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Künstliche Intelligenz

Top 10: Der beste Adapter für Android Auto Wireless – Handy kabellos verbinden


Wer das Android-Smartphone drahtlos mit dem Auto verbinden will, kann dieses Feature nachrüsten. Wir zeigen die besten Adapter für Android Auto Wireless.

Android Auto bringt smarte Smartphone-Features direkt ins Auto. Die Schnittstelle verbindet das Android-Gerät mit dem Infotainment-System und stellt Apps in einem speziell für den Fahrbetrieb angepassten Layout auf dem Bildschirm dar. Damit stehen etwa Google Maps zum Navigieren oder Spotify für Musik bequem zur Verfügung. Auch die Sprachsteuerung per Google Assistant ist möglich – und eingehende Nachrichten liest das System auf Wunsch einfach vor.

Allerdings müssen Halter älterer Fahrzeuge dafür meistens eine Verbindung per USB-Kabel zwischen Auto und Mobilgerät herstellen. Zwar gibt es seit Android 11 bereits eine Unterstützung für Android Auto Wireless, viele ältere Pkw unterstützen das aber nicht über das Infotainment-System. Speziell bei regelmäßigen Kurzstreckenfahrten ist es nervig, das Smartphone jedes Mal einzustöpseln. Nicht selten streikt dann Android Auto trotzdem.

Viele Nutzer unterschätzen, wie viel Komfort ein kabelloses Android Auto im Alltag bringt. Gerade auf Kurzstrecken entfällt das lästige Hantieren mit dem USB-Kabel, das nicht nur stört, sondern auf Dauer auch den USB-C-Anschluss am Smartphone beschädigen kann. Ein passender Wireless-Dongle übernimmt diese Aufgabe und macht den Umstieg auf Android Auto Wireless einfach.

In unseren Tests haben sich vor allem Adapter von Carlinkit, Ottocast und AA Wireless bewährt – sowohl bei der Verbindungsstabilität als auch bei der Einrichtung per Begleit-App oder Direktkopplung. Wer regelmäßig zwischen mehreren Smartphones wechselt, sollte auf Modelle mit Multi-Device-Unterstützung achten. Für Gelegenheitsnutzer reicht ein günstiger Einsteiger-Dongle. Unsere Bestenliste zeigt, welcher Adapter sich lohnt.

Wichtig: Keiner der Adapter funktioniert garantiert mit jeder Kombination aus Smartphone und Fahrzeug – die Ergebnisse variieren je nach Infotainment-System und Android-Version. Besonders bei BMW-Modellen treten häufig Probleme auf. Ein Blick auf die Kompatibilitätslisten der Hersteller lohnt sich daher vor dem Kauf.

Da in unserer Redaktion leider kein Autohaus steht, bilden unsere Tests nur einen Ausschnitt ab. Alle Modelle haben zudem gelegentlich „zickige“ Tage, an denen Android Auto den Dienst verweigert – um beim nächsten Start wieder tadellos zu laufen. Im Zweifel sollte man vorab die Rückgabemodalitäten des Händlers prüfen.

Welcher Adapter für Android Auto Wireless ist der beste?

Testsieger bleibt der Ottocast Mini Cube für 36 Euro (Code: TS20). Der Adapter ist winzig klein, koppelt recht flott und bietet neben einem Anschluss für USB-A auch einen Adapter für USB-C.

Den Titel Technologiesieger holt sich der neue Ottocast Mini Pico für rund 38 Euro (Code: TS20). Der winzige Adapter besitzt zudem eine Taste zum Trennen der Bluetooth-Verbindung, was den Wechsel zwischen zwei Smartphones erleichtert.

Preis-Leistungs-Sieger ist der winzige Carlinkit Mini Ultra. Klein ist auch der Preis von 20 Euro bei Proshop, zudem gibt es einen praktischen Adapter für USB-C.

Anmerkung: Wer das Gerät direkt beim Hersteller in China oder über Plattformen wie Aliexpress bestellt, sollte sich bewusst sein, dass der Käuferschutz häufig eingeschränkt ist. Ansprüche auf Gewährleistung oder Umtausch entsprechen in der Regel nicht den Standards, die man in Europa gewohnt ist.

KURZÜBERSICHT

Der Ottocast Mini Cube ist ein besonders kompakter und unauffälliger Adapter, um Carplay und Android Auto kabellos zu nutzen – ideal für Fahrzeuge ohne integrierte Wireless-Unterstützung. Die Einrichtung gelingt unkompliziert, die Verbindung bleibt stabil und erfolgt schnell.

Der Mini Cube ist eine preiswerte Lösung für drahtloses Carplay und Android Auto – mit dem Code TS20 kostet er 36 Euro.

VORTEILE

  • winzig
  • baut Verbindung schnell auf
  • beherrscht Carplay und Android Auto
  • Adapter für USB-C enthalten

NACHTEILE

  • geht leicht verloren
  • Einrichtung mit Android Auto gelang erst beim zweiten Versuch

Der Ottocast Mini Pico macht CarPlay und Android Auto kabellos. Der kompakte Dongle verschwindet unauffällig im Cockpit und passt dank beiliegendem Adapter an USB‑C‑ wie USB-A-Buchsen. Wer ein anderes Smartphone koppeln will, trennt die Bluetooth-Verbindung per Knopfdruck – im Test funktionierte das allerdings nicht immer zuverlässig.

Wer aufs Einstöpseln verzichten will, bekommt hier eine solide Option – mit kleinen Schwächen im Detail. Beim Hersteller kostet das Gerät knapp 37 Euro (Code: TS20).

VORTEILE

  • sehr kompakt
  • startet Carplay und Android Auto flott
  • Knopf zum Trennen der Verbindung für Gerätewechsel
  • günstig

NACHTEILE

  • Einrichten bei Android Auto benötigte zwei Anläufe
  • Wechsel zwischen zwei Geräten klappte nicht auf Anhieb

Der Carlinkit Mini Ultra rüstet kabelloses Carplay und Android Auto zuverlässig nach – ideal für Fahrzeuge mit wenig Platz. Das extrem kompakte Design passt selbst in enge Cockpits und funktioniert stabil mit iPhones und Android-Smartphones. Ein USB-C-Adapter liegt zudem bei.

Mit 38 Euro (Code: TechStage) beim Hersteller ist der Adapter nicht nur besonders klein und vielseitig, sondern auch günstig. Noch günstiger ist der derzeit bei Proshop für 20 Euro.

VORTEILE

  • benötigt kaum Platz im Cockpit
  • unterstützt Wireless Carplay und Android Auto
  • einfache Einrichtung

NACHTEILE

  • geht schnell verloren
  • Blinklicht schwer zu sehen

Ratgeber

Was ist Android Auto Wireless?

Android Auto Wireless ist die kabellose Variante von Android Auto. Die Funktion erlaubt es, das Smartphone drahtlos mit dem Infotainment-System des Autos zu verbinden. Apps wie Google Maps, Spotify, Audible, Whatsapp oder der Google Assistant sind so direkt auf dem Bildschirm im Auto jederzeit zu verwenden – ganz ohne USB-Kabel. Die Verbindung erfolgt über Bluetooth zur Authentifizierung und anschließend über ein 5-GHz-WLAN, das entweder vom Fahrzeug oder vom Dongle bereitgestellt wird.

Ottocast Mini Pico

Die Grundvoraussetzung ist, dass das Fahrzeug Android Auto unterstützt und vorab das Smartphone auch erkannt wird, wenn man es per Kabel einstöpselt. Hierzu steckt man den Adapter in das Fahrzeug und stellt eine Bluetooth-Verbindung zwischen Smartphone und dem Gerät her. Im Falle des AA Wireless steht eine App zur Verfügung, die diesen Schritt übernimmt.

Smartphones ab Android-Version 11 unterstützen prinzipiell Android Auto Wireless, Smartphones von Samsung sogar schon ab Android 10. Spielt bei älteren Fahrzeugen das Infotainment-System nicht mit, funktioniert das jedoch häufig nicht.

Android Auto zeigt nicht alle Apps auf dem Infotainment-Display an. Youtube für Videos oder Netflix zum Streamen sind bewusst nicht dabei, da sie Fahrzeugführende ablenken könnten. Wer in der Pause auf dem Parkplatz dennoch darauf zugreifen will, benötigt ein anderes Gerät – etwa eine smarte Box oder einen Car-Monitor, der auch diese Apps unterstützt. Passende Geräte zeigen wir in der Top 10: Die beste Android-Box fürs Auto im Test – Youtube, Netflix & Co. nutzen.

Wie kann ich Android Auto auf Wireless umstellen?

Fehlt dem Fahrzeug die native Unterstützung für Android Auto Wireless, bleibt entweder die kostenintensive Nachrüstung der Head-Unit oder der deutlich einfachere Weg über einen Dongle.

Android Auto Wireless

Adapter für Android Auto Wireless sind kleine Dongles, die per USB-A oder USB-C an das Infotainment-System angeschlossen werden. Sie übernehmen als Platzhalter für das Smartphone die Funktion eines „virtuellen USB-Kabels“ und ermöglichen die kabellose Kommunikation zwischen Smartphone und Auto. Einmal eingerichtet und per Handy gekoppelt, aktivieren diese dann Android Auto nach dem Start des Fahrzeugs automatisch und kabellos. Nicht immer ist die Verbindung stabil, wie unsere Tests zeigen. Aber im Alltag funktioniert das dennoch meistens gut.

Die Verbindung benötigt etwa 30 Sekunden bis eine Minute. Danach stehen alle Funktionen von Android Auto zur Verfügung, wie man es schon von der kabelgebundenen Verbindung her gewohnt war. Das ist deutlich komfortabler, allerdings entlädt sich der Akku des Smartphones bei der kabellosen Verbindung deutlich schneller. Für eine Langstreckenfahrt sollte man das Smartphone eher direkt einstöpseln.

Bei vielen Fahrzeugen bleibt der USB-Anschluss auch nach dem Abschließen unter Strom. Wer in der Nähe stehen bleibt, aktiviert oft ungewollt das Infotainment-System per Bluetooth – die Batterie wird weiter belastet.

Unser Rat: USB-Adapter und andere Verbraucher nach dem Abstellen abziehen – besonders bei längeren Standzeiten. Das schützt vor Entladung, vor allem bei älteren oder wenig genutzten Autos.

So haben wir getestet

Beide Testfahrzeuge bieten von Haus aus kein kabelloses Android Auto. Für eine Verbindung mit dem Smartphone steht ein USB-A-Anschluss parat. Das häufige Einstecken nervte uns, zudem ging nach einiger Zeit beim Smartphone der USB-C-Eingang kaputt, was eine teure Reparatur nach sich zog.

Fazit

Das lästige Einstöpseln des Smartphones für Android Auto gehört dank preiswerter Adapter der Vergangenheit an. Gerade bei kurzen Strecken steigt der Komfort enorm. Passende Dongles gibt es bei Amazon & Co. bereits ab rund 20 Euro.

Testsieger ist der Ottocast Mini Cube 3.0. Der extrem kompakte Adapter unterstützt sowohl Android Auto als auch Apple Carplay und ist damit für die meisten Einsatzszenarien bestens gerüstet. Dazu kommen ein fairer Preis und ein mitgelieferter USB-C-Adapter.

Der Ottocast Mini Pico ermöglicht per Knopfdruck den Wechsel zwischen zwei Smartphones – ebenso wie der AA Wireless Two+. Im Alltag ist das praktisch, allerdings klappte der Wechsel in unseren Tests nicht immer zuverlässig. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet der winzige Carlinkit Mini Ultra, der ebenfalls kompatibel zu Android Auto und Apple Carplay ist.

BESTENLISTE

Ottocast Mini Cube im Test: Wireless-Adapter für Carplay und Android Auto

Winzig und günstig: Der Ottocast Mini Cube macht Carplay und Android Auto drahtlos.

VORTEILE

  • winzig
  • baut Verbindung schnell auf
  • beherrscht Carplay und Android Auto
  • Adapter für USB-C enthalten

NACHTEILE

  • geht leicht verloren
  • Einrichtung mit Android Auto gelang erst beim zweiten Versuch

Winzig und günstig: Der Ottocast Mini Cube macht Carplay und Android Auto drahtlos.

Mit diesem Dongle muss man nie wieder sein iPhone oder Android-Smartphone einstecken. Der winzige Ottocast Mini Cube ergänzt die Verbindung per Carplay oder Android Auto im Fahrzeug um eine drahtlose Option. Gerade ältere PKW bieten oft nur eine kabelgebundene Verbindung für die Schnittstellen Android Auto oder Carplay. Wie sich der kleine Dongle in der Praxis schlägt, zeigen wir im Test.

Hinweis: Der Adapter fügt Android Auto oder Carplay nicht hinzu, sondern ergänzt eine drahtlose Verbindungsmöglichkeit. Das Infotainment-System des Fahrzeugs selbst muss die Standards bereits unterstützen.

Design & Lieferumfang

Der Name ist Programm beim Mini Cube: Der ultrakleine USB-Dongle für drahtloses Carplay und Android Auto ist kaum größer als ein Daumennagel. Das Gehäuse ist etwa so dick wie ein Finger und misst 1,6 × 21,6 × 23,5 mm. Damit bleibt er deutlich kompakter als frühere Box‑Lösungen mit Kabel – ideal fürs Cockpit, weil er unauffällig ist.

Der Dongle besitzt einen USB-A-Stecker. Ein USB-A-auf-USB-C-Adapter liegt praktischerweise bei, sodass er in Fahrzeugen mit beiden Anschlussvarianten eingesetzt werden kann.

Zur Auswahl stehen drei Gehäuseformen: Modell A hat ein quadratisches Gehäuse samt Kerbe in der Mitte sowie abgerundeten Ecken. Als Farben gibt es Silber mit Schwarz oder für Apple-Fans auch Cosmic Orange. Modell B bietet geriffelte Kanten, Modell C hat eine oktogonale Form. Diese Varianten gibt es in Schwarz oder Silber.

Einrichtung & Funktionen

Getestet haben wir den Ottocast Mini Cube mit dem Honor Magic V3 sowie iPhone 12 Pro Max in einem Opel Astra K (2017). Auf der Herstellerseite finden sich Informationen zu kompatiblen Fahrzeugen. Wichtig: Das Auto darf werksseitig kein kabelloses Carplay oder Android Auto bieten – sonst funktioniert der Adapter nicht. Er wäre in dem Fall aber ohnehin überflüssig.

Die Einrichtung ist einfach: Dongle einstecken, die LED unter dem Logo leuchtet dann auf. Anschließend erscheint auf dem Infotainment-System eine Anleitung zum Verbinden des Handys per Bluetooth mit der exakten Bezeichnung des Produkts – sehr praktisch. Eine knappe Anleitung auf Deutsch gibt es auch.

Beim iPhone klappte die Kopplung sofort, nach erfolgter Erstverbindung war Carplay nach knapp über 10 Sekunden schon startklar. Mit Android Auto gab es zunächst Probleme – vermutlich, weil zuvor der Dongle per Carplay verbunden war. Die genaue Ursache kennen wir nicht. Erst beim zweiten Versuch gelang die Verbindung zum Honor Magic V3. Nach längerer Standzeit braucht der Aufbau etwa 45 Sekunden, später dann ebenfalls nur noch rund 10 Sekunden – was sehr flott ist für solch einen Adapter. Die Verbindung wurde im Test stabil aufrechterhalten.

Ottocast Mini Cube 3.0

Preis

Der Ottocast Mini Cube kostet direkt beim Hersteller 50 Euro. Mit dem Code TS20 gibt es einen dauerhaften Rabatt von 20 Prozent – damit kostet der Adapter nur 36 Euro.

Hinweis: Der Hersteller sitzt in China, auch wenn die Ware aus deutschen Lagern versendet wird. Kaufbedingungen können daher von EU-Verbraucherschutzrechten abweichen (Gewährleistung, Widerruf, Käuferschutz). Die 30-Tage-Rückgabe ist möglich, kann aber Versandkosten verursachen. Für Transportversicherung und Garantie kommen zusätzliche Gebühren hinzu.

Fazit

Der Ottocast Mini Cube ist eine praktische Ergänzung fürs Auto – ideal für alle, die Carplay oder Android Auto kabellos nutzen möchten, deren Infotainment-System dies aber ab Werk nicht unterstützt. Der kompakte Dongle zählt zu den kleinsten Modellen im Test und bleibt dadurch unauffällig im Cockpit.

Die Einrichtung ist einfach. Die Verbindung mit dem iPhone klappte auf Anhieb, und Carplay ist nach gut 15 Sekunden startklar. Mit Android Auto brauchte es zur Erstkopplung zwei Versuche, danach funktionierte die Verbindung jedoch dauerhaft, zuverlässig und stabil.

Insgesamt überzeugt der Ottocast Mini Cube als unauffällige, günstige und verlässliche Lösung für drahtloses Carplay und Android Auto – eine der besten Optionen in seiner Klasse.

Ottocast Mini Pico im Test: Wireless Carplay & Android Auto mit Wechseltaste

Der Mini Pico von Ottocast rüstet bei Android Auto und Carplay die Wireless-Option nach. Per Knopfdruck ist zudem der Wechsel zwischen zwei Smartphones möglich.

VORTEILE

  • sehr kompakt
  • startet Carplay und Android Auto flott
  • Knopf zum Trennen der Verbindung für Gerätewechsel
  • günstig

NACHTEILE

  • Einrichten bei Android Auto benötigte zwei Anläufe
  • Wechsel zwischen zwei Geräten klappte nicht auf Anhieb

Der Mini Pico von Ottocast rüstet bei Android Auto und Carplay die Wireless-Option nach. Per Knopfdruck ist zudem der Wechsel zwischen zwei Smartphones möglich.

Wer genug vom lästigen Einstöpseln von iPhone oder Android-Smartphone im Auto hat, kann mit dem Ottocast Mini Pico die kabellose Anbindung an Android Auto und Apple Carplay nachrüsten. Teilen sich zwei Personen dasselbe Auto, kann der Wechsel allerdings mühsam sein. Der Ottocast Mini Pico bietet hierzu – ähnlich wie der AA Wireless Two+ (Testbericht) – eine Taste. Diese trennt die Bluetooth-Verbindung, damit der Weg für die Verbindung mit einem anderen Smartphone frei ist.

Wichtig: Laut Herstellerangaben ist der Ottocast Mini Pico mit den meisten Fahrzeugen ab Baujahr 2016 kompatibel – ausgenommen BMW und Mitsubishi. Der Dongle funktioniert nur mit Infotainmentsystemen, die Carplay und Android Auto bereits kabelgebunden unterstützen, aber noch keine Wireless-Option bieten. Der Adapter rüstet also nicht die Schnittstellen selbst nach, sondern ergänzt lediglich die kabellose Anbindung – dabei dient er als Platzhalter für ein Smartphone.

Ob das alles so klappt, wie es der Hersteller verspricht, klären wir in diesem Test.

Design & Lieferumfang

Der Ottocast Mini Pico ist mit Abmessungen von 22,5 × 22,5 × 28,55 mm für einen Adapter sehr kompakt. Damit ist er nur etwas größer als ein Daumennagel eines Mannes. Dank des kompakten Formats verschwindet der Adapter unauffällig im Cockpit.

Das Kunststoffgehäuse ist quadratisch gestaltet und hat stark abgerundete Ecken. Vorn befindet sich eine LED-Leuchte, die in ein Ottocast-Logo eingebettet ist. Darunter sitzt der Knopf zum Trennen der Verbindung.

Auf der Rückseite befindet sich ein USB-A-Stecker. Ottocast legt zudem einen Adapter von USB-A auf USB-C bei. Es gibt ferner eine kurze Gebrauchsanweisung – allerdings nur auf Englisch, Französisch und Spanisch.

Einrichtung

Getestet haben wir den Mini Pico in einem Opel Astra K (Baujahr 2017). Als Mobilgeräte kamen ein Honor Magic V3 sowie ein iPhone 12 Pro Max zum Einsatz. Wir werden künftig noch weitere Mobilgeräte ausprobieren und Fahrzeuge der Kollegen hinzuziehen.

Steckt man den Adapter ein, zeigt das Infotainmentsystem sofort an, wie man das Gerät verbinden kann. Auf dem Bildschirm erscheint direkt der Bluetooth-Name des Adapters – das ist praktisch, denn in der Gebrauchsanweisung findet man diese Bezeichnung oft nur mit Mühe.

Zunächst haben wir das Honor Magic V3 genutzt. Die Bluetooth-Kopplung funktionierte auf Anhieb, doch beim anschließenden Aufbau der WLAN-Verbindung zwischen Smartphone und Infotainmentsystem hakte es: Android Auto erschien nicht auf dem Bildschirm des Autos – obwohl das Handy behauptete, eine Verbindung aufzubauen. Erst nach erneutem Trennen und einem zweiten Verbindungsversuch startete Android Auto binnen 20 Sekunden ohne Probleme.

Wir werden das noch mit weiteren Android-Geräten testen, um zu prüfen, ob es am Honor-Handy lag – was wir vermuten – oder ob es sich um ein generelles Android-Problem handelt. Mit dem iPhone lief die Einrichtung dagegen reibungslos.

Ottocast Mini Pico

Weitere Funktionen

Um die Verbindung mit dem Smartphone zu trennen, genügt ein kurzer Druck auf den Knopf an der Vorderseite des Adapters. Hält man die Taste hingegen länger als zehn Sekunden gedrückt, setzt man das Gerät komplett auf Werkseinstellungen zurück.

Im Test trennte das Gerät die Bluetooth-Verbindung zwar zuverlässig – allerdings verband es sich danach nicht immer automatisch mit dem zuvor eingerichteten Smartphone. Ausprobiert haben wir das mit dem iPhone und dem Honor Magic V3. Wir werden diese Prozedur noch mit weiteren Android-Geräten ausprobieren und den Test entsprechend aktualisieren.

Firmware-Updates sind ebenfalls möglich: Dazu verbindet man sich am besten per Wi-Fi Direct mit dem Dongle – die Anleitung beschreibt das Vorgehen Schritt für Schritt. Anschließend lässt sich das Update über das Smartphone auf den Adapter übertragen.

Preis

Regulär kostet der Mini Pico bei Ottocast derzeit 47 Euro. Mit dem Code TS20 gibt es einen Rabatt von 20 Prozent – damit kostet der Dongle dann nur noch knapp 37 Euro. Der Versand erfolgt kostenlos aus deutschen Lagerbeständen innerhalb von drei bis sieben Tagen.

Hinweis: Der Hersteller sitzt in China – auch wenn die Ware aus deutschen Lagern versendet wird, können Kaufbedingungen von EU-Verbraucherschutzrechten abweichen (Gewährleistung, Widerruf, Käuferschutz). Der Hersteller bietet eine 30-Tage-Rückgabe an, diese kann aber Versandkosten verursachen. Für Transportversicherung und Garantie fallen zusätzliche Gebühren an.

