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UK will Social-Media-Plattformen zwingen, BBC zu bevorzugen
Die Labour-Partei rund um Premierminister Keir Starmer möchte Public Service Broadcastern wie der BBC und ITV auf Social-Plattformen mehr Gewicht im Feed verschaffen – kurz nachdem ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige angekündigt wurde. Das soll Desinformation eindämmen. Dabei gibt es aber große Hürden.
Das Vereinigte Königreich sorgt erneut für Unmut bei den großen Social-Media-Plattformen. Erst kürzlich hat Premierminister Keir Starmer ein striktes Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren angekündigt, das 2027 in Kraft treten soll. Jetzt hegt die Regierung Pläne, um auf den betroffenen Social-Media-Plattformen eine Bevorzugung von Inhalten der Sender mit einem öffentlichen Serviceauftrag (Public Service Broadcasting, kurz PSB) zu erwirken. Sie sollen im News Feed prominenter auftauchen, um Desinformation einzudämmen. Eine entsprechende Feed-Anpassung könnte zum Präzedenzfall für die Social Media Feeds in diversen Märkten avancieren. Doch der Plan hat viele Hürden und potentielle Gegner:innen, von kommerziellen Sendern bis hin zu den Plattformen selbst. Zudem ist Keir Starmers Zukunft ungeklärt.
Ein Social-Media-Verbot für Jugendliche bis zu einem bestimmten Alter wird in immer mehr Ländern eingeführt, etwa auch in Griechenland. In Deutschland sieht es trotz vieler Fürsprecher:innen derzeit nicht nach einer ähnlichen Umsetzung aus. Der Deutsche Ethikrat hat sich auf Anfrage der Regierung jüngst gegen ein solches Verbot ausgesprochen und auch die Unionsfraktion lehnt ein Komplettverbot ab, sieht eher variable Altersgrenzen als Option. Die SPD wiederum forderte vor Monaten ein Verbot für Kinder unter 14 Jahren.
Die krasse Konsequenz:
Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige im UK

