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Meine Mitarbeiter essen um 20 Uhr im Büro zu Abend – und das ist gut so


Im Podcast 20VC verrät der Legora-CEO, welche Frage er seinen Bewerbern immer stellt und was die Antwort über Mentalität und Einstellung aussagt.

Meine Mitarbeiter essen um 20 Uhr im Büro zu Abend – und das ist gut so

Der Schwede Max Junestrand ist Mitbegründer von Legora, einem Legal-Tech-Startup, das kollaborative KI-Tools für Rechtsanwälte entwickelt.
Max Junestrand, Legora

Wer sich bei diesem Stockholmer Startup bewirbt, muss sich auf eine spannende Zeit einlassen, sagt sein CEO: In einer Folge des Podcasts The Twenty Minute VC (20VC) von Harry Stebbings, verrät Max Junestrand, CEO des 2 Milliarden Dollar schweren Legal-AI-Startups Legora, eine Interviewfrage, die er Bewerbern stellt, um ihre kulturelle Eignung zu beurteilen.

„Ich führe immer noch mit allen Bewerbern Vorstellungsgespräche und stelle ihnen ziemlich brutale Fragen wie: ‚Warum nehmen Sie einen so schwierigen Job an? Sie könnten auch woanders arbeiten‘“, sagte Junestrand.

Das schwedische Startup konkurriert mit dem in San Francisco ansässigen Unternehmen Harvey, das einen Wert von 8 Milliarden Dollar hat.

Das Ziel: Langfristig denken

„Ich versuche, Missionare zu schaffen, keine Söldner“, sagte Junestrand und bezog sich dabei auf eine Analogie, die der Risikokapitalgeber John Doerr von Kleiner Perkins vor Jahren geprägt hatte. „Und ich denke, das ist uns erfolgreich gelungen.“

Damals erklärte Doerr, dass Söldner für sich selbst arbeiten und Unternehmen gründen, um sie zu verkaufen, während Missionare sich darauf konzentrieren, für ein Team zu arbeiten und langfristig zu denken.

Hustler-Mentalität

Der CEO von Legora, der das Startup 2023 mitbegründet hat, sagte, er suche nach Menschen mit „roher Entschlossenheit“, denen es nichts ausmacht, lange zu arbeiten. Er sagte, seine Mitarbeiter würden um 20 Uhr im Büro zu Abend essen, und das Unternehmen habe an Silvester Verträge unterzeichnet.

Beim Weihnachtsessen des Unternehmens gab es Glühwein – und KPIs. „Wir hatten das große Umsatz-Dashboard vor uns stehen, und alle schauten es sich an, weil jeder Schwung haben will”, sagte er.

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Legora hat 300 Mitarbeiter und plant, die Größe des Teams in der ersten Hälfte 2026 zu verdoppeln. Ein Vertreter von Legora erklärte gegenüber Business Insider, dass sich die Mitarbeiterzahl des Unternehmens in den letzten sechs Monaten verdoppelt habe.





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Ich liebe dich. Wollen wir ein Startup gründen?


Liebe und Leadership - kann das funktionieren? Diese Tipps gibt ein Psychotherapeut und Gründer.

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AI Bonding. Collage: Dominik Schmitt/ Gründerszene

Ein Startup gemeinsam mit dem Partner zu gründen klingt romantisch – ist aber auch ein enormer Stresstest. In der deutschen Szene gibt es bekannte Gründerpaare, etwa hinter dem Food-Startup 3Bears aus München oder dem Gewürz-Startup Ankerkraut. Doch ist es wirklich klug, Liebe und Business zu vermischen?





