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KI-Rechenzentren treiben ARM an | heise online
ARMs Geschäftsbericht zum Jahresabschluss spricht eine eindeutige Sprache: KI-Rechenzentren sind der größte Wachstumstreiber. Smartphones, Notebooks und Edge-Geräte erwähnt die Firma in ihrem zweiseitigen Brief an Anleger nur beiläufig, im restlichen Bericht gar nicht. „Bald wird das Rechenzentrum ARMs größtes Geschäftsfeld sein“, heißt es, angetrieben vom ersten eigenen Serverprozessor, den ARM fertig hergestellt verkauft.
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Gut 4,9 Milliarden US-Dollar hat ARM im Fiskaljahr 2026 umgesetzt, das vom April 2025 bis Ende März 2026 lief. Verglichen mit dem Vorjahr entspricht das einem Wachstum von 23 Prozent. Am meisten Geld bringen Abgaben pro verkauftem ARM-Prozessor ein (Royalty): Dieser Teil macht 2,6 Milliarden US-Dollar Umsatz aus (+ 21 Prozent). Lizenzgebühren bringen ARM 2,3 Milliarden ein (+25 Prozent).
Rechenzentren sind lukrativ
Die Royalty-Abgaben steigen aus zwei Gründen: Zum einen bekommt ARM durchschnittlich mehr Geld pro Prozessor, zum anderen werden mehr hochpreisige Serverprozessoren hergestellt. Mit der aktuellen ARMv9-Architektur und neuen CPU-Baukästen sind die Gebühren für alle Lizenznehmer gestiegen.

Für Chipdesigner, die keine eigenen ARM-Kerne entwickeln, bietet ARM drei Optionen an: einzelne Logikblöcke, einen Baukasten für komplette Prozessoren, und neuerdings fertige Prozessoren.
(Bild: ARM)
Da die Abgaben anhand des Prozessorpreises berechnet werden, sind solche für Rechenzentren besonders lukrativ für ARM. Dort kosten CPUs Tausende US-Dollar; bei Smartphones nur Dutzende. Smartphones lohnen sich für ARM nur aufgrund der schieren Masse – 2025 wurden rund 1,25 Milliarden Smartphones verkauft, alle mit ARM-Innenleben.
Versuche, die Abgaben auf Smartphone-Prozessoren zu erhöhen, sind gescheitert. Offenbar wollte ARM diese zwischenzeitlich anhand des kompletten Gerätepreises berechnen, scheiterte damit jedoch.
Unterm Strich reicht es für einen Betriebsgewinn von 900 Millionen US-Dollar (+8 Prozent). Der Nettogewinn nach Steuern ist mit 904 Millionen US-Dollar (+14 Prozent) minimal höher, weil ARM 257 Millionen US-Dollar durch Zinserträge, sonstiges nicht operatives Geschäft und Beteiligungen an anderen Unternehmen eingenommen hat.
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Die Betriebsausgaben umfassen hauptsächlich Forschung und Entwicklung sowie weitere Personalausgaben. Für ersteren Posten hat ARM im Fiskaljahr knapp 2,8 Milliarden US-Dollar ausgegeben.
Hohes Interesse an ganzen ARM-Prozessoren
Laut ARM haben sich die Royalty-Einnahmen mit Prozessoren für Rechenzentren mehr als verdoppelt, ohne einen konkreten Wert zu nennen. Das Wachstum kommt von Cloud-Hyperscalern, die eigene CPUs auflegen, etwa Amazon AWS den Graviton, Google Axion und Microsoft Cobalt. Meta ist der einzige Hyperscaler ohne CPU-Eigengewächs, ist jetzt aber der Hauptentwicklungspartner für ARMs „AGI CPU“.
Bei der AGI CPU hat sich die Prognose seit Ankündigung mehr als verdoppelt: Sie soll in den Fiskaljahren 2027 und 2028 insgesamt über zwei Milliarden US-Dollar in die Kasse spülen. Langfristig will ARM jährlich 15 Milliarden US-Dollar mit eigenen Prozessoren umsetzen.
