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Neuer Zahlensender für Spione soll in Deutschland stehen
Seit dem 28. Februar 2026, also dem Beginn des Kriegs der USA und Israel gegen den Iran, gibt es einen neuen Zahlensender für codierte Botschaften. Wie eine Freiwilligenorganisation von Funkinteressierten nun herausgefunden haben will, soll die „V32“ genannte Station sich in Baden-Württemberg befinden. Und zwar zwischen der Panzerkaserne Böblingen und den Patch Barracks. Beide Militäreinrichtungen sind Stützpunkte von US-Truppen in Deutschland.
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Die Funker, die das behaupten, sind keine Unbekannten. Es handelt sich um „Priyom“, eine internationale Gruppe von Funkamateuren und anderen, welche seit 2010 zu Spionagesendern forscht. Priyom lieferte unter anderem Erkenntnisse über den seit den 1970er Jahren aktiven „The Buzzer“, eine je nach Wetterlage weltweit empfangbare Station mit einem charakteristischen Brummton. Sie soll sich nahe Sankt Petersburg befinden.
Warum Zahlensender noch wirksam sind
Während der Buzzer über die Jahrzehnte als sehr leistungsfähige Station offenbar verschiedensten Zwecken diente, handelt es sich bei „V32“ aus Baden-Württemberg um einen klassischen Zahlensender. So werden Stationen bezeichnet, die verschlüsselte Nachrichten in Form von vorgelesenen Zahlen senden. Sie dienen seit dem Ersten Weltkrieg vorwiegend dazu, Agenten in fernen Ländern Anweisungen und Informationen zu geben.
Mit guter Verschlüsselung über Codebücher mit One-Time-Pads (OTP) ist das Verfahren recht unauffällig und sicher: Ein Agent muss nur regelmäßig einen kleinen und leicht zu beschaffenden Kurzwellenempfänger auf die richtige Frequenz einstellen, die Zahlen mitschreiben, und später in Ruhe entschlüsseln. Der Spion sendet dabei nicht selbst, das macht es schwer, ihn zu entdecken.
„V32“ ist täglich auf Sendung
Die Regelmäßigkeit und das feste Format der Sendungen von „V32“ deuten stark darauf hin, dass es sich auch hier um einen klassischen Zahlensender handelt. Er funkt täglich um 3 Uhr morgens deutscher Sommerzeit, dieselbe Sendung wird um 21 Uhr wiederholt. In persischer Sprache (Farsi) wird zuerst dreimal das Wort „Achtung“ ausgesprochen, dann folgt eine Auswahl mehrerer „Header“. Das sind bei Zahlensendern meist Überschriften oder Rubrikkennzeichnungen für die Botschaften. Anschließend sendet „V32“ rund 20 Minuten Zahlenfolgen, welche die eigentlichen Inhalte darstellen könnten.
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Wie sich das anhört, kann man bei Priyom selbst abrufen. Seit „V32“ sendet, gab es etliche Auffälligkeiten, wie einen Systemsound von Windows in einer Übertragung, oder auch immer wieder einzelne Worte auf Englisch inmitten der Sendung. Ob das Fehler mutmaßlich US-amerikanischer Betreiber waren oder Verwirrungstaktiken, ist, wie bei Geheimdiensten stets, vorerst unklar.
Denn außer der Tatsache, dass „V32“ regelmäßig sendet, dazu die persische Sprache verwendet, und sich der Sender per Triangulation und Multilateration in Baden-Württemberg verorten lässt, ist nichts Konkretes bekannt. Auch dass sich in den Patch Barracks die Fernmeldeeinheit „52nd Strategic Signal Battalion“ der US-Army befindet, kann allenfalls als Anhaltspunkt dienen.
Wozu „V32“ dient, ist völlig unklar
Folglich will sich auch der renommierte litauische Historiker Maris Goldmanis nicht zum Zweck von „V32“ festlegen. Er forscht seit Jahren zu Zahlensendern. Wie Goldmanis Wired sagte, könnte „V32“ dazu dienen, Agenten im Iran zu erreichen oder auch die dortige Oppositionsbewegung. Das ist naheliegend, weil das iranische Regime andere Kommunikation strikt einschränkt, bis hin zu einem wochenlangen Internet-Blackout.
