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Künstliche Intelligenz

Sicher durch den Stromausfall: Notlicht, Stromspeicher, Stromerzeuger & Co.


Heizen, kochen, Strom erzeugen und Fische im Aquarium am Leben halten – wer sich richtig vorbereitet, muss einen Stromausfall nicht fürchten. Wir zeigen, welche Tools und Hilfsmittel es gibt und was sie kosten.

Solche Checklisten werden aktuell von Städten und Gemeinden verteilt.

Die durchschnittliche Ausfallzeit in Deutschland lag je angeschlossenem Verbraucher im Jahr 2020 bei gerade einmal 10,73 Minuten (Quelle: Bundesnetzagentur). Das ist der niedrigste Wert seit Erhebung der Zahlen im Jahr 2006, als die durchschnittliche Ausfallzeit noch bei über 21 Minuten lag. Da es sich hier allerdings um Durchschnittswerte handelt, kann es lokal durchaus zu längeren Ausfällen kommen.

Bei einem normalen Stromausfall helfen USVs (Universelle Stromversorgung, englisch UPS für Universal Power Supply oder kurz Notstromversorgung). Die gibt es etwa kompakt und praktisch in der Form einer Steckdosenleiste mit integriertem Notfall-Akku (Top 5: Die besten Steckdosen-USVs) zu Preisen von unter 100 Euro. Wer sich damit ausstattet, verhindert Datenverlust durch Computer-Abstürze und hält wichtige Technik zu Hause – etwa WLAN oder Telefon – auch bei Stromausfall am Leben. Die Puffer reichen je nach Stromaufnahme für einige Minuten und können kleine Verbraucher wie eine Aquariumpumpe auch länger überbrücken.

Wer auf dem Land wohnt, hat mehrstündige Ausfälle sicherlich schon miterlebt. Aber auch in Städten kann es vorkommen, dass der Ausfall länger dauert. Neben dem Stromausfall im Januar 2026 waren 2019 in Berlin schon einmal rund 31.500 Haushalte und 2000 Gewerbeeinheiten für knapp 31 Stunden ohne Strom. In solchen Fällen reicht eine einfache USV nicht mehr; wie man gegebenenfalls auch mehrere Tage ohne Stromversorgung sicher überbrückt, zeigen wir im Folgenden.

Notfallausstattung

Wer sich ins Thema Notfallausstattung einarbeitet, findet zunächst Tipps wie die Bevorratung von Wasser und Nahrungsmitteln. Dies klingt einfach, ist es aber nicht unbedingt. Die angegebenen Mengen sind derart groß, dass es hier in vielen Haushalten schlicht zu Lager- und Budgetproblemen kommen dürfte. Beim Kauf muss immer bedacht werden, wie solche Lebensmittel gelagert und zubereitet werden können – auch ohne Strom. Da Nahrungsmittel ein Verfallsdatum besitzen und nur bei lang anhaltenden und großflächigen Stromausfällen wichtig sind, sollte jeder für sich entscheiden, in welcher Menge Lebensmittel und Wasser bevorratet werden können. Empfohlen wird eine Menge für etwa 10 Tage. Auch für Haustiere sollte man Vorräte für 10 Tage anschaffen.

Unser Tipp: keine Experimente! Seltsam anmutendes Dosenfleisch oder teure Survival-Nahrung würden wir aktuell nicht kaufen; eine Katastrophe steht nicht unmittelbar bevor. Es ist sinnvoller, beim nächsten Wocheneinkauf einfach etwas mehr Nudeln, Fertigsaucen, Konserven und Ähnliches zu kaufen – immer mit Blick auf ein möglichst langes Verfallsdatum! Ein paar Liter Mineralwasser, Teebeutel und Instant-Suppen sollte man auch immer im Haushalt haben.

Welche Notbeleuchtung funktioniert bei einem Stromausfall?

Deutlich sinnvoller als Survival-Nahrung erscheinen uns die Empfehlungen zum Kauf von Kerzen und Streichhölzern, da selbst ein kurzer Stromausfall bei Dunkelheit schnell zum Spießrutenlauf werden kann, wenn keine andere Lichtquelle wie Taschenlampe oder Smartphone greifbar ist. Im Jahr 2026 würden wir allerdings eher zur LED-Taschenlampe als zur Kerze greifen. Das ist sicherer, die Lichtausbeute ist deutlich größer und die Preise für brauchbare Lampen beginnen bei unter 10 Euro. Im Ratgeber: Günstige Taschenlampen: Ab 5 € okay, ab 20 € brutal hell, wasserdicht & mit Akku zeigen wir, worauf man beim Kauf von Taschenlampen achten sollte.

