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Hansegrün bei DHDL: 350.000-Euro-Deal nach der Show geplatzt


Der DHDL-Deal für Hansegrün ist geplatzt – die Gründer Jordan und Soll gehen nach der Show getrennte Wege mit den Investoren. Gründerszene hat nachgefragt.

Freundschaft, Pulver und 350.000 Euro: Lukas Jordan (links) und Till Soll (rechts) mit ihrem Startup Hansegrün vor dem Löwenkäfig.

Freundschaft, Pulver und 350.000 Euro: Lukas Jordan (links) und Till Soll (rechts) mit ihrem Startup Hansegrün vor dem Löwenkäfig.
RTL / Stefan Gregorowius

Während andere Gründer vor ihrem DHDL-Pitch noch einmal ihre Zahlen durchgehen, gehen Lukas Jordan (34) und Till Soll (31) vor ihrem Auftritt in die Liegestütz-Position. Hinter der Bühne machen sie Planks und pushen einander. So gehypt treten die Freunde mit ihrem Startup Hansegrün vor die Investorinnen und Investoren bei DHDL – und gewinnen gleich zwei Löwen für sich. Nach der Show kam es dann jedoch anders, wie Gründerszene erfahren hat.

Das steckt hinter Hansegrün

Das Gründer-Duo hat ihr Startup 2021 in Hamburg gegründet: Hansegrün vertreibt seitdem Nahrungsergänzung im Shot-Format zum Anrühren – auf Pulverbasis aus überwiegend gefriergetrockneten Bio-Obst- und Gemüse-Sorten wie beispielsweise Ingwer, Zitrone oder Acerola. Das Prinzip: Pulver ins Glas geben, Wasser hinzufügen und umrühren.

Eine Packung ihres Produkts könne nach Angaben der Gründer bis zu 60 abgefüllte Shots ersetzen. „Wir wollten gesunde Shots neu denken – nachhaltiger, günstiger und individuell dosierbar“, sagt Jordan.

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1,7 Millionen Euro Umsatz

Nach eigenen Angaben haben Jordan und Soll innerhalb eines Jahres 1,7 Millionen Euro Umsatz erzielt. Das Unternehmen arbeite profitabel, sagen sie in der Höhle. Die Bewertung liege bei 3,5 Millionen Euro. Jordan und Soll fordern in ihrem Pitch 350.000 Euro für zehn Prozent der Anteile an Hansegrün.

Auf Begeisterung stößt ihr Produkt nicht bei allen Löwen: Carsten Maschmeyer äußert Zweifel am Innovationsgrad des Produkts. Er sagt: „Ihr habt weder einen Inhaltsstoff erfunden, noch die Kombination. Also so ganz revolutionär ist das für mich nicht“.

Drei Löwen-Angebote und ein Deal – vorerst

Aber: Frank Thelen ist begeistert. „Wir brauchen wieder mehr Identifikation mit meiner Heimat. Eine Hamburger Seele deutschlandweit und weltweit zu verkaufen, ist absolut möglich. Ich finde das super. Produkt passt. Ich hätte echt Spaß, das Produkt mit euch weiter aufzubauen.“ Er bietet den Gründern 350.000 Euro – aber für 20 Prozent der Anteile.

Auch Judith Williams ist interessiert. Sie fordert allerdings 350.000 Euro für 25 Prozent und begründet ihr Angebot mit den Worten: „Wenn du Leute findest, wo du merkst, das sind so grundehrliche kernige Typen, die zu allem stehen, was sie sind: authentisch. Das spüre ich bei euch. Ich mache euch ein Angebot.“

Wenn es um Bewertung geht, wird Thelen präzise.

Wenn es um Bewertung geht, wird Thelen präzise.
RTL / Stefan Gregorowius

Und auch Ralf Dümmel bietet 350.000 Euro für 20 Prozent. Er sagt: „Das Produkt hat mir fantastisch geschmeckt und mich beeindrucken die Zahlen. Logischerweise mache ich euch ein Angebot“.

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Judith Williams und Frank Thelen entscheiden sich dafür, sich zusammenzuschließen und den beiden Hansegrün-Gründern ein gemeinsames Angebot zu machen: Zunächst 350.000 Euro für 25 Prozent, dann erhöhen sie auf 400.000 Euro für 25 Prozent. Es wird verhandelt, aber sie einigen sich mit Jordan und Soll dann doch auf 350.000 Euro für 20 Prozent.

