Apps & Mobile Entwicklung
E-Mail-Client Thunderbird 151: Update verbessert OAuth-Authentifizierung

Neben Firefox 151 hat Mozilla auch Thunderbird 151 veröffentlicht. Die neue Version des quelloffenen E-Mail-Clients erweitert unter anderem die OAuth-Anmeldung um zusätzliche Funktionen. Darüber hinaus beseitigt das Update wie gewohnt diverse Fehler sowie zahlreiche Sicherheitslücken.
Vereinfachte Nutzung von OAuth
So lässt sich in Thunderbird 151 nun bei aktivierter Thundermail-OAuth-Anmeldung das jeweilige Konto künftig automatisch einrichten. Zusätzlich können Anwender die OAuth-Anbieterangaben für EWS-Konten nun auch überschreiben. Bei OAuth handelt es sich um ein modernes, Token-basiertes Authentifizierungsverfahren. Statt das reguläre Passwort direkt zu übertragen, autorisiert der Nutzer bei diesem Thunderbird einmalig über die Website des jeweiligen E-Mail-Anbieters. Der Zugriff erfolgt anschließend über einen sicheren digitalen Schlüssel. Dadurch soll die Sicherheit gesteigert werden, weil das eigentliche E-Mail-Passwort nicht mehr in Thunderbird gespeichert werden muss.
An vielen Stellen Neuerungen und Änderungen
Auch zahlreiche kleinere Anpassungen und Fehlerkorrekturen haben die Entwickler an der Anwendung vorgenommen. So wird der öffentliche OpenPGP-Schlüssel in ausschließlich signierten Nachrichten nun standardmäßig nicht mehr angehängt. Zudem führt Thunderbird ab sofort bei jedem Start wieder eine Anwendungsprüfung durch.
In älteren Versionen konnte Mozilla unter bestimmten Umständen beim Start, bei der Verarbeitung von Nachrichten-Headern oder beim Empfang neuer eingehender Nachrichten abstürzen. Dieses Verhalten soll mit Thunderbird 151 nicht mehr auftreten. Ebenso soll das Abbrechen beim Verfassen eines Newsgroup-Beitrags wieder wie vorgesehen funktionieren.
Außerdem konnten weitergeleitete MIME-E-Mails mit fehlerhaftem Format einen leeren Nachrichtenkörper sowie einen zusätzlichen Anhang enthalten. Zudem blieben Multipart-/Related-Anhänge beim Bearbeiten oder Weiterleiten bislang nicht erhalten. Auch diese Probleme sollen mit der neuen Version behoben worden sein.
Die ausführlichen Release Notes listen zahlreiche weitere Änderungen und Neuerungen auf.
Fast 30 Sicherheitslücken geschlossen
Neben den funktionalen Änderungen haben die Entwickler auch zahlreiche Sicherheitsprobleme behoben. Laut den Security Notes schließt Thunderbird 151 insgesamt 29 Schwachstellen, von denen vier mit einem hohen Risiko eingestuft wurden. Die Sicherheitslücken reichen von möglichen Ausbrüchen aus der Sandbox über fehlerhafte Grenzprüfungen bis hin zu Zugriffen auf bereits freigegebene Speicherbereiche und Integer Overflows. Ein zeitnahes Update auf Thunderbird 151 wird daher dringend empfohlen.
Auch Version mit verlängertem Support erhält Update
Neben dem normalen Thunderbird-Versionszweig hat auch die ESR-Version mit verlängertem Support ein Update erhalten. Wie für diesen Zweig üblich bringt Thunderbird 140.11 keine neuen Funktionen, sondern ausschließlich Fehlerbehebungen mit sich. Im aktuellen Fall beschränken sich diese allerdings ausschließlich auf Sicherheitskorrekturen. Laut den Security Notes wurden dabei 20 Schwachstellen behoben, von denen Mozilla sechs als besonders kritisch einstuft. Auch hier sollte schnellstmöglich aktualisiert werden.
Ab sofort verfügbar
Thunderbird 150 sowie Thunderbird 140.11.0 ESR stehen ab sofort auf der Website von Mozilla zum Download bereit. Weiterhin lässt sich die Aktualisierung über die Update-Funktion im E-Mail-Client selbst anstoßen, wobei die meisten Anwender mittlerweile auch eine Benachrichtigung über die neue Version erhalten haben dürften. Wie gewohnt kann der quelloffene E-Mail-Client auch bequem über den Link am Ende dieser Meldung aus dem Download-Bereich von ComputerBase bezogen werden. Android-Nutzer greifen hingegen wie immer zum Play Store von Google oder zu F-Droid.