Eine praktische Alternative zur klassischen Taschenlampe sind spezielle Notfalllampen, die dauerhaft geladen werden und bei Bedarf sofort einsatzbereit sind. Praxis-Tipp: Wir nutzen eine Leuchte von Amazon für 24 Euro. Dieses hängt am Kellerabgang und erhellt die Treppe dank Bewegungssensor im Vorbeigehen. Bei Stromausfall aktiviert sich die LED automatisch und kann zusätzlich mobil als Taschenlampe eingesetzt werden. Mehr dazu in unserer Bestenliste Top 5: Das beste Notlicht für die Steckdose mit Akku im Test.

Es ist letztlich egal, ob Notlampe, Taschenlampe oder Mini-LED eingesetzt werden, Hauptsache ist, es gibt eine einsatzbereite Lichtquelle.

Trotz des allgegenwärtigen Smartphones sollte man für Notfälle auch immer noch ein Radio im Haushalt haben, um sich beim Ausfall des Mobilfunknetzes über Stromausfall und Ähnliches informieren zu können. Notfallradios mit integriertem Akku, Solarzelle und/oder Kurbelantrieb gibt es schon ab knapp 10 Euro. Unser privates AM/FM-Radio von Tendak für 36 Euro dient zusätzlich als Powerbank und helle Notlampe. Wir haben verschiedene Geräte getestet und zeigen unsere Favoriten im Artikel Das beste Kurbelradio im Test – Rundfunkempfang bei Stromausfall.

Diese Notfallradio lädt per Handkurbel oder Solarzelle. Neben FM/AM-Radio, Uhr und Wecker sind auch Powerbank und LED-Lampe integriert.

Wer generell kein Smartphone nutzt, sollte zudem über die Anschaffung eines günstigen Handys für Notfälle nachdenken. Geeignete Geräte zeigt unsere Bestenliste Die 5 kleinsten Handys für Reise, Notfall & Co: ab 19 Euro. Wer auch bei großflächigen Ausfällen kommunizieren möchte, sollte einen Blick in den Ratgeber Kommunikation & SOS im Notfall per Funk oder Satellit werfen – allerdings: Nur das Kaufen eines Funkgeräts nützt wenig. Man braucht auch Vereinbarungen mit Nachbarn oder Freunden, die dem gleichen Plan folgen und bei Stromausfall auch zuhören, wenn es etwas gibt.

Notstrom

Dank Smartphone haben wir mittlerweile alle immer Taschenlampe, Telefon und Internet greifbar in der Hosentasche. Umso wichtiger ist es, dass dieses und andere Gadgets im Bedarfsfall geladen und einsatzbereit sind. Wirklich wichtig ist eine Notstromversorgung aber etwa bei der Nutzung von medizinischem Gerät. Dieses ist zwar in der Regel mit kleineren Akkus ausgestattet, wirklich lange halten sie aber nicht durch. Um technische Geräte auch während eines längeren Stromausfalles benutzen und laden zu können, gibt es verschiedene Lösungen.

Powerstations sind größer und teurer als Powerbanks, bieten aber deutlich mehr Leistung und haben eine riesige Kapazität.

Mehr Leistung, aber vor allem erheblich mehr Kapazität und Anschlussmöglichkeiten bieten die teureren Powerstations (Bestenliste). Zwar kosten besonders starke Geräte mit hoher Kapazität schnell über 1000 Euro, wer sich bei Leistung oder Kapazität einschränkt, bekommt aber schon für deutlich weniger Geld ordentliche Modelle. In Verbindung mit einem mobilen Photovoltaik-Modul (Bestenliste) ab mindestens 100 Watt wird aus dem Stromspeicher dann ein Solargenerator, mit dem eine autarke Stromversorgung über längere Zeiträume möglich ist – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. So ist aber zumindest das Nachladen des Stromspeichers ohne Netzversorgung überhaupt möglich.

Für die tägliche Nutzung sollte das Modell möglichst langlebig sein. Hier hilft ein Blick auf die installierten Akkus. Moderne LiFePO4-Akkus halten bis zu sechsmal länger (nach 3000 bis 3500 Ladezyklen noch etwa 80 Prozent Restkapazität), weshalb sich der geringe Aufpreis lohnt.