Jordan und Soll nehmen das gemeinsame Angebot von Thelen und Williams an.

Jordan und Soll nehmen das gemeinsame Angebot von Thelen und Williams an.
RTL / Stefan Gregorowius

Aber ist der Deal tatsächlich zustande gekommen? Gründerszene hat nachgefragt.

Deshalb ist der Deal geplatzt

Nach der Ausstrahlung ist die Zusammenarbeit jedoch nicht zustande gekommen. Auf Nachfrage von Gründerszene teilt die Sprecherin der Hamburger Gründer mit: „Im Rahmen der Due Diligence haben sich unterschiedliche Vorstellungen bei der strategischen Ausrichtung ergeben. Der Investitionsprozess wurde daher nach intensiven Gesprächen auf Wunsch der Gründer Till und Lukas schweren Herzens nicht weiterverfolgt.“ Der in der Sendung vereinbarte Deal ist damit geplatzt.





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Alkohol-Startup Koyi bei DHDL: Ist der Deal mit Janna Ensthaler geplatzt?


Yuka Suzuki und Dr. Hauke Günther präsentieren KOYI bei DHDL: Hochkonzentrierte Spirituosen mit weniger Alkohol und vollem Aroma.

Yuka Suzuki und Dr. Hauke Günther präsentieren mit Koyi Micro Spirits Spirituosen zur Herstellung von stark alkoholreduzierten Longdrinks.

Yuka Suzuki und Dr. Hauke Günther präsentieren mit Koyi Micro Spirits Spirituosen zur Herstellung von stark alkoholreduzierten Longdrinks.
RTL / Stefan Gregorowius

Selten wurde in Der Höhle der Löwen (DHDL) so ausgelassen getanzt wie bei diesem Pitch – Gründerin Yuka Suzuki konnte ihre Freude über den Deal kaum zurückhalten. Dabei geht es bei Koyi Micro Spirits nicht um Entertainment, sondern um Spirituosen. Gründerszene hat mit den beiden Gründern des Startups gesprochen und nachgefragt, was aus dem Deal geworden ist.

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Ein Longdrink aus 20 Tropfen?

Mit Koyi Micro Spirits treten das Paar Yuka Suzuki (52) und Hauke Günther (46) aus Hamburg vor die Investorinnen und Investoren der Höhle. Ihr Ansatz: hochkonzentrierte Spirituosen, die über Pipetten dosiert werden. Für einen Longdrink reichen wenige Tropfen.

Nach Angaben der Gründer entsprechen 20 der kleinen Pipettengläser in der Alkoholmenge einem klassischen Gin Tonic. Das soll Drinks mit deutlich weniger Alkohol ermöglichen. Es geht also nicht um alkoholfreie Ersatzprodukte, sondern um Spirituosen in einer neuen, mikro-dosierten Form. Sie bieten in der Höhle zehn Prozent der Anteile für 120.000 Euro.

20 Pipetten = 1 Gin Tonic. Keine Matheprüfung nötig, nur Mut zum Probieren.

20 Pipetten = 1 Gin Tonic. Keine Matheprüfung nötig, nur Mut zum Probieren.
RTL / Stefan Gregorowius

Die Destille als Labor

Produziert wird in einer eigenen Destille in Hamburg, die Yuka Suzuki und Hauke Günther als kleinste Destille der Hansestadt bezeichnen. Günther ist Biologe und hat dafür ein eigenes Destillationsverfahren entwickelt, um Aromen stärker zu konzentrieren. So soll der Geschmack erhalten bleiben, obwohl pro Drink weniger Alkohol eingesetzt wird.

In der Sendung dürfen die Löwen selbst testen: einen Cuba Libre, eine Grapefruitlimo und einen Gin Tonic mit den konzentrierten Essenzen. Geschmacklich gibt es keine Kritik – die Löwen zeigen sich überzeugt vom Aroma trotz reduzierter Alkoholmenge: „Das schmeckt fantastisch!“, sagt Judith Williams.

Und trotzdem überzeugt das Startup nur eine Löwin. Ralf Dümmel steigt aus – aus persönlichen Gründen. „Ich trinke keinen Alkohol. Das wäre jetzt unfair, wenn ich das trinke und Alkohol gar nicht mag, dann zu beurteilen, wie das schmeckt“, sagt er. Auch die anderen Löwen sehen sich thematisch nicht tief genug im Spirituosenmarkt verwurzelt, um einzusteigen.