Goldmanis hält es laut Wired auch für möglich, dass der Sender die iranischen Kräfte nur verwirren und beschäftigen soll. Dafür spricht, dass er auf seiner ersten Frequenz von 7910 kHz wenige Tage nach Sendebeginn gestört wurde – von wem, ist natürlich unklar. Priyom zufolge sendet er seitdem auf 7842 kHz, falls nicht auch diese Frequenz gestört wird, dann wird wieder die andere genutzt. Ein Katz-und-Maus-Spiel. Die Überlagerungen sollen durch einen „bubble jammer“ kommen, eine Methode, die schon früher dem Iran zugeordnet wurde, auch für gezielte Störungen im Inland. Doch auch das ist letztlich nur ein Indiz.
(nie)
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Speicherhersteller investieren Hunderte Milliarden in neue Halbleiterwerke
Die zwei wichtigsten Speicherhersteller der Welt bauen jeweils zwei zusätzliche Halbleiterwerke. Sie projizieren zusätzliche Investitionen von 800 Billionen Won, was aktuell etwa 455 Milliarden Euro entspricht. Weiteres Geld fließt in Werke zur weiteren Verarbeitung und KI-Rechenzentren.
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Es geht offenbar ausschließlich um Arbeitsspeicher (Dynamic Random Access Memory, DRAM), mit Fokus auf Speicherstapel vom Typ High-Bandwidth Memory (HBM). Dieser DRAM-Typ kommt vorwiegend auf KI-Beschleunigern und einigen Serverprozessoren zum Einsatz. Aktuelle Riegel für Desktop-PCs benötigen hingegen DDR5-Bausteine, Notebooks kommen zusätzlich mit LPDDR5(X) klar. Von NAND-Flash für SSDs ist bei dem Vorhaben keine Rede.

High-Bandwidth Memory wie HBM3 sitzt vor allem auf KI-Beschleunigern wie Nvidias Blackwell- und Rubin-GPUs. Die Stapel sitzen direkt auf dem Chipträger (hier die acht kleinen Quader). Für Endnutzer ist dieser Speichertyp irrelevant.
(Bild: Carsten Spille / heise medien)
Die Pläne kündigten am Montag der Samsung-Vorsitzende Lee Jae-yong und Chey Tae-won, Chef der SK Group, zusammen mit dem südkoreanischen Präsidenten Lee Jae Myung an. Die Ankündigung wurde online übertragen; zahlreiche südkoreanische Medien berichten. Das Ziel: Bis 2031 soll sich die DRAM-Produktion in Südkorea verdoppeln.
Dazu erweitern Samsung und SK Hynix, genauso wie die Nummer 3, Micron aus den USA, bestehende Halbleiterwerke. Zudem haben sie schon 2025 mit dem Bau weiterer Werke begonnen, auch Fabs genannt. Ob alle vier zusätzlichen Werke schon in fünf Jahren fertiggestellt sein werden, ist fraglich.
Die Pläne unterstreichen ein weiteres Mal, dass die Branche keine platzende KI-Blase erwartet. Langfristige Lieferabkommen geben den Speicherherstellern Rückenwind für ihre Bauprojekte.
Langfristige Projekte
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Mit Kosten von umgerechnet über 100 Milliarden Euro pro Fab handelt es sich um riesige Projekte. Die Kosten für ein typisches modernes Halbleiterwerk werden auf 10 Milliarden bis 20 Milliarden Euro geschätzt.
Die Bauzeit für ein Werk beträgt normalerweise mindestens zwei Jahre. Dann müssen die Maschinen in die Reinräume. Bis die Produktion anläuft, kann ein weiteres Jahr vergehen. Schließlich benötigen die Hersteller noch viele Monate, bis die Produktionslinien ausgelastet sind.
