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Werbevermarktung: Aldi plant mit Retail Media


Bisher zeigt Aldi Süd in Deutschland an den Filialen nur Eigenwerbung.

Bei Aldi Süd bahnt sich eine Strategiewende an: Der Discounter baut in der internationalen Zentrale eine Abteilung auf, die sich um das Retail-Media-Geschäft kümmern soll.

Öffentlich tut Aldi Süd Loyalty-Programme und Retail Media gerne als „Chi-Chi“ ab. Zuletzt bei Aldi Suisse, dessen Chef Jerome Meyer betonte

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Wenn KI gefährlich wird: FLARE-AI will erstmals Alarm schlagen



GPT-5.6 ist da
– doch OpenAI, Anthropic und Google stehen vor großen Herausforderungen


FLARE-AI soll zum gemeinsamen Meldesystem für KI-Sicherheitsvorfälle werden

Die Open-Source-Plattform FLARE-AI soll Berichte über problematisches Verhalten von KI-Systemen an einer zentralen Stelle bündeln und den Austausch zwischen Unternehmen, Forschung und Sicherheitsorganisationen erleichtern. Für Mitinitiator Avijit Ghosh greift der heutige Umgang mit KI-Vorfällen zu kurz. Während zuletzt vor allem Sicherheitslücken und Cybersecurity-Risiken – etwa rund um die eingeschränkte Freigabe der Claude-Modelle von Anthropic – die Schlagzeilen bestimmten, blieben andere Risiken moderner KI häufig unbeachtet, erklärt der KI-Policy-Forscher bei Hugging Face gegenüber WIRED. Dazu zählten psychologische Schäden, Diskriminierung, Bias und Desinformation. Weil Unternehmen solche Vorfälle nach unterschiedlichen Standards bewerteten und dokumentierten, würden viele Probleme weder systematisch erfasst noch öffentlich bekannt.

In the absence of a coordinated disclosure system, there are no external mechanisms to enforce transparency,

so Ghosh. Nutzer:innen können über FLARE-AI beispielsweise Fälle melden, in denen KI-Modelle personenbezogene Daten preisgeben, Malware oder Bombenbauanleitungen generieren, Schutzmechanismen umgehen oder andere sicherheitsrelevante beziehungsweise gesellschaftliche Schäden verursachen. Nach dem FLARE-AI Framework werden die Meldungen in einem standardisierten, maschinenlesbaren Format erfasst und validiert. Anschließend können sie an Modellanbieter:innen, Incident-Datenbanken oder Sicherheitsorganisationen weitergeleitet werden. Dadurch sollen Vorfälle organisationsübergreifend vergleichbar und nachvollziehbar werden.

Neben Avijit Ghosh zählen auch Elaine Zhu und Shayne Longpre zu den Initiator:innen von FLARE-AI. Gemeinsam mit 49 weiteren Expert:innen aus 32 Organisationen entwickelten sie die Plattform. Für die Entwicklung analysierte das Forschungs-Team bestehende Meldeprozesse von KI-Unternehmen, CERT-Organisationen und Incident Registries. Daraus entstand ein gemeinsames, interoperables Verfahren. Zu den beteiligten Partner:innen und Berater:innen zählen unter anderem MITRE, die AI Incident Database (AIID), das CERT Coordination Center, Hugging Face sowie die Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD).

Forschung und Politik fordern mehr Transparenz bei KI

Die Forderung nach mehr Transparenz und standardisierten Meldeverfahren wird auch von der internationalen Forschung gestützt. Der International AI Safety Report 2026 erschien Anfang Februar unter Leitung des KI-Forschers Yoshua Bengio. Er bündelt den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zu den Fähigkeiten und Risiken moderner KI-Systeme. Mehr als 100 unabhängige Expert:innen, benannt von 29 Staaten sowie der UN, OECD und EU, wirkten an dem Bericht mit. Die Autor:innen sehen mehr Transparenz, eine systematischere Erfassung von KI-Vorfällen und einen stärkeren Austausch zwischen Forschung, Unternehmen und Regulierungsbehörden als zentrale Voraussetzungen für einen sicheren Einsatz leistungsfähiger KI.