Mehr PSB Content von BBC, ITV und Co. in Social Media Feeds: Regel wie fürs Fernsehen für weniger Desinformation
Sowohl The Telegraph als auch die Financial Times berichten von Plänen, nach denen die UK-Regierung großen Social-Media-Plattformen Vorgaben zur Feed-Gestaltung machen möchte. Demnach fordert die regierende Labour-Partei um Premierminister Starmer eine Bevorzugung von PSB-Sendern im Feed. Noch diesen Monat möchten die Verantwortlichen über Wege beraten, wie Plattformen wie YouTube, Instagram, TikTok und Co. den entsprechenden Sendern mehr Prominenz verschaffen können – zum Beispiel über zusätzliche Empfehlungen. Nach Informationen der Financial Times könnten die Regeln sogar auf nationale und regionale Nachrichtenunternehmen ausgeweitet werden. Für das Fernsehen gibt es im Vereinigten Königreich bereits ähnliche Priorisierungsvorgaben in Bezug auf die PSB-Sender. Die BBC, ITV, Channel 4 und andere, die zum Public Service Broadcasting gehören, werden zum Beispiel in TV-Zeitschriften und auf Smart TVs zuvorderst aufgeführt.
Die neuen Regeln zur Bevorzugung von PSB-Sendern sollen zunächst auf freiwilliger Basis entstehen und an Unternehmen und Konzerne wie Meta, Google, ByteDance und Co. herangetragen werden. Eine gesetzliche Vorgabe wäre nur ein Folgeweg, sollten die Plattformen nicht kooperieren. Die Regierung verspricht sich von einer solchen Entwicklung eine bessere Informationsvermittlung über Social Media und möchte zugleich Desinformation eindämmen. Der 2026 Digital News Report des Reuters Institute for the Study of Journalism offenbarte jüngst, dass Social Media und Videoplattformen in der Erhebung weltweit erstmals die übergreifend wichtigste News-Quelle im Internet sind (das gilt für 54 Prozent der Befragten), vor Websites und Apps (von 51 Prozent der Befragten angegeben). Auch KI-Dienste gewinnen in diesem Kontext an Relevanz. Studienleiter Jim Egan schreibt:
A central theme this year is this growing ‘platformisation’ of news consumption. For the first time, social media and video networks are, on average across the markets covered, more popular than both TV and owned news websites and apps as sources of news. Growing numbers are also experimenting with AI chatbots as a new means of access. When online, people increasingly like to watch rather than read the news, often drawing on a wider range of sources and voices […].
Gleichzeitig sind sowohl das Interesse an als auch das Vertrauen in Online News gesunken.
Großer Widerstand für UK-Pläne: Auch Starmers unsichere Zukunft als Hürde
Ablehnung erfahren die Pläne aus der UK-Regierung schon jetzt von den großen Plattformen. David Wheeldon, Senior Director of Government Affairs and Public Policy bei YouTube Europe, erklärte schon vor einigen Wochen in einem Blog Post, dass Regeln zur prominenten Platzierung einzelner Kanäle unfair gegenüber unabhängigen Creatorn seien. Zudem sollten die Viewer selbst entscheiden, was sie sehen möchten:
[…] Videos gain engagement because they connect with their audience, not because a gatekeeper chose them. But new ‘prominence‘ rules being discussed in the EU and UK could change this. These rules could force YouTube to give special treatment to a small group of organisations hand-picked by a government. For creators and media companies that are not chosen, the risk is real. By forcing these channels to the front of the line, everyone else gets pushed back, regardless of what viewers actually want to see. This makes it harder for creators to grow an audience and earn a living. If governments start picking the winners, independent creators become the losers.
Der Gedanke, dass von einer Regierung die Prominenz von Kanälen in Feeds vorgegeben wird, gefällt den Plattformen nicht, die schon die starken Einschnitte aufgrund des Social-Media-Verbots für unter 16-Jährige im UK scharf kritisiert haben. Eine solche Vorgabe könnte das bekannte Algorithmussystem der Plattformen aus dem Gleichgewicht bringen. Einige Beobachter:innen könnten darin zudem eine unlautere Vorteilsnahme sehen, was unter anderem die nicht bevorteilten kommerziellen Sender ebenso einschätzen mögen. Außerdem werden nicht alle User damit einverstanden sein, dass gerade PSB-Sender bevorteilt würden. Immerhin ist das Vertrauen in News grundsätzlich laut Reuters Institute auf ein Allzeittief gefallen. Nur 30 Prozent vertrauen im UK auf Nachrichteninhalte.
Die politischen Spannungen in der Downing Street sorgen überdies für Unklarheit in Bezug auf neue Pläne. Denn Premierminister Keir Starmer soll nach Informationen von Financial Times und BBC kurz davor sein, seinen Rücktritt anzukündigen.
Ihm nachfolgen könnte Manchesters Bürgermeister Andy Burnham aus der Labour-Partei. Nach einem Sieg bei der By-Election fürs Parlament im Wahlkreis Makerfield hat Burnham sich in Position gebracht und von einem möglichen Wendepunkt gesprochen. Wie er die Regierung, auch in Fragen der Digitalpolitik, führen würde, muss sich zeigen.
Eine UK-basierte Regulierung hat schon Auswirkungen auf den Digitalraum
Hoffnung auf Anpassungen macht indes, dass das UK als erster Markt eine Opt-out-Funktion bei Google für Publisher erhält, mit der sie entscheiden können, ob ihre Inhalte bei Google Discover, in AI Overviews und im AI Mode erscheinen sollen oder nicht. Sie soll bald auch in anderen Märkten kommen. Google reagierte vor allem auf Entwicklungen im UK. Einen AI Overview Opt-out diskutierte das Vereinigte Königreich einige Zeit im Rahmen einer Prädikatszuschreibung, die Googles massive Marktmacht anerkennt und zu regulieren versucht. Die Competition and Markets Authority (CMA) wollte Publishern mehr Kontrolle ermöglichen und die Verwendung von Content in AI Overviews fakultativ machen. Wie beim search-basierten Beispiel könnte eine Social-Media-Verordnung aus dem UK, sollte sie durchgesetzt werden, ebenfalls eine Abstrahlwirkung auf andere Märkte haben. Das würde die Art und Weise, wie wir soziale Medien konsumieren, stark verändern. Viele mächtige Player werden das zu verhindern suchen.
„W“ kommt vor „X“:
Europas Social-Media-Alternative W Social startet