Fazit

Der Ottocast Mini Pico ist ein besonders kompakter Adapter, um bei Fahrzeugen mit Carplay oder Android Auto eine kabellose Verbindung zum Smartphone nachzurüsten. Das Gerät ist so klein, dass es im Cockpit kaum auffällt. Die Zeiten großer Boxen samt Kabelgewirr sind vorbei.

Dank eines beiliegenden Adapters lässt sich der Dongle sowohl an USB‑C‑ als auch an USB-A-Anschlüssen nutzen. Praktisch ist der Knopf auf der Vorderseite: Er trennt die bestehende Bluetooth-Verbindung, um den Weg für ein weiteres Smartphone freizumachen – zumindest in der Theorie. In der Praxis klappte das nicht immer so zuverlässig wie erhofft. Auch die Einrichtung mit Android Auto benötigte in unserem Test einen zweiten Anlauf.

Insgesamt ist der Ottocast Mini Pico eine empfehlenswerte Möglichkeit für iPhone- und Android-Nutzer, die für Carplay oder Android Auto auf das Einstöpseln des Handys verzichten möchten – und sich das Fahrzeug gegebenenfalls mit einer weiteren Person teilen.

Winziger Adapter Carlinkit Mini Ultra im Test: Wireless Carplay & Android Auto

Der Carlinkit Mini Ultra ist der bisher kleinste Dongle zur Nachrüstung von kabellosem Carplay und Android Auto. Wie gut das klappt, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • benötigt kaum Platz im Cockpit
  • unterstützt Wireless Carplay und Android Auto
  • einfache Einrichtung

NACHTEILE

  • geht schnell verloren
  • Blinklicht schwer zu sehen

Der Carlinkit Mini Ultra ist der bisher kleinste Dongle zur Nachrüstung von kabellosem Carplay und Android Auto. Wie gut das klappt, zeigt unser Test.

Wer ein Fahrzeug ohne kabelloses Carplay oder Android Auto besitzt, kennt das Problem: Ohne Wireless-Support ist stets ein Kabel nötig. Der Carlinkit Mini Ultra verspricht hier eine einfache und kompakte Lösung. Der winzige Dongle ist sogar noch kleiner als ein USB-Stick und unterstützt sowohl Wireless Carplay als auch Android Auto.

Design

Der Carlinkit Mini Ultra misst nur 32,85 × 20 × 6,55 mm und ist damit deutlich kompakter als viele vergleichbare Adapter. Er erinnert optisch an einen USB-Stick: An einem Ende sitzt ein USB-A-Stecker, daran schließt sich ein kleiner, flacher Adapter mit abgerundeten Ecken an – etwa so groß wie ein Daumennagel. Ein USB-A-auf-USB-C-Adapter liegt bei, sodass der Dongle auch in Fahrzeugen mit USB-C-Anschluss verwendet werden kann.

Die extrem platzsparende Bauweise fällt im Fahrzeug kaum auf, bringt aber auch einen Nachteil mit sich: Aufgrund seiner geringen Größe kann der Mini Ultra leicht verloren gehen. Dennoch sind wir beeindruckt, wie platzsparend moderne Technologie inzwischen sein kann.

Einrichtung & Features

Das Fahrzeug muss Carplay oder Android Auto bereits unterstützen – der Adapter rüstet nur das kabellose Feature nach. Die Einrichtung des Carlinkit Mini Ultra gelingt schnell und unkompliziert: Einfach in den USB-Port stecken, das Smartphone per Bluetooth mit dem Adapter koppeln (VehiConn_Exxx) – die Datenübertragung läuft anschließend über WLAN Direct. Nach erfolgreicher Verbindung erscheint das Symbol für Carplay oder Android Auto auf dem Fahrzeugdisplay. Ein vorheriger, einmaliger Kabelanschluss kann die automatische Erkennung beschleunigen.

Im Test funktionierte der Mini Ultra weitgehend reibungslos. Manchmal war beim ersten Koppeln ein zweiter Versuch nötig, danach klappte die Verbindung zuverlässig innerhalb von rund 30 Sekunden – sowohl mit iPhone als auch Android-Smartphone. Gelegentliche kurze Aussetzer, etwa bei Spotify, traten sporadisch auf und verschwanden meist schnell. Sollte es mal zu Problemen kommen, kann man das Gerät aus- und wieder einstöpseln.

Im Alltag liefert der Adapter ein Erlebnis auf dem Niveau der kabelgebundenen Lösung: Navigation, Musikstreaming, Sprachsteuerung und Telefonie laufen stabil. Einziger kleiner Kritikpunkt: Die winzige Status-LED ist kaum sichtbar. Trotz des kompakten Formats ist die Technologie auf dem neuesten Stand. So nutzt der Mini Ultra bereits Bluetooth 5.4 sowie WLAN mit 5 GHz.

Hinweis: Ein Leser beklagte Probleme mit dem Adapter bei einem Motorrad Honda NT1100 (2025) sowie einem Mercedes-Benz 220d (2018) im Zusammenspiel mit einem Samsung Galaxy S24.

Carlinkit Mini Ultra Wireless Carplay Android Auto Adapter

Preis

Normalerweise kostet der Adapter beim Hersteller rund 45 Euro. Mit dem Code TechStage gibt es dauerhaft einen Rabatt von 20 Prozent. Damit kostet der Dongle rund 38 Euro.

Bei Proshop kostet er derzeit sogar nur 20 Euro statt 40 Euro. Das Angebot ist zeitlich befristet. Hier profitieren Käufer auch vom EU-Käuferschutz mit einer Rückgabemöglichkeit binnen 14 Tagen.

Da der Hersteller seinen Sitz in China hat, gelten die üblichen EU-Rechte wie Rückgabe, Umtausch oder Gewährleistung nur eingeschränkt. Bei einer Rücksendung könnten zudem Portogebühren anfallen. Käufer sollten das vor dem Kauf überprüfen.

Fazit

Der Carlinkit Mini Ultra ist eine gelungene Lösung für alle, die kabelloses Carplay oder Android Auto nachrüsten möchten, aber nur wenig Platz im Cockpit haben. Noch nie haben wir ein so kleines Gerät dieser Art getestet – gerade in Kleinwagen ein klarer Vorteil.

Die Verbindung klappt in der Regel problemlos, sowohl mit iPhones als auch Android-Smartphones. Das macht den Adapter besonders interessant für Nutzer, die ein Fahrzeug mit unterschiedlichen Handy-Systemen teilen. Praktisch: Ein USB-C-Adapter liegt bei.

Einziger Nachteil bleibt die extrem kompakte Bauweise – das Gerät kann leicht verloren gehen. Der Preis ist mehr als fair, hier kann man bedenkenlos zugreifen.

Winziger Adapter für Carplay & Android Auto Wireless: Ottocast Mini im Test

Klein wie ein USB-Stick: Der Ottocast Mini erlaubt die kabellose Nutzung von Android Auto oder Apple Carplay im Auto. Wie das funktioniert, zeigt der Test.

VORTEILE

  • sehr kompakt
  • Android Auto & Apple Carplay
  • Adapter für USB-C vorhanden

NACHTEILE

  • je nach Anschluss im Cockpit unterschiedlich sinnvoll

Klein wie ein USB-Stick: Der Ottocast Mini erlaubt die kabellose Nutzung von Android Auto oder Apple Carplay im Auto. Wie das funktioniert, zeigt der Test.

Wer es leid ist, das iPhone oder Android-Smartphone täglich per Kabel mit dem Fahrzeug zu verbinden, bekommt mit dem Ottocast Mini einen winzigen Dongle, der eine kabellose Anbindung an diese Schnittstellen mit dem Infotainment-System ermöglicht. Der Adapter unterstützt sowohl Android Auto als auch Apple Carplay.

Wichtig: Der Adapter rüstet kein Android Auto oder Carplay nach – er dient lediglich als Platzhalter, um eine kabellose Verbindung zwischen Smartphone und Infotainment zu ermöglichen. Der Adapter funktioniert nur, wenn das Fahrzeug auch Android Auto oder Apple Carplay unterstützt. Ob das der Fall ist, kann man testen, indem man das Handy per Kabel mit dem Fahrzeug verbindet. Verfügt das Auto bereits über eine kabellose Anbindungsmöglichkeit für Android Auto oder Apple Carplay, ist der Dongle unnötig.

Design & Lieferumfang

Der Ottocast Mini ist sehr kompakt und nur rund 5 cm lang und 2 cm breit. Damit würde er auch als USB-Stick noch durchgehen. Das bietet einen großen Vorteil bei Autos, in denen sich der Steckplatz direkt unterhalb der Armaturen befindet.

Standardmäßig bietet der Dongle einen USB-A-Stecker. Zusätzlich liegt ein rechtwinkliger Adapter (90 Grad) für USB-A bei, falls der Port ungünstig im Cockpit sitzt. Ferner gibt es noch einen Adapter für USB-A auf USB-C bei Fahrzeugen, die nur über den Typ-C-Stecker verfügen. Je nach Fahrzeug eignet sich damit der Adapter besonders gut – oder eben weniger, wenn ein Risiko besteht, dass man mit dem Knie oder der Hand beim Schalten an den Dongle gerät.

Einrichtung & Funktionen

Den Dongle von Ottocast stöpselt man zunächst im Fahrzeug ein. Anschließend betätigt man die Zündung und sucht mit dem Smartphone per Bluetooth nach dem Gerät. Den Ottocast Mini findet man unter CAR2-XXXX.

Hatte man bereits vorab das iPhone oder Android-Smartphone mit dem Fahrzeug per Kabel verbunden, startet man Carplay oder Android Auto anschließend wie gewohnt. Bei einer erstmaligen Einrichtung muss man allen Schritten auf dem Bildschirm des Infotainment-Systems folgen. Die Einrichtung mit Apple Carplay funktionierte auf Anhieb.

Bei einem Android-Smartphone mussten wir den Schritt nochmals wiederholen, bevor die Verbindung via Bluetooth zustande kam. Danach koppelte sich das Smartphone über den Dongle zuverlässig mit dem Fahrzeug innerhalb von knapp 20 Sekunden. In einem Fall fror die Musikwiedergabe über Spotify ein, was einen Neustart des Fahrzeugs vonnöten machte.

Eine Beobachtung hat uns stutzig gemacht: Offenbar wird der USB-Anschluss bei vielen Fahrzeugen nicht vom Stromkreis getrennt, wenn das Auto abgeschlossen wird. Bleibt man etwa nach dem Abstellen des Wagens längere Zeit daneben stehen und telefniert, baut das GEärt eine Bluetooth-vErbidung zum Handy auf – was viel Storm fressen kann. Dann besteht die Möglichkeit, dass die Starterbatterie schneller entladen wird.

Wir raten daher dazu, USB-Adapter oder ähnliche Verbraucher nach dem Abstellen des Fahrzeugs und insbesondere bei längeren Standzeiten sicherheitshalber zu entfernen. Das schont die Batterie – gerade bei älteren oder selten genutzten Fahrzeugen.

Preis

Der 2-in-1-Adapter Ottocast Mini kostet direkt beim Hersteller 47 Euro, mit dem Code TS20 sinkt der Preis auf 38 Euro. Das ist ein fairer Preis, auch wenn es noch günstigere Alternativen von anderen Marken sowie No-Name-Anbietern gibt.

Allerdings hat das Unternehmen seinen Sitz in China. Bestimmungen zum Käuferschutz – etwa Gewährleistung oder ein Rückgaberecht – entsprechen daher in der Regel nicht den Vorgaben innerhalb der EU. Wer dort bestellt, sollte sich bewusst sein, dass Reklamationen, Rücksendungen oder die Durchsetzung von Ansprüchen deutlich schwieriger bis unmöglich sein können.

Fazit

Der Ottocast Mini gehört zu den kleinsten Dongles für Wireless Android Auto und Apple Carplay, wenn das Fahrzeug diese Option nicht unterstützt. Damit ist er schnell und unauffällig im Cockpit eingestöpselt.

Dank der Kompatibilität für beide großen Plattformen eignet er sich sowohl für Android als auch iPhone-Nutzer – einzige Voraussetzung ist, dass das Infotainment-System auch Android Auto oder Apple Carplay unterstützt. Die Verbindung mit Apple Carplay funktioniert reibungslos, bei Android Auto benötigten wir einen zweiten Anlauf – danach erfolgte die Kopplung aber ebenfalls einwandfrei.

Wie sinnvoll ein Dongle im USB-Stick-Format ist, hängt letztendlich von der Position des USB-Anschlusses im Auto ab. Wir raten dazu, sich das vor dem Kauf anzusehen, da der Adapter etwa 5 cm herausragt.

AA Wireless Two+ im Test: Adapter für kabelloses Android Auto kann jetzt Carplay

Der preiswerte AA Wireless Two+ kann jetzt mehr: Er rüstet im Fahrzeug nicht nur kabelloses Android Auto nach, sondern auch Apple Carplay.

VORTEILE

  • kompakt
  • Firmware-Updates per App möglich
  • Wechsel des Smartphones per Button und App
  • unterstützt Wireless Android Auto und Carplay

NACHTEILE

  • kein Kabel für USB-C auf USB-C

Der preiswerte AA Wireless Two+ kann jetzt mehr: Er rüstet im Fahrzeug nicht nur kabelloses Android Auto nach, sondern auch Apple Carplay.

Die neue Generation des Adapters heißt AA Wireless Two+ und bringt erstmals neben kabellosem Android Auto auch Apple CarPlay ins Fahrzeug. Damit lassen sich Smartphones ohne Kabel schnell und komfortabel mit dem Infotainment-System verbinden – ideal für Autos, die keine drahtlose Anbindung ab Werk bieten.

Wichtig: Der Adapter selbst rüstet Android Auto oder Carplay nicht nach – das Infotainment-System des Fahrzeugs muss die entsprechenden Schnittstellen bereits unterstützen.

Design & Lieferumfang

Optisch ist das Plus-Modell nicht vom AA Wireless Two (Testbericht) zu unterscheiden. Von oben betrachtet ist das Gerät rechteckig, mit stark abgerundeten Rändern. Die Abmessungen sind wieder kompakt: 2 × 3,5 × 5,5 cm – also etwa wie ein Feuerzeug. Zudem wiegt der Adapter nur 18 g. Auffälligstes Detail ist wieder der kreisförmige Button mit LED-Leuchte ringsum, über den sich die Bluetooth-Verbindung trennen und schnell ein anderes Smartphone koppeln lässt.

Mit der Größe eines Feuerzeugs verschwindet der Adapter unauffällig im Cockpit. Er wird per USB-C angeschlossen. Es liegt nur ein USB-A-auf-USB-C-Kabel bei, ein reines USB-C-Kabel muss bei Bedarf separat erworben werden.

Einrichtung & Funktionen

Die Einrichtung des AA Wireless Two+ ist unkompliziert: Adapter ins Fahrzeug stecken, Smartphone per Bluetooth koppeln – fertig. Am einfachsten gelingt der Start, wenn Android Auto oder Apple Carplay zuvor einmal kabelgebunden eingerichtet wurde. Nach dem ersten Pairing verbindet sich der Adapter künftig automatisch kabellos, was rund 30 Sekunden dauert. Das dauert zwar etwas länger, als ein Kabel einzustecken, ist dafür aber deutlich komfortabler.

Eine optionale App steht zur Verfügung und ermöglicht unter anderem Firmware-Updates für den Adapter. Wer darauf verzichten möchte, kann sein Smartphone auch direkt per Bluetooth koppeln – ganz ohne App.

Über die runde Taste am Gehäuse lässt sich die Verbindung trennen oder ein anderes Smartphone mit dem Adapter koppeln. Ein kurzer Druck wechselt zum nächsten Gerät, längeres Drücken startet den Pairing-Modus. Mit längerem Halten wird ein Werksreset ausgelöst.

Im Test mit einem Opel Astra K, einem Honor Magic V3 sowie einem iPhone 12 Pro Max funktionierte der Adapter zuverlässig – sowohl mit Android als auch mit iOS. Beim Ersteinrichten kann es sein, dass man ohne die App die Kopplung ein weiteres Mal versuchen muss.

Bei einem neuen VW Polo hatten wir Probleme, was vermutlich daran lag, dass das Infotainment-System ab Werk eine Wireless-Verbindung beherrscht. Der Adapter ist für Fahrzeuge gedacht, deren Infotainment-System keine drahtlose Verbindung ab Werk unterstützt.

Preis

Direkt beim Hersteller kostet das neue AA Wireless Two+ derzeit 60 Euro. Bei Amazon liegt der Preis aktuell ebenfalls bei 60 Euro.

Fazit

Der AA Wireless Two+ ist ein kompakter Adapter, der Android Auto und erstmals auch Apple CarPlay kabellos im Fahrzeug ermöglicht. Voraussetzung ist, dass das Infotainment-System CarPlay oder Android Auto bereits unterstützt.

Die Verbindung zwischen Smartphone und System steht nach etwa 30 Sekunden. Praktisch ist die Taste, mit der man schnell zwischen mehreren gekoppelten Smartphones wechseln kann. Der Preis bleibt attraktiv. Im Lieferumfang liegt ein USB-A-auf-USB-C-Kabel bei – wer einen USB-C-Port im Auto nutzt, benötigt ein separates Kabel.

Carlinkit Mini SE Pro im Test: Wireless-Carplay-Adapter kann jetzt Android Auto

Der Carlinkit Mini SE Pro unterstützt jetzt Wireless CarPlay und Android Auto. Wie gut der USB-Stick-Adapter ist, klärt unser Test.

VORTEILE

  • einfache Einrichtung
  • kompakte Bauweise
  • unterstützt Android Auto und Apple Carplay

NACHTEILE

  • relativ lang: nicht für jedes Cockpit ideal

Der Carlinkit Mini SE Pro unterstützt jetzt Wireless CarPlay und Android Auto. Wie gut der USB-Stick-Adapter ist, klärt unser Test.

Wer Android Auto oder Apple Carplay im Auto nutzt, kennt das Problem: Ohne drahtlose Unterstützung durch das Infotainmentsystem bleibt nur das lästige Einstecken per Kabel. Abhilfe schaffen Adapterlösungen, die als Dongle in den USB-Anschluss des Fahrzeugs gesteckt werden. Die Verbindung mit dem Smartphone erfolgt dann kabellos per Bluetooth und WLAN.

Der neue Carlinkit Mini SE Pro beherrscht nun beides – neben Wireless Carplay unterstützt er erstmals auch Android Auto kabellos. Wie gut der kompakte Adapter für 35 Euro (Code: TechStage) funktioniert, zeigt unser Test.

Kabellose Verbindung zwischen iPhone und Apple Carplay

Design

Der Carlinkit Mini SE Pro ist kompakt gebaut: Mit Abmessungen von 81,24 × 20,59 × 11,4 mm und einem Gewicht von nur 23 Gramm erinnert er äußerlich an einen klassischen USB-Stick. Dank seiner dualen Schnittstellen für USB-A und USB-C lässt sich der Adapter flexibel in unterschiedlichsten Fahrzeugen einsetzen. Praktisch: Eine mitgelieferte Schutzkappe verdeckt jeweils den gerade nicht verwendeten Anschluss.

Das Gehäuse aus schwarzem Kunststoff ist schlicht gehalten und wirkt sauber verarbeitet. Im Fahrzeug fällt der Dongle damit kaum auf – zumindest, solange der USB-Port gut zugänglich ist. Bei schlecht platzierten Anschlüssen, etwa tief im Armaturenbrett, kann die Länge des Adapters jedoch zum Problem werden: Mit gut 8 cm Ausladung steht er deutlich hervor.

Einrichtung

Die Einrichtung des Carlinkit Mini SE Pro ist unkompliziert und schnell erledigt: Der Adapter wird einfach in den USB-Port des Fahrzeugs gesteckt. Zur Ersteinrichtung koppelt man das Smartphone per Bluetooth mit dem Adapter, der unter dem Namen VehiConn_Exxx angezeigt wird. Anschließend erfolgt die Datenübertragung über WLAN Direct.

Nach erfolgreicher Verbindung erscheint das jeweilige Symbol auf dem Fahrzeugdisplay. Wir empfehlen, das Infotainmentsystem vorab einmal kabelgebunden mit dem Smartphone zu verbinden – das beschleunigt die automatische Erkennung später. Wichtig: Das Fahrzeug muss die jeweilige Funktion bereits unterstützen. Der Dongle dient ausschließlich dazu, das fehlende kabellose Feature nachzurüsten – ohne Carplay- oder Android-Auto-Unterstützung ist er nutzlos.

Sowohl mit einem iPhone als auch mit einem Android-Smartphone klappt die drahtlose Verbindung nach dem Einsteigen zuverlässig – die Dauer bis zum Verbindungsaufbau liegt bei rund 30 Sekunden. Anfangs kann es vereinzelt zu kurzen Aussetzern bei der Audioübertragung kommen, etwa bei Spotify. Diese verschwinden jedoch nach kurzer Zeit, vermutlich bedingt durch Netz- oder Störquellen in der Umgebung.

Im Betrieb bietet der Carlinkit Mini SE Pro ein Nutzererlebnis, das sich kaum von der kabelgebundenen Variante unterscheidet. Navigation per Google Maps oder Apple-Karten, Musikstreaming, Sprachassistenz und Telefonie laufen reibungslos. Einziger kleiner Kritikpunkt: Der Adapter verfügt nur über eine winzige Status-LED. Eine deutlich sichtbare Anzeige für eine bestehende Verbindung wäre wünschenswert.

Preis

Der Aufpreis gegenüber dem reinen Carplay-Modell beträgt nur knapp 5 Euro. Die UVP liegt bei 45 Euro direkt beim Anbieter. Mit dem Code TechStage erhalten unsere Leser einen Rabatt von 20 Prozent, mit dem der Dongle nur knapp 36 Euro kostet. Das ist ein echt guter Preis. Achtung: Nur das Pro-Modell unterstützt neben Carplay auch Android Auto, das gewöhnliche Mini SE bietet lediglich Carplay.

Da der Hersteller seinen Sitz in China hat, greift der in der EU übliche Käuferschutz – etwa bei Umtausch, Rückgabe oder Gewährleistung – in der Regel nicht oder nur eingeschränkt.

Fazit

Der Carlinkit Mini SE Pro überzeugt durch seine einfache Einrichtung, das kompakte Stickformat und die flexible Anschlussmöglichkeit via USB-A und USB-C. Besonders praktisch ist die neue Unterstützung für kabelloses Android Auto, womit der Adapter nun nicht mehr nur für iPhone-Nutzer interessant ist. Er ist auch praktisch, wenn sich zwei Personen ein Fahrzeug teilen, aber jeweils ein iPhone oder Android-Handy bevorzugen.

Für Fahrzeuge mit bereits vorhandenem, aber kabelgebundenem Carplay oder Android Auto ist der Dongle eine sinnvolle Nachrüstlösung, um störende Kabel im Cockpit zu vermeiden. Wer auf eine drahtlose Verbindung nicht verzichten will, findet im Mini SE Pro eine alltagstaugliche und kostengünstige Lösung – mit spürbarem Komfortgewinn und minimalem Installationsaufwand.

