Apps & Mobile Entwicklung
devolo bringt neues Mesh-System auf den Markt
Mehr Tempo, mehr Reichweite, mehr Kontrolle: Ein neues Mesh-System will den Router vom Internetanbieter ersetzen. Der Fokus liegt auf WiFi 7, Glasfaser und einfacher Einrichtung. Ganz ohne Haken kommt der Start aber nicht.
Viele Haushalte nutzen noch immer den Router, den der Anbieter mitliefert. Das reicht oft für kleinere Wohnungen. In größeren Wohnungen, Häusern oder bei vielen parallel aktiven Geräten stößt diese Lösung aber schnell an Grenzen. Genau dort setzen neue Mesh-Systeme an, die Router und WLAN-Ausbau in einem Paket bündeln.
WiFi 7 soll vor allem bei Tempo und Reaktionszeit zulegen
Mit dem WiFi 7 BE6500-Router bringt devolo jetzt genau so ein System auf den Markt. Es lässt sich als einzelner Ethernet-Router, als Access Point oder als Mesh-Kit nutzen. Angeboten werden ein Einzelgerät, ein 2er-Paket, ein 3er-Paket und eine Erweiterung für bestehende Setups. Laut Hersteller richtet sich das System vor allem an Haushalte mit schnellem Glasfaseranschluss.
Technisch setzt das neue System auf WiFi 7 mit Unterstützung für 2,4 GHz, 5 GHz und 6 GHz. Dazu kommen Funktionen wie 4K-QAM, Multi-Link Operation und Multi-RU Puncturing. Die maximale Datenrate gibt devolo mit bis zu 6.500 Mbit/s an. Ihr kennt die Einschränkung: Das ist die Brutto-Datenrate. In der Praxis nutzbar ist etwa die Hälfte. Außerdem sollen mehr Geräte gleichzeitig stabil versorgt werden.
Spannend ist aber ein Detail in den technischen Daten: Trotz Unterstützung für drei Frequenzbereiche arbeitet das System laut Datenblatt als Dualband-Lösung. Genannt werden 2,4 plus 5 GHz oder 2,4 plus 6 GHz. Ein echtes Tri-Band-Modell folgt laut Hersteller erst in einigen Wochen mit dem WiFi 7 BE9300. Wer also schon jetzt auf das neue System setzt, bekommt zwar WiFi 7, aber noch nicht die größere Ausbaustufe.
Für den Alltag wichtig sind auch die Anschlüsse. An Bord sind ein Port mit 2,5 Gbit/s, der als WAN oder LAN dienen kann, sowie drei weitere LAN-Ports mit je 1 Gbit/s. Damit eignet sich das Gerät vor allem für Nutzer, die bereits ein ONT oder Modem haben. Ein klassischer All-in-One-Router für DSL oder Kabel ist das also nicht, weil das Modem fehlt. Natürlich lässt sich der Router auch hinter einem DSL- oder Kabelmodem betreiben.
Marktdaten
| Anschluss-Art | jede Anschlussart (kein Modem eingebaut) |
| Besonderheiten | Frequenzbänder: 2,4GHz + 5GHz Dual Band oder 2,4GHz + 6GHz Dual Band |
Daten
| LAN-Anschlüsse (10 Gigabit/s) | nein |
| LAN-Anschlüsse (2,5 Gigabit/s) | 1 |
| LAN-Anschlüsse (Gigabit/s) | 3 |
| Frequenz | |
| WLAN-Standard |
|
| WLAN-Datenrate (brutto) | 6.500 Mbit |
Router-Ersatz mit Mesh-Ausbau und noch offenen Funktionen
devolo liefert die 2er- und 3er-Kits bereits vorkonfiguriert aus. Die Einrichtung soll per App oder Weboberfläche schnell erledigt sein. Zum Funktionsumfang gehören außerdem Firewall, Blacklist, QoS und ein Gäste-WLAN. Einige Funktionen fehlen zum Marktstart aber noch. Laut Hersteller sollen VPN, WLAN-Zeitsteuerung, Parental Control und Whitelist erst per späterem Update nachgereicht werden. Das ist kein Ausschlusskriterium, aber ein Punkt, den man vor dem Kauf kennen sollte. Denn gerade Kindersicherung und Zeitprofile gehören für viele inzwischen zur Grundausstattung. Und eigentlich gilt – egal bei welchem Anbieter – die Grundregel: Verlasst Euch nicht auf Features, die für die Zukunft versprochen sind.