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Wochenrück- und Ausblick: Intels Arc Pro B70 schlägt den ROG GR70 mit 9955HX3D (nicht)

Im wöchentlichen Rückblick auf die vergangenen sieben Tage steht heute die 27. Woche 2026 im Fokus. Auf besonders großes Interesse der Leser stießen der Gaming-Test einer KI-Grafikkarte von Intel, Asus‘ 3-Liter-Gaming-PC mit Ryzen-CPU und GeForce-GPU sowie Empfehlungen zum Steam Summer Sale.
Intel-Grafikkarte und AMD-NUC mit Nvidia-GPU im Test
Auf die Ende 2024 veröffentlichte Intel Arc B580 (Test) mit Battlemage-Architektur hätte im Jahr 2025 eigentlich die Arc B770 mit der größeren BMG-G31-GPU folgen sollen. Doch die Arc B770 erschien nicht – und wird es mit großer Sicherheit auch nicht mehr.
Einerseits, weil die gegenwärtigen Umstände schlechter kaum sein könnten. Andererseits aber auch, weil Intel den großen Grafikchip aufgrund einer bestenfalls mittelmäßigen Skalierung ordentlich subventionieren müsste, um eine preislich konkurrenzfähige Gaming-Grafikkarte anbieten zu können. Das hat jetzt der Test einer Arc Pro B70 gezeigt, die ComputerBase in der vergangenen Woche durch den Spiele-Testparcours gejagt hat. Bei den Zugriffen binnen 24 Stunden nach Veröffentlichung schaffte es der Artikel auf den ersten Platz.
Direkt darauf folgt der Test des Asus ROG GR70. Die AMD-Version des aktuellen ROG NUC mit Intel-Prozessor beeindruckt in Form des konkreten Testmusters mit einer sehr hohen Prozessorleistung. Ohne die CPU bei der TDP ans Limit zu treiben, wird annähernd die Leistung der besten AMD-Desktop-Prozessoren in einem mobilen Paket geliefert. Auch die Rohleistung der GPU ist für 110 Watt durchaus ansprechend, liegt aber letztlich „nur“ knapp auf dem Niveau einer GeForce RTX 5060 Ti für Desktop-PCs – aber damit immerhin vor der Arc Pro B70.
Der Steam Summer Sale lockt
Bei den News hat es ein Überblick zu lohnenswerten Angeboten im Rahmen des noch bis zum 9. Juli laufenden Steam Summer Sales nach ganz oben geschafft. Die Rabattaktion lockt mit einem riesigen Angebot rabattierter Spiele und Max empfiehlt ganz subjektiv Spiele in vier Klassen zwischen 25 und 5 Euro quer durch die meisten Genres. Die Bilanz: Rausgehen lohnt sich diesen Sommer selbst bei weniger Grad wohl nicht mehr.
Intels Arc B70, Assassin’s Creed und die RTX 3060 im Podcast
In der 176. Episode des ComputerBase-Podcasts CB-Funk sprechen Jan und Fabian diese Woche den bereits erwähnten Gaming-Test der Arc Pro B70, bald wahrscheinlich teurer werdende Radeon-Grafikkarten, eine zu teure alte GeForce-Grafikkarte und die Vorbereitungen zum Community-Benchmark zu Assassin’s Creed Black Flag Resynced.
Damit ist ein Inhalt der kommenden Woche auch bereits verraten: Pünktlich zum Release des neu aufgelegten Piraten-Abenteuers am 9. Juli darf sich die Community auf ComputerBase ein Wettbenchen um die höchsten (oder niedrigsten) FPS in Black Flag Resynced liefern. Ein redaktioneller Test mit Grafik-Analyse und Upsampling-Vergleichen wird später folgen, aktuell genießt Wolfgang aber noch seinen Sommerurlaub. Leser wiederum kommen die Tage in den Genuss des Tests eines matten Bilderrahmen-Fernsehers von Amazon und weiteren Abstimmungen zur Verleihung der diesjährigen Reader’s Choice Awards.
Mit diesem Lesestoff im Gepäck wünscht die Redaktion einen erholsamen Sonntag!
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E-Ink-Panel „Inkterface“: So wird das DIY-Frontpanel für die Steam Machine nachgebaut

Valve hat Dateien zum Selbstbau des E-Ink-Frontpanels „Inkterface“ für die Steam Machine zur Verfügung gestellt. Dank einer Liste der benötigten Bestandteile und einer Anleitung können DIY-Enthusiasten nun die Faceplate nachbauen, die Valve bereits bei der Enthüllung der Steam Machine gezeigt hat.
Für den Bau des „Inkterface“-Panels für Valves neue Steam Machine werden ein 5,83 Zoll großes E-Ink-Panel, ein ESP32 Feather V2 sowie ein eInk Breakout Friend von Adafruit benötigt. Zudem werden eine Batterie (LP803860), vier Magnete (J&J SB443-OUT) und 13 Schrauben (M2,6 x 5 mm) sowie mehrere Bauteile aus dem 3D-Drucker benötigt.
