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Top 10: Der beste Sportkopfhörer im Test – Shokz vor Beats & Soundcore
Sport macht mit Musik oder Podcasts einfach mehr Spaß. Von In-Ear bis Open-Ear: Wir zeigen die zehn besten kabellosen Kopfhörer für Sport.
Wer regelmäßig Sport treibt, hört dabei häufig Musik, Podcasts oder Hörbücher. Das verhindert Langeweile und motiviert zusätzlich. Bluetooth-Kopfhörer sind die naheliegende Lösung. Vielen Smartphones fehlt inzwischen die Klinkenbuchse, zudem ist nichts ärgerlicher, als wenn sich das Kabel beim Sport verfängt. Klassische MP3-Player spielen beim Sport nur noch eine Nebenrolle – das Smartphone hat sie weitgehend abgelöst.
Die wohl größte Herausforderung für Sportkopfhörer ist Schweiß. Mit der Zeit fängt der Kopfhörer an, unangenehm zu riechen. Die In-Ear-Sportkopfhörer dieser Bestenliste bringen alle mindestens einen Spritzwasserschutz mit. Diese Kopfhörer kann man dann mit einem feuchten Tuch nach dem Training abwischen.
In dieser Top 10 zeigen wir die unserer Meinung nach besten Kopfhörer für sportliche Aktivitäten. Darunter befinden sich klassische Open-Ear-Kopfhörer, Clip-On-Kopfhörer, In-Ear-Kopfhörer, Knochenschallkopfhörer und Hybrid-Varianten.
Welcher ist der beste Sportkopfhörer?
Unser Testsieger ist der Shokz Openrun Pro 2 für 150 Euro (Galaxus). Dank des klassischen Bügeldesigns in zwei Größen sitzt er besonders sicher und bequem. Zudem kombiniert er konventionelle Schallübertragung mit Knochenschall und klingt so besser als die meisten Open-Ear-Konkurrenten.
Wer beim Sport Wert auf optimales ANC legt, der sollte sich unseren Technologiesieger Beats Powerbeats Pro 2 für 229 Euro (Amazon) genauer anschauen. Neben perfektem Halt, tollem Klang und langer Akkulaufzeit bietet er zudem eine Herzfrequenzmessung.
Wer sparen will, greift zu unseren Preis-Leistungs-Sieger Earfun Air Pro 4+ für 75 Euro (Amazon). Auch wenn nicht explizit für Sport ausgewiesen, sitzen die In-Ear-Kopfhörer mit ANC super im Ohr und bieten sich dank IP55 für sportliche Aktivitäten an. Abseits davon klingen sie auch noch richtig gut.
Welche Kopfhörer sind die besten für Sport?
Sportkopfhörer kommen mit Schweiß oder Regenwasser in Berührung. Deswegen berücksichtigen wir in dieser Bestenliste nur Modelle, die mindestens gegen Sprühwasser (IPX4) geschützt sind, besser ist hier der Schutz vor Strahlwasser (IPX5). Dann kann man sie selbst nach einem ausgiebigen Training oder einem Wolkenbruch unterwegs problemlos weiternutzen, auch ein feuchtes Abwischen aus Hygienegründen ist kein Problem. Die Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit wird grundsätzlich über IP-Codes definiert, die international einheitlich genormt sind.
Kopfhörer ab IPX7 sind sogar wasserdicht. In der Regel gilt das nur für Süßwasser ohne Zusätze bis in eine Tiefe von 1 Meter und für maximal 30 Minuten, außer der Hersteller macht andere Angaben, etwa zu Chlor- oder Salzwasser. Für eine ordentliche Reinigung im Waschbecken ist das praktisch. Einige Modelle sind sogar nach IPX8 wasserdicht. Andere bringen eine Militärzertifizierung mit, die die Oberfläche besonders robust gegenüber Salzwasser macht. Wir raten dennoch aus hygienischen Gründen dazu, nach jedem Training die Kopfhörer zumindest mit einem nassen Lappen abzuwischen.
