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Datenschutz: Plattformen droht Überwachungspflicht | heise online


Ein EuGH-Urteil, das sich auf den Datenschutz stützt, könnte paradoxerweise dazu führen, dass Portale aus Haftungsgründen noch mehr Daten ihrer Nutzer speichern müssen. Mit Urteil vom 2. Dezember 2025 (Az. C-492/23) hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) das bisherige Haftungsregime der EU-Plattformregulierung ins Wanken gebracht. Für Anbieter, die Inhalte ihrer Nutzer veröffentlichen, galt bislang das Prinzip „Notice and Takedown“. Danach haften Betreiber von Social-Media-Plattformen, Foren oder Kleinanzeigenportalen nur dann für rechtswidrige Inhalte, wenn sie davon Kenntnis haben und sie nicht unverzüglich entfernen. Seit der E-Commerce-Richtlinie aus dem Jahr 2000 gilt das als eherner Grundsatz, der 2022 auch in den Digital Service Act (DSA) übernommen wurde.

Im konkreten Fall hatte ein anonymer Nutzer 2018 eine Anzeige auf einem rumänischen Onlinemarktplatz veröffentlicht, die eine Frau fälschlicherweise als Anbieterin sexueller Dienstleistungen präsentiert hatte. Neben echten Fotos war darin auch die private Telefonnummer der Betroffenen enthalten. Juristisch lassen sich diese Informationen als personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO klassifizieren. Zudem sind sie als besonders schützenswert im Sinne von Art. 9 DSGVO einzustufen, da sie das Sexualleben betreffen. Zwar löschte der Plattformbetreiber Russmedia die Anzeige nach Kenntnis der Sachlage binnen einer Stunde, aber das reichte der Betroffenen nicht. Sie erhob Klage und verlangte unter anderem Schadenersatz in Höhe von 7000 Euro.

Der Fall landete beim rumänischen Berufungsgericht Cluj. Dieses sah sich mit einem Normenkonflikt konfrontiert: Wie verhält sich das Haftungsprivileg für Anbieter von fremdem Content zur strengen Verantwortlichkeit für die Datenverarbeitung in der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)? Um diese Frage zu klären, setzte das Gericht das Verfahren aus und legte dem EuGH mehrere Fragen zur Entscheidung vor.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Datenschutz: Plattformen droht Überwachungspflicht“.
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Playstation 5 Pro bekommt überarbeiteten KI-Upscaler


Sonys Playstation-Chefarchitekt Mark Cerny hat für die Playstation 5 Pro einen verbesserten KI-Upscaler angekündigt. In den nächsten Wochen soll eine neue Firmware verfügbar sein, die die überarbeitete Version von Playstation Spectral Super Resolution (PSSR) mitbringt. Das erste Spiel, das den neuen Upscaler nutzt, ist Resident Evil Requiem, welches seit kurzem im Handel ist.

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Bildvergleich: Der neue PSSR-Upscaler (unten) liefert bei feinen Details wie etwa Haaren deutlich bessere Ergebnisse als die bisherige Version (oben).

(Bild: Sony)

Laut Cerny entstammt die neue PSSR-Version der engen Kooperation mit AMD, welche den Hauptprozessor der PS5 Pro für Sony entwickelt hat. Cerny verweist auf AMDs Upscaler FSR 4, der seit vergangenem Jahr für Desktopgrafikkarten der Baureihe Radeon RX 9000 verfügbar ist. Sony habe diese Technik in den vergangenen sechs Monaten verfeinert, sodass sie nun auch auf der Playstation 5 Pro nutzbar sei.

Die explizite Referenz von FSR 4 lässt PC-Spieler aufhorchen. AMD hat FSR 4 bislang ausschließlich auf den 9000er-Radeons freigegeben; diese nutzen die Grafikchiparchitektur RDNA4. Die Playstation 5 Pro verwendet hingegen eine RDNA3-GPU mit Sony-spezifischen Erweiterungen. Für Desktop-Grafikkarten der RDNA3-Generation (Radeon RX 7000) gibt es derzeit kein FSR 4.

In der Gerüchteküche wabert aber schon länger herum, dass FSR 4 auf RDNA3-GPUs zwar stärkere Performanceeinbrüche hätte, aber grundsätzlich durchaus funktionieren würde. Die Aussagen fußen auf internen Betatreibern aus der Zeit vor dem offiziellen FSR-4-Start, wo die Technik auch noch auf RDNA3 anwählbar war. Und in der vergangenen Woche machte die Meldung die Runde, wonach eine geleakte DLL-Datei mit FSR 4.1 erneut RDNA3-GPUs unterstützen würde. Diese Datei entstammt wiederum einem neueren Entwicklungspfad als dem der aktuellen Treiberversion Adrenalin 26.2.2, die vor ein paar Tagen veröffentlicht wurde.


