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Freies Router-OS: OpenWrt 25.12.5 schließt kritische Lücken


OpenWrt 25.12.5 ist als fünftes Service-Release der aktuellen 25.12-Serie erschienen. Das Update fällt ungewöhnlich sicherheitslastig aus und schließt mehrere Schwachstellen in standardmäßig aktiven Netzwerkdiensten, der Weboberfläche LuCI und zentralen Komponenten wie Kernel, OpenSSL und Dropbear.

Probleme bei DHCP, Weboberfläche und SSH

Im Mittelpunkt stehen Korrekturen für odhcpd, den in OpenWrt genutzten Dienst für DHCP, DHCPv6 und Router Advertisements. Dort konnten speziell präparierte Pakete aus dem lokalen Netzwerk zu Abstürzen, Speicherproblemen oder im schlimmsten Fall zu weitergehenden Angriffen führen. Relevant ist das vor allem, weil der Dienst auf vielen OpenWrt-Systemen zur Grundausstattung gehört.

Auch die Weboberfläche LuCI wurde abgesichert. In Kombination mit odhcpd war unter anderem ein Cross-Site-Scripting-Angriff über manipulierte Hostnamen möglich, das heißt ein Gerät im Netzwerk hätte schädliche Inhalte so einschleusen können, dass sie später in der OpenWrt-Oberfläche auftauchen. Weitere LuCI-Erweiterungen konnten in bestimmten Konstellationen dazu führen, dass Nutzer mit eingeschränkten Rechten mehr ausführen durften als vorgesehen.

Weitere Pakete aktualisiert

Neben LuCI und odhcpd bringt OpenWrt 25.12.5 auch Aktualisierungen für uhttpd, OpenSSL, musl libc, Dropbear und den Linux-Kernel. Damit werden weitere Sicherheitsprobleme behoben und einzelne Komponenten auf neuere Stände gebracht.

Zusätzlich erweitert das Release die Geräteunterstützung, unter anderem für neue Router von Linksys, GL.iNET, TP-Link, Zyxel und Cudy. Bei WLAN wurden mehrere Fehler korrigiert, darunter Probleme mit 6-GHz-Radios, EAP-Verbindungen und DFS-Hinweisen.

Die vollständige Liste der Fehlerbehebungen kann auf der Webseite von OpenWrt eingesehen werden.

Update empfohlen

Die OpenWrt-Entwickler empfehlen die Aktualisierung ausdrücklich. Firmware-Images stehen über den Firmware Selector und die Download-Server bereit. Nutzer der 25.12-Serie können für das Update auch Attended Sysupgrade verwenden.



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Eröffnung nach nur 3 Jahren: Infineons Smart Power Fab in Dresden geht in Betrieb


Eröffnung nach nur 3 Jahren: Infineons Smart Power Fab in Dresden geht in Betrieb

Bild: Infineon/Lichtwerke

Es war eine Wette auf die Zukunft, aber sie ging voll auf: Infineons neue Fabrik ist die modernste Europas und genau zum richtigen Zeitpunkt (fast) fertig geworden. Denn die Nachfrage nach modernen Chips unterschiedlichster Art ist hoch und steigt stetig, Infineon kann diese nun in größerem Umfang bedienen.

Sechs Stockwerke auf 40 Meter

Sechs Stockwerke und insgesamt 40 Meter hoch ist das neue Gebäude in Dresden und erst auf der vorletzten Etage liegt das Herz des Gebäudes: der Reinraum. In den Etagen direkt darunter und darüber wird unter anderem die Luft gefiltert und ständig ausgetauscht. Die erste Etage ist wiederum allein der Technik und der Vorbereitung der Produktion wie etwa der Chemikalien ausgelegt. Und im Erdgeschoss findet sich der Wareneingang, im Keller stehen 60 große Tanks, die Wasser aufbereiten und Abwasser beherbergen und dann auch abführen können. Ziel am Standort ist es, bis zum Jahr 2033 45 Prozent des benötigten Wassers aus recyceltem Produktionswasser zu beziehen.

Das alles wiederum findet sich im Schnitt durch den Kern der Fabrik, am Rand des Gebäudes sind noch Büros und viel zusätzliche Technik zu finden, wie im Übersichtsbild deutlicher wird.

