Online Marketing & SEO
Social-Media-Verbot: Australien verdoppelt die Strafen
Das eSafety Team Australiens untersucht nach Regierungsangaben derzeit aktiv etwaige Zuwiderhandlungen bei der Einhaltung der Regeln auf den Plattformen Facebook, Instagram, Snapchat, TikTok und YouTube.
Umstrittene Social-Media-Verbote für Kinder und Jugendliche auch in anderen Ländern
Dass die Tech-Konzerne jetzt in der Verantwortung dafür stehen, junge Menschen aktiv zu schützen, fordert auch das Vereinigte Königreich ein. Dort wird ein Verbot für Jugendliche bis 16 Jahre eingeführt, das besonders strikt ist. Das UK hat sich, wie viele andere Länder, darunter Griechenland und Spanien, ein Vorbild an Australien genommen.
Australia’s landmark social media reform to protect young people online has started a global movement with countries across the world following Australia’s lead,
heißt es auf der Website der australischen Regierung. Es gibt durchaus eine Bewegung, die Social-Media-Verbote für junge User aufgrund der Gefahren und Beeinflussungen auf diesen Plattformen in immer mehr Regionen vorsieht. Der just zurückgetretene britische Premierminister Keir Starmer sagte, die Social-Media-Konzerne hätten in der Vergangenheit nicht genug getan, um junge User zu schützen:
This is a line in the sand. Tech giants had their chance and failed, but we’re stepping in to protect children, back parents and set a new normal for future generations.
Konzerne und Unternehmen wie Snapchat, Meta und YouTube warnen in Bezug auf entsprechende Verbote vor der Folge, dass Kinder und Jugendliche durch den Bann vermehrt in unsicheren Digitalräumen unterwegs sein könnten. Gegenüber der BBC erklärte YouTube per Statement:
Blanket bans push kids out of such curated, supervised, beneficial experiences [gemeint ist YouTube, Anmerkung der Redaktion] and towards anonymous, less safe services.
Auch Meta sieht ein Risiko dieser Art. Tatsächlich sekundieren einige Betroffene aus Australien diese Bedenken. Gegenüber The Guardian gaben manche Eltern an, dass die Kontrolle der rezipierten Inhalte teilweise noch schwieriger geworden sei. Gleichzeitig sei es für techaffine junge Menschen auch möglich, die Restriktionen zu umgehen – aber für diese Missachtung des Verbots haften nicht die User, sondern Plattformen. Einige Betroffene zeigen sich indes überzeugt vom Verbot und hoffen gerade auf langfristig positive Effekte für die jungen Menschen, während andere monieren, dass ihre Kinder durch das Verbot weniger mit einigen Freund:innen interagieren oder sich ausgeschlossen fühlen.
Obschon es vonseiten einiger Eltern und Tech-Unternehmen den Einwand gibt, dass vollumfängliche Verbote weniger befürwortet werden als dedizierte Kontrollen – Snapchat zählt zu diesen Unternehmen und hat kürzlich neue Regeln für User unter 16 Jahren eingeführt –, sind die Regierungen des UK und Australiens kompromisslos.
Deutschland denkt an Verbot bis 13: Umsetzung in der Schwebe
In Deutschland zeigte eine repräsentative Umfrage von YouGov aus dem November 2024, dass 57 Prozent der Befragten im Land ein Mindestalter von 16 Jahren für soziale Medien befürworten. 16 Prozent sprachen sich sogar für ein Mindestalter von 18 Jahren aus. Seither haben sich verschiedene Personen des öffentlichen Lebens und Organisationen zu einem möglichen Verbot geäußert. Der Deutsche Ethikrat hat auf Anfrage der Bundestagspräsidentin Julia Klöckner allerdings ein Verbot abgelehnt. Ein solches würde nicht alle Probleme lösen und könne noch neue verursachen. Stattdessen empfiehlt der Rat ein „differenziertes Schutzkonzept“ samt Aktualisierung des Jugendschutzrechts. Problematisch ist in diesem Kontext zum Beispiel, dass es noch keine gesonderten Ausführungen im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag der Länder zur Nutzung von KI gibt. Während die Eltern weiterhin die Erziehungshoheit behalten sollten, auch im Digitalraum, fordert der Rat mehr Schutzmechanismen und die Einziehung der Kinder und Jugendlichen als Betroffene.
