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Apps & Mobile Entwicklung

Mit Intel APO, iBOT, IPPP & Co zu 24 % höherer CPU-Leistung


Intel APO, iBOT, IPPP und Co sollen Core Ultra 200 Plus per Software Beine machen. Damit das besser funktioniert als in der Vergangenheit, gibt es dafür erstmals auch wieder ein Software-Komplettpaket. Was das heute schon leistet und in Zukunft anbieten muss, erklärt ComputerBase Parallel zum Test von 250K Plus und 270K Plus.

Intel geht nach APO den nächsten Schritt

Seit Jahren versuchte Intel über Software mehr Leistung aus Prozessoren herauszukitzeln. Allen voran ging dabei APO, die Intel Application Optimization. Über das optional zu installierende Tool wurden damit bis heute in ca. 50 zumeist älteren Spielen ein paar Prozentpunkte Leistungszuwachs zusätzlich erzielt.

Daran setzt Intel zum Launch von Core Ultra 200 Plus an und holt dabei auch zum lange überfälligen Rundumschlag aus, der dem Wildwuchs der mittlerweile viel zu vielen Treiberpakete und Tools von Intel selbst Einhalt gebieten soll: Ab sofort gibt es wieder ein Komplettpaket.

Intel IPPP ist „der neue Chipsatztreiber“

Intels Chipsatztreiber „is back“, so nannte es das Unternehmen im Rahmen eines Workshops für Tester Mitte März. Und das trifft es sogar ziemlich gut, denn vor Jahrzehnten brauchte es auch bei Intel quasi stets nur dieses Paket, dann lief auf Intels Plattform alles. Dann ging dieser Ansatz verloren.

IPPP heißt diese Neuauflage abgekürzt. Das steht für Intel Platform Performance Package, das als All-in-one-Paket nun verschiedene Treiberpakete auf einmal installiert, darunter die Dynamic Tuning Technology (DTT, Turbo-Taktraten-Optimierung) und Intel Application Optimization (APO), aber noch viele mehr.

Das neue IPPP als Komplettpaket wird ein Muss
Das neue IPPP als Komplettpaket wird ein Muss (Bild: Intel)

Das alle steckt im neuen IPPP

Das ist definitiv ein Fortschritt. Denn statt unzählige Pakete, die Intel praktischerweise selbst einmal in einer Übersicht aufführt, wird der Nutzer nun eben wieder mit einem einzigen Software-Paket vollständig abgeholt. Das IPPP umfasst im Detail:

Im Intel Platform Performance Package Installer (IPPP) enthalten:
  • Intel® Innovation Platform Framework (Intel® IPF)
    • Intel® IPF Providers for Graphics Telemetry and Control
    • Intel® IPF Providers for Device Management
    • Intel® System Data IPF Extension Provider Package
  • Intel® Processor Power Management (PPM) Provisioning Package Driver
  • Intel® Dynamic Tuning Technology (Intel® DTT)
  • Intel® Application Optimization KPE Driver
  • Intel® Application Optimization User Interface Application
IPPP lässt sich problemlos installieren

Viele dieser Dinge gab es zuvor durch Mainboardhersteller oder auch den normalen Chipsatztreiber, andere wie APO mussten jedoch stets separat installiert werden – und wurden dann auf vielen Systemen schlichtweg nicht berücksichtigt. Mit IPPP gibt es erstmals wieder alles über eine Installation.

APO wird mit iBOT ausgebaut

Auch zum Start der neuen Plus-Prozessoren rückt das Tool Intel APO dabei wieder in den Fokus – und zwar ziemlich groß. Und das ist gut so, denn bei APO war abseits der bekannten Marketing-Benchmark-Folien mit teils hohen Zugewinnen die Baustelle groß.

Denn APO musste nicht nur überhaupt erst einmal installiert werden, auch musste es nach dem Start mitunter noch manuell im Advanced-Modus gefahren werden; und das klappte auch nur, wenn das BIOS aktuell war und den Modus überhaupt bot. Das war viel zu kompliziert.

