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Mega-Bestellung: SK Hynix kauft EUV-Systeme für 6,9 Mrd. Euro bei ASML ein


SK Hynix macht beim Kapazitätsausbau ernst und gibt eine riesige Bestellung von EUV-Systemen bei ASML in den Niederlanden auf. Der südkoreanische Speicherriese will damit bereits bis Ende 2027 seine Fabriken aufrüsten und die Kapazität für DRAM und NAND deutlich steigern.

In einer Börsen-Pflichtmitteilung von SK Hynix, die via Südkoreas DART-System (Data Analysis, Retrieval and Transfer System) einsehbar ist, bestätigt das Unternehmen die Absicht, für 6,913 Milliarden Euro bei ASML EUV-Systeme zu kaufen. Beachtlich ist dabei, wie schnell das doch am liebsten gehen soll: Das Geld wird bis Ende Dezember 2027 zur Verfügung stehen, die Order soll binnen zwei Jahren vollendet sein. Bereits im Herbst des letzten Jahres war vermutet worden, dass SK Hynix eine Bestellung von bis zu 20 EUV-Systemen aufgeben könnte.

Für knapp sieben Milliarden Euro Belichtungsmaschinen für Speicherfabriken auf einen Schlag zu ordern ist bisher ziemlich einzigartig. Denn die Speicherhersteller sind anders als Logic-Fertiger wie TSMC viel vorsichtiger und langsamer beim Umstieg auf EUV gewesen, belichten so auch heute oft nur eine Handvoll Lagen – wenn überhaupt – mit EUV, um danach mit klassischen DUV-Scannern weiterzuarbeiten. Doch mit zunehmendem Fortschritt wird das in Zukunft auch hier mehr – genau dafür wappnet sich SK Hynix nun. Das Unternehmen gehörte ohnehin aber bereits zu den Herstellern, die EUV eher früh ausprobiert haben, schon seit 2021 wird es in den Anlagen genutzt.

Für 6,9 Milliarden Euro gibt es viele Maschinen

Was genau bestellt wird, darüber gibt es keine genauen Details, sie sind Bestandteil der Verträge und darin auch ausgehandelten Preise. Denn wie in jeder Branche gibt es bei bestimmten Volumen zu gewissen Konditionen auch dort Rabatte oder Service-Pakete, die das ganze abrunden. Für 6,9 Milliarden Euro könnte es theoretisch fast 30 EUV-Systeme geben, deren Preis bei der neuesten Ausführung NXE:3800E nun wohl knapp über der 200-Millionen-Euro-Marke liegen dürfte.

Vorteile von High-NA
Vorteile von High-NA (Bild: ASML)

Sollte im Bestellumfang aber auch das eine oder andere High-NA-EUV-System dabei sein, von dem SK Hynix auch schon eines der aktuellsten Sorte in der Erprobung nutzt, fällt die Order gleich deutlich anders aus: Diese Maschinen kosten eher 350 bis 400 Millionen Euro.

Eine der neuen Fabriken von SK Hynix auf der Mega-Baustelle im Yongin Semiconductor Cluster dürfte unter anderem das Ziel der Belichter werden. Hier entstehen riesige Fabrikgebäude, die voll ausgebaut in sechs Reinräumen auf vielen Etagen in Zukunft riesige Mengen an Speicher produzieren. Die EUV-Belichter dürfte aber auch im Fabrikausbau M15X in Cheongju als auch der Fab M16 in Icheon eingesetzt werden.

Der Komplettbau in zwei großen Bauabschnitten
Der Komplettbau in zwei großen Bauabschnitten (Bild: SK Hynix)



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System76: Linux-Laptop Serval WS bekommt neue CPU-Optionen spendiert


System76: Linux-Laptop Serval WS bekommt neue CPU-Optionen spendiert

Bild: System76

System76 bietet den 16-Zoll-Laptop Serval-WS ab sofort mit Intel-CPUs der Core-Ultra-2-Reihe an. Zur Wahl stehen der Core Ultra 9 290HX Plus und Ultra9 275HX. Die Standardkonfiguration des High-End-Laptops mit Linux als Betriebssystem startet bei rund 3.600 US-Dollar.