Carlinkit 5.0 im Test: Adapter für Apple Carplay und Android Auto und Wireless

Mit dem Carlinkit 5.0 rüsten Fahrzeughalter sowohl Apple Carplay als auch Android Auto Wireless als nach. Wie gut der Adapter ist, zeigt der Test.

VORTEILE

  • beherrscht Android Auto und Apple Carplay
  • einfache Einrichtung
  • günstiger Preis

NACHTEILE

  • Wechsel zwischen zwei Smartphones umständlich
  • sehr knappe Anleitung
  • Adapter schaltet sich bei manchen Fahrzeugen nicht aus, wenn man in der Nähe ist.

Mit dem Carlinkit 5.0 rüsten Fahrzeughalter sowohl Apple Carplay als auch Android Auto Wireless als nach. Wie gut der Adapter ist, zeigt der Test.

Android Auto Wireless ermöglicht es, das Smartphone kabellos mit dem Infotainment-System des Autos zu verbinden. So können Nutzer Funktionen wie Navigation, Musik-Streaming und Anrufe ohne lästige Kabel im Auto nutzen. Das macht das Fahrerlebnis komfortabler, da man das Smartphone nicht ständig an- und abstecken muss. Für Fahrzeuge, die diese Funktion nicht von Haus aus unterstützen, gibt es praktische Adapter, die die drahtlose Verbindung nachrüsten.

Was tun, wenn das Infotainment-System des Fahrzeugs die kabellose Verbindung nicht beherrscht? Dann ist ein Adapter zum Nachrüsten eine gute Option. Ein günstiges Modell, das die Plattformen Apple Carplay oder Android Auto Wireless unterstützt, ist Carlinkit 5.0. Wir haben den Adapter für nur 44 Euro (Code: TechStage) getestet und zeigen in diesem Artikel, wie er in der Praxis funktioniert.

Design

Der Carlinkit 5.0 präsentiert sich in einem schlichten, aber funktionalen Design. Das quaderförmige Gerät mit abgerundeten Ecken misst 43 × 76 × 13 Millimeter und kommt in dezentem Schwarz daher. Dieses unauffällige Design passt gut zu den meisten Fahrzeuginterieurs und integriert sich nahtlos ins Gesamtbild des Autos.

Neben seiner schlichten Ästhetik punktet der Adapter auch mit praktischen Anschlüssen für USB-C und USB-A, was ihn vielseitig einsetzbar macht. Kabel für USB-C auf USB-A sowie USB-C auf USB-C liegen bei. Der Schriftzug auf dem Gehäuse leuchtet bunt, wenn das Gerät in Betrieb und gekoppelt ist.

Einrichtung

Die Einrichtung des Carlinkit 5.0 könnte kaum einfacher sein. Nach dem Einstecken des Adapters ins Infotainment-System wird das Smartphone per Bluetooth mit dem Gerät verbunden, indem man sich mit AutoKit_B2F koppelt. Im Test verlief die Einrichtung reibungslos, ohne jegliche Verbindungsprobleme oder Ausfälle. Der Adapter überzeugt mit einer stabilen und zuverlässigen Verbindung, die sofort einsatzbereit ist. Getestet haben wir das mit einem Opel Astra, Hyundai i20, einem Samsung Galaxy S23, Honor Magic V2 sowie einem iPhone 12.

Wer den Adapter mit zwei verschiedenen Smartphones nutzt, muss jedes Mal eines der Geräte entkoppeln, damit das andere sich wieder koppeln kann.

Hinweis: Ein Leser berichtete uns von einem Problem mit einem Renault Zoe: Wenn das Fahrzeug geparkt, abgeschlossen und geladen wird, bleiben die USB-Ports aktiv. Da das Auto neben seinem Haus steht, verbindet sich sein Smartphone ständig mit dem WLAN des Adapters, anstatt mit dem heimischen Netzwerk. Selbst wenn er die Verbindung manuell trennt, stellt das Handy sie immer wieder her. Die einzige Lösung besteht darin, den Adapter auszustecken. Mit dem Motorola MA1 bestand dieses Problem nicht.

Tatsächlich empfehlen wir, den Adapter herauszunehmen, wenn das Fahrzeug vor einem Café steht, in dem man sich aufhält. Nicht alle Fahrzeuge trennen den USB-Anschluss automatisch vom Stromkreislauf. Im schlimmsten Fall kann das dazu führen, dass sich die Autobatterie entlädt.

Preis

Mit einem Preis von regulär 55 Euro liegt der Carlinkit 5.0 im mittleren Preissegment. Dank des Rabattcodes TechStage reduziert sich der Preis auf 45 Euro, was den Adapter zu einer preislich attraktiven Option macht. Angesichts der gebotenen Leistung und Vielseitigkeit ist das Preis-Leistungs-Verhältnis hervorragend, besonders im Vergleich zu anderen Adaptern auf dem Markt.

Fazit

Der Carlinkit 5.0 ist ein vielseitiger und zuverlässiger Adapter für Android Auto und Apple CarPlay Wireless. Er punktet mit einfacher Einrichtung, stabiler Verbindung und einem fairen Preis. Seine Kompatibilität mit verschiedenen Smartphones und die Möglichkeit, sowohl USB-C als auch USB-A zu nutzen, machen ihn zur idealen Lösung für Nutzer, die ihr Infotainment-System unkompliziert und kostengünstig aufrüsten möchten.

Motorola MA1 im Test: Adapter für Android Auto Wireless

Der Motorola MA1 ermöglicht Android Auto Wireless einfach und zuverlässig. Kompakter Dongle, unkomplizierte Einrichtung, aber mit Einschränkungen bei älteren Systemen.

VORTEILE

  • preiswert
  • einfache Einrichtung

NACHTEILE

  • nur USB-A-Anschluss
  • nicht kompatibel zu Apple Carplay

Der Motorola MA1 ermöglicht Android Auto Wireless einfach und zuverlässig. Kompakter Dongle, unkomplizierte Einrichtung, aber mit Einschränkungen bei älteren Systemen.

Android Auto Wireless ermöglicht, das Smartphone kabellos mit dem Infotainment-System des Autos zu verbinden. Das erleichtert die Nutzung von Navigation, Musik-Streaming und anderen Smartphone-Funktionen, ohne dass lästige Kabel erforderlich sind. Für Fahrzeuge, die diese Funktion nicht ab Werk unterstützen, gibt es Adapter wie den Motorola MA1, der das Smartphone drahtlos ins Auto bringt. Wir haben den Adapter ausführlich getestet und erklären, ob sich die Investition für Android-Nutzer lohnt.

Design

Der Motorola MA1 Wireless Android Car Adapter ist ein kompakter, abgerundeter Dongle mit einem USB-A-Stecker, der optisch an einen Google Chromecast erinnert. Durch sein minimalistisches Design passt er unauffällig in jedes Fahrzeug. Der Adapter kommt ohne viel Zubehör aus, da er einfach an den USB-Port des Fahrzeugs angeschlossen wird, um sofort einsatzbereit zu sein. Einziger Nachteil: Es steht lediglich ein USB-A-Anschluss parat. Wer ein Fahrzeug nur mit USB-C nutzt, benötigt dann einen Adapter.

Einrichtung

Die Einrichtung des Motorola MA1 gestaltet sich unkompliziert. Zunächst muss das Android-Smartphone per Kabel mit dem Auto verbunden und eingerichtet werden. Ist dies erledigt, übernimmt der Adapter die Verbindung per Bluetooth automatisch. Das Auto erkennt den Adapter wie ein verbundenes Smartphone, was im Test zuverlässig funktionierte.

Allerdings zeigte sich, dass ältere Infotainment-Systeme, wie im Fall eines Opel Insignia, Probleme mit der Verbindung zu bestimmten Smartphones wie dem Xiaomi Mi 11 Ultra haben. Mit einem Motorola-Smartphone und dem aktuellen Xiaomi 12 Pro funktionierte die Verbindung jedoch problemlos. Der Fehler lag hier aber eher am Infotainment und nicht am Adapter.

Preis

Der Motorola MA1 ist aktuell für rund 56 Euro erhältlich, während der reguläre Preis zwischen 80 und 90 Euro liegt.

Fazit

Der Motorola MA1 Wireless Android Car Adapter ist eine praktische und unkomplizierte Möglichkeit, Android Auto kabellos im Auto zu nutzen. Er überzeugt durch sein kompaktes Design, einfache Einrichtung und zuverlässige Verbindung, vorausgesetzt das Infotainment-System des Autos kompatibel ist. Insgesamt bietet der Adapter ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist besonders für Nutzer mit kompatiblen Fahrzeugen eine lohnende Investition.

AA Wireless Two im Test: Adapter für kabelloses Android Auto

Der AA Wireless Two rüstet kabelloses Android Auto preiswert im Fahrzeug nach. Wie gut der Adapter ist, zeigt dieser Test.

VORTEILE

  • günstig
  • kompaktes & schickes Design
  • Button zum Wechseln zwischen zwei Smartphones

NACHTEILE

  • kein Kabel für USB-C auf USB-C
  • unterstützt nur Android Auto
  • Verbindung steht erst nach rund 30 Sekunden

Der AA Wireless Two rüstet kabelloses Android Auto preiswert im Fahrzeug nach. Wie gut der Adapter ist, zeigt dieser Test.

Die zweite Generation des Adapters von AA Wireless ermöglicht es, Smartphones kabellos via Android Auto mit dem Auto zu verbinden. Wer noch ein Infotainment-System ohne Wireless-Anbindung nutzt, kann mit dem AA Wireless Two dieses Feature günstig nachrüsten. Für Fahrzeuge mit bereits integriertem kabellosem Android Auto ist der Adapter nicht gedacht.

Das Design ist komplett überarbeitet. Neu ist der Button, um die Bluetooth-Kopplung mit dem Smartphone zu trennen. Das erlaubt den raschen Wechsel zwischen zwei Smartphones. Wie gut sich der neue Adapter in der Praxis schlägt, zeigen wir in diesem Test.

Achtung: Das Gerät rüstet Android Auto nicht nach, das Infotainment-System des Fahrzeugs muss diese Schnittstelle bereits unterstützen.

Design & Lieferumfang

War der Vorgänger AA Wireless (Testbericht) noch quadratisch mit abgerundeten Ecken gestaltet, ist das Two-Modell jetzt von oben betrachtet rechteckig. Die Ränder sind stark abgerundet, sodass der Adapter einem elliptischen Zylinder entspricht. Das Design des Gehäuses ist gelungen und ansehnlich.

Auffälligstes Merkmal ist der kreisförmige Button, der von einer LED-Leuchte umrundet wird. Damit trennt man die Bluetooth-Verbindung mit dem bestehenden Mobilgerät, um zu einem anderen Smartphone wechseln zu können. Der Adapter ist etwa so groß wie ein Feuerzeug und lässt sich so unauffällig im Cockpit verstauen. Als Anschluss dient USB-C, ein Kabel für USB-A auf USB-C ist im Lieferumfang enthalten. Alternativ kann man auch ein USB-C auf USB-C-Kabel nutzen, das muss man aber separat erwerben.

Einrichtung & Funktionen

Die Einrichtung ist denkbar einfach: Man stöpselt das Gerät im Fahrzeug ein und verbindet anschließend das Smartphone per Bluetooth mit dem AA Wireless. Wir empfehlen vorab, Android Auto mit einer Kabelverbindung mit dem Smartphone komplett einzurichten. Anschließend übernimmt der Adapter als Platzhalter die Rolle des Handys, damit eine kabelgebundene Verbindung via Bluetooth möglich ist. Bis die Verbindung steht, vergehen etwa 30 Sekunden. Das dauert zwar länger, als das Smartphone selbst einzustöpseln – ist auf Dauer aber komfortabler. Carplay beherrscht der AA Wireless Two nicht. Das ist schade, da es Adapter in der Preisklasse gibt, die beide Plattformen unterstützen.

Per Taste ist es möglich, die Verbindung zum bestehenden Mobilgerät zu trennen, damit sich der Adapter mit einem anderen Smartphone verbinden kann. Zum Aktivieren des Pairing-Modus hält man die Taste standardmäßig 2 Sekunden lang gedrückt. Um zum nächsten gekoppelten Gerät zu wechseln, genügt ein einfacher Tastendruck. Der Stand-by-Modus zur Trennung des Adapters erfolgt standardmäßig, wenn kein weiteres Gerät gekoppelt ist. Für einen Werksreset muss man die Taste 10 Sekunden lang gedrückt halten.

Zur Nutzung ist die Companion App nicht nötig, optional können Anwender diese aber über den Google Play Store beziehen. Die App erleichtert die Einrichtung der Verbindung zwischen Handy und Adapter. In der App stehen den Nutzern zudem weitere Optionen zur Verfügung. Hier kann man etwa die Taste mit alternativen Funktionen belegen (Drücken, doppeltes Drücken, langes Drücken) und Firmware-Updates installieren. Der Hersteller verspricht zudem regelmäßige OTA-Updates.

Getestet haben wir den Adapter mit einem Opel Astra K sowie einem Honor Magic V2 und einem Samsung Galaxy S23. Probleme hatten wir bislang keine bei der Einrichtung. Wir werden den Adapter weiter nutzen und diesen Testbericht bei Bedarf aktualisieren.

Preis

Den AA Wireless Two gibt es derzeit nur direkt beim Hersteller zu kaufen. Er kostet aktuell 50 Euro.

Fazit

Der AA Wireless Two ist ein kompakter Adapter, um nachträglich eine kabellose Verbindung zwischen Smartphone und dem Infotainment-System eines Fahrzeugs zu ermöglichen. Das Gerät unterstützt ausschließlich Android Auto und stellt die Verbindung in rund 30 Sekunden her. Praktisch ist die Taste, mit der Nutzer zwischen mehreren Smartphones hin und her wechseln können. Der Preis ist zudem fair. Das im Lieferumfang enthaltene Kabel eignet sich nur für USB-C auf USB-A. Wer einen USB-C-Port im Auto hat, benötigt ein weiteres Kabel, welches nicht zum Lieferumfang gehört.

Anmerkung: Der Testbericht stammt vom 16.12.2024. Letztes Preis-Update erfolgte am 02.02.2026.

Technaxx TX-346 Adapter im Test: Android Auto und Carplay drahtlos nutzen

Der Technaxx TX-346 rüstet als USB-Dongle drahtloses Android Auto und Apple Carplay im Auto nach.

VORTEILE

  • einfache Installation
  • weitgehend zuverlässige Verbindung
  • gute Reichweite
  • LED-Statusanzeige

NACHTEILE

  • spürbare Latenz
  • gelegentliche Verbindungsabbrüche
  • keine Multi-User-Funktion

Der Technaxx TX-346 rüstet als USB-Dongle drahtloses Android Auto und Apple Carplay im Auto nach.

Wer Apple Carplay oder Android Auto ohne störenden Kabelsalat nutzen möchte, benötigt entweder ein kompatibles Autoradio oder einen kompakten Dongle zum Nachrüsten. Der Technaxx TX-346 USB-Dongle für Carplay und Android Auto verspricht genau das: Der preiswerte Adapter soll bestehende Infotainment-Systeme auch kabellos per Handy nutzbar machen. Ob das im Alltag zuverlässig funktioniert, klärt der Test.

Der Technaxx TX-346 rüstet Wireless Carplay und Android Auto dort nach, wo Carplay grundsätzlich bereits unterstützt wird. Als Platzhalter für das Smartphone am USB-Anschluss rüstet er aber eine drahtlose Verbindung auf – zunächst per Bluetooth, dann baut er ein lokales WLAN auf.

Design & Lieferumfang

Der Technaxx TX-346 sieht aus wie ein USB-Stick – und genau das ist er auch: In dem kleinen, nur 40 g leichten Modul steckt auf einer Seite ein USB-A-Stecker, der direkt in den USB-Port des Autos passt. Alternativ lässt sich der TX-346 über USB-C betreiben – ein passender Adapter von USB-A auf USB-C liegt bei.

Ebenfalls im Lieferumfang enthalten ist ein 90-Grad-Winkeladapter für USB-A, der den Einsatz auch bei beengten oder ungünstig platzierten Anschlüssen erleichtert. Das erhöht die Kompatibilität mit verschiedenen Fahrzeugmodellen erheblich. Da der sonst übliche Kabelsalat von kabelgebundenem Carplay oder Android Auto entfällt, wirkt der Innenraum deutlich aufgeräumter.

Folgendes gehört zum Lieferumfang:

  • USB-Dongle TX-346
  • 90-Grad-USB-Adapter
  • USB-C-Adapter
  • Gebrauchsanleitung

Einrichtung & Funktionen

Nach dem Einstecken wird der Technaxx TX-346 per Bluetooth mit Android-Smartphone oder iPhone gekoppelt. Nach dieser Ersteinrichtung wechselt die Datenübertragung automatisch auf eine schnelle WLAN-Verbindung. Bluetooth wird für die eigentliche Nutzung von Carplay oder Android Auto nicht mehr benötigt. Gegenüber dem Autoradio tritt der Adapter wie ein klassisch kabelgebundener Carplay-Sender auf.

Technaxx TX-346

Was technisch aufwendig klingt, ist schnell erledigt: Smartphone per Bluetooth verbinden, die Carplay- oder Android-Auto-Abfrage bestätigen und optional den Zugriff auf Kontakte erlauben. Kurz darauf zeigt sich Carplay oder Android Auto auf dem Display im Auto. Eine LED am Gehäuse zeigt den Verbindungsstatus an und erleichtert die Fehlersuche; zudem signalisiert sie Updates.

Die Ersteinrichtung dauerte im Test rund 25 Sekunden. Danach stellt der TX-346 die Verbindung zu einem iPhone in etwa 8 bis 10 Sekunden her, bei Android-Smartphones in rund 15 Sekunden. Das liegt im Mittelfeld, fällt im Alltag aber kaum ins Gewicht. Positiv ist die insgesamt hohe Zuverlässigkeit, auch wenn es in zwei Fällen zu unerklärlichen Verbindungsabbrüchen kam – sowohl mit einem iPhone 14 Pro als auch mit einem Samsung Galaxy S23.

Durch die Funkübertragung entsteht eine leichte Latenz zwischen Touch-Eingabe und Reaktion. Bei Musik- oder Podcast-Apps ist das kaum relevant, beim Zoomen oder Verschieben der Kartenansicht in Google Maps oder Apple Karten jedoch spürbar. Die Verzögerung liegt bei etwa einer halben Sekunde.

Die vom Hersteller angegebene Reichweite von bis zu zehn Metern bestätigte sich im Test: Selbst bei drei bis vier Metern Abstand blieb die Verbindung stabil. Nach kurzer Eingewöhnung erweist sich der TX-346 als alltagstauglich. Die automatische Verbindung beim Fahrzeugstart klappte in rund 95 Prozent der Fälle, gelegentlich war ein manueller Neuaufbau nötig. Bei längeren Fahrten wird der Adapter deutlich warm, bleibt aber berührbar.

Ein klarer Nachteil ist der Nutzerwechsel: Das aktuell verbundene Smartphone muss manuell getrennt werden, bevor ein anderes Gerät gekoppelt werden kann. Eine komfortable Verwaltung mehrerer Benutzerprofile bietet der Technaxx TX-346 nicht.

Technaxx TX-346

Preis

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 60 Euro ist der Adapter zwar nicht der günstigste, bietet dafür aber eine ordentliche Leistung und größtenteils stabile, unproblematische Verbindungen. Die Straßenpreise liegen aber bereits bei knapp 40 Euro. Bei Amazon kostet er aktuell nur 39 Euro.

Fazit

Der Technaxx TX-346 ist ein ordentlicher Wireless-Adapter für CarPlay und Android Auto, der sein Versprechen einer einfachen Installation und weitgehend unkomplizierten Nutzung größtenteils einlöst. Die Einrichtung ist schnell und einfach. Dank des Adapters lässt sich das Gerät sowohl an USB-A als auch an USB-C-Anschlüssen nutzen. Bis auf eine leichte Latenz und seltene Abbrüche lief er zuverlässig.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Ottocast P3 Carplay AI Box

Robofun 2 in 1 Carplay Wireless und Android Auto Adapter

Carlinkit Tbox Plus

Ottocast A2Air Pro

Carlinkit Tbox UHD

Creasono Wireless Adapter für Apple Carplay und Android Auto

Atoto Carwave CB6B Wireless Car Smart Box

Lamtto RC23 3-in-1 Magic Video Carplay Box

AA Wireless 2023

Mini Carplay & Android Auto Box Dongle

Carpuride H02

Ottocast Play2Video Ultra

Ottocast Nano Ai

Ottocast Play2Video Pro

Ottocast Car TV Mate Pro

Ottocast A2Air

Xuda Drahtloser CarPlay Android Auto Wireless Adapter

Weitere Informationen zu smartem Autozubehör finden sich in diesen Artikeln:



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Künstliche Intelligenz

Bundesbank: Erstmals mehr als die Hälfte aller Bezahlvorgänge bargeldlos


Im vergangenen Jahr wurde in Deutschland erstmals mehr als die Hälfte aller Einkäufe bargeldlos getätigt, nur bei 45 Prozent aller Bezahlvorgänge wurde Bargeld genutzt. Das hat die Deutsche Bundesbank ermittelt, die die Zahlen auch aufschlüsselt. Dabei kann Bargeld weiter unangefochten den ersten Platz halten. 26 Prozent aller Zahlungen wurden mit Debitkarten getätigt, mobile Alternativen – etwa mit dem Smartphone – wurden demnach in 10 Prozent aller Bezahlvorgänge registriert. Internetbezahlverfahren verdoppelten ihren Anteil gegenüber 2023 auf 6 Prozent. Weiter heißt es in der Bilanz, dass eine vollständige Wahlfreiheit bei Zahlungsmöglichkeiten nicht gegeben sei: In einer Befragung wurde die fehlende Akzeptanz von Bargeld ebenso kritisiert wie solche von bargeldlosen Zahlungsmitteln.

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Dass der Anteil von Zahlungen mit Bargeld unter die Marke von 50 Prozent fällt, war abzusehen. Vor zwei Jahren hatte die Bundesbank einen Anteil von gerade noch 51 Prozent ermittelt. Gemessen an der Summe der bezahlten Beträge hat die Debitkarte einmal mehr die Nase vorn, 28 Prozent sind aber 4 Prozentpunkte weniger als 2023. Bargeld und Überweisungen sind demnach jeweils auf 23 Prozent gekommen. Insgesamt zeige sich einmal mehr, dass die Vielfalt an genutzten Zahlungsmitteln weiter wächst, digitale Geldbörsen, app- und internetbasierte Bezahlverfahren hätten sich neben den klassischen Möglichkeiten etabliert, erklärt Bundesbank-Vorstandsmitglied Burkhard Balz.

