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Skalieren statt Warten: Wie Webflow den Entwickler-Flaschenhals sprengt


#Gastbeitrag

Startups wandeln sich ständig. Webflow unterstützt dies durch einen modularen Ansatz. Websites werden aus wiederverwendbaren Bausteinen aufgebaut. Führt das Unternehmen eine neue Produktlinie ein, müssen keine Seiten von Grund auf neu entwickelt werden.

Skalieren statt Warten: Wie Webflow den Entwickler-Flaschenhals sprengt

In der hochdynamischen Startup-Welt ist Geschwindigkeit die entscheidende Währung. „Time to Market“ entscheidet über Erfolg oder Scheitern. Doch oft liegt die größte Hürde intern: die Abhängigkeit von Entwicklerressourcen für jede Anpassung der Website. Wenn das digitale Herz des Unternehmens nur im Takt von IT-Sprints schlägt, wird es zur Innovationsbremse. Marketing-Teams hängen in vollen Backlogs fest, während wertvolles Momentum verloren geht.

Das Dilemma des Wachstums: Der traditionelle Website-Prozess als Innovationsbremse

Für viele Gründer ist das Szenario bekannt: Eine brillante Kampagnen-Idee landet im Ticket-System zwischen Bug-Fixes und Produkt-Features. Wochen vergehen, bis eine einfache Landingpage live geht. Dieser „Developer-Flaschenhals“ ist eine oft unsichtbare Wachstumsbremse.

Traditionelle Systeme wie WordPress verschärfen das Problem oft durch hohen Wartungsaufwand und Sicherheitslücken. Um technische Schulden von Anfang an zu vermeiden und ein professionelles Fundament zu legen, setzen viele Startups auf die Zusammenarbeit mit einer spezialisierten Webflow Agentur. Diese stellt sicher, dass die Architektur von Beginn an sauber, skalierbar und für das Marketing-Team autonom bedienbar ist. So wird die Website von der unantastbaren „Black Box“ zu einem flexiblen Werkzeug, das mit dem Unternehmen mitwächst.

Webflow als Befreiungsschlag: Die Symbiose aus Designfreiheit und technischer Exzellenz

Webflow löst den Konflikt zwischen Designanspruch, Marketing-Agilität und technischer Solidität. Als visuelle Entwicklungsplattform ermöglicht es die Erstellung pixelgenauer, individueller Websites, während im Hintergrund sauberer, semantischer Code generiert wird. Startups können ihre Markenidentität ohne technische Kompromisse umsetzen.

Die wahre Revolution liegt in der Kombination aus Freiheit und Performance. Webflow liefert eine All-in-One-Lösung auf einer global skalierbaren Infrastruktur (AWS/Fastly). Sicherheitsupdates und Serverwartung werden übernommen, was die IT entlastet. Der Fokus verschiebt sich weg von Plugin-Inkompatibilitäten hin zum eigentlichen Unternehmenswachstum.

Der strategische Hebel: Wie Webflow Marketing-Teams zu echten Growth-Enablern macht

Der transformativste Aspekt ist die Ermächtigung des Marketings durch den Webflow Editor. Mitarbeiter können Inhalte direkt auf der Live-Seite bearbeiten – ohne Code-Kenntnisse. Texte ändern, Bilder tauschen oder Blogartikel veröffentlichen geschieht in Echtzeit.

Diese Autonomie macht die Website zum agilen Marketing-Instrument. Iterationszyklen verkürzen sich drastisch: Ein A/B-Test ist in Minuten umgesetzt, eine neue Landingpage durch das Klonen von Komponenten an einem Vormittag live. Das Marketing wird vom Bittsteller zum proaktiven Gestalter der Customer Journey, insbesondere in Bereichen wie:

  • Content-Marketing: Selbstständiges Publizieren von Case Studies und Whitepapern.
  • Kampagnenmanagement: Schnelle Erstellung dedizierter Landingpages für Ads.
  • Conversion-Optimierung: Schnelle Anpassung von CTAs und Testimonials.