Preislich startet der WiFi 7 BE6500-Router bei 149,90 Euro. Das 2er-Mesh-Paket kostet 279,90 Euro, das 3er-Paket 399,90 Euro. Eine einzelne Erweiterung liegt ebenfalls bei 149,90 Euro. Alle Produkte sind ab sofort erhältlich. Drei Jahre Garantie gibt es laut devolo obendrauf.
Das neue System zielt klar auf Haushalte, die den Standard-Router ersetzen und ihr Heimnetz flexibler aufbauen wollen. Interessant ist vor allem die Kombination aus Ethernet-Router, Mesh-Funktion und WiFi 7. Gleichzeitig zeigt der Blick ins Datenblatt: Nicht alles, was modern klingt, ist schon die größte Ausbaustufe. Mehr dazu werden wir in einigen Wochen erfahren.
Mit diesem Symbol kennzeichnen wir Partner-Links. Wenn du so einen Link oder Button anklickst oder darüber einkaufst, erhalten wir eine kleine Vergütung vom jeweiligen Website-Betreiber. Auf den Preis eines Kaufs hat das keine Auswirkung. Du hilfst uns aber, nextpit weiterhin kostenlos anbieten zu können. Vielen Dank!
Apps & Mobile Entwicklung
3 Erkenntnisse: Wie das Abschalten von Claude Fable einen KI-Kill-Switch etabliert
Mehr als eine Woche ist vergangen, seit die Trump-Administration Anthropics neues Spitzenmodell Claude Fable 5 und Mythos 5 vom Markt genommen hat. Es ist keine kurze Episode, die Modelle sind weiterhin nicht nutzbar. Mittels der Exportkontrolle wurde so ein Kill Switch für KI-Modelle etabliert, der Konsequenzen für Europa hat.
Wenn die Trump-Administration entscheidet: Exportkontrollen als aggressive Form der KI-Regulierung
Der Lesart der US-Regierung zufolge waren es Sicherheitsbedenken, die zur Sperre von Fable 5 und Mythos 5 führten. Mit einem Jailbreak war es möglich, die Mechanismen auszuhebeln, die die Cyber-Sicherheitsfähigkeiten von Fable 5 begrenzten. Die Konsequenz war der Exportbann, der beide Modelle ausschließlich für Nutzer sperrte, die keine US-Staatsangehörigkeit besitzen. Weil Anthropic technisch nicht trennen kann, wurden die Modelle für alle abgeschaltet.
Freigeben will die US-Regierung erst wieder, wenn Anthropic sicherstellen kann, dass sämtliche Jailbreaks unterbunden werden. Sicherheitsexperten bestreiten, dass so etwas überhaupt möglich ist. Allerdings krankt diese Lesart noch bei weiteren Argumenten. Zwei Punkte:
- Wenn es nur um Jailbreaks geht, warum wurde neben Fable 5 auch noch Mythos 5 abgeschaltet? Das steht ohne Sicherheitsmechanismen für ausgewählte Organisationen bereit, damit diese Systeme absichern können (Mythos Preview soll noch laufen). Wird der Sicherheitsargumentation gefolgt, müsste das Modell eigentlich erhalten bleiben.
- Warum nur Ausschluss von Ausländern? Bei Sicherheitsbedenken hätte tatsächlich jeder ausgeschlossen werden müssen, weil es ja auch Angreifer im Inland geben könnten (Anthropic hat es nur komplett abgeschaltet, weil nicht zwischen Nationalitäten unterschieden werden kann)
Eine potenzielle Erklärung für das Abschalten beider Modelle ist laut Wired, dass der koreanische Telekom-Anbieter SK Telecom zu den Unternehmen zählt, die Zugang zu Mythos erhalten haben. Innerhalb der US-Regierung besteht laut Personen, die mit den Vorgängen vertraut sind, jedoch der Verdacht, SK Telecom habe Verbindungen nach China. Die Sorge ist daher, dass China über den koreanischen Telekom-Konzern auf Anthropics Top-Modelle zugreifen könnte.
Neben den Sicherheitsaspekten ist jedoch auch der Gedanke naheliegend, dass hier ein Kontrollmechanismus etabliert werden soll. Axios berichtete bereits von einem Lizenzregime, das die US-Regierung im Sinn hat. Die Executive Order, die Präsident Trump Anfang Juni unterzeichnete, setzt noch auf ein freiwilliges Regelwerk. KI-Entwickler können selbst entscheiden, ob sie der US-Administration die neuen Modelle zur Prüfung vorlegen.
