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Künstliche Intelligenz

Matter 1.6 nimmt neuen Anlauf bei plattformübergreifender Geräteverwaltung


Die Connectivity Standards Alliance (CSA) hat die Spezifikation Matter 1.6 veröffentlicht. Neue Geräteklassen werden nicht eingeführt. Stattdessen soll die Spezifikation ein zentrales, bislang nur teilweise eingelöstes Versprechen des Standards voranbringen: Smart-Home-Geräte unabhängig vom gewählten Ökosystem nutzbar zu machen. Dafür soll die gemeinsame Verwaltung eines Smart Homes durch Plattformen wie Apple Home, Google Home und Alexa deutlich einfacher werden.

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Möglich machen soll das vor allem eine neue Funktion namens Joint Fabric. Sie erweitert den Multi-Admin-Ansatz von Matter, also die Nutzung eines Smart-Home-Geräts über mehrere Plattformen hinweg. Bereits Matter 1.4 sollte die Freigabe von Geräten zwischen verschiedenen Plattformen mit einer einzigen Zustimmung des Nutzers vereinfachen, ließ aber weiterhin getrennte Matter-Netze der einzelnen Anbieter bestehen. Joint Fabric geht einen Schritt weiter: Mehrere vom Nutzer autorisierte Smart-Home-Plattformen sollen künftig dieselbe Matter-Installation gemeinsam verwalten können, statt jeweils eigene Matter-Netze aufzubauen. Geräte, die zu dieser gemeinsamen Umgebung hinzugefügt werden, sollen dann automatisch in allen teilnehmenden Systemen verfügbar sein. Zugriffsrechte lassen sich laut CSA unabhängig von den Geräten erteilen oder entziehen.

Eine weitere Neuerung soll die Einrichtung fest installierter Matter-Geräte vereinfachen. Matter 1.6 erlaubt erstmals die vollständige Inbetriebnahme über bidirektionale NFC-Kommunikation. Bislang konnte NFC zwar bereits Einrichtungsinformationen bereitstellen und damit das Scannen eines QR-Codes ersetzen, die eigentliche Einrichtung lief aber weiterhin über Bluetooth LE. Künftig soll der gesamte Vorgang per NFC möglich sein. Das ist vor allem bei Deckenleuchten, Unterputzschaltern und anderen fest verbauten Geräten relevant, die sich so bereits vor der endgültigen Montage oder vor dem Einschalten des Netzstroms einrichten lassen. Bei größeren Installationen können mehrere Geräte vorab konfiguriert und später am vorgesehenen Ort aktiviert werden.

Matter 1.6 bringt außerdem Änderungen für vernetzte Thermostate. Statt direkter Befehle können Smart-Home-Plattformen künftig zeitlich begrenzte Empfehlungen senden. Das Thermostat entscheidet dann anhand der aktuellen Situation und der vom Nutzer festgelegten Präferenzen, ob es diese Empfehlung umsetzt oder zurückstellt. So soll verhindert werden, dass eine Automatisierung kurz nach einer manuellen Änderung die Temperatur wieder überschreibt oder dass ein Energiesparprogramm eines Versorgers durch eine andere Plattform ausgehebelt wird. Auch Vorgaben wie Energieeinsparung, Luftqualität oder Luftfeuchtigkeit sollen sich über mehrere Dienste hinweg berücksichtigen lassen. Folgt das Thermostat einer Empfehlung nicht, soll es dafür eine standardisierte Begründung liefern.

Daneben führt die neue Spezifikation mehrere Detailverbesserungen ein. Geräte können ihre Fähigkeiten und Betriebsgrenzen standardisiert mitteilen, Sicherheitssensoren zusätzlich zu ihrem aktuellen Status auch frühere Ereignisse melden. Rauch- und CO-Melder zeigen künftig an, wenn sie aus der Halterung entfernt wurden. Zudem soll die Verwaltung widerrufener Zertifikate skalierbarer werden.

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Wann und in welcher Form Hersteller und Plattformbetreiber die neuen Funktionen umsetzen werden, bleibt offen. Die zögerliche Umsetzung neuer Matter-Spezifikationen durch die Plattformen gilt bislang als eines der größten Hindernisse des Standards.