Performance und SEO: Die unsichtbaren Motoren des nachhaltigen Erfolgs

Sichtbarkeit ist alles. Webflow optimiert die Core Web Vitals durch minimierten Code und automatische Bildoptimierung von Haus aus. Neben der Ladegeschwindigkeit bietet die Plattform volle Kontrolle über On-Page-SEO-Faktoren wie semantische Überschriftenhierarchien und Schema Markup. Diese Kombination aus technischer Sauberkeit und granularer Kontrolle unterstützt nachhaltiges organisches Wachstum.

Die Zukunft ist modular: Warum Webflow mit Ihrem Startup mitwächst

Startups wandeln sich ständig. Webflow unterstützt dies durch einen modularen, komponentenbasierten Ansatz. Websites werden aus wiederverwendbaren Bausteinen aufgebaut. Führt das Unternehmen eine neue Produktlinie ein, müssen keine Seiten von Grund auf neu entwickelt werden; sie werden effizient aus dem bestehenden Design-System zusammengesetzt. Die Website wird zu einem lebendigen Ökosystem, das Flexibilität garantiert und die Markenidentität schützt.

Die Wahl des CMS beeinflusst die Agilität, die Markenwahrnehmung und die Skalierfähigkeit entscheidend. Webflow stellt sicher, dass die Website ein Motor bleibt – und kein Bremsklotz.

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Foto (oben): KI



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Vater und drei Töchter erobern DHDL mit Rücken-Stab – Deal mit Dümmel


BackDani sorgt für Rückenwind: Kappacher und sein Stab überzeugen Dümmel zu einem Deal über 80.000 € für 20 %.

Vater und drei Töchter erobern DHDL mit Rücken-Stab – Deal mit Dümmel

Daniel Kappacher mit seinen drei Töchtern – gemeinsam drehen, testen und vermarkten sie den BackDani-Stab.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Wer hätte gedacht, dass ein unscheinbarer Trainingsstab in „Der Höhle der Löwen“ mehr Action bekommt als so mancher Startup-Gadget? Daniel Kappacher (51) aus A-Völs, Physiotherapeut, Osteopath und Wirbelsäulenspezialist mit eigenem Zentrum nahe Innsbruck, hat ein Gerät entwickelt, das die Tiefenmuskulatur entlang der Wirbelsäule aktivieren soll. Sein Ziel ist es, Rückenschmerzen vorzubeugen und die Wirbelsäule zu stärken. Laut dem Gründer sei es eine Herausforderung, die in Deutschland rund 80 % der Bevölkerung betrifft. Für sein Produkt bietet der Gründer 80.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile.

Ein Stab, viele Muskeln

BackDani sieht aus wie ein unscheinbarer Gymnastikstab: Elastische Griffe und ein spezielles Mittelteil sorgen dafür, dass kontrollierte Rotationsbewegungen gezielt die Lenden-/ Hals-/ und Brustmuskelsäule ansprechen. „Die kleinen Muskeln stabilisieren Wirbel für Wirbel. Wenn sie nicht richtig arbeiten, schlägt die Wirbelsäule Alarm“, erklärt Kappacher. Die Beine und der Kopf sollen dabei still bleiben, also keine wilden Yoga-Moves, sonst macht der Stab Joker-mäßig einfach nicht mit. Nach drei bis vier Tagen Training solle man mehr Stabilität und Beweglichkeit verspüren.