Günstige und alltagstaugliche Modelle wie die Allpowers R600 mit vier USB-Ladeports, drei 12-V-Anschlüssen und zwei 230-V-Schukosteckdosen gibt es in Aktionen ab unter 150 Euro. In der Regel musste man bisher deutlich tiefer in die Tasche greifen. Ab etwa 300 Euro startet die gehobene Klasse von namhaften Herstellern mit integriertem Solargenerator und ordentlicher Leistung und Kapazität. Diese Powerstations lassen sich nicht nur per Netzteil befüllen, sondern können alternativ per Solarpanel geladen werden. Premium-Powerstations leisten gar bis über 3000 Watt und haben Kapazitäten von mehreren kWh. Die Preise hier liegen dann aber bei mehreren tausend Euro, wie der Blick auf unsere Top 10: Die besten Solargeneratoren zeigt. Was die großen Premium-Geräte in der Praxis leisten und wie weit man damit im Alltag kommt, zeigt unser Ratgeber: Immun gegen Stromausfall? Das leisten große Powerstations mit Photovoltaik.

Günstiger, wenn auch nicht mobil, sind sogenannte Solarinseln (Ratgeber), welche aus Solarpanel, Akku und Laderegler bestehen. Varianten mit schwachem Panel und kleinem Akku gibt es ab 110 Euro. Zwar sind diese günstigen Kits in der Regel nicht für hohe Leistungen geeignet, die Versorgung von Notebook, Smartphone oder Lampen funktioniert aber problemlos. Leistungsstärkere Sets sind deutlich teurer.

Eine Insellösung: Oben ist das Solarpaneel zu erkennen. Darunter befinden sich (v.l.n.r) der Blei-Akku, der Laderegler und der Spannungswandler.

Stromgeneratoren mit Verbrennungsmotor sind zwar auf Baustellen unabdingbar, für Privathaushalte sind sie aber nicht die beste Lösung. Die Geräte machen viel Lärm, produzieren Abgase und benötigen Brennstoff. Außerdem brauchen starke Aggregate einiges an Platz und sind so bestenfalls für Hausbesitzer geeignet. Mit einem Preis von etwa 155 Euro und einer Leistung von 1000 Watt gehört der Benzingenerator von Einhell zu den günstigsten Geräten seiner Klasse. Günstige Generatoren mit einer Leistung ab 3000 Watt gibt es aktuell ab etwa 350 Euro.

Kleine Benzingeneratoren, sogenannte Inverter, sind zwar noch verhältnismäßig leise (60 dB), sie bieten allerdings nicht mehr Leistung als die lautlosen und abgasfreien Powerstations (Bestenliste).

Ein mobiler Stromgenerator mit Benzinmotor (links) neben zwei Powerstations mit gleicher Leistung.

Eine zunächst denkbare Alternative zur Solarstromversorgung sind kleine Windmühlengeneratoren. Diese Mini-Windkraftwerke für den Garten kosten je nach Leistung zwischen 300 und über 1000 Euro. Stromspeicher und Wandler müssen hier allerdings noch zugekauft werden. Überdies lohnt sich die Installation nur in extrem windigen Regionen, etwa an der Küste, und am besten deutlich höher als auf Bodenniveau.

Kühlen

Bei anhaltenden Stromausfällen sollte man Kühlschrank und Kühltruhe nur im Bedarfsfall und nur für wenige Sekunden öffnen, da sich die Temperatur so für bis zu mehr als 12 Stunden hält. Falls die Kühlung länger ausfällt, sind dann nicht nur Rinderfilet oder Tiefkühlspinat, sondern auch etwa temperaturempfindliche Medikamente in Gefahr.

Zwar ist theoretisch auch der Betrieb herkömmlicher Kühlschränke an der Powerstation möglich, die sind allerdings meistens derart stromhungrig, dass selbst große Energiespeicher nach wenigen Stunden leer sind. Anders sieht es mit den besonders sparsamen Kühlschränken mit der neuen Energieeffizienzklasse A aus. Die im Preisvergleich aufgeführten Modelle könnte man mit ausreichend starken Powerstations theoretisch für 10 bis 14 Tage mit Strom versorgen.

Mit aktiver Kühlung halten Lebensmittel und Medikamente deutlich länger.

