Digital Business & Startups
Wir sind auf einem klaren Wachstumspfad
#Interview
„Wir sind profitabel und skalieren gerade sehr stark. Viele Projekte wurden jetzt gerade gestartet und wir sehen unser eigenes Geschäft mit sehr viel Zuversicht“, sagt Alexander Pöhler, Gründer von assemblean. Das Unternehmen konnte zuletzt 1,8 Millionen einsammeln.

assemblean aus Paderborn, 2021 von Xiaojun Yang und Alexander Pöhler gegründet, entwickelt eine „Supply Chain Management Software“. Das Schlagwort dabei lautet: Production-as-a-Service. „Die Software dient zur kollaborativen Produktentwicklung sowie Planung und Organisation der kompletten Supply Chain“, teilt das Team zum Konzept mit.
Der Schweizer Investor b2venture, Archimedes New Ventures aus Bielefeld und Business Angels des Teuto Seed Clubs investierten zuletzt 1,8 Millionen Euro in das junge und profitable Unternehmen. b2venture hält derzeit rund 15 % an assemblean.
Im Interview mit deutsche-startups.de blickt assemblean-Macher Alexander Pöhler einmal ausführlich auf das vergangene Jahr zurück.
2025 ist gerade rum. Was war das Highlight in den vergangenen Monaten bei Euch?
2025 ist rum – und für uns bei assemblean war es ein Jahr voller Meilensteine. Das größte Highlight war sicherlich das Closing unserer Seedrunde, das uns den Rückenwind gegeben hat, die nächsten großen Schritte zu gehen. Direkt im Anschluss konnten wir in unsere neue, rund 5.000 Quadratmeter große Produktionshalle umziehen, ein enorm wichtiger Schritt, um unsere Kapazitäten weiter auszubauen. Mit dem zusätzlichen Raum haben wir auch unseren Maschinenpark erweitert – unter anderem um moderne Fräs- und Drehmaschinen sowie ein Hochregallager, das unsere Abläufe deutlich effizienter macht. Parallel dazu haben wir ein technologisches Kernstück live gebracht, auf das wir besonders stolz sind: den AI-Uploader, mit dem komplette Produkte automatisch ausgewertet werden können. Damit schaffen wir einen echten Sprung in Richtung vollautomatisierter Prozesse. Insgesamt merkt man 2025 sehr deutlich, dass assemblean als Firma gewachsen ist – strukturell, technologisch und kulturell. Wir sind selbst beeindruckt, wie viel in nur wenigen Monaten möglich war, und freuen uns darauf, im kommenden Jahr darauf aufzubauen.
Was lief 2025 bei Euch nicht rund?
Wir sind auf einem klaren Wachstumspfad, aber sind natürlich auch erheblich von der gesamtwirtschaftlichen Lage abhängig. Die Konjunktur für produzierende Unternehmen war deutlich schwächer als erwartet, und das hat sich direkt auf unsere Planung ausgewirkt. Einige Projekte, die wir als sicher eingestuft hatten, wurden verschoben oder sind gar nicht zustande gekommen. Zusätzlich mussten wir einige Insolvenzen von Kunden und Partnern verkraften, was nicht nur finanziell belastend war, sondern auch operative Unsicherheiten mit sich gebracht hat.
Welches Projekt steht 2026 bei Euch ganz oben auf der Agenda?
Defense. Neben dem allgemeinen Wachstum und der Weiterentwicklung der Systeme haben wir uns als Ziel gesetzt, einer der bevorzugten Lieferanten Europas für Verteidigungssysteme zu werden. Wir haben da erste Projekte, aber wir haben uns auch viel vorgenommen.
Mit welchen Erwartungen blickst Du wirtschaftlich auf 2026?
Wir sind profitabel und skalieren gerade sehr stark. Viele Projekte wurden jetzt gerade gestartet und wir sehen unser eigenes Geschäft mit sehr viel Zuversicht. Wir wollen auch gerade 2026 schauen, wie schnell wir assemblean skaliert bekommen. Gesamtwirtschaftlich habe ich aber derzeit nicht viel Hoffnung, dass es 2026 einen Aufschwung geben wird.
Was hast Du Dir persönlich für 2026 vorgenommen?
Ich will noch mehr einfache und repetitive Aufgaben automatisieren. Das muss nicht direkt der krasse KI-Workflow sein, sondern eher Sachen wie Buchhaltung oder Druckerpapier nachkaufen.
Tipp: Mehr Rück- und Ausblicke findet ihr in unserem Jahresrückblick.
