Künstliche Intelligenz
Wie man mit Quantenphysik Trackingdaten von NBA-Spielern analysiert
Ein Angriff des NBA-Teams der Golden State Warriors: Stephen Curry, der wohl beste Werfer der Basketball-Geschichte, läuft ohne Ball in Richtung Korb und dreht auf die dem Ball entgegengesetzte Seite ab. Die Verteidigung folgt ihm, ein Teamkamerad zieht in der dadurch geöffneten Lücke zum Korb und schließt für zwei Punkte ab. In den Statistiken wird diese Situation bisher nicht bei Curry auftauchen, doch scheinen solche Statistiken nicht alles zu erzählen.
Forscher des Max-Planck-Instituts in Rostock und der Cornell University in Ithaka (USA) haben eine neue Metrik entwickelt, die auch diesen passiven Einfluss von Stephen Curry messbar macht und zudem Spielerpositionen verbessern kann. Dafür nutzen sie zentimetergenaue Trackingdaten von NBA-Spielen sowie einen theoretischen Ansatz, der direkt aus der Quantenphysik kommt.
In einem Quantensystem mit vielen Elektronen ist es nämlich im Allgemeinen nicht möglich, eine Gleichung zu lösen, um die Bewegung aller einzelnen Elektronen aufzuschlüsseln und zu jedem Zeitpunkt vorherzusagen – vergleichbar mit den Spielern eines Basketballspiels. Für sogenannte Vielteilchensysteme schaut man daher nicht mehr auf jedes einzelne Teilchen, sondern auf die Bewegung des Ganzen. So kann man über eine Dichtefunktion abschätzen, wo Elektronen sich im Schnitt mehr konzentrieren.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Wie man mit Quantenphysik Trackingdaten von NBA-Spielern analysiert“.
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Künstliche Intelligenz
Apple Creator Studio: Bekommen künftig nur Abonnenten alle neuen Features?
Nach der Vorstellung des Kreativsoftware-Abo-Pakets Apple Creator Studio gibt es weiterhin offene Fragen, inwieweit Käufer der Software darauf vertrauen können, an künftigen neuen Funktionen teilzuhaben. Apple macht dazu auf seiner Website nur teilweise Angaben, lässt aber zum Beispiel die langfristige Strategie für seine Pro-Apps völlig offen. Nutzer, die ständige Abozahlungen ablehnen, reagieren indessen in Nutzerforen kritisch auf das neue Angebot, das ab Ende Januar mit Updates der Software eingeführt werden soll.
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Am Anfang wird es so sein, dass Apple das Abonnement und den bisher üblichen Einmalkauf für die Mac-Software parallel anbietet. Auf dem iPad werden Apples Kreativ-Apps Final Cut Pro und Logic Pro sowieso nur im Abo angeboten – dort erschienen sie allerdings auch erst im Mai 2023. Das neue Abo-Bundle enthält Final Cut Pro (Mac und iPad), Logic Pro (Mac und iPad), Pixelmator Pro, Motion, Compressor und MainStage sowie zusätzliche Inhalte für die iWork-Apps Keynote, Numbers und Pages. Es soll sich offenbar unter anderem an Influencer richten, die mehrere Kreativ-Apps gleichzeitig verwenden.
Premium-Inhalte für Abonnenten
Zumindest am Anfang wird sich das Angebot für Abonnenten wohl primär dadurch vom Einmalkauf unterscheiden, dass Abonnenten Zugriff auf zusätzliche Premium-Inhalte wie Vorlagen und Fotos erhalten. Wie weit Apple den Begriff Premium aber genau fasst, bleibt unklar. Die neuen KI-Funktionen Visual Search und Transcript Search (beide zunächst nur auf US-Englisch verfügbar) sowie Beat Detection sollen in beide Versionen von Final Cut Pro kommen. Dies bekräftigte der Apple-Marketingmanager Bryan O’Neil Hughes in einem Interview mit dem Filmemacher-Fachmagazin CineD. Apple bestätigt allerdings nicht explizit, dass die Einmalkauf-Version der Videoschnitt-Software Final Cut Pro auch in Zukunft alle Features der Abo-Version erhält.
Anders sieht die Situation bei Logic Pro und MainStage aus. Dort lässt sich der Apple-Website entnehmen, dass die Versionen im Abo und im Einmalkauf beide die Features komplett erhalten sollen.