Samsung und SK Hynix beginnen vermutlich mit je einem Werk. Vorabgerüchte sprachen von Plänen für die nächsten zehn Jahre, nannten aber auch Gesamtkosten von über zwei Billiarden Won (circa 1,14 Billionen Euro) inklusive begleitender Projekte. Vergangene Ankündigungen zeigten allerdings bereits, dass diese Zahlen ohnehin nicht in Stein gemeißelt sind. Manche riesigen Bauvorhaben verzögern sich oder werden herunterskaliert.
Präsident Lee Jae Myung verspricht derweil besonders schnelle Genehmigungen. Über die Höhe von Subventionen schweigen sich alle Beteiligten aus. Samsung will mit seinen Halbleiterwerken in Gwangju in der südlichen Region Honam einen neuen Chip-Knotenpunkt aufbauen. SK Hynix hat sich noch nicht für einen Standort entschieden.
Packaging-Werke und Gigawatt-Rechenzentren
81 Billionen Won (46 Milliarden Euro) sollen derweil in einen Packaging-Hub fließen, der High-Bandwidth Memory weiterverarbeitet. Für Werke dieser Art sind das sehr hohe Investitionen.
Außerdem will Südkorea den Bau riesiger KI-Rechenzentren vorantreiben. Im Jahr 2029 soll die landesweite Rechenkapazität bei 8,4 Gigawatt ankommen, 2035 dann bei mindestens 18,4 Gigawatt. Für den ersten Meilenstein sollen 550 Billionen Won (313 Milliarden Euro) bereitstehen. Bis 2035 sollen die Gesamtinvestitionen in Gigawatt-Rechenzentren eine Billiarde Won (568 Milliarden Euro) übersteigen.
Die SK Group selbst will neue Rechenzentren bauen. Dabei dürfte die Telekommunikations-Tochter SK Telecom führend sein. Zu den weiteren Unterstützern dieser Initiative gehören die breit gefächerte GS Group und der Suchmaschinenbetreiber Naver.
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(mma)
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Git grafisch mit KI sortieren und verwalten – GitBrowser
Die neue Version der grafischen Git-Verwaltung GitBrowser analysiert alle Dateiänderungen in einem Repo, sortiert sie in zusammenpassende Gruppen und benennt diese. So bekommen Anwenderinnen und Anwender einen schnellen Überblick über alle Änderungen, die sie oder ein Trupp von KI-Agenten gemacht haben. Die nach Themen sortierten Änderungsgruppen können sie dann separat stagen und commiten.
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Partielles Committen von Diff-Inhalten
Für diese Funktion, Change Set Analysis, verwendet GitBrowser den hauseigenen Coding-Assistenten CodeBot, der sich an Claude, Gemini oder OpenAI anbinden lässt. Eine Besonderheit der Funktion ist, dass sie Themen auch innerhalb einer Datei erkennt und nur diesen Teil der Bühne übergibt, wenn der Anwender diesen Gliederungspunkt commiten will. Anwenderinnen und Anwender klicken in der Dateiliste auf „Analyze Changesets with CodeBot“ und erhalten die gegliederte Übersicht.

GitBrowser gliedert mit KI-Hilfe die anstehenden Änderungen nach Themen.
(Bild: GitBrowser)
Einzelne Dateien lassen sich anklicken und dann mit Diff untersuchen, wobei nur die zum Thema passenden Abschnitte zu sehen sind. Auch beim manuellen Commiten, ohne KI-Hilfe, können Anwender einzelne Teile einer Diff-Ansicht zum Stagen wählen.

Auch in der manuellen Diff-Ansicht lassen sich auch nur einzelne Abschnitte stagen und committen.
(Bild: GitBrowser)
Neu ist ferner eine umfassende Unterstützung für Worktrees, die sich im Tool wie normale Checkouts verwenden lassen, inklusive Commit, Push oder Merge. Auch hier funktioniert die Change Set Analyse mit CodeBot zwischen zwei Worktrees.
Das im November 2025 vorgestellte Tool ist kostenlos, aber für die KI-Funktionen benötigen Anwender ihre eigenen Modell-Keys. Neben der Mac-Version ist in Kürze eine Beta für Windows angekündigt.