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Unterstützt wird Kappacher von seinen drei Töchtern Nina, Franca und Kira, welche die Nutzung des Produktes demonstrieren. Die Löwen sind von der Präsentation begeistert, und lassen sich auch von ein paar Scherzen nicht bremsen: Carsten Maschmeyer fragt mit einem Augenzwinkern, ob die drei Töchter so schön seien, weil sie das Produkt ständig anwenden. Judith Williams ergänzt: „Erst mal kommen drei solche Grazien. Ihr habt alle drei eine wunderschöne Ausstrahlung. Also du bist ein reicher Mann.“ Anne Lemcke merkt an: „Und dein Social Media Team hast du dann ja quasi auch schon direkt dabei.“ Kappacher nickt: „Ja, die drei unterstützen mich in allem, was wir machen. Wir montieren die Stäbe selbst, Franka hat das Logo entworfen.“

Erste Verkäufe und kleine Erfolge

Das Produkt wurde vor einem halben Jahr entwickelt, vor sechs Wochen gingen die Einzelteile in die Produktion. Kappacher verteilt BackDani für 35 Euro an Patienten in seiner Praxis; für andere Interessenten liegt der Preis bei 39,90 Euro. Die Herstellungskosten liegen bei etwa 3,50 Euro pro Stab. In den letzten sechs Wochen wurden rund 400 Stück verkauft, wodurch ein Umsatz von insgesamt 10.000–12.000 Euro generiert wurde.

Wenn selbst die Löwen aktiv werden.

Wenn selbst die Löwen aktiv werden.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Die Löwen probieren das Gerät selbst aus, und die Reaktionen sind eindeutig: Williams sagt: „Komischerweise so wie ich hier sitze, will ich das Produkt nicht mehr hergeben. Man will es irgendwie behalten.“

Deal oder nicht?

Die Löwen scherzen, bis Ralf Dümmel schließlich das Wort ergreift: „Darf ich einmal frech fragen, ob jemand von den Löwen ein Angebot machen möchte? Weil ich glaube, dass ich der Richtige dafür bin und ich möchte nicht unverschämt sein und deswegen frage ich vorher, ob jemand mit mir ins Battle gehen möchte, sonst würde ich einmal vorpreschen.“ Stefan Lemcke grinst: „Wir durften noch nicht einmal eine Frage stellen, aber gut Ralf. Ich glaube, das Produkt ist auch deins.“

BackDani-Stab und Dümmel – passt farblich wie inhaltlich

Dümmel macht sein Angebot: 80.000 Euro für 20 Prozent. „Auch wenn du ein mega Produktionsteam hast, wird das bei diesen Mengen nicht mehr reichen. Ich glaube, dass ich der Richtige bin.“ Weiterhin sagt er: „Die Firmenbewertung für den Stand, wo du heute bist, ist zu hoch, weil du viel Unterstützung brauchst. Ich mache dir das Angebot: 80.000 Euro für 20 %.“ Kappacher nimmt an.

Dümmel ist mit BackDani auf einer Wellenlänge.

Dümmel ist mit BackDani auf einer Wellenlänge.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Ein Sprecher von Dümmel berichtet gegenüber Gründerszene, dass der Deal nach der Show tatsächlich zustande kommt. Für Kappacher und seine Töchter heißt das: mehr Reichweite, mehr Hilfe, und vielleicht ein bisschen weniger Rumgezucke im Rücken für Deutschland.





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Schnellster Pitch der DHDL-Geschichte: Klemab räumt Deal mit Dümmel ab


47 Sekunden, ein vollgeklebtes Studio und ein Rekord-Pitch: Vick Manuel sichert sich mit seinem Klebemaßband Klemab den Deal mit Dümmel.

47 Sekunden, ein klebriges Chaos und ein Pitch, der sogar die Löwensessel festhält – Vick Manuel zeigt, wie man Rekorde klebt.

47 Sekunden, ein klebriges Chaos und ein Pitch, der sogar die Löwensessel festhält – Vick Manuel zeigt, wie man Rekorde klebt.
RTL / Bernd-Michael Maurer

47 Sekunden. So lange dauert es, bis Vick de Froz Jorge Manuel in der neuen Folge von „Die Höhle der Löwen“ den Rekord für den schnellsten Pitch in der Geschichte der Sendung aufstellt. Bevor überhaupt jemand richtig sitzt, ist das ganze Studio schon vollgeklebt, sogar die Löwensessel bleiben nicht verschont.

