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VW ID. Polo GTI vorgestellt: Der Erste seiner Art


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Als der erste GTI von Volkswagen 1976 auf den Markt kam, trennten ihn immerhin 18 kW bis dato kräftigsten Golf-Modell, einem 1,6-Liter mit 63 kW (intern: FR). Zwischen dem letzten Polo GTI, der Ende 2025 vom Band lief, und dem stärksten Polo diesseits davon waren es schon fast 70 kW Differenz. Im VW ID. Polo trennen die beiden Spitzenversionen gerade einmal 11 kW. Die Fahrleistungen sind dann erwartungsgemäß auch nah beieinander. Eine Abgrenzung des ID. Polo GTI muss also auf anderem Weg erfolgen. Volkswagen hat viel Arbeit in diesen Punkt gesteckt, doch eine Frage offengelassen.

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Dabei spart Volkswagen keineswegs an optischem oder technischem Aufwand. Es gibt die üblichen Umformungen an Front und Heck, die den Kleinwagen flotter erscheinen lassen sollen. Natürlich verbaut VW kürzere Federn, um die Karosse näher an den Asphalt zu bringen. Früher war das ein probates Mittel, um den Schwerpunkt etwas zu senken. Im Zuge der E-Mobilität hat das etwas an Bedeutung verloren, denn die Batterie als wesentlicher Baustein sitzt ja schon an der tiefsten Stelle der Karosserie. Serienmäßig ist der ID. Polo GTI mit 19-Zoll-Felgen ausgestattet. Insgesamt ist sein Auftritt stämmig und wird in der Zielgruppe vermutlich positiv aufgenommen.


VW ID. Polo GTI

VW ID. Polo GTI

Sportlenkrad und -Sitze werten den Innenraum ebenso auch das wie mit einer Art Wildlederersatz bezogene Armaturenbrett.

(Bild: VW)

Auch innen wurde nachgeschärft. Die Sportsitze sind zum Teil mit Stoff im Karomuster bezogen, das Lenkrad bekam eine rote 12-Uhr-Markierung, eine Art Wildleder ziert Teile des Armaturenbretts. Schade, dass sich VW nicht zu einem Dreispeichenlenkrad oder einem Mini-Golfball als Lautstärkeregler hinreißen ließ. Auf den beiden Displays lässt sich ein Retro-Look einblenden, der an den ersten Golf erinnert.

Der Antrieb, intern APP290 genannt, leistet im ID. Polo GTI 166 kW und bietet 290 Nm. APP (Axial Parallel Position) steht für die achsparallele Anordnung der E-Maschine, die Zahl 290 für das maximale Drehmoment. Wie im Spitzenmodell des Cupra Raval sind die Fahrleistungen nah am ID. Polo mit 155 kW. Mit 6,8 Sekunden im Standardsprint beträgt der Vorsprung des GTI gerade einmal 0,3 Sekunden. Bei der Höchstgeschwindigkeit gibt VW im GTI 175 statt 160 km/h wie in den anderen Modellen frei. Die Frage bleibt, warum VW das Spitzenmodell in diesem Bereich nicht stärker vom Rest abhebt? Es wäre ja ziemlich einfach gewesen, die Zwischenstufe beispielsweise auf 120 oder 130 kW zu beschränken oder den GTI-Motor auf mehr Leistung zu trimmen.

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Für den unterwegs fühlbaren Unterschied muss also im Wesentlichen das Fahrwerk ran. Serienmäßig sind adaptive Dämpfer, von denen VW verspricht, dass sie im Comfort-Modus alltagstauglich bleiben, im Sport-Modus aber entsprechend unnachgiebiger reagieren. Andere Federbeinlager, modifizierte Schwenklager und eine steife Anbindung des Stabilisators sollen das Ansprechverhalten und die Fahrpräzision verbessern. Auch die Verbundlenkerachse hinten wurde angepasst. Ungewöhnlich in ID.-Modellen ist die Scheibenbremse hinten.

Der ID. Polo ist ein Fronttriebler. Besonderes Augenmerk richtet sich demnach darauf, wie es um die Haftung der Vorderräder bestellt ist. Eine Sperre soll die Kräfte zwischen den Antriebsrädern so verteilen, dass möglichst wenig verloren geht. Im technisch baugleichen Raval überzeugte das bei einer ersten kurzen Ausfahrt: Ein Kleinwagen ließ sich sehr handlich über Landstraßen treiben.


