Künstliche Intelligenz
Windows: Mehr Stabilität durch Treiberwiederherstellung mit Windows Update
Microsoft startet eine neue Funktion namens „Cloud-initiated Driver Recovery for Windows Update“. Sie soll instabile Treiber auf Geheiß der Cloud deinstallieren und durch die Vorgängerversion ersetzen.
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Das kündigt Microsoft in einem Blog-Beitrag im Hardware-Dev-Center an. Die soll „proaktiv“ problematische Treiber auf den vorherigen Stand zurücksetzen, die über Windows Update verteilt wurden. Sofern während des Auslieferungszeitraums im „Driver Shiproom“-Prozess erkannt werde, dass ein Treiber Qualitätsprobleme aufweist, kann Microsoft einen Wiederherstellungsprozess aus der Cloud auslösen, der den Treiber ersetzt. Das erfordere keine manuellen Eingriffe von Nutzerinnen und Nutzern oder Hardware-Partnern mehr.
Derzeit sehe der Veröffentlichungsprozess vor, dass ein Treiber, der über Windows Update verteilt wird und bei dem sich herausstellt, dass er Probleme verursacht, vom Hardware-Partner durch das Verteilen eines aktualisierten Treibers ausgebessert wird. Oder Anwender müssen selbst Hand anlegen und eine fehlerbereinigte Version installieren. Dadurch entstehe ein Zeitraum, in dem Geräte mit minderwertigen Treibern ausgestattet sind. Nun kann Microsoft direkt aus dem Hardware-Dev-Center (HDC) solche Treiber durch die vorherigen, bekanntermaßen funktionierenden ersetzen lassen. Das erfolgt demnach durch koordinierte Updates des PnP-Treiber-Stacks sowie des Treiber-Veröffentlichungsdienstes, erklärt Microsoft weiter.
Mechanismus funktioniert nicht in jedem Fall
Geräte, für die ein im „Driver Shiproom“ verifizierter funktionierender Treiber nicht auffindbar ist, versuchen jedoch keine „Cloud-initiated“ Treiberwiederherstellung selbst.
Die neue Funktion will Microsoft zwischen Mai und August 2026 zunächst im manuellen Betrieb testen. Die Automatik wollen die Entwickler dann im September 2026 scharfschalten.
Mit den weiteren Verbesserungen wie der schnellen Gerätewiederherstellung (Quick Machine Recovery, QMR) verspricht das Feature ein stabileres Windows-Betriebssystem. QMR schaltet Microsoft nach und nach auf weiteren Windows-Versionen frei, zuletzt etwa im Februar auf Windows Pro-Editionen.
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(dmk)
Künstliche Intelligenz
Post zum Freitag: Europas Raumfahrt, KI-Tools und effiziente Mini-PCs
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
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lassen Sie mich diese Ausgabe mit einem Blick in den Weltraum beginnen. Europa kämpft im Rennen um die Vorherrschaft im All und setzt dabei auf einen entscheidenden Trumpf: Mein Kollege Arne Grävemeyer hat sich in Bremen umgeschaut und erklärt in seinem Hintergrundbericht, warum die Oberstufe der Ariane 6 zum Schlüssel für Europas Raumfahrtambitionen geworden ist. Die mehrfach zündbare Oberstufe macht die Rakete flexibler als die amerikanische Konkurrenz – und in Bremen nimmt die Fertigung gerade richtig Fahrt auf.
Von der Raumfahrt zurück auf den Boden – genauer gesagt, ans Wasser. Wer schon einmal versucht hat, gleichzeitig die Welt über und unter der Wasseroberfläche in einem einzigen Foto einzufangen, weiß, wie knifflig das ist. Thomas Haider, der diese Technik seit Jahrzehnten praktiziert, verrät in unserem Ratgeber, wie Ihnen faszinierende Split-Level-Aufnahmen über und unter Wasser gelingen. Von der richtigen Optik bis zum unverzichtbaren Domeport – der Artikel erklärt alles, was Sie für diese besondere Art der Naturfotografie benötigen.
