Apps & Mobile Entwicklung
Wie bei Lunar Lake: Der RAM on Package kommt mit Razor Lake zurück

Intel Lunar Lake war ein erfolgreicher Prozessor, der als x86-Produkt erstmals RAM direkt neben der CPU anbot. Das soll Zukunft haben, wenngleich diese nicht sofort stattfindet, sondern erst mit der Generation Intel Razor Lake. Die Zielgruppe wird dann jedoch genau am anderen Ende angesiedelt: im hochpreisigen AX-Bereich.
Intel AX = „die große APU“
AX-Prozessoren sollte es schon einige Male geben respektive waren in Planung, dazu gekommen ist es aber nie. AX steht bei Intel für so etwas wie „die große APU“, also ein Prozessor mit großer integrierter Grafikeinheit. Zuletzt hieß es bereits, dass dieser in der neuen Generation Intel Core Ultra 400 erscheinen werde, ein Nova Lake-AX mit bis zu 48 Xe-Cores wurde entsprechend in der Gerüchteküche gehandelt. Ohne finales Produkt wurde Nova Lake-AX aber vor längerer Zeit gestrichen.
Nach Nova Lake kommt Razor Lake
Die Gerüchteküche ist bereits auf den Nachfolger umgeschwenkt: Razor Lake. Auch hier gehen aber Wunsch und Realität mitunter auseinander, eine erhoffte AX-Version mit 48 Xe-Cores wird es wohl nicht geben, zwei Varianten mit deutlich weniger Shadern sollen aber existieren.
Hinzu kommt nun ein Gerücht, das in chinesischen Foren kursiert und durch andere Insider mit guter Quellenlage verbreitet wurde. Demnach kommt MOP zurück, das für Memory on Package steht, also RAM auf dem gleichen Chip wie der Prozessor und die Grafikeinheit. Das hat bei Lunar Lake bereits funktioniert, offenbarte aber auch Optimierungsspielraum. Diesen könnte Intel bei Razor Lake-AX Ende 2027 umsetzen, wenngleich die Zielgruppe bei AMD Strix Halo und dessen Nachfolger liegt, also im absoluten High-End-Segment. Hier kann viel Speicher mit hoher Bandbreite bei naher Platzierung zur GPU ein wichtiges Argument sein.
Aktuell schwebt darüber jedoch das Damoklesschwert der Speicherpreise, solche Lösungen mit großem Speicherausbau würden nur in Produkten jenseits der 3.000-Euro-Marke existieren. Notebooks und Mini-PCs mit AMD Strix Halo und 128 GByte RAM kennen zuletzt auch nur steigende Preise. Dass sich das bis Ende 2027 bessert, wird mit jedem Tag etwas unwahrscheinlicher.
Auf Razor Lake folgt Titan Lake und Serpent Lake
Und dann wäre da ja auch noch Intels Prozessor plus Nvidias Grafikeinheit, der aus der Kooperation beider Unternehmen erwachsen wird. Dieser wird unter dem Codenamen Serpent Lake entwickelt und soll nach Razor Lake erscheinen. Serpent Lake bedient sich an Titan Lake, dem Nachfolger von Razor Lake mit Fokus auf das mobile Umfeld. Die CPU dürfte letztlich identisch sein, nur dass Titan Lake mit Intel-GPU erscheint, Serpent Lake mit Nvidia-GPU. Vor 2028 dürfte davon aber nichts zu sehen sein.
Viel Spielraum für Anpassungen und/oder Streichungen in der Roadmap
Bis all diese Vorhaben letztlich umgesetzt sind, wird noch viel Zeit vergehen und so gibt es viel Spielraum für die eine oder andere Anpassung im Portfolio, was schnell Streichungen von Produkten nach sich ziehen kann.
Gerade in den letzten Jahren sind viele Projekte zu den Akten gelegt worden. Die gesamte Royal-Core-Serie wurde nie veröffentlicht, auch Beast Lake, Cobra Cores und andere sind nicht erschienen. Dazu gesellen sich die fehlenden Desktop-Chips von Intel Meteor Lake und Panther Lake, die mal geplant aber nie veröffentlicht wurden.
Apps & Mobile Entwicklung
Erfolgreich abgeworben: Apple-Vision-Pro-Chef Meade wechselt zu OpenAI

Die Personalabgänge bei Apple wollen nicht enden: Nach zahlreichen hochrangigen Abgängen verlässt nun auch Paul Meade, bisher Vizepräsident für Hardware-Entwicklung, den Konzern und wechselt zu OpenAI. Das KI-Unternehmen entwickelt gerade ebenfalls neue KI-Hardware mit zahlreichen Ex-Apple-Managern wie Jony Ive.