Das Produkt heißt Klemab und ist ein Klebemaßband – eine Idee, die bereits 2018 entstanden ist. Die Anwendung erklärt sich so schnell wie der Pitch selbst: Klebemaßband aufkleben, Maß nehmen, am Klemab markieren, zuschneiden und rückstandslos entfernen. Die Skala erlaubt theoretisch unendliches Messen, ohne dass sich beim Ziehen etwas verschiebt. Die Idee an sich gab es schon, aber laut Gründer hat es bislang niemand geschafft, die Standards so umzusetzen, dass das Band auf allen Untergründen hält und sich beim Arbeiten nicht verzieht. Für die Weiterentwicklung und den Schritt in den Handel bietet Jorge Manuel 50.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile an.

Vom Kochroboter zum Klebeband

Der 32-Jährige aus Leipzig ist Produktdesigner, gelernter BWL-er und arbeitet viel handwerklich, ist Schreiner, Heimwerker, Tüftler. Er ist einer, der weiß, wie nervig es sein kann, wenn das Maßband ständig verrutscht. Klemab soll genau dieses Problem lösen, ohne großes Umdenken.

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Jorge Manuel hat schon Erfahrungen im Gründen gemacht, da er bereits ein Startup in der Robotik aufgebaut hatte. „Ich habe die letzten Jahre ein Startup gegründet und war in der Food Robotic tätig und habe kochende Roboter gebaut. Wir waren eines von zwei deutschlandweiten Startups, die sowas gemacht haben“, erzählt er. Das Timing allerdings sei schwierig gewesen. „Mit der Corona-Pandemie ein passendes Investment zu finden war hart. Die Technologie in Europa war ebenfalls nicht so einfach. Die Mischung daraus hat das Startup nicht aufgehen lassen.“ Ausgerechnet aus dieser Erfahrung entstand jedoch die Idee für sein heutiges Produkt. „Ich brauchte Tools, mit denen man schnell arbeiten kann.“

Soft Launch statt TikTok-Hype

Seit einem Jahr ist das Produkt im Soft Launch online erhältlich. Rund 1000 Rollen wurden bislang verkauft, etwa 5000 Euro Umsatz stehen zu Buche. Eine volle Rolle mit 50 Metern kostet im Verkauf 7,90 Euro, der Einkauf liegt bei 1,20 Euro. Online habe er noch nicht so viel Gas gegeben. Warum eigentlich nicht, will Frank Thelen wissen: „Was ist da los? Ich empfinde dich als extrem sympathisch, und stelle mich dich auf TikTok vor. Da müssten doch ein paar Rollen rübergehen.“ Jorge Manuel sieht sich jedoch nicht in dem Feld: „Ich kann Produkte gut bauen und das ist das, was ich gerne mache. Ich habe da die größten Anforderungen an mich selbst.“

Vick Manuel und seine 1000 Rollen Klemab – noch nicht viral, aber schon ziemlich klebrig.

Vick Manuel und seine 1000 Rollen Klemab – noch nicht viral, aber schon ziemlich klebrig.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Thelen zeigt sich grundsätzlich angetan: „Ich liebe einfache Produkte. Wenn du nichts kompliziert erklären musst. Das finde ich cool.“ Trotzdem sieht er sich nicht als passenden Partner. „Du bist ein toller Gründer. Starker Auftritt. Sehr eindrucksvoll. Aber was du brauchst, ist ein Vertrieb in den Baumärkten. Ich seh dich als Medienstar auf TikTok. Du siehst es aber nicht und willst in die großen Baumärkte. Dafür bin ich der falsche Löwe.“