Ein weiteres Problem: Das zum Start des Intel Core i9-14900KS im März 2024 schon mal von Intels Marketing-Abteilung auf die große Bühne geholte Tool kommt weiterhin nur in wenigen Titeln zum Einsatz. Konkret bedeutet das: Wenn das Tool auf einem Intel Core Ultra 7 265K gestartet wird, zeigt es auch heute erst einmal nur 17 unterstützte Spiele – extrem wenig nach den vielen Jahren der Entwicklung und „Pflege“. Der Advanced-Modus bringt dann immerhin noch 27 weitere zum Vorschein – macht in Summe 44 Spiele.

Das APO-Tool im Einsatz

iBOT startet mit 12 Titeln

Das mit Core Ultra 200 Plus neu eingeführte Intel Binary Optimization Tool (iBOT) soll APO jetzt noch besser machen, zum Start werden aber erst einmal die eben geschilderten APO-Erinnerungen wach: Es werden von iBOT nur 12 Anwendungen zum Start unterstützt. Und diese optimierte Leistung gibt es auch nur, wenn APO gestartet, der Advanced-Modus aktiviert und dann die jeweiligen Regler für die Spiele nach rechts geschoben werden. Zuvor sollte zudem penibel darauf geachtet werden, dass die Funktion überhaupt im BIOS des Boards aktiv ist. Denn ist sie das nicht, startet nicht einmal APO. Macht in Summe fünf Schritte, die es trotz IPPP also noch zu gehen gibt, bis iBOT aktiv ist. Doch was genau macht iBOT eigentlich?

In „nur“ fünf Schritten zu mehr Leistung
In „nur“ fünf Schritten zu mehr Leistung (Bild: Intel)

Was genau steckt hinter iBOT?

iBOT geht noch über die Möglichkeiten von APO hinaus. Bei iBOT greifen explizit Optimierungen bis hinunter auf Ebene der Sprungvorhersage und das Ansprechen des Speichers, während sich APO um klassische Windows-Themen wie Scheduling und die Kernzuweisung kümmert. Bei iBOT spricht Intel deshalb gern sogar davon, dass diese Software-Optimierung „die IPC des Prozessors erhöht“. Klingt natürlich cool!

Intels Optimierungspläne im Detail (Bild: Intel)

iBOT nur für Core Ultra 200 Plus

iBOT funktioniert zum Start aber nur auf 200S-Plus-CPUs, da an den CPUs auf Hardware-Ebene etwas verändert wurde, erklärte Intel vorab. Was genau, führt das Unternehmen aber nicht weiter aus. Die Anpassung war dabei definitiv nicht so umfangreich, dass die CPU-Maske dafür erneuert werden musste – auch die Plus-CPUs sind weiterhin im gleichen CPU-Stepping B0 gefertigt. Wie dem auch sei: Nur auf einer Plus-CPU wird das erweiterte Menü von iBOT derzeit sichtbar.

APO+iBOT im Advanced Mode
APO+iBOT im Advanced Mode

Und was ist mit alten CPUs, selbst den bisherigen Core Ultra 200S? Laut Intel wird das Thema dort gerade evaluiert. Versprechen will man aber nichts. Das wiederum zeigt aber auch, dass sich auf Hardware-Ebene wohl doch nicht so viel verändert hat, wie Intel vorab zu verstehen gab.

We are exploring the possibility of backporting Binary Optimization to the original
Arrow Lake-S processors, but we cannot guarantee that the performance or the functionality would be the same. Furthermore, we have no specific timeline or schedule to disclose concerning a backport and it remains under investigation. We cannot commit to a specific timetable or outcome due to the nature of this exploration.

Intel

Hohe FPS-Gewinne sind drin*

Heraus ragt in der kurzen Liste der von APO über iBOT unterstützten Spieleh dabei Shadows of the Tomb Raider (SoTR) aus dem Jahr 2018 (!). Diesen Titel nutzt deshalb auch ComputerBase, um den Vergleich selbst zu tätigen. Und siehe da: Während APO im Normalfall quasi nichts bringt, katapultiert das neue iBOT SoTR weit nach vorn.