Die Fab im Detail
Die Fab im Detail (Bild: Infineon)

In nur 17 Monaten errichtet

In nur 17 Monaten wurde das Gebäude von bis zu 2.400 Arbeitern gleichzeitig auf der Baustelle fertiggestellt. Ohnehin ging es alles ziemlich flott: Der erste Spatenstich erfolgte im Mai 2023, Richtfest war im April 2025, im Juli 2025 war der Reinraum fertig, ab Oktober 2025 wurden die Anlagen installiert. Heute fand nun bereits die Eröffnung statt – vor dem einmal geplanten Termin, erklärt Infineon dazu stolz unter Beisein der kompletten Führungsetage, aber auch vielen Politikern und einem zugeschalteten Bundeskanzler aus Berlin. Fertig ausgerüstet wird aber noch die kommenden Monate, bis es dann so richtig losgehen kann mit der Produktion.

Eröffnung der Smart Power Fab von Infineon in Dresden
Eröffnung der Smart Power Fab von Infineon in Dresden (Bild: Infineon/Livestream)

Infineon ging in Vorleistung

Ein Grund für die rasche Umsetzung war, dass Infineon allein in Vorleistung gegangen war. 5 Milliarden Euro wurden insgesamt für den Bau veranschlagt, Infineon hat sie vorerst ohne externe Mittel geschultert. Zwar wurden Subventionen und Beihilfen in Aussicht gestellt, die wurden im Rahmen des European Chips Act sowie des Innovationsprogramms IPCEI ME/CT (Important Project of Common European Interest on Microelectronics and Communication Technologies) aber erst im Februar 2025 in Höhe von 920 Millionen Euro offiziell genehmigt.

In Zukunft arbeiten am neuen Standort 1.000 Angestellte zusätzlich bei Infineon und produzieren Milliarden von Chips auf 300-mm-Wafern, viele weitere Arbeitsplätze entstehen im Zulieferbereich und dem Umfeld der Anlage – Experten gehen laut Infineon von einem positiven Jobeffekt von 1:6 aus. D.h. auf einen neuen Mitarbeiter bei Infineon kommen sechs weitere bei anderen Firmen hinzu.

Smart Power Fab von Infineon
Smart Power Fab von Infineon (Bild: Infineon/Lichtwerke)



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Preiserhöhung bei Intel: Core Ultra 7 270K Plus und Ultra 5 250K Plus sind jetzt teurer


Preiserhöhung bei Intel: Core Ultra 7 270K Plus und Ultra 5 250K Plus sind jetzt teurer

Intel hat die Preise der beiden Arrow-Lake-Refresh-CPUs Core Ultra 7 270K Plus, Core Ultra 5 250K Plus (Test) und Core Ultra 5 250KF Plus angehoben. Der Core Ultra 5 ist laut Preisliste ab sofort 15 Prozent, beim Ultra 7 270K Plus sind es 17, beim Ultra 5 250KF sogar 18 Prozent.

Die neuen Preise sind Intels Produktdatenbank Intel Ark und der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

UVP für die Boxed-Version laut Intel-Preisliste

In Deutschland waren die Prozessoren im März 2026 für 319,90 Euro (270K Plus), 219,90 Euro (250K Plus) und 199,90 Euro (250KF Plus) gestartet, zuletzt waren alle drei bereits günstiger zu bekommen. Bei den beiden K-Modellen ist das auch heute noch der Fall, wenngleich die Preise seit Ende Juni leicht angezogen haben – die Preisanpassung in der Preisliste dürfte hier bereits Wirkung zeigen, wenngleich der volle Effekt noch nicht zur Geltung gekommen zu sein scheint.



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Corsairs Scuf Omega Controller im Test


Luxus-Controller mit Gaming-Fokus gibt es mittlerweile fast wie Sand am Meer. Corsairs Pad-Spezialist Scuf setzt den Fokus enger: Das Omega will ein Präzisionswerkzeug für Shooter sein und ist dazu in fast allen Bereichen ein Gegenentwurf zum DualSense Edge. Wie das Duell ausgeht, verrät der Test.

