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Mondmission Artemis-2: Zweitägiger Countdown soll in Nacht zu Dienstag starten


Der nächste geplante Starttermin für die erste bemannte Mondmission seit über einem halben Jahrhundert rückt näher. Jetzt hat die NASA öffentlich gemacht, wie der Countdown für Artemis-2 ablaufen soll. Los geht es demnach 49 Stunden und 50 Minuten vor dem geplanten Start mit der Ankunft der Teams am Arbeitsplatz. Zehn Minuten später soll der Countdown starten. Wenn bis dahin nichts mehr dazwischenkommt, würde das am Montag um 22:44 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) passieren, denn das erste Startfenster öffnet sich um 00:24 MESZ am Donnerstag. Vor Ort in Florida ist das dann kurz vor Sonnenuntergang am Mittwochabend. Für den Start stehen 120 Minuten zur Verfügung. Sollte es da nicht klappen, gibt es an den folgenden Tagen jeweils immer etwas später weitere Startfenster.

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Mit Artemis-2 will die NASA erstmals seit 1972 (Apollo 17) wieder Menschen zum Mond fliegen. Die sollen ihn umrunden, aber nicht dort landen. Geplant war der Start nach jahrelangen Verzögerungen eigentlich für den 6. Februar, doch es kam zu weiteren Verschiebungen. Die Crew der Mondkapsel besteht aus Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch von der NASA sowie dem Kanadier Jeremy Hansen. Auf ihrem zehntägigen Flug sollen sie zuerst die Erde umrunden und dann in Richtung des Erdtrabanten beschleunigen. Für den Flug sind danach vier Tage veranschlagt, insgesamt soll die Mission etwas mehr als neun Tage dauern. Artemis-2 gilt als wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zu weiteren bemannten Mondmissionen. Dort will die US-Weltraumagentur dann sogar eine dauerhafte Basis errichten.

Wenn der fast 50-stündige Countdown am frühen Dienstagmorgen gestartet wird, müssen verschiedene Vorbereitungen beginnen. Besonders spannend wird es rund 11 Stunden vor dem geplanten Start, wenn die Mondrakete SLS (Space Launch System) betankt wird. Das wurde mehrfach getestet, jeweils gab es dabei Probleme. Wenn dieses Mal alles klappt, soll die Crew ihre Weltraumkapsel vier Stunden vor dem Start betreten und ihre Plätze einnehmen. Während all dieser Prozeduren kann der Countdown unterschiedlich lange pausiert werden, ohne dass er danach automatisch zurückgesetzt werden muss. Einzelheiten gibt es bei der NASA. Die wird das Geschehen live ins Internet streamen und jeweils erklären. heise online wird ebenfalls live berichten.

Sollte dieses Mal alles gut gehen und die Mondrakete zu ihrer historischen Mission starten, kann die danach live im Internet mitverfolgt werden. Die NASA hat dazu wieder ihre Internetseite AROW (Artemis Real-time Orbit Website) reaktiviert, die schon bei Artemis-1 zum Einsatz kam. Auf Basis von echten Telemetriedaten kann man sich da etwa anzeigen lassen, wo sich die Raumkapsel jeweils befindet. Hinzu kommen weitere Echtzeitdaten, etwa zur Missionsdauer, der gegenwärtigen Geschwindigkeit und der zurückgelegten Entfernung. Mobil lässt sich das auch in der NASA-App einsehen, ergänzt die US-Weltraumagentur. Tracking-Daten sollen auch live zum Abruf bereitstehen, damit soll man etwa eigene Anwendungen befüllen können.


(mho)



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Wegen „GTA 6“: Werden die Konsolen wieder knapp?


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Zum Start von „Grand Theft Auto 6“ am 19. November drohen in mehreren Märkten Konsolenengpässe, warnt ein Handelseinkäufer beim Branchenmedium The Game Business. Auch ein Xbox-Manager sieht Knappheit.

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Der leitende Einkäufer eines nicht genannten Spielehändlers, der eigenen Angaben zufolge ohne Erlaubnis seines Arbeitgebers sprach, schilderte The Game Business: Sein Unternehmen sei von Zulieferern informiert worden, dass die für den „GTA 6“-Launch benötigten Konsolenmengen wegen anhaltender Bauteilprobleme nicht rechtzeitig geliefert werden könnten. Im Weihnachtsgeschäft werde die Nachfrage daher das Angebot voraussichtlich übersteigen.

Xbox-Strategiechef Matthew Ball hatte bereits Anfang Juni in einem ausführlichen Gespräch mit The Game Business die Situation offen eingeräumt: „Ich kann Ihnen definitiv sagen, dass die Nachfrage nach unserer Konsole das Angebot übersteigt“, sagte er. Microsoft tue alles, um die Geräte in möglichst vielen Läden anzubieten und produziere so schnell wie möglich. Die Möglichkeiten seien aber begrenzt: In mehreren Märkten sei das Unternehmen derzeit gar nicht lieferfähig, in anderen nur unzureichend. Auf den „GTA 6“-Launch angesprochen, sagte Ball, das Spiel werde viele Spieler begeistern und zusätzliche Geräte absetzen.

