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Künstliche Intelligenz

Statt Totalblockade: Cloudflare trennt KI-Crawler nach Zweck


Cloudflare baut die Steuerung von KI-Crawlern deutlich aus. Webseitenbetreiber können Zugriffe künftig nicht mehr nur pauschal blockieren, sondern nach Einsatzzweck unterscheiden. Neu sind getrennte Regeln für Suchindexierung, KI-Agenten und Modelltraining. Die Funktionen stehen laut Cloudflare ab sofort allen Kunden zur Verfügung, auch im kostenlosen Tarif.

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Zum 15. September 2026 will Cloudflare außerdem die Voreinstellungen für neue Domains ändern. Auf Seiten mit Werbung sollen Crawler für KI-Training und KI-Agenten standardmäßig blockiert werden, Suchmaschinen-Crawler dagegen weiterhin zugelassen bleiben. Der CDN- und Sicherheitsanbieter begründet dies damit, dass Suchmaschinen weiterhin Klicks und damit Besucher auf die Webseiten bringen, während Trainings- und Agenten-Crawler Inhalte häufig ohne entsprechenden Gegenwert nutzen.

Bislang bot Cloudflare eine Option, bekannte KI-Crawler für das Modelltraining pauschal zu blockieren. Diese Funktion ersetzt das Unternehmen nun durch eine feinere Einteilung in drei Kategorien.

„Search“ umfasst Crawler, die Inhalte indexieren, um sie später in Suchdiensten oder KI-Suchmaschinen zu verwenden. „Agent“ bezeichnet Systeme, die im Auftrag eines Nutzers in Echtzeit Webseiten aufrufen, etwa ChatGPT- oder Claude-Agenten, die Informationen abrufen oder Formulare ausfüllen. „Training“ schließlich steht für Crawler, die Inhalte dauerhaft zum Trainieren oder Nachtrainieren von KI-Modellen sammeln.

Cloudflare empfiehlt Anbietern, diese Aufgaben mit getrennten Crawlern auszuführen. Unternehmen, die Suchindexierung, KI-Agenten und Modelltraining mit demselben Bot erledigen, sollen die Funktionen künftig auf unterschiedliche Bots aufteilen. Das soll Webseitenbetreibern transparentere Entscheidungen ermöglichen.

Mit den neuen Voreinstellungen verschärft Cloudflare zugleich den Umgang mit Crawlern, die mehrere Aufgaben übernehmen. Künftig gelten für sie sämtliche zutreffenden Regeln gleichzeitig.

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Kombiniert also ein Crawler Suchindexierung und KI-Training, greift die restriktivere Einstellung. Betreiber, die Trainings-Crawler blockieren, sperren damit automatisch auch solche Mehrzweck-Crawler. Cloudflare nennt unter anderem Googlebot, Applebot und Bingbot als Beispiele für Bots, die von dieser Änderung betroffen sein können. Webseitenbetreiber können die neuen Voreinstellungen vor dem Stichtag deaktivieren und ihre bisherigen Regeln beibehalten.

Für Enterprise-Kunden führt Cloudflare außerdem eine Datenbank namens BotBase ein. Sie listet alle bekannten und verifizierten Bots einschließlich ihrer Klassifizierung auf: Neben den drei KI-Kategorien ordnet BotBase Bots unter anderem auch SEO-Crawlern, Preisvergleichs- und Datensammlern, Monitoring-Diensten, Werbeprüfern oder Social-Media-Vorschau-Bots zu. Administratoren können im Cloudflare-Dashboard gezielt nach einzelnen Bots filtern und deren Erkennungs-IDs direkt für Sicherheitsregeln übernehmen.

Cloudflare will Bots künftig auch danach unterscheiden, wie sie Inhalte verwenden. Vorgesehen sind drei Nutzungsstufen: „immediate“ für reine Echtzeitinteraktionen ohne Speicherung, „reference“ für Indexierung mit Verweisen und Auszügen sowie „full“ für Zusammenfassungen oder weitergehende Nutzung der Inhalte.

Diese Präferenz lässt sich künftig über einen zusätzlichen Parameter in der robots.txt veröffentlichen. Der Eintrag dient lediglich als Hinweis für Crawler und erzwingt keine Sperre. Parallel will Cloudflare diese Angaben in BotBase berücksichtigen. Bots, die deklarierte Nutzungsregeln missachten, sollen ihren Status als verifizierter Bot verlieren.

Auch die Definition dieses Status ändert sich. Verifizierte Bots werden künftig nicht mehr automatisch zugelassen. Stattdessen entscheidet die jeweilige Kategorie darüber, ob ein Bot Zugriff erhält. Nicht verifizierte Bots blockiert Cloudflare weiterhin standardmäßig.

Als weiteren Baustein schlägt Cloudflare vor, Informationen über den eigentlichen Betreiber eines Bots über den standardisierten HTTP-Header Forwarded weiterzugeben. Damit sollen Betreiber automatisierter Dienste ihre Identität und den vorgesehenen Umgang mit abgerufenen Inhalten transparent machen können, selbst wenn Anfragen über mehrere zwischengeschaltete Plattformen laufen.