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Janna Ensthaler dagegen erkennt Potenzial, allerdings mit einem anderen Fokus. „Das macht die Gesellschaft besser, wenn wir mal alle ein bisschen weniger trinken“, sagt sie. Gleichzeitig formuliert sie Zweifel am aktuellen Produkt: „Aber ich glaube, wir sind bei dem Produkt noch nicht da, wo wir in den Massenmarkt gehen können.“ Ihre Idee: „Ich würde gerne eure Essenzen nehmen und daraus ein Dosenprodukt machen.“

Am Ende bietet sie 120.000 Euro für 30 Prozent – Suzuki und Günther nehmen an.

Wie steht’s um den Deal?

Doch ist der Deal tatsächlich zustande gekommen? Auf Nachfrage von Gründerszene bestätigt Gründer Hauke Günther: „Ja, der Deal mit Ensthaler steht.“

Gemeinsam arbeite man nun an der Weiterentwicklung der Produkte – unter anderem an einem geplanten Ready-to-Drink-Produkt in Dosen. Das sei allerdings technologisch komplexer als im TV dargestellt, da im Grunde ein ganz neues Produkt entwickelt werden müsse.

Investorin Janna Ensthaler nimmt die Spirituosen des Startups genau unter die Lupe.

Investorin Janna Ensthaler nimmt die Spirituosen des Startups genau unter die Lupe.
RTL / Stefan Gregorowius

Bevor eine neue Gesellschaft gegründet oder größere Strukturen aufgebaut würden, wolle man sicherstellen, dass das Konzept technisch und qualitativ wie geplant funktioniere. Ensthaler und ihr Team unterstützen dabei strategisch wie operativ.





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Nasenhaare als Millionenmarkt? Smartwaxx holt sich DHDL-Deal


Bei DHDL überzeugt Gründer Sam Kirchberger-Puechlong mit Smartwaxx und sichert sich nach Verhandlungen einen Deal mit Ralf Dümmel.

In „Die Höhle der Löwen“ stellt Samuel Kirchberger-Puechlong sein Waxing-Produkt für Männer vor.

In „Die Höhle der Löwen“ stellt Samuel Kirchberger-Puechlong sein Waxing-Produkt für Männer vor.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Nasen- und Ohrenhaare sind ein Thema, über das viele Männer nicht sprechen. Leider. In der neuen Folge von „Die Höhle der Löwen“ stellt Vincent Samuel Kirchberger-Puechlong sein Produkt vor: Smartwaxx – Wachssticks zur schmerzfreien Entfernung von vorderen Nasen- und Ohrenhaaren. Die Anwendung ist einfach erklärt: Die Sticks werden mit einem Föhn erwärmt, das Wachs soll an den Haaren haften, nicht an der Haut.

Kirchberger-Puechlong hat das Startup 2024 in Dubai gegründet. Auf die Idee sei er gekommen, da Nasen- und Ohrenhaare selbst zu entfernen, weh tut. Und auch ein Friseur biete diese Dienstleistung oft nicht mehr an: „Mangelnde Hygiene im Prozess und zu viel Zeitaufwand für zu wenig Ertrag“, nennt Kirchberger-Puechlong als Gründe dafür.

So kam er auf die Idee für das Produkt

Das Netzwerk von Kirchberger-Puechlong in Dubai habe ihm dabei geholfen, das Produkt zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Allerdings zunächst nur für Barbershops, Friseure und Großkunden. Zum Aufnahmezeitpunkt der Sendung verkaufte der Gründer das Produkt für den B2B-Bereich online. Eine Packung mit 50 Sticks kostete bis dato 19,99 Euro.

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Jetzt wolle er mit dem Produkt sowohl den B2B-Bereich ausbauen als auch in den Handel und die Wachssticks damit in die Haushalte bringen. Dafür ist Kirchberger-Puechlong in „Der Höhle der Löwen“ und bietet 90.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile an.

