Apps & Mobile Entwicklung
Krise von Marathon & Destiny: Sony senkt Bungies Bilanzwert deutlich nach unten

Bei Bungie heißt die Devise: Es geht weiter mit der Krise. Weder Destiny 2 noch Marathon laufen so richtig gut oder zumindest nicht auf dem Niveau, den der Ruf des Studios verlangt und die Besitzer erwarten. Sony schreibt deshalb im Quartalsbericht viel Geld ab.
Gut 3,6 Milliarden US-Dollar ließ sich der japanische Konzern die Übernahme von Bungie kosten. Das ausgewiesene Ziel: sich durch den Kauf eines der damals größten Live-Service-Spezialisten im Genre zu etablieren. Das sollte der PlayStation-Sparte eine weitere Säule mit nicht nur großen, sondern kalkulierbaren, regelmäßigen Gewinnen bescheren. Stattdessen ging es im Grunde nur bergab.
Erwartungen verfehlt
Dass Sony nun die Buchwerte von Bungie in den Bilanzen des aktuellen Quartalsberichts (pdf) korrigiert, folgt aus dieser Entwicklung. Der Wert des Studios und seiner Assets wird um 88,6 Milliarden Yen, umgerechnet etwa 566 Millionen Dollar, gesenkt. Einnahmen aus den Bungie-Titeln hätten nicht den Erwartungen entsprochen, begründet Sony nüchtern.
Das ist nicht das erste Mal, schon im vergangenen November hatte Sony den Wert von Bungie um umgerechnet „nur“ 177 Millionen US-Dollar nach unten gesetzt. Insgesamt sind „Game & Network Services“ aber eine von zwei Sparten, die die Bilanz tragen. Unter anderem die abgeschriebenen Summen herausgerechnet, sei die G&NN-Sparte mit dafür verantwortlich, dass der Betriebsgewinn die Erwartungen übertroffen habe, stellt Sony fest.
Spiele suchen Spieler
Das liegt auf der Hand. Destiny 2 verliert an Spielern, die letzte Erweiterung konnte den Trend nicht umkehren. Rund 12.000 gleichzeitige Spieler auf Steam in den vergangenen 24 Stunden sind kein Zeugnis riesiger Popularität. Das viel jüngere Marathon schafft es immerhin noch auf 15.000 Spieler. Apex Legends hingegen zog 291.000 Spieler an. Für ein Spiel mit Blockbuster-Budget, das der nächste große Hit werden sollte und musste, fällt die Bilanz ernüchternd aus. Die Zahlen sind bei weitem nicht hoch genug.
Marathon wird aktuell das zum Verhängnis, was schon Tests offengelegt haben und mittlerweile auch die Steam-Wertungen spiegeln. Der Extraction-Shooter ist beileibe kein schlechtes Spiel, aber relativ hart, sein Gameplay eher für eine kleinere Zielgruppe gemacht. Dazu kommt, dass er kaum in seine Besonderheiten und das Spielprinzip einführt. „Onboarding“ bleibt für das Spiel bleibt ein Problem, dazu kommen das Balancing und nicht zuletzt der Kaufpreis von gut 40 Euro in einem Segment, das viel Free-to-Play-Konkurrenz hat.
Die Redaktion dankt ComputerBase-Leser „Strikerking“ für den Hinweis zu dieser Meldung!
Apps & Mobile Entwicklung
Aorus RTX 5090 Infinity: Gigabytes Doppel-Turbinen-Kühler kommt auf den Markt

Auf der CES hatte Gigabyte die Aorus GeForce RTX 5090 Infinity mit ungewöhnlichem Kühlerdesign präsentiert. Jetzt kommt die Grafikkarte auf den Markt. Zwei große Lüfter blasen dabei durch die Backplate hindurch. Der dritte Lüfter ist versteckt und kommt nur zum Einsatz, wenn hohe Temperaturen das nötig machen.
Während sich Grafikkarten meist sehr ähneln, tanzt die Aorus GeForce RTX 5090 Infinity erfrischend aus der Reihe. Die zwei Lüfter liegen ungewohnt weit auseinander und erinnern etwas an Turbinen aus der Luftfahrt mit ihren kreisrunden Einfassungen.