Sportkopfhörer benötigen einen sicheren Halt. Es hilft nichts, wenn man beim Laufen ständig stoppen und die Kopfhörer neu einsetzen muss. Einige Formen haben sich bewährt: Bügel, die man übers Ohr legt, sowie Flügel, die den Bluetooth-Kopfhörer im Ohr halten. Ohrhaken halten die Hörer auch bei Sprints zuverlässig in Position und gelten als sicherste Variante für intensive Trainingseinheiten. Alternativ gibt es zudem Kopfhörer, die über ein Nackenband verfügen und Modelle, die wie ein Ohrring am Ohr halten. On-Ear-Kopfhörer für Sportler sind eher selten. Für diese Bestenliste berücksichtigen wir nur Modelle, die wirklich fest sitzen.
Welche Kopfhörer sind gut für Fitness?
Im Fitnessstudio zählt vor allem eines: Konzentration. Aktive Geräuschunterdrückung reduziert die Geräusche von Hantelbänken, Laufbändern und anderen Trainierenden deutlich. Hier spielen geschlossene In-Ear-Kopfhörer ihre Stärken aus. Modelle wie die Beats Powerbeats Pro 2 oder die Earfun Air Pro 4+ liefern beim Workout den nötigen Druck im Bass, sitzen sicher und überstehen Schweiß ohne Probleme. Für Yoga oder lockeres Cardio bietet sich ein Open-Ear-Modell an, welches die Umgebungswahrnehmung erhält.
In-Ear, On-Ear, Over-Ear oder Open-Ear
Kopfhörer lassen sich grob in vier Gruppen einteilen: In-Ear-Kopfhörer, On-Ear-Kopfhörer, Over-Ear-Kopfhörer und Open-Ear-Kopfhörer. Klassische Sportkopfhörer kommen meist im In-Ear-Format und sitzen mit Flügeln oder Ohrhaken sicher im Ohr.
Alle Geräte im Test verzichten komplett auf Kabel. Die beiden Ohrstöpsel kommunizieren kabellos mit dem Smartphone und miteinander – unser Testsieger Shokz Openrun Pro 2 verbindet beide Ohrteile mit einem Silikonbügel. True Wireless Earbuds bieten überwiegend ein Transportetui mit USB-C, das sie nicht nur sicher verwahrt, sondern zeitgleich auflädt. Das sorgt dafür, dass die Geräte fast immer voll sind.
In-Ear-Kopfhörer punkten zudem durch ihre Bauweise: Die Silikonstöpsel sitzen direkt im Gehörgang, dämpfen Umgebungsgeräusche passiv und liefern oft den besten Bass und detaillierten Klang.
Eine andere Kategorie sind sogenannte Open-Ear-Kopfhörer. Diese sitzen nicht im, sondern vor dem Gehörgang, lassen Umgebungsgeräusche also zu und eignen sich deshalb gut für Aktivitäten im Freien. Beispiele dafür sind die Shokz Openfit, Soundcore Aerofit 2 und Soundcore Aerofit Pro sowie Huawei Freeclip. Diese Bauform empfehlen wir speziell für Jogger sowie Radfahrer. Denn wer im öffentlichen Raum läuft oder mit dem Zweirad unterwegs ist, nimmt zwangsläufig am Straßenverkehr teil. Wichtig ist es hierbei, seine Umgebung mitzubekommen, um gefährliche Situationen zu vermeiden.
Eine exotische Spielart sind zudem Knochenschallkopfhörer wie der Shokz Openrun Pro 2. Die Schallwellen gelangen hier nicht nur durch das Ohr, sondern auch über Vibrationen durch den Schädelknochen – genauer die Wangenknochen – zum Hörzentrum. Der Gehörgang bleibt auch hier frei. Praktisch: Die Schallübertragung über Knochenleitung funktioniert sogar unter Wasser.
Noise Cancelling & Bluetooth
Active Noise Cancelling oder aktives Noise Cancelling (ANC) ist eine Technologie, die Umgebungsgeräusche unterdrückt, indem sie Gegenschall erzeugt. Mithilfe des integrierten Mikrofons erfasst der Bluetooth-Kopfhörer den Umgebungslärm und reagiert darauf. Der Gegenschall wird mit den Umgebungsgeräuschen überlagert, um sie zu neutralisieren. Noise-Cancelling-Kopfhörer eignen sich gut für laute Umgebungen wie Flugzeuge oder Büros, um ein ruhigeres Hörerlebnis zu ermöglichen.
