Künstliche Intelligenz
Steam Controller startet im Mai: RAM-Knappheit bremst Steam Machine aus
Der Verkauf des Steam Controllers beginnt ab dem 4. Mai über den Steam-Store. Der Preis werde bei 99 Euro liegen, teilte Valve mit. Damit wird ausgerechnet das Eingabegerät das erste verfügbare Produkt der Ende vergangenen Jahres angekündigten neuen Hardware-Linie von Valve. Bereits im Februar hatte das Unternehmen bekanntgegeben, dass sich Steam Machine, Steam Frame und Controller wegen steigender Komponentenpreise verzögern würden. Der Controller hat in dieser Hinsicht aber einen entscheidenden Vorteil gegenüber Konsole und VR-Brille: Er braucht keinen Arbeitsspeicher.
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Kein Speicher, keine weitere Verzögerung
Gegenüber Polygon erklärt Hardware-Ingenieur Steve Cardinali, dass es deutlich einfacher sei, die Produktion hochzufahren und auszuliefern, da der Controller keinen RAM habe. Während Speicherbausteine derzeit weltweit knapp und teuer sind, sei der Controller von dieser Entwicklung nicht betroffen. Man wolle genügend Stückzahlen aufbauen, um die Nachfrage zum Marktstart zu bedienen – auch wenn unklar sei, ob diese die anfängliche Nachfrage decken könne.
Cardinali betonte auch, dass der Controller ohnehin nicht zwingend gleichzeitig mit den anderen Geräten erscheinen sollte. Von Beginn an habe man die Produkte getrennt betrachtet. Zwar seien Steam Machine und Controller konzeptionell eng aufeinander abgestimmt, doch es habe nie eine feste Kopplung der Marktstarts gegeben. Einzige Voraussetzung sei gewesen, dass die Konsole nicht vor dem Eingabegerät veröffentlicht wird. Es gebe daher keinen Grund, den Controller zurückzuhalten, während man bei den anderen Geräten noch an Preisen und Terminen arbeite. Wann und zu welchem Preis Steam Frame und Steam Machine erscheinen, bleibt also vorerst offen. Noch peilt Valve die erste Jahreshälfte 2026 an.
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Steam Controller: Das steckt drin
Technisch knüpft der neue Steam Controller an das 2019 eingestellte Original an, entwickelt dessen Konzept aber weiter. Zwei symmetrisch angeordnete Trackpads ersetzen klassische Mausbewegungen und sollen es so ermöglichen, auch Titel komfortabel zu steuern, die primär für Mausbedienung ausgelegt sind. Dazu kommen zwei Analogsticks und ein Steuerkreuz oberhalb des linken Sticks.
Die Analogsticks arbeiten magnetisch mit sogenannter TMR-Technologie. Dabei erfassen Sensoren Positionsänderungen über Magnetfelder, was langfristig präziser und weniger anfällig für das bekannte „Stick Drift“-Problem sein soll. Ergänzt wird das Layout durch vier zusätzliche Tasten auf der Rückseite der Griffe, die sich frei belegen lassen. Kapazitive Sensoren in den Griffen erkennen Berührungen und können beispielsweise genutzt werden, um das integrierte Gyroskop gezielt zu aktivieren oder zurückzusetzen. Dieses soll Drehbewegungen des Controllers erfassen, sodass man durch Kippen oder Drehen zielen oder Kameras steuern kann.
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Zum Lieferumfang gehört auch ein kleiner Puck, der als 2,4‑GHz-Dongle für die drahtlose Verbindung mit PC oder Mac und magnetische Ladestation fungiert. Alternativ lässt sich der Controller per USB‑C aufladen, wenn die angegebene Akkulaufzeit von 35 Stunden erschöpft ist. Auch Bluetooth wird unterstützt, etwa für Smartphones oder Tablets.
(joe)
Künstliche Intelligenz
Tools für Umfragen auf deutschen und EU-Servern im Test
Sie haben es geschafft – Ihr Vortrag ist beendet. Was hat den Nerv des Publikums getroffen? Wo gehen die Meinungen auseinander? Gibt es ergänzende Aspekte? Abfragen mit Onlineformularen liefern wertvolle Rückmeldungen. Alle Besucher können sich beteiligen – jede Antwort zählt.
Viele der dazu genutzten Umfragedienste wie Google Forms, SurveyMonkey, Microsoft Forms oder Mentimeter verarbeiten und speichern alle Daten jedoch auf US-Servern und somit erhalten amerikanische Behörden Zugriff – und einige Firmen nutzen sie auch zum Trainieren ihrer KI.
- Umfragen und Abstimmungen sind mit online arbeitenden Diensten wie MS Forms oder Mentimeter schnell durchgeführt, diese speichern aber alles auf US-Servern.
- Wir haben sechs Alternativen getestet, die die Daten auf deutschen oder zumindest in der EU stehenden Servern verarbeiten.
- Alle Tools unterstützen eine große Auswahl an Fragetypen und Abstimmungsformen, teils spezialisiert, zum Beispiel auf den Unterrichtseinsatz.
Wir haben sechs Alternativen getestet, deren Serverstandorte sich in Deutschland oder zumindest innerhalb der EU befinden. Alle versprechen, die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu erfüllen. easyfeedback, edkimo, LimeSurvey, LamaPoll, SoSci Survey und Wooclap setzen verschiedene Schwerpunkte. Sie enthalten eine Palette von Antwortformaten: Dazu gehören Multiple-Choice-Fragen, freie Textfelder, Rankings, Skalen, komplexe Antwortmatrizen sowie das eine oder andere Spezialwerkzeug.