Zwischen Baumarkt und Bauchgefühl

Der Gründer selbst wünscht sich vor allem Kontakte, Netzwerk und Unterstützung beim Schritt in den Handel. Genau da hakt es bei einigen. Judith Williams sagt: „Vick, du bist super sympathisch. Du kommst hier an mit einer genialen Idee. Aber ich bin geschäftlich kein Partner von Baumärkten. Nicht mein Business.“ Anne Lemke ist ebenfalls begeistert vom Produkt: „Das Band klebt sehr gut. Er kommt sehr gut rüber.“ Ihr Ehemann und Geschäftspartner Stefan Lemke ergänzt: „Du bist top, aber leider ist es kein richtiges Online-Produkt. Anne und ich sind einfach nicht die Richtigen.“ 

„Saudufter Typ“ holt sich den Deal

Carsten Maschmeyer bringt es mit einem Joke auf den Punkt: „KI würde in dem Fall heißen: Klebt intelligent.“, weiterhin sagt er: „Ich will dich hier nicht ohne Deal rauslassen. Ralf, hast du Interesse? Ich bin da auch nicht so zu Hause.“ Ralf Dümmel meldet sich zu Wort, und der Ton ist eindeutig. „Saustarker Auftritt. Menschlich bist du sensationell und super bodenständig. Du bist ein saudufter Typ. Das Produkt gehört in jeden Haushalt. Du stehst ganz am Anfang. Ich sag zu 50.000 Euro und 20 Prozent ja und glaube, ich bin der richtige Partner.“

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Dass aus dem TV-Handschlag mehr wird als nur Sendezeit, zeigt sich nach den Dreharbeiten: Die 50.000 Euro für 20 Prozent fließen tatsächlich, der Deal mit Dümmel geht in die Umsetzung. Für den Leipziger Gründer bedeutet das nicht nur Rückenwind, sondern vor allem Zugang zu genau dem Vertriebsnetz, das er sich gewünscht hat. Am Ende bleibt damit nicht nur ein Rekord in 47 Sekunden, sondern auch die Aussicht, dass aus einer klebrigen Studioaktion ein ernstzunehmender Baumarkt-Case werden könnte.





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Es hat zu sehr gejuckt


conmeet aus Borken, 2023 von Leandro Ananias, Lennart Eckerlein und Seriengründer Benedikt Kisner (netgo group) gegründet bringt sich als „cloud-native All-in-One-Plattform für prozessorientierte Bau- und Handwerksunternehmen“ in Stellung.

Der junge KI-Investor May Ventures und das Gründerteam investierten kürzlich 1,3 Millionen Euro in das Unternehmen. „May Ventures wollte mich ursprünglich als Investor in ihren Fonds ansprechen. Beim Kennenlernen habe ich ihnen dann aber von meinem neuen Startup erzählt und conmeet präsentiert. Das hat die beiden so überzeugt, dass sie unbedingt in conmeet investieren wollten“, erzählt Seriengründer Kisner.

Im Interview mit deutsche-startups.de stellt der conmeet-Macher sein neues Unternehmen einmal ganz ausführlich vor.

Wie würdest Du Deiner Großmutter conmeet erklären?
Stell dir vor, du hast ein Handwerksunternehmen mit 50 Leuten und zehn Baustellen gleichzeitig. Früher hat der Chef dafür viele verschiedene Programme genutzt: Eines für die Kundendaten, eines um zu sehen wo welcher Mitarbeiter arbeitet, wieder ein anderes für die Rechnungen. Ständig muss man die gleichen Sachen mehrfach eingeben und trotzdem weiß man oft nicht genau, ob man bei einem Projekt gerade Geld verdient oder verliert. conmeet ist wie ein großes Notizbuch, in dem alles drinsteht – aber eben digital und intelligent. Einmal eingetragen, können alle damit arbeiten. Und das Besondere: Das Programm nutzt künstliche Intelligenz und hilft automatisch bei vielen Aufgaben, die früher viel Zeit gekostet haben. Die KI lernt mit und macht Vorschläge, erkennt Muster und automatisiert wiederkehrende Abläufe. So haben die Leute mehr Zeit für die eigentliche Arbeit und der Chef hat alles im Blick.