Man könnte fast meinen, der Omega sei eine Schnapsidee, denn trotz offizieller Lizenz hat er Einschränkungen bei Grundfeatures, die Corsair mit der Konzeption erklärt. Auf dem Weg zum messerscharfen Shooter-Controller bleibt erst einmal das Force-Feedback auf der Strecke. Zum Witz wird der Omega dadurch aber wider Erwarten nicht. Es ist mal wieder nicht so einfach. Alle Details im Test.

  • Zahlreiche (deaktivierbare) Zusatztasten
  • Agile, homogene Abstimmung
  • Haltbare Technik
  • App-Konfiguration
  • Kein Force Feedback
  • Premium-Feeling fehlt im Detail
  • PS5: Keine Startfähigkeit, 250 Hz
  • PC: Xinput-Layout

Der Omega im Überblick

Ein PlayStation-Layout mit PlayStation-Lizenz bedeutet horizontal angeordnete Thumbsticks und ein Touchpad im Stil des aktuellen DualSense-Controllers. Für Shooter gilt das als bessere Kombination. Das Genre ist daher auch das erklärte Ziel des Omega.

Aktuelle Technik

Technisch geht Corsair auf den aktuellen Stand. TMR-Sticks mit austauschbaren Aufsätzen und taktile, in allen Segmenten ähnlich klickende „Maustaster“ für sämtliche Buttons befriedigen die Erwartungen eines extrem teuren Produkts und versprechen die Art unmittelbare Rückmeldung, die sich in kompetitiven Szenarien agil und gut anfühlt.

Zusatztasten ermöglichen beim Spielen Eingaben, ohne Finger von den Sticks nehmen zu müssen. Zwei kommen an die Seiten, vier Paddles an den Boden. Diese Zusatztasten sind beim Omega weitgehend modular. Zwei der vier Paddles und die seitlichen Buttons können durch die Nutzung beigelegter Abdeckungen vollständig deaktiviert werden. Am unteren Rand des Controllers liegen zusätzlich fünf auf dem PC frei belegbare Makrotasten. Auf der PlayStation lassen sich zwei davon beliebig nutzen, der Rest dient der Audiosteuerung.

Tasten und Sticks lassen sich per App am Smartphone in drei Profilen programmieren. Für Faceplate, D-Pad, die Anti-Friction-Ringe und ABXY-Kappen, insgesamt 18 Teile, will Corsair bunte Austausch-Optionen anbieten. Was Corsair für Zubehör verlangt, ist noch unklar.

Für die Datenübertragung stehen auf der PlayStation und dem PC entweder ein Kabel oder Funkdongle zur Auswahl. Bluetooth 5.0 bleibt Smartphones und Tablets vorbehalten. Volle 1.000 Hz Polling-Rate sind beim Omega PC-exklusiv, an der PlayStation limitiert Sony wie bei allen Drittanbieter-Produkten auf 250 Hz.

Varianten, Preis und Zubehör

Preise für den Omega beginnen bei rund 240 Euro in Schwarz, Weiß sowie drei verschiedenen Grautönen. Aufwändigere Designs, darunter Sondervarianten im Stil von eSports-Teams, kosten zwischen 10 und 20 Euro Aufpreis.

Praxistest: Shooter-nice

Was Corsair mit dem Omega anbietet, ist in weiten Teilen ein Gegenentwurf zum DualSense Edge (Test). Denn der Scuf Omega bietet genau das, was es bei Sony nicht gibt, während der sich dort bedeckt hält, wo die Stärken des Edge liegen.

Anderes Gefühl

Diese Abgrenzung beginnt haptisch. Anders als ein DualSense-Controller mit glatter Oberfläche liegt das Corsair-Pad fest in der Hand. Als angenehm erweist sich auch die samtige Kunststoff-Oberfläche – der einzige Punkt, wo das Omega weich wirkt.

Insofern klicken auch die Tasten anders. Haptische Trigger? Gibt es nicht. Weiche Rubberdome-Buttons, die sich entspannt drücken lassen? Ausgetauscht. Der Omega will Agilität vermitteln. Sein Werkzeug sind (wie im Gaming-Bereich typisch) Mikrotaster, die sich über alle Buttons hinweg ähnlich anfühlen. Hier haben sie einen kurzen Hub von etwa einem Millimeter.