Stellvertreter soll übernehmen
Wie Bloomberg berichtet, soll Meade schon nächste Woche den Arbeitgeber wechseln. Mit dem Abgang verliert Apple einen Vizepräsidenten, der die Entwicklung der Vision Pro seit sieben Jahren beaufsichtigt hat. Bis zu seinem Abgang hat er zudem an KI-Brillen gearbeitet, die in Konkurrenz zu Metas Ray-Ban gestanden hätten. Die Aufgaben von Meade werden jetzt von seinem langjährigen Stellvertreter Fletcher Rothkopf übernommen.
Umstrukturierungen führen zu Unzufriedenheit
Hintergrund ist laut Bloomberg auch eine Umstrukturierung hinter den Kulissen, denn da der bisherige Hardware-Chef John Ternus ab dem 1. September zum Geschäftsführer von Apple befördert wird, übernimmt Johny Srouji die Hardware-Sparte seit April. Mitarbeiter berichten deshalb nicht mehr direkt an Srouji, sondern an Tom Marieb, den neuen Vizepräsidenten für Hardware-Entwicklung. Diese Entwicklung soll einigen Mitarbeitern sauer aufstoßen und den Weggang zu OpenAI begründen, argumentiert Bloomberg.
Ive entwickelt mit OpenAI neue KI-Hardware
Bei OpenAI wird Meade mit Ex-Apple-Kollegen wie Jony Ive, Tang Tan und Evans Hankey zusammenarbeiten. Das KI-Unternehmen, das mit ChatGPT bisher nur Software entwickelt, will auch in den Hardware-Markt einsteigen und entwickelt dafür gerade mehrere Geräte. Offizielle Details gibt es noch keine, doch bereits eine Menge Gerüchte.
Personalabgänge zu Meta, Google und OpenAI häufen sich
Meade, der die ersten iPads und in den 2010er-Jahren auch das iPhone mitentwickelt hat, ist nur ein prominenter Abgang in der Reihe von vielen seit letztem Jahr: Neben OpenAI werben auch Google und Meta erfolgreich Mitarbeiter des Konzerns ab. Darunter KI-Experten, aber auch mit Alan Dye einen Chef-Designer, der an Liquid Glass mitgearbeitet hat.
Apps & Mobile Entwicklung
Wochenrück- und Ausblick: GTA 6 läuft nicht für 80 Euro auf der Steam Machine mit FSR 4

Im Rückblick auf die vergangenen sieben Tage steht heute die 26. Woche 2026 im Fokus. Es sind 111 News und Notizen auf ComputerBase erschienen, wobei FSR 4 für Radeon RX 7000, eine Lotterie zur Steam Machine und Vorbestellungen zu GTA VI, aber auch der neue alte Ryzen 7 5800X3D zu den heißesten Themen der heißen Woche gehören.
R7 5800X3D, Steam Machine und GTA 6? Aktuell unvereinbar.
FSR 4 für alte AMD-Hardware ist diese Woche das größte Thema? Nein, falsch gedacht! Die meisten Aufrufe binnen 24 Stunden nach Veröffentlichung des entsprechenden Tests gab es für alte AMD-Hardware selbst: Der Ryzen 7 5800X3D (Re-Test) ist als AM4 10 Years Anniversary Edition ein zweites Mal erschienen. Für PC-Spieler, die noch mit einer Ryzen-2000- oder -3000-CPU auf AM4 sitzen, kann der Gaming-Spezialist auch im Jahr 2026 und zum teuer anmutenden Preis von 360 Euro ein sinnvolles Upgrade sein, wenn somit der aktuell noch teurere Schritt auf AM5 umgangen werden kann. Neukunden sollten aber gleich bei der moderneren Plattform einsteigen.
Der Test zu FSR 4.1.1 auf Radeon RX 7000, in dem sich Wolfgang ausführlich der Bildqualität und der Leistung auf RDNA 3 angenommen hat, schafft es auf den zweiten Platz. AMD hat das zeitgemäße KI-Upsampling schon am Montagabend überraschend für diskrete Grafikkarten der RX-7000-Generation freigegeben, nachdem der Release eigentlich erst für den Juli in Aussicht gestellt wurde.
Auch bei den News und Notizen schnitten die bereits bei den Artikeln dominanten Themen stark ab. Ein ganz besonders hohes Interesse brachten die Leser aber GTA VI entgegen. Seit Mittwochabend kann das Spiel vorgestellt werden, wahlweise für rund 80 oder rund 100 Euro.
Der Podcast zu FSR 4 auf RX 7000 und der Steam Machine
In der 175. Episode des ComputerBase-Podcasts CB-Funk sprechen Jan und Fabian diese Woche über FSR 4 auf Radeon RX 7000 und den Verkaufs- bzw. Lotteriestart der Steam Machine. Anschließend geht es noch um den Test des MSI Claw 8 EX AI+ mit Intels Arc G3 Extreme.