Wie genau funktioniert Euer Geschäftsmodell?
Unser Geschäftsmodell basiert auf mehreren Säulen: Erstens zahlen Kunden eine monatliche Lizenzgebühr pro Nutzer für die Kernplattform. Zweitens bieten wir Add-on-Module für spezialisierte Funktionen wie Live-Banking-Integration oder AI Agents, die zusätzliche Geschäftsprozesse automatisieren. Kunden können so genau die Funktionalität buchen, die sie brauchen. Das Schöne daran: Wir wachsen mit unseren Kunden. Wenn ein Unternehmen von 20 auf 80 Mitarbeiter wächst, skaliert conmeet einfach mit. Und wenn die Kunden erfolgreicher werden und mehr Komplexität managen müssen, buchen sie weitere Add-ons hinzu. Das ist unser Upselling-Ansatz. Ein wichtiger Aspekt ist auch unser Ökosystem-Ansatz: Wenn ein Hauptunternehmer seine Subunternehmer auf die Plattform bringt, entstehen Netzwerkeffekte. Die Zusammenarbeit wird für alle einfacher – gemeinsame Bautagebücher, strukturiertes Mängelmanagement, direkter Dokumentenaustausch. Das erhöht den Wert der Plattform für alle Beteiligten und macht einen Wechsel zu einem anderen System unattraktiv. Zusätzlich bauen wir gerade eine eLearning-Plattform auf, über die wir unsere Kunden kontinuierlich schulen und befähigen, das volle Potenzial eines modernen ERP-Systems auszuschöpfen. Wir haben conmeet so gebaut, dass Implementierung und Schulung mit sehr geringem Aufwand möglich sind. Das senkt die Einstiegshürde erheblich und führt zu schnellerer Produktivität. Diese Art von System und der Umfang der Lösung führen zu einer extrem hohen Kundenbindung. Je mehr Prozesse ein Unternehmen in conmeet abbildet, je mehr Partner eingebunden sind, desto wertvoller wird die Plattform – und desto unwahrscheinlicher wird ein Wechsel.

Wie ist die Idee zu conmeet entstanden?
Das war tatsächlich eine Kombination aus mehreren Faktoren, die zusammengekommen sind. Erstens hatte ich schon immer den Wunsch, ein komplettes ERP-System zu bauen. Ich war überzeugt, dass man es deutlich besser machen kann als die existierenden Lösungen – moderner, intelligenter, benutzerfreundlicher. Zweitens hatte ich schon immer einen Fuß im Bau- und Handwerkssektor. Diese Branche kenne ich gut und hatte immer wieder gesehen, mit welchen Software-Problemen Unternehmen kämpfen. Drittens habe ich nach meinem Ausstieg bei der netgo group diverse Beratungsjobs gemacht, vor allem in der Organisationsentwicklung von Handwerksunternehmen. Da wurde mir noch klarer, wo die wirklichen Pain Points liegen. Und dann kam der entscheidende Moment: Ich habe Leandro und Lennart bei „Borken pitcht“ kennengelernt. Die beiden hatten damals eine Idee für ein Projektmanagement-Tool für kleine Handwerksunternehmen. Wir sind ins Gespräch gekommen, und ich war sofort begeistert von ihrer Power und ihrem Know-how – Leandro mit seiner technischen Brillanz und Lennart mit seiner echten Handwerks-DNA. Wir haben dann angefangen, gemeinsam zu überlegen. Und daraus ist conmeet entstanden – kein einfaches Projektmanagement-Tool, sondern ein System für Unternehmen im Handwerk und Bau, womit man auch die komplexen Anforderungen größerer, prozessorientierter Unternehmen perfekt meistern kann.