Das ist spürbar weniger als bei Rubberdome-Buttons, erzeugt aber – anders als beim sofort klickenden Asus Raikiri II (Test) – noch die Wahrnehmung eines Eindrückens. Schnelle „Maustasten“ mit klarem Klick bringen genau das Gefühl von Kontrolle auf den Punkt, das in Shootern Präzision und Unmittelbarkeit an die Fingerspitzen meldet.

Die damit einhergehende „Härte“ unterscheidet ihn vom Edge, der geschmeidiger, aber eben auch nicht so präzise eingibt – zumindest subjektiv. Bei den Sticks liegt die Sache ähnlich. Sony stimmt sie etwas schwergängiger mit mehr Rückstellkraft ab, Scuf wählt eine leichtere Version, die schnellere Reaktionen mit weniger Kraft ermöglicht. Insgesamt präsentiert sich der Edge ausgewogener, passender für zurückgelehntes Spielen, der Omega zackig-agil. Je nach Spiel fühlt sich diese Ausrichtung richtig gut an.

Die Seitentasten können mit Hilfe von Abdeckungen „ausgebaut“ werden
Die Seitentasten können mit Hilfe von Abdeckungen „ausgebaut“ werden
Zwei von vier Paddle-Tasten lassen sich ebenfalls deaktivieren
Zwei von vier Paddle-Tasten lassen sich ebenfalls deaktivieren
Triggersperren sind in die Trigger integriert
Triggersperren sind in die Trigger integriert

Zusatztasten unter der Lupe

Zusatztasten an der Unterseite legt Corsair eng an den Griffen an, während sie beim Edge deutlicher hervortreten. Das verschleiert ihre Position etwas, sorgt aber für einen natürlicheren Griff. Die Priorität des Omega liegt also erneut klar auf der Position in der Hand. Dort machen sich die 80 Gramm Gewichtsunterschied sowie die Ausbalancierung deutlich bemerkbar. Den Omega zu halten ist entspannter, er verschwindet schneller aus der Wahrnehmung. In unmittelbarer Gegenüberstellung wirkt Sonys Luxus-Controller fast schon klobig und behäbig.

Scuf-typisch sind die seitlichen Zusatztasten
Scuf-typisch sind die seitlichen Zusatztasten

Die inneren Tasten sind hingegen eher unbequem zu erreichen, man drückt sie entweder mit der Außenseite der Finger, die den Taster wegdrücken, oder muss seine Fingerspitzen weit bewegen, um ihn „heranzuziehen“. Beides fühlt sich anstrengend an. Die Abdeckung zu wechseln ist die logische Konsequenz. Der Einbau der Blindstopfen gestaltet sich mangels beiliegendem Werkzeug fummelig, beide haben zudem Spiel und klappern etwas. Das ist nicht das Premium-Feeling, das der Kaufpreis vorschreibt. Zusatztasten besitzt das Gamepad jedoch genug. Die an der Seite liegen wie beim Envision hervorragend: Sie fallen bei normaler Haltung nicht auf, lassen sich aber mit geringfügigem Bewegungsaufwand bedienen, wenn die Finger auf den Buttons liegen.

Gesamteindruck und Details

Die klapprigen Blindstopfen geben im Grunde die Richtung vor: Im Detail löst sich der Premium-Anspruch ein wenig auf. Den Buttons an der Oberseite hätten etwas geringere Toleranzen gutgetan, für das Zubehör mangelt es an einer besseren Unterbringungsmöglichkeit, die über einen lose ins Case geschmissenen Pappkarton hinausgeht. Eine gewisse Unzufriedenheit entsteht durchaus in reziproker Relation zum Preis. Will sagen: Für Spitzensummen heben Kleinigkeiten die Augenbrauen.

An der Konsole grenzt sich der Omega erneut ab. Für das geringe Gewicht müssen Opfer gebracht werden: Der Entfall jeglicher Vibrationsmotoren für Griffe und Trigger nimmt in Spielen eine Wahrnehmungsebene, deren Bedeutung sich durch ihr plötzliches Fehlen zeigt. Mit dem Omega spielt es sich in Einzelspieler-Titeln gefühllos und mit dem Eindruck akuter Taubheit – denn das feinfühlige Force-Feedback ist eine Stärke der PlayStation.

