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Künstliche Intelligenz

Suchtfalle: Warum die Handynutzung zum gesellschaftlichen Problem wird


Gerade jetzt hatten Sie sich zum Gespräch zusammengefunden, aber Ihr Gegenüber hebt ständig die Hand, glotzt aufs Smartphone und scrollt auf dem Display herum. Der Faden reißt, Sie fühlen sich wenig wertgeschätzt. Vielleicht beginnen Sie ebenfalls aufs Handydisplay zu starren. Was wie schlechte Manieren wirkt, ist oft das Ergebnis gezielt gestalteter Systeme, die Aufmerksamkeit binden sollen.

Die Kommunikationspsychologie hat für fast alles Begriffe. Das geschilderte Phänomen nennt sie „Phubbing“, zusammengesetzt aus „Snubbing“ (jemanden ignorieren) und „Phone“ (Telefon). Sicherlich greifen Menschen auch zum Smartphone, um unangenehmen Gesprächssituationen zu entfliehen. Hauptsächlich aber treibt sie die FOMO, die „Fear of missing out“, also die Furcht, etwas Wichtiges zu verpassen. Aus dieser Dynamik entsteht nicht nur Unhöflichkeit, sondern ein Nutzungsverhalten, das zunehmend Merkmale klassischen Suchtverhaltens zeigt. Die Nutzer verhalten sich wie in einer Spielhalle, ihre Hand immer am Griff des einarmigen Banditen. Doch wie viel davon ist individuelles Verhalten – und wie viel Ergebnis gezielt gestalteter Plattformen? Genau hier setzt unsere Analyse an.

Denn das Suchtverhalten lässt sich provozieren. Social-Media-Dienste, Shops und die Gaming-Industrie haben dafür perfide Methoden entwickelt. Immer geht es darum, Nutzer bei der Stange zu halten, Handlungsdruck zu erzeugen oder fade, kurze Glücksgefühle zu erzeugen. Und im Endeffekt soll das den Plattformen mehr Geld in die Kassen spülen.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Suchtfalle: Warum die Handynutzung zum gesellschaftlichen Problem wird“.
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Ausprobiert: Autonom fahren ohne Lenkrad mit Zoox in Las Vegas


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Der Betrieb KI-gesteuerter Fahrzeuge auf öffentlichem Straßenland funktioniert. Das hat spätestens die Google-Tochter Waymo in komplexen US-Städten wie Los Angeles oder San Francisco demonstriert. Nicht immer arbeitet das alles perfekt, es kommt zu Unfällen und anderen Problemen, einige Regionen wollen die Fahrzeuge nicht zulassen und auch Kollege Mensch muss immer mal wieder eingreifen, wenn das Auto nicht weiterweiß. Doch die Nutzererfahrung selbst ist gut, wie wir aus Versuchen in den USA bestätigen können: Es macht sogar viel Spaß, sich autonom von A nach B kutschieren zu lassen – und es ist, zumindest aktuell noch, vergleichsweise preiswert.

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Auswahl der Zoox-Stationen

Auswahl der Zoox-Stationen

Auswahl der Zoox-Stationen: Während unseres Tests gab es insgesamt acht – teilweise verschwanden einige aber auch.

(Bild: Ben Schwan)


Pickup-Stelle von Zoox

Pickup-Stelle von Zoox

Pickup-Stelle von Zoox: Ähnlich wie bei Uber & Co. muss man häufiger Geduld mitbringen, bis die Anfahrt erfolgt.

Während die meisten Angebote momentan noch mit „normalen“, also nicht explizit für den autonomen Betrieb gestalteten, Fahrzeugen arbeiten – Waymo nutzt etwa mit LIDAR und Sensoren aufgemotzte Jaguar-Elektromodelle –, hat die Amazon-Tochter Zoox eine andere Strategie verfolgt. Sie baute von Anfang an auf eigenentwickelte Autos. Das hat, wie ein Besuch im ersten öffentlichen Testfeld des Unternehmens, der US-Glücksspielstadt Las Vegas im Bundesstaat Nevada, zeigt, sowohl Vor- als auch Nachteile. Teilweise ist es sogar recht abenteuerlich, wie ein Selbstversuch demonstrierte. Doch auch hier sei schon vorab ein Fazit erlaubt: Die Technik ist erstaunlich weit fortgeschritten und man kann sich eigentlich nur darauf freuen, dass sie eines Tages hoffentlich nach Europa kommt.

Wer nach Las Vegas kommt und mit Zoox fahren will, steht zunächst vor einem gewichtigen Problem: Die offizielle App für den Fahrdienst steht nur in den jeweiligen US-amerikanischen App-Läden zum Download bereit. Um das Problem zu umgehen, benötigt man z.B. bei Apple einen in Amerika registrierten Account, mit dem man sich dann im App Store einloggt – die iCloud darf weiterhin in Deutschland bleiben. Dann ist die Anwendung per Suche nach „Zoox“ auch auffindbar. Installation und Set-up sind simpel, wobei man sich die Nutzungsbedingungen näher zu Gemüte führen sollte: Während der experimentellen Phase gibt es Haftungsbeschränkungen, die man bereit sein muss, einzugehen.


