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Peloton tauscht Bike+-Sattelstützen auch hierzulande
Rund sechs Monate nach einem Produktrückruf in den USA und Kanada haben auch Bike+-Besitzer hierzulande die Möglichkeit, ihre Sattelstütze tauschen zu lassen. Betroffen sind ältere Bike+-Hometrainer.
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Nachdem bei mehreren Nutzern die Sattelstützen während des Betriebs gebrochen waren, hatte Fitnessgerätehersteller Peloton im November 2025 hunderttausende Hometrainer vom Typ Bike+ in Kanada und den USA zurückgerufen. Geräte mit entsprechender Seriennummer sind auch in Deutschland in Umlauf. Peloton sagte heise online damals, dass auch diese von den Problemen betroffen sein könnten und geplant sei, die Rückrufaktion auch hierzulande anzubieten.
Tausch auch in Deutschland
Rund ein halbes Jahr später hat Peloton diese Woche Mails an deutsche Bike+-Besitzer verschickt, in denen der Hersteller einen kostenlosen Tausch der Sattelstütze anbietet. Peloton wolle sicherstellen, dass die Hometrainer „mit unserem aktuellsten Sattelstützendesign ausgestattet ist, das unseren kompromisslosen Qualitätsstandards entspricht“ heißt es in der Mail, die heise online vorliegt.
Heißt das nun, das es auch hierzulande Probleme mit gebrochenen Sattelstützen gab? „Das Problem mit der Sattelstütze, das den Rückruf in den USA veranlasst hat, wurde in Großbritannien, Deutschland, Österreich oder Australien nicht gemeldet“, erklärt Peloton auf Anfrage. Wer auf seine neue Sattelstütze wartet, kann sein Bike+ demnach ganz normal weiter nutzen.
„Kein Produktrückruf“
Es handele sich nicht um einen Produktrückruf wie in Kanada und den USA. Die jetzige Aktion sei ein „freiwilliges, proaktives Programm, das wir unseren berechtigten Mitgliedern in Großbritannien, Deutschland, Österreich und Australien anbieten, um ihnen Zugang zu unserer verbesserten Sattelstütze zu ermöglichen“, heißt es in der Stellungnahme gegenüber heise online.
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Alle Personen mit Wohnsitz in Großbritannien, Deutschland, Österreich oder Australien, die ein Bike+ der Original-Serie besitzen, das vor 2024 hergestellt wurde, haben laut Peloton Anspruch auf ein Sattelstützen-Upgrade. „Wir bieten außerdem allen Personen mit Wohnsitz in Großbritannien, Deutschland, Österreich oder Australien, die ein Bike der Original-Serie mit der Modellnummer PL-21 besitzen, ein Sattelstützen-Upgrade an“, erklärt Peloton weiter.
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(nen)
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Gazelle Curb: Neues E-Bike mit Bosch-Hinterradmotor „Hub Line“
Das Modell Curb des niederländischen Fahrradherstellers Gazelle ist eines der ersten E-Bikes mit Boschs E-Antrieb für Hinterradnaben namens Hub Line. Das Curb ist ein Stadtrad, das dank des neuen Motors nicht gleich als E-Bike zu erkennen ist. Es kostet etwa 2400 Euro und wird sowohl als Singlespeed mit Riemenantrieb als auch mit Kettenantrieb und Gangschaltung angeboten.
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Stadtflitzer
Gazelle erklärt, dass für eine „aufgeräumte Optik und einen optimalen Schutz im täglichen Stadtverkehr“ Kabel und Akku nahtlos im Rahmen integriert sind. Das Gleiche gilt auch für das Supernova-Lichtsystem, denn der Frontscheinwerfer sitzt im Lenker und das Rücklicht im Schutzblech.
Der entnehmbare Akku mit 360 Wh Kapazität ist im Unterrohr verbaut und kann über einen Ladeanschluss am Rad geladen werden. Für mehr Reichweite lässt sich auf Wunsch der Bosch PowerMore 250 Range Extender mit 250 Wh anschließen. Dieser ist in etwa so groß wie eine Trinkflasche und ist unter anderem auch kompatibel mit der Performance Line CX.
Am Lenker lässt sich über eine integrierte Schnittstelle für SP Connect und Quad Lock ein Smartphone befestigen und etwa für die Navigation verwenden. Auf dem Smartphone lässt sich zudem das Dashboard der Gazelle-App anzeigen, auf dem Geschwindigkeit und verbleibende Reichweite der E-Unterstützung einsehbar sind, so das Unternehmen.
Um das Rad mit seinem 45 Nm Drehmoment, einer Nenndauerleistung von 250 Watt und einer kurzzeitig abrufbaren Spitzenleistung von 400 Watt zum Halten zu bringen, verfügt das Curb über hydraulische Scheibenbremsen. Zudem sind ein serienmäßiges Rahmenschloss sowie ein Befestigungspunkt für ein zweites Schloss an Bord. Wer mehr transportieren möchte, kann Front- und Heckgepäckträger passend zum Rahmen erstehen.
