Künstliche Intelligenz
Disney+ in Deutschland: Keine 3D-Filme mehr auf der Vision Pro
Wenn es eine Killer-App für die Vision Pro gibt, dann ist es die Wiedergabe von Videos: Man kann sich darüber in ein virtuelles Kino versetzen lassen, das man sich in dieser Leinwandgröße im eigenen Heim kaum einrichten könnte. Besonders spannend sind dabei natürlich immersive Inhalte sowie 3D-Filme. Während erstere vor allem von Apple vorangetrieben werden, gibt es bei den 3D-Filmen nun einen Rückschlag: Disney+, einer der ersten Streamingdienste, die unter visionOS an Bord waren, hat in Deutschland das gesamte Angebot gestrichen.
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Kleines Angebot schon zuvor
Derzeit ist noch unklar, warum dies erfolgt ist. Disney+ selbst bestätigt dies in einem Supportdokument. „HINWEIS: 3D-Inhalte sind in Deutschland zurzeit nicht auf Disney+ verfügbar“, heißt es dort nur lapidar. Stattdessen interessiert sich der Unterhaltungskonzern offenbar mehr für Hochkantvideos, mit denen man jüngere Zielgruppen erreichen möchte.
Schon zuvor waren die Offerten hierzulande eher gering. Während es in den USA mehrere Dutzend 3D-Filme für die Vision Pro gibt, gab es in Deutschland vielleicht zwei Handvoll. Verwirrend: Die speziellen, Disney-eigenen immersiven Environments, darunter Tatooine aus „Star Wars“ und der Avengers Tower aus dem Marvel-Universum, sind nach wie vor vorhanden, man schaut in diesen jetzt aber eben nur noch 2D-Inhalte.
Mit dem VPN geht’s ins 3D-Paradies
Disney+ kostet in Deutschland zwischen 7 und 16 Euro, wobei nur das teuerste Niveau (Premium) 4K UHD und HDR ermöglicht – 3D gehörte hier dazu. Viele Nutzer, die eine Vision Pro besitzen, dürften Premium auch wegen des 3D-Contents erworben haben. Sie schauen nun in die Röhre. Verwirrenderweise ist es dennoch möglich, Disney+-3D-Content zu schauen: Man muss dem Dienst nur vormachen, dass man „reist“. Dazu reicht ein VPN, bei dem man einen US-Ort auswählt. Schon ist das Gesamtangebot aus den Staaten zu sehen. Wie lange dies funktioniert und ob man dadurch Probleme mit dem Abo bekommt, wenn man die Zugriffsart dauerhaft nutzt, bleibt allerdings unklar.
Mac & i hat bei Disney nachgefragt, warum die 3D-Abschaltung in Deutschland erfolgt ist. Die Rechte dürfte das Unternehmen eigentlich haben – je nach kooperierender Produktionsfirma könnte dies aber anders sein. Es kommt aber vor, dass einst verfügbare 3D-Filme nach wie vor in 2D vorhanden sind. Qualitativ waren die 3D-Filme ordentlich, wenn auch nicht ideal für die hochauflösende Vision Pro: Das verwendete Format sorgt technisch bedingt für recht pixelige Bilder. Es bietet sich an, die Filme zuvor herunterzuladen. Die 3D-Effekte sind je nach Streifen ebenfalls unterschiedlich gut.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
Google verlagert Smartphone-Entwicklung von China nach Vietnam
Ähnlich wie Apple seine Lieferkette von China nach Indien umsiedelt, verlagert Google nun laut einem Medienbericht seine Entwicklung und Produktion nach Vietnam. Es soll schon in diesem Jahr losgehen.
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A-Serie soll in China bleiben
Google wird laut einem Bericht von Nikkei Asia in diesem Jahr in Vietnam mit der Entwicklung und Herstellung von High-End-Smartphones beginnen. So plane Google mit der Einführung neuer Produkte (New product introduction – NPI) für seine Geräte Pixel, Pixel Pro und Pixel Fold in Vietnam zu beginnen. Die Entwicklung der günstigeren Pixel-A-Serie wird laut einer der Nikkei-Quellen vorerst in China bleiben.