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State of AI 2026: Nutzung verdoppelt sich, Markt konzentriert sich
State of AI 2026: KI-Nutzung verdoppelt sich, vier Milliarden US-Dollar Consumer Spend, eine Milliarde ChatGPT-Nutzer:innen. KI wird zurm Discovery Layer für Suche, Shopping und Werbung – und der Markt bleibt extrem konzentriert.
Nutzer:innen verbringen im ersten Halbjahr 2026 doppelt so viel Zeit mit Generative AI Apps wie im Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung zeigt, wie stark sich KI-Dienste bereits in den digitalen Alltag integriert haben. Sie sind längst mehr als Produktivitäts-Tools und entwickeln sich zunehmend zu zentralen Einstiegspunkten digitaler Nutzung.
AI is no longer a standalone category—it is becoming a behavioral and commercial layer across the internet,
schreibt Sensor Tower mehrfach im neuen State of AI 2026 Report.
- In Assistants verschiebt sich der Markt von Dominanz zu Wettbewerb.
- In Commerce verändert KI, wie Nutzer:innen Produkte entdecken und kaufen.
- In Advertising wird sie zugleich Medium und Botschaft.
- Und in Apps entwickelt sie sich vom Produkt zum Standard-Feature.
Kaum verwunderlich ist daher, dass die KI-Wirtschaft selbst auf Rekordwerte zusteuert: mehr als vier Milliarden US-Dollar Consumer Spend und 36 Milliarden Stunden Nutzung allein im ersten Halbjahr 2026.
Wir blicken auf die weiteren wichtigen Erkenntnisse des State of AI 2026 Reports des Marktanalyseunternehmens, der Entwicklungen im ersten Halbjahr 2026 auf Basis von App-, Web- und Werbedaten aufzeigt.
GPT-5.6:
Kommt OpenAIs neues KI-Modell schon nächste Woche?

ChatGPT bleibt die Nummer 1 – verliert aber erstmals Marktanteile
ChatGPT hat die Marke von einer Milliarde monatlich aktiven Nutzer:innen schneller erreicht als jede andere App zuvor.

Und mit 215 Minuten Nutzungszeit pro User und Monat bleibt ChatGPT auch der meistgenutzte KI-Dienst. Der Rekordlauf schützt den KI-Dienst jedoch nicht vor der erstarkten Konkurrenz. Im März 2026 fiel der Marktanteil von ChatGPT an der sogenannten True Audience – also der plattformübergreifenden Reichweite über Apps, Mobile Web und Desktop – erstmals unter 50 Prozent.