Zwei Antriebsvarianten
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Gazelle bietet das Curb in zwei Antriebsvarianten an: Das Modell C1 verfügt über einen wartungsarmen Gates-Riemenantrieb und kommt als Single-Speed-Version. Das Modell T9 hat eine klassische Kettenschaltung mit neun Gängen und eignet sich laut Hersteller auch für Nutzerinnen und Nutzer, die längere Strecken zurücklegen, „um auch das Umland der Stadt komfortabel zu erkunden“. Beide Varianten sind in mehreren Farben und den zwei Rahmenformen Tiefeinsteiger (Low-step) und Diamantrahmen (High-step) erhältlich. Wann das Curb in den Handel kommt, hat Gazelle noch nicht verraten.
Neben Gazelle hat auch schon Canyon sein Modell mit Boschs Hub Line vorgestellt. Das Modell Roadlite:On CF ist etwas sportlicher gestaltet, hat einen Riemenantrieb und kostet ab etwa 3000 Euro. Zudem haben die Hersteller Moustache und Nicolai Räder mit dem neuen Antrieb bestätigt.
(afl)
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Gematik: Gesellschafter beschließen Umbau der Gesundheitsdateninfrastruktur
Die Gesellschafter der Gematik haben den nächsten Schritt für den Umbau der Telematikinfrastruktur beschlossen. Die Gematik soll jetzt „einen Fahrplan für die Modernisierung der Telematikinfrastruktur (TI)“ erstellen. Zentrale Bausteine der TI sollen künftig „gebündelt und einheitlich bereitgestellt werden, anstatt sie wie momentan parallel zu entwickeln und zu betreiben“. Vorgesehen ist eine „souveräne Plattform-Architektur auf Open-Source-Basis“, über die zentrale Dienste wie das E-Rezept und die elektronische Patientenakte künftig „auf eine gemeinsame, leistungsfähige Plattform zugreifen, statt auf jeweils vollständig eigene technische Infrastrukturen“.
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Dabei soll es klare Verantwortlichkeiten geben und das System soll weniger komplex sein, was der Betriebsstabilität dienen soll. „Die Cloud dient dabei als flexible und sichere Betriebsumgebung. Für die Anwendungen mit direktem Kontakt in die Versorgung – etwa Softwaresysteme oder Kassen-Apps – entsteht so eine einheitliche Basis, die Wettbewerb und Innovation in Deutschland stärkt“, heißt es von der Gematik. Dazu will die Gematik den Übergang zur TI 2.0 beschleunigen, die mit „weniger Spezialhardware“ auskommen und beispielsweise auf digitale Identitäten setzen soll.
Positionspapier der Krankenkassen
Die gesetzlichen Krankenkassen unterstützen die Modernisierung der digitalen Infrastruktur grundsätzlich, sehen in der geplanten Plattform-Architektur jedoch auch eine Verschiebung von Zuständigkeiten und Marktrollen. Sie betonen seit Jahren, dass sie den Umbau nur unter klaren Bedingungen mittragen wollen. Das wird sowohl in dem kassenübergreifenden Papier „Gematik 2.0“ als auch in den jüngsten Forderungen der Krankenkassen deutlich.
Im Kern fordern die Kassen einen klar abgegrenzten Auftrag für die Gematik, mehr Mitsprache und eine Trennung zwischen regulatorischer Rolle und Marktgeschehen. In dem Papier „Gematik 2.0“ heißt es: „Die Gematik setzt den Rahmen“, während die „versichertennahen Anwendungen ausschließlich Krankenkassen und ihre Dienstleister bereitstellen“. Bereits Anfang des Jahres hatten die AOKen gefordert, dass die Gematik sicherstellt, dass die Software-Hersteller TI-Anwendungen in Praxis- und Krankenhausinformationssystemen „sinnvoll unterstützen“.
Beitragszahler finanzieren Gematik
In ihrem kürzlich veröffentlichten Positionspapier „Gematik 2.0“ verlangen die Kassen daher eine „wirksame Mitbestimmung“ für finanzierende Gesellschafter. Die Beitragszahlenden finanzierten „zu 93 Prozent die Gematik“, sollten nach Auffassung der Kassen aber auch bei kostenrelevanten Entscheidungen entsprechend eingebunden werden. Zusätzlich verlangen die Kassen eine breitere Finanzierung, auch aus Steuermitteln. Die Kassen fordern daher mehr Mitsprache, eine frühere Einbindung in die Weiterentwicklung der TI und eine Finanzierung, bei der die Beitragszahlenden nicht weiter nahezu allein belastet werden.
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Besonders deutlich formuliert das Bitmarck, der IT-Dienstleister für mehr als 80 Krankenkassen. Der IT-Dienstleister zieht rote Linien: „Frontend-Hoheit bleibt auf Kassenseite“, heißt es dort. Zudem sollte Gematik sicherstellen, „dass Anforderungen i.V.m. dem Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS) die Komplexität von Zulassungsprozessen nicht erhöhen und Eingriffe in die Telematikinfrastruktur möglichst gering sind“.