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Foto (oben): Valuedesk
Digital Business & Startups
Dieses Essen wurde 2025 beim Lieferdienst Flink am häufigsten bestellt
Überraschender Spitzenreiter: Dieses Produkt landet bei Flink öfter im Warenkorb als alles andere. Es ist nicht Champagner.
Der klassische Wocheneinkauf war gestern. Heute wird gescrollt, gesucht, unterbrochen – und später weitergemacht. Eine Auswertung vom Lieferdienst-Startup Flink zeigt, wie sich das digitale Einkaufsverhalten der Deutschen verändert hat und was 2025 tatsächlich im Warenkorb landet.
Unangefochtener Spitzenreiter unter den Produkten sind Cherrytomaten (250 Gramm). Der meistgesuchte Begriff in der App: Eier. Kaum überraschend, denn sie gehören laut Flink-Deutschlandchef Lucas Rietz „zu den absoluten Basics im deutschen Alltag – egal ob Frühstück, Mittagessen oder Kuchen backen“.
Um diese Uhrzeit wird am öftesten geshoppt
Der durchschnittliche Warenkorb umfasst 17 Artikel und kostet rund 45 Euro. Im Schnitt brauchen Nutzer 27 Klicks vom ersten Produkt bis zur Bestellung.
Besonders abends wird der Einkauf zum Nebenbei-Prozess: Während morgens zwischen 7 und 9 Uhr alles in rund 25 Minuten erledigt ist, zieht sich der Einkauf nach 22 Uhr im Schnitt über mehrere Stunden. Insgesamt liegen zwischen App-Öffnung und Bestellung etwa 60 Minuten – nicht, weil aktiv eingekauft wird, sondern weil der Prozess immer wieder unterbrochen wird.
Die höchste Aktivität verzeichnet Flink am Nachmittag zwischen 15 und 19 Uhr. Und: Je schlechter das Wetter, desto besser das Geschäft. Bei Hitze oder Starkregen schnellen die Bestellungen nach oben. Die größte Einzelbestellung des Jahres lag bei 1240 Euro (wer das war, sollte sich bei uns mal melden!).
Digital Business & Startups
+++ Decacorn-Time +++ Trade Republic +++ Helsing +++ Celonis +++ Aleph Alpha +++ N26 +++ Bloomwell +++
#StartupTicker
+++ #StartupTicker +++ In Deutschland gibt es inzwischen drei Startups, die sich Decacorn nennen dürfen +++ Entlassungen bei Aleph Alpha +++ Betriebsrat: Bei N26 gibt es weiter Streitigkeiten +++ Bloomwell feiert „das mit Abstand erfolgreichste Jahr seit der Firmengründung“ +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Mittwoch, 14. Januar).
#STARTUPLAND: SAVE THE DATE

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#STARTUPTICKER
Decacorn – Trade Republic – Helsing – Celonis
+++ Decacorn-Time! In Deutschland gibt es inzwischen drei Startups, die sich Decacorn (Bewertung: Mindestens 10 Milliarden US-Dollar) nennen dürfen. Neu (Dezember 2025) im Reigen der exklusiven Einhörner ist das Berliner FinTech Trade Republic (Bewertung: 12,5 Milliarden Euro). Hinter dem Berliner FinTech, 2015 gegründet, verbirgt sich ein profitabler Neobroker. Im Sommer 2025 stieg das Münchner DefenseTech Helsing (Bewertung: 12 Milliarden Euro) zum seltenen Decacorn auf. Das Grownup, 2021 gegründet, setzt auf „KI-Fähigkeiten für den Sicherheits- und Verteidigungsbereich“. Das erste deutsche Decacorn war Celonis (11 Milliarden US-Dollar). Das 2011 gegründete Process Mining-Grownup stieg 2021 zum Decacornauf. Besonders der schnelle Aufstieg von Helsing – innerhalb von vier Jahren – ist beeindruckend. Und 2026 geht schon direkt munter weiter: osapiens aus Mannheim ist das erste Einhorn des Jahres! Das Software-Startup setzt auf Lösungen zur rechtssicheren Bearbeitung von Regulierungen und Dokumentationspflichten. Mehr über Decacorns
Aleph Alpha
+++ Entlassungen bei Aleph Alpha! Rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen den einstigen KI-Hoffnungsträger laut WiWo verlassen. „Laut einem Investor, der namentlich nicht genannt werden will, ist das Start-up 2024 immens gewachsen und hat über 250 neue Leute eingestellt. Bei vielen Personen passe das damalige Jobprofil nicht mehr zur heutigen Tätigkeit – auch, da sich Aleph Alpha seitdem strategisch verändert hat“, heißt es im Bericht. Aleph Alpha konzentrierte sich zuletzt darauf, Unternehmen einen Zugang zu KI-Lösungen zu bieten. Die Jungfirma wird insbesondere von der Schwarz-Gruppe (unter anderem Lidl, Kaufland) finanziell unterstützt. (WiWo) Mehr über Aleph Alpha