In der kommenden Woche erwartet Redaktion und Leser hoffentlich die lang ersehnte Abkühlung. In jedem Fall ist mit Tests zu einem matten OLED-Tablet mit 13 Zoll, einem 3-Liter-PC der Marke Asus ROG und Intels Arc B770 aus Gaming-Perspektive zu rechnen.
Mit diesem Lesestoff im Gepäck wünscht die Redaktion einen erholsamen Sonntag!
Apps & Mobile Entwicklung
Mehr Speicher trotz Speicherkrise: Apple testet M5 Ultra im Mac Studio mit bis zu 768 GB RAM

Die Speicherkrise hat Apple bereits zu Preiserhöhungen und der Streichung von mehreren Speicherkonfigurationen des Mac Studios geführt, auch ein künftiger M5 Ultra soll sich deshalb bisher verzögern. Intern soll der Konzern jetzt einen Mac Studio mit M5 Ultra und 768 GB an Arbeitsspeicher testen.
Deutlich mehr Arbeitsspeicher beim M5 Ultra?
Über Apples Pläne zum M5 Ultra und dem künftigen Mac Studio berichtet Marc Gurman von Bloomberg unter Berufung auf interne Quellen im Konzern. Demnach soll der neue SoC unter dem Codenamen J775 entwickelt werden und wegen Herausforderungen bei der Verfügbarkeit und den Kosten verzögert worden sein.
Der GPU-Ausbau soll sich gegenüber dem M3 Ultra nicht groß verändern. Es ist jedoch zu erwarten, dass die GPU-Architektur des M5 übernommen wird und daher auch die KI-Beschleuniger in der GPU in das Ultra-Modell wandern. Der M5 Ultra könnte sich dann deutlich von allen anderen Apple-Chips im Bereich der KI-Leistung absetzen, jedoch auch in Spielen neue Rekorde für den Konzern aufstellen.
Veröffentlichung nicht garantiert
Wie Gurman auch selbst erwähnt, steht die Konfiguration jedoch unter einem schlechten Stern: Selbst ein so großer Konzern wie Apple hat Schwierigkeiten, genug Speicherchips zu ergattern, und hat beim Vorgänger die Konfigurationen auf 96 GB limitiert. Ein 768-GB-Modell würde dementsprechend einen großen Sprung im Sortiment des Herstellers darstellen.
Preis könnte über 20.000 Euro liegen
Offen bleiben zudem auch Fragen zum Preis, denn die besagte 96-GB-Konfiguration kostet gegenwärtig rund 6.299 Euro. Beim MacBook Pro verlangt Apple nach den jüngsten Preiserhöhungen für 128 GB gegenüber der 64‑GB‑Variante einen Aufschlag von 1.760 Euro. Bei diesem Preis pro 64 GB zusätzlich zu den 96 GB könnte ein Mac Studio mit 768 GB an Arbeitsspeicher weit über 20.000 Euro kosten.
M5 Ultra folgt auf M3 Ultra
Die Ultra-Chips sind seit Einführung mit dem M1 Ultra die Speerspitze von Apple Silicon, sie vereinten bisher immer zwei Max-Chips und kombinierten so die theoretische Rohleistung. Zuletzt hat Apple dies beim M3 Ultra getan, beim M4 hat sich der Konzern nur auf die Max-Reihe beschränkt – und verkauft den M3 Ultra neben dem M4 Max im aktuellen Mac Studio.
Mit dem M5 Ultra können Nutzer dementsprechend einen deutlichen Sprung gegenüber dem bisherigen M3 Ultra erwarten, denn die Leistung in Mehrkern-Anwendungen oder GPU-Anwendungen dürfte sich beinahe verdoppeln, auch wenn die Skalierung nicht in allen Fällen perfekt sein sollte.
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonateniX-Workshop Angriffsziel lokales AD − Schwachstellen finden und beheben
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten„Don’t Starve Elsewhere“: Survival‑Hit kehrt nach zehn Jahren zurück
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenKine‑Exakta: Die erste Spiegelreflexkamera fürs Kleinbild
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenWeitere Entlassungswelle bei Disney: Bis zu 1000 Mitarbeiter betroffen
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
xTool P3 im Test: CO₂-Laser mit 80 Watt schneidet und graviert auch Acryl
-
Social Mediavor 2 MonatenMetas neuer Creative Setup Workflow: Was sich wirklich ändert – und warum das nicht nur eine UI-Frage ist!
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenMega-GPUs für Nvidia, AMD & Co: TSMC zeigt CoWoS-Package mit >11.600 mm² & 24 × HBM5E
-
Entwicklung & Codevor 1 MonatKommentar: Das Ende der SaaS-Gelddruckmaschine