Für Shooter-Profis mag der Vorteil eines geringeren Gewichts überwiegen, mag Vibration ohnehin abgeschaltet sein, mag maximale Abgrenzung gegenüber der „Stangenware“ ein Vorteil sein. Für die Gruppe einfacher Spieler verhält es sich anders. Sie wissen zudem zu schätzen, dass ein Sony-Controller die Konsole auch einschalten kann. Diese Fähigkeit fehlt dem Omega, der sich nach einem Firmware-Update nur zusammen mit der PlayStation ausschaltet.

Auch an der PS5 braucht der Omega seinen Dongle
Auch an der PS5 braucht der Omega seinen Dongle

Man muss aber dazu sagen, dass Corsair den Controller auch genau so vermarktet: Er ist ein Spezialwerkzeug für Multiplayer-Shooter – auf der PlayStation. Am PC werden die Kompromisse noch größer. Dort gibt es zwar 1.000 Hz, aber auch nur die Möglichkeit, per Xinput zu kommunizieren – also mit Steuerungshinweisen in Form von Xbox-Tasten leben zu müssen. Das ist auch unter Linux der Fall, wo das Omega nur via Bluetooth funktioniert und überaus irritierend ist.

Konfiguration per App

Stick- und Triggerkurven sowie Tastenbelegungen ändert Corsair über eine Smartphone-App anstatt über Software auf dem PC oder der Konsole. Warum? Weil Sony eine Konfiguration des Edge jederzeit auf Systemebene ermöglicht. Ähnlich klappt das nun bei Corsair, nur eben auf einem separaten, immer verfügbaren Gerät. Die Idee ist an sich vernünftig und funktioniert, ein größerer Bildschirm wäre natürlich schöner. Und erfordert eine zweite Kopplung. Eigentlich klappt sie gut, aber: Die Menüoption mit Tasten auf der Unterseite („Back“) wird mit „Zurück“ übersetzt. Wieder so ein Detail.

Fazit

Ein wenig mutet der Omega wie eine Schnapsidee an, denn trotz offizieller Lizenz hat er Einschränkungen, die Corsair mit der Konzeption erklärt. Auf dem Weg zum messerscharfern Shooter-Controller bleibt das Force-Feedback auf der Strecke. Zum Witz wird der Omega dadurch aber wider Erwarten nicht. Es ist mal wieder nicht so einfach.

Bilanzieren kann man es am besten so: Das eine ist der Edge Controller, das andere ist der Edge Case. Als reines Shooter-Spezialwerkzeug funktioniert er an der Konsole, wenn auch um den Preis von Force-Feedback und bequemem Einschalten. Wer das will, bekommt einen agilen, leichten Controller mit feinem Präzisions-Feeling, der diesen Anspruch vom ersten Anfassen an unterstreicht. Spätestens abseits von Online-Matches fehlt aber eine befriedigendere Vibration, die das Erlebnis beim Spielen intensiver werden lässt.

Fazit: Der Omega ist ein Spezialwerkzeug in der Nische
Fazit: Der Omega ist ein Spezialwerkzeug in der Nische

Im Normalfall also lohnt sich eher der Edge, der zwar technisch schwächer, aber auch günstiger(!) und komfortabler ist.

Auf dem PC stellt sich die Lage noch einmal schärfer. Buttons, die in Xbox-Belegung angezeigt werden, nerven, dazu kommt viel Konkurrenz, die – wie ein GameSir G7 Pro 8K – für weniger Geld vibrieren kann und technisch mindestens mithält.

Der Omega bedient am Ende also nur eine winzige Gruppe Spieler: Diejenigen, die an der PlayStation 5 nur kompetitiv spielen wollen und auf alles andere verzichten können.

  • Zahlreiche (deaktivierbare) Zusatztasten
  • Agile, homogene Abstimmung
  • Haltbare Technik
  • App-Konfiguration
  • Kein Force Feedback
  • Premium-Feeling fehlt im Detail
  • PS5: Keine Startfähigkeit, 250 Hz
  • PC: Xinput-Layout

ComputerBase hat den Scuf Omega von Corsair leihweise zum Testen erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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