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Andercore sammelt 40 Millionen ein – Blockbrain erhält 17,5 Millionen – Twentyfour bekommt 11,8 Millionen


#DealMonitor

+++ #DealMonitor +++ Andercore sammelt 40 Millionen ein +++ Blockbrain erhält 17,5 Millionen +++ Twentyfour Industries bekommt 11,8 Millionen +++ Circle Health streicht 9 Millionen ein +++ Wealth Collect Holding übernimmt Sushi Bikes +++

Andercore sammelt 40 Millionen ein – Blockbrain erhält 17,5 Millionen – Twentyfour bekommt 11,8 Millionen

Im #DealMonitor für den 12. Februar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

STARTUPLAND: SAVE THE DATE


The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND
+++ Du hast unsere zweite STARTUPLAND verpasst? Dann trage Dir jetzt schon einmal unseren neuen Termin in Deinen Kalender ein: STARTUPLAND 2026 findet bereits am 18. März statt. Mehr über Startupland

INVESTMENTS

Andercore
+++ Der tschechische ClimateTech-Investor Inven Capital, Atomico, Project A und Co. investieren 40 Millionen US-Dollar in Andercore. Das Berliner Unternehmen, 2021 von Elsa Cordonnier und Philipp Andernach, die zuvor bei Service Partner One (jetzt SoniQ) aktiv waren, gegründet, fliegt trotz der bekannten Unterstützer auch knapp fünf Jahre nach der Gründung noch immer komplett unter dem Szene-Radar. Die schweigsame Jungfirma positioniert sich derzeit als „KI-gestützte Handelsplattform für industrielle Beschaffung“. In einer Presseaussendung teilt das Team mit: „Andercore startete in zentralen Industriekategorien wie Energie, Infrastruktur und Baustoffe. Diese Kategorien bilden einen fokussierten Einstiegspunkt für eine Plattform, die darauf ausgelegt ist, schrittweise die gesamte industrielle Beschaffung abzudecke.“ Insgesamt flossen in den vergangenen Jahren bereits 75 Millionen US-Dollar in Andercore. Über den Einstieg von Inven Capital haben wir bereits im November berichtet. Project A hält derzeit knapp 18 % an Andercore. Auf Inven entfallen 9 %. Mehr über Andercore

Blockbrain
+++ Der Münchner Investor Alstin Capital, der Londoner Geldgeber 13books Capital, die HARTING Familienstiftung, Giesecke+Devrient Ventures, Landesbank Baden-Württemberg Ventures und Mätch VC investieren 17,5 Millionen Euro in Blockbrain. Das Startup aus Stuttgart, 2022 von Antonius Gress, Mattias Protzmann und Nam Hai Ngo gegründet, möchte Unternehmen dabei helfen „Fachwissen, Prozesse und Entscheidungslogiken sicher zu digitalisieren und organisationsweit nutzbar zu machen“. LBBW Venture Capital, G+D Ventures, Mätch VC, Plug and Play Ventures, w3.fund, Zeitgeist Group und Shio Capital investierten zuvor bereits in Blockbrain. Insgesamt flossen bisher 22,5 Millionen in die Jungfirma. Giesecke+Devrient Ventures hielt zuletzt rund 9 % an Blockbrain. Mehr über Blockbrain

Twentyfour Industries
+++ Der Schweizer Venture Capitalist Lakestar, OTB Ventures (Amsterdam) und der Berliner Geldgeber 468 Capital investierten bereits im Sommer des vergangenen Jahres 11,8 Millionen US-Dollar in Twentyfour Industries. Das DefenseTech aus München, 2024 von Clemens Kürten, Erik Linden und Martin Eichenhofer gegründet, setzt auf militärische Kleinstdrohnen. „Twentyfour Industries designs, manufactures, and deploys drones for European and allied partners – cost-effectively, at scale, and with end-to-end operational support“, teilt das Team zum Konzept mit. Mehr über Twentyfour Industries

Circle Health
+++  Der Berliner Investor Atlantic, CRB Health Tech (Madrid), Calm/Storm Ventures (Wien) und Kfund (Madrid) investieren 9 Millionen Euro (Eigen- und Fremdkapital) in Circle Healthsiehe auch tech.eu. Das Berliner HealthTech, 2023 von Peter Malmqvist und Jannik Tiedemann gegründet, möchte sich als „Praxis für Funktionelle Medizin & Prävention“ etablieren. „With this round of equity and debt, we’re able to bring Circle Health beyond Berlin, to Munich where we have just launched, and to Düsseldorf, Hamburg, and many more cities to come“, teilt Gründer Malmqvist mit. Atlantic hält nun 23,5 % am Unternehmen. Mehr über Circle Health