„NPI“ umfasse die Entwicklung, Überprüfung und Feinabstimmung von Produktionsprozessen. Es handelt sich laut Nikkei um die kritischste Phase, wenn ein Unternehmen ein neues elektronisches Gerät auf den Markt bringt. Hunderte von Ingenieuren des Unternehmens und seiner Zulieferer seien daran beteiligt, und es seien hohe Investitionen in Testgeräte und Werkzeugmaschinen erforderlich, um sicherzustellen, dass ein neues Design gemäß den Entwürfen hergestellt werden könne, heißt es.
Google lässt bereits in Vietnam produzieren
Vollkommen neu ist Vietnam nicht für Google: Der Konzern lässt dort bereits High-End-Smartphones produzieren und führt auch Tests durch, so der Bericht. Somit sei es für das Unternehmen auch möglich, in diesem Land neue Smartphones von Grund auf aufzubauen.
Diese mutmaßlichen Schritte Googles erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Technologiebranche sich mit zunehmenden Unsicherheiten hinsichtlich der Zollpolitik unter der Regierung von Donald Trump konfrontiert sieht. Sie sorgt seit April 2025 immer wieder für erhebliche Turbulenzen und Unsicherheiten in der Lieferkette. Aus diesem Grund hat Apple seine Kapazitäten etwa auch in Indien und Vietnam ausgebaut.
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„Das Ziel ist es, Funktionalität, Kompatibilität und Zuverlässigkeit zu erreichen, die für die Massenproduktion geeignet sind. Wenn die NPI fehlschlägt, bedeutet dies, dass es in diesem Jahr kein neues Produkt geben wird. Aber glücklicherweise ist so etwas bisher noch nie vorgekommen“, sagte eine Quelle bei einem Apple-Zulieferer über die Strategie des iPhone-Bauers. In Indien schuf Apples Lieferkette in den vergangenen fünf Jahren über 350.000 Jobs – ein Hinweis darauf, welche Dimensionen solche Verlagerungen annehmen können.
„Sollten Google und Apple Smartphones auch außerhalb Chinas erfolgreich entwickeln, wäre dies ein großer Erfolg in ihren Bemühungen, die Produktion aus der weltweit größten Fertigungsmacht zu verlagern, da dies eine erhebliche Verbesserung des Lieferkettennetzwerks und der Kapazitäten außerhalb Chinas bedeuten würde“, schreibt Nikkei.
Es ist nicht das erste Mal, dass über Googles Verlagerung aus China berichtet wird: Schon 2022 hieß es, dass der Konzern erwog, einen Teil der Produktion seiner Pixel-Smartphones nach Indien zu verlagern – damals ging es um 500.000 bis eine Million Einheiten, also 10 bis 20 Prozent der Jahresproduktion. Grund für die Überlegungen waren damals die starken Corona-Beschränkungen in China und die zunehmenden handelspolitischen Spannungen zwischen Washington und Peking.
(afl)
Künstliche Intelligenz
Grok soll in KI-Plattform des US-Verteidigungsministeriums integriert werden
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth will den KI-Chatbot Grok in die erst kürzlich initiierte KI-Plattform GenAI.mil des US-Verteidigungsministeriums implementieren. Das kündigte Hegseth am Montag während einer Rede bei Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX in Texas an. Hegseth zufolge soll Grok noch im Laufe dieses Monats innerhalb der IT-Systeme des Pentagon in Betrieb genommen werden.
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Erst Anfang Dezember hat das US-Verteidigungsministerium, das sich seit September 2025 „Department of War“ nennt, den Start seiner neuen KI-Plattform GenAI.mil bekannt. Laut der Pressemitteilung vom 09. Dezember wird Googles Chatbot Gemini als Erstes in GenAI.mil implementiert und damit mehr als drei Millionen Nutzern im Pentagon zugänglich gemacht. Nun folgt der von xAI entwickelte KI-Chatbot Grok.
Im vergangenen Juli hatte das Verteidigungsministerium bereits eine Vergabe von Aufträgen von bis zu 200 Millionen US-Dollar an die führenden US-KI-Unternehmen Anthropic, Google, OpenAI und xAI angekündigt. Ziel ist es laut der Pressemitteilung des Chief Digital und Artificial Intelligence Office, agentische KI-Workflows in eine Vielzahl von Missionsbereichen zu integrieren. „Sehr bald werden wir die weltweit führenden KI-Modelle in jedem nicht geheimen und geheimen Netzwerk unseres Ministeriums haben“, betonte Hegseth in seiner Rede am Montag.