In der Stellungnahme weist die Bundesbank aber auch darauf hin, dass „nicht alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen an der Digitalisierung im Zahlungsverkehr teilhaben“. Ältere Personen, solche mit gesundheitlichen Einschränkungen, mit niedrigem Einkommen oder geringer digitaler Erfahrung, würden Bargeld häufiger nutzen. Zu Problemen könnte das etwa im öffentlichen Personennahverkehr und an Selbstbedienungskassen im Einzelhandel führen, wo Bargeld seltener akzeptiert werde. Hinzu komme, dass eine übergroße Mehrheit (80 Prozent) es in der zitierten Befragung für wichtig erklärt habe, dass weiterhin bar bezahlt werden könne. Auch deshalb sei es ein zentrales Anliegen der Bundesbank, „Bargeld als kostengünstiges, effizientes und inklusives Zahlungsmittel zu erhalten“.


(mho)



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Künstliche Intelligenz

Top 10: Der beste ergonomische Bürostuhl im Test – Herman Miller vor Flexispot


Wir haben etwa 35 ergonomische Bürostühle für Büro und Homeoffice getestet und zeigen hier die 10 besten Modelle inklusive Kaufberatung.

Wer im Sitzen arbeitet, sollte auf einen ergonomischen Arbeitsplatz achten. Andernfalls drohen chronische Rückenschmerzen, Nackenverspannungen und eine geringere Produktivität. Der richtige Bürostuhl ist hier einer der wichtigsten Faktoren – schließlich verbringen viele Menschen mehrere Stunden pro Tag am Schreibtisch.

In dieser Bestenliste zeigen wir, worauf man beim Kauf eines ergonomischen Bürostuhls achten sollte. Außerdem zeigen wir aus etwa 35 Tests den besten ergonomischen Bürostuhl für den Arbeitsalltag.

Welcher ist der beste Bürostuhl?

Der Herman Miller Aeron ab 1119 Euro ist unser Testsieger. Er überzeugt mit sinnvollen ergonomischen Funktionen, hochwertiger Verarbeitung und einem hervorragenden Sitzgefühl.

Der Libernovo Omni ab 1134 Euro ist unser Innovationssieger. Er kombiniert ein dynamisches Stützsystem mit 60 Gelenken, eine motorisierte Dehnfunktion und ein sesselweiches Sitzgefühl.

Wer sparen will, greift zu unserem Preis-Leistungs-Sieger Protoarc EC200 ab 170 Euro. Er bietet eine Ausstattungsvielfalt, die sonst eher in höheren Preisklassen zu Hause ist. Allerdings ist er immer wieder mal ausverkauft, wir empfehlen das Setzen eines Preisalarms bei Geizhals.de. Alternativ bietet sich der vergleichbar gute Yaasa Chair Plus für 193 Euro (heise30) an.

KURZÜBERSICHT

Für aktuell 1119 Euro ist der ergonomische Bürostuhl Herman Miller Aeron definitiv teuer, bietet aber eine verdammt gute Verarbeitung und sinnvolle ergonomische Funktionen. Es sitzt sich auf ihm zudem über viele Stunden hinweg einfach unglaublich bequem.

VORTEILE

  • umfangreiche ergonomische Einstellungsmöglichkeiten
  • keine Montage nötig
  • belastbar bis 159 kg in Größe B und C
  • 12-Jahres-Garantie

NACHTEILE

  • sehr teuer
  • keine Kopfstütze

Der Libernovo Omni ist ein Premium-Bürostuhl mit dynamischem Stützsystem, motorisierter Dehnfunktion und sesselweichem Sitzgefühl. Verarbeitung und Komfort überzeugen, die Massage entspannt. Schwächen sind die wandernden Armlehnen, die hörbaren Motoren und der hohe Preis ab 1134 Euro. Wer aktiv sitzen will und das Budget hat, sollte ihn dank 30 Tagen Rückgaberecht testen.

VORTEILE

  • dynamisches Stützsystem
  • motorisierte Massagefunktion
  • hochwertige Verarbeitung
  • weicher Stoffbezug

NACHTEILE

  • Armlehnen verstellen sich zu leicht
  • motorisierte Funktionen hörbar
  • Sitz im Sommer warm
  • hoher Preis

Der Flexispot C7 Morpher überzeugt mit aufblasbarer Lordosenstütze, dynamischer Rückenlehne und hochwertiger Aluminium-Verarbeitung. Die Montage gelingt in 15 Minuten, die Einstellmöglichkeiten sind enorm. Kleine Schwächen bei den sich selbst verstellenden Armlehnen und die Lernkurve bei der Bedienung trüben den sonst sehr guten Eindruck nur leicht. Der Flexispot C7 Morpher kostet 530 Euro ohne Fußablage und 560 Euro mit Fußablage (HEISEC7M, 30-Euro-Rabatt gültig bis 01.06.26). Flexispot bietet nun auch eine Version mit Schaumstoff statt Netzgewebe an. Diese fängt bei 500 Euro an.

VORTEILE

  • hochwertige Verarbeitung
  • aufblasbare Lordosenstütze
  • schnelle Montage
  • optionale Fußablage
  • hohe Belastbarkeit bis 163 Kilogramm

NACHTEILE

  • Armlehnen verstellen unbeabsichtigt
  • Einstellungen teils schwer erreichbar
  • wuchtig
  • für Personen ab 190 cm zu tief

Ratgeber

Warum ein ergonomischer Bürostuhl im Homeoffice unverzichtbar ist

Ergonomische Bürostühle sind so konzipiert, dass sie sich an die natürliche S-Form der Wirbelsäule anpassen und somit eine gesunde Körperhaltung unterstützen und eine gesunde Sitzhaltung fördern. Gerade im Homeoffice, wo die Sitzdauer gerne mal länger ausfällt als im klassischen Büro, ist die Wahl des richtigen Modells entscheidend.

Ein guter ergonomischer Stuhl fördert dynamisches Sitzen und unterstützt Bewegungen, um Verspannungen vorzubeugen. Die Verwendung eines ergonomischen Bürostuhls kann zudem die Produktivität steigern, da ein bequemer Sitzkomfort die Konzentration fördert und Ablenkungen durch Schmerzen reduziert. Wer mehrere Stunden am Stück konzentriert arbeiten muss, profitiert spürbar von einem hochwertigen Schreibtischstuhl.

Bürostuhl, Chefsessel oder Gaming-Stuhl?

Ergonomische Bürostühle sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, darunter Drehstühle, Chefsessel und Bürohocker, die jeweils unterschiedliche Funktionen und Komfortlevel bieten. Häufig hört man auch den Begriff Drehstuhl. Im Grunde beschreibt der Drehstuhl jeden drehbaren Stuhl, also auch klassische Schreibtischstühle. Hier ein paar der wichtigsten Unterschiede:

Gaming-Stühle sind häufig farbenfroh und erinnern optisch an Rennsitze. Bürostühle hingegen konzentrieren sich auf Ergonomie und Komfort. Sie bieten in der Regel eine breite Palette an Verstellmöglichkeiten, einschließlich Sitztiefe, Neigungswinkel, Armlehnenhöhe und -breite sowie Lendenstütze. Gaming-Stühle etwa von Backforce bieten als Verstellmöglichkeit neben der Höhe häufig lediglich eine Neigungsfunktion.

Ein Chefsessel setzt dagegen meist auf repräsentatives Design und üppige Polsterung, während die Funktionalität für den langen Arbeitsalltag oft auf der Strecke bleibt. Ein klassischer Drehstuhl mit ergonomischen Funktionen ist für die meisten Nutzer die bessere Wahl.

Für diese Bestenliste fokussieren wir uns auf ergonomische Bürostühle und lassen die ergonomisch weniger guten Chefsessel und Gaming-Stühle außen vor.

Wer nur nach der Optik geht, findet Gaming-Stühle bereits ab 50 Euro.

Worauf sollte man beim Kauf eines ergonomischen Bürostuhls achten?

Beim Kauf eines ergonomischen Bürostuhls sollte man auf individuelle Einstellbarkeit, Bewegungsfreiheit und Stabilität achten. Umfassende Einstellmöglichkeiten sind die Grundvoraussetzung, damit sich das Modell an die Körpergröße und die Bedürfnisse des Nutzers anpassen lässt. Wir gehen die wichtigsten Funktionen Schritt für Schritt durch.

Rückenlehne und Materialien

Bei Rückenlehnen wird zwischen Polsterrücken und Netzstoffrücken unterschieden. Wer schnell schwitzt, sollte einen atmungsaktiven Netzstoffrücken (Mesh) wählen. Polsterrücken bieten dagegen in vielen Fällen den höheren Komfort. Sie bestehen aus Stoff, Kunstleder oder Leder.

Atmungsaktive Stoffe wie Mesh-Gewebe verhindern übermäßiges Schwitzen, und eine hochwertige Polsterung vermeidet Druckstellen bei langen Arbeitstagen. Atmungsaktive Bezüge wie Netzrückenlehnen verhindern zudem Hitzestau im Sommer. Die Polsterung sollte formstabil sein, um ein Durchsitzen zu vermeiden. Solche Materialien sind ein wichtiger Faktor für den Sitzkomfort.

Die Rückenlehne eines ergonomischen Stuhls sollte im unteren Rücken festen Gegendruck bieten, sich aber bei Bewegung leicht mitbewegen. Eine gute ergonomische Rückenlehne sollte sich anpassen lassen und die Bewegungen des Körpers unterstützen, um eine dynamische Sitzhaltung zu fördern.

Sitzfläche und Sitzhöhe

Beim Kauf spielt auch das Material der Sitzfläche eine Rolle. Dabei entscheidet die Polsterstärke über die Weichheit der Sitzfläche. Eine Tiefenfederung sorgt dafür, dass der Bürostuhl beim Hineinsetzen nicht unnötig den Rücken staucht.

Elementar ist eine Höhenverstellbarkeit des Bürostuhls. Die Sitzhöhe eines ergonomischen Bürostuhls muss flexibel verstellbar sein, damit die Beine und Füße entspannt im 90°-Winkel stehen können. Wenn die Füße gerade auf dem Boden aufstehen, sollten sich Füße, Knie und Hüftgelenk im rechten oder noch offeneren Winkel befinden. Die Sitzfläche sollte ebenfalls gerade sein oder etwas nach vorn abfallen.

Die Sitztiefe sollte so eingestellt werden, dass zwischen der Sitzkante und der Kniekehle etwa zwei bis drei Finger Platz sind, um die Blutzirkulation nicht zu behindern. Zwischen Knie und Sitzfläche darf entsprechend etwa eine Handbreit Platz sein. Ist dies nicht der Fall, könnte bei längerem Sitzen die Blutzufuhr der Beine beeinträchtigt werden und damit das Thromboserisiko steigen.

Lordosenstütze für den unteren Rücken

Idealerweise verfügt die Lehne des Bürostuhls über eine anpassbare Lordosenstütze, auch Lendenwirbelstütze genannt. Sie unterstützt die natürliche S-Form der Wirbelsäule und beugt Rückenschmerzen vor. Die Lordosenstütze im unteren Bereich der Rückenlehne sollte idealerweise in Höhe und Tiefe verstellbar sein, um die Lendenkrümmung zu stützen. Die Rückenlehne sollte nicht nur in ihrem Neigungswinkel, sondern im besten Fall auch in der Höhe und Tiefe anpassbar sein. So liegt der Rücken durchgängig an und wird optimal unterstützt.

Kopfstütze gegen Nackenverspannungen

Ist eine Kopfstütze oder Nackenstütze vorhanden, sollten Käufer darauf achten, dass diese in Höhe und Neigungswinkel verstellbar ist. Nur so kann sichergestellt werden, dass sie die Nackenmuskulatur entlastet und nicht zu einer Fehlhaltung des Kopfes führt. In den meisten Fällen kann man die Kopfstütze abmontieren. Eine gut eingestellte Kopfstütze beugt Nackenverspannungen wirksam vor – vor allem bei langen Arbeitstagen am Bildschirm. Häufig haben wir festgestellt, dass sich die Kopfstütze gerade bei sehr günstigen Modellen gerne unbeabsichtigt verstellt. Hier sollten Käufer darauf achten, dass sie fest genug sitzt.

Armlehnen: 3D, 4D, 5D oder 6D?

Von vielen häufig unterschätzt, gehören Armlehnen zu einem ergonomischen Bürostuhl dringend dazu. Denn ohne Armlehnen hängen die Arme beim Arbeiten mit Maus und Tastatur in der Luft oder liegen auf der harten Tischkante auf. Eine Armlehne entlastet auch die Schultern und den Nacken.

Verstellbare Armlehnen sind wichtig, um Schultern und Nacken zu entlasten; sie sollten in Höhe, Breite und Tiefe anpassbar sein. Die Armlehnen sollten so eingestellt werden, dass die Schultern entspannt bleiben und die Unterarme locker aufliegen, idealerweise im 90°-Winkel zu den Oberarmen. Die Höhe sollte der des Schreibtisches entsprechen.

Auf dem Markt unterscheidet man zwischen 3D-Armlehnen, 4D-Armlehnen, 5D-Armlehnen und sogar 6D-Armlehnen. 3D-Armlehnen lassen sich in Höhe, Breite und Tiefe verstellen. 4D-Armlehnen ergänzen eine Drehfunktion, sodass die Auflagefläche zur Tastatur hin geneigt werden kann. 5D-Armlehnen bieten zusätzlich eine federnde oder seitlich kippende Auflage, 6D-Armlehnen teilen die Auflagefläche. Wer mehrere Stunden täglich tippt, profitiert spürbar von 4D-Armlehnen oder mehr. Auch bei Armlehnen sollten Käufer auf ihren festen Halt achten. In einigen Fällen verstellen sie sich sonst häufig unbeabsichtigt.

Die 6D-Armlehne des Sihoo Doro C300 Pro V2.

Wipp-, Synchron- und 3D-Mechanik

Eine Wippmechanik haben so gut wie alle Bürostühle. Verlagert der Nutzer sein Körpergewicht, kippt die Lehne zusammen mit der Sitzfläche und den Armlehnen nach hinten. Die Wippmechanik sollte dabei an das Körpergewicht anpassbar sein. Allerdings sollte man bei längerem Arbeiten im Stuhl auf die Wippmechanik verzichten.

Besser als die Wippmechanik ist die Synchronmechanik. Sie ermöglicht, dass sich die Rückenlehne und die Sitzfläche beim Zurücklehnen synchron bewegen, was die Sitzdynamik fördert. Hier passt sich die Rückenlehne der Bewegung an und hält so den Kontakt zum Rücken. Im Gegensatz zur Wippmechanik bleibt der Winkel zwischen Sitzfläche und Rückenlehne nicht gleich, sondern vergrößert sich. So öffnet sich der Körper beim Zurücklehnen. Das korrigiert Fehlhaltungen und entlastet den Rücken.

Der König der Bürostuhlmechaniken ist die 3D-Mechanik. Sie erweitert die Synchronmechanik um Bewegungen nach links/rechts sowie vorn/hinten. Diese zusätzlichen Mikrobewegungen stärken die Muskulatur, mobilisieren die Wirbelsäule und aktivieren den Blutkreislauf. Wer viel Zeit auf dem Bürostuhl verbringt, sollte auf eine 3D-Mechanik achten. Entsprechende Stühle sind jedoch teuer.

Der Interstuhl Pure Active fördert Mikrobewegungen beim Sitzen.

Stabilität, Rollen und Prüfsiegel

Ein stabiles Fünf-Fuß-Gestell garantiert Kippsicherheit und sollte aus Aluminium oder verstärktem Kunststoff bestehen. Die Rollen eines Bürostuhls sollten passend zum Bodenbelag ausgewählt werden, um die Beweglichkeit zu erhalten und den Boden zu schonen – harte Rollen für Teppich, weiche Rollen für Parkett oder Laminat.

Prüfsiegel wie GS oder DIN EN 1335 können helfen, die Qualität eines ergonomischen Stuhls zu bewerten. Die Händler des ergonomischen Stuhls sollten zudem eine Probezeit ermöglichen, um das subjektive Sitzgefühl verlässlich zu beurteilen. Viele Hersteller bieten heute eine 30-tägige Rückgabefrist an.

Stabiles Fünf-Fuß-Gestell mit Fußauflage des ergonomischen Bürostuhls Flexispot C7 Morpher.

Wie stelle ich meinen ergonomischen Bürostuhl richtig ein?

Die beste Ergonomie nützt nichts, wenn der Stuhl falsch eingestellt ist. Drei Schritte führen zur idealen Sitzposition:

1. Sitzhöhe einstellen: Die Sitzhöhe sollte so eingestellt werden, dass die Füße flach auf dem Boden stehen und die Oberschenkel einen rechten Winkel zu den Unterschenkeln bilden.

2. Sitztiefe anpassen: Zwischen Sitzkante und Kniekehle gehören zwei bis drei Finger Platz. So wird die Blutzirkulation nicht behindert.

3. Rückenlehne und Armlehnen justieren: Die Rückenlehne sollte die natürliche S-Form der Wirbelsäule unterstützen und der Rücken durchgängig anliegen. Die Armlehnen werden so eingestellt, dass die Schultern entspannt sind und die Unterarme im 90°-Winkel locker aufliegen.

Eine korrekte Sitzhaltung beugt Rückenbeschwerden vor und verbessert die Konzentration im Arbeitsalltag spürbar.

Wofür ist der Drehknopf unter dem Bürostuhl?

In den meisten Fällen passt der Drehknopf unter dem Bürostuhl den Widerstand der Rückenlehne an das Körpergewicht des Nutzers an. Als Faustregel gilt: Je schwerer der Nutzer, desto straffer sollte man den Widerstand einstellen. Bei manchen Modellen lässt sich darüber auch die Sitzhöhe justieren oder die Synchronmechanik aktivieren.

Der Drehknopf bestimmt den Widerstand der Rückenlehne des Sharkoon Officepal C10.

Wann zahlt die Krankenkasse den Bürostuhl?

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten für einen ergonomischen Bürostuhl nur, wenn eine schwere, ärztlich nachgewiesene Erkrankung vorliegt – zum Beispiel Morbus Bechterew, starke Skoliose, eine Wirbelsäulenversteifung oder Bandscheibenvorfälle mit neurologischen Ausfällen wie Lähmungen oder Sensibilitätsstörungen. Normale Rückenschmerzen oder „Verspannungen“ reichen fast nie aus.

Seit 2020 haben die Kassen die Kriterien zudem verschärft. Der Stuhl muss als Hilfsmittel anerkannt werden und vorwiegend aus dem Hilfsmittelverzeichnis stammen. Der Zuschuss liegt dann je nach Kasse bei maximal etwa 400 Euro bis 600 Euro.

Welcher Bürostuhl bei Bandscheibenvorfall?

Bei einem Bandscheibenvorfall sollte der Bürostuhl besonders gut auf den Körper abgestimmt sein. Wichtig sind eine in Höhe und Tiefe verstellbare Lordosenstütze, eine Synchron- oder 3D-Mechanik für dynamisches Sitzen sowie eine Sitztiefenverstellung. Modelle wie der Herman Miller Aeron, der Steelcase Gesture oder der Interstuhl Pure Active eignen sich besonders gut, weil sie Bewegungen aktiv unterstützen und den unteren Rücken gezielt entlasten. Wer ein günstigeres Modell sucht, findet im Yaasa Chair Plus oder dem Protoarc EC200 eine solide Wahl mit guter Lordosenstütze.

Wie viel kostet ein guter ergonomischer Bürostuhl?

Die Preisspanne für ergonomische Bürostühle ist riesig. Unter 200 Euro gibt es solide Einstiegsmodelle wie den Protoarc EC200 oder den Ikea Markus, die mit guter Lordosenstütze und Kopfstütze überraschen. In dieser Preisklasse sind die Einstellmöglichkeiten allerdings begrenzt.

Zwischen 300 und 600 Euro liegt der Sweetspot für die meisten Nutzer. Hier finden sich Modelle wie der Ergotopia Pureback für 299 Euro, der Ofinto Active für 399 Euro oder der Clouvou Masterseat für 460 Euro. Sie bieten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und decken die meisten Bedürfnisse im Homeoffice ab.

Ab 700 Euro beginnt die Oberklasse. Stühle wie der Steelcase Gesture, der Interstuhl Pure Active oder der Herman Miller Aeron liefern hier Premium-Materialien, langlebige Verarbeitung und höchste Funktionalität. Wer täglich mehrere Stunden sitzt, holt diese Investition über die Jahre wieder rein – sowohl in Sachen Gesundheit als auch in puncto Produktivität.

Die Mechanik des Herman Miller Aeron.

Welcher Bürostuhl bis 150 Euro ist gut?

Unter 150 Euro wird die Auswahl an wirklich ergonomischen Bürostühlen dünn. Der Ikea Markus für 159 Euro liegt knapp über der Grenze und ist für viele Nutzer ein Bestseller mit gutem Sitzkomfort. Wer strikt unter 150 Euro bleiben muss, sollte auf gebrauchte Modelle bekannter Marken aus der Mittelklasse setzen – häufig sind ehemalige Bürostühle aus Firmenauflösungen für unter 150 Euro zu haben und bieten mehr Komfort als neue Billigmodelle. Ein Schreibtischstuhl in dieser Preisklasse sollte mindestens eine verstellbare Sitzhöhe, eine atmungsaktive Rückenlehne und eine Wippmechanik bieten.

Welcher Bürostuhl ist der meistverkaufte?

Auf Amazon zählen der Ergotopia Pureback und der Protoarc EC200 seit Monaten zu den meistverkauften ergonomischen Bürostühlen in Deutschland. Auch der Ikea Markus ist ein Dauerbrenner und gilt als Bestseller im Einstiegssegment. Die Bewertungen beider Modelle fallen überwiegend positiv aus. Im Premium-Segment bleibt der Herman Miller Aeron der Klassiker schlechthin – seit über 25 Jahren weltweit ein Bestseller. Beim Kauf lohnt sich der Blick auf Versand und Lager: Während Amazon meist innerhalb weniger Tage liefert, kann es bei Spezialhändlern für Modelle wie den Steelcase Gesture mehrere Wochen dauern.

Fazit

Einen ergonomischen Bürostuhl sollte man vor dem Kauf ausprobieren und deshalb sicherstellen, dass der Online-Kauf problemlos zurückgeschickt werden kann. Denn der Bürostuhl muss primär eines: perfekt zum eigenen Körper passen. Manchmal müssen Käufer dafür nicht einmal viel Geld ausgeben. So kann es sein, dass auch ein preiswerter Schreibtischstuhl bereits perfekt zur eigenen Physiologie passt.