Die Bundesfamilienministerin Karin Prien von der CDU hat hingegen jüngst ein Verbot bis 13 Jahre vorgeschlagen. Die unabhängige Expert:innenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“, eingesetzt von Karin Prien, hat kürzlich 56 Handlungsempfehlungen vorgelegt, die sich mit dem Kinder- und Jugendschutz im digitalen Zeitalter befassen. Darin wird aber eher auf eine EU-weite Lösung zur Altersbeschränkung hingewiesen, während ein grundsätzliches Verbot in Deutschland nur als Notlösung gilt. Eine gesetzliche Mindestaltersgrenze von 13 Jahren soll aber im Fokus stehen.
Der Balanceakt zwischen geschützter Teilhabe der jungen Menschen – die ja viele andere neben Entertainment auch News und Trends, Bildung und Aufklärung via Soical Media erfahren können – und strengen Restriktionen wird in Deutschland und in der EU weiterhin ein heiß diskutiertes Thema bleiben; umso mehr, da der Digitalraum mit seinen sozialen Plattformen ein Kernelement zeitgemäßer Kommunikation ist. Eine Timeline für eine Lösung in Deutschland gibt es noch nicht. Klar ist aber, dass auch hier die Konzerne mehr in die Verantwortung gezogen werden sollen.
Die krasse Konsequenz:
Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige im UK

Stelle OnlineMarketing.de als bevorzugte Quelle auf Google ein
Wenn du OnlineMarketing.de auf Google als bevorzugte Quelle einstellen möchtest, um auch in den Schlagzeilen auf Google immer aktuelle News und Tipps aus der Welt des Marketing und der Tech-Entwicklungen zu finden, kannst du einfach die Google-Quelleneinstellungen aufrufen und die Seite anwählen. Über das Stern-Icon neben den Top Stories kannst du ebenfalls bevorzugte Quellen für die spätere Suche speichern.

Online Marketing & SEO
Bilanz zum Kreativfestival: Die verlorene Seele von Cannes
Warum richtet Cannes eigentlich überhaupt noch einen Kreativwettbewerb aus? Das fragt sich Björn Bremer, CEO der BBDO Holding Germany. Was ihn an der Sinnhaftigkeit der Veranstaltung zweifeln lässt, führt er in seinem Gastbeitrag aus.
Nach vielen Jahren bin ich mal wieder in Cannes gewesen. Zum ersten Mal allerdings nicht als Kreativer, sondern „nur“ als CEO. Die Erkenntnis, die ich
Jetzt Angebot wählen und weiterlesen!
HORIZONT Digital
- Vollzugriff auf HORIZONT Online mit allen Artikeln
- E-Paper der Zeitung und Magazine
- Online-Printarchiv
HORIZONT Digital-Mehrplatzlizenz für Ihr Team
Online Marketing & SEO
Weltgrößtes Kreativfestival: Cannes Lions: Das sind alle Grands Prix und Special-Awards-Gewinner

Die Cannes Lions 2026 sind Geschichte. Während Deutschland sehr mäßig abschnitt, kommen die großen Abräumer aus vielen verschiedenen Ländern – darunter auch viele kleine Nationen. HORIZONT zeigt an dieser Stelle alle 33 Grand-Prix-Gewinner sowie alle Preisträger der Special Awards.
Source link
Online Marketing & SEO
Google beendet June 2026 Spam Update: Achtung geboten
Obwohl das neueste Update bezüglich Spam in der Google-Suche schon abgeschlossen ist, gibt es für die Branche noch einige wichtige Entwicklungen, auf die sie insbesondere im Spam-, aber auch im Search-Kosmos allgemein achten sollten.