System76 bietet Computersysteme an, die standardmäßig mit dem hauseigenen Linux-Distribution Pop!_OS ausgeliefert werden. Dabei gehört der Serval WS zu einem der leistungsstärksten Laptops im Produktportfolio des US-amerikanischen Herstellers, der sich insbesondere für Gaming, Forschung, Maschinenbau sowie maschinelles Lernen eignet. Und jetzt gibt es das High-End-Notebook mit neuen Intel-Prozessoren.

Serval WS jetzt mit Intel-Core-Ultra-CPUs

Dabei können Käufer des Serval WS zwischen zwei 24-Kern-Prozessoren wählen: In der Standardkonfiguration gibt es den Intel Core Ultra 9 290HX Plus, der einen Boost-Takt von bis zu 5,5 GHz bietet. Alternativ kann der High-End-Laptop gegen einen Abschlag von 300 US-Dollar mit einem Intel Core Ultra 9 275HX konfiguriert werden, der einen maximalen Boost-Takt von 5,4 GHz besitzt. Beide CPUS haben jeweils 8 Performance- sowie 16-Effizienzkerne.

Das 16-Zoll große und matte Display löst mit 2.560 x 1.600 Pixeln und ist im 16:10-Format ausgeführt, wobei die Bildwiederholrate bei maximal 240 Hertz liegt. Als Grafikkarte ist im Serval-WS-Refresh eine Nvidia GeForce RTX 5070 Ti verbaut, die 12 GB GDDR7-Videospeicher besitzt. Für KI-Anwendungen steht hinsichtlich der Grafikkarte eine Leistung von 1.406 TOPS (Tera Operations Per Second) zur Verfügung, während beide zur Wahl stehenden Intel-CPUs 36 TOPS bieten.

Standardmäßig ist der Serval WS zudem mit 32 GB DDR5-RAM mit 5.600 MHz ausgestattet. Zu einem Aufpreis von 499 US-Dollar kann der Linux-Laptop mit 64 GB Arbeitsspeicher konfiguriert werden, während 96 GB RAM mit einem Aufpreis von 1.099 US-Dollar zu Buche schlagen. Im Hinblick auf den Massenspeicher ist standardmäßig eine 1 TB großes PCI-Express-4.0-Laufwerk verbaut, das laut Hersteller bis zu 5.000 MB/s Lese- und 3.600 MB/s Schreibgeschwindigkeit erreicht.

Für die drahtlose Konnektivität sorgen WLAN 7 und Bluetooth 5.4, es ist aber auch ein regulärer Ethernet-Port mit RJ45-Anschluss verbaut (2.5 GbE Ethernet). Darüber hinaus verfügt der Serval WS über eine eingebaute 5-Megapixel Webcam plus Mikrofon, interne Lautsprecher und eine Audio-Buchse. Zudem gibt es einen HDMI-Anschluss und zwei Thunderbolt-4-Ports. Als Batterie kommt ein 8 Zellen großer Akku mit 80 Wh zum Einsatz.

Pop!_OS mit Cosmic-Desktop oder Ubuntu vorinstalliert

System76 liefert den Serval WS standardmäßig mit Pop!-OS 24.04 LTS mit der hauseigenen Cosmic-Desktopumgebung aus. Alternativ kann der Laptop auch mit Ubuntu 24.04 LTS oder 26.04 LTS konfiguriert werden, wobei natürlich auch die eigenständige Installation anderer Linux-Distributionen möglich ist.

Die Maße des High-End-Notebooks liegen bei 355,85 × 271,02 × 19,81 mm bei einem Gewicht von 2,25 kg für die Standardkonfiguration. Der Preis für die Standardkonfiguration des Serval WS liegt bei 3.599 US-Dollar, wobei hier noch Versandkosten aus den USA hinzukommen. Zudem bietet System76 aktuell nur eine Tastatur mit QWERTY-Layout an. Die vollständigen Details können in den technischen Spezifikationen des Modells eingesehen werden.