Im aktuellen Quartal erwartet ARM im Mittel 1,26 Milliarden US-Dollar Umsatz. Das wären 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Börse reagierte zunächst positiv auf den Geschäftsbericht. Nach dem Hoch von 223 Euro ist die Aktie jedoch um 16 Prozent abgestürzt.
(mma)
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Raspberry Pi OS: Sanfte Versionspflege
Gegen Ende der vergangenen Woche haben die Raspberry-Pi-Entwickler das Betriebssystem Raspberry Pi OS (ehemals Raspbian) in aktualisierter Version veröffentlicht. Es handelt sich um dezente Versionspflege, größere Neuerungen enthält die neue Fassung nicht.
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Die Release-Notes für die offenbar bereits am Donnerstag vergangener Woche veröffentlichte Fassung des Betriebssystems für die Einplatinencomputer (SBC, Single Board Computer) bleibt daher auch recht kurz. Am augenfälligsten ist der offizielle Wechsel auf den Linux-Kernel 6.18.3. Der entstammt der Long-Term-Support-Linie 6.18, die Linus Torvalds im November freigegeben hatte. Die Firmware kommt ebenfalls in aktualisierter Version mit. Der Wayland-Window-Manager labwc ist auf Stand 0.9.7. Für Touchscreens sind neue Standard-Zuordnungen eingezogen. Das python3-flask-Modul haben die Programmierer entfernt. Das aktualisierte Raspberry Pi OS umfasst auch kosmetische Änderungen wie neue Icons.
Einige nervende Fehler haben die Programmierer Raspberry Pi OS abgewöhnt: In piclone hat ein Handler zum Schließen der App gefehlt, das Drucker-Plug-in konnte beim Schließen hängen bleiben. In der Lautstärkesteuerung konnte das Audio-Eingabegerät falsch ausgewählt sein. Zudem ließ sich der oberste Eintrag in Hauptmenüs nicht korrekt mit der Tastatur aktivieren.
Raspberry Pi OS: Aktualisierung durchführen
Wer zwischendurch das System etwa durch den Aufruf von sudo apt update && sudo apt dist-upgrade auf den aktuellen Stand bringt, hat die ganzen Aktualisierungen bereits erhalten. Eine Neu- oder Überinstallation ist nicht nötig. Wer möchte, kann jedoch auch auf der Download-Seite des Projekts die aktuellen Abbilder herunterladen, um sie etwa frisch auf SD-Karte zu verfrachten.
Im April haben die Entwickler mit Raspberry Pi OS 6.2 einen größeren Sprung vollzogen. Die Fassung versprach etwa verbesserte Sicherheit, unter anderem durch das Deaktivieren des passwortlosen sudo. Die Maintainer hatten das Release daher auch als Sicherheitsupdate bezeichnet.
(dmk)
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Pass Designer: Neue App erlaubt jedem, eigene Apple-Wallet-Pässe zu erstellen
Mit iOS 27 bringt Apple nützliche Veränderungen in die Wallet-App auf dem iPhone: Erstmals ist es möglich, direkt in der Anwendung eigene Karten zu gestalten, falls diese als Foto, Screenshot oder PDF vorliegen. Für Veranstalter gibt es allerdings auch eine Neuerung: Die können künftig sehr einfach selbst Wallet-Pässe generieren – mit einer eigenen App namens Pass Designer, die auf dem Mac läuft. Das Tool steht bereits für registrierte Entwickler zum Download bereit.
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Beta für macOS-Beta
Pass Designer läuft allerdings erst ab macOS 27, um es auszuprobieren, muss man sich also auch trauen, die aktuelle erste Entwicklerbeta auf seinem Rechner zu installieren. Klüger ist es, einen Test-Mac zu verwenden, um die in der Vorabversion noch enthaltenen Fehler zu umschiffen. Pass Designer ist komprimiert keine 20 MByte groß und arbeitet als in sich geschlossene Mac-Anwendung.
Die App ermöglicht es, Pässe in Echtzeit zu gestalten und zu verändern, der Look taucht automatisch in einem Vorschaufenster auf. Um zu starten, beginnt man entweder ein neues Design oder übernimmt vorhandene Karten im .pkpass-Format. Alternativ lassen sich auch Templates öffnen. Verfügbar sind derzeit Boardingpässe, Coupons, Veranstaltungstickets, Loyalitätskarten für Ladengeschäfte und generische Pässe. Zudem kann man sogenannte Poster-Pässe generieren, bei denen ein großes Bild verwendet wird.