Google rollt June 2026 Spam Update aus

Einordnung der Spam-Vorgaben von Google: KI nimmt Einfluss, Site Reputation Abuse sorgt für Diskussionen
Für die SEOs und Seitenbetreiber:innen gibt es während eines großen Search Updates grundsätzlich nicht viel zu tun, außer die Auswirkungen zu beobachten und zu analysieren. Unmittelbare Korrekturen sind kaum möglich. Gerade bei Spam Updates sollte man auch laut Google die Ruhe bewahren. Denn diese sollen im Grunde nur dafür sorgen, die Suchergebnisse von irrelevanten und unseriösen Inhalten zu befreien, so gut es geht. Deshalb sollten Seitenbetreiber:innen mit einwandfreien Inhalten wenig negative Auswirkungen spüren, so Google. Auf der Hilfeseite zu den Spam Updates heißt es:
Für Websites, für die nach einem Spam-Update eine Änderung zu sehen ist, solltest du prüfen, ob sie den Spam-Richtlinien entsprechen. Websites, die gegen unsere Richtlinien verstoßen, erhalten möglicherweise ein niedrigeres Ranking oder werden gar nicht in den Suchergebnissen angezeigt. Wenn unsere automatisierten Systeme im Laufe der Monate feststellen, dass die Website unseren Spam-Richtlinien entspricht, kann dies das Ranking positiv beeinflussen.
Abgestraft wird dagegen unter anderem Content, der in betrügerischem Kontext erstellt und verbreitet wird. Des Weiteren gehören Aspekte wie irreführende Weiterleitungen oder Link Spam zu den betroffenen Inhalten. Die Suchmaschine geht seit 2024 aber beispielsweise auch verstärkt gegen Scaled Content Abuse vor, wobei zahlreiche Seiten mit oft minderwertigen Inhalten generiert werden, schlichtweg, um die Chance, prominent in der Suche aufzutauchen, zu erhöhen. Diese Problematik wird durch KI-Dienste wie ChatGPT, Gemini, Claude und Co., die oft zum schnellen Schreiben eingesetzt werden und auch zum Vibe Coding von Seiten, noch verstärkt. Google erklärte 2024:
Our long-standing spam policy has been that use of automation, including generative AI, is spam if the primary purpose is manipulating ranking in Search results. The updated policy is in the same spirit of our previous policy and based on the same principle. It’s been expanded to account for more sophisticated scaled content creation methods where it isn’t always clear whether low quality content was created purely through automation.
Daneben werden Expired Domain Abuse und Site Reputation Abuse im Rahmen der neuen Richtlinien stärker verfolgt. Wie diese Richtlinien im Detail aussehen und was SEOs zu beachten haben, kannst du in unserem dedizierten Artikel nachlesen.
Achtung, Regeländerung im Spam-Bereich bei Google
Aktuell sollten SEO- und Seitenverantwortliche auf einige spezielle Anpassungen bei Google achten. So könnte Google aufgrund von EU-Regularien in der Europäischen Union die Site Reputation Abuse-Regeln im Spam-Kontext wieder lockern, um einer Strafe zu entgehen. Reuters liegt ein Dokument der EU-Kommission vor, in dem Google eine Anpassung angibt. Wie genau diese aussieht, wird nicht im Detail veröffentlicht. Allerdings könnte die Anpassung schlichtweg bedeuten, dass Site Reputation Abuse in der EU wieder zulässig würde; obwohl Google im Statement klarstellt:
Our priority is to keep Search results helpful and useful for users and protect them from deceptive practices like ‚parasite SEO‘ spam that undermine the web.
Noch ist es aber nicht so weit, dass es eine offizielle Anpassung für die EU gibt. Schon seit dem 14. Juni gilt allerdings uneingeschränkt, dass Google Back Button Hijacking als Spam einstuft und abstraft. Beim Back Button Hijacking brechen Seitenbetreiber:innen mit der Erwartung der User, über den Zurück-Button auf einer Seite tatsächlich zur vorherigen Seite zurückgeführt zu werden. Zum Beispiel kann der Klick darauf dann auf Drittseiten, die ein User noch gar nicht besucht hat, führen. Oder der Klick auf den Zurück-Button führt zur Anzeige von unerwünschten Empfehlungen und Ads. Sofern Websites über den Zurück-Button nicht einfach den Rückweg beim Browsen im Web ermöglichen, sieht Google darin neuerdings die Basis einer Spam-Praktik. Die Suchmaschine stuft das als manipulatives oder irreführendes Verhalten ein und erklärt:
We believe that the user experience comes first. Back button hijacking interferes with the browser’s functionality, breaks the expected user journey, and results in user frustration. People report feeling manipulated and eventually less willing to visit unfamiliar sites […].