Davon profitierten vor allem Google Gemini und Claude, die in vielen wichtigen Märkten an Reichweite gewinnen konnten. Denn auch wenn immer mehr KI-Unternehmen in den Markt drängen, bleibt die Nutzung stark konzentriert. ChatGPT, Google Gemini und DeepSeek vereinten im ersten Quartal 2026 zusammen nahezu 90 Prozent der gesamten Nutzungszeit im Markt für KI-Assistants auf sich.
Gemini und Claude holen mit hohem Tempo auf
Laut Sensor Tower werden Nutzer:innen weltweit im ersten Halbjahr 2026 36 Milliarden Stunden in Generative AI Apps verbringen. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 17 Milliarden Stunden. Innerhalb von nur zwölf Monaten hat sich die Nutzung damit mehr als verdoppelt.
Google Gemini und Claude verzeichnen derzeit die höchsten Wachstumsraten im Markt. Bei Gemini stieg die durchschnittliche monatliche Nutzungszeit innerhalb eines Jahres von 14 auf rund 100 Minuten. Claude legte im selben Zeitraum von 40 auf etwa 120 Minuten zu.
Besonders dynamisch entwickelt sich Claude. Die Reichweite des KI-Assistants stieg im Jahresvergleich um 452 Prozent. In den USA wuchs der Marktanteil von 4,4 auf knapp 14 Prozent. Gleichzeitig gelingt es Anthropic zunehmend, Nutzer:innen langfristig zu binden und die Lücke zu ChatGPT zu verkleinern.
Die Zahlen deuten darauf hin, dass sich Claude als Alternative für anspruchsvollere Anwendungsfälle etabliert – insbesondere für Research, Wissensarbeit und Coding. Gemini profitiert wiederum von der tiefen Integration in das Google-Ökosystem und gewinnt vor allem in Europa, den USA, Japan und Südkorea kontinuierlich an Reichweite.
Anthropic sorgte jüngst abseits der Wachstumszahlen für Schlagzeilen. Das KI-Unternehmen veröffentlichte Anfang Juni mit Claude Fable 5 und Claude Mythos die leistungsfähigsten KI-Modelle der Mythos-Reihe. Es sind die besten, aber auch gefährlichsten Modelle des Unternehmens bisher. Wenige Tage nach dem Launch deaktivierte Anthropic die Modelle weltweit, nachdem die US-Regierung Beschränkungen für den Zugang ausländischer Personen angeordnet hatte.
Claude Fable 5 und Claude Mythos 5:
Jetzt kommen die gefährlichen KI-Modelle

Die Daten sprechen weniger für ein Winner-takes-all-Szenario als für eine Multi-Assistant-Nutzung. Viele Nutzer:innen scheinen KI-Dienste je nach Aufgabe auszuwählen: ChatGPT für allgemeine Anfragen, Claude für Research und Coding, Gemini für Anwendungen im Google-Ökosystem.
Vier Milliarden US-Dollar Consumer App Spend machen den KI-Markt endgültig zum Milliarden-Business
Die KI-Wirtschaft erreicht mit vier Milliarden US-Dollar Consumer Spend ein neues Umsatzniveau und entwickelt sich damit endgültig zu einem skalierbaren Milliardenmarkt.
Mit der steigenden Relevanz wächst auch die Bereitschaft, für leistungsfähigere Modelle und Premium-Features zu bezahlen. Claude etwa hat den durchschnittlichen Umsatz pro Nutzer:in (ARPU) auf Mobilgeräten in den USA innerhalb von acht Monaten von weniger als 50 Cent auf 2,76 US-Dollar gesteigert.
Das steigende wirtschaftliche Potenzial rückt die gesamte Branche stärker in Richtung Kapitalmarkt. Nach Anthropic bereitet nun auch OpenAI den IPO vor. Das KI-Unternehmen könnte dabei die Billionenmarke knacken.
Die steigende Zahlungsbereitschaft schlägt sich inzwischen auch in den Marketing-Budgets der Anbieter:innen nieder. Laut Sensor Tower flossen allein im ersten Quartal 2026 rund 1,3 Milliarden US-Dollar in digitale Werbekampagnen mit KI-Bezug. OpenAI erhöhte seine Werbeausgaben im Jahresvergleich um mehr als 800 Prozent, Anthropic sogar um über 1.100 Prozent.
Mehr als 200.000 Apps werben inzwischen mit KI
Die Report-Ergebnisse deuten darauf hin, dass KI für viele Nutzer:innen zunehmend zur erwarteten Standardfunktion wird. Viele erwarten entsprechende Funktionen als festen Bestandteil digitaler Produkte. Laut Sensor Tower werben daher inzwischen mehr als 200.000 Apps im Apple App Store und Google Play Store aktiv mit KI-Funktionen in ihren Beschreibungen. Apps, die KI-Begriffe in Titel, Beschreibung oder Keywords verwenden, steuern im ersten Halbjahr 2026 auf nahezu zehn Milliarden Downloads zu.
Besonders stark wächst das Interesse in Kategorien, die lange nicht als klassische KI-Märkte galten. In Health & Wellness stiegen Downloads über Suchanfragen mit dem Keyword „AI“ im Jahresvergleich um 651 Prozent, in Financial Services um 536 Prozent. Auch Bereiche wie Education, Utilities und Productivity verzeichnen deutliche Zuwächse.