Objektive Ursachenanalyse bei TI-Störungen gefordert
Außerdem dürfe die Gematik nicht zum Marktteilnehmer werden. Die Umbaupläne mit zentralem ePA-Betrieb, gebündelten Backend-Funktionen und Ende-zu-Ende-Verantwortung weisen jedoch bereits in diese Richtung. Mit Blick auf die Kritik an den TI-Instabilitäten fordert Bitmarck zudem ausdrücklich eine Einbindung der Kassen und ihrer IT-Partner. In einem vor wenigen Tagen veröffentlichten Positionspapier von Bitmarck heißt es: „Vor dem Hintergrund einer möglichen ePA-Zentralisierung bedarf es einer objektiven, sachgerechten Ursachenanalyse, Fehlerbehebung und Bewertung von Alternativen. Im fairen Miteinander sind hier die Krankenkassen und deren IT-Dienstleister unbedingt einzubinden.“
Der Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg) will laut Positionspapier von Anfang 2026 ebenfalls verlässliche Rahmenbedingungen und eine europäische Anschlussfähigkeit. Außerdem setzt er sich für einen offenen Wettbewerb ein. Darüber hinaus begrüßt er zwar die Weiterentwicklung der Gematik, ihr Mandat müsse allerdings „klar und verbindlich“ auf Aufgaben wie Referenzarchitektur, Datensatzstrukturierung, transparente Zulassungsverfahren und das technische Monitoring beschränkt werden. Zugleich warnt der Verband davor, dass die Gematik selbst als Entwickler und Wettbewerber am Markt auftritt. Gleichzeitig übt er Kritik an einer möglichen „Monopolstellung der Kostenträger“ bei Anwendungen für ePA und TI, weil sie „Wettbewerb und Vielfalt untergräbt“.
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(mack)
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Abgesägte Apple Watch Ultra: Apple verteidigt harten Schnitt
Warum bekommt die erste Apple Watch Ultra kein watchOS 27? Einen konkreten Grund für den ungewöhnlich frühen Feature-Stopp für die 1000-Euro-Smartwatch nannte Apple zuerst nicht. Nun reagiert der Hersteller auf die heftige Nutzerkritik. Apple bemühe sich immer um die „beste Experience“ und priorisiere deshalb „Rechenleistung und Performanz“, gab Apple-Produktmanagerin Cait Dooley gegenüber Techradar zu Protokoll. Neue Funktionen von watchOS 27 wie Siri AI „funktionieren am besten mit der Rechenleistung, die in der Apple Watch Series 9 und neuer, Ultra 2 und neuer sowie SE 3 steckt“.
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Die älteren, jetzt abgesägten Modellreihen sollen weiterhin Sicherheitsupdates erhalten, gelobte die Produktmanagerin. Die Kombination aus watchOS 26 auf der Uhr und iOS 27 auf dem Kompagnon-iPhone stelle kein Problem dar. Konkrete technische Details und Gründe für den Update-Stopp wurden nicht angeführt.
WatchOS 27 erst ab Ultra 2 und Series 9
Das für Herbst angesetzte watchOS 27 nimmt einen ungewöhnlichen Kahlschlag beim Geräte-Support vor: Das nächste große Update lässt sich auf der Ultra 1, Series 8, Series 7, Series 6 und SE 2 nicht installieren, wie der Hersteller in der vergangenen Woche mitteilte. Ursprünglich sorgte die fälschliche Angabe für zusätzliches Aufsehen, das Update laufe sogar erst ab der Series 10. Das wurde aber umgehend korrigiert, auf diese Modellreihe kommt also watchOS 27.
Die erste Generation der Apple Watch Ultra erweiterte die Smartwatches im Herbst 2022 nach oben und war vor drei Jahren noch zu Preisen von bis zu 1000 Euro im Handel erhältlich. Ein derart schnelles Aus für neue Features dürfte kaum ein Käufer erwartet haben, zumal Apple andere Watch-Modellreihen bislang lange mit Updates versorgt hat. Patches für ältere watchOS-Versionen gab es bislang nur selten und unregelmäßig. Ob sich das nun ändert, bleibt vorerst offen.
Alter Chip in erster Ultra
In Apple Watch Ultra und Series 8 steckt Apples S8-Chip, der noch ohne KI-Beschleuniger Neural Engine auskommt. Dort fehlen aktuell bereits wichtige Funktionserweiterungen wie die Doppeltippgeste, On-Device-Siri und Schlafapnoe-Erkennung – all das unterstützt Apple erst ab der Ultra 2 mit S9, der über eine Neural Engine mit 4 Kernen verfügt.
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Die zwei größten Neuerungen von watchOS 27 hätten voraussichtlich ohnehin auf Ultra 1 und Series 8 gefehlt, nämlich Siri AI und eine zusätzliche Geste zur feineren Steuerung des Smart-Stapels. Allerdings bleiben andere wichtige Detailneuerungen rund um Trainings-App, Workout Buddy, Fitnessdatensync, Liquid-Glass-Designanpassungen der Ultra 1 jetzt vorbehalten.
(lbe)
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