APO-Gaming-Test mit RTX 5090

    • Intel Core Ultra 7 270K (APO + iBOT)

    • Intel Core Ultra 7 270K (APO)

    • Intel Core Ultra 7 270K

    • Intel Core Ultra 7 265K (APO)

    • Intel Core Ultra 7 265K

    • Intel Core Ultra 7 270K (APO + iBOT)

    • Intel Core Ultra 7 270K (APO)

    • Intel Core Ultra 7 270K

    • Intel Core Ultra 7 265K (APO)

    • Intel Core Ultra 7 265K

    • Intel Core Ultra 7 270K (APO + iBOT)

    • Intel Core Ultra 7 270K (APO)

    • Intel Core Ultra 7 270K

    • Intel Core Ultra 7 265K (APO)

    • Intel Core Ultra 7 265K

Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS)

Der Quervergleich mit einem zweiten Spiel aus der Liste zeigt dann aber auch direkt, dass das wohl eine berühmte, krasse Ausnahme ist. Denn in Cyberpunk 2077 lässt sich mit viel gutem Willen im integrierten Test nur ein Leistungszuwachs erahnen, mehr hingegen nicht. Aber genau solche Ergebnisse sind eben die Regel, und das schon in Intels eigenen Tests, von denen die Realität gern nochmal einige Prozent abknabbert.

Im Schnitt acht Prozent Mehrleistung – ohne drei Leuchttürme eher 4-5%
Im Schnitt acht Prozent Mehrleistung – ohne drei Leuchttürme eher 4-5% (Bild: Intel)

Intel betont, dass in Zukunft mit den iBOT-Möglichkeiten noch mehr erreicht werden soll, es sei das erste Release dieser Art. Dass ein optimaler Code die Hardware besser nutzt, ist dabei durchaus der richtige Weg, er muss jedoch viel einstiegsfreundlicher und kinderleicht umsetzbar sein. Dafür sei das Feature aber noch zu frisch, es sei deshalb explizit auf Opt-in ausgelegt worden. In Zukunft könnte es aber default „enabled“ werden, erklärt Intel:

Q: This technology is opt-in by default. Why?
A: Intel is extremely proud of the multi-year effort required to produce the infrastructure, results, and technology roadmap for Binary Optimization tool. We hope you will find it impressive that a non-hardware optimization IP can contribute up to 20% higher average FPS in a game—and we’re just getting started!

However, we also recognize and appreciate that Binary Optimization is a reasonably significant departure from how performance improvements are customarily delivered and understood on a processor. Departing from the unspoken communal understanding of how something is “supposed to work” often leads to surprise or consternation, and Intel staff felt as though Binary Optimization could be an example of this phenomenon. Therefore, we felt it prudent to take a conservative and gradual approach to introducing Binary Optimization, chiefly by debuting it as an explicitly opt-in solution and approaching non-gaming workloads with a deliberately narrow scope.

We hope you’ll agree that this measured, methodical approach to the proliferation of this technology is the right approach for you and your readers. That said: we’d love it if every gamer turned the feature on! Free performance awaits!

Der Ankündigung müssen Taten folgen

In Zukunft will Intel IPPP inklusive APO und iBOT wie ein GPU-Treiber ausliefern und regelmäßig für neue Games und eventuell auch Anwendungen aktualisieren. Das Tool soll somit sichtbarer werden und einen echten Mehrwert bieten können. Beides war bei APO bisher nicht der Fall.

Für die ferne Zukunft wird auch über Over-The-Air-Updates (OTA) nachgedacht, was gut ist. Denn ehrlicherweise muss festgehalten werden, dass vor allem auf Komplett-Systemen, die einen großen Anteil bei Intel ausmachen, kaum Treiberpakete groß nachträglich oder regelmäßig manuell aktualisiert werden. Nur über OTA kann letztlich sichergestellt werden, dass Aktualisierungen zügig oder überhaupt im Markt ankommen und ein Prozessor das beim Kunden liefert, womit ihn Intel beworben hat. Von daher ist es eine gute Idee, alle Treiber endlich wieder in einem Paket zu vereinen eine sehr gute Sache.

Nichtsdestoweniger bleibt ein Fragezeichen hinter den Software-Ambitionen, insbesondere hinter dem Thema fortlaufende Optimierungen für neue Spiele und Anwendungen.