Kochen und Trinken

Es muss schon viel passieren, dass bei uns Lebensmittel und Trinkwasser knapp werden. Letztlich ist dieses Szenario weniger für Stromausfälle als etwa die viel zitierte Zombieapokalypse geeignet. Trotzdem möchten wir hier einige Möglichkeiten aufzeigen, die auch bei kleineren Notfällen sinnvoll sein können – etwa, um Babynahrung zu erwärmen.

Da wären etwa kleine Gaskocher, wie sie auch beim Campen benutzt werden. Die sind aus unserer Sicht die beste und günstigste Lösung, Lebensmittel zuzubereiten oder Wasser abzukochen. Solche einflammigen Kocher gibt es bereits ab unter 20 Euro. Sets mit Kocher und mehreren Gaskartuschen gibt es ab unter 30 Euro. Für etwa 50 bis 70 Euro gibt es dann auch doppelflammige Kocher. Wer statt auf Kartuschen lieber auf die große Gasflasche aus Campingwagen oder vom Gasgrill setzen will, der muss auf einen entsprechenden Anschluss achten.

Wer zusammen mit Stromspeicher/Generator klassische Küchengeräte zum Kochen einsetzen will, muss ganz genau auf die technischen Spezifikationen achten. Selbst Benzingeneratoren bieten häufig eine maximale Dauerlast von 1000 Watt, was für Wasserkocher, Kochplatte oder Minibackofen in der Regel zu wenig ist.

Selbst Powerstations und Stromgeneratoren über 500 Euro liefern in der Regel zu wenig Leistung für etwa Wasserkocher oder Elektrogrill. Hier müssen es Premium-Geräte wie die Ecoflow Delta Pro sein.

Eine weitere theoretische Möglichkeit sind Solarofen und -Kocher. Die kosten in der Regel allerdings gleich mehrere hundert Euro oder sind zu klein und hierzulande wenig effizient. Im Gegensatz zum Gaskocher ist diese Lösung auch nur bei wirklich viel Sonnenschein nutzbar. Mobile Solarkocher fürs Camping sind hierzulande bestenfalls eine Notlösung.

Das kompakt faltbare Modell Solar Cooker von Solar Brother etwa kostet knapp 90 Euro und kommt zusammen mit einem Rezeptbuch und einer Tasche zum Kunden. Die Temperatur im Kochbereich liegt allerdings bei maximal 150 Grad Celsius. Da für die höchstmögliche Ausbeute aber schon ordentlich viel Sonnenschein benötigt wird, ist dieses Modell wohl eher zum Erwärmen als zum Kochen geeignet. Der etwa 250 Euro teure Parabolspiegelkocher mit bis zu 1800 Watt sorgt hingegen für Temperaturen zwischen 700 und 1000 Grad. Dies gilt zwar nur für einen winzigen Brennpunkt, aber zum Wasserkochen ist dieses Modell wohl auch bei mäßigem Sonnenschein geeignet.

Falls tatsächlich die Trinkwasserversorgung ausfällt oder beeinträchtigt ist, hilft das Abkochen von Wasser, um Keime und Bakterien abzutöten. Das klappt am günstigsten mit dem genannten Gaskocher. Wer fürchtet, dass dazu im Falle einer Zombieapokalypse keine Zeit bleibt, der kann auch auf mobile Wasserfilter setzen. Diese sind eigentlich für Expeditionen und Camping gedacht, können im Notfall aber auch zu Hause hilfreich sein. Abhängig von der maximalen Filtermenge sind solche Reinwasserfilter ab etwa 20 Euro erhältlich. Wir nutzen privat einen größeren Keramikfilter mit Pumpe und Stromversorgung per Akku für rund 40 Euro. Dessen wechselbare Filterkartusche hält für rund drei Monate oder über 700 Liter gefiltertes Wasser.

Heizen

Ein längerer Ausfall der Heizungsanlage wäre zumindest außerhalb der Sommermonate unangenehm. Im Normalfall helfen hier Decken und mehrere Kleidungsschichten, um sich selbst warmzuhalten und so einige kalte Stunden oder gar Tage zu überdauern. Auch die Verwendung von Kerzen führt zu einer Erhöhung der Raumtemperatur, geht aber zulasten der Luftqualität. Außerdem müssten dafür eine große Menge Kerzen angezündet werden, was sogar gefährlich werden kann. Der Gasheizpilz für die Terrasse ist für innen völlig ungeeignet und gefährlich.