KI wird zum neuen Discovery Layer im E-Commerce
Die Produktsuche verlagert sich zunehmend in KI-Dienste. Nutzer:innen lassen sich Produkte erklären, vergleichen Alternativen oder holen Empfehlungen ein, bevor sie überhaupt einen Online Shop besuchen. Sensor Tower beschreibt KI deshalb mehrfach als neuen „Discovery Layer“ des Internets. Zwischen dem vierten Quartal 2024 und dem ersten Quartal 2026 ist der durch generative KI ausgelöste Traffic auf Shopping Websites in allen großen Einzelhandelskategorien gestiegen.

Am stärksten fiel das Wachstum im Bereich Computer und Unterhaltungselektronik aus, wo sich der KI-getriebene Traffic nahezu vervierfachte. Auch Home & Garden sowie Sport & Outdoor verzeichneten deutliche Zuwächse und lagen jeweils bei über 0,35 Prozent der gesamten Website-Besuche.
Bei großen E-Commerce-Unternehmen lässt sich dieser Wandel bereits messen. Während Walmart und Target durch Kooperationen mit OpenAI inzwischen mehr als 1,5 Prozent ihres Referral Traffics über KI-Systeme erhalten, liegt der Anteil bei Amazon laut Sensor Tower bei 0,5 Prozent.
Einen möglichen Grund sieht Sensor Tower im Umgang der Unternehmen mit KI-Crawlern. Diese erfassen Informationen aus Websites und Produktkatalogen, damit KI-Assistants Produkte und Marken in ihren Antworten berücksichtigen können. Während Walmart und Target ihre Inhalte stärker für KI-Systeme zugänglich machen, verfolgt Amazon bislang einen deutlich zurückhaltenderen Ansatz.
Die Entwicklung erinnert an die Anfänge der Suchmaschinenoptimierung. Damals begann der Wettbewerb um Sichtbarkeit bei Google. Heute entsteht ein ähnlicher Wettlauf um Präsenz in ChatGPT, Gemini und anderen KI-Assistants.
Für Händler:innen und Marken hat das direkte Auswirkungen. Wer in den Antworten der Systeme nicht auftaucht, verliert Aufmerksamkeit, bevor klassische SEO-, Paid- oder Social-Media-Maßnahmen überhaupt greifen können.
Wer mit KI shoppt, kauft häufiger und gibt mehr Geld aus
Der Einfluss von KI endet jedoch nicht bei der Produktsuche. Erste Kennzahlen deuten darauf hin, dass KI zunehmend auch beeinflusst, welche Produkte Nutzer:innen tatsächlich kaufen.
Mit Rufus bei Amazon und Sparky bei Walmart entstehen derzeit erste größere Beispiele für Agentic Shopping. KI-Assistants übernehmen dabei Aufgaben, die bislang von Suchmaschinen, Produktfiltern oder Verkaufsberater:innen erfüllt wurden. Sie erklären Produkte, vergleichen Alternativen und begleiten Nutzer:innen bis zur Kaufentscheidung.
Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigen erste Kennzahlen. Nutzer:innen von Amazons KI-Assistant Rufus konvertieren laut Sensor Tower nahezu doppelt so häufig wie andere Amazon-Kund:innen. Bei Walmart legte die tägliche Nutzung von Sparky innerhalb weniger Monate um fast 50 Prozent zu. Gleichzeitig liegt der durchschnittliche Warenkorbwert von Sparky-Nutzer:innen 35 Prozent über dem von Walmart-Kund:innen, die den KI-Assistant nicht nutzen.

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