APO kam bis heute nicht einmal ansatzweise aus den Kinderschuhen heraus; und zwölf Anwendungen zum Start des neuen iBOT-Programms lassen auch nicht direkt Euphorie aufkommen. Vor allem dann nicht, wenn das Aushängeschild aus dem Jahr 2018 ist. Hier müsste es nun in schneller Folge weitere Updates geben, das Paket am besten flott auf eine am besten dreistellige Anzahl unterstützte Spiele und Anwendungen anwachsen, um es als wirklich notwendig verkaufen zu können. So sieht es leider erstmal nur nach „APO 2.0“ aus.

Intels Optimierungspläne

Intels Optimierungspläne im Detail (Bild: Intel)

ComputerBase hat ein Testkit mit Intel Core Ultra 7270K Plus, Intel Core Ultra 5 250K Plus und 32 GByte DDR5-7200 von Intel zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Bericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungstermin.

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Steam Machine: Verkauf startet mit über 1.000 Euro und Losverfahren


Valve hat die Pforten für den Kauf einer Steam Machine geöffnet. Die zwei Varianten der Steam Machine sind ab 1.039 Euro erhältlich. Wer eine kaufen möchte, hat bis zum 25. Juni Zeit, sich zu bewerben. Ja, richtig gelesen, alle Interessenten landen im Lostopf und können mit Glück eine Steam Machine kaufen.

Zwei Varianten mit oder ohne Controller

Vor knapp einer Woche haben sich via frischen Geekbench-Ergebnissen die Hinweise verdichtet, dass die Steam Machine vermutlich schon in Kürze erscheinen wird. Nun ging die offizielle Bestellseite der Steam Machine online. Erhältlich ist die Steam Machine in zwei verschiedenen Varianten, jeweils mit und ohne Steam Controller.

Preise der Steam-Machine-Varianten

Das kleinere Modell besitzt eine 512 GB große NVMe-SSD und kostet 1.039 Euro. Die größere Version mit 2 TB hat mit 1.359 Euro einen über 300 Euro höheren Preis. Die beiden Angebote mit Steam Controller sind mit 1.108 Euro und 1.428 Euro jeweils rund 70 Euro teurer. Im Vergleich zum Einzelkauf des Steam Controllers können somit 30 Euro gespart werden. Neben dem größeren Speicher besitzt die Variante mit 2 TB zwei zusätzliche, abnehmbare Frontblenden aus rotem Stoff und massivem Walnussholz.

Steam Machine 2 TB mit Controller
Steam Machine 2 TB mit Controller (Bild: Steam)
Steam Machine 2 TB
Steam Machine 2 TB (Bild: Steam)
Steam Machine 512 GB mit Controller
Steam Machine 512 GB mit Controller (Bild: Steam)
Steam Machine 512 GB
Steam Machine 512 GB (Bild: Steam)

Teilnahme an Verlosung notwendig

Für alle Interessenten gilt, dass nicht einfach eine Steam Machine bestellt werden kann. Unabhängig von der gewünschten Variante haben alle interessierten Spieler bis 19:00 Uhr am 25. Juni Zeit, ihren Hut in den Ring zu werfen. Die Variante kann nachträglich nicht mehr geändert werden. Wer sich bis zur Deadline registriert, erhält per Zufallsverfahren einen Platz auf der Reservierungs- respektive Warteliste zugewiesen.

Der jeweilige Steam-Account muss ein paar Anforderungen erfüllen. Er „darf nicht negativ aufgefallen sein“ und muss bereits vor dem 27. April 2026 einen Kauf bei Steam getätigt haben. Je Haushalt ist jeweils nur eine Bestellung gestattet.

Tragen Sie sich bis zum 25. Juni um 19:00 Uhr MESZ in die Liste ein. Alle Einträge werden nach Ablauf der Frist per Zufallsgenerator gemischt. Das Ergebnis wird Ihnen kurz darauf per E-Mail mitgeteilt. Eine Teilnahme nach Ablauf der oben genannten Frist ist nicht möglich.