Eingestiegen, los geht's

Eingestiegen, los geht's

Eingestiegen, los geht’s: Dank breiter Türen ist der Fahrgastwechsel schnell erledigt, auch wenn die Zoox-Autos nicht riesig sind.

(Bild: Ben Schwan)


Abfahrt eines Zoox-Autos

Abfahrt eines Zoox-Autos

Abfahrt eines Zoox-Autos: Von hinten wie von vorn optisch gleich – wir konnten allerdings keinen Richtungswechsel beobachten.

(Bild: Ben Schwan)

Wir hatten eigentlich vor, mit Zoox etwas weiter abseits vom Strip, also dem Las Vegas Boulevard South, zu fahren, um Besorgungen zu machen. Der Ort, zu dem wir wollten, lag knapp außerhalb des Bedienungsgebiets, weshalb wir einfach die am nächsten liegende Kreuzung innerhalb des Zoox-Raumes als Ziel wählten. Wir hatten zunächst angenommen, dass Zoox arbeitet wie Waymo: Im abgedeckten Bereich kann man dort nahezu überall ein Fahrzeug bestellen sowie sich fast überall absetzen lassen. Zoox quittierte unsere Versuche jedoch mit der Fehlermeldung, dass es keine Fahrzeuge zum gewünschten Ort gebe. Zwischenzeitlich tauchte auch der Fehler auf, wir seien zu weit von einem „Pickup Point“ entfernt.

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Des Rätsels Lösung: Zoox arbeitet in Vegas nicht im Free-Floating-Stil wie Waymo, sondern eher wie ein etwas flexiblerer Bus: Es gab zum Zeitpunkt unseres Versuchs insgesamt acht Stationen, die man anfahren und von denen man sich abholen lassen konnte. Das Problem ist, dass die Zoox-App die Kundschaft darauf nicht aufmerksam macht. Auch auf der Zoox-Website ist dies nur durch das Lesen zwischen den Zeilen ersichtlich. Wer also Waymo gewohnt ist, wird enttäuscht. Wir mussten unsere Besorgung also zu Fuß und per (langweiligerweise von einem Menschen gesteuerten) Stadtbus durchführen.


Front des Zoox-Autos

Front des Zoox-Autos

Front des Zoox-Autos: „Distinctive“ umschreibt es ganz gut.

(Bild: Ben Schwan)


LIDAR und Kamera

LIDAR und Kamera

LIDAR und Kamera sowie weitere Sensoren an einem Zoox-Auto. Sie stören nicht weiter.

(Bild: Ben Schwan)

Nachdem wir verstanden hatten, dass Zoox im Stationsbetrieb arbeitet, stand der ersten Fahrt jedoch nichts im Weg: Wir begaben uns in die Nähe eines der auf der in der App enthaltenen Karte verzeichneten Orte. Sie sind dort als Gebäude-Icon für Hotels, Einkaufstaschen-Icon für Shoppingmöglichkeiten sowie merkwürdigerweise Messer und Gabel für die Sportstätte TopGolf gekennzeichnet. Aktuell angefahren werden unter anderem die Hotels Wynn, Excalibur und Luxor sowie das Einkaufszentrum Fashion Show Mall.

Im Tagesbetrieb kommt es vor, dass einzelne Stationen auftauchen und wieder verschwinden – voran das jeweils liegt, bleibt unklar, möglicherweise orientiert sich Zoox am Verkehrsaufkommen. Insgesamt wird also der Zentralbereich des Strip abgedeckt: vom Norden (Resorts World) bis zum Süden (Luxor, kurz vor Mandelay Bay, das den Abschluss des Strip bildet).


Ausblick aus dem Zoox-Auto

Ausblick aus dem Zoox-Auto

Ausblick aus dem Zoox-Auto: Viel Glas, allerdings sind die Fenster nicht unverbaut. Das ideale Sightseeing-Gefährt ist es nicht.

(Bild: Ben Schwan)

Die App erkennt, wenn man in Laufweite einer der Stationen ist. Erst dann wird es möglich, die Fahrt zu buchen. Wer schon einmal in Las Vegas war, wird wissen, dass man hier recht viel per pedes unterwegs ist, was auch gut funktioniert, weil die meisten Hotels miteinander verbunden sind, über Tunnel, Brücken, Rolltreppen und mehr.



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iOS 27: Apple öffnet die Kamera-App für Profi-Fotografen


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Apples Kamera-App auf dem iPhone bekommt mit iOS 27 offenbar den größten Umbau seit Langem. Laut einem Bloomberg-Bericht will Apple die Oberfläche komplett anpassbar gestalten. Demnach dürfen Nutzer künftig selbst entscheiden, welche Bedienelemente am oberen Rand der App erscheinen und wo sie liegen. Kritikern, die immer wieder bemängeln, dass die Kamera-App zwar einfach sei, aber für ambitionierte Fotografen zu starr, dürfte der Konzern damit den Wind aus den Segeln nehmen.