Vor conmeet hast Du bereits die netgo group aufgebaut und verkauft. Was reizt Dich daran, nun wieder ein Startup hochzuziehen?
Ehrlich gesagt hatte ich meiner Frau versprochen, sehr lange nichts zu machen. Aber es ging einfach nicht. Es hat zu sehr gejuckt. Was mich bei conmeet wirklich reizt, ist die Kombination: Wir haben ein echtes Problem identifiziert, das Tausende Unternehmen täglich nervt. Wir haben heute technologische Möglichkeiten mit Cloud und AI, die vor zehn Jahren noch undenkbar waren. Und ich habe wieder ein Team, mit dem ich von Tag eins an auf Augenhöhe arbeiten kann – Leandro und Lennart sind echte Experten in ihren Bereichen. Bei der netgo group habe ich unglaublich viel gelernt und wertvolle Erfahrungen gesammelt. Jetzt die Chance zu haben, es nochmal zu machen – aber mit diesem Wissen, diesem Team und dieser Vision – das ist schon extrem spannend.

Ist beim erneuten Gründen wirklich alles einfacher als beim ersten Mal?
Jein. Manches ist einfacher, manches aber auch nicht. Einfacher ist definitiv: Ich weiß, worauf es ankommt. Ich kenne die Phasen, die ein Unternehmen durchläuft. Ich kann bestimmte Stolpersteine von vornherein umschiffen – zum Beispiel die richtigen Leute zur richtigen Zeit einstellen. Vor allem aber weiß ich jetzt, wie man richtig schnell, gesund und effektiv skalieren kann und dabei den Cash Burn gering hält. Das ist ein riesiger Vorteil. Schwieriger war zunächst die Umstellung: Nach einem Unternehmen mit über 1.300 Mitarbeitern wieder mit einem kleinen, fokussierten Team zu arbeiten – das war erst einmal seltsam. Du machst plötzlich wieder Dinge selbst, die du jahrelang delegiert hattest. Aber genau das macht es auch reizvoll: Ich kann diesmal viel bewusster Entscheidungen treffen. Nicht aus Bauchgefühl, sondern aus Erfahrung.

Welche Erfahrungen aus der netgo group fließen in conmeet ein?
Drei Dinge vor allem: Erstens: Produktfokus. Bei netgo hatten wir ein anderes Geschäftsmodell mit verschiedenen Geschäftsbereichen. Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, mit einer Firma wirklich fokussiert auf die Lösung und Bearbeitung eines klar definierten Marktes zu gehen. Wir konzentrieren uns auf prozessorientierte Bau- und Handwerksunternehmen – das ist unser Kern. Aber wir denken das Ökosystem von Anfang an größer: Architekten, Facility-Management-Unternehmen, Generalunternehmer und Dienstleister werden Teil der Plattform. Unsere Vision ist es, den gesamten Prozess von der Planung über den Bau bis zum Betrieb der Immobilie dauerhaft mit conmeet zu managen. Fokus bedeutet für uns nicht Begrenzung, sondern die richtige Reihenfolge. Zweitens: Die technologische Basis richtig bauen. Wir haben nicht nur auf cloud-native gesetzt, sondern auch wahnsinnig viel Zeit und Energie in die Grundlagen gesteckt. Dadurch haben wir ein System entwickelt, das uns von der Basis her noch enorme Entwicklungs- und Skalierungsmöglichkeiten bietet. Wir können bereits heute Unternehmensgruppen mit zentralen Stammdaten, intercompany-Verrechnung und komplexen Hierarchien bedienen – Features, die normalerweise nur Enterprise-Systeme haben. Und gleichzeitig haben wir die Flexibilität, schnell neue Ökosystem-Partner zu integrieren. Drittens: Das richtige Team zur richtigen Zeit. Mit Leandro für die Technik und Lennart für die Branche haben wir von Tag eins an Top-Experten in ihren Bereichen. Das beschleunigt alles enorm. Und ganz pragmatisch: Ich kenne die Herausforderungen beim Aufbau von Vertrieb, beim Skalieren von Prozessen, beim Recruiting. Das spart uns wahrscheinlich zwei, drei Jahre Lernkurve.