In den meisten Fällen ist es jedoch sinnvoll, auf möglichst viele Einstellmöglichkeiten zu achten. Das gilt besonders dann, wenn mehrere Personen den Bürostuhl nutzen. Ein ergonomischer Bürostuhl mit 4D-Armlehnen, Synchron- oder 3D-Mechanik und einer guten Lordosenstütze ist die beste Investition in die eigene Gesundheit am Arbeitsplatz. Wer im Homeoffice mehrere Stunden täglich sitzt, sollte beim Kauf eines ergonomischen Bürostuhls nicht am falschen Ende sparen – die Vorteile in puncto Haltung, Konzentration und Wohlbefinden machen sich im Alltag schnell bemerkbar. Sitzen mit Spaß und ohne Schmerzen ist möglich, wenn die Wahl auf das passende Modell fällt.

BESTENLISTE

Bürostuhl Herman Miller Aeron im Test: Die besten 1119 Euro meines Lebens

Der Herman Miller Aeron vereint Komfort, eine fantastische Verarbeitung und sinnvolle Ergonomie, hat allerdings seinen Preis.

VORTEILE

  • umfangreiche ergonomische Einstellungsmöglichkeiten
  • keine Montage nötig
  • belastbar bis 159 kg in Größe B und C
  • 12-Jahres-Garantie

NACHTEILE

  • sehr teuer
  • keine Kopfstütze

Der Herman Miller Aeron vereint Komfort, eine fantastische Verarbeitung und sinnvolle Ergonomie, hat allerdings seinen Preis.

Nachdem sich bei meinem letzten, zugegebenermaßen super billigen, Bürostuhl die Rückenlehne vom Rest des Stuhls verabschiedet hat, musste möglichst schnell ein neuer her. Anstatt wie bisher nach einem günstigen Ersatz zu suchen, habe ich mir diesmal vorgenommen, mehr Geld in die Hand zu nehmen und den idealen Stuhl für mich zu finden. Bei meiner Recherche bin ich auf den Herman Miller Aeron gestoßen und habe nach mehreren Nächten des „Darüber-Schlafens“ und Probesitzen bei einem Bekannten die Investition zum Black Friday gewagt. Nach etwas mehr als drei Monaten im täglichen Einsatz kann ich sagen, dass es neben einem höhenverstellbaren Schreibtisch (Bestenliste) für meinen Körper die beste Investition von 1340 Euro (damaliger Rabatt-Preis) war, die ich seit Langem getätigt habe. Jetzt gibt es den Stuhl sogar noch etwas günstiger. Warum der ergonomische Bürostuhl für mich perfekt ist und wo es vielleicht noch Verbesserungspotenzial gibt, erkläre ich im Test.

Montage

Eine Montage ist nicht nötig, da der Herman Miller Aeron bereits vollständig zusammengebaut geliefert wird. Man kann ihn nach dem Auspacken also direkt benutzen. Eine Anleitung für die Funktionen der einzelnen Bedienelemente liegt dem Stuhl bei.

Verarbeitung

Den Herman Miller Aeron gibt es mit unterschiedlicher Ausstattung. Mein Modell in der Farbgebung „Graphite“ kommt mit Kunststoff-Fußkreuz. Teurere Konfigurationen des Bürostuhls haben Fußkreuze aus Aluminiumguss. Der verwendete Kunststoff beim Graphite-Modell fühlt sich aber keinesfalls billig an, sondern wirkt robust und bietet dem Stuhl genügend Stabilität.

Sowohl die Sitzfläche als auch die Rückenlehne sind mit einer luftdurchlässigen Netzmembran bespannt. Dadurch entgeht man einem Hitzestau, der vor allem im Sommer bei dicken Polstern gerne mal entsteht. Ich war vor dem Probesitzen, offen gestanden, ziemlich skeptisch, da der Stuhl auf Bildern aufgrund der Netzmembran einfach nicht bequem aussieht, wurde aber schnell eines Besseren belehrt.

Die Armlehnen sind aus Polyurethan-Schaumstoff mit schwarzem Vinyl, alternativ gibt es sie auch in der teureren Leder-Variante. Sämtliche Bedienelemente und Verbindungsteile am Aeron fühlen sich robust an – nichts wackelt oder klappert hörbar, wenn man den Bürostuhl bewegt.

Die Rollen sind für Holz- und Teppichböden ausgelegt und bewegen sich leise und flüssig über den Untergrund. Im Vergleich zum günstigen Bürostuhl, den ich davor hatte, muss man hier die Räder im Sitzen mit etwas mehr Kraft anstoßen, um den Stuhl zu bewegen. Das war am Anfang etwas ungewohnt, aber keinesfalls störend.

Sollte wider Erwarten etwas kaputtgehen, hat man dank der 12-Jahres-Garantie zu jeder Zeit die Möglichkeit, den Stuhl reparieren zu lassen.

Design

Herman Miller verzichtet beim Aeron auf ein eckiges Design und setzt stattdessen auf einen abgerundeten Rahmen. Das Resultat ist ein zeitloses Design, das sich harmonisch in Büro und Homeoffice einfügt. Die Sitzfläche sticht optisch besonders hervor, denn die Schale, in der das Meshgewebe sitzt, geht seitlich nach oben. Zudem ist sie über zwei Arme aufgehängt, wodurch man mehr oder weniger in der Luft sitzt, anstatt direkten Kontakt mit Hydraulik und Fußkreuz zu haben.

Den Aeron gibt es in verschiedenen Farbvarianten. Neben dem anthrazitfarbenen Graphite und dem schwarzen Onyx gibt es noch das hellgraue Mineral.

Ergonomie

Der Herman Miller Aeron wartet mit einer ganzen Reihe an ergonomischen Funktionen auf. Ich habe mich beim Kauf für die Vollausstattung mit den umfangreichsten Einstellungsmöglichkeiten entschieden.

Über Hebel links und rechts aktiviert man die Neigungsbegrenzung, die Vorwärtsneigung und die benötigte Kraft, um die Rückenlehne nach hinten zu neigen. Bis auf die Vorwärtsneigung nutze ich die anderen Funktionen kaum, da ich die für mich richtige Konfiguration gefunden habe: aufrechte Sitzposition ohne Neigungsmöglichkeit. Die Vorwärtsneigung ist vor allem dann praktisch, wenn man längere Zeit am PC arbeitet. Dadurch kann man sich nach vorn beugen und hat trotzdem weiterhin die Lehne im Rücken.

Herman Miller verwendet beim Aeron das sogenannte Posturefit SL. Zusätzlich zum Lordosenbereich stützt es auch das Kreuzbein. Über zwei Räder justiert man die Stärke der Stütze. Das erforderte, zumindest in meinem Fall, etwas Herumprobieren, bis ich die ideale Stärke fand. Sie ist jedoch nicht in der Höhe verstellbar. Die Ausrichtung der Armlehnen lässt sich nach innen und außen, sowie nach vorn und nach hinten anpassen. Zudem sind sie höhenverstellbar.

Das größte Manko des Aeron ist eine fehlende Kopfstütze. Wer wie ich darauf nicht verzichten will, muss sich eine Kopfstütze von autorisierten Drittanbietern kaufen. In meinem Fall war das die Atlas Headrest, mit der ich vollends zufrieden bin.

Den Aeron gibt es in drei verschiedenen Größen. Damit sollen die meisten Körpergrößen und -typen abgedeckt sein. Größe A ist für Körpergrößen von 142 bis 163 cm und maximal 136 kg Gewicht empfohlen. Größe B empfiehlt sich für Körpergrößen von 158 bis 183 cm und einem maximalen Gewicht von 159 kg. Größe C ist für Personen, die 178 bis 200 cm groß sind und ebenfalls maximal 159 kg auf die Waage bringen. Herman Miller empfiehlt für Personen, die sich an den Grenzen zu A und C befinden, die Größe B zu wählen.

Praxistest

Ich habe mir den Herman Miller auch mit Blick auf meine Skoliose geholt, um die Haltung am PC langfristig zu verbessern. Das Modell meiner Wahl ist in Größe B, da ich zwischen 185 und 187 cm Körpergröße schwanke, je nachdem, wie meine Körperhaltung ist. Dank der vielen ergonomischen Einstellungsmöglichkeiten forciert der Aeron mich in eine aufrechte Position. Zuvor saß ich immer automatisch nach vorn gebeugt.

Nach wenigen Tagen im Einsatz schlichen sich bei mir dann tatsächlich unangenehme Muskelschmerzen entlang der Wirbelsäule ein. Meine erste Befürchtung war da natürlich, dass der Stuhl nichts für mich ist. Schlussendlich war das aber meine Rückenmuskulatur, die wahrscheinlich zum ersten Mal nach 34 Jahren vollends beansprucht wurde. Mit meinem Eindruck stand ich nicht allein da, denn online liest man, dass es eine regelmäßig auftretende Begleiterscheinung bei den Aeron ist. Nach etwa drei Wochen verschwanden die Muskelschmerzen dann plötzlich und stundenlanges Sitzen ist kein Problem mehr.

Generell ist der Bürostuhl unglaublich bequem. Von anderen Modellen bin ich es gewohnt, irgendwann Druckstellen zu spüren und auf dem Stuhl hin- und herzurutschen. Nicht so beim Aeron. Er bleibt den ganzen Tag über bequem. Die Bedienung der beiden Hebel erforderte für mich etwas Eingewöhnung. Das lag hauptsächlich daran, dass ich mir zu Beginn nicht merken konnte, welcher Hebel für welche Einstellung zuständig war. Hier hilft die Anleitung.

Preis

Die UVP meines Modells mit Vollausstattung, Farbton Graphite und Kunststoff-Fußkreuz beträgt 1787 Euro. Ich habe ihn bei Herman Miller zum Black-Friday-Sale für 1340 Euro gekauft. Bei Chairgo gibt es das Modell aktuell sogar für 1119 Euro. Eine Auswahl weiterer Modelle zeigt folgendes Widget:

Fazit

Der Herman Miller Aeron war für mich ein Kauf, der sich gelohnt hat und den ich auch drei Monate später nicht bereue. Die Mischung der ergonomischen Funktionen und der hochwertigen Verarbeitung war neben dem hervorragenden und bequemen Sitzgefühl für mich Grund genug, so viel Geld für einen ergonomischen Bürostuhl in die Hand zu nehmen.

Schade ist die fehlende Kopfstütze. Zwar gibt es die Möglichkeit, diese von autorisierten Drittanbietern zu kaufen, bei dem Preis hätte sie meiner Meinung nach aber dabei sein müssen.

Grundsätzlich kann ich den Herman Miller Aeron aber wärmstens empfehlen. Wichtig ist, dass man ihn vorher unbedingt probesitzt, um die richtige Größe zu finden und das Sitzgefühl zu prüfen.

Libernovo Omni im Test: Premium-Bürostuhl mit motorisierter Wirbelsäulenmassage

Der Libernovo Omni verbindet 60 Gelenke, eine motorisierte Dehnfunktion und ein sesselweiches Sitzgefühl. Wir haben ihn getestet.

VORTEILE

  • dynamisches Stützsystem
  • motorisierte Massagefunktion
  • hochwertige Verarbeitung
  • weicher Stoffbezug

NACHTEILE

  • Armlehnen verstellen sich zu leicht
  • motorisierte Funktionen hörbar
  • Sitz im Sommer warm
  • hoher Preis

Der Libernovo Omni verbindet 60 Gelenke, eine motorisierte Dehnfunktion und ein sesselweiches Sitzgefühl. Wir haben ihn getestet.

Der Libernovo Omni bewegt sich dank seiner vielen Gelenke mit jeder Regung des Körpers, fährt auf Knopfdruck die Lendenstütze hoch und massiert sogar den Rücken. Möglich macht das ein dynamisches Stützsystem aus vier verknüpften Mechanismen und laut Hersteller 60 Gelenken. Den nötigen Strom liefert ein integrierter Akku.

Aktuell kostet er ab rund 1134 Euro direkt beim Hersteller. Damit landet der Omni klar im Premium-Segment. Das ist viel Geld und bewegt sich auf dem Niveau des Herman Miller Aeron (Testbericht), den wir für seine Verarbeitung und Ergonomie loben. Anders als der Klassiker setzt der Omni jedoch auf motorisierte Funktionen und eine gepolsterte Sitzfläche statt eines straffen Netzrückens.

Wir haben den Bürostuhl in der grünen Variante getestet. Eine Frage steht dabei im Mittelpunkt: Hält das ungewöhnliche Konzept im Alltag, was es verspricht? Oder ist die viele Technik am Ende mehr Spielerei als echter Nutzen? Was der Stuhl kann und wo er schwächelt, klärt dieser Test.

Montage

Der Libernovo Omni kommt in einem sehr großen Karton. Beim Öffnen begrüßt einen zunächst eine riesige Anleitung. Sie ist vorbildlich bebildert und kommt komplett ohne Schrift aus. Genau so muss das sein. Die Einzelteile stecken ordentlich in Folie verpackt im Karton, ein separater Karton enthält Kleinteile, Werkzeug und den Akku. Tatsächlich benötigt man für den gesamten Aufbau nur vier Schrauben.

Die Montage ist durchaus etwas anspruchsvoller als bei den meisten anderen Stühlen. Dank der guten Anleitung gelingt sie aber auf Anhieb. Die reine Aufbauzeit beträgt rund 40 Minuten.

Der Ablauf ist logisch strukturiert. Zuerst steckt man Rollen und Gasfeder ins Drehkreuz, dann setzt man die Mechanik auf die Gasfeder. Anschließend bringt man die Sitzfläche an, danach die Rückenlehne. Es folgen die Bedienknöpfe und der Drehknopf. Zum Schluss montiert man die Kopflehne und steckt den Akku ein – fertig.

Ein Lob verdient die Verpackung: Nur die Einzelteile stecken in Folie, sonst kommt ausschließlich Karton zum Einsatz. Das ist vorbildlich.

Optional gibt es eine Fußablage für etwa 85 Euro. Sie kommt im extra Karton und richtet sich vor allem an kleinere Personen, die ihre Füße sonst nicht ergonomisch sinnvoll auf den Boden stellen können. Zusätzlich bietet sie eine gepolsterte Auflagefläche zum Hochlegen der Füße. Ihre Montage ist sehr einfach.

Verarbeitung

Bezüglich der Verarbeitung bewegt sich der Libernovo Omni im Premium-Segment. Alles wirkt sauber gefertigt und stabil. Der Stoffbezug besteht aus Kunstfaser und überzeugt mit angenehmer Haptik. Er fühlt sich unfassbar weich an. Sich darauf zu setzen, ist ein tolles Gefühl und so viel angenehmer als ein straffer Mesh-Bezug. Einen kleinen Haken hat das aber: Im Sommer könnte es am Popo heiß werden.

Die Rückenlehne ist dreischichtig aufgebaut. Die Oberfläche besteht aus einem elastischen Gewebe mit Mikroleinen-Gefühl. Darunter sitzt eine Zwischenschicht aus druckentlastendem Schaumstoff, die untere Schicht bildet ein flexibler Kunststoff. Dieser Aufbau sorgt für die nötige Beweglichkeit und gleichzeitig für Halt. Die maximale Belastbarkeit liegt bei 136 kg. Insgesamt macht der Stuhl einen langlebigen Eindruck – nichts wackelt oder knarzt.

Design

Der Libernovo Omni wirkt futuristisch, technisch und bewusst anders als typische Bürostühle. Er sieht modern aus, bleibt dabei aber wohnraumtauglich. Damit erinnert er eher an ein hochwertiges ergonomisches Möbelstück als an einen nüchternen Schreibtischstuhl.

Besonders auffällig ist die offene Rückenstruktur. Statt einer einfach gepolsterten Lehne sieht man die flexible Konstruktion. Trotz der vielen Technik wirkt der Omni jedoch nicht überladen. Das Design bleibt minimalistisch, die Linien sind klar und die Gesamtform elegant. Der Stuhl wirkt weder klobig noch technisch überfrachtet.

Libernovo Omni

Libernovo bietet den Omni in drei Farben an: Grau, Schwarz und Dunkelgrün. Wir haben die grüne Variante im Test, und sie gefällt uns besonders gut. Sie wirkt gemütlich-ruhig und fügt sich harmonisch in den Wohnraum ein.

Ergonomie

Hier zeigt der Omni, warum er so viel kostet. Im Zentrum steht ein dynamisches Stützsystem aus vier verknüpften Mechanismen und laut Libernovo 60 Gelenken. Es verbindet Kopfstütze, Rückenlehne, Armlehnen und Sitzpolster mechanisch miteinander. Allein der Rückenbereich nutzt 16 Gelenke und 8 Rückenzonen. Die Rückenlehne selbst besteht aus 8 flexiblen Paneelen, 14 doppelten Verbindungspunkten, doppelschichtigen Kugelgelenken und 16 Drehpunkten.

Bei der Lendenwirbelstütze hat man einen Verstellweg von 5 cm. Die Gasfeder bietet einen Hub von 11 cm und reicht von 44 bis 55 cm vom Boden bis zur Sitzfläche. Für die Rückenlehne gibt es vier feste Neigepositionen, von 105 Grad aufrecht und fixiert bis 160 Grad fast flach. Den Neigungswiderstand passt man klassisch über einen Drehschalter stufenlos an das eigene Gewicht an.

Die Armlehnen lassen sich bis zu 10 cm nach hinten verschieben. Bei der Sitztiefe hat man die Wahl zwischen 45 und 48 cm, die separate Maxis-Variante kommt mit 52 cm für größere und kräftigere Nutzer. Die Nackenstütze aus Schaumstoff bietet 5 kg Nackenunterstützung.

Libernovo Omni

Das Highlight trägt den Namen Omnistretch. Diese motorisierte Wirbelsäulendekompression fährt die Lendenstütze auf Knopfdruck nach oben und gibt dann sanft nach. So entsteht eine Dehnungs- und Entspannungsbewegung gegen die Belastung im unteren Rücken. Wichtig zu wissen: Omnistretch und die elektrische Lordosenstützen gibt es nur bei den Omni-Modellen. Das Modell Omni SE setzt stattdessen auf eine manuelle Lendenverstellung per Drehknopf, der Omni Pro bietet stattdessen eine Sitzbelüftung.

Die meisten Einstellungen sind gut erreichbar, ohne lange in der Anleitung suchen zu müssen. Nur die Anpassung des Neigungswiderstands ist etwas fummelig. Den Strom für die Motorik liefert ein integrierter 2200-mAh-Akku mit 12 V. Er lässt sich sehr gut einhändig und ohne hinzuschauen wechseln. Laut Hersteller hält er bei drei Einstellungen pro Tag bis zu einem Jahr.

Praxistest

Im Alltag haben wir deutlich das Gefühl, der Stuhl hilft uns dabei, entspannt und aufrecht zu bleiben. Das Sitzgefühl ist bequem, eine gelungene Mischung aus guter Ergonomie und Sesselfeeling. Mehrere Stunden lassen sich problemlos schmerzfrei absitzen.

Die motorisierte Massage entspannt tatsächlich. Zusammen mit der mitbewegenden Rückenlehne und den vielen Einstellungen ergibt das ein rundes Bild. Einen besonders hohen Massageeffekt spürt man im Liegemodus. Allerdings ist er nicht für jeden Körpertyp gleich angenehm, weshalb man den Stuhl vor dem Kauf ausprobieren sollte. Ein weiterer Punkt: Die motorisierten Stretch- und Massagefunktionen sind nicht laut, aber deutlich hörbar. In sehr ruhigen oder geteilten Büros stört das gelegentlich. Die Langlebigkeit von Akku und Motor bleibt vorerst ungewiss.

Libernovo Omni Fußstütze

Kleine Schwächen zeigen die Armlehnen. Sie bewegen sich zu leicht nach vorne und hinten und verstellen sich dadurch gelegentlich von selbst, wenn man seinen Arm auflegt. Im Alltag fällt das nicht schlimm auf, da sich beide nur parallel zueinander bewegen. Die Einstellung nach außen haben einen vernünftig hohen Widerstand, und die Höhenverstellung über das Hebelchen fixiert sicher. Die Nackenstütze dagegen hält sehr gut. Ihr durchdachtes System verstellt sich nicht von selbst.

Kleineren Personen sitzt die Lendenstütze unter Umständen zu hoch. Grundsätzlich eignet sich der Omni aber auch für sie, denn die minimale Sitzhöhe fällt recht tief aus.

Preis

Der Libernovo Omni kostet aktuell ab rund 1134 Euro direkt beim Hersteller. Die optionale Fußablage schlägt mit etwa 85 Euro zu Buche. Libernovo gewährt 30 Tage Rückgaberecht.

Fazit

Der Libernovo Omni ist ein außergewöhnlicher Bürostuhl. Er kombiniert ein dynamisches Stützsystem mit 60 Gelenken, eine motorisierte Dehnfunktion und ein sesselweiches Sitzgefühl. Diese Mischung gibt es so kein zweites Mal in unseren Tests. Wer einen Stuhl sucht, der sich aktiv mit dem Körper bewegt und obendrein massiert, findet hier ein spannendes Angebot.

Besonders gut gefallen uns der weiche Stoffbezug, die Verarbeitung im Premium-Segment und die vorbildliche, schriftlose Montageanleitung. Die Omnistretch-Funktion entlastet den unteren Rücken spürbar, der Massageeffekt fällt im Liegemodus am stärksten aus.

Schwächen zeigt der Stuhl bei den Armlehnen, die sich gelegentlich von selbst nach vorne oder hinten verstellen. Die motorisierten Funktionen sind hörbar und können in ruhigen Büros stören. Außerdem ist die Langlebigkeit von Akku und Motor noch nicht abschätzbar. Im Sommer könnte der gepolsterte Sitz warm werden. Wer stark schwitzt, fährt mit einem Mesh-Stuhl besser – oder greift zum belüfteten Omni Pro.

Ergonomischer Bürostuhl Flexispot C7 Morpher im Test: Die beste Lordosenstütze

Der Flexispot C7 Morpher macht seinem Namen alle Ehre und bietet so viele ergonomische Anpassungsmöglichkeiten wie kaum ein anderer ergonomischer Bürostuhl.

VORTEILE

  • hochwertige Verarbeitung
  • aufblasbare Lordosenstütze
  • schnelle Montage
  • optionale Fußablage
  • hohe Belastbarkeit bis 163 Kilogramm

NACHTEILE

  • Armlehnen verstellen unbeabsichtigt
  • Einstellungen teils schwer erreichbar
  • wuchtig
  • für Personen ab 190 cm zu tief

Der Flexispot C7 Morpher macht seinem Namen alle Ehre und bietet so viele ergonomische Anpassungsmöglichkeiten wie kaum ein anderer ergonomischer Bürostuhl.

Mit einer aufblasbaren Lordosenstütze, einer dynamisch gleitenden Rückenlehne und einer optionalen Fußablage packt Flexispot so ziemlich alles in den C7 Morpher, was der Markt aktuell hergibt. Die Frage ist: Kann ein einzelner Stuhl all das gleichzeitig gut?

