Apps & Mobile Entwicklung
Trotz PR von Imagine Dragons: Hero-Shooter Last Flag findet kein Publikum
Was ist Last Flag, Last was? Das haben sich auch Spieler über den Hero-Shooter gedacht. Zwei Wochen nach Veröffentlichung wird mangels Publikum ein Strich unter die Weiterentwicklung des Spiels gesetzt. Die Entwickler wollen lediglich noch ein paar geplante Inhalte veröffentlichen, dann ist der nächste Hero-Shooter am Ende.
Kernstück von Last Flag ist der uralte Capture-the-Flag-Spielmodus. Im Prinzip geht es darum, die Flagge des gegnerischen Teams in die eigene Basis zu schleppen. Last Flag modifiziert die Idee zusätzlich ein wenig, indem Teams ihre eigene Flagge frei verstecken können. Wurde eine Flagge erfolgreich entführt, muss sie in der eigenen Basis noch 60 Sekunden lang verteidigt werden. Gespielt wird als „Hero“ mit verschiedenen Fähigkeiten, die durch Upgrades während einer Partie mächtiger werden können.
Popularität hilft nicht
Auf dem Papier hatte Last Flag gute Chancen auf Erfolg. Der Kaufpreis liegt mit rund 12 Euro relativ niedrig, das Spiel verzichtet auf Mikrotransaktionen und es hatte prominente Unterstützer. Denn hinter Last Flag steckt Night Street Games, ein „PvP- und Promi-geführtes Game Studio“. Spiele kann der Entwickler außer Last Flag noch nicht vorweisen, allerdings Dan Reynolds, den Lead-Sänger von Imagine Dragons, und seinen Bruder als Studiogründer. Die Band bewarb das Spiel deshalb auf Instagram.
Geholfen hat das wenig. Die Spielerzahlen lagen laut Steam Charts in der Spitze bei nur 371 und sanken danach stetig ab. Das spiegeln Steam-Rezensionen, die vorrangig wenig Spieler und hohe Latenzen bemängeln, ansonsten aber recht positiv ausfallen. Um eine Weiterentwicklung des Spiels zu rechtfertigen, reicht das jedoch nicht. Das schreiben auch die Entwickler. Zusätzliche Arbeit über die bereits geplanten Updates hinaus könne sich das Studio finanziell nicht leisten.
Spieler sollen das Spiel retten
Was noch kommt, solle mehr „Gegenwert und Kontrolle“ für weiteres Wachstum der Spielerbasis liefern. Geplant sind eine neue Spielfigur, eine Karte, ein weiterer Spielmodus und kosmetische Upgrades, dazu Ranglisten und anpassbare Regeln. So solle die Community das Spiel selbst in die Hand nehmen können. „Das Spiel gehört euch“, schreiben die Entwickler dazu. Im Discord des Spiels betonen sie, dass das Spiel nicht einfach verschwinden solle.
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Stop Killing Games: EU-Bürgerinitiative scheitert am Urheberrecht

Eine Reaktion der EU-Kommission auf die Europäische Bürgerinitiative „Stop Destroying Videogames“ liegt jetzt vor, enttäuscht aber die Erwartungen der Spielergemeinde. Es wird kein Gesetz zum Erhalt der Spielbarkeit von Videospielen geben.
Laut der offiziellen Pressemitteilung der EU-Kommission ist vor allem das Urheberrecht der Grund dafür, warum den Publishern keine Vorgaben zum Erhalt von Videospielen nach ihrem Verkaufsende gemacht werden.
Die Kommission ist der Auffassung, dass sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine rechtliche Verpflichtung vorschlagen kann, Videospiele spielbar zu halten, nachdem sie nicht mehr kommerziell bereitgestellt werden. Dies liegt auch an den bestehenden Rechten an geistigem Eigentum. Nach dem EU-Urheberrecht genießen Rechteinhaber ausschließliche Rechte an ihren Werken. Neben dem Urheberrecht können auch andere Rechte des geistigen Eigentums relevant sein, da sie verschiedene visuelle und technologische Aspekte eines Videospiels schützen können.
Auszug aus Pressemitteilung der EU-Kommission (maschinell übersetzt)
Ein „Verhaltenskodex“ als Kompromiss
Das Thema soll aber nicht ganz im Sand verlaufen und so hat sich die Kommission zumindest dazu verpflichtet, zwischen der Videospielindustrie und Verbrauchervertretern zu vermitteln, um gemeinsam „einen Verhaltenskodex für die Verwaltung des „Lebensendes“ von Videospielen auszuarbeiten“. Ohne rechtliche Grundlage ist der Erfolg eines solchen Kodex im Bezug auf die Interessen der Bürgerinitiative allerdings höchst fraglich.
Hintergrund
Die Kampagne, die im Original „Stop Killing Games“ heißt, hatte Ross Scott, auch bekannt unter dem YouTube-Kanal Accursed Farms, im April 2024 ins Leben gerufen. Anlass war die Abschaltung des Rennspiel-MMO The Crew, das Ubisoft am 31. März 2024 komplett eingestellt hatte. Als Always-Online-Spiel ausgelegt, bedeutete das Abschalten zur Empörung langjähriger Fans, dass sich der Titel gar nicht mehr spielen ließ. Einen Offline-Modus gibt es nicht, diesen will Ubisoft nach der Beschwerdewelle zumindest beim Nachfolger The Crew 2 einbauen.
Im Zuge der EU-Bürgerinitiative „Stop Destroying Videogames“ wurden schließlich 1,4 Millionen Unterschriften gesammelt, die die Kommission zu einer Reaktion verpflichtet hatten.
Der Kampf geht weiter
Für die Initiative kam die Entscheidung nicht unerwartet, wie sie auf X verlauten ließ. „Wir können auch ohne die Kommission und ihre Nichtentscheidung weitermachen“, heißt es weiter. Man wolle nun die Aufnahme von „Stop Killing Games“ in den Digital Fairness Act vorantreiben.
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Sandisk Optimus GX PRO 850P: Neuer Name, neuer Kühler, neuer Preis mit alter Technik