Festzuhalten ist aber: Berichte und Aussagen sind nach wie vor nicht eindeutig, die Motive der US-Regierung bleiben am Ende unklar. So könnten auch die persönlichen Konflikte zwischen den Verantwortlichen von Anthropic und der US-Regierung zur Eskalation beigetragen haben, berichtet etwa The Verge.
Was bewertet werden kann, ist jedoch die praktische Konsequenz: Auf Anordnung der US-Regierung wurde erstmals ein Modell gesperrt. Ohne stichhaltige Begründung oder nennenswerte Diskussion wurde so ein KI-Kill-Switch etabliert. Es ist ein neues Zeitalter der KI-Regulierung, heißt es daher auch bei The Verge. Das zentrale Problem: Es handelt sich nicht um ein fixiertes und standardisiertes Regelwerk. Angesichts der Möglichkeiten, die eine US-Regierung bei der Exportkontrolle hat, kann die Trump-Administration laut The-Verge-Reporterin Hayden Field mehr oder weniger willkürlich und nach Tagesform entscheiden, welche Modelle gesperrt werden.
Epochenbruch: keine Top-KI-Modelle mehr für alle?
Dass Claude Mythos gefährlich ist, war allerdings nicht die Idee der US-Regierung. Vielmehr sind es die Vertreter von Anthropic, die seit Wochen und Monaten predigen, wie riskant solche Modelle in freier Wildbahn sein könnten. „Wenn man sein Produkt in jeder Presseerklärung als Munition beschreibt, nimmt einem die Regierung irgendwann beim Wort“, sagt Peter Girnus, Forscher bei der Zero Day Initiative, laut einem Bericht von Business Insider. So gesehen war es also das Marketing von Anthropic, was dem Unternehmen jetzt zum Verhängnis wird.
Selbst in den wenigen Tagen, in denen Fable 5 verfügbar war, sorgten die Sicherheitsmechanismen für Diskussionen. Anthropic selbst argumentierte, Restriktionen in Bereichen wie Cyber-Sicherheit und Biologie wären aufgrund der Risiken nötig. In solchen Fällen wechselte das Modell dann automatisch auf das weniger leistungsfähige Opus 4.8. Der Haken: Der Wechsel erfolgte sogar bei alltäglichen Fragen, die Journalistin Eva Wolfangel bezeichnete Fable in diesem Kontext sogar als „kaputt“.
Brisanter mit Blick auf die Kontrollinfrastruktur ist jedoch eine weitere Restriktion, die Anthropic bei Fable implementiert hat. Wer Fable nutzen wollte, um KI-Modelle zu entwickeln, wurde ebenfalls abgestuft. In diesem Fall wurden Nutzer aber nicht informiert, das Vorgehen geschieht heimlich im Hintergrund. In der Systemcard des Modells (via Marcel Weiß) wird von der Sorge gesprochen, dass andere KI-Entwickler mit den Fähigkeiten von Fable die KI-Entwicklung noch weiter beschleunigen könnten.
We have also added safeguards related to frontier LLM development. As discussed in Section 6.1 of our February 2026 Risk Report, we are concerned about the risks of accelerating the overall pace of AI development, though we remain uncertain about the severity of these risks. In particular, our concern is with—as we wrote then—“accelerating other AI developers in building powerful AI systems that pose similar risks to the ones ours pose – without necessarily having commensurate safeguards.
Unlike our interventions for cybersecurity, biology and chemistry, and distillation attempts, these safeguards will not be visible to the user. Fable 5 will not fall back to a different model. Instead, the safeguards will limit effectiveness through methods such as prompt modification, steering vectors, or parameter-efficient fine-tuning (PEFT).
Fable 5 Systemcard, Auszug S. 13
Erneut wird also die Sicherheit als Vorwand für etwas verwendet, das der Analyst und Autor Marcel Weiß zusätzlich noch als Marktabschottung interpretiert. Anthropic wollte bei Mythos und Fable 5 schon vor dem Bann der US-Regierung bestimmen, wer auf welche Fähigkeiten des Modells zugreifen kann. Der Bruch in der Art und Weise, wie KI-Modelle veröffentlicht werden, erfolgte also schon, bevor die Trump-Administration tätig wurde.