Ein ungewohntes Kühlkonzept
Das Kühlkonzept ist ähnlich wie bei der Founders Edition von Nvidia: Die großen Lüfter blasen durch die Grafikkarte hindurch, deren Platine somit nicht durchgängig ausfällt. Die Backplate ist dementsprechend ebenso nicht gänzlich geschlossen, sondern besitzt in diesem Fall zwei runde „Fenster“ in denen die Kühllamellen des Radiators freiliegen.
Gigabyte verspricht 58 Prozent mehr Airflow als bei einer geschlossenen Backplate und 28 Prozent mehr Luftdurchsatz als bei einer Grafikkarte mit einer einzelnen Öffnung in der Backplate.
Der 3. Lüfter ist versteckt
Doch so gut der „Durchzug“ dadurch auch sein mag: Gerade die wesentlichen Komponenten wie GPU und Speicher liegen nicht direkt im Luftstrom. Daher verbaut Gigabyte zusätzlich einen dritten Lüfter, den man auf den ersten Blick gar nicht sieht. Der sogenannte „Overdrive Fan“ befindet sich in der Mitte der Grafikkarte zwischen den beiden großen Ventilatoren hinter einem augenscheinlich engen Lochgitter. Nur unter hoher Spitzenlast, so Gigabyte, springe der versteckte Lüfter an, um die GPU direkt mit Frischluft zu versorgen.
Das ganze Kühlerdesign tauft Gigabyte „Windforce Hyperburst“. Vom Inneren liegen zwar noch keine Bilder vor, doch sollen eine „große Vapor Chamber“ sowie „supraleitende Heatpipes“ zum Einsatz kommen. Die GPU soll zudem mit einem Wärmeleitmittel mit Metallanteil bestrichen sein, während bei den Speicherchips und den MOSFETs ein „wärmeleitendes Gel in Serverqualität“ verwendet werde.
Weitere Details
Beim Gehäuse der Grafikkarte kommt sowohl vorne als auch bei der Backplate Metall zum Einsatz. Für Leuchteffekte sorgt das „RGB Halo Lighting“. Weitere Informationen liefern die Produktseiten.
GPU-Takt über 2.700 MHz
Dort wird auch ein hoher GPU-Takt von 2.730 MHz genannt, der für den „Performance“-Modus gelten dürfte. Das zweite BIOS liefert den „Silent“-Modus. Auch die ROG GeForce RTX 5090 Matrix von Asus sowie die MSI RTX 5090 Lightning Z sind mit hohen 2.730 MHz spezifiziert – höhere Herstellerangaben gibt es für eine RTX 5090 bisher nicht.
Mit 33 cm gehört die RTX 5090 Infinity zu den kürzeren GeForce RTX 5090. Zur Stromversorgung dient der wegen Problemen umstrittene 16-Pin-Stecker.
Noch keine Informationen zum Preis
Gigabytes globale Pressemitteilung spricht von einer sofortigen Verfügbarkeit der Aorus GeForce RTX 5090 Infinity, nennt aber noch keinen Preis. Auf Nachfrage der Redaktion bei Gigabyte Deutschland gab es ebenfalls noch keine Preisangabe.
Apps & Mobile Entwicklung
Joint Venture Nr. 2: Sony will zusammen mit TSMC Bildsensoren bauen

TSMC und Sony, das funktioniert bei der Foundry JASM bereits. Nun gibt es ein neues Joint Venture, dieses Mal mit Sony am Steuer. Denn während Sony an JASM nur knapp 20 Prozent hält und primär TSMC für die Umsetzung verantwortlich ist, soll das neue Vorhaben unter Sonys Federführung laufen und Know-how von TSMC nutzen.
