – eine Art „Produktvorfertigung“ am Edge soll Latenz und Bandbreitenbedarf reduzieren.

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Auf der Hauptbühne der Cisco Live stellte der Hersteller das Konzept nun prominent vor. Gegenüber dem November-Launch sind weitere Einschub-Optionen hinzugekommen, darunter Nvidia-GPUs und zusätzliche Netzwerk-Module. Für Außenstellen, Filialen und Edge-Standorte entsteht so ein modulares System, das die Nutanix-Softwarelogik auf die Hardware überträgt.

Einen Blick in die fernere Zukunft gewährt das Forschungsprojekt „Edison“, das Denise Lee, Vice President von Ciscos Engineering Sustainability Office, auf der Cisco Live erstmals öffentlich vorstellte. Der Ausgangspunkt: Kommende KI-Beschleuniger werden so viel Energie verbrauchen und Abwärme erzeugen, dass klassische Racks an ihre physikalischen Grenzen stoßen. Nvidias kommende Rubin-Generation etwa soll gegenüber Blackwell die etwa fünffache Rechenleistung liefern – bei einem Stromverbrauch, der sich mindestens verdoppeln dürfte.

Laut Cisco reicht es künftig nicht mehr, nur Daten zu verteilen – auch die Energieversorgung muss dezentralisiert und so verlustarm wie möglich werden. Das Konzept selbst ist nicht neu: Cisco experimentierte bereits vor zehn Jahren mit Smart-Building-Initiativen und Inline-Power. Damals fehlte allerdings der Leidensdruck. Mit den Leistungsaufnahmen heutiger und kommender KI-Hardware ist dieser Leidensdruck nun da.

Projekt Edison exploriert Technologien, um bis zu 600 Watt Gleichstrom über ein einzelnes Adernpaar sicher zu übertragen. Technisch geht dies weit über heutiges Power-over-Ethernet (PoE) hinaus, das bei maximal 100 Watt (IEEE 802.3bt Type 4) sein Maximum erreicht. Das Ziel: Energie flexibel dorthin routen, wo KI-Workloads gerade Lastspitzen erzeugen, und so thermische Hotspots in Rechenzentren entzerren. Ergänzend dazu bietet Cisco zum neuen Silicon One G300 mit 102,4 Tbit/s Durchsatz jetzt erstmals auch Switches in Liquid-Cooled-Varianten an. Der Hersteller will also die gesamte physische Infrastruktur auf die Anforderungen der KI-Ära ausrichten.


(fo)



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Microsoft ändert Löschverhalten von OneDrive


Die Cloudspeicher-Software OneDrive von Microsoft soll sich künftig anders verhalten, wenn Dateien in der Cloud gelöscht werden. Sie tauchen dann nur noch im Web-Papierkorb von OneDrive oder SharePoint auf.

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Das hat Microsoft im Microsoft-365-Admin-Center angekündigt (MC1269861, Kopie bei merill.net). Ab Mai 2026 will Microsoft die Verhaltensänderung weltweit einführen und die Verteilung bis Ende des Monats abgeschlossen haben. Dateien, die in OneDrive in der Cloud gelöscht werden, tauchen danach nicht mehr im lokalen Papierkorb auf. Sie lassen sich aus dem OneDrive- oder SharePoint-Web-Papierkorb wiederherstellen.

Lokale Löschvorgänge bleiben davon unberührt, erklärt Microsoft weiter. Admins müssen nichts machen, jedoch empfehlen die Redmonder, dass sie die Nutzer und Nutzerinnen in ihrer Organisation über den neuen Wiederherstellungsprozess informieren sollten.

Als Grund für die Änderung gibt Microsoft an, dass dadurch die Synchronisationsgeschwindigkeit und Vorhersehbarkeit des OneDrive-Verhaltens verbessert würden. Es handelt sich dabei um eine Änderung, wie aus der Cloud initiierte Löschvorgänge lokal gehandhabt werden. Wenn lokal verfügbare Dateien auf einem Gerät in der Cloud gelöscht werden, tauchen sie nicht mehr im lokalen Papierkorb von macOS oder Windows auf. Eine Wiederherstellung ist dann aus dem Web-Papierkorb von OneDrive oder SharePoint möglich – standardmäßig für bis zu 93 Tage.