(tobe)



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Künstliche Intelligenz

Spuren einer Millionen Jahre alten ksomischen Explosion im Meeresgrund entdeckt


Vor mehr als 100 Millionen Jahren kam es in der Nähe unseres Sonnensystems zu einem sehr seltenen und dramatischen Ereignis, einem sogenannten r-Prozess. Die Spuren davon hat ein deutsch-australisches Team auf dem Grund des Zentralpazifiks gefunden.

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Das Team des Helmholtz-Zentrum Dresden – Rossendorf (HZDR) und der Universitäten von Canberra und Sydney hat Eisen-Mangan-Krusten untersucht, mineralische Ablagerungen aus der Tiefsee. Darin fanden sie neben Spuren der radioaktiven Isotope Eisen-60 und Curium-247 auch das sehr seltene und langlebige Plutonium-244.

Letzteres entsteht in einem r-Prozess, eine Abkürzung für Rapid Neutron-Capture Process. Das ist ein Neutroneneinfangprozess, der bei hohen Neutronen-Dichten und Temperaturen abläuft und bei dem ein Atomkern in sehr kurzer Zeit extrem viele Neutronen einfängt. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Plutonium aus sehr seltenen kosmischen Explosionen stammt, wie sie etwa beim Verschmelzen zweier Neutronensterne oder sehr energiereichen Supernovae auftreten würden“, sagt Anton Wallner, Leiter der Abteilung Beschleuniger-Massenspektrometrie und Isotopenforschung am HZDR.

Danach habe sich das im interstellaren Medium verteilt und sei über Millionen Jahre hinweg kontinuierlich auf die Erde herabgeregnet, sagte Wallner weiter. Daraus schloss das Team, dass das Isotop bei einem Prozess entstand, der vergleichsweise lang her ist, denn nur so hatte das Isotop genügend Zeit gehabt, sich wie ein gleichmäßiger Schleier im interstellaren Medium zu verteilen. Aus der Halbwertszeit von Plutonium-244, die bei 80 Millionen Jahren liegt, ermittelten die Forscher, dass das r-Prozess-Ereignis – das letzte in unserer kosmischen Nachbarschaft -– vor mehr als 100 Millionen Jahren stattfand.

Das Eisen-60, das die Forscher ebenfalls in der Kruste nachwiesen, stammt hingegen von deutlich jüngeren Ereignissen: Das Isotop war in zwei Zonen konzentriert, anders als das gleichmäßig verteilte Plutonium. Der Eisen 60-Verlauf zeige zwei eindeutige Signaturen erdnaher Supernova-Explosionen, teilte das Team mit. Diese müssen aber jüngeren Datums sein, da die Halbwertszeit von Eisen-60 nur 2,62 Millionen Jahre beträgt.

Eisen-Mangan-Krusten sind Ablagerungen der Metalle aus dem Meerwasser. Sie wachsen millimeterweise über Millionen Jahre. Dabei nehmen sie auch Stoffe aus ihrer Umgebung auf und lagern sie ein, darunter auch Isotope aus dem Weltall.

Deren Konzentration ist dabei äußerst gering: ein Plutonium-Atom zwischen rund zehn Trilliarden anderer Atome. Erst seit kurzem steht die Technik zur Verfügung, um solche geringen Mengen zu detektieren. „Wir brauchen nur 100 Plutonium-Atome in der Endprobe, um eines davon im Detektor einzufangen. Diese Sensitivität ist weltweit einzigartig“, sagt Michael Hotchkis, leitender Wissenschaftler am VEGA. Das Instrument der Australian Nuclear Science and Technology Organisation in Sydney ist die derzeit einzige Maschine, die empfindlich genug ist, derartige kosmische Spuren nachzuweisen.

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Die Verschmelzung von Neutronensternen ist sehr selten. Zwei Ereignisse dieser Art wurden in den vergangenen letzten Jahren anhand von Gravitationswellen erfasst. Sie fanden aber beide in anderen Galaxien statt.


(wpl)



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Künstliche Intelligenz

WhatsApp testet Textnachrichten zum einmaligen Betrachten


WhatsApp testet eine Funktion, mit der Nutzer Textnachrichten nur zum einmaligen Betrachten versenden können. Das Feature ergänzt vorhandene Einmal-Funktionen im Messenger, die bereits für Fotos, Videos und Sprachnachrichten existieren. Eine offizielle Verlautbarung dazu gibt es noch nicht. Die Funktion wurde aber in einer aktuellen Testversion für das iPhone entdeckt, die über Apples Beta-Plattform TestFlight verbreitet wird. Vor einiger Zeit war sie auch bereits in einer Android-Testversion gesichtet worden.