Auch im Fitnessstudio kann es laut sein, da ist Active Noise Cancelling besonders praktisch und blendet störende Geräusche aus. Beim Joggen raten wir In-Ear-Nutzern allerdings dazu, auf einen Ambient-Aware-Modus zu wechseln. Dieser transparente Modus erlaubt es dem Nutzer, Umgebungsgeräusche bewusst wahrzunehmen, indem er die Außengeräusche über die Mikrofone durchlässt, um eine bessere Wahrnehmung der Umgebung zu ermöglichen. Gerade in der Stadt schützt das möglicherweise vor Unfällen. Wer den Sport im Freien liebt, sollte sich mit einem Open-Ear-Modell auseinandersetzen.
Für die kabellose Verbindung erfüllen die meisten hier gezeigten Sportkopfhörer mindestens Bluetooth 5.3. Der Standard bietet eine verbesserte Übertragungsgeschwindigkeit, größere Reichweite und höhere Datenübertragungskapazität im Vergleich zu älteren Bluetooth-Headsets. Er ermöglicht auch die gleichzeitige Verbindung mit mehreren Geräten. Die aktuellste Version ist Bluetooth 6. Diese verbessert unter anderem Effizienz, Stabilität und Funktionen rund um LE Audio. Bis sich die neue Version flächendeckend durchsetzt, sollte es jedoch noch eine Weile dauern.
Welche Sportkopfhörer halten am besten?
Sportkopfhörer im In-Ear-Format bringen neben mehreren Aufsätzen häufig auch verschieden große Silikon-Flügel mit. Für die perfekte Passform sollte man etwas experimentieren und unterschiedlich große Stöpsel und Flügel ausprobieren. Dabei muss man nicht auf beiden Seiten die gleichen Größen verwenden, Ohren können unterschiedlich sein. Ein guter Sitz sorgt nicht nur für mehr Sicherheit, sondern kann auch die Klangqualität deutlich erhöhen. Zwangsläufig muss aber nicht jeder In-Ear solche Flügel anbieten, wie sich in unseren Test zeigt, halten auch klassische Modelle mitunter hervorragend im Ohr.
Ohrhaken bieten die höhere Sicherheit bei dynamischen Bewegungen wie Sprints oder HIIT. Sie verhindern zuverlässig, dass die Hörer aus dem Ohr fallen. Toll sind auch Modelle im Clip-On-Format. Diese klemmen vergleichbar einem Ohrring am Ohr.
Auch physische Tasten sind im Sportkontext praktisch: Sie lassen sich auch mit verschwitzten Fingern oder bei Regen sicher bedienen, während Touch-Steuerungen oft Fehleingaben produzieren.
| 0 | ungeschützt | 0 | ungeschützt |
| 1 | Schutz gegen Fremdkörper > 50 mm / Schutz gegen Berührung mit dem Handrücken | 1 | Schutz gegen Tropfwasser |
| 2 | Schutz gegen Fremdkörper > 12 mm / Schutz gegen Berührung mit dem Finger | 2 | Schutz gegen Tropfwasser < 15 °C |
| 3 | Schutz gegen Fremdkörper > 2,5 mm / Schutz gegen Berührung mit Werkzeugen | 3 | Schutz gegen Sprühwasser |
| 4 | Schutz gegen Fremdkörper > 1 mm / Schutz gegen Berührung mit Draht | 4 | Schutz gegen Spritzwasser |
| 5 | Schutz gegen Staub / Schutz gegen Berührungen | 5 | Schutz gegen Strahlwasser |
| 6 | staubdicht, Schutz gegen Berührung | 6 | Schutz gegen schweres Strahlwasser |
| 7 | Schutz gegen zeitweises Untertauchen | ||
| 8 | Schutz gegen dauerhaftes Untertauchen |
Wie wichtig ist die Akkulaufzeit?