Strukturierte Daten
Pass Designer erinnert an die Möglichkeiten, die man in der Wallet-App in iOS 27 nun auch hat, allerdings gehen die Funktionen deutlich darüber hinaus. So kann man mit Pass Designer auch semantische Tags für strukturierte Daten integrieren, um dynamische Funktionen wie Kalenderintegration, Routenführung oder Siri-Vorschläge zu ermöglichen. Die App beherrscht Anpassungen der Passkomponenten und hilft bei der Erstellung von Zertifikaten und Wallet-Identifiern.
Vor Pass Designer gab es verschiedene Web-Werkzeuge, um eigene Pässe für Organisationen herzustellen. Zudem booten Apps wie NeatPass das Design auch für Einzelpersonen an, um aus PDFs automatisch Karten zu generieren, um weniger Plastik und Papier mitschleppen zu müssen. Pass Designer dürfte bis Herbst seine Betaphase hinter sich lassen, dann erscheint auch macOS 27 alias Golden Gate.
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(bsc)
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Nachrüstung für Apples Time Capsule: Open-Source-Projekt hält SMB am Leben
macOS 27 schneidet bekanntlich allerlei alte Zöpfe ab: So ist es das erste Mac-Betriebssystem, das nicht mehr auf Intel-Maschinen lauffähig ist, künftig werden nur noch Apple-Silicon-Macs unterstützt. Doch dabei bleibt es nicht. Auch ein altes (und noch immer erstaunlich beliebtes) Stück Hardware verliert den Support: Die mit Festplatten ausgestatteten Router der AirPort- beziehungsweise Time-Capsule-Serie können keine Time-Machine-Backups mehr anlegen. Apple hatte dies bereits im Sommer 2025 angekündigt. Grund ist eine wichtige Protokolländerung in Golden Gate.
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Logischer Schritt, dennoch schade
Denn mit dem Update wird auch der Support für das traditionelle Apple Filing Protocol, kurz AFP, aus dem System genommen. Dies ist eigentlich nur logisch, da Apple schon seit vielen Jahren standardmäßig auf Samba (SMB) setzt. Allerdings beherrschen AirPort- beziehungsweise Time-Capsule-Geräte nur AFP und SMBv1. Und letzteres funktioniert mit macOS ebenfalls nicht mehr.
Apple hatte seine AirPort-Geräte offiziell im Jahr 2018 vom Markt genommen, nachdem sie zuletzt kaum gepflegt wurden. Sie galten nicht nur als WLAN-Geräte als verlässlich, sondern auch als praktisches Backup-NAS für Time-Machine-Sicherungen. Time Capsule und AirPort Disk, wie die Funktion zuletzt hieß, wurden bislang nicht durch neue Modelle ersetzt.
Open-Source-Projekt als Lösung
Wer seinen Apple-Router dennoch weiter für Backups nutzen will – etwa nachdem er oder sie die interne Festplatte aufgerüstet hat –, muss einen Hack anwenden. Den bietet zum Glück mittlerweile ein regelmäßig gepflegtes Open-Source-Projekt auf GitHub: TimeCapsuleSMB. Die Idee dabei: Samba 4 auf die Time Capsule bringen, das dann SMBv3-Support liefert. Möglich ist dies via Python oder einer macOS-GUI-App, die einen aktuellen Samba-Server auf die Geräte bringt.
Läuft auf der Time Capsule ein NetBSD 6 (Geräte der 5. Generation ab 2013), startet der Server automatisch. Ältere Geräte mit NetBSD 4 benötigen eine manuelle Aktivierung oder eine umgeflashte Firmware mit Boot Hook. Das Projekt des Programmierers James Chang kann die Geräte über eine SMB-URL im Finder einbinden, man muss sich also nicht auf Apples (sicherlich demnächst obsoleten) Legacy-Stack verlassen. Eine ausführliche FAQ erläutert das Vorgehen.
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(bsc)
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