Digital Business & Startups
+++ FinTech +++ Kadmos +++ Lemon Markets +++ topi +++ Libra +++ Speedinvest +++ Diabetes +++ Una +++
#StartupTicker
+++ #StartupTicker +++ FinTech-Exits: Kadmos +++ Lemon Markets +++ topi +++ LegalTech Libra wächst auf 2 Millionen ARR +++ Hummingbird-Gründer heuert bei Speedinvest an +++ 10 Startups, bei denen sich alles um Diabetes dreht – darunter Una +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Freitag, 29. August).
#STARTUPLAND
SAVE THE DATE: Am 5. November findet unsere zweite STARTUPLAND statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über Startupland
#STARTUPTICKER
FinTech – Kadmos – Lemon Markets – topi
+++ FinTech-Exit-Time in Berlin! In den vergangenen Wochen legten gleich drei Berliner FinTech-Firmen einen Exit hin. Zunächst einmal übernahm der japanische Schifffahrtskonzern Nippon Yusen Kabushiki Kaisha (NYK) das maritime FinTech Kadmos, das sich um internationale Gehaltszahlungen kümmert. Die Deutsche WertpapierService Bank (dwpbank) übernahm zudem das umtriebige Broker-FinTech Lemon Markets. Und gerade erst kaufte das amerikanische Unternehmen PEAC Solutions (gehört zu Blackrock) im Rahmen eines sogenannten Share-Deal das Berliner FinTech topi, das auf Hardware-as-a-Service setzt. Investoren wie Creandum, Index Ventures und Triple Point Capital investierten in den vergangenen Jahren rund 50 Millionen in topi, das 2021 gegründet wurde. Lemon Markets, 2020 gegründet, sammelte in den vergangenen Jahren rund 30 Millionen Euro ein – unter anderem von CommerzVentures, Heliad, Creandum, Lakestar, Lightspeed und System.one. Kadmos, 2021 gegründet, sammelte in den vergangenen Jahren rund 37 Millionen Euro ein – unter anderem von Blossom Capital, Addition und Atlantic Labs. Auffällig bei allen Exits: Die Käufer sind alles etablierte Unternehmen, die mit den übernommen Startups noch viel vor haben. Wobei der Exit bei Lemon Markets deutlich schneller als erwartet kam. Wohl auch, weil die großen Pläne der Jungfirma – ohne namhaften Partner im Hintergrund – nicht aufgingen. Das topi-Team kann sich mit PEAC Solutions im Hintergrund nun die Suche nach externem Kapital sparen – was in Zeiten, in denen das Geld nicht mehr so locker sitzt, ein Vorteil sein kann. Schon aus zeitlichen Gründen. Bei Kadmos wiederum war wohl die Chance zum millionenschweren Exit da – und diesen haben die Gründer und VCs genutzt. Mehr über FinTech
Libra
+++ Starkes Wachstum: Das Berliner LegalTech Libra , 2023 gegründet, verkündet 2 Millionen Euro Annual Recurring Revenue (ARR). Spannend dabei: Erst vor 2 Monaten knackte das Team “die Grenze von 1 Million”. “Dass wir in so kurzer Zeit die Marke von 2 Millionen ARR überschreiten konnten, zeigt die enorme Nachfrage nach praxisnahen, sicheren und intelligenten LegalTech-Lösungen”, teilt das Team mit. Das junge Unternehmen, vom ehemaligen Freshfields-Anwalt Viktor von Essen und dem dänischen Software Engineer Bo Tranberg gegründet, bietet Juristinnen und Juristen “maßgeschneiderte, KI-gestützte Anwendungen für Recherche, Analyse und Dokumentenerstellung, die sich nahtlos in bestehende Arbeitsabläufe integrieren”. Mehr über Libra
Speedinvest
+++ Verstärkung! Hummingbird-Gründer Will Wells, der zuletzt unter anderem für den Venture Capitalisten Lightspeed tätig war, wird neuer Partner beim Wiener Frühphasen-Investor Speedinvest. “A founder-turned-investor, Will previously built and exited Hummingbird Technologies – the pioneering AI platform that was the first to measure soil health from space – giving him rare operational empathy alongside his investment expertise”, teilt der Investor bei Linkedin mit. Zuletzt gab es im Investment-Team von Speedinvest einige Veränderungen – so ging etwa Mathias Ockenfels (jetzt bei b2venture tätig) nach sieben Jahren. Mehr über Speedinvest
Diabetes
+++ Eine spannende Übersicht in einem boomenden Segment: Bei diesen 10 europäischen Startups dreht sich alles um Diabetes. Aus Deutschland ist Una genannt. Das Health-Startup bietet eine “digitale Therapie für Diabetes Typ 2” an (EU-Startups) Mehr über Una
Europa – USA
+++ Trotz einiger Leuchttürme wie Helsing, Mistral oder DeepL ist Europas Anteil am globalen VC-Volumen auf aktuell 13 % gesunken. Es fehlt an Kapital für große Runden, an skalierbaren Tech-Unternehmen. Die Konsequenzen sind düster. Mehr im Gastbeitrag von Nils Langhans
Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3
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anuux: Wie viel Werte darf sich ein Startup leisten?