Die Akkulaufzeit von Trainingskopfhörern variiert stark. Die meisten Modelle bieten zwischen 6 und 12 Stunden Wiedergabezeit – mit Ladecase oft 24 bis 36 Stunden. Für eine Trainingseinheit reicht das mehr als aus, für längere Outdoor-Trainings oder mehrtägige Touren ohne Ladegelegenheit wird es schon enger.
Praktisch sind Schnellladefunktionen: Viele Modelle liefern nach nur 10 Minuten Ladezeit mehrere Stunden Wiedergabe. Wer täglich trainiert und keine Lust auf permanentes Nachladen hat, sollte auf mindestens 8 Stunden Laufzeit am Stück achten. Der Shokz Openrun Pro 2 schafft sogar 12 Stunden – ein Spitzenwert in der Kategorie – kommt allerdings ohne Ladecase zum Zwischenladen.
Welche Kopfhörer sind am besten zum Joggen?
Beim Joggen im öffentlichen Raum ist die Wahl klar: Open-Ear-Kopfhörer wie der Shokz Openrun Pro 2 oder der Soundcore Aerofit 2 Pro sind erste Wahl. Sie lassen Verkehrsgeräusche durch und erhöhen damit die Sicherheit massiv. Wer auf der Laufbahn oder im Wald unterwegs ist und keinen Verkehr fürchten muss, kann auch zu In-Ear-Modellen greifen – und im Zweifelsfall den Transparenzmodus einschalten. Wichtig beim Laufen: Der Sitz muss bombenfest sein, denn jeder Schritt erschüttert die Hörer. Auch die Schweißresistenz ist beim Laufen entscheidend – Mindeststandard ist IPX4.
Markt und Trends bei Sportkopfhörern
Der weltweite Markt für Sportkopfhörer wächst rasant. Laut Branchenanalysen steigt das Volumen von 5,6 Milliarden Dollar im Jahr 2024 auf voraussichtlich 20,9 Milliarden Dollar bis 2034 – ein jährliches Wachstum von 14,1 Prozent. Treiber ist das wachsende Fitness- und Gesundheitsbewusstsein vieler Verbraucher. Sportkopfhörer entwickeln sich vom Nice-to-have zum unverzichtbaren Trainingspartner. Hersteller reagieren mit immer spezialisierteren Modellen: Open-Ear-Designs für Läufer, robuste In-Ear-Earbuds fürs Studio, wasserdichte Knochenschallkopfhörer für Schwimmer. Die Auswahl wird für jeden Sportler größer – die Wahl entsprechend schwieriger.
Worauf muss ich beim Kauf eines Sportkopfhörers achten?
Die Wahl des idealen Sportkopfhörers hängt von der Art des Trainings, der Ohrform und den persönlichen Vorlieben ab. Dabei sind mehrere Punkte entscheidend: die Übertragungsweise (Bluetooth oder kabelgebunden), die Bauweise (In-Ear, On-Ear, Over-Ear oder Open-Ear), die Schutzklasse gegen Schweiß und Wasser sowie die Akkulaufzeit. Zusätzliche Funktionen wie Noise Cancelling oder integrierte Pulsmessung erhöhen den Nutzen, sind aber je nach individuellem Bedarf unterschiedlich wichtig.
Wer hauptsächlich im Fitnessstudio trainiert, profitiert von ANC und festem Sitz. Wer draußen joggt oder Rad fährt, sollte zu Open-Ear oder Knochenschall greifen. Schwimmer benötigen IPX8 und idealerweise einen integrierten Speicher. Kompromisse muss man fast immer eingehen – etwa zwischen perfektem Halt und hohem Tragekomfort oder zwischen langer Akkulaufzeit und kompakter Bauform. Wichtig vor dem Kauf: die eigene Hauptsportart und den typischen Ort des Trainings definieren.
Fazit
Bluetooth-Sportkopfhörer sollten fest sitzen und den Kontakt mit Wasser und Schweiß vertragen. Die von uns vorgestellten Modelle bieten alle einen guten Halt und kommen auch mit Feuchtigkeit zurecht. Noise Cancelling ergibt jedoch nicht bei allen Sportkopfhörern Sinn. Wir raten dazu, In-Ear-Kopfhörer mit ANC nur Indoor zu nutzen. Wer im Freien läuft oder radelt, findet bei einem Open-Ear-Kopfhörer eine spannende Alternative oder sollte zumindest bei In-Ears den transparenten Modus aktivieren.