Sony-Konzernchef Hiroki Totoki hatte Investoren im Mai gegenüber eine optimistischere Prognose abgegeben: Für das Kalenderjahr 2026 seien die notwendigen Konsolenmengen gesichert worden. Auf steigende Speicherpreise bereitete er die Anleger jedoch vor – diese könnten die Herstellungskosten erhöhen und sich entsprechend auf die Konsolenpreise auswirken.

Rockstar hat mit Bekanntgabe der Vorbestellung auch die Preise für „GTA 6“ veröffentlicht: Die Standard-Edition kostet 80 US-Dollar, die Ultimate Edition 100 US-Dollar. Die Konsolenpreise sind durch die anhaltende Speicherkrise bereits mehrfach gestiegen. Microsoft hat gerade erst eine weitere Xbox-Preiserhöhung zum 1. August angekündigt: In den USA steigt der Preis der Series S (512 GByte) auf 500 US-DollarX mit Laufwerk auf 800 US-Dollar. Als Begründung nennt das Unternehmen gestiegene Kosten für SSD- und Arbeitsspeicher. Auch Sony hat die Preise für die Playstation schon mehrfach erhöht.

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Playstation 5 und Xbox Series X/S waren nach dem Marktstart im Herbst 2020 einige Monate lang ausverkauft. Die Situation stabilisierte sich erst nach zwei Jahren.


(dahe)



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Missing Link: 30 Jahre N64 – Nintendos 3D-Wunderkiste


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Es gibt Konsolen, die erfolgreich waren. Konsolen, die technisch beeindruckten. Und Konsolen, die ganze Generationen geprägt haben. Das N64 war all das und noch viel mehr. Genau 30 Jahre nach seinem Erscheinen steht Nintendos grauer Kasten nach wie vor für einen wichtigen Wendepunkt – nämlich den Moment, in dem Videospiele lernten, sich frei im Raum zu bewegen.

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Mitte der 90er befand sich die Spieleindustrie in einer wichtigen Übergangsphase: Die Ära der 16-Bit-Konsolen war endgültig vorbei. Zweidimensionale Sprites wurden zwar immer größer und bunter, ihre Animationen immer aufwendiger. Doch die Zukunft gehörte eindeutig texturierten Polygonen und dreidimensionalen Welten, wie auf den PCs der damaligen Zeit durch Spiele-Meilensteine wie „Quake“ (1996) überdeutlich zu sehen war. Auch Sonys Ende 1994 veröffentlichte Playstation setzte nicht mehr auf aufwendig gepixelte Sprites, sondern konzentrierte sich voll auf eindrucksvoll inszenierte 3D-Welten. Das Problem war nur: Niemand wusste so richtig, wie man darin eigentlich spielen soll.


Hach, das N64. Optisch und inhaltlich noch bis heute eine ganz besondere Konsole. (Bild:

Paul Kautz

)

Viele frühe 3D-Titel, gerade im Bereich der Plattformer, wirkten folgerichtig noch sehr experimentell. Figuren bewegten sich hakelig, Kameras zeigten wild in alle möglichen Richtungen, die Steuerung fühlte sich oftmals an, als würde man eine Mischung aus Panzer und klemmendem Einkaufswagen kontrollieren. Selbst große Entwickler tasteten sich noch sehr unsicher durch dieses neue Medium, wie man gut am fummeligen Playstation-Starttitel „Jumping Flash!“ sehen und spielen konnte.

Nichtsdestotrotz: Die Playstation war modern, cool und technisch herausragend. Nintendo dagegen galt plötzlich fast schon als piefig. Das Unternehmen, das den Videospielmarkt in den Achtzigern neu aufgebaut und schnell uneinholbar dominiert hatte, musste auf einmal um seine Zukunftsfähigkeit bangen. Das Nintendo 64, dessen Entwicklung in Zusammenarbeit mit dem Grafikriesen Silicon Graphics unter dem Namen „Project Reality“ bereits im Jahr 1993 begann, war deshalb mehr als nur ein aufgebohrter Nachfolger des SNES. Es war ein großes Risiko. Denn Nintendo musste mit diesem System beweisen, dass es mehr konnte als nur 2D-Pixel durch die Gegend zu schubsen. Dass „Big N“ auch in der 3D-Ära nach wie vor die Hosen anhatte. Polygonale Klempnerhosen, um genau zu sein.




Was fehlt: In der rapiden Technikwelt häufig die Zeit, die vielen News und Hintergründe neu zu sortieren. Am Wochenende wollen wir sie uns nehmen, die Seitenwege abseits des Aktuellen verfolgen, andere Blickwinkel probieren und Zwischentöne hörbar machen.

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Das N64 steht in den Erinnerungen jener, die mit ihm aufgewachsen sind, noch bis heute für durchkreischte Multiplayer-Abende, Module mit goldenen Logos und große Fragezeichen ob der Nutzung des Trident-Controllers mit dem wabbeligen Analogstick. Doch jede ernsthafte Retrospektive der Konsole führt zwangsläufig zu einem Spiel: „Super Mario 64“. Nicht nur, weil es der wichtigste Starttitel der Konsole war, sondern weil es etwas schaffte, das heute selbstverständlich wirkt: Es erschuf den modernen 3D-Plattformer.