Mit einem Preis von 530 Euro ohne Fußablage und 560 Euro mit Fußablage (HEISEC7M, 30-Euro-Rabatt gültig bis 01.06.26) positioniert sich der C7 Morpher im oberen Preissegment. UPDATE: Flexispot bietet nun auch eine Version mit Schaumstoff statt Netzgewebe an. Käufer sparen hier nochmal 30 Euro. Ob er sein Geld wert ist und für wen er sich lohnt, zeigt dieser Testbericht.

Montage

Die Montage des Flexispot C7 Morpher gelingt in etwa 15 Minuten – und das trotz der Komplexität des Stuhls mit seiner aufwendigen Mechanik und der optionalen Fußablage. Das ist bemerkenswert schnell.

Die Lieferung erfolgt in zwei Paketen mit insgesamt rund 33,5 Kilogramm. Wir empfehlen, die Kartons zu zweit zu tragen. Alles ist sicher verpackt, allerdings fällt dabei viel Verpackungsmüll an – inklusive viel Schaumstoff.

Die bebilderte Montageanleitung im DIN-A4-Heft führt in sieben Schritten durch den Aufbau. Sie ist in mehreren Sprachen verfügbar und gut verständlich. Werkzeug in Form eines Inbusschlüssels und Montage-Handschuhe liegen bei. Praktisch: Alle Schrauben verwenden die gleiche Inbusgröße.

Viele Teile kommen vormontiert an. Zuerst steckt man die Rollen und die Gasfeder ins Aluminium-Fußkreuz. Dann verbindet man Sitz und Rückenlehne mit drei Schrauben, bringt die Armlehnen mit je drei Schrauben an und setzt Ober- und Unterteil zusammen. Zuletzt montiert man die Kopfstütze mit zwei Schrauben. Die Passgenauigkeit ist hoch, alle Verbindungen sitzen stabil. Der erste Eindruck: hochwertig und robust.

Verarbeitung

Der Flexispot C7 Morpher zeigt, wo die 800 Euro hinfließen. Fußkreuz, große Teile der Armlehnen und das Lehnenfundament bestehen aus Aluminium-Druckguss. Das polierte Aluminium sieht schick aus, ist allerdings anfällig für Fingerabdrücke.

Sitz- und Rückenrahmen bestehen aus Kunststoff mit aufgespanntem Mesh-Gewebe. Die vordere Sitzkante ist mit einem schmalen Kaltschaumstreifen gepolstert – ein Detail, das die Durchblutung der Beine fördert und sich im Alltag angenehm anfühlt. Die Armlehnenauflagen sind mit einer PU-Leder-ähnlichen Polsterung versehen, die angenehm weich ist.

Flexispot C7 Morpher

Mit 26,5 Kilogramm Gesamtgewicht ist der C7 Morpher kein Leichtgewicht. Die Verarbeitungsqualität ist hoch: präzise Passungen, keine sichtbaren Fertigungsrückstände, alles wirkt robust und langlebig. Flexispot gewährt 5 Jahre Garantie.

Ein kleiner Hinweis: Nach dem Auspacken riecht das Mesh-Gewebe und die Armlehnen-Polsterung leicht. Der Geruch verfliegt nach einigen Tagen vollständig.

Design

Der Flexispot C7 Morpher wirkt futuristisch, ist aber insgesamt etwas zu groß geraten. Das Design ist bürotauglich, aber massig – in kleinem Zimmer zieht er dominant die Blicke auf sich.

Die Rückenkonstruktion wirkt dynamisch, allerdings ist der obere Bereich der Rückenlehne sehr breit. Nach unten hin verjüngt sich die Lehne im Lendenbereich. Die Gesamthöhe liegt bei 109 bis 142,5 cm, die Sitzbreite bei 53 cm. Die Rückenlehne misst im Schulterbereich 56 cm und im Beckenbereich 43 cm.

Flexispot C7 Morpher

Das Fußkreuz bietet Ablageflächen für die Füße. Die optionale Fußablage mit zwei gepolsterten Pads lässt sich hochklappen und ausfahren. Das atmungsaktive Mesh ist leicht zu reinigen.

Insgesamt ist der C7 Morpher ein etwas zu großer Stuhl, um noch elegant zu wirken. Wer einen schlanken, filigranen Bürostuhl sucht, wird mit dem Ofinto Active (Testbericht) glücklicher.

Ergonomie

In puncto Einstellmöglichkeiten spielt der C7 Morpher in der Champions League – vergleichbar mit dem Steelcase Gesture (Testbericht), allerdings zu einem deutlich niedrigeren Preis.

Flexispot empfiehlt den Stuhl für Körpergrößen zwischen 160 und 195 cm. Unser Tester fühlt sich mit 186 cm auf ihm wohl. Für Personen ab 190 cm könnte die maximale Sitzhöhe von 54 cm knapp werden. Die maximale Belastbarkeit liegt bei beachtlichen 163 Kilogramm – mehr als bei jedem anderen bisher von uns getesteten Bürostuhl.

Die Sitzhöhe lässt sich stufenlos zwischen 44 und 54 cm verstellen, während die Sitztiefe um 4,5 cm (43,5 bis 48 cm) anpassbar ist. Für optimale Bewegung sorgt die Synchronmechanik mit dreistufig einstellbarem Neigungswiderstand, die sich in vier Positionen arretieren lässt. Bis zu 143 Grad neigt sich die Rückenlehne, und sogar eine aktive Vorwärtsneigung von 10 Grad ist möglich.

Flexispot C7 Morpher

Durch ihre besondere Konstruktion gleitet und verformt sich die Rückenlehne dynamisch mit den Bewegungen des Nutzers. Dabei passt sie sich der Doppel-S-Form der Wirbelsäule an und verhindert zuverlässig den sogenannten Hemdauszieheffekt – das lästige Hochrutschen des Hemds beim Zurücklehnen. Zusätzlich lässt sich die Rückenlehne in sechs Stufen um insgesamt 6 cm in der Höhe verstellen.

Für den unteren Rücken sorgt eine aufblasbare Lordosenstütze, die sich per Pumpmechanismus individuell anpassen lässt. Im Vergleich zu festen Lordosenstützen ermöglicht sie eine besonders präzise Anpassung an die eigene Rückenform.

Die Armlehnen überzeugen mit vielseitigen Einstellmöglichkeiten: Sie sind siebenstufig höhenverstellbar, um 360 Grad drehbar (mit 24 Rastpunkten) und um 270 Grad schwenkbar. Zudem lassen sie sich horizontal und vertikal verschieben. Für hohen Komfort sorgen die angenehm weich gepolsterten Auflagen.

Flexispot C7 Morpher

Für individuellen Kopfkomfort sorgt die mehrfach verstellbare Kopfstütze: Sie lässt sich in der Höhe und um 7 cm in der Tiefe verstellen, zudem ist die Neigung bis zu 70–80 Grad anpassbar. Bespannt ist sie mit atmungsaktivem Mesh.

Eine optionale Fußablage rundet den Komfort ab – sie lässt sich für Liegepositionen einfach hochklappen, ideal für den Power-Nap zwischendurch.

Für die richtige Mobilität sorgen die PU-Rollen mit 60 mm Durchmesser. Sie gleiten gut auf Laminat und Teppich, sind jedoch nicht lastabhängig gebremst.

Was fehlt: Eine separat zuschaltbare Sitzneigungsfunktion wie beim Ofinto Active (Testbericht) bietet der C7 Morpher nicht. Die 10-Grad-Vorwärtsneigung ist Teil der Synchronmechanik.

Praxistest

Im Alltag zeigt der Flexispot C7 Morpher seine Stärken bei langen Büro- und Meeting-Tagen. Die zahlreichen Einstellmöglichkeiten ermöglichen eine individuelle Anpassung an verschiedene Arbeitssituationen – vom konzentrierten Arbeiten in aufrechter Position bis zum entspannten Zurücklehnen in Videokonferenzen.

Die aufblasbare Lordosenstütze stabilisiert den unteren Rücken spürbar. Die dynamisch gleitende Rückenlehne passt sich Bewegungen an, ohne dass man den Kontakt verliert. Das Mesh-Material sorgt auch bei mehrstündigen Sitzungen für ein angenehmes Klima – kein Schwitzen, kein Kleben. Allerdings könnte es im Winter etwas kühl werden. Die Fußablage erweist sich als praktisches Extra, falls man nach dem Mittagessen kurz die Beine hochlegen möchte.

Flexispot C7 Morpher

Die vielen Einstellmöglichkeiten erfordern anfangs Geduld bei der Einarbeitung. Flexispot legt ein Poster mit Erklärungen bei – wir waren versucht, es neben dem Arbeitsplatz aufzuhängen, um gelegentlich spicken zu können. Einige Hebel sind zudem schwer erreichbar, was die Bedienung im Sitzen erschwert. Das ist ein Nachteil gegenüber dem Steelcase Gesture, bei dem alle Bedienelemente übersichtlich auf der rechten Seite angeordnet sind.

Die Armlehnen, die sich bei normaler Nutzung gelegentlich von selbst verstellen, sind im Alltag ein kleines Ärgernis. Hier wünschen wir uns festere Rastpunkte.

Preis

Der Flexispot C7 Morpher kostet 530 Euro ohne Fußablage und 560 Euro mit Fußablage (HEISEC7M, 30-Euro-Rabatt gültig bis 01.06.26). UPDATE: Flexispot bietet nun auch eine Version mit Schaumstoff statt Netzgewebe an. Käufer sparen hier nochmal 30 Euro.

Fazit

Der Flexispot C7 Morpher ist ein beeindruckend ausgestatteter Bürostuhl mit einer Fülle an Einstellungsmöglichkeiten. Die aufblasbare Lordosenstütze, die dynamisch gleitende Rückenlehne und die vielseitigen Armlehnen bieten ein hohes Maß an ergonomischer Anpassung. Die Verarbeitung mit Aluminium-Druckguss-Fußkreuz und hochwertigem Mesh-Material rechtfertigt den gehobenen Preis.

Besonders gut gefallen uns die schnelle Montage in nur 15 Minuten, die optionale Fußablage für Ruhepausen und die hohe Belastbarkeit von 163 Kilogramm. Das Mesh-Material sorgt für ein angenehmes Sitzklima, die gepolsterte Vorderkante entlastet die Beine.

Schwächen zeigt der C7 Morpher bei den Armlehnen, die sich bei normaler Nutzung gelegentlich von selbst verstellen. Auch erfordern die vielen Einstellmöglichkeiten – die nicht alle optimal erreichbar sind – eine Eingewöhnungszeit. Der Stuhl wirkt insgesamt etwas wuchtig und ist mit 800 Euro kein Schnäppchen. Für Personen ab 190 cm könnte die maximale Sitzhöhe zudem knapp werden.

Wer einen ergonomisch vielseitigen Bürostuhl mit Premium-Materialien sucht und bereit ist, sich in die zahlreichen Einstellungen einzuarbeiten, bekommt mit dem C7 Morpher einen der am besten ausgestatteten Bürostühle.

Protoarc EC200 im Test: Ergonomischer Bürostuhl mit Lordosenstütze für 170 Euro

Der Protoarc EC200 bietet für 170 Euro eine erstaunlich gute Ergonomie mit verstellbarer Lordosenstütze, Sitztiefenverstellung und vielseitiger Kopfstütze.

VORTEILE

  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • gute 2-Wege-Lordosenstütze
  • Sitztiefenverstellung

NACHTEILE

  • Armlehnen nur in der Höhe verstellbar
  • Sitzkissen für leichte Personen möglicherweise zu hart

Der Protoarc EC200 bietet für 170 Euro eine erstaunlich gute Ergonomie mit verstellbarer Lordosenstütze, Sitztiefenverstellung und vielseitiger Kopfstütze.

Ergonomische Bürostühle mit verstellbarer Lordosenstütze, Sitztiefenverstellung und anpassbarer Kopfstütze kosten oft 400 Euro und mehr. Der Protoarc EC200 will das ändern. Für aktuell 170 Euro bei Amazon bietet er eine Ausstattung, die man in dieser Preisklasse selten findet.

Im Vergleich zum Ikea Markus für 160 Euro hat der EC200 deutlich mehr Einstellmöglichkeiten. Gegenüber dem Sharkoon Officepal C10 für 150 Euro bietet er eine verstellbare Sitztiefe und eine 2-Wege-Lordosenstütze. Selbst mit dem teureren Ergotopia Pureback für 299 Euro muss er sich bei einigen Features nicht verstecken.

Der Protoarc EC200 trägt bis zu 127 Kilogramm und wiegt 16,5 Kilogramm. Seine s-förmige Mesh-Rückenlehne soll die natürliche Wirbelsäulenkrümmung unterstützen. Die Gasfeder der Klasse 4 ist TÜV-Rheinland-zertifiziert nach EN 16955. Der Hersteller gewährt fünf Jahre Garantie auf Material- und Verarbeitungsfehler.

Ob der EC200 seinen günstigen Preis mit Kompromissen bei Verarbeitung oder Sitzkomfort bezahlt, zeigt unser Test.

Montage

Die Montage des Protoarc EC200 gelingt in etwa 20 Minuten. Der Stuhl kommt gut verpackt in einem erstaunlich kleinen Karton. Ein DIN-A5-Heft führt mit ausreichend großen Abbildungen und verständlichen Erklärungen durch den Aufbau.

Der Ablauf ist logisch strukturiert: Zuerst den Fuß mit seinen fünf Metallarmen zusammenschrauben, dann Armlehnen, Neigungsmechanismus, Sitzkissen und Rückenlehne mit Schrauben verbinden. Zum Schluss die Kopfstütze einstecken und die Räder einsetzen.

Ein Pluspunkt: Alle Schrauben verwenden die gleiche Inbusgröße. Der gesamte Aufbau funktioniert mit einem einzigen Werkzeug. Wir empfehlen einen Akkuschrauber. Zwei Schrauben gehen bei uns im Test recht schwer rein und erfordern ordentlich Kraft.

Im Vergleich zum Clouvou Masterseat mit seinem komplizierten Aufbau oder dem Sihoo Doro C300 mit seinen 40 Minuten Montagezeit ist der EC200 deutlich schneller einsatzbereit. An die vorbildlichen zehn Minuten des Ofinto Active kommt er allerdings nicht heran.

Verarbeitung

Der Protoarc EC200 überrascht bei der Verarbeitung positiv. Die Teile fühlen sich hochwertiger an, als der günstige Preis vermuten lässt. Die Mesh-Rückenlehne ist sauber gespannt, das Sitzkissen aus 55D-High-Density-Schaumstoff bietet eine feste, aber nicht zu harte Unterlage. Kein Durchhängen, kein Quietschen – der Stuhl wirkt langlebig.

Das Fußkreuz besteht aus Metall und macht einen stabilen Eindruck. Damit hebt sich der EC200 von vielen Konkurrenten in dieser Preisklasse ab. Ein Metall-Fußkreuz findet man sonst erst bei teureren Stühlen wie dem Ofinto Active mit seinem Aluminium-Fußkreuz.

Die Gasfeder der Klasse 4 ist TÜV-Rheinland-zertifiziert und für Nutzer bis 127 Kilogramm ausgelegt. Der Hersteller gewährt fünf Jahre Garantie – weniger als die zehn Jahre von Interstuhl oder Ofinto, aber für diese Preisklasse angemessen.

Die Rollen gleiten leise über harte Böden. Die Gasfeder arbeitet zuverlässig und ohne Spiel. Insgesamt vermittelt der Stuhl ein stabiles Sitzgefühl ohne Wackeln oder Knarzen.

Protoarc EC200

Design

Der Protoarc EC200 zeigt sich in einem minimalistischen, professionellen Design. Die s-förmige Rückenlehne mit dem atmungsaktiven Mesh-Material verleiht dem Stuhl eine moderne Optik, die in viele Büro- und Homeoffice-Umgebungen passt. Im Erscheinungsbild erinnert er an den Ikea Markus, er wirkt zeitgemäßer als der Sharkoon Officepal C10.

Käufer wählen zwischen Schwarz und Grau. Uns gefällt die graue Variante besser, allerdings dürfte sie anfälliger gegenüber Schmutz sein. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zur schwarzen Ausführung. Im Vergleich zum Interstuhl Pure Active mit seinen zwölf Farbkombinationen oder dem Hivar Skylar in knalligen Farben ist die Auswahl bescheiden.

Die breiten Armlehnen wirken eher funktional als edel. Insgesamt setzt der EC200 auf Zurückhaltung statt auf futuristisches Design wie der Sihoo Doro S300 oder der Hinomi X1. Das ist Geschmackssache – für ein professionelles Büroumfeld ist die dezente Optik genau richtig.

Protoarc EC200

Ergonomie

In puncto Ergonomie spielt der Protoarc EC200 seine größte Stärke aus – und das zu einem Preis, der die Konkurrenz alt aussehen lässt. Die Ausstattungsliste liest sich wie die eines deutlich teureren Stuhls.

Die 2-Wege-Lordosenstütze lässt sich in der Höhe um sechs Zentimeter und in der Tiefe um zwei Zentimeter verstellen. Damit bietet sie deutlich mehr Spielraum als die fixe Lordosenstütze des Ikea Markus oder des Sharkoon Officepal C30. Im Test unterstützt sie den unteren Rücken spürbar und lässt sich gut an die eigene Wirbelsäulenkrümmung anpassen. Das ist eine der besten Budget-Lordosenstützen, die wir bisher getestet haben.

Die Sitztiefe ist in verschiedenen Positionen verriegelbar – ein Feature, das der Sharkoon Officepal C10 komplett vermissen lässt. Besonders große Personen profitieren davon, da sich die Sitzfläche weit nach vorn schieben lässt und so die Oberschenkel optimal aufliegen. Die Rückenlehne arretiert in vier Stufen: 90, 105, 120 und 130 Grad. Die Neigungsspannung ist zusätzlich einstellbar.

Die Kopfstütze lässt sich in Höhe, Tiefe und Neigung verstellen. Damit ist sie vielseitiger als die Kopfstütze des Ergotopia Pureback, die sich nur in der Höhe anpassen lässt. Im Alltag ermöglicht die Rotationsverstellung, den Winkel der Auflagefläche an die eigene Kopfhaltung anzupassen – ein Detail, das den Nacken spürbar entlastet.

Die Armlehnen sind allerdings nur in der Höhe verstellbar – um etwa sieben Zentimeter. Eine Verstellung in Breite, Tiefe oder Winkel fehlt. Das ist bei diesem Preis verschmerzbar, aber gegenüber dem Clouvou Masterseat oder dem Ergotopia Pureback mit ihren 4D-Armlehnen ein Nachteil.

Laut Protoarc eignet sich der EC200 für Personen zwischen 162 und 190 Zentimeter. Unserer Erfahrung nach profitieren besonders große Personen: Die Armlehnen gehen weit nach oben, der Sitz lässt sich weit nach vorn schieben und die Kopfstütze reicht hoch genug. Für sehr kleine oder leichte Personen könnte der Sitz dagegen zu hart ausfallen. Hier empfehlen wir den Sharkoon Officepal C10, der mit seiner niedrigeren Sitzhöhe besser für kleinere Nutzer geeignet ist.

Preis

Der Protoarc EC200 kostet aktuell 170 Euro bei Amazon. Damit ist er minimal teurer als der Sharkoon Officepal C10 (150 Euro) und der Ikea Markus (160 Euro). Alternativ bietet sich der vergleichbar gute Yaasa Chair Plus für 193 Euro (heise30) an.

Fazit

Der Protoarc EC200 liefert für seinen günstigen Preis eine beeindruckende ergonomische Ausstattung. Die 2-Wege-Lordosenstütze gehört zu den besten in dieser Preisklasse und unterstützt den unteren Rücken spürbar. Die Sitztiefenverstellung in fünf Positionen, die vierstufig arretierbare Rückenlehne und die in Höhe, Tiefe und Neigung verstellbare Kopfstütze bieten deutlich mehr Anpassungsmöglichkeiten als der ähnlich teure Ikea Markus.

Die Verarbeitung überzeugt trotz des günstigen Preises. Mesh-Rückenlehne und Sitzkissen wirken langlebig, die TÜV-zertifizierte Gasfeder arbeitet zuverlässig. Das Metall-Fußkreuz ist selten in dieser Preisklasse – viele Konkurrenten setzen hier auf günstigeren Kunststoff.

Abstriche gibt es bei den Armlehnen, die sich nur in der Höhe verstellen lassen. Für sehr kleine oder leichte Personen könnte das feste Sitzkissen zu hart sein.

Wer einen ergonomischen Bürostuhl mit guter Lordosenstütze und Sitztiefenverstellung sucht, ohne mehr als 200 Euro ausgeben zu wollen, findet im Protoarc EC200 eine überzeugende Option. Er schlägt den Ikea Markus bei der Ergonomie deutlich und kommt dem teureren Ergotopia Pureback erstaunlich nahe.

Steelcase Gesture mit Kopfstütze im Test

Der Steelcase Gesture ist ein Luxus-Bürostuhl der Extraklasse. Mit seiner Vielzahl an Verstellmöglichkeiten, hochwertigen Materialien und durchdachter Ergonomie rechtfertigt er seinen hohen Preis. Wir haben ihn getestet.

VORTEILE

  • hervorragende Verarbeitungsqualität und hochwertige Materialien
  • Vielzahl an Einstellmöglichkeiten für perfekte Anpassung
  • ausgezeichneter Sitzkomfort und Ergonomie

NACHTEILE

  • sehr hoher Preis
  • für Gelegenheitsnutzer überdimensioniert

Der Steelcase Gesture ist ein Luxus-Bürostuhl der Extraklasse. Mit seiner Vielzahl an Verstellmöglichkeiten, hochwertigen Materialien und durchdachter Ergonomie rechtfertigt er seinen hohen Preis. Wir haben ihn getestet.

Einer der Spitzenreiter im Premium-Segment ist der Steelcase Gesture. Mit Stoffbezug und Kopfstütze liegt der Einstiegspreis bei 1107 Euro. Dafür verspricht der Hersteller ultimativen Sitzkomfort, vielfältigste Anpassungsmöglichkeiten und eine Verarbeitung auf höchstem Niveau. Ob der Gesture sein Geld wert ist und für wen er sich lohnt, zeigt dieser Testbericht.

Verarbeitung

Schon auf den ersten Blick macht der Steelcase Gesture mit Kopfstütze einen hochwertigen und edlen Eindruck. Uns liegt die Variante mit dunkelbraunem Lederbezug vor. Trotz seiner beachtlichen Höhe von 117 bis 127 cm wirkt der Stuhl schlank und wenig massig. Alles ist makellos verarbeitet, nirgends finden sich unsaubere Kanten oder billig wirkende Materialien.

Praxistest

Herzstück des Gesture ist die ausgereifte und selbsterklärende Mechanik, die sich komplett auf der rechten Seite befindet, übersichtlich angeordnet ist und sich mit minimalem Kraftaufwand verstellen lässt. Die hinteren Knöpfe dienen zur Einstellung der Rückenlehne, mit den vorderen wird die Sitzfläche justiert, etwa deren Tiefe. Hier zeigt sich die Liebe zum Detail und die Erfahrung von Steelcase.