Als Unternehmer ist der 33-jährige Berliner Marius Baumgärtel kein unbeschriebenes Blatt, denn mit der “Queeren Haushaltshilfe” hat er in seiner Heimatstadt ein Unternehmen aufgebaut, das bereits 50 Mitarbeitende beschäftigte – auch Heteros. Quasi nebenbei hat er dann anuux entwickelt – ein Nahrungsergänzungsmittel, dass für die optimale Verdauung und damit für einen sauberen Enddarm sorgen soll. Ideal für das Liebesspiel “an der Hintertür” – ebenfalls natürlich auch für Heteros.
Schnell stellt sich heraus, dass die Löwen nicht nur sehr angetan von seiner Persönlichkeit sind, sondern auch sein Produkt durchaus interessant finden.
Seit drei Jahren wird anuux bereits online, in Apotheken und einem Laden in Berlin verkauft, außerdem ist Marius viel auf Messen unterwegs.
Doch die zielgruppengerechte Vermarktung der Kapseln mit Flohsamen-, Chia- und Leinsamenschalen hat nicht nur Vorteile: online droht bei allzu direkter Kommunikation der intimen Mehrwerte schnell der Shadow-Ban, offline haben einige potenzielle Verkaufsstellen durchaus Berührungsängste – selbst im Jahr 2025 noch.
Bei den Löwen scheint das nicht der Fall zu sein: schließlich hatte Janna Ensthaler bereits vor Beginn des Pitches ihren Löwen-Kolleginnen und -Kollegen die Funktionsweise des im Set platzierten Klistierballs erklärt.
So kommen diese auch ganz Löwen-typisch schnell auf die Zahlen zu sprechen: ca. 1 € pro Tag kostet den Kunden die empfohlene Menge der Kapseln, und zuletzt konnte bereits ein Jahresumsatz von rund 60.000 € erwirtschaftet werden.
Die Stimmung in der Höhle scheint sehr gut zu sein, was nicht zuletzt den sehr klaren Antworten des Gründers zu verdanken ist, der es gleichzeitig jedoch schafft, sein Thema mit lockerer Offenheit zu kommunizieren.
Zwar verabschiedet sich Frank Thelen recht schnell von einer eventuellen Verhandlung, da es kein Produkt für ihn ist. Die anderen Löwen gehen aber weiter in die Tiefe, fragen nach Firmensetup und Vorgeschichte, was oft ein sicheres Zeichen für stärkeres Interesse ist.
Trotzdem überlässt Handelslöwe Ralf Dümmel bald den Damen alleine das Feld, da er das Produkt – gerade mit der sehr spezifischen Ausrichtung in der Zielgruppenansprache – für zu erklärungsbedürftig für einen Omnichannel-Vertrieb sieht.
Und gerade der Vertrieb und das Marketing, das für ein solches Produkt dann eben doch eine besondere Herausforderung darstellt, soll der Knackpunkt werden: auf die Frage Dagmar Wöhrls, was genau sich der Gründer von einem Löwen wünscht, thematisiert Marius unter anderem den Shadow-Ban auf Social Media, und dass er hier mehr Expertise im Online-Marketing an seiner Seite braucht, um diese Herausforderung besser adressieren zu können.