MERGERS & ACQUISITIONS

Wealth Collect HoldingSushi Bikes
+++ Die Wealth Collect Holding übernimmt das insolvente Münchner E-Bike-Startup Sushi Bikes. „Mit dem Erwerb setzt die WCH-Unternehmensgruppe ein klares Zeichen für den weiteren Ausbau ihrer integrierten Mobilitätsstruktur“, teilt der Insolvenzverwalter mit. Zur Beteiligungsgesellschaft Wealth Collect Holding aus Düsseldorf, die von Rainer Langnickel gegründet wurde, gehören unter anderem UDI Green Energy, die Photovoltaikplattform valuteo und die E-Bike-Marke myco. Sushi Bikes schlitterte im November in die Insolvenz. Das Unternehmen, 2018 von Andreas Weinzierl und TV-Moderator Joko Winterscheidt (2024 ausgestiegen) gegründet, setzt auf „E-Bikes für den modernen Stadtmenschen“. In den vergangenen Jahren flossen rund 5 Millionen in Sushi Bikes. Mehr über Sushi Bikes

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74



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Linkedin? Gym? Events? Wie ihr ein gutes Netzwerk aufbaut


„Hast du mal 30 Minuten?“ – solche Nachrichten bekommen Gründer und Investoren auf Linkedin oft. In unserem Podcast „Royal GS“ geht es darum, was beim Netzwerken nervt und was aber funktioniert.

Linkedin? Gym? Events? Wie ihr ein gutes Netzwerk aufbaut

Martin Eyerer (links) und Nikita Fahrenholz sprechen jede Woche im Gründerszene-Podcast Royal GS über Themen aus der Startup-Welt.
Glen David

„Du brauchst nicht netzwerken, wenn du was Krasses vorzuweisen hast“, mit dieser steilen These von Nikita Fahrenholz startet die neuste Podcast-Folge von Royal GS. Und sie ist bewusst provokant. Denn das, was viele unter Networking verstehen, also wahlloses Connecten, kalte Nachrichten, künstliche Nähe, sind eher Eitelkeiten, sagen Fahrenholz (Gründer von Delivery Hero & Fahrengold) und Martin Eyerer (Ex-CEO Factory Berlin, Unternehmer, Techno-DJ).

Hört die Folge hier: Spotify und Apple Podcast

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Doch hinter der Polemik steckt eine ernsthafte Frage: Braucht man wirklich ein Netzwerk, wenn man „einfach gut“ ist?

Die ehrliche Antwort der beiden Hosts: Ja. Aber nur, wenn man verstanden hat, was Netzwerken wirklich bedeutet – und was eben nicht.

Erfolgreiche Unternehmer investieren 6,5 Stunden pro Woche

Eine Studie, die Eyerer in der Folge zitiert, kommt zu dem Ergebnis: Erfolgreiche Unternehmer netzwerken im Schnitt 6,5 Stunden pro Woche. Das entspricht fast einem ganzen Arbeitstag.

Aber: Die Studie zeige auch, dass der Nutzen nicht unendlich mit dem Zeitaufwand steige. Irgendwann ist eine Sättigung erreicht.

Wer nur nimmt, fliegt raus

Eines der zentralen Learnings der Folge: Ein gutes Netzwerk ist kein Transaktionsraum. „Ich gebe dir etwas, damit ich von dir etwas zurückkriege“– so funktioniere es laut Eyerer nicht. Wer so denkt, werde schnell aussortiert. Die wichtigste Währung sei Vertrauen.