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Für 90+ Prozent Marge: SK Hynix baut mehr DDR5 statt HBM während Samsung lauert


Laut koreanischen Medien könnte SK Hynix beim Ausbau DRAM gegenüber HBM bevorzugen, die Knappheit hier führt zu extremen Preisen und kann für Margen theoretisch jenseits der 90 Prozent sorgen. Unterdessen lauert Samsung mit HBM-Rekordauslieferungen, noch nie hat das Unternehmen in so kurzer Zeit einen Milliardenumsatz erzielt.

Samsung feiert Milliardenumsatz mit HBM4 …

Südkoreanische Medien haben in Samsung stets ihren Favoriten, SK Hynix wiederum hat es dort stets etwas schwerer. Und so passt auch der Tenor dieses Mal: Während Samsung HBM-Umsatz nach vier Monaten wohl die Milliardenmarke geknackt hat und natürlich auch ein großer Erfolg ist, berichtet Yonhap, wird die Strategie von SK Hynix doch eher kritisch gesehen.

… während SK Hynix DDR5/LPDDR5 ausbaut

Dabei ist der Fokus auf die Breite des Marktes von SK Hynix und neben der Fertigung von zusätzlichem HBM auch die Adressierung von DDR5 und LPDDR5 als die wohl knappeste Ressource in den kommenden Monaten mit Aussicht auf extreme Gewinne, der insgesamt betrachtet vielleicht sogar bessere Weg. Denn im Zweifel oder bei größeren Fluktuationen in den kommenden Jahren könnten diese Produktionslinien bei SK Hynix schließlich auch noch schnell für NAND genutzt werden, dem nächsten boomenden Markt.

SK Hynix überholt Samsung beim Börsenwert

Der Ausgangspunkt bei SK Hynix ist aber auch ein ganz anderer. Über 40 Prozent des Umsatzes erzielt das Unternehmen bereits mit HBM, bei Samsung ist der Wert viel geringer. Nach dem HBM3e-Fiasko hat Samsung aber bei HBM4 immerhin einen sauberen Start ohne Probleme hinbekommen. Dennoch führte das dazu, dass der Börsenwert von SK Hynix diese Woche erstmals den von Samsung übertroffen hat und so Südkoreas wertvollster Konzern wurde. Auch das ist letztlich eine Geschichte für die Bücher: 2002/2003 stand SK Hynix kurz vor dem Kollaps und Verkauf an Micron, war de facto pleite und ein Pennystock.

Ausbau der gesamten Produktpalette

Die Anpassung von SK Hynix hinsichtlich einer gesteigerten Produktion von DDR5 und LPDDR5 wird auch damit begründet, dass angeblich die Rubin-Prognosen angepasst wurden. Dafür gibt es jedoch keinerlei Anzeichen, außer die Chosun heute von einem Insider bezieht, zuletzt sah es eher nach dem Gegenteil aus: Die Nachfrage könnte noch steigen.

Langfristig gesehen werden beide Hersteller stark expandieren und sich vermutlich auch etwas mehr angleichen. Dass der Marktanteil von Samsung bei HBM steigen wird, ist dabei auch klar und erwartet worden, SK Hynix wiederum nimmt nun aber die gesamte Produktpalette beim Ausbau ins Visier. Denn laut Schätzungen fertigt Samsung bisher auch noch etwas mehr DRAM als SK Hynix – knapp 700.000 Wafer im Monat zu knapp 600.000 Wafer im Monat – hier füllt letztlich SK von dieser Seite die Lücke. Das heißt wiederum auch nicht, dass SK Hynix HBM liegen lassen wird. Auch hier ist eher das Gegenteil der Fall, auch die Produktion wird nach wie vor ausgebaut.

Ein Blick auf die Baustelle von SK Hynix
Ein Blick auf die Baustelle von SK Hynix (Bild: Yonap via The Korea Times)

Zuletzt erklärte das Unternehmen offiziell, binnen acht Jahren die Speicherfertigung verdreifachen zu wollen. Ganz so aggressiv ist Samsung offiziell bisher nicht, beschleunigt zwar die Ausbauten in Pyeongtaek, das Volumen dort bleibt insgesamt betrachtet vermutlich aber unter dem von SK Hynix anvisierten.

