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EU plant „Demokratieschild“ für die „Integrität des Informationsraums“


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Die EU-Kommission hat am Mittwoch einen Plan für einen Europäischen Demokratieschild vorgestellt. Ziel es ist, die „Integrität des Informationsraums“ zu wahren und die kollektive Abwehrfähigkeit der Gemeinschaft gegen Informationsmanipulation und Desinformation zu stärken. Ein Element ist die verstärkte Zusammenarbeit mit den Unterzeichnern des Kodex zum Kampf gegen Desinformation. Zusätzlich soll im Rahmen des Digital Services Act (DSA) ein Krisenprotokoll ausgearbeitet werden, um die Koordination zwischen nationalen Behörden zu optimieren und schnelle, transnationale Reaktionen auf großangelegte Operationen informationeller Kriegsführung zu gewährleisten.

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Konkret plant die Kommission etwa, ein „unabhängiges“ europäisches Netzwerk von Faktenprüfern einzurichten. Dieses soll die Expertise in allen EU-Amtssprachen bündeln und so eine breitere sowie fundiertere Überprüfung von Inhalten ermöglichen. Ergänzend dazu soll die Beobachtungsstelle für digitale Medien neue, unabhängige Überwachungs- und Analysefähigkeiten entwickeln, um eine verbesserte Lageerfassung sicherzustellen. Das gilt insbesondere vor Wahlen oder in Krisensituationen.

Obwohl die Organisation von Wahlen primär in der Verantwortung der Mitgliedstaaten liegt, soll die Zusammenarbeit über das einschlägige Kooperationsnetz intensiviert werden, um gemeinsamen Herausforderungen wie der Integrität der Wahlprozesse systematisch zu begegnen. Die Kommission wird zudem Leitlinien für den verantwortungsvollen Einsatz von KI in Wahlprozessen sowie ein aktualisiertes Wahl-Toolkit im Sinne des DSA vorlegen.

Daneben konzentriert sich die Kommission auf die Förderung einer funktionsfähigen Medienlandschaft. Im Zuge der bevorstehenden Überprüfung der Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste will sie untersuchen, wie die Bekanntheit von Online-Services von allgemeinem Interesse gestärkt und die Werbevorschriften modernisiert werden können.

Gleichzeitig sollen Innovationen bei Plattformen angeregt werden, die die demokratische Teilhabe erleichtern. Dafür ist ein Bürgertechnologiezentrum vorgesehen.

Flankierend beschloss die Kommission eine EU-Strategie für die Zivilgesellschaft. Damit wird bis 2026 ein Podium errichtet, um den Dialog über den Schutz und die Förderung der EU-Werte zu vertiefen. Ein Online-Wissenszentrum soll den Zugang zu bestehenden Projekten, Instrumenten und Schutzmaßnahmen erleichtern. Zudem drängt die Kommission darauf, zivilgesellschaftliche Organisationen deutlich stärker finanziell zu unterstützen.

Die EU-Abgeordnete Alexandra Geese (Grüne) moniert, dass die Kommission nur Symptome lindern wolle, ohne die Ursachen wirksam zu bekämpfen. Ihr zufolge stellen die Algorithmen sozialer Netzwerke die derzeit größte Bedrohung für die europäische Demokratie dar, da sie den Zugang zu Informationen, den öffentlichen Diskurs und das Wahlverhalten maßgeblich beeinflussten.

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Es sei vielfach belegt, dass Plattformbetreiber wie Facebook, Instagram, TikTok oder X Nutzern polarisierende und extremistische Inhalte aufzwängen, selbst entgegen deren erklärter Präferenzen, kritisiert Geese. Solange die Kommission diesen grundlegenden Mechanismus nicht entschlossen angehe und den Usern nicht die Wahl über die von ihnen konsumierten Inhalte zurückgebe, bleibe Europa in Bezug auf Informationsmanipulation verwundbar. Das wäre eine „historisch verpasste Chance“.


(wpl)



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Fritzboxen: Hersteller bestätigt Fehler in FritzOS 8.20


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Die aktuelle Router-Firmware FritzOS 8.20 verhält sich nicht immer wie gewünscht. In den vergangenen Wochen häuften sich Berichte über Geschwindigkeitseinbußen bei manchen Fritzboxen wie dem DSL-Modell 7690 in einer bestimmten Konfiguration: Der Router hängt hinter einem separaten Glasfasermodem. Dann können Down- und Upload-Raten sinken. In einem Extremfall ist von unter 10 statt 500 Mbit/s die Rede.

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Tüftler haben bereits herausgefunden, dass die Paketverarbeitung im Router schuld ist. Normalerweise übernimmt das ein dafür optimierter Logikblock im Fritzbox-Prozessor. Offensichtlich kann FritzOS 8.20 da Schluckauf verursachen. Der Hersteller bestätigt das Problem, geht aber generell von geringen Leistungseinbußen aus.

„Nach dem Update auf FritzOS 8.20 kann es in bestimmten Betriebszuständen zu leichten Performance-Veränderungen bei den genannten Modellen kommen. Wir haben das Verhalten analysiert und werden ein Update für die Modelle bereitstellen“, schreibt Fritz in einer Stellungnahme an heise online.