Wer auch Innenräume unabhängig von Zentralheizung, Schwedenofen oder Kamin heizen will, braucht etwa einen Petroleumofen. Diese kleinen Öfen gibt es ab etwa 90 Euro – allerdings sollte auch diese Notheizung nur in gelüfteten Räumen benutzt werden. Die kompakten Öfen liefern in der Regel eine Heizleistung zwischen 2 und 4 kW bei einem Verbrauch von etwa einem Viertelliter Petroleum pro Stunde. Das ist für Räume von etwa 20 bis 25 qm ausreichend.

Wer solch einen Ofen einsetzt, sollte dies immer nur in Kombination mit einem CO₂-Detektor tun, um keine gesundheitlichen Risiken einzugehen. Die kleinen Messgeräte gibt es ab etwa 20 Euro.

Die wichtigsten Fragen beim Stromausfall

Auch wenn wir bereits einige Tipps geben konnten, haben wir uns zusätzlich die am häufigsten gesuchten Fragen rund um das Thema Stromausfall angesehen und diese beantwortet.

  • Wann ist ein Stromausfall ein Blackout?

Einen Stromausfall bezeichnet man als Blackout, wenn er großflächig ist (mehrere Regionen/Länder), länger andauernd (Stunden bis Tage) und unkontrolliert auftritt, weil das Stromnetz überlastet ist und zusammenbricht. Das hat dann weitreichende Folgen für Infrastruktur und Alltag, im Gegensatz zu kurzen, lokalen Ausfällen. Ein Blackout führt oft auch zum Ausfall von Kommunikationsmitteln (Internet, Mobilfunk) und kritischer Infrastruktur wie Krankenhäusern, Banken und Wasserversorgung.

  • Was sind die ersten Schritte bei einem Stromausfall?

Zuerst die eigenen Sicherungen prüfen, um ein Problem im eigenen Stromnetz auszuschließen und dann die Umgebung checken. Ist der Strom offensichtlich nur in der eigenen Behausung weg, liegt die Ursache wahrscheinlich in der Wohnung/dem Haus. Handelt es sich um einen Stromausfall, kann man den Netzbetreiber kontaktieren oder einen Störungsmelder nutzen. Erfahrungsgemäß ist die Nutzung eines Online-Störungsmelders einfacher.

  • Wo anrufen bei Stromausfall?

Bei einem Stromausfall ruft man auf keinen Fall die Notrufnummern an, sondern meldet den Ausfall direkt beim lokalen Stromnetzbetreiber (nicht dem Stromlieferanten!), da dieser für die Stromversorgung und Reparaturen zuständig ist. Erfahrungsgemäß tun dies aber viele Betroffene, weshalb man sich das in der Praxis meist sparen kann.

  • Wie lange dauert der Stromausfall noch?

Die wahrscheinlich dringendste Frage bei einem akuten Stromausfall lautet: Wann ist er endlich wieder vorbei? Zwar ist es möglich beim Netzbetreiber nachzufragen, allerdings dürften dessen Serviceleitungen bei einem akuten und größeren Ausfall überlastet sein.

Im Schnitt dauern Stromausfälle weniger als eine Viertelstunde, also sollte man zunächst abwarten. Auch bei der Störungsauskunft sind oft Informationen zur voraussichtlichen Länge des Ausfalls hinterlegt – zumindest, wenn dieser länger als ein paar Minuten anhält.

  • Funktioniert das Telefon bei Stromausfall?

Bei einem Stromausfall funktioniert ein analoger Festnetzanschluss mit einem einfachen Schnurtelefon oft noch für eine Weile, da es Strom direkt aus der Leitung bezieht und die Vermittlungsstellen Notstrom haben. Internet-basiertes Festnetz (VoIP) (wie bei vielen DSL-Paketen) fällt allerdings mit dem Router aus; Handys funktionieren nur, solange der Akku hält und die Mobilfunkmasten Notstrom haben. Für längerfristige Sicherung der Kommunikation benötigt man bei VoIP eine eigene USV (Bestenliste: Unterbrechungsfreie Stromversorgung) für Router und DECT-Basisstation.

  • Wie rufe ich einen Notruf bei Stromausfall?

In der Regel sind die Notrufe auch beim Stromausfall per Smartphone oder Handy erreichbar – allerdings kann es bei großflächigen Ereignissen auch zum Ausfall von Funkmasten kommen, was die mobile Kommunikation dann generell einschränkt.

  • Welche Geräte sollte man bei Stromausfall ausschalten?