N26
+++ Lesenswert! Bei der Berliner Neobank N26 gibt es weiter Streitigkeiten rund um den Betriebsrat. „Die Arbeitnehmervertreter des Berliner Fintechs wollen Mitbestimmung im Aufsichtsrat durchsetzen. Zweimal scheiterten sie in unteren Instanzen. Nun wird der Streit höchstrichterlich geklärt“, berichtet das Handelsblatt. Konkret ziehen die N26-Betriebsräte vor den Bundesgerichtshof. (Handelsblatt) Mehr über N26
Bloomwell
+++ „Für Bloomwell war 2025 rein wirtschaftlich betrachtet das mit Abstand erfolgreichste Jahr seit der Firmengründung. Über uns haben 2025 mehrere hunderttausend Patient:innen Zugang zur Cannabis-Therapie erhalten“, sagt Gründerin Anna-Sophia Kouparanis. Mehr über Bloomwell
Startup-Radar
+++ Es ist wieder Zeit für neue Startups! Hier einige ganz frische Firmen, die jeder kennen sollte. Heute stellen wir diese Jungunternehmen vor: APP X, Klag Robotics, Mochi, HUDDLE.Sport und SEARCH4. Mehr im Startup-Radar
#DEALMONITOR
Investments & Exits
+++ NetBird sammelt 10 Millionen ein +++ vivanta bekommt 2,5 Millionen +++ Mercura erhält 2,1 Millionen +++ Pluvion streicht Millionensumme ein +++ Finanzspritze für Fuxam +++ Omnidocs kauft officeatwork. Mehr im Deal-Monitor
Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker
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Digital Business & Startups
Mannheimer Startup wird erstes Einhorn des Jahres in Deutschland
Einhorn-Status für Osapiens: Das Mannheimer Startup steigt durch seine Series-C auf eine Bewertung von über einer Milliarde Dollar – als erstes deutsches Startup 2026.
Deutschland hat ein neues Einhorn: Osapiens, ein ESG-Startup aus Mannheim, hat erfolgreich eine Serie-C-Finanzierungsrunde in Höhe von 100 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Das Startup steigert so seine Bewertung auf mehr als eine Milliarde US-Dollar.
Angeführt wird die Finanzierungsrunde von Decarbonization Partners, einem Joint Venture zwischen den weltweit größten Finanzinvestoren BlackRock aus den USA und Temasek aus Singapur. Damit schließt sich Decarbonization Partners den bestehenden Investoren Goldman Sachs Alternatives (Serie-B-Finanzierungsrunde 2024: 120 Millionen US-Dollar) und Armira Growth (Serie-A-Finanzierungsrunde 2023: 27 Millionen US-Dollar) an.
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Mit dem frischen Geld will Osapiens Produktinnovation beschleunigen und das Wachstum in bestehenden und neuen internationalen Märkten vorantreiben. Das Ziel des Startups ist es laut Co-CEO Alberto Zamora „zum unangefochtenen globalen Marktführer im Bereich nachhaltiges Wachstum für Unternehmen jeder Größe zu werden.“
Das macht Osapiens
Die Gründer Alberto Zamora, Stefan Wawrzinek und Matthias Jungblut haben 2018 eine Plattform gebaut, über die Unternehmen Risiken innerhalb ihrer Lieferkette identifizieren, Berichtspflichten umsetzen und nachhaltigere Prozesse wie kürzere Transportwege langfristig etablieren können.
Das Kernprodukt des Unternehmens ist der Osapiens Hub: eine Kl-gestützte, cloudbasierte Plattform, die die Einhaltung internationaler ESG-Vorschriften vereinfacht. Das Tool deckt dabei Berichtspflichten wie die von der EU beschlossene Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), die EU-Verordnung zur entwaldungsfreien Lieferkette (EUDR) und das EU-Lieferkettengesetz, die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) ab – laut Angaben des Unternehmens mehr als 25 Lösungen für Unternehmen. Durch KI werden Kundendaten angereichert und Prozesse automatisiert.
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Zu den 2400 Kunden von Osapiens gehört unter anderen der Onlinekonzern Otto, die Supermarktkette Edeka und den Modehändler C&A und Coca-Cola. Das Unternehmen beschäftigt in Mannheim und weiteren Niederlassungen in Europa und den USA über 550 Mitarbeitende.
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