Steam Machine mit DIY-E-Ink-Frontplate
Neben der benötigten Hardware stellt Valve auch eine Bauanleitung in englischer Sprache inklusive eines Video-Tutorials auf GitLab zur Verfügung. Zunächst müssen insgesamt sechs Kunststoffteile mit einem 3D-Drucker erstellt werden, wofür jeweils gesonderte Dateien bereitstehen (Battery Retainer, Board Plate, Faceplate, Midplate Left, Midplate Right, Print Plate). Anschließend müssen der ESP32-Feather und der eInk Breakout Friend auf der 3D-gedruckten Board Plate mit vier Schrauben befestigt werden.
Nun gilt es, die Pins der beiden Boards durch Anlöten von Kabeln zu verbinden, woraufhin das E-Ink-Panel in die entsprechende Aussparung im Faceplate-Bauteil eingesetzt werden muss. Daraufhin sollen DIY-Selbstbau-Enthusiasten die beiden Midplates mit vier Magneten versehen und anschließend die Board Plate mittels Magnete über der Midplate ausrichten.
Im nächsten Schritt müssen Anwender die Board Plate mit insgesamt acht Schrauben befestigen, das E-Ink-Panel mit dem Breakout-Board verbinden und die Batterie in die passende Aussparung der 3D-gedruckten Bestandteile einsetzen. Abschließend wird die Batterie mit einer Abdeckung befestigt und die Batterie mit dem ESP32 Feather V2 verbunden.
Inoffizielle Version von JSAUX geplant
Auch interessant: JSAUX Gaming plant offenbar eine bereits zusammengesetzte kommerzielle Variante des „Inkterface“-Panels anzubieten. Auf der Website des Herstellers findet sich aktuell jedoch lediglich der Hinweis, dass die E-Ink-Frontplate „im Jahr 2026 erscheint“. Zudem ist nicht klar, ob JSAUX Gaming von Valve eine Genehmigung erhalten hat, das „Inkterface“-Panel für die Steam Machine anbieten zu dürfen.
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Valve: Neue SteamOS-Beta mit „stark verbessertem VRAM-Management“

Valve hat die Beta-Version von SteamOS 3.8.20 veröffentlicht, die neben einem deutlich verbesserten VRAM-Management ein Update für den Mesa-Grafiktreiber mitbringt. Zusätzlich enthält das neue Beta-Update auch Fehlerbehebungen aus SteamOS 3.8.12.
Es steht wieder ein Beta-Update von Valves Arch-basierter Linux-Distribution SteamOS für Steam Deck und Co. zum Download bereit. Der Zugang zu Beta-Versionen kann in den Steam-Einstellungen unter „System“ -> „System Update Channel“ aktiviert werden, wodurch Spieler bereits vor dem Release der stabilen SteamOS-Versionen neue Funktionen ausprobieren können.
SteamOS 3.8.20 Beta mit zwei Verbesserungen
Dabei finden sich zwei Punkte in den Patchnotes von SteamOS 3.8.20 Beta: Einerseits hat Valve den Mesa-Grafiktreiber auf eine nicht näher bezeichnete Hauptversion aktualisiert, der zahlreiche Performance-Verbesserungen beim Raytracing sowie andere Leistungs- und Funktionalitäts-Optimierungen bieten soll. Das klingt vielversprechend und macht neugierig, wie sich das jüngste SteamOS-Update in Benchmarks schlagen wird.
Außerdem wartet die jüngste Beta von Valves Gaming-fokussierter Linux-Distribution mit einem „stark verbesserten VRAM-Management“ auf. Das soll insbesondere in Fällen mit hoher VRAM-Auslastung für höhere Stabilität und bessere Performance sorgen. Möglicherweise bildet hierbei laut Videocardz ein Mechanismus die Grundlage, der dafür sorgt, dass ein aktuell laufendes Spiel nicht aus dem Videospeicher der Grafikeinheit ausgelagert wird.
Drei Fehlerbehebungen aus stabiler SteamOS-Version
Darüber hinaus finden insgesamt drei Fehlerbehebungen aus der stabilen SteamOS-Version 3.8.12 den Einzug in die aktuelle Beta. Demnach konnte ein Problem behoben werden, das beim Streamen von Spielen bei Vollbild-Anzeige im Desktop-Modus aufgetreten ist. Ferner hat Valve einen Fehler im Grafiktreiber korrigiert, wodurch das Hauptmenü von Sniper Elite 5 zuvor nicht korrekt dargestellt wurde. Und schließlich hat Valve verschiedene Probleme mit dem SD-Kartenleser bei einigen Modellen des Handheld-PCs Lenovo Legion Go S behoben.
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