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(fo)



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Künstliche Intelligenz

XenServer 9: Jetzt wieder von Citrix – und nicht nur für Desktops


Citrix hat den XenServer 9 vorgestellt. Die neue Version – sie liegt aktuell als Preview vor, die allgemeine Verfügbarkeit soll im Laufe des Jahres folgen – aktualisiert die Virtualisierungsplattform auf den Xen-Hypervisor 4.21. Sie führt ein neues Betriebssystem für die Control Domain ein, verbessert die Leistung auf NUMA-Systemen und ergänzt Unterstützung für Secure Boot. Außerdem unterstützt und vermarktet Citrix XenServer nun ausdrücklich für alle Workload-Typen und damit auch außerhalb seiner eigenen Desktop-Virtualisierungslösungen. Diese Neuausrichtung hatte Citrix bereits vor rund einem Jahr angekündigt. XenServer 9 ist die erste neue Hauptversion seit dieser Ankündigung.

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XenServer gehörte vor vielen Jahren zu den etablierteren x86-Hypervisoren, verlor jedoch unter anderem gegenüber VMware und Microsoft an Bedeutung. Citrix konzentrierte die Plattform zunehmend auf den Betrieb der eigenen Virtual-Desktop-Lösungen und führte sie zwischenzeitlich unter dem Namen Citrix Hypervisor weiter. Nach der Übernahme durch die Cloud Software Group erhielt das Produkt wieder den Namen XenServer und ist neuerdings wieder offiziell Teil von Citrix, wobei unklar ist, welche konkreten Änderungen auf diese Ankündigung auf LinkedIn folgen.

Die wichtigste technische Neuerung ist der Wechsel auf Version 4.21 des quelloffenen Hypervisors Xen. Das XenServer-9-Handbuch nennt das Update als Grundlage der neuen Version. Die Entwickler des von Citrix unabhängigen Xen Projects hatten Xen 4.21 erst kurz zuvor mit einem Wartungszeitraum von fünf Jahren veröffentlicht.

Außerdem führt XenServer 9 ein neues Betriebssystem für die Control Domain (dom0) ein. Die Control Domain ist die privilegierte Verwaltungsinstanz eines Xen-Hosts. Sie wird nach dem Start des Hypervisors ausgeführt, verwaltet virtuelle Maschinen und stellt Gerätetreiber bereit. Laut technischer Übersicht basiert sie nun auf einer eigenen XenServer-OS-Distribution.

Citrix hat die Speicherverwaltung auf NUMA-Systemen überarbeitet. NUMA (Non-Uniform Memory Access) kommt in Mehrsockelservern zum Einsatz, bei denen jeder Prozessor über eigenen Arbeitsspeicher verfügt. Werden virtuelle Maschinen möglichst nahe an ihrem lokalen Speicher betrieben, sinken Speicherlatenzen und die Leistung steigt. Davon profitieren vor allem datenbank- und speicherintensive Anwendungen. Ebenfalls neu ist laut Dokumentation die Unterstützung für Secure Boot bei Installation und Betrieb der Hosts.

XenServer 9 unterstützt aktuelle Windows- und Linux-Versionen als Gastsysteme. Dazu zählen Windows 10 und Windows 11 sowie Windows Server ab Version 2016. Auf Linux-Seite nennt die Liste der unterstützten Gastbetriebssysteme unter anderem Red Hat Enterprise Linux, SUSE Linux Enterprise Server, Debian, Ubuntu und Rocky Linux. Wer von einer älteren XenServer-Version umsteigt, sollte zudem beachten: Das dateibasierte Lizenzierungssystem hat am 15. April 2026 sein Supportende erreicht. XenServer 9 lässt sich ausschließlich über den License Activation Service in der Citrix Cloud aktivieren.

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(fo)



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Explodierende KI-Kosten: Konzerne sperren Zugänge oder raten zu älteren Modellen


Mehrere große US-Konzerne versuchen, die KI-Nutzung ihrer Angestellten einzudämmen oder sie für bestimmte Aufgaben zumindest auf weniger leistungsfähige Modelle zu drängen, um die Kosten zu senken. Das berichtet das US-Magazin 404 Media unter Berufung auf interne Dokumente und Berichte aus verschiedenen Firmen, darunter etwa Atlassian, Adobe und Amazon. Der Finanzkonzern Citi beispielsweise habe intern für mehrere Tage den Zugang auf die neueren KI-Modelle von Anthropic und OpenAI komplett gesperrt und per E-Mail Empfehlungen gegeben, welches Modell für welche Aufgaben genutzt werden solle. Gegenüber 404 Media hat Citi den Schritt demnach geleugnet, „obwohl aus der E-Mail und anderen Screenshots eindeutig hervorgeht, dass Citi den Zugriff auf bestimmte Modelle blockiert“.