TSMC × Sony klappt schon bei JASM
Eigentlich ist TSMC kein Freund von Joint Ventures, das Unternehmen hält lieber selbst die Zügel in der Hand. Vor einigen Jahren wich das Unternehmen von dieser Philosohpie erstmals ab und setzte mit JASM eine erste Fabrik auf japanischen Boden – es sollte eine einmalige Sache werden. Aber das klappte so gut, dass daraufhin eine zweite Fab folgte, die kürzlich in die 3-nm-Klasse befördert wurde. Und noch mehr: ESMC, der europäische Ableger, der in Dresden seine erste Fabrik baut, folgt dem japanischen Vorbild.
Heute erklärten Sony und TSMC, dass sie ein Joint Venture gründen wollen, um Bildsensoren auf das nächste Level zu hieven. Bildsensoren (CIS) sind einer von Sonys wichtigsten Geschäftszweigen im Halbleiterbereich, schließlich ist man hier deutlicher Marktführer mit aktuell geschätzten über 50 Prozent Anteil. Das ist dennoch eine interessante Wendung respektive Entwicklung, vor ziemlich exakt einem Jahr hieß es nämlich, Sony könnte sich von der Fertigung der Sensoren verabschieden. Nun stürmt das japanische Unternehmen zusammen mit TSMC nach vorn, will das Know-how in der Fertigung von TSMC nutzen, um eben noch bessere Sensoren zu fertigen und den größten Konkurrenten Samsung in Schach zu halten.
Man investiert (viel), wenn auch Japan Geld gibt
Sony wird dafür die neue Fabrik in Koshi City, Kumamoto Prefecture, mit entsprechenden Entwicklungs- und Produktionslinien zur Verfügung stellen – JASM liegt quasi nebenan. Auch über zusätzliche Investitionen in die bestehende Fabrik in Nagasaki wird dabei nachgedacht, hier komme es aber auch auf die Unterstützung vom Staat an, betont Sony bereits heute. Japan ist bekannt dafür, solche Projekte durchaus großzügig zu fördern, gern kann hier am Ende mehr als die Hälfte der geplanten Investition als Subvention ausgeschrieben sein.
Noch ist das Thema aber nicht vollständig in trockenen Tüchern, bisher wurde lediglich ein memorandum of understanding (MOU) unterschrieben. Die kommenden Monate dürften hier Klarheit bringen.
Apps & Mobile Entwicklung
BOE: RGBX-Panel erreicht 130 Prozent des BT.2020-Farbraums
BOE zeigt auf der Display Week Fortschritte in der Display-Entwicklung rund um LCD, OLED und Micro-LED. Ein 85-Zoll-LCD-Panel für Fernseher soll dabei weit über die BT.2020-Farbraumabdeckung hinaus gehen. Und bei faltbaren Smartphones soll der Falz endlich vollständig verschwinden. Gamer hingegen bekommen Full HD mit 1.000 Hz.
Auf der Ausstellungsfläche der Fachmesse zeigt BOE einen 85 Zoll großen „UB Cell 5.0 RGBX Ultra TV“, demnach den Prototyp eines Fernsehers mit eigenem LCD-Panel, das auf die Kombination aus „RGBX Panel + RGBX Backlight“ setzt, wie das Unternehmen erläutert. RGBX steht bei BOE für eine LCD-Technologie, die ein spezielles RGBX-Panel mit einer ebenfalls RGBX-basierten Hintergrundbeleuchtung mit „vier Primärfarben“ nutzt, wodurch größere Farbräume und präzisere Farben erreicht werden sollen.
85-Zoll-LCD-Panel mit 130 Prozent BT.2020
BOE gibt für das Ausstellungsstück eine Farbraumabdeckung von 130 Prozent BT.2020 an. Im CIE-Farbsystem würde somit ein nochmals größerer Bereich abgedeckt werden, als es aktuelle High-End-Fernseher – im Idealfall und je nach Inhalt – mit bis zu 100 Prozent BT.2020 derzeit zu leisten imstande sind.
RGBX steht bei BOE für ein Farbsubpixelsystem mit vier Farbkanälen statt der üblichen drei. Klassische Displays nutzen RGB (Rot, Grün, Blau), bei RGBX kommt ein zusätzlicher vierter Kanal hinzu, der je nach Implementierung für erweiterte Farbdarstellung, höhere Helligkeit oder bessere Effizienz genutzt wird. BOE kombiniert dieses Konzept sowohl im LCD-Panel als auch in der Hintergrundbeleuchtung.