Medien berichten über eine „neue“ Sandisk-SSD für die PlayStation 5 mit einem extrem hohen Preis. Die Sandisk Optimus GX PRO 850P kostet in der 8-TB-Version mehr als 3.000 Euro. Allerdings sind nur der Name und das Kühlerdesign neu. Es handelt sich um die umbenannte WD_Black SN850P.
Seit gut einem Jahr ist Sandisk wieder von Western Digital getrennt und Anfang dieses Jahres wurde im Zuge der neuen Eigenständigkeit eine Umbenennung diverser Marken angekündigt. Aus WD_Black wird zum Beispiel Optimus GX (Pro). Und so wird auch die einstige „PlayStation-SSD“ WD_Black SN850P neuerdings als Optimus GX PRO 850P vermarktet.
In diesem Fall gibt es aber nicht nur einen neuen Namen und einen neuen Aufkleber, sondern auch ein leicht verändertes Kühlerdesign. An den Spezifikationen ändert sich wiederum nichts und so bleibt es bei der gleichen SSD-Technik mit PCIe 4.0, die auch schon die WD_Black SN850X (Test) bietet, nur eben nicht mit offizieller PlayStation-Lizenz.
„Neu“ betrifft in diesem Fall aber auch das Preisniveau, denn für die Optimus GX PRO 850P verlangt Sandisk noch einmal deutlich mehr als für die WD_Black SN850P – Fehler im Sandisk-Shop sind allerdings nicht ausgeschlossen. Zumindest gestaltet sich die Preisgestaltung am 17. Juni 2026 wie folgt:
Sofern unbedingt auf eine PlayStation-Lizenz wert gelegt wird, sollten Spieler die alte WD_Black SN850P vorziehen, da diese die gleiche Technik zum kleineren Preis bietet. Im freien Online-Handel lässt sich noch einmal viel Geld sparen, denn dort gibt es die 8 TB zurzeit noch für unter 1.000 Euro.
Alternativ kann auch die WD_Black SN850X erworben werden, deren Kühler ebenfalls in die PlayStation 5 passt. Die WD-Black SN850X wird wiederum in Optimus GX Pro 850X umbenannt und im Zuge dessen wohl ebenso kaum günstiger als das Original.
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Sama S50: Versetztes Netzteil soll die Kühlung verbessern

Das Sama S50 will kompakte ATX-Gehäuse „neu definieren“. Dazu muss das Netzteil umziehen. Die Neudefinition beinhaltet jedoch keine Verschiebung von Grenzen, sondern ist mehr als mehr oder minder großer Remix eines Standard-Meshgehäuses zu verstehen.
Um die Jahrtausendwende war der Platz hinter der Frontblende eines Gehäuses mit 5,25″-Laufwerken belegt, die nach heutigen Maßstäben Antiquitäten sind. Den freien Platz füllt Sama mit dem Netzteil, das hängend und quer zur Front montiert wird. So spart das S50 etwas Höhe ein, ohne gleichzeitig auf zusätzlichen Platz über dem Mainboard für die Montage eines Radiators zu verzichten. Neu ist das Konzept nicht, es findet sich im Micro-ATX- und Mini-ITX-Bereich häufig.
Das bringt die Netzteil-Position
Darüber hinaus können aufgrund der Ausrichtung des Netzteils weiterhin Lüfter auf Höhe der gesamten Vorderseite eingesetzt werden – zumindest hinter dem Mesh-Teil. Der Netzteil-Bereich wird auch visuell abgegrenzt und lässt sich von vorne erkennen. Weitere Lüfter passen an Ober- und Unterseite sowie ins Heck. Am Boden können durch die Verlagerung des Netzteils ebenfalls durchgehend Lüfter montiert werden, die der Grafikkarte zuarbeiten. Zur Serienausstattung gehören insgesamt vier 120-mm-Lüfter (700 bis 1.500 U/Min, 28,5 dBA), die an einem Lüfter- und LED-Hub für maximal sechs Geräte angeschlossen werden.
Platz ist im S50 außerdem für 165 Millimeter hohe CPU-Kühler, Grafikkarten können in quasi unbeschränkter Länge verbaut werden. Festplatten steckt Soma in eine Halterung hinter dem Mainboard, die vier 2,5″- oder drei 3,5″-HDDs aufnimmt.
Damit bleibt das S50 im weiteren Aufbau ein typischer ATX-Midi-Tower. Das zeigt am Ende auch das Volumen von rund 48 Litern. Das sind herkömmliche ATX-Werte, die beispielsweise auch ein konservativ aufgebautes Fractal Design North erreicht. Ein Jonsbo U4 Pro kommt unter Verzicht auf Wasserkühlungen und extrem lange Grafikkarten auf etwa 35 Liter.
Preis und Verfügbarkeit
Im Handel kann das S50 bereits erworben werden. Zur Auswahl steht das Modell in Schwarz ab etwa 90 Euro Kaufpreis und in Weiß für 5 Euro mehr.
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