VW ID. Polo GTI

VW ID. Polo GTI

VW hat vorab noch keine Preise für den ID. Polo GTI genannt. Mit rund 40.000 Euro darf aber wohl gerechnet werden

(Bild: VW)

Die Batterie ist im GTI die größere von zwei Ausführungen im ID. Polo. Ihr nutzbarer Energiegehalt liegt bei 52 kWh. Die maximale DC-Ladeleistung liegt bei 105 kW. Das ist nicht gerade viel, doch VW verspricht eine flach verlaufende Ladekurve. In 24 Minuten soll das Fenster zwischen 10 und 80 Prozent geschlossen werden können. Das entspricht einer durchschnittlichen Ladeleistung von rund 91 kW. An Wechselstrom kann dreiphasig mit 11 kW geladen werden – schade, dass auch Volkswagen nicht auf 22 kW gegangen ist.

VW nannte vorab noch keine Preise. Doch der Cupra Raval gibt einen ersten Hinweis darauf, dass Volkswagen selbstbewusst kalkuliert. In der Preisliste vom 13. Mai steht für einen Raval mit 166 kW ein Listenpreis von 39.990 Euro. In dieser Region erwarten wir auch den VW ID. Polo GTI.

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(mfz)



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Windows: Mehr Stabilität durch Treiberwiederherstellung mit Windows Update


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Microsoft startet eine neue Funktion namens „Cloud-initiated Driver Recovery for Windows Update“. Sie soll instabile Treiber auf Geheiß der Cloud deinstallieren und durch die Vorgängerversion ersetzen.

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Das kündigt Microsoft in einem Blog-Beitrag im Hardware-Dev-Center an. Die soll „proaktiv“ problematische Treiber auf den vorherigen Stand zurücksetzen, die über Windows Update verteilt wurden. Sofern während des Auslieferungszeitraums im „Driver Shiproom“-Prozess erkannt werde, dass ein Treiber Qualitätsprobleme aufweist, kann Microsoft einen Wiederherstellungsprozess aus der Cloud auslösen, der den Treiber ersetzt. Das erfordere keine manuellen Eingriffe von Nutzerinnen und Nutzern oder Hardware-Partnern mehr.

Derzeit sehe der Veröffentlichungsprozess vor, dass ein Treiber, der über Windows Update verteilt wird und bei dem sich herausstellt, dass er Probleme verursacht, vom Hardware-Partner durch das Verteilen eines aktualisierten Treibers ausgebessert wird. Oder Anwender müssen selbst Hand anlegen und eine fehlerbereinigte Version installieren. Dadurch entstehe ein Zeitraum, in dem Geräte mit minderwertigen Treibern ausgestattet sind. Nun kann Microsoft direkt aus dem Hardware-Dev-Center (HDC) solche Treiber durch die vorherigen, bekanntermaßen funktionierenden ersetzen lassen. Das erfolgt demnach durch koordinierte Updates des PnP-Treiber-Stacks sowie des Treiber-Veröffentlichungsdienstes, erklärt Microsoft weiter.

Geräte, für die ein im „Driver Shiproom“ verifizierter funktionierender Treiber nicht auffindbar ist, versuchen jedoch keine „Cloud-initiated“ Treiberwiederherstellung selbst.

Die neue Funktion will Microsoft zwischen Mai und August 2026 zunächst im manuellen Betrieb testen. Die Automatik wollen die Entwickler dann im September 2026 scharfschalten.

Mit den weiteren Verbesserungen wie der schnellen Gerätewiederherstellung (Quick Machine Recovery, QMR) verspricht das Feature ein stabileres Windows-Betriebssystem. QMR schaltet Microsoft nach und nach auf weiteren Windows-Versionen frei, zuletzt etwa im Februar auf Windows Pro-Editionen.