(mue)



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Netzsperre und Cyberangriffe im Iran


Bei den konventionellen Angriffen auf den Iran durch Israel und die USA ab Samstagmorgen ist die Islamische Republik auch zum Ziel von Cyberattacken geworden. Dies berichtet die iranische Nachrichtenagentur Fars, welche den Revolutionsgarden nahe steht laut der Deutschen Presse-Agentur dpa.

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Betroffen sind demnach mehrere inländische Nachrichtenagenturen und zentrale Plattformen, die mit erheblichen Störungen zu kämpfen hätten. Dazu zählten auch die Websites der Nachrichtenagenturen Irna und Isna. Die Behörden verhängten eine Internetsperre. Die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks berichtete schon am Vormittag auf X, es sei ein „fast vollständiger Internetausfall“.

Viele Menschen im Iran umgehen staatliche Medien und informieren sich – solange sie Zugang zum Internet haben – über Websites der Auslandsopposition oder in sozialen Medien wie Instagram oder Telegram. Daher spielen schwerer zu kontrollierende Dienste wie Starlink eine große Rolle, dem Regime soll es jedoch auch gelungen sein, diese großflächig zu stören.

Bereits während einer Protestwelle im Januar, welche mit mindestens 30.000 Toten blutig niedergeschlagen wurde, hatte der Iran den Netzzugang wochenlang gesperrt. Später wurden diese Beschränkungen wieder gelockert. Es gibt jedoch auch Anzeichen dafür, dass sich das Land dauerhaft vom Internet abkoppeln will.


(nie)



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Lebendige Naturfotos durch Unschärfe: c’t Fotografie 2/26


Eine einfache Technik steht unterstützt dabei, Bilder von Tieren, Pflanzen oder Landschaften in meisterhafte Aufnahmen zu verwandeln: das Fotografieren durch natürliche Elemente hindurch. Der Naturfotograf Radomir Jakubowski erklärt, dass Bildwirkung und Komposition wichtiger sind als absolute Schärfe. Seine Methode, die ursprünglich aus der Makrofotografie stammt, verleiht Bildern Tiefe und Atmosphäre. Mit Gräsern, Zweigen oder Blättern im Vordergrund lenkt man den Blick des Betrachters. Ein solcher Vordergrund ist kein zufälliges Störelement, sondern ein bewusstes Gestaltungsmittel.

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Für diese Technik empfiehlt Jakubowski lichtstarke Teleobjektive. Brennweiten wie 135 mm f/1.8 oder 400 mm f/2.8 eignen sich besonders gut. Sie komprimieren den Raum und lassen Vorder- und Hintergrund weich verschwimmen. Ein gebrauchtes 135-Millimeter-Objektiv mit Offenblende f/2.0 oder f/1.8 ist sein Geheimtipp. Der Fotograf betont, dass der Vordergrund umso unschärfer wird, je näher er sich an der Linse befindet. Als Faustregel für die Positionierung von unscharfen, aber noch erkennbaren Elementen nennt er die halbe Distanz zwischen Kamera und Hauptmotiv.



Unschärfe leitet den Blick und wertet viele Motive auf. Wichtig ist der Aufbau mit einer ansprechenden Tiefenstaffelung.

(Bild: Radomir Jakubowski)

Jakubowski erläutert, wie man Bokeh (die Qualität der Unschärfe) gezielt formt. Lichtpunkte im Hintergrund, etwa die durch Blätter scheinende Sonne, erzeugen lebendige Unschärfekreise. Die Wahl des Standpunkts und der Perspektive beeinflussen die Unschärfe ebenfalls stark. Ein tiefer Standpunkt kann beispielsweise den Himmel als Hintergrund nutzen, während eine hohe Position möglicherweise dunkle Täler einbezieht.

Die Technik lässt sich in allen Genres der Naturfotografie anwenden. Im Nahbereich bieten Lücken in der Vegetation einen Blick wie durch ein Schlüsselloch. Öffnungen im Gebüsch rahmen in der Wildtierfotografie Tiere unscharf ein, während diese selbst scharf abgebildet werden. In solchen Motivsituationen stößt der Autofokus der Kamera schnell an seine Grenzen. Jakubowski rät dann zum manuellen Fokussieren. Eine weitere kreative Möglichkeit ist die Technik der Doppelung, bei der ein unscharfes Tier im Vordergrund das scharfe Tier im Hintergrund ergänzt. Selbst in der Landschaftsfotografie kann ein unscharfer Vordergrund reizvoll sein, um zum Beispiel Herbstfarben zu betonen.