Neue iPad-Nutzer zahlen mehr
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Bei der Bildbearbeitungs-Software Pixelmator Pro, die Apple vor einiger Zeit zugekauft hat, sollen nur Abonnenten das neue Warp-Tool erhalten. Basis-Funktionen und Updates werden aber laut Apple weiterhin auch für Käufer bereitgestellt.
Aus Sicht von iPad-Nutzern wird es mit dem neuen Bundle teurer. Sie sollen künftig nicht mehr die Tablet-Version alleine abonnieren können, sondern müssen als Neukunden das teurere große Bundle mit den iPad- und Mac-Versionen nehmen.
Eine gute Nachricht für iPad-Nutzer ist indessen, dass die im Sommer 2025 in Aussicht gestellte Hintergrund-Berechnung in Final Cut Pro auf dem iPad endlich kommen soll. Apple bekräftigte im Interview, dass man an der Nutzung der neuen Background Tasks API immer noch dran sei. Damit müssen Nutzer die App während des Renderns nicht mehr aktiv im Vordergrund behalten. iPad-Nutzer hatten dies lange herbeigesehnt, zeigten sich jedoch enttäuscht, dass Apple die Funktion nicht mit der Veröffentlichung von iPadOS 26 im September auslieferte.
(mki)
Künstliche Intelligenz
Kommentar: Apple bindet sich bei KI an Google – und die User haben das Nachsehen
Apples Umgang mit dem Thema KI wirkt seit langem hilflos. Zur Erinnerung: Bereits im Sommer 2024 – und schon das war Jahre zu spät – hat der Konzern Apple Intelligence vorgestellt. Damals hieß es, die noch im gleichen Jahr in englischer Sprache verfügbaren Werkzeuge wie die Writing Tools oder die Bildgeneratoren (Genmoji und Image Playground) seien nur der Anfang, eine kontextsensitive Siri mit App-Steuerung sei auf dem Weg. Diese kam dann – trotz peinlicher Fernsehwerbung für unveröffentlichte Features – aber einfach nicht, weil das System Apples internen Qualitätskriterien nicht entsprach.
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Siri anbrüllen
Und auch heute, im Frühjahr 2025, arbeitet Siri immer noch so, als sei sie seit 2011 kaum verbessert worden. Regelmäßig ruft man sich dumm und dämlich, damit die Sprachassistentin simple Anfragen verarbeitet. Auf iPhone, iPad und Mac wurde es zwar durch die Integration von ChatGPT besser, doch solche Dienste möchte man von Apple direkt sehen. Doch wie es sich nun darstellt, kann der Konzern es einfach nicht. Er hat sich deshalb entschieden, zu Googles Gemini-Grundmodell zu wechseln – zumindest auf mittelfristige Sicht.
Nun könnte man sagen, dass das nur logisch ist. Apple arbeitet seit langem mit Google bei der Safari-Suche zusammen und verdient dadurch enorm viel Geld. Jetzt geht eben etwas Geld – oder ein anderes Gegengeschäft – an Google zurück. Apple hat bereits versichert, dass man Gemini auf eigener Cloud-Technik (plus wohl auch lokal auf iPhone & Co.) ausführen will und der Internetgigant keine Daten bekommt.
KI-Experten winken ab
Börsenbeobachter loben Apple dafür, sich nicht (oder nur wenig) an der aktuellen KI-Blase beteiligt zu haben, die Meta, Microsoft & Co. noch viel Geld kosten könnte, sollte sie platzen. Andere sagen wiederum, das sei doch alles Teil von Apples üblicher Strategie, zunächst abzuwarten, bis andere neue Technik einführen, um sie dann deutlich verbessert zu einem Massenprodukt zu machen.
Das mag grundsätzlich stimmen. Doch dazu passt nicht, dass Apple vollmundige KI-Ankündigungen in Sachen kontextsensitive Siri macht, nur um sie dann wieder einzukassieren. Gleichzeitig rumort es intern seit vielen Monaten. Apple verlor zahlreiche Experten im KI-Bereich bis auf die Managementebene hoch. Gut: Meta und andere ließen sich das auch verrückte Summen kosten. Aber solche Abgänge verraten immer auch eine Form von Leidensdruck. War Apple in Sachen KI einfach zu zögerlich? War John Giannandrea, der mittlerweile geschasste KI-Chef, trotz seiner Google-Wurzeln der richtige Mann?