Persönliche Geschichte in der Höhle

Von dem Produkt und Gründer sind alle fünf Investoren begeistert, vor allem beeindruckte Kirchberger-Puechlong mit seiner Gelassenheit. Als es in der Sendung ernst wird, fragt Janna Ensthaler: „Dafür, dass gerade viel auf dem Spiel steht, bist du recht ruhig. Woher kommt diese innere Kraft? Was hast du im Leben schon erlebt, dass du so ruhig bist?“

Kirchberger-Puechlong spricht daraufhin über seine Biografie. „Ich bin adoptiert und relativ früh in eine Pflegefamilie gekommen. Meine Mutter ist nicht in der Verfassung gewesen, mich als Kind aufzuziehen“, sagt der 26-Jährige. „Daraus resultierend habe ich gelernt, mit meinen Emotionen umzugehen und in Situationen ruhig zu bleiben. Ich lege einen enormen Wert auf emotionale Intelligenz – sie ist für mich eine der Kernessenzen im Leben. Jeder starke Unternehmer verfügt über emotionale Intelligenz.“

Sam wird persönlich: Zwischen Wachssticks und Millionen-Deal erzählt er von Adoption und innerer Stärke – plötzlich ist es ganz still in der Höhle.

Sam wird persönlich: Zwischen Wachssticks und Millionen-Deal erzählt er von Adoption und innerer Stärke – plötzlich ist es ganz still in der Höhle.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Der Gründer erzählt in der Sendung, dass er den Kontakt zu seiner leiblichen Mutter mit 18 Jahren abgebrochen hat. „Irgendwann wird der Tag kommen, wo ich nochmal mit ihr ins Gespräch kommen muss, um ihr klarzumachen, das ich ihr gar nicht böse bin, sondern einfach nur meinen Weg gehe“, sagt er.

So verlief der Deal

Frank Thelen, Dagmar Wöhrl und Enstahler sind als Investoren raus. Der Grund: Die Thematik passe nicht zu ihnen, sie könnten Kirchberger-Puechlong nicht weiterhelfen. „Du bist bescheiden und hast einen begeisterten Kunden mitgebracht“, sagt Thelen. „Aber ich muss mir überlegen, was kann ich und wo kann ich dir als Gründer weiterhelfen. Und das kann ich nicht.“

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Dagmar Wöhrl lobt ebenfalls: „Großes Kompliment, Sam. Man merkt, du stehst hinter deinem Produkt. Ich habe mit Friseur- und Barberläden gar nichts am Hut. Ich bin nicht der richtige Investor für dich.“

Zwei Angebote, ein Abschluss

Denn der Gründer erhofft sich von einem Löwen nicht nur Geld, sondern auch einen Mentor, Hilfe beim Vertrieb und ein Netzwerk. Bleiben noch zwei Investoren übrig: Judith Williams und Ralf Dümmel. Beide sind bereit, dem Gründer 90.000 Euro zu geben, jedoch für 20 Prozent der Anteile.

Kirchberger-Puechlong verhandelt – und drückt die Bewertung nach oben. Am Ende entscheidet er sich für seinen Wunschlöwen und bekommt das Geld von Dümmel im Gegenzug für 15 Prozent Firmenanteile. Dümmel sagt: „Produkt funktioniert, Gründer funktioniert.“

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Ob der Deal nach der Show tatsächlich zustande gekommen ist? Die Sprecherin von Ralf Dümmel teilt gegenüber Gründerszene mit: „Der Deal kommt selbstverständlich zustande.“

Smartwaxx soll künftig sowohl im professionellen Umfeld als auch im privaten Gebrauch eingesetzt werden. In der Sendung sprach der Gründer davon, für den Hausgebrauch kleinere Packungsgrößen anbieten zu wollen. Das wurde bereits im Nachgang der Sendung umgesetzt.





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Hansegrün, streamcheck, KOYI MICRO SPIRITS, SMARTWAXX, AR-Physics treten vor die Löwen


#DHDL

Die Löwen brüllen wieder! An diesem Montag geht es bei Vox erneut in “Die Höhle der Löwen”. In der aktuellen Folge pitchen Hansegrün, streamcheck, KOYI MICRO SPIRITS, SMARTWAXX und AR-Physics.

Hansegrün, streamcheck, KOYI MICRO SPIRITS, SMARTWAXX, AR-Physics treten vor die Löwen

In der erfolgreiche VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ (DHDL) dreht sich in der mittlerweile 19. Staffel wieder alles um spektakuläre Geschäftsideen, außergewöhnliche Pitches und umkämpfte Deals. Zur Löwen-Jury gehören in dieser Frühjahrs-Staffel der Regal-Löwe Ralf Dümmel, die Venture-Capital-Löwin Janna Ensthaler, der Sales-Löwe Carsten Maschmeyer, die Beauty-Löwin Judith Williams, die Familien-Löwin Dagmar Wöhrl und der Startup-Löwe Frank Thelen.