Auch dies ist ein Punkt, warum schließlich Judith Williams das gefürchtete “Ich bin raus” verlauten lässt: im Marketing nicht wirklich frei kommunizieren zu können sieht sie als eines der Probleme an, die ihr das Startup madig machen.
Als jedoch Marius daraufhin betont, dass dies vor allem auf Instagram zutrifft, aber nicht notwendigerweise auf alle Plattformen, wirft Janna Ensthaler mit X eine weitere Marketing-Möglichkeit in den Ring, die Marius jedoch sofort abblockt, da er die Plattform aus einer politischen Haltung heraus nicht unterstützen möchte.
Dies scheint ultimativ dann jedoch der Ausstiegsgrund für die Löwin zu werden, da sie Pitch, Auftritt und Produkt des Gründers zwar schwer lobt, jedoch betont, dass sie sich Offenheit von ihren Gründern wünscht und auf einer solchen Basis nicht zusammenarbeiten möchte.
Hier wird sich wohl so mancher die Frage gestellt haben: kann man sich als Startup auf Investment-Suche überhaupt eine solche Haltung erlauben? Ist es generell nicht kritisch, sich einem bestimmten Marketing-Weg komplett zu verschließen?
Auf Investoren-Seite ist die Haltung auf jeden Fall nachvollziehbar. Schließlich kann man einem Investor sein Geschäftsmodell schlecht vorwerfen. Und das zielt nun mal normalerweise auf möglichst gutes Wachstum der Portfolio-Unternehmen.
Doch wie immer hat ein solches Thema mehr als eine Seite: natürlich ist es rein umsatztechnisch zunächst einmal kritisch, einen möglichen Kanal komplett auszuschließen.
Andererseits gab es gerade gegen X in der Vergangenheit auch Schlagzeilen wegen angeblicher homophober Tendenzen. Zwar ging Elon Musk dagegen vor, doch trotzdem kann so etwas – unabhängig vom Wahrheitsgehalt – zu einem entsprechenden Image führen.
Mittel- bis langfristig muss sich dann jedes Unternehmen, dass auf einer solchen Plattform Werbung schaltet, über Image- und Brandingauswirkungen in der Zielgruppe Gedanken machen. So könnte eine offen Differenzierung kurzfristig zwar einen Weg zu einem zusätzlichen Marketingkanal verbauen, längerfristig aber zum Markenaufbau des Unternehmens entscheidend beitragen – weil es schlicht von der Zielgruppe positiv und als authentisch wahrgenommen wird.
Letztendlich muss hier also nicht nur die persönliche Überzeugung, sondern auch die übergeordnete Marken-Strategie gegen operative Maßnahmen abgewogen werden. Geradezu ein Paradebeispiel einer schwierigen GründerInnen-Entscheidung.
Letztendlich gab es leider keinen Deal für annux, dafür aber einen spannenden Pitch mit einem sympathischen Gründer, der zu seinen Werten stand.
Bleibt zu wünschen, dass das Medium Fernsehen den verlorenen Kanal wieder ausgleicht und seine Anstrengungen, eine authentische Marke aufzubauen, irgendwann belohnt werden.
Tipp: Alles über die Vox-Gründershow gibt es in unserer großen DHDL-Rubrik.
WELCOME TO STARTUPLAND
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Foto (oben): RTL / Bernd-Michael Maurer
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Mit KI zum Traumgehalt: Die besten Prompts für deine Gehaltsverhandlung

Früher galt: Über Gehalt redet man nicht. Junge Berufstätige sehen das heutzutage etwas lockerer. Laut einer aktuellen Stepstone-Studie reden knapp drei Viertel der unter 30-jährigen Befragten offen über ihr Gehalt.
Was allerdings bleibt, ist das sensible Thema Gehaltsverhandlungen. Die Studie zeigt, dass sich 61 Prozent der unter 30-Jährigen und 54 Prozent der Menschen über 30 unwohl bei Gehaltsverhandlungen fühlen. Viele scheuen sie deshalb ganz und verzichten damit auf potenziell tausende Euro im Jahr.
Besonders Frauen neigen laut einer Umfrage von Glassdoor eher dazu, Jobangebote anzunehmen, ohne über Konditionen zu sprechen.