Ob Bilder oder Artikel, vielleicht kennen Sie das Problem? Ein interessanter Artikel landet im Lesezeichenordner, ein nützlicher Link wird irgendwo gespeichert – und drei Monate später ist nichts mehr auffindbar? Wir haben uns ein Tool angeschaut, das genau hier Abhilfe schafft: Karakeep als KI-gestützter Wissenssammler für Bookmarks und Dateien auf dem eigenen Rechner. Das Tool archiviert vollständige Webseiten, erkennt Texte in Bildern per OCR und kategorisiert alles automatisch – und das ganz ohne Cloud-Abhängigkeit.

Ein Makrelenschwarm aufgenommen mit einer Nikon D800 | 14 mm | ISO 640 | f/16 | 1/250 s
(Bild: Thomas Haider)
Wer seinen digitalen Alltag ohnehin gerade neu ordnet, dem empfehle ich auch einen Blick auf unseren Bauvorschlag für einen besonders effizienten Rechner. Christian Hirsch zeigt, wie Sie einen kompakten und sparsamen Mini-PC mit nur 8 Watt Leerlaufverbrauch selbst zusammenbauen. Trotz seiner geringen Abmessungen nimmt der Rechner einen Desktop-Prozessor sowie mehrere Datenträger auf und läuft reibungslos unter Windows 11 und Ubuntu – ein echter Allrounder für Büro und Heimserver.
Apropos Alleskönner: Wer gerne bastelt und Freude an ungewöhnlicher Hardware hat, wird unseren nächsten Test lieben. Andrijan Möcker hat sich einen modernen Pager angeschaut, der an vergangene Zeiten erinnert und gleichzeitig von zeitgemäßer Technik strotzt: der T-LoRa Pager mit LoRa-Modem, GNSS, WLAN und Bluetooth im Praxistest. Das kleine Gerät für rund 100 Euro vereint ESP32-Mikrocontroller, Farbdisplay und LoRa-Mesh-Kommunikation – und lässt sich frei programmieren.
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Kommen wir zum Thema KI, das uns auch in dieser Ausgabe nicht loslässt. Einerseits beschäftigt uns die Frage, was Künstliche Intelligenz für die Bildung der Zukunft bedeutet: Nico Jurran berichtet von der Learntec in Karlsruhe und erklärt, wie KI und der Digitalpakt 2.0 die Schule von morgen gestalten sollen. Fünf Milliarden Euro stehen bis 2030 bereit – doch ob das Geld wirklich zu einem echten Umdenken führt, bleibt spannend.
Andererseits stellt sich für Entwicklerinnen und Entwickler ganz konkret die Frage, was KI-gestützte Programmierung – oft „Vibe Coding“ genannt – eigentlich kostet. Stefan Müller-Mielitz hat dafür ein praktisches Modell entwickelt und erklärt, wie Sie das Tokenbudget und die Kosten für KI-gestützte Softwareentwicklung realistisch abschätzen. Spoiler: Der entscheidende Kostentreiber ist nicht der Tokenpreis, sondern die Qualität des eingesetzten Modells.
Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende und viel Freude bei der Lektüre,
Ihr
Volker Zota
Chefredakteur heise medien
(vza)
Künstliche Intelligenz
Medizinregister: Psychotherapeuten warnen vor umfangreichen Gesundheitsprofilen
Das Deutsche Psychotherapeuten Netzwerk (DPNW) kritisiert den aktuellen Entwurf des Medizinregistergesetzes scharf und warnt vor einer zunehmenden Verarbeitung sensibler Gesundheitsdaten ohne aktive Zustimmung der Betroffenen. Er fordert die „Beibehaltung echter informierter Einwilligungen“ und kritisiert den Trend zu Widerspruchslösungen wie bei der elektronischen Patientenakte (ePA), bei der Versicherte erst widersprechen müssen, um keine ePA zu haben. „Viele Bürger verstehen schon heute kaum noch, welche Gesundheitsdaten wo gespeichert, verknüpft oder ausgewertet werden. Gerade bei psychotherapeutischen Daten reicht eine bloße Widerspruchslösung aus unserer Sicht nicht aus“, so das DPNW.
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Der Entwurf ginge „weit über klassische Forschungsregister hinaus“ und schaffe die Grundlage für eine „immer umfassendere Zusammenführung und Auswertung sensibler Gesundheitsdaten“. Es verweist zudem darauf, dass in psychotherapeutischen Behandlungen oft Themen wie „Traumatisierungen, familiäre Konflikte, Beziehungsmuster, Ängste oder intime biografische Erfahrungen thematisiert“ werden und „bereits der Eindruck zunehmender staatlicher oder institutioneller Datenerfassung“ das für die Behandlung notwendige Vertrauen beeinträchtigen könne. Daher fordert es, dass psychotherapeutische Daten nicht registerübergreifend verknüpft werden können.