Bei einem Stromausfall sollten Betroffene theoretisch alle größeren elektrischen Geräte wie Herd, Backofen, Fernseher, Computer und Küchengeräte ausschalten oder vom Netz trennen, um sie vor Schäden durch Spannungsspitzen beim Wiedereinschalten zu schützen und eine Überlastung zu vermeiden. In der Regel kommen Schäden zwar nur selten vor, bei teuren Geräten lohnt sich hier ansonsten der Einsatz einer Mehrfachsteckdose mit Überspannungsschutz.

  • Was passiert mit der Wärmepumpe bei Stromausfall?

Bei einem Stromausfall schaltet die Wärmepumpe ab. Bei anhaltendem Frost besteht hier die Gefahr, dass das Wasser im Heizkreislauf gefriert und Leitungen oder den Wärmetauscher beschädigt, was zu teuren Frostschäden führen kann, insbesondere bei Monoblock-Geräten. Maßnahmen wie eine gute Dämmung, ein Batteriespeicher oder ein Generator können das Risiko minimieren, wobei eine Explosion als unwahrscheinlich gilt. Totalschäden durch Eisbildung sind aber durchaus möglich und kostenintensiv. Hier sollte man sich dringend im Vorfeld beim Fachmann über die individuellen Möglichkeiten informieren.

Eine gute Isolierung des Heizsystems reduziert das Risiko. Moderne Wärmepumpen ermöglichen außerdem oft einen Notbetrieb oder haben integrierte Schutzfunktionen. Wer rechtzeitig plant, kann seine Wärmepumpe auch mit dem eigenen Batteriespeicher der PV-Anlage versorgen und sie zumindest in Intervallen starten und so vor Schäden schützen. Möglich wäre auch eine Notversorgung per Stromgenerator. Der muss allerdings ausreichend Leistung haben, um den Anlaufstrom zu bewältigen, idealerweise 30 % mehr als die Pumpe.

  • Wie öffnet man elektrische Rollläden bei Stromausfall?

So praktisch motorisierte Rollläden sein mögen, beim Stromausfall können sie ein Problem sein. Um elektrische Rollläden bei Stromausfall zu öffnen, benötigt man spezielle Notbediensysteme wie eine Nothandkurbel oder eine integrierte Gurtentriegelung, die den Motor vom Rollladen abkoppeln, sodass ein manuelles Hochziehen des Rollladens möglich ist. Einige moderne Systeme haben zudem einen integrierten Notfall-Akku integriert, der eine Öffnung auch beim Stromausfall ermöglicht.

  • Welcher Campingkocher bei Stromausfall?

Letztlich eignet sich jeder Campingkocher auch zum Kochen bei Stromausfall. Allerdings ist bei der Nutzung in Innenräumen unbedingt auf eine ausreichende Lüftung und eine gute Frischluftversorgung zu achten. Heizpilze und Ähnliches haben in Innenräumen grundsätzlich nichts verloren!

  • Wie lange hält eine USV bei einem Stromausfall?

Hier kommt es auf die Kapazität des integrierten Akkus und das oder die zu versorgende(n) Geräte an. In der Regel sind insbesondere günstige weniger für eine langfristige Versorgung gedacht, sondern als Schutzfunktion für sensible Geräte und Daten. So funktionieren die meisten USVs zwar ausreichend lange, um etwa Daten zu sichern und den PC herunterzufahren, für eine langfristige Versorgung fehlt es hier aber an Kapazität. Wer Geräte auch länger beim Stromausfall nutzen will, sollte sich eine Powerstations (Bestenliste) mit integrierter USV-Funktion und Speicherkapazitäten von teils mehreren Kilowattstunden zulegen.

Fazit

Stromausfälle sind selten und dauern zudem nicht lange an – zumindest in der Regel. Große Sorgen muss man sich aus unserer Sicht nicht machen. Sollte es tatsächlich zu einem Ausfall des Stromnetzes kommen, braucht man weder Feuerstarter noch Solarkocher, um über die Runden zu kommen. Andere Anschaffungen sind hingegen sinnvoll.

Ebenfalls sinnvoll ist eine Notstromversorgung für etwa Smartphone und medizinisches Gerät. Im einfachsten Fall helfen hier schon günstige Powerbanks weiter. Wer neben USB-Gadgets auch stärkere 230-Volt-Verbraucher anschließen will, greift am besten zu einer Powerstation (Bestenliste), welche notfalls auch per Solar geladen werden kann.