KI als Hilfe bei Gehaltsverhandlungen – mit diesen Prompts bekommt ihr mehr
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DHDL: Eine-Million-Deal geplatzt – jetzt äußert sich die Gründerin von Fyta
Eine Million Euro standen im Raum, gleich drei Löwen wollten investieren – doch am Ende scheiterte der Deal. Was Fyta jetzt ohne TV-Investoren plant.

Deals in Millionenhöhe sind bei „Die Höhle der Löwen“ eine Ausnahme. Der Einstieg von Janna Ensthaler und Carsten Maschmeyer bei Fyta hätte einer der größten in der Geschichte des Formats werden können. Beide boten jeweils 500.000 Euro für fünf Prozent – insgesamt also eine Million Euro. Eine Investition in dieser Größenordnung gab es zuvor nur ein einziges Mal: 2018, beim Einstieg Maschmeyers bei der Finanz-App Finanzguru.
Doch nach der Show kam es nicht zur Einigung. Der Deal platzte.
Claudia Nassif, Gründerin und CEO, nimmt das überraschend gelassen. „Natürlich wäre es schön gewesen, wenn es geklappt hätte – aber ich bin nicht enttäuscht“, sagt sie heute. Fyta steht längst auf stabilen Beinen. Mit einem neuen Produkt-Launch, technologischem Vorsprung und wachsender Investorennachfrage geht das Startup jetzt seinen eigenen Weg, erzählt die Gründerin – auch ohne die Löwen.
Startup FYTA – Auf einen Blick
- Was: KI-gestützter Fitnesstracker für Pflanzen
- Wer: Claudia Nassif (CEO und Gründerin) und Alexander Schmitt (CTO) + zwölf Mitarbeiter
- Marktaussicht: B2B und B2C; perspektivisch: interessant für Klimaforscher, Versicherungen, Pflanzenzüchter, Unternehmen, Agrarsektor
- Gründungsjahr: Idee 2018, bereits über 40.000 Geräte verkauft
- Umsatz: 1,3 Millionen Euro in zwei Jahren
- Firmenbewertung: 10 Millionen Euro
- Produktkosten: Einzelprodukt: ab 29,90 Euro; Starterpaket: 69,90 Euro, App kostenfrei
- Fordern: 500.000 Euro für fünf Prozent
- Bekommen: jeweils 500.000 Euro für fünf Prozent von Maschmeyer und Ensthaler, also eine Million Euro für zehn Prozent
- Besonderheiten: Größter Deal in der Löwengeschichte, höchste Bewertung eines Startups mit 10 Millionen Euro, Frank Thelen sagt: „Ihr habt einen Jackpot“ und: „Das kann ein Milliardenunternehmen werden“.
Was macht Fyta?
Die Idee, Pflanzen mit Technologie zum Sprechen zu bringen, hatte Claudia Nassif schon 2018. Damals arbeitete sie noch als Finanzdiplomatin für die UN-Sonderorganisation Weltbank und war öfter in Krisengebieten unterwegs. „Meine Bewegungsspielräume waren aus Sicherheitsgründen sehr stark eingeschränkt. Ich habe also viel gelesen und bin eigentlich über Bücher an das Thema Pflanzen gekommen“, sagt sie.
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Nassif erkannte, wie vage die meisten Pflegeempfehlungen für Pflanzen sind, und entwickelte die Idee, ein intelligentes System zu schaffen, das mithilfe von Sensoren und einer App das „Wohlbefinden“ von Pflanzen misst. Die Sensoren, die Nutzer neben ihre Topfpflanze in die Erde stecken, messen unter anderem Bodenfeuchte, Nährstoffe und Temperatur – wie ein Fitnesstracker nur für Pflanzen.
Die Sensoren senden ihre Daten an eine Künstliche Intelligenz, die mit jeder Nutzung dazulernt. So entsteht eine stetig wachsende Datenbasis über Pflanzen, die auch langfristig von großem Wert sein kann. „Wir wollen Pflanzen eine Stimme geben, auch im politischen Sinne“, erklärt Nassif.
Warum Fyta das höchst bewertete Startup in 18 Staffeln ist
Das Startup hatte vor der Sendung bereits über 2,5 Millionen Euro von Investoren eingesammelt – darunter Carsten Kraus (langjähriger Investor und hatte selbst einen Auftritt 2024 bei DHDL), der Accelerator APX (Axel Springer & Porsche) sowie öffentliche Fördermittel. Als der Zeitpunkt passte, wagte Fyta dann den Schritt ins Rampenlicht und vor die Löwen.