Das heißt konkret:

  • Nicht nur melden, wenn man etwas braucht
  • Zeit des anderen respektieren
  • Ressourcen nicht ausnutzen
  • Auch mal zehnmal geben, bevor man einmal nimmt

Ein Beispiel aus der Praxis von Eyerer: Wer ständig nach Gefallen fragt, etwa für Gästelisten, Intros oder Empfehlungen, verbrenne laut Eyerer damit nicht nur seine eigene Reputation, sondern auch die des anderen. Gute Netzwerker denken die Perspektive ihres Gegenübers immer mit, sagt er.

Oder anders gesagt: Wer jede Woche anruft, wird irgendwann nicht mehr zurückgerufen.

Der größte Networking-Fehler: „Hast du mal 30 Minuten?“

Und auch random Nachrichten auf Linkedin sind nicht das beste Stilmittel, um zu netzwerken. Fast jeder Gründer und Investor kennt sie: die Linkedin-Nachrichten ohne Anrede, ohne Kontext, ohne Vorleistung. Fahrenholz bekomme etwa zwei Nachrichten pro Woche à la „Hast du mal 30 Minuten für mich und meinen Kumpel? Wir haben da so eine Idee.“

Das Problem dabei sei aber nicht die Anfrage, sondern vielmehr die Message dahinter. Wer so fragt, signalisiere laut Fahrenholz, die Zeit des Anderen nicht zu respektieren. Netzwerken beginne nicht mit einer Bitte, sondern mit einem Offering. Da sind sich Fahrenholz und Eyerer einig.

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Fahrenholz nennt deswegen auch ein positives Gegenbeispiel: Als Fahrenholz mal in Mailand war, fragte er in einem Linkedin-Post, ob jemand Zeit für einen Kaffee hätte. Ein junger Unternehmer sah das und schrieb ihm eine kurze Nachricht. Er bot Fahrenholz an, sich für das Treffen nach ihm zu richten. Später erfuhr Fahrenholz, dass der junge Unternehmer extra aus Firenze angereist gekommen war. Heute ist er Head of Events bei Fahrenholz. Nicht, weil er „genetzwerkt“ hat. Sondern weil er invested war.

Wo echte Netzwerke entstehen (und wo nicht)

Ein weiteres Learning der beiden Unternehmer: Nicht jedes exklusive Setting ist automatisch ein gutes Netzwerk. Beispielsweise sollen private Member Clubs wie Soho House oder China Club Orte sein, an denen Kontakte entstehen könnten. Aber nur, wenn man sie aktiv nutzt, etwa über Events oder gezielte Vorstellungen.

Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, wie man sein Netzwerk ausbauen kann. Eyerer und Fahrenholz nennen:

  • Im Gym
  • In Parteiarbeit
  • In Stiftungsräten
  • In ehrenamtlichen Funktionen
  • In Sportvereinen
  • in Restaurants

Die dunkle Seite: Zugehörigkeit als Geschäftsmodell

Eyerer und Fahrenholz sprechen außerdem ein größeres Phänomen an: Unternehmer, die gezielt exklusive Settings wie Yachten, Villen oder Privatjets inszenieren, um das Gefühl zu erzeugen, dazu gehören zu wollen. Die implizite Botschaft dabei sei klar: Wer das will, müsse investieren, Geld springen lassen. Für Fahrenholz sei das nichts, sagt er. So ein Netzwerk sei laut Eyerer und Fahrenholz einfach nicht nachhaltig. 

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Linkedin: ungeliebt, aber unvermeidbar

Und auch zu Linkedin selbst haben die beiden eine Meinung: Von „Open to network“-Badges halte Eyerer gar nichts. Das schrecke ihn eher ab. Die beiden nutzen Linkedin zum Netzwerken, um relevante Kontakte zu finden, Expertinnen und Experten zu identifizieren oder Intros vorzubereiten.

Darin liegt für beide auch die zentrale Erkenntnis: Netzwerken an sich sei nicht das Problem, Opportunismus hingegen schon. Wer jedoch versteht, dass Beziehungen langfristige Investitionen sind, baue ein Asset auf, das in entscheidenden Momenten den Unterschied machen soll.

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