Hegseth nimmt Abstand von „woker“ KI
Hegseth wies darauf hin, dass das US-Militär „einen Datenvorteil aus zwei Jahrzehnten militärischer und nachrichtendienstlicher Operationen“ verfüge. KI-Systeme seien nur so gut wie ihre Trainingsdaten. Dem Verteidigungsminister zufolge werden deshalb künftig „alle geeigneten Daten“ aus den IT-Systemen des Militärs für die KI-Nutzung verfügbar gemacht. Dabei sollen auch Daten aus Geheimdienst-Datenbanken in die KI-Systeme des Pentagon einfließen.
Pentagon-Chef Hegseth sprach zudem von einem verantwortungsvollen Umgang mit KI innerhalb der Systeme des US-Verteidigungsministeriums. KI-Modelle müssten faktisch korrekt und missionsrelevant arbeiten, dabei aber gleichwohl frei von ideologischen Einschränkungen sein. Die KI des Pentagon werde nicht „woke“ sein. Man lehne KI-Modelle ab, die es nicht erlauben würden, Kriege zu führen.
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Grok zuletzt massiv in der Kritik
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Die Ankündigung des US-Verteidigungsministeriums, Grok in seine KI-Plattform GenAI.mil integrieren zu wollen, ist kontrovers. Der KI-Chatbot steht seit letzter Woche massiv in der Kritik, nachdem Nutzer mithilfe von Grok etliche tausend sexualisierende Videos und Bilder pro Stunde von Frauen und Minderjährigen hatten erstellen lassen. Als Reaktion auf die mediale Empörung beschränkte der Kurznachrichtendienst X die Funktion der Bildgenerierung. Seit vergangenen Freitag können nur noch zahlende Kunden Bilder mit Grok öffentlich verändern oder erstellen lassen.
In der Folge äußerten sich die britische Regierung und die EU-Kommission kritisch. Der Schritt sei keine Lösung, betonte ein Sprecher des britischen Premierministers Keir Starmer. Auch von der EU-Kommission hieß es, die Bezahlmaßnahme ändere nichts an der Grundproblematik. Am Montag ließen Indonesien und Malaysia den Zugriff auf Grok dann vollständig sperren. Außerdem kündigte die britische Regierung an, noch in dieser Woche mit der Durchsetzung eines Gesetzes beginnen zu wollen, das Anwendungen verbietet, mit denen Menschen digital entkleidet werden können. Zuletzt gab Bundesjustizministerin Stefanie Hubig bekannt, härter gegen das Erstellen und Verbreiten mit Künstlicher Intelligenz erzeugter sexualisierter Bilder vorgehen zu wollen.
(rah)
Künstliche Intelligenz
Das Rezept für eine bessere ePA: mehr Ehrlichkeit
Die elektronische Patientenakte (ePA) ist im Jahr 2025 in der Versorgung angekommen – jedenfalls gesetzlich. Sie wurde bundesweit gestartet, Ärztinnen und Ärzte müssen sie für ihre gesetzlich Versicherten Nutzen. Millionen Akten wurden angelegt. Jedoch ist ein Jahr „ePA für alle“ keine ungetrübte Erfolgsgeschichte. Nicht, weil die ePA grundsätzlich gescheitert wäre, sondern weil ihre öffentliche Kommunikation vielfach mehr versprochen hat, als sie halten konnte.
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Dr. Christina Czeschik ist Ärztin und Medizininformatikerin. Sie schreibt als freie Autorin über Digitalisierung, neue Technologien und Informationssicherheit im Gesundheitswesen und in anderen Bereichen.
Der Start der ePA im Januar 2025 ist ein gutes Beispiel. Kommuniziert wurde eine „ePA für alle“. Tatsächlich begann der praktische Einsatz zunächst in Modellregionen – in Franken, in Hamburg und Umland sowie in Teilen Nordrhein-Westfalens. Das ist weder ungewöhnlich noch verwerflich. Im Gegenteil: Für ein System dieser Größenordnung ist ein gestufter Rollout vernünftig.
Problematisch war nicht der Weg, sondern die Wortwahl. Wer von einer ePA „für alle“ spricht, weckt Erwartungen an eine sofortige, flächendeckende Verfügbarkeit. Werden diese Erwartungen anschließend relativiert, entsteht unnötig der Eindruck von Intransparenz – und genau der untergräbt Vertrauen. Gerade bei sensiblen Gesundheitsdaten ist Vertrauen jedoch keine Nebensache, sondern Voraussetzung.