Der genaue technische Aufbau des „X“-Kanals wurde von BOE bislang aber nur teilweise offengelegt. Es soll sich aber nicht einfach um ein Weiß-Subpixel wie bei RGBW handeln, vermutet wird, dass „X“ entweder ein Cyan-/Emerald-artiger Kanal oder ein breitbandiger Zusatzkanal ist, der besonders schwierige Farben (etwa Türkis, Goldtöne oder sehr gesättigte Rot-/Grün-Übergänge) präziser darstellen kann.
Monitor mit Full HD und 1.000 Hz
Im LCD-Segment zeigt BOE auch ein 24,5 Zoll großes Panel mit Full-HD-Auflösung und 1.000 Hz Bildwiederholfrequenz. Die technischen Fortschritte basieren demnach vor allem auf den weiterentwickelten Oxide- und BNL-Technologien des Konzerns. Möglich werden die 1.000 Hz laut BOE durch schnelle Oxide-TFTs mit hoher Elektronenbeweglichkeit. Zusammen mit 1 ms Reaktionszeit und der BOE-Technik gegen Bewegungsunschärfe (BLMB) sorge das für sehr flüssige Bewegungen ohne sichtbares Verwischen. Trotz der extrem hohen Bildrate biete der Monitor weiterhin einen großen Farbraum und breite Blickwinkel.
Die BNL-Technologie („Beneficial Natural Light“) wurde entwickelt, um Displays augenschonender zu machen. Dafür ahmt BOE Eigenschaften von natürlichem Licht nach, etwa durch optimierte Lichtfarben, spezielle Polarisation und angepasste Lichtsteuerung. Das erste 13,8-Zoll-Tablet-Display mit dieser Technik nutze sieben BNL-Verfahren, darunter eine spezielle Entspiegelungsfolie, Infrarot-Technik und ein breites Farbspektrum. Dadurch soll das Bild natürlicher und angenehmer für die Augen wirken.
Faltbares OLED endlich ohne Falz?
Im Bereich OLED demonstriert BOE die Weiterentwicklungen des eigenen „f-OLED“, eine Abkürzung für flexible OLED-Panels, wie sie in faltbaren Smartphones zum Einsatz kommen. Die aktuelle Panel-Generation soll die Falztiefe und das Gefälle zum Falz um weitere 60 Prozent reduzieren und zugleich die mechanische Belastbarkeit um 50 Prozent steigern. Es soll „virtually“, was im Englischen für „nahezu“ oder „praktisch“ steht, keine Falz mehr mit den Fingern oder Augen wahrzunehmen sein.
Dünne Micro-LED-Module bis 205 Zoll
Micro-LED, bei BOE kurz MLED genannt, wird mit dem „world’s first 205-inch COG ultra-slim HDR Micro LED product“ abgedeckt. COG steht für „Chip-on-Glass“ und beschreibt eine Displaybauweise, bei der die Treiberchips direkt auf das Glas des Panels montiert werden, statt auf einer separaten Leiterplatte zu sitzen. Dadurch werden Displays dünner, leichter und haben weniger Rand. Bei BOE kommen die Micro-LED-Module in einer Bautiefe von lediglich 5 mm. Sie unterstützen das „Seamless Splicing“, eine Technik, bei der Micro-LED-Module so präzise zusammengefügt werden, dass die Übergänge zwischen ihnen praktisch unsichtbar sind.
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Social Mediavor 2 MonatenCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Social Mediavor 3 MonatenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenSmartphone‑Teleaufsätze im Praxistest: Was die Technik kann – und was nicht
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenIntel Nova Lake aus N2P-Fertigung: 8P+16E-Kerne samt 144 MB L3-Cache werden ~150 mm² groß
-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenBlade‑Battery 2.0 und Flash-Charger: BYD beschleunigt Laden weiter
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
Top 10: Der beste Luftgütesensor im Test – CO₂, Schadstoffe & Schimmel im Blick