Weitere Pläne zur Maximierung der Kapazität dürften aber auch bei Samsung vermutlich noch in diesem Jahr folgen, ursprünglich wollte auch Samsung im gleichen Yongin Semiconductor Cluster wie SK Hynix einmal Fabriken bauen. Bisher gibt es davon aber nur Renderings.

Samsungs geplante Fabriken Yongin
Samsungs geplante Fabriken Yongin (Bild: Hankookilbo)



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Outlook für macOS: Microsoft legt wichtige Funk­tion bei Beantwor­tung von Nachrichten lahm


Outlook für macOS: Microsoft legt wichtige Funk­tion bei Beantwor­tung von Nachrichten lahm

Microsoft beweist bei Outlook weiterhin kein glückliches Händchen: Mit dem jüngsten Update hat der Softwarekonzern versehentlich eine wichtige E-Mail-Funktion außer Kraft gesetzt, wodurch beim Beantworten von Nachrichten der bisherige Verlauf nicht mehr übernommen wird und dadurch die Übersicht über Konversationen verloren geht.

Update sorgt bei Microsoft erneut für Probleme

Betroffen sind laut einem Bericht von „The Register“ Nutzer von Outlook für macOS, die in der vergangenen Woche auf Version 16.110 (Build 26061317) aktualisiert haben. Mit dieser Version hat Microsoft unbeabsichtigt die Anzeige der ursprünglichen Nachricht im Antwortfenster entfernt. Während zuvor der komplette bisherige Verlauf automatisch in die neue Nachricht eingebettet wurde, erscheint beim Antworten nun lediglich eine leere Nachricht ohne den vorangegangenen E-Mail-Inhalt.

Verläufe werden nicht mehr übernommen

Betroffene Nutzer berichten laut dem Artikel, dass durch den Fehler im Grunde keine durchgängigen E-Mail-Konversationen mehr möglich sind. Nutzer von Outlook erhalten dadurch zunächst eine Nachricht ohne Kontext und müssen selbst in älteren E-Mails nach dem Inhalt des Gesprächs suchen. Gerade bei größeren zeitlichen Abständen erschwert das die Einordnung erheblich. Wer sich und seinem Gegenüber die Kommunikation erleichtern möchte, muss nun den bisherigen Verlauf manuell in die neue Nachricht kopieren. Vor allem in Unternehmen, in denen täglich eine große Zahl an Nachrichten beantwortet wird, dürfte dies zu erheblichem Mehraufwand führen.

Nutzer äußerten zudem Unverständnis darüber, dass ein derart grundlegender Fehler offenbar die Qualitätssicherung passieren konnte.

Aktuell nur Downgrade als Lösung

Microsoft arbeitet zwar an einer Fehlerbehebung, kann derzeit als Übergangslösung allerdings lediglich ein Downgrade auf eine ältere Outlook-Version sowie die Deaktivierung automatischer Updates empfehlen. Gerade in Unternehmen, in denen Macs zentral verwaltet werden, ist dieser Ansatz jedoch problematisch. IT-Abteilungen dürften daher mit zusätzlichem Support-Aufwand rechnen.

Vorgehen von Microsoft wird immer fraglicher

Der neue Vorfall wirft erneut Fragen zur Qualitätssicherung bei Microsoft auf. Zudem hat der Konzern mit dem neuen Outlook bei vielen Anwendern ohnehin einen schweren Stand, zahlreiche Nutzer greifen weiterhin lieber zum klassischen E-Mail-Client.

Das aktuelle Problem verdeutlicht darüber hinaus erneut ein grundlegendes Spannungsfeld: Einerseits fordert Microsoft regelmäßige Aktualisierungen und den Umstieg auf aktuelle Produkte, andererseits bergen gerade diese Updates das Risiko, zentrale Funktionen unbeabsichtigt außer Kraft zu setzen. Verstärkt wird dieser Eindruck dadurch, dass der Konzern in der vergangenen Woche angekündigt hatte, Office 2019 ab Juli auf Apple-Hardware in einen Modus mit eingeschränkten Funktionen zu versetzen. Für viele Kunden bleibt damit faktisch nur noch der Umstieg auf neuere Versionen.



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