Keine Änderungen gibt es bei Dateien, die ausschließlich in der Cloud liegen (Files On-Demand). Dateien, die lokal auf dem Gerät gelöscht werden, tauchen jedoch weiterhin im lokalen Papierkorb auf. Für diese Änderung stellt Microsoft keine Einstellungen oder gar ein Opt-Out bereit.

Wer mehr Kontrolle über den eigenen Cloudspeicher möchte, kann sich etwa Nextcloud ansehen. Der damit aufgesetzte Netzspeicher lässt sich zudem mit diversen nützlichen Apps erweitern.

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(dmk)



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Slack statt Salesforce: Slackbot wird CRM-Oberfläche


Salesforce will Slackbot zum Dreh- und Angelpunkt seines „Agentic Enterprise“ machen. Der Assistent soll künftig nicht mehr nur Fragen beantworten, sondern Aufgaben über mehrere Systeme hinweg koordinieren. Nutzer rufen per Text oder Sprache Informationen ab, aktualisieren Datensätze, starten Workflows oder beauftragen KI-Agenten. Dabei müssen sie nicht mehr die Anwendung wechseln.

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Technisch zentral ist die neue Rolle von Slackbot als Client für das Model Context Protocol (MCP). Der offene Standard verbindet große Sprachmodelle mit externen Tools, Datenquellen und Anwendungen. Slackbot leitet Anfragen an Salesforces KI-Plattform Agentforce oder andere angebundene Agenten und Apps weiter. Konkret heißt das: Wer eine Opportunity aktualisieren, einen Servicefall eskalieren oder einen Bericht abrufen will, tippt die Anfrage in Slack ein. Slackbot ermittelt das zuständige System und führt die Aktion aus.

Neu sind außerdem sogenannte KI-Skills: Das sind vordefinierte Aufgabenbausteine, die Eingaben, Arbeitsschritte und Ausgabeformat einmal festlegen. Typische Anwendungsfälle sind laut Salesforce Pipeline-Zusammenfassungen, Incident-Reports oder Kampagnen-Briefings. Slackbot erkennt, wenn eine Anfrage zu einem vorhandenen Skill passt, und wendet ihn automatisch an. Was ein Teammitglied einmal anlegt, steht damit dem gesamten Team zur Verfügung.

Auf Wunsch nimmt Slackbot Meetings im Hintergrund auf, extrahiert Entscheidungen und Aufgaben und liefert eine strukturierte Zusammenfassung in Slack. Anschließend kann der Assistent automatisch, also ohne manuelle Eingabe durch den Nutzer, Opportunities im CRM aktualisieren, Next Steps erfassen oder Workflows anstoßen.

Slackbot arbeitet künftig auch außerhalb von Slack: Der Assistent erkennt, was auf dem Desktop geöffnet ist, und reagiert darauf. Nutzer können markierte Inhalte zusammenfassen, Risiken hervorheben oder Folgeaktionen vorbereiten lassen. Die bestehenden Berechtigungen und Governance-Regeln aus Slack gelten dabei weiter – neue Zugriffsrichtlinien sind laut Salesforce nicht nötig.

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Salesforce bringt CRM-Funktionen stärker in Slack selbst. Kleinere Unternehmen bekommen eine native Kundenverwaltung: Slackbot wertet Gespräche in Kanälen aus und pflegt Kontakte, Deals und Gesprächsnotizen automatisch. Wer mehr braucht, kann später auf das vollständige Salesforce-CRM umsteigen; die Daten sind bereits verknüpft.

Enterprise-Kunden erhalten eine Chat-Oberfläche für Customer 360. Sie können Opportunities bearbeiten, Accounts recherchieren, Cases weiterleiten oder Workflows starten, ohne die Salesforce-Oberfläche zu öffnen.

Darüber hinaus kündigt Salesforce Deep Research, Spracheingabe, teilbare Prompts und eine Memory-Funktion an. Letztere merkt sich Vorlieben und Arbeitsweisen einzelner Nutzer – etwa bevorzugte Ausgabeformate oder häufig genutzte Abläufe – und passt Antworten entsprechend an.

Slackbot greift laut Salesforce auf mehr als 2600 Apps im Slack Marketplace und über 6000 Integrationen in der Salesforce AppExchange zu. Damit positioniert das Unternehmen Slack als zentrale Zugriffsschicht für Unternehmensanwendungen verschiedener Hersteller.