Open Source als Alternative für Europa
Per Anordnung KI-Modelle sperren lassen ist nicht nur für Entwickler wie Anthropic brisant. Dass es sich um eine Exportkontrolle handelt, die sämtliche Nicht-US-Bürger aussperrt, rückt auch die Abhängigkeiten in Europa in den Fokus. Der Analyst Marcel Weiß spricht von einem Grönland-Moment, der zeigt, wie verwundbar der Kontinent ist.
Das Argument ist: Nicht nur bei der KI-Entwicklung, sondern bei zentralen technischen Infrastrukturen kommt die EU ohne die Dienste der Big-Tech-Konzerne nicht aus. „So eine Exportkontrolle könnte (…) auch Software oder Hardware treffen, bei der es unmittelbar spürbare Alltagsfolgen hätte. Microsoft Teams, Google Maps oder Cloud-Services, ohne die kaum noch etwas funktioniert“, heißt es in einer Analyse des Zentrums für Digitalrechte und Demokratie. Was bislang nur als hypothetisches Szenario galt, wurde mit der Exportkontrolle für Fable 5 und Mythos 5 zur realen Bedrohung.
Der Kill Switch ist Realität.
Zentrum für Digitalrechte und Demokratie
Mehr digitale Souveränität für Europa war daher eines der Schlagworte in dieser Woche. Die EU-Kommission hat bereits Anfang Juni mit dem Tech Sovereignty Package ein Maßnahmenpaket vorgelegt, das neben KI-Projekten wie dem Chips Act 2.0 und Cloud and AI development act (CADA) noch einen interessanten Punkt enthält: Eine Open-Source-Strategie.
Dabei geht es nicht nur um die Art, wie Software entwickelt wird, heißt es in einer Analyse von Inside Global Tech. Stattdessen handelt es sich um ein Regulierungsmodell für Verwaltung und Industrie, das Kosten senken, Innovationen beschleunigen und Abhängigkeiten von ausländischen Anbietern reduzieren soll. Ein offenes Ökosystem soll demnach also die Alternative für Europa sein.
Apps & Mobile Entwicklung
Alte Spiele auf neuen Rechnern: ScummVM 2026.3.0 bringt Unterstützung für weitere Spieleklassiker
ScummVM 2026.3.0 erweitert die Unterstützung klassischer Spiele um mehrere Adventures, darunter zwei „Nancy-Drew“-Titel sowie „Noctropolis“. Zudem liefert das Update zahlreiche Fehlerbehebungen und Verbesserungen für verschiedene Engines und Plattformen, von denen insbesondere Nutzer der Atari- und PS3-Version profitieren.
Durch eine auf den Originaldateien basierende Re-Implementierung sorgen die Entwickler von ScummVM dafür, dass zahlreiche Spieleklassiker auch heute noch plattformunabhängig lauffähig bleiben. Die Umgebung wird dabei häufig mit Spielen von LucasArts in Verbindung gebracht, was nicht unbegründet ist: Ursprünglich lediglich für Adventures auf Basis der Skript-Sprache SCUMM („Script creation utility for maniac mansion“), die von LucasArts für das namensgebende Spiel entwickelt wurde, vorgesehen, geht die Emulation inzwischen deutlich weiter und unterstützt mittlerweile eine Vielzahl von Titeln und Engines anderer Hersteller wie Revolution Software, Adventure Soft oder Sierra Entertainment.
Inzwischen sind Umsetzungen auch für zahlreiche Plattformen erschienen, darunter Microsoft Windows, macOS sowie verschiedene BSD- und Linux-Systeme, iOS, Android und die Konsolen Dreamcast, Nintendo DS, PlayStation 3, PlayStation Portable, PlayStation Vita, Nintendo Wii und Nintendo Switch. Auch für AmigaOS und den Atari ST stehen entsprechende Versionen bereit.
Viel neuer Spielspaß für Retro-Fans
Mit der neuen Version erweitern die Entwickler die Unterstützung um mehrere weitere Klassiker. Neu spielbar sind unter anderem „Nancy Drew: The Haunted Carousel“, „Nancy Drew: Danger on Deception Island“, „Noctropolis“, „Cartoon Carnival“ und „Alfred Pelrock: En Busca de un Sueño“. Hinzu kommen mehrere Titel auf Basis der Gamos-Engine, darunter „Pilot Brothers: On the Track of Striped Elephant“ und „Pilot Brothers: The Case of Serial Maniac“.