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Apple übernimmt für die Steuerelemente den Begriff Widgets. Standardmäßig startet die App weiterhin mit den bekannten Schaltern für Auflösung, Nachtmodus, Blitz und Live Photos. Wer mehr Kontrolle möchte, wechselt zu einer Advanced-Ansicht oder konfiguriert sich seine eigene Auswahl. Für jeden Aufnahmemodus – etwa Foto, Video oder Porträt – sollen sich eigene Layouts speichern lassen. Dies würde ambitionierten Fotografen die Möglichkeit zu mehr Kontrolle geben. Die Widgets lassen sich aus einer transparenten Leiste hinzufügen, die von unten ins Bild gleitet – ein Konzept, das an die Widget-Verwaltung auf dem Homescreen erinnert.

Jeder Aufnahmemodus erhält dabei seinen eigenen Satz an Widgets. Im Foto-Modus sortiert Apple die erweiterten Optionen in die Kategorien basic, manual und settings. Mit dabei sind dem Bericht zufolge Regler für Schärfentiefe und Belichtung sowie Steuerelemente für den Timer und die Fotostile. Neu sind zudem Optionen für ein Raster und eine Wasserwaage. Der Schalter, der alle verfügbaren Bedienelemente einblendet, wandert von der oberen rechten Ecke an den rechten Rand des Auslösers.

Neben Foto, Video und den weiteren bereits bestehenden Modi wird in der überarbeiteten App ein neuer Siri-Modus erwartet. Über ihn greifen Nutzer direkt auf Apples Visual Intelligence zu. Damit sollten sich dann etwa Pflanzen bestimmen oder Texte erkennen lassen, um sie direkt in der Kamera-Ansicht zu übersetzen. Für Apples KI-Strategie bedeutet das, sie nicht nur über Siri oder eine separate App anzubieten, sondern auch tiefer in der Kamera-App zu integrieren.

Bloomberg ordnet die Kamera-Pläne in einen größeren Umbau von iOS 27 ein. Designänderungen betreffen demnach auch die Systemsuche, Safari, den Bildgenerator Image Playground und die Wetter-App. Hinzu kommen systemweite Anpassungen wie neue Animationen und überarbeitete Tab-Bars. Mit den Änderungen will Apple die im Vorjahr eingeführte Designsprache Liquid Glass straffen. Offiziell vorstellen dürfte der Konzern das Update auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC am 8. Juni. Ein Apple-Sprecher wollte sich auf Anfrage von Bloomberg nicht zu den Plänen äußern.

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(ims)



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Mit Airflow Trends erkennen: So überwachen Sie Youtube-Kanäle & Co


Wer Online-Trends frühzeitig erkennt, sichert sich einen Wissensvorsprung. Apache Airflow ist dafür das ideale Werkzeug: Mit ihm lassen sich Daten automatisiert einholen und verarbeiten. Regelmäßige Aufgaben kann Airflow zeit- oder datengesteuert auslösen. So hat sich das Open-Source-Programm als weit verbreiteter Standard für Workflows etabliert.

Dieser Artikel zeigt, wie Sie mit Airflow die öffentlich zugängliche YouTube-Data-API abgreifen können, um beispielsweise die Entwicklung Ihrer Lieblingskanäle zu verfolgen und zu vergleichen. Einmal eingerichtet, sammelt Airflow täglich die neuesten Daten der überwachten Kanäle: Welche Videos sind neu hinzugekommen? Welche sind bei den Zuschauern besonders beliebt? Wie entwickeln sich die Abonnentenzahlen?

  • Mit Airflow lassen sich automatisiert Daten einholen und verarbeiten. Dazu definiert man Workflows in Python, die sogenannten DAGs.
  • Der Artikel erläutert, wie Sie mit Airflow automatisiert Daten aus der YouTube-Data-API abziehen und in eine einfache Datenbank schreiben können. So kann man etwa den zeitlichen Verlauf der Abonnenten öffentlicher Kanäle tracken.
  • Im Projekt vermitteln wir alles nötige, von der Einrichtung von Airflow über den Weg zum API-Key und gehen schließlich auf die wesentlichen Bestandteile des Python-Skripts ein.

Wir setzen dabei konsequent auf kostenlose Werkzeuge und installieren das System auf einer lokalen Linux-Distribution. Zur Installation und Nutzung von Airflow sollten Sie Grundkenntnisse in der Programmiersprache Python mitbringen. Für eine strukturierte Übersicht schreiben wir die Daten in eine einfache SQLite-Datenbank. Der vorgestellte Workflow eignet sich aber auch für Datenbanken in Produktivsystemen.


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