Unser Testsieger Shokz Openrun Pro 2 überzeugt mit seinem Bügeldesign, der Kombination aus Knochenschall und konventioneller Schallübertragung sowie 12 Stunden Akkulaufzeit. Wer maximale Performance und Noise Cancelling beim Workout will, greift zu den Beats Powerbeats Pro 2. Sparfüchse machen mit den Earfun Air Pro 4+ alles richtig. In jedem Fall gilt: Der beste Sportkopfhörer ist der, der zur eigenen Sportart, zum eigenen Ohr und zum eigenen Trainingsalltag passt.
Mehr zum Thema Sound zeigen wir in diesen Bestenlisten:
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Rocket Lab kauft Iridium: Konkurrenz für SpaceX im Satellitenmarkt
Das Raumfahrtunternehmen Rocket Lab hat am Montag, den 29. Juni, angekündigt, Iridium Communications für 8 Milliarden US-Dollar zu schlucken. Der Abschluss der Transaktion wird für Mitte 2027 erwartet, ausstehend sind noch Aktionärs- und Regulierungsfreigaben. Rocket Lab wird im Rahmen einer Bar- und Aktientransaktion alle ausstehenden Stammaktien von Iridium für 54 US-Dollar pro Aktie erwerben. Sollte die Übernahme glücken, erhält das Unternehmen die Kontrolle über eine Satellitenflotte und Zugang zu Funkressourcen, mit denen es mit SpaceX konkurrieren könnte.
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Vom Satellit aufs Handy
Rocket Lab und Iridium sagen in ihrer Ankündigung, dass das Unternehmen „die führenden Startkapazitäten und die Satellitenfertigung von Rocket Lab mit dem globalen Satellitenkommunikationsnetzwerk, den Frequenzressourcen und dem mehr als 500 Partner umfassenden Ökosystem von Iridium“ vereine.
Ziel sei der Aufbau „eines wettbewerbsfähigen, vertikal integrierten Raumfahrtunternehmens“, das „eigene Satellitenkonstellationen entwirft, baut, startet und betreibt und so Millionen von Nutzern weltweit wichtige Kommunikationsmöglichkeiten bietet“.
Durch die Transaktion erhalte Rocket Lab Zugriff auf weltraumgestützte Anwendungen, darunter sowohl proprietäre als auch auf Standards basierende Satelliten-IoT- und Direct-to-Device-Dienste (D2D), PNT (Positioning, Navigation und Timing) sowie lebenswichtige Sicherheitsdienste. Rocket Lab wird damit von einem Raumfahrtunternehmen von heute auf morgen zum Anbieter satellitenbasierter Kommunikationsdienste.
Zurzeit betreibt Iridium Communications eine Konstellation aus 66 Satelliten in der erdnahen Umlaufbahn (Low Earth Orbit – LEO), über die Mobiltelefone und andere Geräte verbunden werden können. Die Frequenzrechte, über die das Unternehmen verfüge, um diese Geräte mit seinen Satelliten zu verbinden, können weltweit genutzt werden, was sie besonders wertvoll mache, ordnet das Wall Street Journal ein.
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Das weltweit harmonisierte L-Band-Frequenzspektrum von Iridium und das Satellitennetzwerk in der erdnahen Umlaufbahn bilden laut Ankündigung „eine sichere und widerstandsfähige Grundlage für zuverlässige Satellitenkommunikation in den Bereichen Regierung, Verteidigung, Luftfahrt, Schifffahrt und Wirtschaft“. Durch den Deal übernimmt Rocket Lab zugleich eine Kundenbasis von mehr als 2,55 Millionen Abonnenten.