Der Handlungsdruck wächst vor allem deshalb, weil moderne KI-Systeme immer leistungsfähiger und autonomer werden. Modelle lösen inzwischen Aufgaben auf dem Niveau einer Goldmedaille bei der Internationalen Mathematik-Olympiade, schreiben eigenständig Code oder übernehmen als KI-Agents komplette Arbeitsabläufe. Gleichzeitig steigt das Schadenspotenzial. Agentische Systeme recherchieren selbstständig im Web, bedienen Browser oder greifen auf externe Anwendungen zu. Fehler, Jailbreaks oder manipulierte Eingaben können dadurch weitreichendere Folgen haben als fehlerhafte Chatbot-Antworten.

Dass diese Risiken längst keine theoretischen Szenarien mehr sind, zeigen mehrere Vorfälle der vergangenen Monate. Sicherheitsforscher:innen von LayerX demonstrierten kürzlich, wie sich KI-Browser wie OpenAIs Atlas oder Perplexitys Comet durch manipulierte Prompts dazu bringen ließen, ihre eigenen Schutzmechanismen zu umgehen. Im April zeigte der Sicherheitsforscher Johann Rehberger, wie sich Claude mithilfe präparierter Bilder zur Preisgabe personenbezogener Informationen verleiten ließ. OpenAI musste Ende April 2025 ein kurz zuvor ausgerolltes GPT-4o Update in ChatGPT zurückziehen, nachdem das Modell durch sogenanntes Sycophancy-Verhalten Nutzer:innen übermäßig bestätigte und dadurch unkritisches Bestärken problematischer Annahmen begünstigte. Als Ursache nannte das Unternehmen eine zu starke Gewichtung kurzfristigen Nutzer:innen-Feedbacks bei der Optimierung des Modells.

Auch der US-Kongress treibt die Standardisierung von KI-Vorfallsmeldungen inzwischen voran. Die FLARE-AI-Initiator:innen wirkten nach eigenen Angaben an einem im Juni 2026 vorgestellten Gesetzentwurf des US-Kongresses mit. Dieser sieht vor, das National Institute of Standards and Technology (NIST) mit der Entwicklung eines nationalen Standards für KI-Fehlermeldungen und einer zentralen Vorfallsdatenbank zu beauftragen. Damit würde Incident Reporting für KI erstmals institutionell verankert. Wird der Gesetzentwurf verabschiedet, könnte FLARE-AI zu einem wichtigen Baustein künftiger Melde- und Transparenzstandards für KI werden. Ob aber die großen Tech-Unternehmen auf die Meldefälle reagieren und mehr Sicherheitskonzepte für die einträglichen KI-Systeme, -Modelle und -Tools entwickeln werden, steht auf einem anderen Blatt.


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Top-Personalie: Jetzt geht’s um Nägel: Dorit Posdorf hat einen neuen Posten als CDO


Dorit Posdorf startet bei Maniko

Die frühere Chief Marketing Officer von DocMorris, Dorit Posdorf, hat einen neuen Posten: Sie startet als neue Chief Digital Officer bei einem jungen Beauty-Unternehmen.

Zum 1. Juli hat Posdorf die Digitalführung bei Maniko übernommen, wie HORIZONT exklusiv erfahren hat. Das junge Unternehmen aus Berlin ist s

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„Verrückt nach Sommer“-Kampagne: Langnese und Crocs feiern den Sommer mit gemeinsamer Kollektion


Langnese hat sich mit Crocs zusammengetan

Crocs setzt seine Strategie um aufmerksamkeitsstarke Markenkooperationen fort. Für seine neue Kampagne hat sich das gehypte Schuhlabel mit Eishersteller Langnese zusammengetan. Im Mittelpunkt der Kooperation steht eine limitierte Kollektion von Jibbitz-Ansteckern, die von bekannten Eisklassikern der Marke inspiriert sind.