Die Unvereinbarkeit von User-Erwartung und tatsächlicher Erfahrung auf einer Seite, die die UX verschlechtert, gilt als Kriterium für Spam. Da Google zuletzt einen Anstieg des Einsatzes dieser Praktik wahrgenommen hat, werden die Richtlinien jetzt angepasst.
Zusatzinfos für SEOs: Preferred Sources und Co. als Chance
Auch gut zu wissen für SEOs und Seitenbetreiber:innen: Google hat neue SEO Best Practices für zusätzliche Snippet Links in der Suche (Read More Links) geliefert, die auf mehr Traffic hoffen lassen. Außerdem lassen sich jetzt bevorzugte Seiten in der Google-Suche auch auf Deutsch einstellen und Publisher können Usern aktiv Hinweise darauf geben. Wie das geht, beschreiben wir in unserem Beitrag zum Thema. Diese bevorzugten Quellen werden neuerdings ebenso für die AI Overviews und den AI Mode herangezogen, was für Publisher besonders relevant ist.
Für Falschaussagen in den AI Overviews haftet Google selbst, wenn dort Inhalte Dritter in einen falschen Kontext gesetzt werden. Das hat kürzlich das Landgericht Köln in einem richtungsweisenden Urteil entschieden.
Im AI Mode wiederum können erste User indes die neuen Information agents von Google nutzen, um rund um die Uhr Suchen laufen zu lassen. Für Publisher dürfte diese Entwicklung ein zweischneidiges Schwert sein. Denn wenn mehr User auf agentisch ausgeführte Recherchen setzen, könnten die Klickzahlen leiden, weil die User möglicherweise nur die von der KI zusammengeführten Erkenntnisse als Information rezipieren. Dann hätten die Publisher wenig davon, dass Google ihre aktuellen und relevanten Informationen hervorhebt. Allerdings liefern die Information Agents auch Web Links direkt zu den genutzten Quellen mit, wie im AI Mode und in vielen AI Overviews auch. Auf diese Weise werden den Nutzer:innen dann Links mit Click-Through-Potential quasi frei Haus geliefert, ohne dass diese erst aktiv suchen müssen; und so könnten Publisher von einem neuartigen Search-Traffic-Weg profitieren.
Analyse zeigt, wie rasant Zero Click Searches auf Google gestiegen sind

Stelle OnlineMarketing.de als bevorzugte Quelle auf Google ein
Wenn du OnlineMarketing.de auf Google als bevorzugte Quelle einstellen möchtest, um auch in den Schlagzeilen auf Google immer aktuelle News und Tipps aus der Welt des Marketing und der Tech-Entwicklungen zu finden, kannst du einfach die Google-Quelleneinstellungen aufrufen und die Seite anwählen. Über das Stern-Icon neben den Top Stories kannst du ebenfalls bevorzugte Quellen für die spätere Suche speichern.

-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonateniX-Workshop Angriffsziel lokales AD − Schwachstellen finden und beheben
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten„Don’t Starve Elsewhere“: Survival‑Hit kehrt nach zehn Jahren zurück
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenKine‑Exakta: Die erste Spiegelreflexkamera fürs Kleinbild
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenWeitere Entlassungswelle bei Disney: Bis zu 1000 Mitarbeiter betroffen
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
xTool P3 im Test: CO₂-Laser mit 80 Watt schneidet und graviert auch Acryl
-
Social Mediavor 2 MonatenMetas neuer Creative Setup Workflow: Was sich wirklich ändert – und warum das nicht nur eine UI-Frage ist!
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenMega-GPUs für Nvidia, AMD & Co: TSMC zeigt CoWoS-Package mit >11.600 mm² & 24 × HBM5E
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenApple‑Geräte mit Microsoft Intune verwalten – zweiteiliges Live-Webinar