Besonders gut gefällt uns die Möglichkeit, den Widerstand der Rückenlehne beim Zurücklehnen stufenlos an das eigene Körpergewicht anzupassen. Auch lässt sich der maximale Neigungswinkel der Lehne in mehreren Positionen arretieren. Die Lordosenstütze kann ebenfalls über einen Schieberegler optimal an die Rückenform angepasst werden.

Die um 360 Grad drehbaren Armlehnen sind weich gepolstert und lassen sich werkzeuglos in Höhe, Breite und Tiefe verstellen – vorbildlich! Auch die Kopfstütze punktet mit einer Höhen- und Tiefenverstellung, um für jeden Nutzer die für ihn optimale Position zu finden.

Preis

Qualität und Komfort haben ihren Preis – das gilt auch für den Steelcase Gesture. Mit Stoffbezug und Kopfstütze liegt der Einstiegspreis bei 1107 Euro.

Fazit

Der Steelcase Gesture ist ein absolutes Top-Produkt unter den Bürostühlen und jeden Cent seines hohen Preises wert. Selten haben wir einen so rundum überzeugenden Stuhl getestet. Egal, ob Sitzkomfort, Rückenunterstützung, Einstellmöglichkeiten oder Verarbeitungsqualität – der Gesture liefert in allen Bereichen ab.

Die Vielzahl an Verstelloptionen ermöglicht es, den Stuhl perfekt an die eigene Körperform und Sitzvorlieben anzupassen. Dank der hochwertigen Materialien und der langlebigen Bauweise dürfte der Gesture auch nach vielen Jahren intensiver Nutzung noch wie neu aussehen.

Natürlich ist der Steelcase Gesture mit bis zu 1700 Euro kein Schnäppchen. Doch wer bereit ist, in seine Gesundheit und sein Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu investieren, bekommt hier einen der besten Bürostühle, die man für Geld kaufen kann. Eine uneingeschränkte Empfehlung.

Bürostuhl Interstuhl Pure Active im Test

Der Interstuhl Pure Active setzt auf dynamische Mikrobewegungen gegen Rückenschmerzen statt komplizierter Einstellmechanismen. Wir haben den Bürostuhl getestet.

VORTEILE

  • Mikrobewegungen fördern aktives Sitzen und beugen Rückenschmerzen vor
  • einfache, werkzeuglose Montage
  • viele Farboptionen
  • Atmungsaktives Material
  • 10 Jahre Garantie

NACHTEILE

  • kaum Einstellmöglichkeiten
  • Kunststoff-Fußkreuz statt Metall
  • Rollen mit eingeschränkter Beweglichkeit auf Teppich
  • Standardversion mit fixen Armlehnen ergonomisch unzureichend

Der Interstuhl Pure Active setzt auf dynamische Mikrobewegungen gegen Rückenschmerzen statt komplizierter Einstellmechanismen. Wir haben den Bürostuhl getestet.

Bürostühle mit umfangreichen Einstellmöglichkeiten können überfordern. Der Interstuhl Pure Active setzt auf eine automatische Anpassung an den Nutzer. In unserem Test haben wir untersucht, ob das Konzept aufgeht und für wen sich der Interstuhl Pure Active eignet.

Montage

Die Montage des Interstuhl Pure Active gestaltet sich erfreulich einfach und ist selbst für ungeübte Heimwerker in wenigen Minuten erledigt. Der Grund dafür: Der Stuhl kommt bereits weitgehend vormontiert beim Kunden an. Lediglich die Rollen und die Gasfeder müssen noch in das Fußkreuz eingesteckt werden – und das ganz ohne Werkzeug.

Im Gegensatz zu anderen Bürostühlen, bei denen man auch mal bis zu einer Stunde mit Schrauben und Inbusschlüsseln hantieren muss, ist der Pure Active in etwa fünf Minuten einsatzbereit.

Interstuhl Pure Active

Verarbeitung

Der Bürostuhl macht einen soliden Eindruck, der dem Preissegment angemessen ist. Mit knapp 13 Kilogramm ist er zwar nicht besonders schwer, fühlt sich aber dennoch stabil an. Die Materialauswahl und Verarbeitung lassen auf eine lange Lebensdauer hoffen, was durch die 10-Jahres-Garantie des Herstellers unterstrichen wird.

Das Gestell und die Mechanik wirken robust. Allerdings besteht das Fußkreuz aus Kunststoff. Hier hätte man durchaus Aluminium oder ein anderes Metallmaterial erwarten können. Besonders bei höherem Körpergewicht könnte dies auf Dauer ein Schwachpunkt sein. Die maximale Belastbarkeit wird mit 120 Kilogramm angegeben.

Die Rollen sehen mit ihrem durchbrochenen Design zwar modern und ansprechend aus, zeigen auf Teppichböden jedoch Schwächen in der Beweglichkeit.

Die Netzrückenlehne ist straff gespannt und macht einen langlebigen Eindruck, und die Nahtverarbeitung sowohl am Netzrücken als auch am Sitzpolster ist sauber ausgeführt. Auch die Verbindungspunkte zwischen den verschiedenen Materialien sind präzise gearbeitet und zeigen keine unsauberen Übergänge.

Design

Die schlanke Silhouette mit dem luftigen Netzrücken und die geschwungene Form der Rückenlehne gibt dem Stuhl eine gewisse Leichtigkeit, die gut in Büroumgebungen oder ins Homeoffice passt.

Mit zwölf verschiedenen, teils sehr lebhaften Farbkombinationen bietet Interstuhl ungewöhnlich viele Gestaltungsmöglichkeiten. Allerdings sind einige der Kombinationen recht gewagt – neongrüne Lehne mit grauem Sitzpolster oder hellblaue Lehne mit lilafarbenem Sitzpolster dürften nicht jedermanns Geschmack treffen. Für den Arbeitsalltag empfehlen wir ein dunkles Sitzpolster, auf dem eventuelle Flecken oder Abnutzungserscheinungen weniger auffallen.

Der Verzicht auf sichtbare Mechaniken und Hebel unterstreicht den aufgeräumten, minimalistischen Look des Stuhls.

Interstuhl Pure Active

Ergonomie

Statt zahlreicher manueller Einstellmöglichkeiten setzt der Interstuhl Pure Active auf die vom Hersteller „Smart-Spring“ getaufte Technik, die sich automatisch an Gewicht und Bewegungen des Nutzers anpassen soll. Das bedeutet konkret: Die einzige klassische Einstellmöglichkeit ist die Sitzhöhe, die Anwender zwischen 46 und 57 Zentimetern justieren können.

Diese Vereinfachung mag zunächst befremdlich wirken, funktioniert in der Praxis aber erstaunlich gut – zumindest für unsere Körpermaße. Mit unserer Testgröße von 186 cm und einem Gewicht von 80 kg passte der Stuhl perfekt. Die Rückenlehne bietet einen Öffnungswinkel von bis zu 38 Grad und eine seitliche Flexibilität von bis zu 22 Grad. Das Sitzpolster bewegt sich seitlich bis zu 26 Grad und nach vorn bis zu 12 Grad. Diese Bewegungsfreiheit fördert das aktive Sitzen und regt die Tiefenmuskulatur an.

Die Lehne kann nur in einem Winkel einrasten – wer verschiedene Arbeitspositionen bevorzugt, könnte dies als Einschränkung empfinden. Auch die Lordosenstütze ist nicht individuell anpassbar, was für Menschen mit Rückenproblemen problematisch sein könnte.

Interstuhl Pure Active

Bei den Armlehnen empfehlen wir dringend, die optionalen 4D-Armlehnen zu wählen. Die Standardversion kommt mit fixen Armlehnen, die keine Anpassung erlauben. Die 4D-Variante hingegen ist in Höhe, Breite, Tiefe und Winkel verstellbar und bietet zudem eine angenehm weiche Oberfläche.

Der Hersteller gibt eine Empfehlung für Körpergrößen zwischen 151 und 192 cm sowie ein Mindestgewicht von 45 kg. Nicht nur Menschen außerhalb dieser Parameter sollten den Stuhl unbedingt vor dem Kauf einige Tage testen. Hier kommt das 30-tägige Rückgaberecht ins Spiel.

Praxistest

Im täglichen Einsatz zeigt der Interstuhl Pure Active seine Stärken und Schwächen. Nach mehreren Wochen können wir bestätigen, dass das Konzept des dynamischen Sitzens tatsächlich aufgeht – allerdings mit Einschränkungen.

Positiv fällt das aktive Sitzverhalten auf. Die Mikrobewegungen, die der Stuhl durch seine flexible Konstruktion ermöglicht, beugen Verspannungen vor und halten den Körper in Bewegung. Nach längerem Sitzen stellten wir weniger Ermüdungserscheinungen fest als bei starren Bürostühlen.

Die Rückenlehne reagiert sensibel auf Gewichtsverlagerungen. Beim Zurücklehnen bietet die Rückenlehne einen passenden Widerstand, auch ohne manuelle Einstellungen. Das seitliche Kippen des Sitzes fühlt sich anfangs ungewohnt an, trägt aber entscheidend zur Entlastung der Wirbelsäule bei.

Einige Körpertypen werden eine verstellbare Lordosenstütze vermissen. Auch die fixe Sitztiefe ist ein Nachteil für Menschen mit besonders langen oder kurzen Oberschenkeln. Das bequeme Sitzpolster verursacht auch nach langem Sitzen keine unangenehmen Druckpunkte.

Preis

Mit einem Preis ab 730 Euro je nach Farbwahl positioniert sich der Interstuhl Pure Active im mittleren bis gehobenen Preissegment für Bürostühle. Am günstigsten sind die Bürostühle direkt beim Hersteller.

Wer sich für den Pure Active entscheidet, sollte unbedingt die optionalen 4D-Armlehnen in Betracht ziehen. Diese kosten etwa 45 Euro Aufpreis.

Fazit

Das minimalistische Konzept des Interstuhl Pure Active mit den wenigen Einstellungsmöglichkeiten funktioniert erstaunlich gut – allerdings nicht für jeden. Wer spezifische ergonomische Anforderungen hat oder außerhalb der empfohlenen Körpermaße liegt, sollte den Stuhl unbedingt vor dem Kauf testen. Das 30-tägige Rückgaberecht bietet dafür eine gute Möglichkeit.

Der Preis von 729 Euro (plus 45 Euro für die empfehlenswerten 4D-Armlehnen) ist für den in Deutschland gefertigten Bürostuhl angemessen.

Flexispot Apollo im Test: Stylischer Premium-Bürostuhl mit toller Bedienung

Der schicke Flexispot Apollo kommt mit angepasster Synchronmechanik, adaptiver Lordosenstütze und ausziehbarer Fußstütze. Rund 1000 Euro kostet der Bürostuhl.

VORTEILE

  • tolle Mechanik
  • umfangreiche Anpassung
  • einfache Bedienung
  • Verarbeitung & Optik
  • bis 158 kg

NACHTEILE

  • hoher Preis
  • Fußstütze rastet nicht ein
  • Kopfstütze zunächst locker
  • viel Verpackungsmüll
  • für kleine Personen zu hoch

Der schicke Flexispot Apollo kommt mit angepasster Synchronmechanik, adaptiver Lordosenstütze und ausziehbarer Fußstütze. Rund 1000 Euro kostet der Bürostuhl.

Flexispot kennen wir bereits. Mit dem C7 Morpher (Testbericht) hat der Hersteller einen Platz in unserer Bestenliste der ergonomischen Bürostühle erreicht. Mit dem Apollo geht er nun einen Schritt weiter.

Das zeigt schon der Preis: 1000 Euro für die schwarze, 1030 Euro für die graue Variante. Damit bewegt sich der Apollo im Bereich von Modellen wie dem Herman Miller Aeron (Testbericht) oder dem Steelcase Gesture (Testbericht). Die Ausstattung ist umfangreich. Eine angepasste Synchronmechanik – Flexispot nennt sie SyncGlide-Mechanik – bewegt Sitzfläche, Rückenlehne und Armlehnen synchron. Dazu kommen eine adaptive Lordosenstütze, flexibel anpassbare Armlehnen, eine breite Kopfstütze und eine ausziehbare Fußstütze. Das Fußkreuz besteht aus Aluminium, die maximale Belastbarkeit liegt bei hohen 158 kg, die Garantie bei acht Jahren.

Auf dem Papier liest sich das gut. Ob der ergonomische Bürostuhl die Erwartungen im Alltag erfüllt, zeigt unser Test.

Montage

Der Aufbau dauert etwa zehn Minuten – fast so schnell wie beim Ofinto Active (Testbericht). Fürs Auspacken und Entsorgen der Verpackung sollte man jedoch nochmal 30 Minuten einrechnen.

Der Karton ist groß und schwer, man trägt ihn besser zu zweit. Auch beim Aufbau hilft eine zweite Person, denn einzelne Teile bringen ordentlich Gewicht mit. Das Anleitungsheft im DIN-A5-Format ist klar strukturiert, hätte aber gerne etwas größer ausfallen dürfen.

Der Aufbau ist simpel. Zuerst Rollen und Gasfeder ins Fußkreuz aus Aluminiumlegierung stecken. Dann die komplett vormontierte Sitzeinheit mitsamt Rückenlehne und Armlehnen auf die Gasfeder setzen. Zum Schluss die Kopfstütze mit einer einzigen Schraube fixieren. Deren Scharniere müssen wir mit einem Schraubendreher nachziehen, sonst gibt sie beim Kopfanlehnen zu leicht nach.

Weniger erfreulich ist der Müll, allein der zerkleinerte Kunststoff füllt einen ganzen gelben Sack. Am Kartonboden liegt zudem eine harte Kunststoffplatte. Diese mussten wir mit einer Säge zerkleinern, bevor sie in die Mülltonne passte. Hier hat Flexispot Nachholbedarf.

Verarbeitung

Beim Material zeigt sich der Anspruch. Das Fußkreuz besteht aus Aluminiumlegierung. Auch Lehnenbügel, Kopfstützenhalterung und die hintere Stabilisierung der Rückenlehne sind aus poliertem Aluminium. Schick, aber anfällig für Fingerabdrücke.

Sitz und Rückenlehne sind mit einem Mesh-Gewebe aus Polyester bespannt. Der Stoff zeigt ein dezentes Muster, fühlt sich super an und sieht in echt besser aus als auf den Produktbildern.

Flexispot Apollo

Die Rollen laufen leise über Holzböden und niedrigflorigen Teppich. Mit 158 kg maximaler Belastbarkeit eignet sich der Apollo auch für schwere Personen. Damit reicht er fast an den Flexispot C7 Morpher mit 163 kg heran. Auf den Stuhl gibt Flexispot acht Jahre Garantie.

Design

Schwarz oder Grau – mehr Farben gibt es nicht. Das Design wirkt modern, ohne zu arg ins Futuristische abzudriften. Auffällig ist die schmetterlingsartige Aluminium-Stabilisierung hinter der Rückenlehne.

Mit einer Gesamthöhe inklusive Basis von 101,5 bis 144 cm, einer 63 cm hohen und 50 cm breiten Rückenlehne sowie einer 52 cm breiten Sitzfläche ist der Apollo kein zierliches Möbelstück. Ganz so wuchtig wie der hauseigene C7 Morpher wirkt er aber nicht. Die Kopfstütze misst 41,5 cm in der Breite und 21 cm in der Höhe. Insgesamt fügt sich der Apollo gut in Büros und Homeoffices ein. Wer es noch ein wenig dezenter bevorzugt, schraubt die Kopflehne an.

Ergonomie

Hier liegt die Stärke des Apollo. Herzstück ist die SyncGlide-Mechanik. Beim Zurücklehnen bewegen sich Sitzfläche, Rückenlehne und Armlehnen synchron, während die adaptive Lordosenstütze den unteren Rücken kontinuierlich begleitet. Das verhindert den Hemdauszieheffekt und stützt die Wirbelsäule durchgehend.

Die Rückenlehne neigt sich bis 156 Grad und arretiert in 15 Positionen. Bedient wird sie über zwei rote Hebelchen, die unter den Armauflagen sitzen und dadurch sehr gut erreichbar sind. Der rechte verstellt die Sitzhöhe, der linke entriegelt die Rückenlehne. Das ist praktischer als das blinde Tasten unter der Sitzfläche, das man von vielen Bürostühlen kennt. Vor allem bei mehreren Nutzern, die den Stuhl häufig anpassen, zahlt sich das aus.

Flexispot Apollo

Die Sitzhöhe lässt sich stufenlos zwischen 50,5 und 59,5 cm verstellen. Die Sitztiefe variiert zwischen 39,5 und 44,5 cm.

Die Armlehnen sind 28 cm lang und im Höhenbereich von 66,5 bis 81,5 cm arretierbar. Zusätzlich verschieben sie sich 5 cm nach vorn und hinten. Jede Armlehne dreht sich um 45 Grad in beide Richtungen, über einen Metallkopf unter der Armlehne stellt man den Abstand zur Sitzmitte ein.

Die Kopfstütze ist um drei Achsen verstellbar – um 45, 120 und 160 Grad. Damit ist sie flexibler als die Kopfstütze des Ergotopia Pureback (Testbericht), die sich nur in der Höhe verstellen lässt. Eine Besonderheit ist die ausziehbare Fußstütze. Länge und Winkel lassen sich anpassen, nach Gebrauch verschwindet sie unter dem Sitz.

Flexispot empfiehlt den Apollo für Körpergrößen zwischen 1,60 und 1,85 m. In der Praxis eignet er sich eher für größere Personen zwischen 170 und 195 cm. Kleinere Nutzer könnten an der minimalen Sitzhöhe von 50,5 cm scheitern.

Praxistest

Im Alltag wirkt die SyncGlide-Mechanik angenehm natürlich. Beim Zurücklehnen bleibt die Lordosenstütze konstant am unteren Rücken. Die Bewegung fällt runder aus als bei einer klassischen Synchronmechanik.

Die Hebelchen unter den Armlehnen sind im Alltag ein Gewinn. Wer schon einmal unter dem Stuhl nach dem richtigen Hebel gefingert hat, weiß die Lösung zu schätzen.

Das Mesh-Gewebe hält den Rücken im Sommer kühl. Im Winter kann es dadurch etwas frisch werden – ein bekanntes Phänomen bei Mesh-Stühlen. Die Armlehnen verstellen sich nicht ungewollt während der Nutzung. Der Widerstand ist groß genug, um versehentliche Verstellungen zu verhindern. Das ist ein Vorteil gegenüber dem C7 Morpher, dessen Armlehnen sich gelegentlich von selbst verstellen.

Weniger überzeugt die Fußstütze. Sie rastet nicht zuverlässig im Stuhl ein und rutscht bei schnellen Bewegungen, etwa beim Drehen, leicht heraus. Auch die zunächst zu lockere Kopfstütze trübt den Eindruck etwas. Insgesamt bietet der Apollo dennoch eine große Flexibilität. Sitzhöhe, Sitztiefe, Kopfstütze, Armlehnen und SyncGlide-Funktion lassen sich präzise an Körpergröße, Sitzhaltung und Arbeitsalltag anpassen.

Preis

Der Flexispot Apollo kostet 1000 Euro in Schwarz und 1030 Euro in Grau direkt im Hersteller-Shop.

Fazit

Der Flexispot Apollo ist ein technisch durchdachter ergonomischer Bürostuhl. Die SyncGlide-Mechanik sorgt für eine fließende Bewegung beim Zurücklehnen, die adaptive Lordosenstütze begleitet den unteren Rücken kontinuierlich. Armlehnen und Kopfstütze bieten umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten.

Hervorzuheben sind die Hebelchen unter den Armlehnen. Sie machen das Suchen unter dem Sitz überflüssig und sind besonders dort sinnvoll, wo mehrere Personen den Stuhl nutzen und regelmäßig verstellen. Auch die ausziehbare Fußstütze ist eine praktische Lösung.

Die Verarbeitung gefällt. Aluminium-Fußkreuz, die Stabilisierung in Schmetterlingsform und das Mesh-Gewebe wirken hochwertig. Die Belastbarkeit von 158 kg und acht Jahre Garantie sprechen für Langlebigkeit. Die Rollen laufen leise über Holzböden und niedrigflorigem Teppich. Das polierte Aluminium zieht allerdings Fingerabdrücke an.

Schwächen bleiben. Die Fußstütze rastet nicht zuverlässig ein, die Kopfstütze braucht initial einen Schraubendreher. Die Verpackung produziert viel Müll, inklusive einer Kunststoffplatte, die wir mit der Säge zerkleinern mussten. Die Herstellerempfehlung zur Körpergröße passt nicht zur Praxis – der Stuhl eignet sich eher für größere Personen.

Bleibt der Preis. 1000 Euro sind viel. Für weniger Geld bekommt man mit dem Flexispot C7 Morpher einen ähnlich gut ausgestatteten Bürostuhl aus demselben Haus. Wer Wert auf die cleveren Bedienkonzepte und die hochwertige Verarbeitung legt und das Budget hat, macht mit dem Apollo dennoch nichts falsch.

Bürostuhl Yaasa Chair Plus im Test: Überraschend gut und bequem für 200 Euro

Der ergonomische Bürostuhl Yaasa Chair Plus bietet für unter 200 Euro eine ergonomische Ausstattung, die man in dieser Preisklasse sonst selten findet.

VORTEILE

  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Lordosenstütze in Höhe und Tiefe verstellbar
  • gute Armlehnen
  • atmungsaktive Rückenlehne
  • Belastbarkeit bis 150 kg

NACHTEILE

  • nur in Schwarz erhältlich
  • Flüsterrollen für manche Nutzer eventuell zu leichtgängig
  • für sehr große Personen zu klein

Der ergonomische Bürostuhl Yaasa Chair Plus bietet für unter 200 Euro eine ergonomische Ausstattung, die man in dieser Preisklasse sonst selten findet.

Ergonomische Bürostühle mit umfassenden Verstellmöglichkeiten kosten häufig 400 Euro oder mehr. Der Yaasa Chair Plus will das ändern. Mit dem Rabattcode heise30 kostet er direkt beim Hersteller 193,20 Euro.

Damit positioniert sich der Yaasa in einem Segment, in dem ansonsten der Ikea Markus (Testbericht) für 149 Euro und der Protoarc EC200 (Testbericht) für 170 Euro konkurrieren. Der Chair Plus verspricht ein Ausstattungsniveau, das man sonst eher in höheren Preisklassen erwartet: eine in Höhe und Tiefe verstellbare Lordosenstütze, vollwertige 4D-Armlehnen sowie eine anpassbare Kopfstütze. Hinzu kommen fünf Jahre Herstellergarantie und die Zertifizierungen nach ANSI/BIFMA X5.1-2017 und DIN EN 1335-2:2018.