Welches Projekt steht demnächst ganz oben auf eurer Agenda?
Zwei Dinge parallel: Erstens bauen wir gerade unser Go-to-Market richtig aus. Wir haben erste Kunden live, die sehr zufrieden sind – jetzt geht es darum, das systematisch zu skalieren. Vertrieb und Marketing werden in den nächsten Monaten massiv verstärkt. Zweitens treiben wir unsere AI-Capabilities weiter voran. Wir haben bereits intelligente Automatisierung in der Plattform, aber da ist noch viel mehr möglich. Unser Ziel ist es, dass conmeet zunehmend selbst mitdenkt – von der vorausschauenden Materialbestellung bis zur automatischen Projektkalkulation. Und mittelfristig: Unser Ökosystem-Ansatz. Wenn Hauptunternehmer, Subunternehmer und Partner nahtlos zusammenarbeiten können, entstehen Netzwerkeffekte, die für alle einen riesigen Mehrwert schaffen. Das geht über reine Bau- und Handwerksunternehmen hinaus – wir wollen Schritt für Schritt auch Architekten, Facility-Management-Dienstleister und weitere Akteure der Immobilien-Wertschöpfungskette einbinden.

Ihr konntet bereits Investorengelder einsammeln. Wie seid Ihr mit Euren Geldgebern in Kontakt gekommen?
Das war tatsächlich eine lustige Wendung. May Ventures wollte mich ursprünglich als Investor in ihren Fonds ansprechen. Beim Kennenlernen habe ich ihnen dann aber von meinem neuen Startup erzählt und conmeet präsentiert. Das hat die beiden so überzeugt, dass sie unbedingt in conmeet investieren wollten. Maximilian und Dominik haben mich im Austausch total überzeugt. Ihr Verständnis für den Markt, ihre strategische Denkweise, ihr sympathisches Auftreten und der ehrliche und direkte Austausch – das hat einfach gepasst. Und nach meiner Private-Equity-Erfahrung reizt mich jetzt total der VC-Weg. Mit May haben wir einen tollen Investor für die Pre-Seed-Phase gefunden – nicht nur finanziell, sondern auch als strategischer Partner, der die Herausforderungen von frühen Wachstumsphasen genau kennt. Was sicher auch geholfen hat: Durch den Exit bei netgo hatte ich einen Track Record. Das schafft Vertrauen. Und dass wir Gründer selbst substanziell investiert haben, zeigt, wie sehr wir an conmeet glauben.

Wo steht conmeet in einem Jahr?
Wir geben jetzt richtig Gas beim Go-to-Market. Wir holen uns gerade richtig gute und erfahrene neue Kolleginnen und Kollegen an Bord, die den Markt und die Branche kennen. Das wird sich stark in der Anzahl aktiver Kunden widerspiegeln. Wir werden eine signifikante Rolle im Markt spielen und eine hohe Bekanntheit haben. Auf der Produktseite werden AI Agenten fest im System etabliert sein. Nicht nur einzelne Features, sondern echte Agenten, die unseren Kunden enorme Einsparungen im gesamten Backoffice und bei der Steuerung aller Prozesse liefern. Und wir werden die ersten Netzwerkeffekte in unserem Ökosystem sehen. Wenn Hauptunternehmer anfangen, ihre Subunternehmer auf die Plattform zu ziehen, wird es richtig interessant. Langfristig – das ist unsere Vision – wird conmeet die zentrale Plattform für die gesamte Immobilien-Wertschöpfungskette. Aber erstmal fokussieren wir uns auf das, was wir am besten können: prozessorientierten Bau- und Handwerksunternehmen echten Mehrwert liefern.

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Foto (oben): conmeet



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