Immerhin keine Verluste
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Die Antworten auf solche Fragen wird man erst in den kommenden Jahren haben. Dass Apple nun ganz offiziell zu Google Gemini greift, ist tatsächlich ein Armutszeugnis für einen Konzern, der sich Innovation auf die Fahnen geschrieben hat. Natürlich geht intern die Arbeit an eigener Technik weiter, einige Analysten glauben gar, Gemini sei nur ein Notnagel, ein „Holdover“, bis Besseres kommt. Doch das Grundmodell ist so gut, dass Apple vermutlich Jahre braucht, um aufzuholen, besonders mit einem weiteren zögerlichen Kurs.

Mac & i-Redakteur Ben Schwan schreibt seit 1994 über Technikthemen und richtet sein Augenmerk mittlerweile insbesondere auf Apple-Geräte. Er mag das Design von Mac, iPhone und iPad und glaubt, dass Apple nicht selten die benutzerfreundlicheren Produkte abliefert. Immer perfekt ist die Hard- und Software-Welt aus Cupertino für ihn aber nicht.
Immerhin: Finanzielle Verluste wegen KI schreibt Apple offensichtlich nicht. Im Gegensatz zu den Milliardensummen, die bei OpenAI, Anthropic, aber sicherlich auch bei Meta, Google und womöglich Microsoft verloren gehen, weil die Abogebühren für Chatbots und Co. nicht zur Gegenfinanzierung reichen, dürfte Apple Intelligence ein Schnäppchen sein.
(bsc)
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Recht auf Reparatur kommt – Ersatzteile für Jahre gesichert
Für Smartphones, Waschmaschinen und eine Reihe anderer Geräte soll ab diesem Sommer ein Recht auf Reparatur gelten – auch über die Gewährleistungsfrist hinaus. Eine dazu geplante gesetzliche Regelung macht den Herstellern konkrete Vorgaben. Sie soll sich positiv auf die Umwelt und die Geldbeutel der Verbraucher auswirken.
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Das auch für den Verbraucherschutz verantwortliche Bundesjustizministerium geht davon aus, dass die 2024 beschlossene EU-Richtlinie in Deutschland pünktlich zum 31. Juli in Kraft treten wird. Wie das Ministerium mitteilt, ist ein Entwurf für die Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht jetzt an Länder und Verbände versendet worden. Diese können bis zum 13. Februar dazu Vorschläge und mögliche Bedenken formulieren. Später befasst sich damit auch noch der Bundestag.
Was bedeutet das konkret?
Während der üblichen Lebensdauer eines Produkts soll der Hersteller zur Reparatur verpflichtet werden. Ist die Gewährleistungsfrist abgelaufen, kann er dafür ein „angemessenes Entgelt“ verlangen. Was hier als angemessen angesehen wird, ist in dem Entwurf allerdings nicht genau ausbuchstabiert. Erfolgt die Reparatur entgeltlich, ist der Verbraucher zudem verpflichtet, die reparierte Ware abzunehmen.
Hersteller brauchen die Reparaturleistung nicht unbedingt selbst zu erbringen. Sie können ihrer Verpflichtung auch nachkommen, indem sie damit andere beauftragen, etwa dann, wenn sie nicht über die nötige Infrastruktur dafür verfügen oder ein geeignetes Unternehmen näher beim Verbraucher angesiedelt ist.
Gerät muss komplett zerlegt werden können
Manche Geräte werden aktuell deshalb nicht repariert, sondern durch ein Neugerät ersetzt, weil Komponenten so verbaut sind, dass eine Reparatur schlicht unmöglich ist. Das soll in Zukunft in Bezug auf die in der Richtlinie genannten Geräte – vom Server bis zum Staubsauger – ebenso verboten sein wie eingebaute Fehler, die dafür sorgen, dass das Produkt nach einer gewissen Zeit nicht mehr funktioniert.
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Ersatzteile länger verfügbar
Damit eine Reparatur auch nach vielen Jahren überhaupt noch möglich ist, sollen die Hersteller verpflichtet werden, Ersatzteile für bestimmte Modelle entsprechend der erwarteten Lebensdauer vorzuhalten. Für Smartphones bedeutet das etwa, dass die Teile, aus denen das Mobiltelefon besteht, nach der Einstellung der Produktion des betreffenden Modells noch mindestens sieben Jahre lang verfügbar sein müssen. Für die Hersteller von Waschmaschinen und Trocknern gilt diese Verpflichtung für eine Dauer von zehn Jahren nach Ende der Produktion.
(afl)
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