Die maximale statische Belastbarkeit liegt bei ordentlichen 150 Kilogramm. Damit übertrifft der ergonomische Bürostuhl viele Konkurrenten in dieser Preisklasse deutlich – der Protoarc EC200 etwa schafft nur 127 Kilogramm. Ob die Praxis hält, was die Datenblätter versprechen, klärt unser Test.

Montage

Der Yaasa Chair Plus wird in einem Paket geliefert und muss selbst zusammengebaut werden. Eine ausführliche Aufbauanleitung steht als PDF zum Download bereit. In der Praxis genügt jedoch der mitgelieferte DIN-A4-Ausdruck – der Stuhl ist in nur vier Schritten fertig.

Die Montage dauert etwa 20 Minuten. Mit knapp 18,5 Kilogramm Gesamtgewicht ist der Aufbau auch alleine möglich. Dem Karton liegen alle benötigten Schrauben bei, allerdings keine Ersatzschrauben. Yaasa nutzt zwei verschiedene Inbusgrößen, die passenden Schlüssel sind im Lieferumfang enthalten. Wir empfehlen dennoch einen Akkuschrauber – das beschleunigt den Aufbau spürbar.

Die Passgenauigkeit ist ordentlich, die Schrauben drehen sich sauber in die vorgesehenen Gewinde. An die zehn Minuten des Ofinto Active (Testbericht) kommt der Yaasa zwar nicht heran, hängt aber den Sihoo Doro C300 Pro V2 (Testbericht) mit seinen 30 Minuten Aufbauzeit klar ab. Wer schon einmal einen Bürostuhl montiert hat, wird hier keinerlei Schwierigkeiten haben. Nach dem Zusammenbau sitzen alle Verbindungen fest.

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Yaasa Chair Plus ist solide. Die Sitzschale besteht aus Kunststoff, das Sitzpolster aus Formschaumstoff auf Polyurethan-Basis. Darüber spannt sich ein Polyester-Bezug. Die Rückenlehne aus Polyester und Polyamid ist atmungsaktiv – ein wichtiges Detail für heiße Arbeitstage.

Die Armlehnen bestehen aus Kunststoff mit einer angenehmen Polyurethan-Auflage. Auch das Fußkreuz mit 66 cm Durchmesser ist aus Kunststoff gefertigt. Hier muss man Abstriche gegenüber teureren Modellen machen, in dieser Preisklasse ist das jedoch üblich. Bei den Rollen darf man wählen: Universalrollen für weiche und harte Böden oder geräuscharme Flüsterrollen, die an Inline-Skate-Rollen erinnern. Beide bestehen aus Polypropylen und Polyurethan.

Die Mechanik wirkt einfach, aber robust. Mit fünf Jahren Garantie zeigt Yaasa Vertrauen in die eigene Qualität. Das Gesamtgewicht von 18,5 Kilogramm ist angenehm – schwer genug für Standfestigkeit, leicht genug zum Verschieben.

Yaasa Chair Plus

Design

Schwarz, schlicht, zurückhaltend. Der Yaasa Chair Plus verzichtet auf futuristische Spielereien und fügt sich unauffällig ins Büro und Homeoffice ein. Wer einen optischen Hingucker sucht, wird hier nicht fündig – dafür dominiert der Stuhl auch keinen Raum.

Trotz der Kopfstütze (30 × 15 cm) wirkt der Bürostuhl nicht wuchtig. Die Rückenlehne misst 45,5 cm in der Breite, das Sitzpolster ist 51 cm breit und 49 cm tief. Die Gesamthöhe variiert zwischen 113 und 134 cm – damit eignet sich der Yaasa für die meisten Körpergrößen.

Ergonomie

Beim Chair Plus liefert Yaasa für seinen Preis eine bemerkenswerte ergonomische Ausstattung. Im Zentrum steht die Synchronmechanik mit stufenlos verstellbarem Widerstand und Arretierfunktion. Sie ermöglicht natürliche Bewegungsabläufe und entlastet die Wirbelsäule. Die Rückenlehne lässt sich in vier Positionen fixieren – vom konzentrierten Arbeiten in aufrechter Haltung bis zum entspannten Zurücklehnen.

Die Sitztiefe ist um 4 cm verstellbar. Das ist ein wichtiges Feature, das beim Ikea Markus fehlt. Die Sitzhöhe variiert zwischen 44,5 und 56,5 cm bei Universalrollen, mit den Flüsterrollen kommt 1 cm hinzu. Für sehr große Personen ab etwa 195 cm könnte die maximale Sitzhöhe knapp werden.

Yaasa Chair Plus

Besonders hervorzuheben ist die Lordosenstütze. Sie lässt sich sowohl in der Höhe als auch in der Tiefe verstellen. Damit liegt der Yaasa auf Augenhöhe mit dem Protoarc EC200, dessen 2-Wege-Lordosenstütze wir bereits gelobt haben. Die individuelle Anpassung an die eigene Wirbelsäulenkrümmung gelingt deutlich präziser als bei Stühlen mit fester Lendenstütze.

Die Armlehnen verdienen besondere Erwähnung. Sie sind in Höhe, Breite, Tiefe und Winkel anpassbar – also vollwertige 4D-Armlehnen, wie man sie sonst eher in der Preisklasse jenseits der 300 Euro findet. Im Gegensatz zu den Armlehnen des Flexispot C7 Morpher (Testbericht), die sich gelegentlich von selbst verstellen, sitzen die des Yaasa fest und bleiben in ihrer Position. Das gilt auch für die Kopfstütze, verstellbar in Höhe und Neigung.

Praxistest

Der Yaasa Chair Plus zeigt seine Stärken bei längeren Arbeitssitzungen. Der Sitzkomfort ist hoch, die Rückenunterstützung umfassend. Die atmungsaktive Rückenlehne sorgt für ein angenehmes Klima.

Wir haben uns für die Flüsterrollen entschieden und sind damit sehr zufrieden. Sie gleiten leise und leichtgängig über den kurzen Teppich. Allerdings könnten sie für manche Nutzer zu leichtgängig sein. Wer einen festeren Roll-Widerstand bevorzugt, greift besser zu den Universalrollen.

Yaasa Chair Plus

Die Synchronmechanik arbeitet harmonisch. Beim Zurücklehnen folgt die Rückenlehne der Bewegung und hält den Kontakt zum Rücken. Der stufenlos verstellbare Widerstand lässt sich präzise an das eigene Körpergewicht anpassen. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase, in der man die optimale Höhe und Tiefe der Lordosenstütze findet, fühlt sich das Sitzen merklich entspannter an.

Preis

Der Yaasa Chair Plus kostet direkt beim Hersteller mit dem Rabattcode heise30 193,20 Euro.

Fazit

Der Yaasa Chair Plus ist ein gelungener ergonomischer Bürostuhl mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis. Für unter 200 Euro erhält man eine Ausstattung, die sonst eher in höheren Preisklassen zu Hause ist. Lordosenstütze in Höhe und Tiefe verstellbar, vollwertige 4D-Armlehnen, Sitztiefenverstellung, anpassbare Kopfstütze und eine Synchronmechanik mit stufenlosem Widerstand – das ist eine bemerkenswerte Liste.

Die Verarbeitung ist solide und dem Preis angemessen. Sitzschale und Fußkreuz aus Kunststoff sind in dieser Preisklasse üblich. Wer ein Aluminium-Fußkreuz möchte, muss zu teureren Modellen wie dem Ofinto Active greifen. Die fünf Jahre Garantie versprechen Qualität. Mit einer maximalen Belastbarkeit von 150 Kilogramm übertrifft der Yaasa viele Konkurrenten in dieser Preisklasse.

Im direkten Vergleich schlägt der Yaasa Chair Plus den Ikea Markus bei den Einstellmöglichkeiten deutlich. Mit dem Protoarc EC200 liegt er etwa gleichauf, bietet aber zusätzlich 4D-Armlehnen statt nur höhenverstellbarer Modelle.

Kippfunktion statt Keilkissen: Ofinto Ergonomischer Bürostuhl Active im Test

Der Ofinto Ergonomischer Bürostuhl Active macht mit seiner optionalen Sitzkippfunktion Keilkissen überflüssig. Wir zeigen, warum sich das lohnt.

VORTEILE

  • Sitzkippfunktion ersetzt Keilkissen
  • hochwertige Verarbeitung
  • Montage in nur 10 Min.
  • 100 Tage Rückgaberecht

NACHTEILE

  • Armlehnen zu niedrig
  • keine Kopfstütze

Der Ofinto Ergonomischer Bürostuhl Active macht mit seiner optionalen Sitzkippfunktion Keilkissen überflüssig. Wir zeigen, warum sich das lohnt.

Die optionale Sitzkippfunktion des Ofinto Ergonomischer Bürostuhl Active neigt die Sitzfläche um vier Grad nach vorn – eine Funktion, die sonst nur Keilkissen bieten. Das klingt zunächst unspektakulär, entpuppt sich aber als clevere Lösung für ein klassisches Problem vieler Schreibtischarbeiter: Wie sitzt man dauerhaft aufrecht, ohne dass der Rücken schmerzt?

Der Ofinto Active trägt bis zu 130 Kilogramm. Mit 18 Kilogramm Eigengewicht ist er kein Leichtgewicht, aber auch nicht übermäßig schwer. Wie sein Geschwistermodell Ofinto Ergo (Testbericht) verzichtet er auf eine Kopfstütze. Ofinto gewährt zehn Jahre Garantie auf die Mechanik und 100 Tage Rückgaberecht mit kostenlosem Versand.

Montage

Hier macht Ofinto alles richtig. Während der Clouvou Masterseat mit seinem komplizierten Aufbau für Kopfschmerzen sorgt, glänzt der Active mit vorbildlicher Einfachheit. Nur zehn Minuten trennen den verschlossenen Karton vom fertigen Bürostuhl.

Armlehnen und Mechanik kommen vormontiert. Die Rückenlehne wird mit drei Schrauben befestigt – inklusive Federringe und Unterlegscheiben für dauerhafte Verbindung. Dann die fünf Rollen ins Aluminium-Fußkreuz drücken, Gasfeder der Klasse 4 einsetzen, Sitz aufsetzen – fertig.

Verarbeitung

Der atmungsaktive Netzrücken wirkt robust, der Polyester-Sitzbezug mit vier cm Polsterung bietet mittelharte Unterstützung. Das gebürstete und pulverbeschichtete Aluminium-Fußkreuz ist ein echter Pluspunkt. Hier können die Rollen nicht ausbrechen – ein mögliches Problem bei Kunststoff-Varianten wie beim Ergotopia Nextback. Die PU-Rollen gleiten leise und leichtgängig über Hartboden und niedrigen Teppich.

Die Kippmechanik lässt sich einfach in vier Stufen arretieren.

Design

Zeitlos, harmonisch, minimalistisch – so lässt sich das Design des Active zusammenfassen. Die schlichten, modernen Linien wirken unaufdringlich. Käufer wählen zwischen Weiß und Mattschwarz. Wir haben die weiße Variante vorliegen.

Mit 70-cm-Fußkreuz-Durchmesser nimmt er nicht mehr Platz ein als nötig. Die Rückenlehne (46 × 56 cm) und Sitzfläche (47 × 46–51 cm) sind großzügig dimensioniert. Der Verzicht auf eine Kopfstütze macht den Stuhl weniger wuchtig, nimmt ihm aber etwas an Komfort. Ein dezentes Etikett zeigt den Markennamen.

Ergonomie

Hier spielt der Active seine Stärken aus. Die Sitzhöhe variiert von 44 bis 54 cm, mit Kippfunktion sogar 48 bis 58 cm, und die Sitztiefe passt sich zwischen 46 und 51 cm an – perfekt für verschiedene Beinlängen.

Die Armlehnen verstellen sich in alle Richtungen: Höhe 14 – 22,5 cm, Breite 44 – 48 cm, plus Tiefe und Winkel. Allerdings dürften sie für unseren Geschmack gerne etwas weicher gepolstert sein. Auch gehen sie nicht hoch genug. Für Personen ab 185 cm oder mit einem langen Oberkörper sind sie beim aufrechten Sitzen zu niedrig. Wer eher auf dem Stuhl lümmelt, wird damit keine Probleme haben. Die stufenlos höhenverstellbare Lordosenstütze (34,5 × 10,5 cm) unterstützt den unteren Rücken spürbar besser als die feste Wölbung günstiger Modelle.

Ofinto Ergonomischer Bürostuhl Active mit Kippfunktion

Das Herzstück ist die Sitzkippfunktion für 49 Euro Aufpreis. Per Hebel rechts hinten neigt sich die Sitzfläche um vier Grad nach vorn – auch während des Sitzens. Diese Funktion öffnet den Hüftwinkel, hält den Oberkörper aufrecht und lässt die Oberschenkel leicht abwärts zeigen. Das entlastet die Bandscheiben und Wirbelsäule, verbessert die Blutzirkulation und die Atmung. Keilkissen werden überflüssig. Diese sinnvolle Funktion hebt den Active deutlich von der Konkurrenz ab und ist den Aufpreis absolut wert.

Preis

399 Euro werden für die Basis-Version des Ofinto Ergonomischer Bürostuhl Active fällig, wer die sinnvolle Sitzkippfunktion möchte, zahlt 448 Euro.

Fazit

Die Sitzkippfunktion des Ofinto Active für 49 Euro Aufpreis macht Keilkissen überflüssig. Sie verbessert die Sitzhaltung spürbar und entlastet die Wirbelsäule. Das hebt ihn klar von seinem Geschwistermodell Ofinto Ergo und der Konkurrenz ab.

Die Verarbeitung ist tadellos, die Materialien robust. Das Design wirkt unaufdringlich. Die einfache Montage in zehn Minuten ist vorbildlich. Ergonomisch bietet der Active alles, was moderne Büroarbeit verlangt: umfangreiche Einstellungen, atmungsaktive Materialien und eine effektive Lordosenstütze.

Die zehn Jahre Garantie und 100 Tage Rückgaberecht zeigen Herstellervertrauen. Das ist mehr Service als bei den meisten Konkurrenten. Allerdings sind die zu tiefen Armlehnenhöhe für größere Personen problematisch. Auch werden einige eine Kopfstütze vermissen.

Bürostuhl Clouvou Masterseat im Test

Der Clouvou Masterseat kostet 450 Euro. Für diesen Preis sind die ergonomischen Anpassungsmöglichkeiten enorm vielfältig. Wir haben den Bürostuhl getestet.

VORTEILE

  • vielfältige ergonomische Anpassungsmöglichkeiten
  • gute Verarbeitung
  • stylisches, modernes Design
  • Synchronmechanik mit einstellbarem Widerstand

NACHTEILE

  • Aufbau komplizierter als bei anderen Stühlen

Der Clouvou Masterseat kostet 450 Euro. Für diesen Preis sind die ergonomischen Anpassungsmöglichkeiten enorm vielfältig. Wir haben den Bürostuhl getestet.

Wichtig sind beim Bürostuhlkauf vor allem vielfältige Einstellungsmöglichkeiten, um den Stuhl optimal an die eigene Körpergröße und Sitzposition anzupassen. Der Clouvou Masterseat will genau das bieten: einen ergonomischen Bürostuhl mit umfangreichen Funktionen zu einem günstigen Preis. Wir haben den Clouvou Masterseat getestet.

Verarbeitung

Der Zusammenbau des Clouvou Masterseat gestaltet sich zunächst etwas schwieriger als bei vielen anderen Bürostühlen. Das liegt an den vielen Einzelteilen, die bei anderen Stühlen teilweise bereits vormontiert sind. Uns lag lediglich eine winzige, auf eine DIN-A5-Seite gequetschte Anleitung vor. Laut Clouvou ist das Vergangenheit. Neue Stühle werden mit einer schicken neuen Anleitung geliefert. Sie liegt uns als PDF vor und macht einen übersichtlichen Eindruck.

Steht der Stuhl dann, macht er optisch einiges her. Das schicke Metallelement, die geschwungene Form und die stylischen Rollen gefallen auf Anhieb. Auch die Materialien und die Verarbeitung wirken hochwertiger, als es der günstige Preis zunächst vermuten lässt.

Ergonomie

Ist der Clouvou Masterseat aufgebaut, passt er sich dank seiner vielen Einstellungsmöglichkeiten perfekt an den Körper an. Die Rückenlehne ist höhenverstellbar, die Sitzfläche lässt sich horizontal nach vorne oder hinten schieben, um die Oberschenkel zu entlasten. Die Armlehnen sind weich gepolstert und in alle Richtungen verstellbar. Auch die Kopfstütze kann man nicht nur in der Höhe, sondern auch in der Tiefe anpassen.

Der Stuhl eignet sich so auch für größere Personen. Die Höhenverstellung über die Gasfeder ermöglicht eine komfortable Sitzposition für die meisten Körpergrößen. Insgesamt bietet der Clouvou Masterseat umfangreiche ergonomische Anpassungsmöglichkeiten, die man in dieser Preisklasse nicht unbedingt erwartet.

Praxistest

Im Praxistest über mehrere Tage hinweg hinterlässt der Clouvou Masterseat einen guten Eindruck. Dank der vielen Einstellmöglichkeiten findet man schnell eine bequeme und ergonomisch sinnvolle Sitzposition. Auch nach mehrstündigem Sitzen bleibt der Stuhl angenehm und der Rücken fühlt sich gut unterstützt an.

Die Synchronmechanik funktioniert einwandfrei. Der Widerstand lässt sich in mehreren Stufen anpassen, sodass die Rückenlehne mehr oder weniger stark mitschwingt, wenn man sich nach hinten lehnt. Das sorgt für Bewegung und beugt statischem Sitzen vor. Die Sitzfläche schiebt sich dabei leicht nach vorn, was den Körper zusätzlich öffnet und die Blutzirkulation fördert.

Preis

Der Clouvou Masterseat kostet 460 Euro bei Amazon.

Fazit

Der Clouvou Masterseat überzeugt im Test mit einer hochwertigen Verarbeitung, stylischem Design und vor allem mit seinen vielfältigen ergonomischen Anpassungsmöglichkeiten. Rückenlehne, Sitzfläche, Armlehnen und Kopfstütze lassen sich in praktisch alle Richtungen verstellen. So findet man eine optimale Sitzposition.

Auch wenn der Aufbau etwas fummeliger ist, entschädigen Sitzkomfort und Ergonomie. Mit dem aktuellen Preis von 460 Euro ist der Clouvou Masterseat nicht billig. Er eignet sich für alle, die viel im Sitzen arbeiten und Wert auf einen ergonomischen Arbeitsplatz legen.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Hinomi X1

Sharkoon Officepal C30

Secretlab Titan Evo

Blitzwolf BW-HOC5

Sharkoon Officepal C10

Newtral Magic H Pro

Sihoo Doro C300 Pro V2

Maidesite EC2

Hivar Skylar

Sihoo Doro C300

Flexispot BS14

Flexispot BS12 Pro

Ikea Markus

Sihoo Doro S300

Flexispot BS13

Razer Iskur V1

Ergotopia Pureback

Ofinto Ergo

Ergotopia Nextback



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Künstliche Intelligenz

Blackbox Hauptstadt: Wie der Berliner Senat die Informationsfreiheit einmauert


Ein gezielter Anschlag auf eine Berliner Kabelbrücke Anfang Januar legte zehntausende Haushalte tagelang lahm und machte die Verwundbarkeit moderner Infrastruktur sichtbar. Die politische Reaktion der Berliner Koalition aus CDU und SPD richtete sich aber nicht vorrangig auf technischen Objektschutz, sondern auf das Informationsfreiheitsgesetz (IFG).

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Unter dem Motto „zu viel Transparenz“ sei auch nicht gut, setzte Schwarz-Rot weitreichende Verschärfungen durch. Die neuen Regeln führen nach Angaben von FragDenStaat bereits zu einer behördlichen Blockadehaltung bei Transparenzanfragen, gegen die die Plattform nun im Eilverfahren vor dem Berliner Verwaltungsgericht vorgeht.

Was mit einer Ankündigung des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) begann, wurde trotz Widerstands unter anderem der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit, Meike Kamp, im Schnelldurchlauf umgesetzt. Kritiker warnten davor, öffentliche Sicherheit und demokratische Transparenz gegeneinander auszuspielen.

Die neue Regelung nimmt ganze Bereiche von der Informationspflicht aus, darunter kritische Infrastrukturen wie Energie und Wasser, Telekommunikation, Transport oder Gesundheit. Auch für Informationen, die für diese Einrichtungen wichtig sind, gilt eine Ausnahme. Dazu schafft das Gesetz Ausnahmen für bestimmte Arten von Informationen, egal wo sie vorliegen.

Nach Darstellung von FragDenStaat zeigen die ersten Wochen unter dem neuen Regime erhebliche Einschränkungen der Informationsfreiheit und große Unsicherheit in den Berliner Behörden. Erste Ablehnungsbescheide stützen sich pauschal auf die neuen Bereichsausnahmen. Gleichzeitig herrscht in Teilen der Senatsverwaltungen Unklarheit über deren Anwendung.

Die Folge: Gesetzliche Antwortfristen werden überschritten, häufig mit Verweis auf zusätzlichen Prüfaufwand durch die Gesetzesänderung. Mehrere Senatsverwaltungen erklärten auf Nachfrage jedoch, seit Januar keine neuen Weisungen oder Leitfäden zur Bearbeitung von Transparenzanträgen erlassen zu haben. Die Behörden agieren damit weitgehend ohne klare Vorgaben.

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Besonders umstritten ist der neue Paragraf 2 Absatz 3. Die bundesweit einmalige Regelung schließt die Informationsfreiheit aus, sobald Angaben zu Einrichtungen der kritischen Infrastruktur im Sinne des Katastrophenschutzgesetzes betroffen sind.

Da dieser Begriff weit gefasst ist, führt der Umgang damit nach Ansicht von FragDenStaat zu absurden Ergebnissen. Selbst die Frage an die Innenverwaltung, welche Anlagen überhaupt unter die Definition fallen, lehnte diese ab. Begründung: Bereits die Auskunft darüber betreffe kritische Infrastruktur und müsse geheim bleiben.

Durch die weite Auslegung der neuen Vorschriften werde die Verwaltung zur Blackbox, politische Entscheidungen blieben für die Öffentlichkeit unsichtbar und behördlicher Willkür würden kaum Grenzen gesetzt, kritisieren die Aktivisten. Damit stehe die Funktionsfähigkeit des IFG insgesamt infrage.

Ob diese Praxis vor Gericht Bestand hat, ist offen. Bis Verwaltungsgerichte über die Auslegung entscheiden, könnten Monate oder Jahre vergehen – eine Zeit, in der die Informationsfreiheit faktisch eingeschränkt bleibt. Um schneller an Informationen zu gelangen, setzt FragDenStaat verstärkt auf Presseanfragen, da die Bereichsausnahme dafür nicht gilt. Zudem hat die Plattform Eilrechtsschutz beantragt, nachdem der Senat eine Liste der betroffenen Infrastrukturbetreiber zur Verschlusssache erklärte.


(vbr)



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