Canon EOS R6 Mark III: Mehr Pixel, mehr Tempo. Wir haben die dritte Generation der Canon EOS R6 getestet. Die Kamera bietet einen neuen Sensor mit 32,5 Megapixeln, der Serienaufnahmen mit 40 Bildern pro Sekunde ermöglicht. Auch die Videofunktionen wurden erweitert. Die Kamera kann nun 7k-Raw-Videos intern aufzeichnen. Dafür hat Canon einen der beiden SD-Kartensteckplätze durch einen Slot für schnellere CFexpress-Karten ersetzt. Der HDMI-Anschluss wurde auf einen vollwertigen Typ-A-Port aufgerüstet, der Bildstabilisator verbessert, sodass er nun bis zu 8,5 Blendenstufen kompensieren kann. Das Gehäuse und die Bedienung ähneln stark dem Vorgängermodell. Der Autofokus erkennt und verfolgt Motive wie Personen und Tiere zuverlässig. Die umfangreichen Menüs erfordern allerdings eine gewisse Einarbeitungszeit.

Die eigene KI-Bildmaschine auf dem Heim-PC einrichten. Tilo Gockel erklärt, wie man einen eigenen KI-Bildgenerator auf dem lokalen Rechner installiert. Das spart Abokosten, umgeht die Zensur und wahrt die Datenhoheit. Doch die Anfangsinvestition in die Hardware ist erheblich. Für den Betrieb des Generators Flux.1 empfiehlt er einen leistungsstarken PC mit mindestens 32 GB RAM und einer Nvidia-Grafikkarte mit 12 GB VRAM. Er rät aber zu 64 GB RAM und 16 GB VRAM. Gockel empfiehlt das Paket Pinokio, weil es vieles vereinfacht, und beschreibt, wie es installiert und eingesetzt wird. Nach der Einrichtung generiert das System Bilder in etwa zehn Sekunden. Da die Auflösung mit 1024 × 1024 Pixeln gering ist, sei ein externer Upscaler wie Krea.ai notwendig.

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Portfolio Ben Thouard

Der französische Fotograf Ben Thouard widmet sich dem Ozean. Seine Bilder zeigen Wasser, Wellen und Licht auf eine Weise, die zwischen Dokumentation und abstrakter Kunst changiert. (Bild:

Ben Thouard

)

90 Jahre Kine-Exakta: Die Revolution der Spiegelreflexkamera. Bernd Kieckhöfel blickt auf die Einführung der Kine-Exakta im Jahr 1936 zurück. Die von der Dresdner Firma Ihagee entwickelte Kamera war die erste Spiegelreflexkamera für das Kleinbildformat. Sie revolutionierte die Fotografie, da sie erstmals ein exaktes Sucherbild dessen zeigte, was das Objektiv aufnahm. Damit löste sie das Parallaxenproblem der verbreiteten Messsucherkameras. Die Kine-Exakta war von Beginn an als System mit Wechselobjektiven und umfangreichem Zubehör konzipiert. Auslöser und Filmtransport befanden sich auf der linken Seite, eine ungewöhnliche Ergonomie für heutige Verhältnisse. Nach dem Krieg erlebte die Kamera in der DDR ihre Blütezeit. Das Modell Exakta Varex von 1950 bot als erste Kleinbild-SLR einen wechselbaren Prismensucher, der ein seitenrichtiges Bild lieferte.

Mehr Rot für die Sterne: Kameras für die Astrofotografie. Handelsübliche Kameras filtern tiefrotes Licht, insbesondere die für die rötlichen Emissionsnebel wichtige H-Alpha-Wellenlänge bei 656 Nanometern. Bei einer Astromodifikation wird dieser Filter vor dem Sensor entfernt oder ersetzt. Dadurch reagiert der Kamerasensor deutlich empfindlicher auf dieses rote Licht, was zu farbenprächtigen Aufnahmen der Milchstraße und von Deep-Sky-Objekten führt. Seidel erläutert, dass dieser Umbau Fachwissen erfordert, da unter anderem das Auflagemaß der Kamera angepasst werden muss. Für die Fotografie bei Tageslicht entsteht durch die Modifikation jedoch ein Rotstich, der durch einen manuellen Weißabgleich oder spezielle Clipfilter korrigiert werden kann. Seidel bewertet auch den Nutzen von Lichtverschmutzungs- und Weichzeichnungsfiltern in der einfachen Astrofotografie und erklärt, warum die Canon EOS 6D bis heute eine beliebte Kamera für diesen Umbau ist.



Der Inhalt der c’t Fotografie 2/26 auf einen Blick.

Sie erhalten die aktuelle Ausgabe der c’t Fotografie (2/2026) für 12,90 Euro im heise shop. Dort sehen Sie auch eine komplette Inhaltsübersicht und erhalten Informationen über das exklusive Online-Zusatzmaterial, das wir über eine übersichtlich gestaltete Bedienoberfläche anbieten, dazu Vorschaubilder und das Editorial. Das E-Paper und die Ausgabe für Amazon Kindle kosten jeweils 12,49 Euro.


(tho)



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