Geht es um die Sicherheit vom Smart Home, Computer oder Daten beim Stromausfall, empfehlen wir die Anschaffung einer USV. Mehr dazu in der Bestenliste Top 5: Die besten Steckdosen-USVs.



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Energiemonitor für Balkonkraftwerk bauen und auswerten


Ich habe mir ein Balkonkraftwerk zugelegt und endlich fließt nun auch Sonnenenergie in mein Haus. Leider wusste ich nichts über die Stromflüsse dort, kannte weder Grund- noch Spitzenlasten. Auch wusste ich nicht, wie viele von mir nicht verbrauchte Kilowattstunden ohne Entgelt an den Stromlieferanten abgegeben wurden. Zur Erfassung der Verbrauchsdaten als Basis für die Optimierung des Kraftwerks habe ich nach Maker-Art den in diesem Artikel dokumentierten Energiemonitor realisiert.

  • Optischer Lesekopf und flexibles ESP32-basiertes System
  • Stromverbrauch und -produktion erfassen
  • Dokumentieren und Solarertrag optimieren

Zeitaufwand: 8 Stunden

Kosten: ca. 70 Euro

Material

Werkzeug

  • Makerwerkzeug Zangen, Bohrer, Schraubendreher etc.
  • Lötutensilien

Mehr zum Thema

Primäres Ziel dieses Projekts war die Messung der aktuell verbrauchten Leistung in kW (umgangssprachlich auch Stromverbrauch genannt) sowie der geleisteten Arbeit in kWh. Der letztgenannte Wert ist einfach durch die Differenz von zwei Zählerständen ermittelbar. Allein die Kenntnis dieser Daten kann Stromfresser wie unnütze Stand-by-Verbraucher aufspüren und damit bereits Energiekosten senken.

In einem nachfolgenden Projekt möchte ich die Werte auch für eine Nulleinspeisung nutzen, das heißt, das Balkonkraftwerk soll nur die im Haus aktuell verbrauchte Leistung liefern, sodass zukünftig die Abgabe an den Netzbetreiber entfällt. Die überschüssige Energie fließt dann in einen Speicher und wird während der Dunkelstunden genutzt. Um dieses Ziel zu erreichen, habe ich mir folgende Anforderungen an mein Projekt gestellt:


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Energiemonitor für Balkonkraftwerk bauen und auswerten“.
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Dienstag: Paramount mit großen Plänen, Copyright-Streit um KI-generierte Kunst


Der US-amerikanische Entertainment-Konzern Paramount Skydance verfolgt mit der Übernahme von Warner Bros. Discovery große Pläne. In einer Investorenkonferenz erklärte Paramount-Chef David Ellison nun, Paramount+ und HBO Max könnten zu einer gemeinsamen Streaming-Plattform fusionieren. Der Oberste Gerichtshof der USA weist die Berufung eines US-Computerwissenschaftlers ab. Dieser will das Urheberrecht für ein visuelles Kunstwerk, das ein von ihm geschaffenes KI-System generiert hat. Und der Soziologe Yves Jeanrenaud hat eine App entwickelt, die in der Nähe befindliche Smart Glasses aufspürt – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Vor ein paar Jahren scheiterte der Informatiker Stephen Thaler mit einem Berufungsantrag vor dem US Supreme Court. Damals ging es um die Weigerung des US-Patent- und Markenamts, Patente für Erfindungen von Thalers Dabus-System zu erteilen. Dabus steht für Device for the Autonomous Bootstrapping of Unified Sentience und ist ein von Thaler geschaffenes KI-System. Das hat vollkommen autonom ein visuelles Kunstwerk generiert. Thaler als Eigentümer der Maschine sieht sich als deren Auftraggeber an und wollte das Copyright an dem computergenerierten Bild für sich selbst registrieren, scheiterte damit aber bisher in allen Rechtsinstanzen und landete erneut beim Obersten Gerichtshof. Urheberrechtsstreit um KI-generierte Kunst: US Supreme Court winkt ab

Aufgrund ihrer geringen Verbreitung spielen Smart Glasses bislang in der öffentlichen Debatte kaum eine Rolle. Das könnte sich in den nächsten Jahren jedoch ändern. Marktführer Meta und EssilorLuxottica haben im vergangenen Jahr sieben Millionen Geräte verkauft, und die milliardenschweren US-Konzerne Google und Apple drängen ebenfalls auf den Markt. Smart Glasses können also rasch an Verbreitung gewinnen. Weil er die intelligenten Brillen bereits heute schon als „unzumutbaren Eingriff“ in die Privatsphäre betrachtet, hat der Soziologe und Gelegenheitsentwickler Yves Jeanrenaud eine Abwehr-App programmiert. Gegen Überwachung: Android-App spürt nahe Smart Glasses auf