Aufklärung heißt mehr als FAQ-Seiten
Ähnlich verhält es sich mit der Aufklärung der Versicherten. Formal wurde informiert: durch Schreiben der Krankenkassen, durch Webseiten, durch FAQs. Inhaltlich blieb vieles vage. Was bedeutet es konkret, eine ePA zu haben, ohne je eine App zu nutzen? Wer kann wann welche Daten sehen? Welche Zugriffsmöglichkeiten habe ich – und welche nicht mehr?
Viele Versicherte erfuhren erst spät oder gar nicht, dass mit der ePA 3.0 die feingranulare Zugriffskontrolle zurückgebaut wurde. Dass sie einzelne Dokumente nicht mehr gezielt für bestimmte Ärztinnen oder Fachrichtungen sperren können. Dass die elektronische Medikationsliste immer entweder vollständig sichtbar ist oder gar nicht genutzt werden kann. Wer solche Einschränkungen erst im Nachhinein entdeckt, fühlt sich nicht ernst genommen – selbst dann, wenn die Regelungen rechtlich wasserdicht sind.
Abschied von der Illusion perfekter Sicherheit
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Schon in den ersten Tagen des Jahres 2025 begann die Kommunikation rund um die ePA auf dem falschen Fuß: Die ePA starte ohne „Restrisiko“ für einen großen Hackerangriff, sagte der damalige Bundesgesundheitsminister. Man weiß nicht, ob solche Aussagen in gutem Glauben an ihre Wahrheit gemacht werden oder nur, weil sie gesprochen und gedruckt einen guten Eindruck machen. Aber man weiß: jedes technische System hat Restrisiken.
Die ePA ist nicht perfekt. Sie war es nie, und sie wird es auch nicht werden. Es gab Sicherheitslücken, Ausfälle der Telematik-Infrastruktur, nicht ausgerollte Software-Module, eine Verfügbarkeit, die deutlich unter dem liegt, was man von kritischer Infrastruktur erwarten würde. All das ist bekannt – und nicht überraschend für ein System dieser Komplexität. Man kann Probleme nach und nach beheben, neue möglichst frühzeitig aufspüren und pragmatische Lösungen finden.
Problematisch wird es erst, wenn diese Schwierigkeiten, diese Lernaufgaben kleingeredet oder als Randerscheinungen behandelt werden. Denn genau dann entsteht der Eindruck, es solle etwas verborgen werden. Dabei wäre das Gegenteil sinnvoller: eine offene Benennung von Risiken, Einschränkungen und offenen Baustellen.
Transparenz ermöglicht echte Abwägung
Die zentrale gesellschaftliche Frage lautet nicht, ob die ePA nur Vorteile hat. Das hat sie natürlich nicht. Die Frage sollte vielmehr lauten, ob wir bereit sind, bestimmte Risiken in Kauf zu nehmen, um andere Vorteile zu erreichen: bessere Verfügbarkeit von Informationen, effizientere Versorgung, weniger Doppeluntersuchungen. Diese Abwägung lässt sich jedoch nur treffen, wenn die Fakten offen auf dem Tisch liegen.
Transparenz heißt in diesem Kontext nicht, Angst zu schüren oder Technik schlechtzureden. Sie heißt, ehrlich zu kommunizieren, was ein System leisten kann – und was noch nicht. Sie heißt, Probleme nicht als nebensächliche Störgeräusche abzutun, sondern als Teil eines Lernprozesses zu begreifen, an dem Versicherte, Leistungserbringer, Entwickler und Politik gleichermaßen beteiligt sind.
Mehr Ehrlichkeit, weniger Marketing
Die ePA braucht weniger Marketing und mehr Ehrlichkeit. Weniger Superlative, mehr Präzision. Weniger Versprechen, mehr Einordnung. Eine digitale Patientenakte kann nur dann Akzeptanz finden, wenn diejenigen, deren Daten sie enthält, das Gefühl haben, informiert und beteiligt zu sein – nicht überrascht oder übergangen.
Nach einem Jahr „ePA für alle“ ist klar: Die technische Grundlage ist gelegt. Ob daraus ein langfristig akzeptiertes Instrument wird, entscheidet sich nicht an den Details der nächsten Version, sondern daran, ob Transparenz zum Leitprinzip der weiteren Entwicklung wird.
(axk)
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