„Super Mario 64“ heute zum ersten Mal zu spielen, ist ehrlicherweise keine sonderlich erfüllende Erfahrung: Gerade die Grafik wirkt mittlerweile ganz schön simpel, mit grob gehauenen Figuren und umständlicher Kameraführung. Man merkt schon deutlich, dass das einer der N64-Starttitel war. Aber, und das ist ein sehr großes Aber, es war auch gleichzeitig einer der wichtigsten Konsolen-Starttitel aller Zeiten. Denn „Super Mario 64“ war mehr als nur ein neues Prinzessinnenretterabenteuer – es war auch DAS Vorzeigespiel für all die aufregenden neuen Features, die unter der Haube des N64 pochten.

Dinge wie die bis dahin auf Heimkonsolen schlicht nicht-existente Steuerung über einen kleinen Analogstick. Eine Steuerung, die es möglich machte, Mario langsam gehen, hurtig spurten oder von „Wahuuu!“ begleitete Dreifachsprünge machen zu lassen. Die einigermaßen frei kontrollierbare 3D-Kamera. Oder die voll ausmodellierte, offen gestaltete 3D-Welt, die eben nicht linear einen Level an den anderen reihte, sondern den Spielern überließ, wie sie das Abenteuer in Angriff nahmen. Dazu noch die 3D-Grafik, die einen nicht, wie auf der Playstation, mit gigantischen Pixeln erschlug, sondern dank des hardwarebasierten bilinearen Filterings und Anti-Aliasings weiche Kanten und flimmerfreie Texturen servierte, was für ein deutlich ruhigeres und harmonisches Bild sorgte.



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Bericht: Apple bemüht sich um Speicher von CXMT


Laut einem Bericht der Financial Times betreibt Apple seit Wochen Lobbyarbeit, um von der US-Regierung eine Freigabe für Einkäufe bei dem chinesischen Unternehmen CXMT zu erhalten. Bisher ist das riskant, weil ChangXin Memory Technologies auf einer schwarzen Liste des US-Verteidigungsministeriums steht. Das Unternehmen soll auch das chinesische Militär beliefern.

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Unter Berufung auf sechs verschiedene, namentlich nicht genannte Personen, schreibt die Financial Times, dass Apples Lobbyisten seit rund einem Monat Gespräche in Washington führen. Diese sollen mit Vertretern des Handelsministeriums, wie auch anderen Regierungsvertretern laufen. Mitte Mai hatte Chinas Staatschef Xi Präsident Trump zu einem Staatsbesuch empfangen.

CXMT kann bereits seit mindestens anderthalb Jahren konkurrenzfähige DDR5-Bausteine herstellen. Das Unternehmen gilt als führend unter den chinesischen DRAM-Herstellern, und auch bei Flash-Speicher wächst mit YMTC ein starker Konkurrent aus China. Für beide Firmen gibt es laut der Financial Times zwar kein direktes Kaufverbot für Apple. Ohne Genehmigung durch die US-Regierung droht aber offenbar Ärger, denn die übt verstärkt Druck auf Technologieunternehmen aus.

Wie alle anderen Hardwarehersteller auch leidet Apple unter den vervielfachten Preisen für Speicherbausteine, erst in der vergangenen Woche kündigte das Unternehmen daher Preiserhöhungen an. Weitere Zulieferer, mit dann günstigeren Preisen, könnten die Situation auch für Apple wieder lindern. Bereits seit Jahren gibt es Berichte, Apple wolle bei chinesischen Chipherstellern einkaufen.

Diese bezogen sich bisher aber vorwiegend auf Geräte, die für den chinesischen Markt vorgesehen sind. Nun bemüht sich Apple aber wohl um die Möglichkeit, China-Chips auch weltweit einzusetzen. Auch PC-Hersteller verfolgen seit Längerem entsprechende Pläne.

Für Apple ist die unklare Regulierungssituation ein Risiko, denn die fragliche schwarze Liste wurde allein in diesem Jahr mehrfach geändert, mal standen CXMT und YMTC darauf, und dann wieder nicht. Zum Zeitpunkt dieser Meldung sind die beiden Firmen dort noch aufgeführt. Die Begründung für CXMT besteht aus einem einzigen Satz: Das Unternehmen sei „direkt verbunden“ mit dem chinesischen Wirtschaftsministerium. Als „indirekt verbunden“ sieht das US-Verteidigungsministerium eine Sonderkommission (SASAC), welche staatliche Unternehmen steuert, und das chinesische Technologieministerium (MIIT).

Dass China früher im Land fehlende Branchen wie die Chipherstellung massiv subventioniert, ist kein Geheimnis. Wie jedoch die militärische Bedeutung sich dabei auswirken soll, und warum Geschäfte mit CXMT und YMTC eine Gefahr für die nationale Sicherheit darstellen sollen, ist unbekannt. Speicherchips aller weltweiten Hersteller sind wie andere Halbleiter stets Dual-Use-Güter, die für zivile wie militärische Zwecke verwendet werden können.

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(nie)



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