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Urheberrechtsstreit um KI-generierte Kunst: US Supreme Court winkt ab


Der Informatiker Stephen Thaler ist erneut vor dem US Supreme Court gescheitert. Der Oberste Gerichtshof der USA lehnte es am Montag ab, sich mit der Frage zu befassen, ob von künstlicher Intelligenz (KI) geschaffene Kunst nach US-amerikanischem Recht urheberrechtlich geschützt werden kann und wies eine Klage Thalers ab. Der Fall beschäftigte unterschiedliche Instanzen über mehrere Jahre.

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Thaler, Gründer von Imagination Engines Inc, einem Unternehmen für fortschrittliche künstliche neuronale Netzwerktechnologie mit Sitz im US-Bundesstaat Missouri, hatte im Jahr 2018 das Copyright für das Werk „A Recent Entrance to Paradise“ beantragt, das von seiner Dabus-Technologie geschaffen wurde. Das Bild zeigt Gleise, die in ein Portal führen, umgeben von grünen und violetten Pflanzenmotiven. Dabus steht für Device for the Autonomous Bootstrapping of Unified Sentience; Thaler beschreibt das System als Verbund mehrerer neuronaler Systeme, das – wie das menschliche Gehirn – neue Ideen durch veränderte Verknüpfungen maschineller Synapsen erzeugen könne. Das Bild sei „autonom durch einen Computeralgorithmus“ erstellt worden, er selbst sei Eigentümer der Maschine, sehe sich als deren Auftraggeber an, und wolle die Rechte an dem computergenerierten Bild als Auftragswerk für sich selbst registrieren, so Thalers Argumentation damals.

Das US-Urheberrechtsamt, das US Copyright Office, lehnte seinen Antrag im August 2019 ab. Daraufhin wandte sich Thaler an das zuständige Berufungsgremium, das Copyright Review Board (CRB). Er bezeichnete die vorausgegangene Ablehnung als verfassungswidrig; sie sei nicht durch Fallrecht untermauert. Doch das CRB blieb bei seiner Entscheidung und bestätigte die Ablehnung im März 2020. Zwei Monate später bat Thaler dieselbe Behörde um neuerliche Überprüfung. Doch die blieb bei ihrer Entscheidung. Kreative Werke müssen menschliche Urheber haben, um in den Vereinigten Staaten urheberrechtlich geschützt zu sein, so der Bescheid. Ein Bundesrichter in Washington bestätigte im Jahr 2023 die Entscheidung des Urheberrechtsamtes und nannte menschliche Urheberschaft eine „grundlegende Voraussetzung des Urheberrechts“. Das US-Berufungsgericht für den Bezirk Columbia bestätigte das Urteil im vergangenen Jahr. Dagegen legte Thaler beim Obersten Gericht Berufung ein.

Während die Regierung von US-Präsident Donald Trump den Supreme Court laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters aufforderte, Thalers Berufung nicht anzunehmen, erklärten dessen Anwälte, der Fall sei angesichts des rasanten Aufstiegs generativer KI von „höchster Bedeutung“.

Entsprechend enttäuscht zeigten sie sich von der Entscheidung des Gerichts, die Berufung abzulehnen. „Selbst wenn es [das Oberste Gericht, Anm.] die Kriterien des Urheberrechtsamtes später in einem anderen Fall aufhebt, wird es zu spät sein. Das Urheberrechtsamt wird die Entwicklung und Nutzung von KI in der Kreativwirtschaft in entscheidenden Jahren irreversibel und negativ beeinflusst haben“, zitiert Reuters aus einer Erklärung der Anwälte.

Bereits in einem anderen Fall vor gut drei Jahren hatte der Oberste Gerichtshof der USA einen Antrag Thalers auf Anhörung abgelehnt. Damals ging es um die Weigerung des US-Patent- und Markenamts, Patente für Erfindungen von Thalers Dabus-System zu erteilen. Dabus hatte völlig eigenständig einzigartige Prototypen für einen Getränkehalter und eine Notleuchte entwickelt. Ähnlich wie im aktuellen Fall um von einer KI geschaffene Kunst argumentierten untergeordnete Gerichte, dass Patente nur menschlichen Erfindern erteilt werden können.

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(akn)



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