„Für die Fritzbox 7690 gibt es bereits eine Laborversion, die die Performance-Veränderung adressiert. Das Verhalten tritt nur bei aktivierter Paketbeschleunigung auf und mehrheitlich nur dann, wenn die Fritzboxen an einem Glasfasermodem betrieben werden. Bei DSL-Anschlüssen entstehen keine Performance-Veränderungen. Als vorläufigen, temporären Workaround empfehlen wir, die Funktion ‚Paketbeschleunigung‘ in den Fritzbox-Einstellungen zu deaktivieren (Hilfe und Info > Fritzbox Support > Paketbeschleunigung).“


Screenshot aus FritzOS-Oberfläche

Screenshot aus FritzOS-Oberfläche

Bei den Fritzboxen ist standardmäßig die Paketverwaltung per Hardware-Beschleunigung aktiviert. Wer Probleme hat, sollte den zweiten Haken vorläufig entfernen.

(Bild: heise medien)

Die Weboberfläche ist standardmäßig über die IP im Browser aufrufbar. Laut Nutzerberichten reicht es, den zweiten Menüpunkt „Hardware-Beschleunigung“ zu deaktivieren. Dann läuft die Paketverwaltung über die CPU-Kerne; dadurch kann bloß die elektrische Leistungsaufnahme etwas steigen. Der Haken muss bei jedem Router-Neustart entfernt werden, ansonsten aktiviert sich die Hardware-Beschleunigung wieder von allein. Für die Fritzbox 7690 gibt es die Laborversion 8.24, die einen Fix enthalten soll.


(mma)



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Nur für neue ARM-CPUs: Windows 11 26H1 lässt AMD und Intel außen vor


Stellen Sie sich vor, es gibt eine neue Windows-11-Version, doch niemand kann sie bislang nutzen. Genau das ist just passiert: Microsoft hat am gestrigen 10. Februar Windows 11 in der frischen Variante 26H1 veröffentlicht. Doch die neue Version steht nicht der breiten Allgemeinheit zur Verfügung, sondern ist nur für Komplettsysteme mit neuen ARM-Prozessoren gedacht. Konkret nennt Microsoft derzeit einzig Qualcomms Snapdragon X2 als unterstützte Prozessorfamilie.

Details zu diesem Prozessor hat Qualcomm häppchenweise seit September 2025 veröffentlicht. Erste damit bestückte Notebooks wurden Anfang Januar 2026 auf der IT-Messe CES für März oder April angekündigt. Microsofts nun vermeldete Fertigstellung von Windows 11 26H1 bedeutet, dass die Notebookhersteller mit der Massenproduktion der Geräte starten können – denn dazu gehört ja auch eine Windows-Vorinstallation.

Uns wurde bereits auf der CES aus Herstellerkreisen bestätigt, dass Notebooks mit Snapdragon X2 (den es in Elite- und Plus-Varianten gibt) hardwareseitig fertig entwickelt sind, aber auf Windows 11 26H1 warten müssen. Bislang war unsere Vermutung, dass Microsoft den neuen Qualcomm-Systemen wieder einen zeitlichen Vorsprung gönnt: Im Frühsommer 2024 startete Windows 11 24H2 als Build 26000 exklusiv auf Notebooks mit der ersten Generation des Snapdragon X, weil zunächst nur diese eine NPU hatten, die stark genug für die neuen KI-Funktionen war, die Microsoft als Copilot+ vermarktet.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Nur für neue ARM-CPUs: Windows 11 26H1 lässt AMD und Intel außen vor“.
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Neuer Lieferdienst: Chinas Handelsriese JD.com fordert Amazon und DHL heraus


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Der europäische Logistikmarkt bekommt einen neuen, finanzstarken Mitspieler. JD.com, Chinas umsatzstärkster Einzelhändler, bringt seinen hauseigenen Express-Dienst JoyExpress nach Europa. Der Vorstoß ist Teil von Jingdong Logistics und markiert einen Wendepunkt: Während die Konkurrenz oft auf externe Partner setzt, baut JD.com auf eine eigene Infrastruktur. Die Flotte aus Lastwagen, Transportern und E-Lastenrädern soll zum Start von über 60 Standorten aus operieren, unter anderem in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden.

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In Metropolregionen sollen Bestellungen noch am Tag der Aufgabe oder am nächsten Morgen eintreffen. Zunächst unterstützt JoyExpress die eigene Plattform Joybuy, die sich in der Beta-Phase befindet. Hierzulande konzentriert sich der Dienst in der aktuellen Beta-Phase vor allem auf urbane Ballungsräume. Im Westen ist das Netz bereits recht dicht: In Nordrhein-Westfalen deckt der Lieferdienst Städte wie Köln und Düsseldorf ab. Auch in Hessen (Großraum Frankfurt/Gießen) und Teilen Baden-Württembergs ist die Logistik aktiv.

Neben Paketzustellungen bietet JoyExpress in ausgewählten Metropolen die Lieferung und Montage von Haushaltsgroßgeräten an. In diesem Bereich stoßen klassische Paketdienste oft an ihre Grenzen. Perspektivisch soll der Dienst externen Partnern offenstehen und damit zur direkten Konkurrenz für DHL & Co. werden

Hinter dem Start steckt mehr als Kalkül im Zustellungssektor. Branchenkenner sehen JoyExpress als infrastrukturellen Vorbau für die geplante Übernahme von MediaMarktSaturn. Während Joybuy bisher kaum relevant ist, würde die Kombination aus JD-Logistikpower und dem dichten Filialnetz von MediaMarktSaturn eine neue Dynamik entfalten. Die Logistik könnte hier zum entscheidenden strategischen Vorteil im Wettbewerb gerade mit Amazon werden.


(mma)



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