Stabilität vieler Titel verbessert
Darüber hinaus wurden zahlreiche Fehler in unterstützten Spielen und Engines behoben. So beseitigt das Update unter anderem Probleme bei Animationen und Kamerabewegungen in Myst III. Für „Simon the Sorcerer 2“ wurde zudem die Unterstützung für Sprachdateien der Amiga- und Macintosh-Version ergänzt. In der Nancy-Engine nahmen die Entwickler außerdem zahlreiche Korrekturen an Rätseln, der Cursor-Anzeige, Sound-Effekten und Ladefunktionen vor.
Fehlerkorrekturen auch an System und Plattformen
Neben den spielbezogenen Verbesserungen haben sich die Entwickler auch zahlreicher grundsätzlicher Probleme angenommen. Klickbare Links im Interface werden nun per Cursor hervorgehoben, GUI-Listen unterstützen ab sofort kinetisches Scrollen und ein neuer NULL-OPL-Treiber reduziert die Anforderungen auf leistungsschwächeren Systemen. Zudem wurde bei 3D-Engines ein Problem mit der Fenstergröße nach dem Verlassen des Vollbildmodus behoben.
Auch verschiedene plattformspezifische Probleme wurden adressiert. So erhält unter anderem der Atari-Port Unterstützung für native CD-Audio-Wiedergabe, Plugins, den YM2149-Soundchip, der derzeit bei „Elvira 1“ und „Elvira 2“ genutzt wird, sowie einen überarbeiteten Audio-Mixer. Darüber hinaus sind Autosaves standardmäßig deaktiviert, da diese Klangstörungen verursachen können. Bei den PS3-Ports lassen sich ScummVM-Engines künftig als separate Module beziehungsweise ausführbare Dateien laden. Dadurch soll sich der Speicherbedarf um rund 90 MB verringern. Diese Funktion ist allerdings ausschließlich in den Release-Paketen aktiviert.
Die hier genannten Änderungen und Neuerungen stellen lediglich einen kleinen Ausschnitt dar. Eine vollständige Übersicht findet sich in den ausführlichen Release Notes.
Ab sofort verfügbar
Die vollständig unter der GPL stehende und damit frei verfügbare Anwendung steht ab sofort auf der Website des Projektes für zahlreiche Plattformen wie Windows, macOS und Linux bereit, einschließlich auch des Sourcecodes. Alternativ lässt sich ScummVM 2026.3.0 wie gewohnt bequem über den am Ende dieser Meldung verlinkten Download-Bereich von ComputerBase beziehen.
Apps & Mobile Entwicklung
Konkurrenz: Google greift Nvidia mit eigenem KI-Chip-Geschäft an
Google will seine eigenen KI-Beschleuniger stärker außerhalb der eigenen Cloud vermarkten und rückt damit direkter an Nvidia heran. Neben Technik spielen dabei Finanzierungsmodelle, Rechenzentren und Großkunden wie Anthropic eine zentrale Rolle.
Google setzt stärker auf eigene TPUs
Google arbeitet seit Jahren an eigenen KI-Beschleunigern, den Tensor Processing Units, kurz TPUs. Bislang wurden diese vor allem intern und über die Google Cloud genutzt. Nun zeichnet sich aber ab, dass Google daraus ein größeres Geschäftsfeld machen will, das stärker mit Nvidias GPU-Geschäft konkurriert.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Hardware selbst. Google versucht offenbar, ein breiteres Ökosystem aus Chips, Cloud-Diensten, Rechenzentrumskapazitäten und Finanzierung aufzubauen. Genau dieses Zusammenspiel gilt als einer der Gründe, warum Nvidia im KI-Boom so stark wachsen konnte: Neben den GPUs selbst profitieren Kunden von Software, Infrastrukturpartnern und einem großen Entwicklerumfeld.
Blackstone soll TPU-Cloud mitfinanzieren
Ein wichtiger Baustein ist die im Mai angekündigte Zusammenarbeit mit Blackstone. Der Finanzinvestor will zunächst 5 Milliarden US-Dollar Eigenkapital bereitstellen. Damit soll eine neue TPU-Cloud entstehen, die voraussichtlich ab 2027 zunächst 500 Megawatt Rechenzentrumskapazität bereitstellt.
Google liefert dafür die TPUs, Software und weitere Dienste. Blackstone bringt Kapital und Erfahrung im Aufbau digitaler Infrastruktur ein. Die neue Plattform soll KI-Rechenleistung für externe Kunden bereitstellen und damit eine Alternative zu GPU-orientierten Cloud-Anbietern schaffen.