Steam

Sobald das Zeitfenster geschlossen ist, erhalten alle eingetragenen Spieler eine von zwei möglichen E-Mails. Die Glücklichen erhalten eine E-Mail, in der sie eine Bestätigung erhalten, dass sie auf die Warteschlange hinzugefügt worden und eine Steam Machine für sie reserviert wurde. Diese E-Mail enthält die tatsächliche Kaufoption. Erste Geräte sollen ab dem 29. Juni versendet werden. Alle anderen Spieler werden danach beliefert. Die zweite E-Mail vertröstet die Spieler mit der Information, dass sie eine Benachrichtigung erhalten, sobald wieder Geräte verfügbar sind. Der Versand der Steam Machines erfolgt in der EU sowie USA, Kanada, UK und Australien direkt von Steam. In Japan, Taiwan und Hongkong ist Komodo der offizielle Händler.

Steam Machine mit RDNA 3

Die Steam Machine ist ein kleiner, kompakter Würfel mit einer ungefähren Kantenlänge von 15 Zentimetern. Sie wird mit Steam OS 3.8 ausgeliefert und soll laut Valve flüsterleise und kühl betrieben werden können. Dabei soll sie mit Hilfe von AMD Zen 4 mit 6 Kernen und AMD RDNA 3 mit 28 CUs Spiele in 4K mit 60 FPS unter Einsatz von FSR darstellen können. Da kommt es gerade passend, dass AMD FSR 4.1 für Grafikkarten des Typs Radeon RX 7000, ebenfalls RDNA 3, veröffentlicht hat.

Das Netzteil ist in den kleinen Würfel integriert, und zur Konnektivität besitzt die Steam Machine Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3. Ein bisschen bunt kann sie auch sein, an der Front ist ein kleiner LED-Streifen montiert.

Spielekonsolen im Vergleich



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Gennaker: Amazon sichert sich 600 MW aus dt. Offshore-Windpark


Amazon und Skyborn Renewables haben einen langfristigen Stromabnahmevertrag für den Offshore-Windpark Gennaker geschlossen. Mit 600 Megawatt handelt es sich laut den Unternehmen um den bislang größten einzelnen Stromabnahmevertrag in Deutschland.

Strom aus der deutschen Ostsee

Der Vertrag umfasst Strom aus dem geplanten Offshore-Windpark Gennaker, der rund 15 Kilometer nördlich der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst in Mecklenburg-Vorpommern entstehen soll. Nach Angaben von Amazon und Skyborn soll der Windpark eine Gesamtleistung von bis zu 976,5 Megawatt erreichen. Amazons Anteil über den Stromabnahmevertrag entspricht damit rund 61 Prozent der geplanten Kapazität.

Bei einem Stromabnahmevertrag sichert sich ein Abnehmer über einen längeren Zeitraum Strom aus einem bestimmten Projekt. Für den Projektentwickler kann ein solcher Vertrag die Finanzierung erleichtern, da ein Teil der künftigen Erlöse bereits langfristig abgesichert ist.

63 Windkraftanlagen geplant

Gennaker soll aus 63 Offshore-Windkraftanlagen der 15-Megawatt-Klasse bestehen. Die aktualisierte Bau- und Betriebsgenehmigung wurde im Dezember 2025 erteilt. Nach aktueller Planung sollen die Bauarbeiten nach dem Finanzierungsschluss im Sommer 2026 beginnen. Die Inbetriebnahme ist bis Ende 2028 vorgesehen. Nach Fertigstellung soll Gennaker rechnerisch genug Strom erzeugen, um mehr als eine Million deutsche Haushalte zu versorgen.

Skyborn Renewables
Skyborn Renewables (Bild: Skyborn Renewables)

Großinvestition in Mecklenburg-Vorpommern

Skyborn beziffert das Investitionsvolumen für Gennaker auf rund drei Milliarden Euro. Ein Teil der Wertschöpfung soll in Mecklenburg-Vorpommern verbleiben: Die Monopile-Fundamente werden laut Amazon von EEW Special Pipe Constructions in Rostock gefertigt, in räumlicher Nähe zum geplanten Windpark.