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(who)
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Neues Bündnis für Open-Source-Schutz | heise online
Die Linux Foundation hat gemeinsam mit zahlreichen Tech-Unternehmen und Finanzinstituten die Initiative Akrites gestartet. Ziel ist es, den Umgang mit Sicherheitslücken in wichtiger Open-Source-Software zentral zu koordinieren, sie vertraulich mit den jeweiligen Projektverantwortlichen zu beheben und erst anschließend offenzulegen. Hintergrund ist die wachsende Sorge, dass moderne KI-Modelle Schwachstellen deutlich schneller finden als bisher und damit den Zeitdruck für Verteidiger erheblich erhöhen.
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Zu den Gründungsmitgliedern gehören unter anderem Amazon Web Services, Anthropic, Cisco, Google, IBM, Microsoft, GitHub, Nvidia, OpenAI, Red Hat sowie JPMorganChase, Citi und Vodafone. Die beteiligten Unternehmen wollen Personal, Sicherheitswissen und finanzielle Mittel bereitstellen.
Reaktion auf KI-gestützte Schwachstellenanalyse
Nach Angaben in der Ankündigung der Linux Foundation verändert generative KI die Sicherheitslandschaft grundlegend. Während die Suche nach schwerwiegenden Sicherheitslücken bislang viel Fachwissen und oft Wochen an Analyse erforderte, könnten leistungsfähige KI-Modelle große Open-Source-Projekte inzwischen innerhalb weniger Minuten auf potenzielle Schwachstellen untersuchen. Dadurch verkürze sich die Zeit zwischen dem Auffinden einer Lücke und ihrer möglichen Ausnutzung erheblich.
Akrites soll diese Entwicklung mit einem gemeinsamen Sicherheitsprozess beantworten. Statt dass mehrere Unternehmen dieselbe Schwachstelle unabhängig voneinander melden oder unterschiedliche Patches entwickeln, bündelt die Initiative die Koordination. Kern des Projekts sind ein gemeinsames Security Incident Response Team (SIRT) sowie ein einheitlicher Prozess zur koordinierten Offenlegung von Sicherheitslücken (Coordinated Vulnerability Disclosure, CVD). Die beteiligten Organisationen wollen bestätigte Schwachstellen gemeinsam mit den Upstream-Maintainern beheben, bevor Details veröffentlicht werden.
Maintainer sollen entlastet werden
Ein Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit den Entwicklern der betroffenen Open-Source-Projekte. Laut Linux Foundation sollen Fehlerbehebungen grundsätzlich in die Originalprojekte zurückfließen. Maintainer behalten die Kontrolle über ihre Projekte und sollen nicht mit mehrfachen oder widersprüchlichen Sicherheitsmeldungen belastet werden.
Für Pakete, die nicht mehr aktiv gepflegt werden, sieht Akrites zudem eine Rolle als „Maintainer of Last Resort“ vor. In solchen Fällen soll die Initiative Korrekturen für aktuelle Versionen bereitstellen, damit kritische Sicherheitslücken auch dann geschlossen werden können, wenn ursprüngliche Entwickler nicht mehr verfügbar sind.
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Aufbau auf bestehenden Sicherheitsstandards
Technisch setzt Akrites auf etablierte Verfahren und Standards der IT-Sicherheitsbranche. Dazu zählen unter anderem CVE zur Identifikation von Schwachstellen, CVSS zur Bewertung ihrer Schwere sowie CWE zur Klassifizierung von Schwachstellentypen. Dadurch soll sich die Initiative in bestehende Prozesse von Softwareherstellern, Sicherheitsforschern und Betreibern kritischer Infrastruktur einfügen.
Die Anschubfinanzierung übernimmt Alpha-Omega, ein Förderfonds der Linux Foundation für Open-Source-Sicherheit. Weitere Unternehmen und Organisationen können sich beteiligen, indem sie Entwicklerkapazitäten oder finanzielle Mittel bereitstellen. Parallel zum Start hat die Initiative einen offenen Brief veröffentlicht, in dem die Gründungsmitglieder zu einer gemeinsamen Absicherung der Open-Source-Infrastruktur aufrufen.
(fo)
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