Wachstum und strategische Bedeutung
„Dies ist ein entscheidender Moment für die Raumfahrtindustrie und der Beginn einer neuen Ära strategischen, beschleunigten Wachstums für Rocket Lab und Iridium“, sagt Sir Peter Beck, Gründer und CEO von Rocket Lab. Weiter sagt er, dass Iridium „den Goldstandard für sichere, sicherheitskritische globale Satellitenkonnektivität etabliert“ habe. „Darauf verlassen sich maritime Flotten, die Luftfahrtindustrie, Regierungen und Unternehmen der Schwerindustrie, die an den entlegensten, netzunabhängigen Standorten tätig sind.“
Neben dem neuen Player Rocket Lab mit Iridium mischt vor allem SpaceX im Bereich der Satellitenkommunikation mit. SpaceX hat sich hierfür unter anderem die Frequenzbestände von EchoStar gesichert. Amazon will für seine Leo-Satellitenpläne den Satellitenkommunikationspionier Globalstar übernehmen, und der luxemburgische Satellitenbetreiber SES hat im vergangenen Jahr die Übernahme von Intelsat abgeschlossen.
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(afl)
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E-Scooter Egret Unit im Test: Viel Power, großer Akku & cleverer Gepäckträger
Der Egret Unit bietet einen kräftigen Motor, großen Akku, Top-Verarbeitung und cleveren Gepäckträger. Im Test zeigt er nur wenige Schwächen.
Egret zählt zu den beliebtesten deutschen Herstellern von E-Scootern. Schon der Egret Pro, der Egret X und der Egret One überzeugten uns im Test mit hoher Verarbeitungsqualität, starken Bremsen und großen Akkus. Auch die günstigere Ey!-Serie schnitt hervorragend ab. Ein gutes Beispiel ist der Egret Ey! 1 (Testbericht), der mit Vollfederung sowie hoher Reichweite punktete und trotzdem bezahlbar bleibt.
Jetzt tritt der Egret Unit an. Ein Merkmal hebt ihn klar von der Konkurrenz ab: ein schlau positionierter Gepäckträger für bis zu 10 kg. Dazu kombiniert er einen kräftigen Motor mit 1890 W Spitzenleistung und einen großen 730-Wh-Akku. Damit zielt der E-Scooter auf Pendler und Vielfahrer, die zusätzlichen Stauraum schätzen. Den Egret Unit gibt es für 799 Euro direkt beim Hersteller oder ebenfalls für 799 Euro bei Amazon.
Aufbau, Optik & Verarbeitung
Der Egret Unit kommt fast vollständig vormontiert. Käufer drehen nur vier Schrauben für den Lenker ein – fertig. Wir empfehlen für jede Fahrt einen Helm.
Optisch zeigt sich der Unit minimalistisch in Mattschwarz. Das Design wirkt stabil und chic. Die Trittfläche ist gummiert und bietet guten Grip. Wer es bunter mag, individualisiert den E-Scooter mit den beiliegenden, lifestyligen Streifenaufklebern in verschiedenen Farben und Designs.
Egret Unit Bilder
Die Verarbeitung bewegt sich auf Top-Niveau. Hier schlackern keine Kabel, die Reifen wirken hochwertig, nichts wackelt. Auffällige Spaltmaße sucht man vergeblich. Beim Fahren über Kopfsteinpflaster klappert nichts, auch der Lenker zeigt kein Spiel.
Ausgeklappt misst der Unit rund 113 × 62 × 124 cm. Zusammengeklappt schrumpft die Höhe auf etwa 55 cm. Ein Schwergewicht bleibt er trotzdem. Mit 28 kg Leermasse laut Zulassungspapier – das Handbuch nennt rund 27 kg – fällt das Tragen über Treppen oder in den Kofferraum schwer. Dafür trägt der Unit ordentlich Last: Die maximale Zuladung beträgt 130 kg, das technisch zulässige Gesamtgewicht 158 kg. Der Egret Unit eignet sich laut Hersteller für Fahrer zwischen 1,40 m und 2,05 m Körpergröße.
Lenker & Display
Die Griffe des Egret Unit gefallen dank ihrer ergonomischen Handballenauflage. Die Lenkerhöhe ist fix, passt aber auch für größere Fahrer. Unser 186 cm großer Testfahrer fühlte sich rundum wohl.