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Laut der Website WABetaInfo haben sich Nutzer bislang oft mit einem Workaround beholfen, um Textnachrichten zu versenden, die vom Empfänger nur einmal angesehen werden können. Sie verschickten diese einfach als Bildunterschrift zu einem Foto. Dadurch, dass Fotonachrichten zur einmaligen Betrachtung versendet werden können, war es so möglich, auch den Text zu schützen. Die neue Funktion macht diesen Umweg überflüssig. Bislang wurde das Feature in Einzel- und Gruppenchats gesichtet. Für Channels ist es offenbar nicht vorgesehen.

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Nutzer müssen zum Versenden solcher Nachrichten lange auf den Sende-Button drücken. Daraufhin öffne sich ein Drop-down-Menü, das einen Eintrag enthält, um die Nachricht zum einmaligen Ansehen zu verschicken. WhatsApp schütze die Nachrichten zudem vor Bildschirmvideos und Screenshots. Auch das Kopieren, Weiterleiten und Speichern sind gesperrt. Letztlich kann die Meta-Tochter aber das Risiko, dass solche Nachrichten weiterverbreitet werden, nur minimieren. Es bleibt zum Beispiel möglich, den Bildschirm des Geräts einfach mit einem zweiten Gerät abzufilmen.

WhatsApp würde mit der neuen Textfunktion eine überfällige Lücke in seinem bisherigen Paket der Schutzmaßnahmen schließen. Hierzu gehört neben den vorhandenen Optionen zum Versenden solcher Einmal-ansehen-Nachrichten auch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Ebenfalls zum Schutzpaket gehört die kürzlich angekündigte Advanced Chat Privacy, die etwa das Exportieren von Chats und den automatischen Medien-Download unterbindet. Ob und wann die Funktion an alle Nutzer verteilt wird, ist gegenwärtig jedoch noch unklar.


(mki)



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Künstliche Intelligenz

Operation Endgame: Ermittler säubern tausende Blogs von SocGholish


In einer neuen Ausgabe der „Operation Endgame“ haben internationale Ermittler Erfolge gegen die Malware „SocGholish“ erzielt. Sie reinigten fast 15.000 infizierte WordPress-Blogs und nahmen Botnet-Infrastrukturen vom Netz. Betreiber der kriminellen Netzwerke ist eine Bande namens „Evil Corp“, die seit mehr als einem halben Jahrzehnt aus Russland mit Cybercrime ihr Geld verdient.

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Wie die niederländische Polizei nun bekannt gab, haben Ermittler dort gemeinsam mit kanadischen, US-amerikanischen und deutschen Strafverfolgern 106 Server und Domains des SocGholish-Backends vom Netz genommen und 14.971 Webseiten repariert. Die nicht weiter ausgeführte „Säuberung infizierter WordPress-Seiten“ ging mit einer Benachrichtigung der Opfer einher und umfasste auch eine dringende Ermahnung, Updates der populären Blogsoftware künftig schneller einzuspielen.

Zudem stießen die Ermittler auf über 1,4 Millionen Zugangsdaten zu Blogs, deren Eigentümer sie mittels Diensten wie HaveIBeenPwned benachrichtigen wollen. Sie rufen zudem WordPress-Admins auf, ihre Zugangsdaten zu ändern, unbekannte oder ungenutzte Konten im Blog zu löschen und ihre WordPress-Installation stets aktuell zu halten.


KI-generierter Ermittler bei Operation Endgame

KI-generierter Ermittler bei Operation Endgame

Mit Schlapphut und Trenchcoat: Der KI-Ermittler der Operation Endgame trinkt offenbar bei der Arbeit Hochprozentiges. Ist nüchtern alles schwer zu ertragen.

(Bild: operation-endgame.com)

„Operation Endgame“ ist der Name einer großangelegten Aktion gegen Cyberkriminelle, das Schadsoftware-Ökosystem und digitale Erpressung. Die Ermittler haben sie im Stil einer TV-Serie in Staffeln unterteilt und veröffentlichen häufig kurze KI-generierte Videos, mit denen sie Kriminelle unter Druck setzen und zum Verrat ihrer Spießgesellen auffordern. So auch dieses Mal: Ein schwarz-weißes Video im Stil der Comicverfilmung „Sin City“ zeigt einen Ermittler in Schlapphut und Trenchcoat, der die SocGholish-Gangster jagt.


(cku)



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