Die DHDL-Startups der Woche

Hansegrün aus Hamburg
In der „Höhle der Löwen“ treten Lukas Jordan (34) und Till Soll (31) mit ihrem Startup Hansegrün an. Für die beiden Gründer geht ein Traum in Erfüllung: Schon lange wollten sie vor den Löwen pitchen – nun bieten sie 350.000 Euro für zehn Prozent ihrer Firmenanteile an. Hansegrün steht für Superfoods im praktischen Shot-Format zum Selbstmixen. Statt fertiger Ingwer-Shots setzen die Gründer auf schonend verarbeitete, überwiegend gefriergetrocknete Bio-Zutaten in Pulverform. Vitamine und Nährstoffe bleiben so bestmöglich erhalten, gleichzeitig wird Verpackungsmüll reduziert: Eine Dose ersetzt bis zu 60 Einwegflaschen. „Wir wollten gesunde Shots neu denken – nachhaltiger, günstiger und individuell dosierbar“, erklärt Lukas Jordan. Zum Sortiment gehören Ingwer- und Guarana-Shots sowie ein grüner Shot und ein „Daily Shot“ mit über 20 Superfoods. Geschmack, einfache Zubereitung und Nachhaltigkeit sorgen in der Höhle für Aufmerksamkeit. Auch wirtschaftlich treten Lukas und Till selbstbewusst auf: Hansegrün wächst stark, ist profitabel und erzielt den Großteil der Umsätze online. Doch reicht das für ein Investment – und ist die Bewertung gerechtfertigt? 

streamcheck aus Vierkirchen
Mit Streamcheck wird ein Tabuthema zur Hightech-Vorsorge. Dr. Stefan Siemer (60), Urologe mit über 30 Jahren Erfahrung, sowie die Unternehmer Sebastian Janus (37) und Sebastian Heidrich (44) präsentieren in der „Höhle der Löwen“ eine Innovation für die urologische Früherkennung zu Hause. Jeder zweite Mann entwickelt im Laufe seines Lebens Prostataprobleme – doch nur rund 20 Prozent gehen regelmäßig zur Vorsorge. Streamcheck setzt genau hier an: mit regelmäßigen Mehrfachmessungen, einfach zu Hause – so selbstverständlich wie Zähneputzen. Das reduziert Scham und schließt die diagnostische Lücke unabhängig vom nächsten Arzttermin. Das Medizinprodukt misst beim Wasserlassen den Urinfluss und analysiert zusätzlich mithilfe integrierter Teststreifen wichtige Biomarker wie Blut, Glukose oder Entzündungswerte. Die Daten werden per App ausgewertet, ermöglichen Vergleiche über die Zeit und können frühzeitig Warnsignale liefern – mit der klaren Empfehlung, bei Auffälligkeiten einen Arzt aufzusuchen. Überzeugen Relevanz, medizinischer Nutzen, Technik „Made in Germany“ und ein Verkaufspreis von 199 Euro auch als Investmentcase? Die Löwen diskutieren kontrovers.

KOYI MICRO SPIRITS aus Hamburg
Mit KOYI MICRO SPIRITS bringen die Hamburger Gründer Yuka Suzuki (52) und Dr. Hauke Günther (46) frischen Wind in die Getränkewelt und treffen damit einen Nerv der Zeit. In ihrer eigenen Destille, der kleinsten Hamburgs, produzieren sie preisgekrönten Gin und sind zweifacher Gewinner des Titels „World’s Best Gin“. Doch ihr neuestes Produkt geht noch weiter. KOYI sind sogenannte Micro Spirits – echte Gin- und Rum-Spirituosen, deren Geschmack extrem konzentriert ist. Statt 40 Millilitern reichen wenige Hübe, um einen Longdrink mit vollem Aroma zu mixen. Das Ergebnis: bis zu 90 Prozent weniger Alkohol, aber kein Verzicht auf Geschmack. „Wir wollten den vollen Geschmack echter Spirituosen ohne die negativen Effekte von Alkohol. Mit KOYI kann man genießen, ohne am nächsten Tag dafür zu bezahlen“, sagen Yuka und Hauke. Das Verfahren wurde von Hauke, promovierter Biologe, auf Basis eines eigens entwickelten Destillationsprozesses konzipiert und umgesetzt. Um in den Markenaufbau, Marketing und neue Produkte investieren zu können, benötigt das Gründerpaar 120.000 Euro und bietet dafür zehn Prozent der Firmenanteile an. 