Slackbot steht ab sofort in den Tarifen Business+ und Enterprise+ bereit. Ab April 2026 bekommen auch Nutzer der Free- und Pro-Pläne ein begrenztes Kontingent an Konversationen. Neue Salesforce-Kunden erhalten Slack ab Sommer 2026 automatisch eingerichtet und mit Salesforce verbunden.

Alle Informationen zu den Ankündigungen finden sich bei Salesforce.


(fo)



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Kia EV5 im Test: Solide gemacht auch ohne 800-Volt-Plattform


Elektroautos mit dem Modularen Elektrifizierungs-Baukasten (MEB) aus dem Volkswagen-Konzern dominieren den deutschen Markt: Sie sind inzwischen solide gemacht. Vielleicht etwas langweilig, aber eben erfolgreich. Einen ziemlich guten Ruf als Alternative gerade bei den Elektroautos hat sich vor allem die Hyundai Group mit den Marken Hyundai, Kia und Genesis erarbeitet. Das neueste Angebot ist der Kia EV5, ein geradliniges SUV, aufrecht und schlicht. Der EV5 hat auf dem europäischen Markt in jeder Version eine Traktionsbatterie mit 81,4 kWh Energieinhalt. Genug für eine Normreichweite von 505 bis 530 km. Für den Praxistest hat Kia den EV5 mit Frontantrieb und als „GT Line“ zur Verfügung gestellt. Der offizielle Bruttolistenpreis: 51.990 Euro.

  • Der Kia EV5 wird in Deutschland seit Mitte November ausgeliefert.
  • Länge/ Breite (ohne Außenspiegel)/ Höhe: 4,61 m/ 1,88 m/ 1,68 m
  • Antriebe mit 160 und 195 kW
  • Eine Batterie mit 81,4 kWh
  • Preis ab 45.990 Euro
  • Größte Stärke: Komfortables Fahrverhalten, durchdachte Bedienung
  • Größte Schwäche: Zum Teil nervende und wenig brauchbare Assistenzsysteme

Der EV5 ist kein Crossover, er ist ein SUV. Länge (4,61 m) und Breite (1,88 m ohne Außenspiegel) sind typisch für dieses Segment, die Höhe von 1,68 m fällt dagegen auf: Hier ist die Sitzposition wahrhaft erhöht. Die A-Säule steht relativ steil, und der Blick richtet sich auf die Kanten der Vorderhaube. Das Fahrgefühl ähnelt einem der weltweit meistverkauften SUVs, nämlich dem Toyota RAV4 (Test). Der Kia EV5 ist ein feiner Cruiser. Wer es unbedingt will, kann ihn durch die Kurven hetzen, aber das passt einfach nicht, weil der EV5 komfortabel und weich ausgelegt ist. Am besten funktioniert dieses Elektroauto, wenn man es rollen lässt, leise und angenehm. Dass es bei Bedarf angemessen (in 8,4 Sekunden auf 100 km/h) nach vorne geht, ist eigentlich nicht erwähnenswert, gehört der guten Form halber aber dazu.


VW Golf Rad

VW Golf Rad

Die Karosserieform hat den Vorteil, dass die Menschen bequem sitzen, und zwar inklusive einer großen Kopffreiheit, die auch hinten nicht durch eine abfallende Dachlinie begrenzt wird. Überhaupt, die Rücksitze: Sie sind so montiert, dass es nicht zu den unangenehmen Kniewinkeln kommt, die bei vielen Elektroautos wegen des hohen Fahrzeugbodens zu finden sind. Stattdessen hat Kia eine Konstruktion gebaut, die per Hebel erst den Neigungswinkel der Lehne verstellt und im Weiteren zum vollständigen Umklappen bei zeitgleichem Absenken der Sitzflächen führt. Der Clou: So entsteht ein ebener Ladeboden, auf dem eventuelle Lücken durch Stoff überdeckt werden. Schön zu sehen, wenn jemand so richtig nachgedacht hat. Die Daten des Kofferraums nach VDA-Norm: Das Volumen beträgt 566 Liter und kann auf 1650 Liter erweitert werden. Das Fach unter der Vorderhaube sieht etwas verloren aus und fasst weitere 44,4 Liter. So weit, so gut. Ein ähnlich langer VW ID.4 kommt auf 543 bis 1575 Liter; einen Frunk gibt es für ihn nur im Zubehörhandel.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Kia EV5 im Test: Solide gemacht auch ohne 800-Volt-Plattform“.
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