Die Bedienung fällt minimalistisch aus. Eine einzige Taste steuert fast alles: Langes Drücken schaltet den Unit ein und aus, einfaches Drücken aktiviert das Licht, ein Doppeldruck wechselt den Fahrmodus. Das Gas regelt ein Daumenhebel rechts. Dieser geht etwas zu straff, was bei langen Fahrten unangenehm werden kann. Eine Klingel sitzt links, integriert in den Bremshebel.
Das LED-Display zeigt die Geschwindigkeit in km/h ohne Nachkommastelle, den Fahrmodus und den Akkustand in fünf Balken – mehr nicht. Es nutzt wenige farbige Elemente, bleibt bei Sonnenlicht aber okay ablesbar.
Die integrierten Blinker sitzen nur an den Lenkerenden, nicht am Heck. Eine akustische Rückmeldung erinnert daran, den Blinker wieder auszuschalten, eine automatische Rückstellung fehlt. Im Dunkeln leuchten die Blinker hell genug, bei strahlendem Sonnenschein erkennt man sie dagegen kaum noch. Der Blinkerschalter liegt gut positioniert neben dem linken Daumen.
Beim Licht setzt Egret vorn auf ein integriertes LED-Frontlicht mit 40 Lux. Verstellen lässt es sich in der Höhe nicht. Am Heck überzeugt ein sehr helles LED-Rücklicht mit Bremslichtfunktion – beim Bremsen leuchtet es zusätzlich auf. Das Licht schaltet sich allerdings nur manuell ein, ein Dämmerungssensor fehlt.
App
Den Egret Unit verbindet man auf Wunsch mit einer App. Deren Funktionen sind überwiegend Standard. Nutzer behalten Ladestand und verfügbare Reichweite im Blick. Sie ändern den Fahrmodus und sehen direkt, wie sich das auf die Restreichweite auswirkt. Es stehen die Modi Eco, Tour, Sport oder Walk zur Wahl. Zusätzlich lässt sich der E-Scooter per App sperren und entsperren.
Fahren
Das Fahren mit dem Egret Unit macht richtig Laune. Der Motor liefert 500 W Nennleistung und 1890 W Maximalleistung bei 38 Nm Drehmoment. Damit gehört er zu den stärksten Antrieben in unserem Testfeld. Auch die elektrische Steuerung gefällt. Der Unit beschleunigt giftig aus dem Stand, ohne dabei gleich einen Wheelie hinzulegen. Das Gas lässt sich fein dosieren, und die Geschwindigkeit hält der E-Scooter konstant, statt einzubrechen.
Die Steigfähigkeit gibt der Hersteller mit bis zu 32 % an. In der Praxis messen wir per GPS rund 22 km/h Maximalgeschwindigkeit. Schön, dass der Unit den legalen Rahmen voll ausreizt – viele andere E-Scooter bleiben hier knapp darunter. Trotz des hohen Eigengewichts zeigt sich der Unit zudem erstaunlich wendig und agil. Kurven und enge Manöver meistert er souverän.
Bei der Federung setzt Egret auf eine Doppelfederung. Vorn arbeitet eine Federgabel mit 20 mm Federweg, hinten eine Schwinge mit 30 mm. Dazu kommen 10-Zoll-Luftreifen. Vollfederung und Gravel-Reifen schlucken Kopfsteinpflaster und Unebenheiten gut weg, auf Bordsteinkanten setzt der Unit nicht auf. Insgesamt fällt die Federung jedoch etwas zu straff für entspanntes Fahren auf Feldwegen oder Pflastersteinen. Der Unit eignet sich daher vor allem für den urbanen Einsatz. Dort spielt die Federung ihre Stärken aus.
Die Bremsen arbeiten zuverlässig. Vorn und hinten verzögern mechanische Trommelbremsen über zwei separate Bremshebel. Diese Bremsen sind robust und wartungsarm. Im Test schliff die hintere Bremse zunächst, nach etwa 1 km Einfahren war das Problem aber behoben. Insgesamt liefert der Unit ein gutes Bremssystem.