SMARTWAXX aus Dubai (VAE)
Mit SMARTWAXX präsentiert Gründer Vincent Samuel Kirchberger-Puechlong (26) eine neuartige Lösung zur schmerzfreien Entfernung von Nasen- und Ohrenhaaren. Entwickelt für Barbershops, soll das Produkt künftig auch für die Anwendung zu Hause verfügbar sein. Der Clou: Innerhalb weniger Sekunden wird das speziell entwickelte Wachs mit einem handelsüblichen Föhn einsatzbereit. Angereichert mit Olivenöl und Bienenwachs haftet es laut dem Gründer hauptsächlich am Haar und nicht an der Haut. Die Form ist so konzipiert, dass ausschließlich die vorderen Nasenhaare entfernt werden und die natürliche Schutzfunktion erhalten bleibt. „Ich wollte ein Produkt entwickeln, das hygienisch, einfach und alltagstauglich ist“, erklärt Vincent, genannt Sam. Beeindruckt zeigen sich die Löwen nicht nur von dem Produkt, sondern auch von Sams Ruhe. Schließlich steht für den Gründer viel auf dem Spiel. „Ich bin adoptiert, war nach meiner Geburt zunächst im Heim und kam später in eine Pflegefamilie. Diese Erfahrungen haben mich gelehrt, mit meinen Emotionen umzugehen und ruhig zu bleiben“, erklärt der 26-Jährige. „Emotionale Intelligenz ist für mich der Schlüssel – im Leben und als Unternehmer.“ Die Offenheit bewegt die Investoren sichtbar. Sam berichtet zudem, dass er den Kontakt zu seiner leiblichen Mutter mit 18 Jahren abgebrochen hat. „Es wird der Tag kommen, an dem ich noch einmal mit ihr sprechen werde. Auch um klarzustellen, dass ich ihr nicht böse bin, sondern meinen eigenen Weg gehe“, betont er. Besonders dankbar zeigt er sich gegenüber seinen Adoptiveltern: „Ich weiß genau, dass ich heute nicht hier stehen würde ohne meine Adoptivmutter und meinen Adoptivvater. Dafür bin ich ihnen unendlich dankbar.“ Für Judith Williams ist er „einer der besonderen Menschen, die wir je in der Höhle hatten.“ Doch wird Sam die Höhle auch mit einem Deal verlassen können?

AR-Physics aus Bad Wünnenberg
Kein Welpenschutz in der „Höhle der Löwen“: Carsten Maschmeyer konfrontiert drei 18-jährige Gründer mit der harten Businessrealität. Er fordert von Philipp Siedhoff, Jost Reelsen und Felix Lachtrup 50 Prozent ihrer Physik-Lern-App gegen Kapital. AR-Physics soll mithilfe von Augmented Reality komplexe Experimente digital erlebbar machen. Statt teurer Geräte können Schülerinnen und Schüler physikalische Versuche, etwa zur Elektronenladung oder Hochspannung, virtuell auf jedem Tisch durchführen. Aktuell umfasst die App acht interaktive Experimente für die Oberstufe und bietet spielerisches Lernen, z. B. ein KI-Quiz an. „Physik versteht man nicht durch Auswendiglernen, sondern durch Sehen und Ausprobieren. Genau das ermöglichen wir überall und jederzeit“, erklären die Gründer. Für die Jungunternehmer ist das Deal-Angebot von Carsten Maschmeyer eine harte Bewährungsprobe: Sollen sie wirklich die Hälfte ihrer eigenständig aufgebauten Firma abgeben? Ein Deal mit dem Tech-Investor und Mentor könnte alles verändern. Aber es bleibt die Frage: Wie viel sind die jungen Gründer bereit, für den Deal ihres Lebens zu riskieren?

Tipp: Alles über die Vox-Gründershow gibt es in unserer großen DHDL-Rubrik.

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Foto (oben): RTL / Bernd-Michael Maurer



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