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Auch die Juroren der Sendung erkennen schnell das Potenzial. Denn die Sensoren lassen sich nicht nur im B2C-Bereich einsetzen – etwa für Hobbygärtner oder Stadtbalkone. „Es geht bei uns nicht nur ums Gärtnern“, sagt Nassif. „Wir wollen Pflanzen besser verstehen und die Daten für verschiedene Bereiche nutzbar machen, damit sie besser geschützt werden können.“
Sondern auch Unternehmen, Klimaforscher, Kommunen, Landwirte und Versicherer könnten perspektivisch ein Interesse an den präzise erhobenen Umweltdaten haben – ein Riesenmarkt. Und: Bislang gibt es keinen internationalen Konkurrenten mit vergleichbarer Technologie. Nassif schätzt den technologischen Vorsprung auf drei bis fünf Jahre.
Laut Frank Thelen: Potenzial zum Milliardenunternehmen
Investor Frank Thelen ist sofort begeistert: „Ihr habt den Jackpot“, sagt er. „Das kann ein Milliardenunternehmen werden.“ Gemeinsam mit Janna Ensthaler und Carsten Maschmeyer bietet er um die Gunst der Gründerin und CTO Alexander Schmitt. Es beginnt eine hitzige Debatte.
Am Ende entscheiden sich Nassif und Schmitt für ein Kombi-Angebot von Maschmeyer und Ensthaler. „Wir hätten am liebsten alle drei genommen“, so Nassif rückblickend. „Aber der Kombi-Deal mit Janna und Carsten hat uns strategisch am meisten überzeugt – zwei erfahrene Investoren, doppeltes Netzwerk.“
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Warum der Deal schließlich scheiterte
Eine Million Euro für zehn Prozent – es wäre der größte Deal in der Geschichte der Sendung gewesen, in 18 Staffeln. Doch nach der Aufzeichnung kommt es zu keiner Vertragsunterzeichnung.
Nach der Euphorie im Studio folgten lange Verhandlungen. „Die Gespräche gingen sehr tief. Man prüft Strategien, Annahmen, Finanzierungspläne. Es geht selten um einen einzigen Punkt – eher um das Gesamtbild“, sagt Nassif. Am Ende entschieden sich beide Seiten gegen die Zusammenarbeit.
Die Nachfrage, ob die Teilnahme Kalkül für mehr Sichtbarkeit war, verneint Nassif vehement. Es habe ein aufrichtiges Interesse auf beiden Seiten gegeben und es hätten ehrliche Gespräche stattgefunden.
Einen Versuch zur Nachverhandlung gab es nicht. „Wir waren sehr offen miteinander. Aber nach der finalen Entscheidung war klar: Zum aktuellen Zeitpunkt finden wir nicht zueinander.“
Die Löwen äußern sich in gewohnter Manier diplomatisch zu dem geplatzten Deal: „Nach guten und intensiven Gesprächen mit den Gründern haben sich beide Seiten darauf geeinigt, von einem Investment aus strategischen Gründen zum aktuellen Zeitpunkt abzusehen.“
Was jetzt kommt – und warum die Pflanzen im Büro mitreden
Trotz geplatztem Deal ist Fyta alles andere als ins Stocken geraten. Gerade erst wurden fünf neue Produkte gelauncht, darunter eine neue Sensor-Generation mit kürzeren Datenintervallen, höherer Präzision und besserer App-Anbindung. „Dieses Jahr arbeiten wir an Anwendungen für Geschäftskunden und an neuen Sensoren für weitere Pflanzentypen“, sagt Nassif.
Auch die App wird überarbeitet, neue Features sollen die Pflege im Team erleichtern – wie bei Fyta selbst: Im Büro stehen rund 250 Pflanzen. „Die Pflege organisieren wir gemeinsam im Team. Alle kriegen die Pushnachrichten aufs Handy. Aber wir haben sie so eingestellt, dass sie nur zwei Mal pro Woche erinnert, sonst wäre es einfach zu viel. Pflanzen sind laut – da ist immer was“, sagt die Gründerin.
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