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Atlassian hat dem Bericht zufolge kürzlich die unbegrenzte KI-Nutzung durch Angestellte gestoppt und stattdessen eine interne Übersicht freigeschaltet, auf der sie sehen können, wie viel ihre KI-Nutzung das Unternehmen kostet. Laut internen Daten haben sich die Kosten für KI-Werkzeuge bei dem Unternehmen von 5 Millionen US-Dollar verdreifacht, im ganzen Jahr sollen 120 Millionen zusammenkommen. Atlassian habe das dementiert, aber nicht ausgeführt, welche der Zahlen, die aus internen Dokumenten stammen, nicht stimmen würden. Bei Adobe soll die unbegrenzte Nutzung demnach Ende Juni eingestellt worden sein, „Angestellten wurde stattdessen im Wesentlichen gesagt, sie sollten versuchen, bis dahin so viel wie möglich zu erledigen“.

Bei Amazon wurde demnach kurz nach Abschaltung eines internen Rankings für KI-Nutzung – das zur maximalen KI-Verwendung drängte – ein Token-Limit eingeführt: „Verrückt, dass wir innerhalb von zwei Wochen von ‚keine Rangliste mehr‘ zu tatsächlichen Nutzungsbeschränkungen gelangt sind“, zitiert 404 Media aus einem internen Austausch auf Slack. Amazon habe auf Nachfrage hin aber behauptet, dass sich die internen Hinweise zur KI-Nutzung nicht geändert hätten. Das Magazin zitiert derweil noch eine anonyme Person aus einem ungenannten Medienkonzern, bei dem zum ersten Mal das monatliche KI-Limit für ChatGPT erreicht worden sei. Fast die Hälfte sei dabei auf eine einzelne Person entfallen, die damit keine offensichtliche Rendite erzielt habe.

Insgesamt weist der Bericht darauf hin, dass bei immer mehr Unternehmen genauer geprüft wird, wie die Angestellten KI-Technik nutzen. Statt zu immer mehr KI-Nutzung zu drängen, sollen nun die Kosten gedrückt werden. Bei Citi werde explizit dazu aufgefordert, immer zu überlegen, ob andere im Haus die KI-Ressourcen besser nutzen könnten. Erst vor wenigen Tagen hatte 404 Media berichtet, dass die Beratungsfirma Accenture ermittelt hat, dass KI-Werkzeuge häufiger zur Erledigung simpler Aufgaben wie der Konvertierung von PDF-Dateien in Präsentationsfolien genutzt werden als für anspruchsvolle Coding-Aufgaben. Für den Boom bei der KI-Nutzung wären dann in nicht unerheblichem Teil „nicht-technische Angestellte verantwortlich, die Token für nicht-spezialisierte Aufgaben verbrennen“.


(mho)



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US-Startup Valar Atomics demonstriert funktionierenden Atomreaktor


Valar Atomics hat einen KI-Chip mit Atomstrom betrieben. Damit ist das Unternehmen nach eigenen Angaben das erste der Atom-Startups, das Strom produziert hat.

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Valar Atomics hat die Funktion seines Reaktors mit der Bezeichnung Ward 250 demonstriert. Mit dem Strom wurde ein Blackwell-Chip von Nvidia betrieben. „Das ist das erste Zusammentreffen von fortschrittlicher Nukleartechnik und KI – zwei Technologien, die das nächste Jahrhundert verändern werden“, schrieb Valar Atomics in einem Beitrag auf Linkedin.

Daneben hat Valar Atomics eine Partnerschaft mit Nvidia angekündigt: Beide wollen gemeinsam an KI-Systemen arbeiten, die mit Atomstrom betrieben werden. Das sei nur möglich durch die Kombination von zwei Systemen, die kein Wasser benötigten, schrieb Valar Atomics: „Stromerzeugung ohne Wasser und KI-Kühlung ohne Wasser“.

Ward 250 ist ein gasgekühlter Hochtemperaturreaktor (High-Temperature Gas-Cooled Reactor, HTGR), der mit Tristructural-Isotropic -Brennstoff (TRISO) betrieben wird. Der besteht aus kleinen Kügelchen, in deren Innerem sich hochgradig schwach angereichertes Uran (High-Assay Low-Enriched Uranium, HALEU) befindet. Der Reaktor arbeitet bei einer Temperatur von 750 Grad Celsius und wird mit Heliumgas gekühlt.

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Criticality | Valar Atomics

Der Fünf-Megawatt-Reaktor wurde in Kalifornien gebaut, in acht Module zerlegt und im Februar dieses Jahres von der US-Luftwaffe nach Utah transportiert, wo er wieder zusammengesetzt wurde. Dort fand auch die Demonstration statt. Kürzlich erreichte der Reaktor erstmals Kritikalität.

Valar ist eines von einem knappen Dutzend Start-ups in den USA, die sich mit Atomkraft beschäftigen. Die umstrittene Energieform erlebt derzeit eine Renaissance mit dem Boom der Künstlichen Intelligenz (KI): Die dafür nötigen Rechenzentren, die gerade in großer Zahl gebaut werden, brauchen viel Strom. Große Konzerne wie Google, Meta oder Microsoft habe sich deshalb Kapazitäten von erneut in Betrieb genommen oder neu zu errichtenden Atomkraftwerken gesichert.

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(wpl)



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