Damit nähert sich Google einem Modell, das bei Nvidia bereits zu beobachten ist: Der Chipanbieter profitiert nicht nur vom Verkauf einzelner Beschleuniger, sondern auch von einem Netzwerk aus Cloud-Anbietern, Rechenzentren und Kunden, die ihre KI-Modelle in großem Maßstab trainieren oder ausführen wollen.
Anthropic als großer TPU-Kunde
Parallel dazu baut Anthropic seine Partnerschaft mit Google und Broadcom aus. Das Unternehmen hinter Claude hat eine Vereinbarung über mehrere Gigawatt an TPU-Kapazität geschlossen, die ab 2027 verfügbar werden soll. Diese Rechenleistung soll für die Weiterentwicklung und den Betrieb künftiger Claude-Modelle genutzt werden.
Für Google ist Anthropic damit ein besonders wichtiger Referenzkunde. Große KI-Anbieter benötigen enorme Mengen an Rechenleistung, suchen zugleich aber nach Alternativen zu knappen und teuren Nvidia-GPUs. Wenn Google hier ausreichende Leistung, Verfügbarkeit und passende Software bieten kann, könnten TPUs für weitere Anbieter interessanter werden.
Broadcom spielt in diesem Zusammenhang ebenfalls eine Rolle, da das Unternehmen an der Bereitstellung der TPU-Infrastruktur beteiligt ist. Google bleibt damit nicht allein auf die eigene Cloud beschränkt, sondern bindet Partner für die technische und infrastrukturelle Umsetzung ein.
Nvidia bleibt vorerst schwer einzuholen
Trotz der neuen Offensive bleibt Nvidia der dominierende Anbieter im Markt für KI-Beschleuniger. Neben der reinen Rechenleistung ist vor allem das Software-Ökosystem rund um CUDA ein entscheidender Vorteil. Viele KI-Anwendungen, Entwicklerwerkzeuge und bestehende Arbeitsabläufe sind auf Nvidia-Hardware ausgelegt.
Google kann hier zwar auf eigene Chips und eine große Cloud-Plattform zurückgreifen, muss Kunden aber nicht nur von der Leistung der TPUs überzeugen. Ebenso wichtig sind Verfügbarkeit, Preis, einfache Nutzung und die Frage, wie gut bestehende KI-Software auf Googles Infrastruktur läuft.
Mehr Wettbewerb im KI-Infrastrukturmarkt
Die aktuellen Schritte zeigen dennoch, dass Google das KI-Infrastruktur-Geschäft deutlich breiter aufstellen will. Statt die eigenen Beschleuniger nur als internes Werkzeug oder Cloud-Option zu behandeln, entsteht ein Angebot, das stärker als eigenständige Infrastruktur für KI-Unternehmen positioniert wird.
Für Kunden könnte das langfristig mehr Auswahl bedeuten. Der Markt für KI-Rechenleistung ist weiterhin von hoher Nachfrage und begrenzter Verfügbarkeit geprägt. Jede ernsthafte Alternative zu Nvidia-GPUs dürfte deshalb auf Interesse stoßen, vor allem bei Unternehmen, die große Modelle trainieren oder im großen Maßstab betreiben wollen.
Ob Google damit tatsächlich zu einem Gegengewicht zu Nvidia wird, hängt weniger von einer einzelnen Partnerschaft als vom Ausbau des gesamten Ökosystems ab. Die Kombination aus eigenen TPUs, Blackstones Kapital, Broadcoms Infrastrukturbeitrag und Anthropic als Großkunde zeigt aber, dass Google diesen Markt nicht länger nur Nvidia überlassen will.
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
JBL Bar 1300MK2 im Test: Soundbar mit Dolby Atmos, starkem Bass und Akku‑Rears
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenEmpfehlungsalgorithmen bei TikTok erklärt: Die Maschine hinter dem Endlos‑Feed
-
Social Mediavor 3 MonatenVon Kennzeichnung bis Plattformpflichten: Was die EU-Regeln für Influencer Marketing bedeuten – Katy Link im AllSocial Interview
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonateniX-Workshop Angriffsziel lokales AD − Schwachstellen finden und beheben
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten„Don’t Starve Elsewhere“: Survival‑Hit kehrt nach zehn Jahren zurück
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenWeitere Entlassungswelle bei Disney: Bis zu 1000 Mitarbeiter betroffen
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenKine‑Exakta: Die erste Spiegelreflexkamera fürs Kleinbild
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
xTool P3 im Test: CO₂-Laser mit 80 Watt schneidet und graviert auch Acryl