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(dmk)



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Post zum Freitag: Europas Raumfahrt, KI-Tools und effiziente Mini-PCs


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

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lassen Sie mich diese Ausgabe mit einem Blick in den Weltraum beginnen. Europa kämpft im Rennen um die Vorherrschaft im All und setzt dabei auf einen entscheidenden Trumpf: Mein Kollege Arne Grävemeyer hat sich in Bremen umgeschaut und erklärt in seinem Hintergrundbericht, warum die Oberstufe der Ariane 6 zum Schlüssel für Europas Raumfahrtambitionen geworden ist. Die mehrfach zündbare Oberstufe macht die Rakete flexibler als die amerikanische Konkurrenz – und in Bremen nimmt die Fertigung gerade richtig Fahrt auf.

Von der Raumfahrt zurück auf den Boden – genauer gesagt, ans Wasser. Wer schon einmal versucht hat, gleichzeitig die Welt über und unter der Wasseroberfläche in einem einzigen Foto einzufangen, weiß, wie knifflig das ist. Thomas Haider, der diese Technik seit Jahrzehnten praktiziert, verrät in unserem Ratgeber, wie Ihnen faszinierende Split-Level-Aufnahmen über und unter Wasser gelingen. Von der richtigen Optik bis zum unverzichtbaren Domeport – der Artikel erklärt alles, was Sie für diese besondere Art der Naturfotografie benötigen.

Ob Bilder oder Artikel, vielleicht kennen Sie das Problem? Ein interessanter Artikel landet im Lesezeichenordner, ein nützlicher Link wird irgendwo gespeichert – und drei Monate später ist nichts mehr auffindbar? Wir haben uns ein Tool angeschaut, das genau hier Abhilfe schafft: Karakeep als KI-gestützter Wissenssammler für Bookmarks und Dateien auf dem eigenen Rechner. Das Tool archiviert vollständige Webseiten, erkennt Texte in Bildern per OCR und kategorisiert alles automatisch – und das ganz ohne Cloud-Abhängigkeit.



Ein Makrelenschwarm aufgenommen mit einer Nikon D800 | 14 mm | ISO 640 | f/16 | 1/250 s

(Bild: Thomas Haider)

Wer seinen digitalen Alltag ohnehin gerade neu ordnet, dem empfehle ich auch einen Blick auf unseren Bauvorschlag für einen besonders effizienten Rechner. Christian Hirsch zeigt, wie Sie einen kompakten und sparsamen Mini-PC mit nur 8 Watt Leerlaufverbrauch selbst zusammenbauen. Trotz seiner geringen Abmessungen nimmt der Rechner einen Desktop-Prozessor sowie mehrere Datenträger auf und läuft reibungslos unter Windows 11 und Ubuntu – ein echter Allrounder für Büro und Heimserver.

Apropos Alleskönner: Wer gerne bastelt und Freude an ungewöhnlicher Hardware hat, wird unseren nächsten Test lieben. Andrijan Möcker hat sich einen modernen Pager angeschaut, der an vergangene Zeiten erinnert und gleichzeitig von zeitgemäßer Technik strotzt: der T-LoRa Pager mit LoRa-Modem, GNSS, WLAN und Bluetooth im Praxistest. Das kleine Gerät für rund 100 Euro vereint ESP32-Mikrocontroller, Farbdisplay und LoRa-Mesh-Kommunikation – und lässt sich frei programmieren.

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Kommen wir zum Thema KI, das uns auch in dieser Ausgabe nicht loslässt. Einerseits beschäftigt uns die Frage, was Künstliche Intelligenz für die Bildung der Zukunft bedeutet: Nico Jurran berichtet von der Learntec in Karlsruhe und erklärt, wie KI und der Digitalpakt 2.0 die Schule von morgen gestalten sollen. Fünf Milliarden Euro stehen bis 2030 bereit – doch ob das Geld wirklich zu einem echten Umdenken führt, bleibt spannend.

Andererseits stellt sich für Entwicklerinnen und Entwickler ganz konkret die Frage, was KI-gestützte Programmierung – oft „Vibe Coding“ genannt – eigentlich kostet. Stefan Müller-Mielitz hat dafür ein praktisches Modell entwickelt und erklärt, wie Sie das Tokenbudget und die Kosten für KI-gestützte Softwareentwicklung realistisch abschätzen. Spoiler: Der entscheidende Kostentreiber ist nicht der Tokenpreis, sondern die Qualität des eingesetzten Modells.

Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende und viel Freude bei der Lektüre,

Ihr
Volker Zota
Chefredakteur heise medien


(vza)



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Medizinregister: Psychotherapeuten warnen vor umfangreichen Gesundheitsprofilen


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Das Deutsche Psychotherapeuten Netzwerk (DPNW) kritisiert den aktuellen Entwurf des Medizinregistergesetzes scharf und warnt vor einer zunehmenden Verarbeitung sensibler Gesundheitsdaten ohne aktive Zustimmung der Betroffenen. Er fordert die „Beibehaltung echter informierter Einwilligungen“ und kritisiert den Trend zu Widerspruchslösungen wie bei der elektronischen Patientenakte (ePA), bei der Versicherte erst widersprechen müssen, um keine ePA zu haben. „Viele Bürger verstehen schon heute kaum noch, welche Gesundheitsdaten wo gespeichert, verknüpft oder ausgewertet werden. Gerade bei psychotherapeutischen Daten reicht eine bloße Widerspruchslösung aus unserer Sicht nicht aus“, so das DPNW.

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Der Entwurf ginge „weit über klassische Forschungsregister hinaus“ und schaffe die Grundlage für eine „immer umfassendere Zusammenführung und Auswertung sensibler Gesundheitsdaten“. Es verweist zudem darauf, dass in psychotherapeutischen Behandlungen oft Themen wie „Traumatisierungen, familiäre Konflikte, Beziehungsmuster, Ängste oder intime biografische Erfahrungen thematisiert“ werden und „bereits der Eindruck zunehmender staatlicher oder institutioneller Datenerfassung“ das für die Behandlung notwendige Vertrauen beeinträchtigen könne. Daher fordert es, dass psychotherapeutische Daten nicht registerübergreifend verknüpft werden können.

Das Netzwerk sieht die Gefahr, dass mit dem Ausbau registerübergreifender Datennutzung und der stärkeren Verwendung der Krankenversichertennummer langfristig umfassende personenbezogene Gesundheitsprofile entstehen könnten. Besonders problematisch sei dies bei psychotherapeutischen Daten, die hochpersönliche Informationen über Traumata, familiäre Konflikte oder intime biografische Erfahrungen enthalten. „Hier entsteht schrittweise eine Infrastruktur, die langfristig erhebliche Auswirkungen auf Datenschutz, informationelle Selbstbestimmung und therapeutische Vertraulichkeit haben kann“, erklärt das DPNW.

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Alle 14 Tage bieten wir Ihnen eine Übersicht der neuesten Entwicklungen in der Digitalisierung des Gesundheitswesens und beleuchten deren Auswirkungen.

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Kritiker sehen zudem eine gesundheitspolitische Entwicklung hin zu einer immer weitergehenden Nutzung von Gesundheitsdaten für die Forschung, Steuerung und Qualitätssicherung. Zudem kritisiert das Netzwerk auch KI-gestützte Auswertungen. Dabei wird befürchtet, dass Datenverknüpfungen zwischen Registern, Krankenkassen- und Forschungsdaten schrittweise ausgeweitet werden, während individuelle Einwilligungen und Transparenz für Betroffene an Bedeutung verlieren könnten.

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Fachverbände warnen seit Längerem davor, dass die zunehmenden staatlichen oder institutionellen Zugriffsmöglichkeiten das Vertrauensverhältnis zwischen Patienten und Behandlern beeinträchtigen könnten. Susanne Berwanger, Vizepräsidentin des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen, hatte beispielsweise davor gewarnt, dass bestimmte Register oder die Auflockerung der Schweigepflicht dazu führen würden, dass Erkrankte einer Behandlung „kritischer gegenüberstehen könnten“. Das würde die Chance auf Hilfe für die erkrankten Menschen verringern und auch die Verhinderung potenzieller Straftaten. Zudem seien psychisch erkrankte Menschen „im Allgemeinen nicht gefährlicher als psychisch ‚Gesunde‘,“, erklärte Berwanger.

Speziell bei geplanten Änderungen im Umfeld der Psychisch-Kranken-Gesetze (PsychKG) hatten Fachverbände bereits vor einer Ausweitung staatlicher Zugriffs- und Vernetzungsmöglichkeiten bei sensiblen Gesundheitsdaten gewarnt.


(mack)



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