In den vergangenen Jahren hat sich Crocs vom belächelten und eher als plump geltenden Kunststoffschuh zum kultigen Streetwear-Accessoire gemausert. Spätestens seit der viel beachteten Balenciaga-Kooperation 2017 und erfolgreichen Kollaborationen mit Stars wie Justin Bieber und Bad Bunny oder der Fastfood-Kette KFC hat Crocs einen bemerkenswerten Imagewandel vollzogen. Heute sind die Clogs dank ihres Komfortfaktors und der personalisierbaren Jibbitz-Anstecker fest in der Popkultur verankert – und erhalten nun mithilfe von Langnese ein sommerliches Update.

Begleitet wird die Kooperation von einer integrierten 360-Grad-Kampagne, die am 1. Juli in Deutschland, Frankreich und Großbritannien startet. Zum Maßnahmenpaket gehören Paid-Digital-Aktivitäten, Social Media sowie Earned Media. Entwickelt wurde die Kampagne in Zusammenarbeit mit gleich vier Agenturen: Omnicom Group, TBWA\Neboko, Auditoire Paris und FleishmanHillard London.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit soll am 8. Juli eine Guerilla-Aktion in London sorgen, zu der es aktuell noch keine näheren Informationen gibt. Die limitierte Kollektion wird exklusiv über den TikTok-Shop von Crocs sowie über den Webshop des Unternehmens vertrieben für 18,99 Euro pro Schuhpaar. Der besondere Clou an der Kooperation beider Marken: Ab dem 8. Juli werden auch die Jibbitz (Anstecker) in den Designs der Langnese-Marken Cornetto, Solero, Twister und Flutschfinger erhältlich sein. Die bunten Accessoires können einfach in die charakteristischen Öffnungen der Schuhe gedrückt werden und ermöglichen Crocs-Fans damit zusätzliche Möglichkeiten zur Individualisierung ihrer Schuhe, was in der Vergangenheit bereits sehr gut ankam. Im Fall von Langnese sollen die Jibbitz gleichzeitig sommerliche Stimmung transportieren.
Mit der Zusammenarbeit bedienen beide Marken gleich mehrere Trends, die potenziell die Reichweite steigern: Nostalgiefaktor, sammelbare Produkte und Kollaborationen, die auf Social Media für Gesprächsstoff sorgen sollen. Für Crocs ist die Partnerschaft ein weiterer Baustein einer Wachstumsstrategie, die seit Jahren stark auf kulturell relevante Kooperationen setzt. Langnese wiederum erhält die Chance, seine Eismarken über den klassischen Konsumkontext hinaus sichtbar zu machen.

Unilever

Langnese bringt Kult-Werbesong „Like Ice in the Sunshine“ zurück

Die Unilever-Marke Langnese will den anhaltenden Nostalgie-Trend der jungen Generation für sich nutzen und legt den Werbesong „Like Ice in the Sunshine“ aus den 80-Jahren neu auf.

„Der Sommer 2026 steht ganz im Zeichen von Leichtigkeit, Spaß und dem Mut, einfach man selbst zu sein. Gemeinsam mit Crocs bringen wir dieses Lebensgefühl in Form einer Kooperation zum Ausdruck, die Menschen tragen, zeigen und teilen können“, sagt Leyal Eskin Yilmaz, Chief Marketing Officer Europe & ANZ und Head of Global Brands Langnese & Cornetto.

Carly Gomez, Chief Marketing Officer bei Crocs, ergänzt: „Bei Crocs haben wir uns schon immer für Individualität und Selbstentfaltung eingesetzt. Die Zusammenarbeit mit Langnese fühlt sich ganz natürlich an und fängt die Energie des Sommers von ihrer besten Seite ein – mutig, verspielt und ein wenig nostalgisch. Mit ‚Verrückt nach Sommer‘ möchten wir Menschen dazu inspirieren, ihren ganz persönlichen Stil auszuleben und die Saison auf ihre eigene Art zu genießen.“



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