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Künstliche Intelligenz
Fable 5 im Test: Das kann das teuerste Anthropic-Modell
Dass Anthropic nicht nur etwas von KI-Training, sondern auch vom Marketing versteht, muss man dem Unternehmen zugestehen. Ende März wurde durch einen Leak bekannt, dass ein Modell namens Mythos in Arbeit sei, im April verkündete die Firma dann, dass dieses zu gefährlich sei, um es zu veröffentlichen. In einem Programm namens Glasswing durften es ausgewählte Unternehmen und Organisationen zur Suche nach Sicherheitslücken verwenden. Unter anderem Mozilla bewies in der geschlossenen Testphase, dass das gut funktionierte und schloss Hunderte Sicherheitslücken.
Im Juni dann die Ankündigung: Fable 5 wird allgemein verfügbar (Mythos 5 erscheint als weniger restriktive Variante für ausgewählte Nutzer), allerdings in einer Version mit eingebauten Schutzmechanismen, die verhindern sollen, dass man damit nach Zero-Day-Sicherheitslücken forscht oder gefährliche Biowaffen entwickelt. Ein Modell, so mächtig, dass man es einzäunen muss – mit einer solchen Erzählung macht man neugierig auf ein neues Produkt.
Klar ist seit der Ankündigung: Wer das Modell nutzen will, muss künftig tief in die Tasche greifen. Bis 22.6. läuft eine Testphase, in der Abokunden von Anthropic es nutzen können. Danach ist Fable nicht in den Abos enthalten, sondern wird pro Token abgerechnet – und ist doppelt so teuer wie Claude Opus 4.8. Um herauszufinden, ob sich diese Mehrkosten lohnen, haben wir das Modell in verschiedenen Disziplinen herausgefordert: Programmieren, Datenanalyse, Textproduktion und Recherche.
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Lösung für Einsteins Gleichungen: Gravastern als Alternative zu Schwarzem Loch
Wenn ein Stern am Ende seines Lebens kollabiert, muss das nicht in ein Schwarzes Loch münden, sondern kann auch zu einem extrem kompakten, sogenannten Gravastern führen. Für diese Theorie haben zwei theoretische Physiker der Goethe-Universität in Frankfurt nun erstmals eine Lösung der Gleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie gefunden. Solche Objekte haben für die Physik den Vorteil, dass sie sich leichter vorstellen lassen als die Schwarzen Löcher. Gleichzeitig klingt das Szenario nicht weniger fantastisch: Im Innern eines Gravasterns würde demnach ein Mini-Urknall entstehen, der dem am Anfang unseres Universums gleicht. Dessen Ausdehnung würde ebenfalls von Dunkler Energie angetrieben, im Gravastern aber durch die Gravitation gebremst und in ein Gleichgewicht gedrückt, sagen die beiden.
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Kein Ereignishorizont, kein Versagen der Physik
Das Konzept der Gravasterne wurde vor 25 Jahren von Pawel Mazur und Emil Mottola als alternative Lösung der Einstein’schen Feldgleichungen vorgeschlagen, die ohne Schwarze Löcher auskommt. Solche Objekte enthielten keine Singularität und hätten auch keinen Ereignishorizont (dementsprechend würden sie auch keine Hawking-Strahlung aussenden). Nach außen hin unterschieden sie sich nicht von Schwarzen Löchern, trotzdem täte sich die Physik deutlich leichter damit, erklären Daniel Jampolski und Luciano Rezzolla aus Frankfurt. Bislang fehlte aber eine dynamische Lösung für jene Gleichungen Albert Einsteins, aus denen die Existenz von Schwarzen Löchern einst abgeleitet wurde. Die hatte Jampolski in seiner von Rezzolla betreuten Masterarbeit erarbeitet.
Was die Frankfurter Forscher jetzt vorschlagen, klingt nicht weniger fantastisch als unsere Vorstellung von Schwarzen Löchern: Im Innern eines zu einem Gravastern kollabierenden Sterns könnte als Folge ein Mini-Urknall stattfinden, „aus dem ein neues Universum entsteht“. Genau wie unser eigenes dehnt es sich angetrieben von Dunkler Energie aus, erklären die beiden. Diese Ausdehnung würde dem Kollaps entgegenwirken und ihn stoppen. Am Ende würde ein Gleichgewicht erreicht, „das zu einem stabilen Gravastern führt“. Auch wenn sich diese Objekte äußerlich nicht von dem unterscheiden würden, was wir als Schwarze Löcher kennen, würde ihr Innenleben sich komplett unterscheiden. Ihre Arbeit stellen die beiden im Fachmagazin Physical Review D vor.
Rezzolla versichert anlässlich der Veröffentlichung aber, dass Schwarze Löcher auch für ihn weiter „als die naheliegendste und eleganteste Erklärung für das Ende eines gravitativen Kollapses“ gelten. Nach Alternativen zu suchen, „bedeutet nicht, an ihnen zu zweifeln“. Doch in der Forschung und vor allem der theoretischen Physik sei ein unvoreingenommener Blick auf das Unbekannte unerlässlich: „Etablierte Lehrmeinungen und unkonventionelle Ideen verdienen gleichermaßen Aufmerksamkeit.“ Die Geschichte habe uns schon „mehr als einmal gezeigt, dass aus unkonventionellen Ideen irgendwann etablierte Lehrmeinungen werden“. Laut den Forschern funktioniert ihre Lösung auch nur für kollabierende Sterne bis zu einer bestimmten Masse, darüber sei die Entstehung eines Schwarzen Lochs „unvermeidlich“.
(mho)
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