Für Amazon ist der Vertrag der bislang größte Stromabnahmevertrag für CO₂-freie Energie in Deutschland. Das Unternehmen verweist darauf, dass sein deutsches Portfolio nach dem Gennaker-Abschluss zwölf Projekte mit zusammen mehr als 1,3 Gigawatt umfasst. Nach vollständiger Inbetriebnahme sollen diese Projekte zusammen rechnerisch Strom in Höhe des Jahresverbrauchs von 1,8 Millionen deutschen Haushalten liefern. Wie hoch Amazons Stromverbrauch in Deutschland tatsächlich ist, weist das Unternehmen öffentlich jedoch nicht aus.

Beitrag zum Offshore-Ausbau

Gennaker soll auch zum deutschen Ziel beitragen, bis 2030 eine installierte Offshore-Windleistung von 30 Gigawatt zu erreichen. Der Windpark wäre zugleich das bislang größte Offshore-Windprojekt in der deutschen Ostsee. Ein Bericht zur Genehmigung nannte eine erwartete Jahresproduktion von knapp vier Terawattstunden, was rund vier Milliarden Kilowattstunden entspricht.



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Retro-Gehäuse: Silverstone FLP03 belebt den Geister der 1990er wieder


Retro-Gehäuse: Silverstone FLP03 belebt den Geister der 1990er wieder

Bild: Silverstone

Beige Farbe, Kippschalter, Turbo-Button und 5,25″-Schächte: Das Silverstone FLP03 ist der jüngste Vertreter aus Silverstones-Retro-Serie, die den Geist der 1990er-Jahre wieder auf den Schreibtisch bringt. Funktional ist aber auch das FLP03 für den Micro-ATX-Formfaktor ein Vertreter der Moderne.

An der Front markieren vertikale Gitter einen Rückgriff auf Design-Elemente der Heimcomputer-Anfangszeit bis hin zu einer Fake-Blende, die ein Diskettenlaufwerk für Speicherträger mit Magnetscheiben aussieht, dem Vorgänger der CD, die wiederum der DVD und Blu-Ray voranging. Vorhanden sind aber tatsächlich drei volle 5,25″-Schächte.

Darüber hinaus nutzt Silverstone wie beim FLP02 für das ATX-Format eine besondere Frontblende mit einem Power-Button im Kippschalter-Design. Er und der Reset-Button lassen sich wie anno dazumal per Schlüssel sperren. Der Turbo-Button erhöht nicht mehr die Taktraten des Prozessors, sondern lässt alle Lüfter mit maximaler Geschwindigkeit laufen. Das ist mehr Gag als wirklich nötig. An die Steuerplatine können bis zu sechs PWM-Lüfter angeschlossen werden.

Silverstone FLP03 (Bild: Silverstone)

Im Inneren modern

Hinter dem Retro-Äußeren wartet ein moderner Midi-Tower mit modernen Lüftern und den aktuell üblichen Ausstattungsoptionen der Mittelklasse. Den freien Platz an der Front füllt Silverstone mit einem 180-mm-Lüfter. Maximal passen zwei Exemplare, drei 120- oder 140-mm-Lüfter an die Front, sofern keine 5,25″-Laufwerke genutzt werden. Weitere Lüfter passen unter den Deckel sowie auf den Netzteil-Shroud. Im Heck arbeitet zudem werksseitig ein 120-mm-Lüfter.

Radiatoren können bis hinauf zum 360-mm-Format an Deckel oder Front montiert werden. Welche Kombinationen von Laufwerken, Lüftern und Radiatoren an beiden Orten im Gehäuse möglich sind, verrät das Nutzerhandbuch in einer umfangreichen Tabelle.

Festplatten packt Silverstone in eine Halterung vor dem Netzteil sowie zwei weitere hinter dem Mainboard. Kühler und Grafikkarten dürfen 155 Millimeter hoch beziehungsweise breit werden, wenn die mitgelieferte GPU-Halterung montiert wird, 163 Millimeter ohne sie. In der Länge werden Grafikkarten im FLP03 praktisch nicht eingeschränkt.

Preis und Verfügbarkeit

Wann das FLP03 den Handel erreicht, ist noch unklar. Es richtet sich allerdings an Käufer, die diesen Look unbedingt wollen: Die Preisempfehlung beträgt rund 180 US-Dollar.



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