Sorge vor Gesundheitsprofilen
Das Netzwerk sieht die Gefahr, dass mit dem Ausbau registerübergreifender Datennutzung und der stärkeren Verwendung der Krankenversichertennummer langfristig umfassende personenbezogene Gesundheitsprofile entstehen könnten. Besonders problematisch sei dies bei psychotherapeutischen Daten, die hochpersönliche Informationen über Traumata, familiäre Konflikte oder intime biografische Erfahrungen enthalten. „Hier entsteht schrittweise eine Infrastruktur, die langfristig erhebliche Auswirkungen auf Datenschutz, informationelle Selbstbestimmung und therapeutische Vertraulichkeit haben kann“, erklärt das DPNW.
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Kritiker sehen zudem eine gesundheitspolitische Entwicklung hin zu einer immer weitergehenden Nutzung von Gesundheitsdaten für die Forschung, Steuerung und Qualitätssicherung. Zudem kritisiert das Netzwerk auch KI-gestützte Auswertungen. Dabei wird befürchtet, dass Datenverknüpfungen zwischen Registern, Krankenkassen- und Forschungsdaten schrittweise ausgeweitet werden, während individuelle Einwilligungen und Transparenz für Betroffene an Bedeutung verlieren könnten.
Verbände schon länger alarmiert
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Fachverbände warnen seit Längerem davor, dass die zunehmenden staatlichen oder institutionellen Zugriffsmöglichkeiten das Vertrauensverhältnis zwischen Patienten und Behandlern beeinträchtigen könnten. Susanne Berwanger, Vizepräsidentin des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen, hatte beispielsweise davor gewarnt, dass bestimmte Register oder die Auflockerung der Schweigepflicht dazu führen würden, dass Erkrankte einer Behandlung „kritischer gegenüberstehen könnten“. Das würde die Chance auf Hilfe für die erkrankten Menschen verringern und auch die Verhinderung potenzieller Straftaten. Zudem seien psychisch erkrankte Menschen „im Allgemeinen nicht gefährlicher als psychisch ‚Gesunde‘,“, erklärte Berwanger.
Speziell bei geplanten Änderungen im Umfeld der Psychisch-Kranken-Gesetze (PsychKG) hatten Fachverbände bereits vor einer Ausweitung staatlicher Zugriffs- und Vernetzungsmöglichkeiten bei sensiblen Gesundheitsdaten gewarnt.
(mack)
Künstliche Intelligenz
Strom geschenkt: Wie Sie von negativen Börsenpreisen profitieren
Wenn viel Sonne scheint oder es flächendeckend kräftig stürmt, gehen die Strompreise an den Börsen in den Keller. Das passiert immer häufiger, wovon Verbraucher mit dynamischen Stromtarifen profitieren. Dabei fallen die Strompreise manchmal sogar ins Negative.
Solche negativen Strompreise sind das vielleicht prägnanteste Symptom eines Systems im Umbau: viel Erneuerbare, zu wenig Flexibilität. Viele Menschen bekommen davon gar nichts mit, andere verdienen bereits beim Stromverbrauch Geld.
- Negative Strompreise zeigen, wie sich das Energiesystem durch den Ausbau von Wind- und Solarstrom verändert.
- Für Haushalte werden solche Preisphasen erst mit dynamischen Tarifen und intelligenter Messtechnik nutzbar.
- Besonders lohnt sich das Verschieben großer Stromverbräuche, etwa beim Laden eines Elektroautos oder beim Betrieb einer Wärmepumpe/Klimaanlage.
- Das eigentliche Problem sind nicht die Erneuerbaren, sondern fehlende Flexibilität bei Verbrauch, Speichern, Kraftwerken und Netzen.
Was dahintersteckt, zeigt der Artikel. Er erklärt, warum Börsenstrompreise ins Minus rutschen und in welchem Umfang Haushalte davon profitieren können. Dazu kommt die Betrachtung, was negative Strompreise über Netze, Speicher und Flexibilität im System verraten.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Strom geschenkt: Wie Sie von negativen Börsenpreisen profitieren“.
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