Akku
Der fest verbaute Li-Ionen-Akku liefert mit 46,8 V und 15,6 Ah eine Kapazität von 730 Wh. Entnehmen lässt er sich nicht. Das Ladegerät leistet 109,2 W (54,6 V × 2 A). Der Ladeport mit Gummiabdeckung sitzt unter dem Gepäckträger am vorderen Teil des Trittbretts. Eine Vollladung dauert rund 8 Stunden. Gegen Feuchtigkeit ist der Akku nach IPX5 geschützt.
Der Hersteller verspricht bis zu 100 km Reichweite im Eco-Modus. Dieser Wert gilt aber nur unter Idealbedingungen: vollgeladener Akku, konstant 15 km/h, 25 °C, 75 kg Last, gerade und ebene Asphaltfahrbahn – also weit weg vom Alltag. In der Praxis kommen wir mit 86 kg Last, im Sportmodus, bei viel Stop-and-Go und 30 °C auf knapp 50 km. Das ist immer noch ein sehr guter Wert.
Preis
Fazit
Der Egret Unit ist ein rundum gelungener E-Scooter für Pendler und Vielfahrer, die Qualität und Stauraum schätzen. Ein Highlight ist der Gepäckträger für bis zu 10 kg. Er sitzt klug zwischen Lenkstange und Trittbrett und schwebt rund 10 cm über der Trittfläche. Die Füße passen gut darunter, der Träger stört nicht. Dank des tiefen Schwerpunkts merkt das Gewicht des Gepäcks kaum: Balance und Wendigkeit bleiben unbeeinflusst. Die Größe reicht für kleine Kartons oder Rucksäcke – ein überzeugendes Konzept.
Dazu kommen ein bärenstarker Motor, ein großer Akku mit guter Reichweite und eine erstklassige Verarbeitung. Auch die ergonomischen Handballenauflagen, die robusten Trommelbremsen, das helle Bremslicht und der stabile Seitenständer gefallen. Klingel und App-Anbindung runden das Paket ab.
Kritik gibt es dennoch. Das hohe Gewicht von knapp 28 kg erschwert den Transport, die etwas zu straffe Federung empfiehlt den Unit eher für die Stadt als für Feldwege. Auch der straffe Daumenhebel, die fehlenden Heckblinker und das schlichte Display trüben das Bild leicht. Wer darüber hinwegsieht, erhält für 799 Euro einen hervorragenden E-Scooter mit einzigartigem Transport-Talent.
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Fünf Tage Akkulaufzeit: E-Ink-Smartphone Bigme Hibreak Pro im Test
Moderne Smartphone-Displays mit OLED-Panel sind toll für Filme, Fotos und Spiele, doch zum langen Lesen eignen sie sich weniger gut. Für diesen Zweck sind E-Ink-Panels besser geeignet, zudem entlasten sie die Augen. Mit dem 349 Euro teuren Hibreak Pro hat der Hersteller Bigme ein E-Ink-Smartphone im Sortiment. Das ist durch sein Display also eher ein E-Book-Reader, der nebenbei auch ein Smartphone ist.
Das Design des Hibreak Pro ist schlicht. Der Rahmen aus Kunststoff und die Rückseite aus mattem Glas sind weiß gehalten und passen damit gut zum hellen E-Ink-Display. Im rot gefärbten Einschalter befindet sich ein Fingerabdrucksensor, der im Test immer wieder drei, vier Versuche benötigte, um einen registrierten Fingerabdruck korrekt zu erkennen. Mit 180 Gramm wiegt das Bigme für ein Smartphone recht wenig. Die Verarbeitung ist in Ordnung, ohne besondere Eleganz zu versprühen.
Bigme hat sich für ein monochromes E-Ink-Display vom Typ Carta 1300 und nicht für ein farbiges. Zwar gelten diese durch ihre geringere Helligkeit und oft leicht gräuliche Darstellung als weniger geeignet für langes Lesen, andererseits gibt es bei einem Smartphone durchaus mehr Gründe, die für ein farbiges Display sprächen. Schon zur Unterscheidung der App-Icons wäre Farbe hilfreich. Dennoch: Der Startbildschirm des Hibreak Pro erscheint trotz Schwarz-Weiß-Darstellung zwar minimalistisch, aber aufgeräumt.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Fünf Tage Akkulaufzeit: E-Ink-Smartphone Bigme Hibreak Pro im Test“.
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